• Staffel 5, Folge 2 (90 Min.)
    Philip Fairfax (Robert Aramayo, links) taucht nach langer Abwesenheit im Landhaus seines Jugendfreundes Qwen James (Fionn O’Shea, von hinten) auf. – Bild: Salzgeber & Co. Medien GmbH
    Philip Fairfax (Robert Aramayo, links) taucht nach langer Abwesenheit im Landhaus seines Jugendfreundes Qwen James (Fionn O’Shea, von hinten) auf.
    „Lilies Not for Me“, das Langfilmdebüt von Regisseur Will Seefried, erzählt die Geschichte des Schriftstellers Owen James (Fionn O’Shea), der in den 1920er-Jahren in England wegen seiner Homosexualität in die Psychiatrie eingewiesen wird, und sich in Gesprächen nach und nach der Krankenpflegerin Dorothy (Erin Kellyman) anvertraut. Angelehnt an historische Ereignisse, beschreibt der Film das Leiden vieler homosexueller Menschen zu Beginn des vermeintlich aufgeklärten 20. Jahrhunderts. England in den 1920ern. Der Schriftsteller Owen landet wegen seiner Homosexualität in der geschlossenen Psychiatrie. Bei einer Reihe ärztlich verordneter „romantischer Verabredungen“ entsteht eine tiefe Freundschaft mit der Krankenpflegerin Dorothy, der er sich langsam öffnet und seine Geschichte erzählt: Wie er erst glaubte, Frieden und Glück mit seiner großen Liebe Philip gefunden zu haben – und zu spät erkannte, wie tief dessen Selbsthass wirklich saß. Mit einer brutalen, riskanten Operation wollte Philip seine verbotenen Gefühle zügeln – und Owen sollte das Messer führen. Was ist wichtiger: ein respektables Leben zu führen oder authentisch zu lieben? Basierend auf historischen Ereignissen ist „Lilies Not for Me“ das erschütternde Porträt eines schwulen Überlebens in einer der dunkelsten Perioden für queere Menschen. Das Langfilmdebüt von Regisseur und Autor Will Seefried inszeniert die Ursprünge der Konversionstherapie in unvergesslichen Bildern, die den Schrecken dieser „Behandlungen“ und ihrer Folgen sicht- und fühlbar machen. Ein exzellentes Schauspieler:innen-Ensemble aus Fionn O’Shea („Handsome Devil“), Robert Aramayo („Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“), Erin Kellyman („Solo: A Star Wars Storye“) und Louis Hofmann („Dark“) sorgt dafür, dass auch in Momenten größter Grausamkeit das Menschliche nie verloren geht. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 25.06.2026 BR
  • Staffel 5, Folge 3 (95 Min.)
    In Dominic Savages einfühlsamem Drama „Close to You“ ist Elliot Page endlich wieder auf der großen Leinwand zu sehen. Page, der in seiner Autobiografie „Pageboy“ (2023) ergreifend vom langen Weg zu seinem wahrem Selbst erzählt hat, glänzt in der sehr persönlichen Geschichte eines jungen trans Mannes, der in seine alte Heimat zurückkehrt, sich gegen Vorurteile behaupten und alte Gefühle neu einordnen muss. Brillant spielt Hillary Baack die Rolle von Sams ehemaliger Schulfreundin Katherine. Sam lebt seit vier Jahren in Toronto und war seit seiner Transition nicht mehr in seinem Heimatort Cobourg. Zum Geburtstag seines Vaters macht er sich nun auf den Weg dorthin. Er hat Angst vor der Reise, weil die Trennung damals nicht gut verlief, und weil er keine Lust auf dumme Kommentare und neue Verletzungen hat. Im Zug nach Hause trifft er Katherine, eine alte Freundin aus der Highschool, die selbst mit Geistern aus der Vergangenheit kämpft – und für Sam noch immer tiefe Gefühle hegt. Während zwischen den beiden die einstige tiefe Zuneigung erneut aufflammt und sich zu einer Liebesbeziehung entwickelt, stößt Sam bei einigen Familienmitgliedern, trotz aller Bemühungen um Toleranz, immer noch auf Vorurteile. Der Film zeigt eindringlich, wie viel Kraft und Mut trans Personen aufbringen müssen, um ihren eigenen Weg zu finden, und sich von den Erwartungen der heteronormativen Gesellschaft zu lösen. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 02.07.2026 BR
  • Staffel 5, Folge 4 (130 Min.)
    Key Visual/​Cover ohne Typo zu „Fireworks“. Sizilien, Sommer: Die Teenager Gianni (Samuele Segreto) und Nino (Gabriele Pizzuro) begegnen sich durch einen von Nino verursachten Moped-Unfall. Als Gianni bei Ninos Vater, einem Pyrotechniker, einen Job angeboten bekommt, gehört er schon bald zu Ninos Familie. Zwischen den Teenagern entwickelt sich eine zarte Liebe, die sie vergeblich versuchen, geheim zu halten. Bald werden sie zum Spott der konservativen Dorfgemeinschaft und massiv bedroht – sogar von ihren eigenen Familien. Im Bild: Die beiden Teenager Nino (Gabriele Pizzurro, vorne) und Gianni (Samuele Segreto, hinten) genießen auf Ninos Moped ihre Freiheit.
    Sizilien, Sommer 1982: Die Teenager Gianni (Samuele Segreto) und Nino (Gabriele Pizzuro) lernen sich durch einen von Nino verursachten Moped-Unfall kennen. Als Gianni bei Ninos Vater, einem Pyrotechniker, einen Job angeboten bekommt, gehört er schon bald zu Ninos Familie. Zwischen den Teenagern entwickelt sich eine zarte Liebe, die sie vergeblich versuchen, geheim zu halten. Bald werden sie zum Spott der konservativen Dorfgemeinschaft und massiv bedroht – sogar von ihren eigenen Familien. Sizilien im Sommer 1982: Während ganz Italien vom Sieg bei der Fußball-WM träumt, träumen Gianni und Nino von einer Liebe ohne Angst. Die beiden Teenager lernen sich mit einem großen Knall kennen, als sie auf einer Landstraße mit ihren Mopeds zusammendonnern. Um den Unfall wieder gutzumachen, bietet Nino dem anderen Jungen einen Job bei seinem Vater an, der Feuerwerke veranstaltet. Gianni und Nino werden erst Freunde und bald Geliebte. Doch als ihre konservativen Familien von der Beziehung erfahren, sehen sich die beiden brutalen Anfeindungen ausgesetzt. Wild entschlossen wollen Gianni und Nino für ihre Liebe kämpfen – und bringen sich damit in Lebensgefahr. „Fireworks“ basiert auf einer wahren Kriminalgeschichte, dem sogenannten „Delitto di Giarre“, das Anfang der 1980er-Jahre zur Gründung von „Arcigay – Associazione LGBTI+ italiana“ geführt hat, dem bis heute wichtigsten Verband für queere Bürger:innenrechte in Italien. Getragen von seinen zwei fabelhaften Hauptdarstellern und unterlegt von der herzzerreißenden Musik des sizilianischen Sängers Franco Battiato, zeichnet der Film von Giuseppe Fiorello ein authentisches Porträt der höchst problematischen Lebenssituation von Schwulen im italienischen Süden nicht nur jener Jahre. In Italien wurde das mitreißende Liebesdrama u.a. mit dem Globo d’oro für den „Besten Debütfilm“ ausgezeichnet. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 09.07.2026 BR
  • Staffel 5, Folge 5 (105 Min.)
    Sturzbetrunken stolpert die deutsche Ärztin Marie Theres (Caroline Peters) in eine Wiener Lesben-Bar, nachdem ihr Mann (Heikko Deutschmann) sie ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag verlassen hat. Am nächsten Morgen kann sie sich nur noch daran erinnern, von der taffen Fa (Proschat Madani) heimgebracht worden zu sein. Oder war da mehr? Obwohl sie sich dagegen wehren, stellen die bindungsscheue Fa und die in einem biederen Umfeld lebende Marie Theres bald fest, dass sie etwas füreinander empfinden. An ihrem Hochzeitstag bekommt die Wiener Ärztin Marie Theres ein besonderes Geschenk von ihrem Mann präsentiert: Er will sich von ihr trennen. Zur Nervenberuhigung greift Marie Theres erstmal zum Glas. Ziemlich betrunken stolpert sie in Bigis Lesbenbar und trinkt dort mit der bindungsscheuen Stammkundin Fa einfach weiter. Am nächsten Morgen kann sie sich nur noch daran erinnern, dass Fa sie nach Hause gebracht hat. Aber haben sie danach auch …? Jedenfalls bekommt sie die aufregende Frau nicht mehr aus dem Kopf. Eine stürmische Romanze nimmt ihren Lauf, von der sich selbst Marie Theres’ spießiger Freundeskreis und Fas persische Mama mitreißen lassen. In der warmherzigen lesbischen Rom-Com „What a Feeling“ von Kat Rohrer glänzen Caroline Peters und Proschat Madani als zwei Frauen, die erst in der Mitte des Lebens zueinander finden – aber dann so richtig. Es geht um Selbsterkenntnis, den Mut zum Neuanfang und um Entscheidungen, die sich richtig anfühlen – ganz egal, was die anderen denken oder sagen. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 16.07.2026 BR
  • Staffel 5, Folge 6 (120 Min.)
    Ausgehend von den 1980ern erzählt der Film die Geschichte von Aniela (Malgorzata Hajewska), die in einer polnischen Kleinstadt als Junge aufwächst, sich aber schon immer weiblich fühlt. Trotzdem heiratet Andrzej, so Anielas erster Name, und gründet eine Familie. Doch irgendwann hält sie das Versteckspiel nicht mehr aus und macht sich auf den Weg zur Geschlechtsangleichung. Ihr zur Seite im Kampf gegen bürokratische Hürden und gesellschaftliche Vorurteile steht ihre Ex-Frau Iza (Joanna Kulig). Polen in den frühen 1980er Jahren. Während das Land dem Kommunismus allmählich den Rücken kehrt und sich zu einem demokratischen Staat wandelt, sucht Aniela Wesoly in einer Kleinstadt ihre Freiheit als trans Frau. Schon während ihrer Kindheit und Jugend beginnt sie, sich anders zu fühlen. Ihre Umgebung reagiert mit Unverständnis und Verdrängung. Doch weder die Widerstände in ihrer Familie noch staatliche Repressionen können sie davon abhalten, endlich die Person zu werden, die sie schon immer war. Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen in Polen der letzten 50 Jahre erzählt „Frau aus Freiheit“ von der Selbstermächtigung einer Frau. Der im Wettbewerb von Venedig gefeierte Film von Malgorzata Szumowska und Michal Englert („33 Szenen aus dem Leben“, „Im Namen des …“, „Body“) ist ein bewegend gespieltes Figurenporträt von epischer Wucht, das sich nicht vor gesellschaftlichen Themen scheut, die auch im Polen der Gegenwart noch höchste Brisanz haben. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 23.07.2026 BR
  • Staffel 5, Folge 7 (95 Min.)
    Leyla (Maryam Zaree), in Fabiennes Körper, trägt Stella (Edgar Selge) Lippenstift auf. Key Visual.
    „Aus meiner Haut“ handelt von einem jungen Paar – gespielt von Mala Emde und Jonas Dassler -, das in der Hoffnung auf Lösung seiner Probleme auf eine abgelegene, sonderbare Insel reist, auf der man buchstäblich ein anderer Mensch sein kann. Ein faszinierendes Gedankenspiel über die Verbindung von Körper und Seele. „Aus meiner Haut“ stellt eine radikale Frage: Was passiert mit der Persönlichkeit eines Menschen in einem fremden Körper? Was geschieht, wenn ich die Welt tatsächlich mit den Augen eines anderen sehe? Was würde aus mir und meinen Beziehungen? Die Harmonie zwischen Körper und Geist steht im Mittelpunkt dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte, in der die Grenzen der Identitäten zerfließen und immer wieder neue Persönlichkeiten entstehen. Mit dem Erleben eines anderen Körpers ändert sich alles: Es formen und entwickeln sich Beziehungen und in den emotionalen Wanderungen zwischen Körper und Seele lösen sich nicht nur eingefahrene Rollenmuster auf: Genderfragen werden überflüssig, Äußerlichkeiten zählen nicht mehr; es geht um das Individuum und die Suche nach dem Glück: allein, zu zweit und in der Gemeinschaft – eine immer wieder neue Begegnung mit sich selbst. Der für seinen Kurzfilm „Invention of Trust“ mit dem „Studenten-Oscar“ ausgezeichnete Alex Schaad schrieb gemeinsam mit seinem Bruder Dimitrij Schaad („Die Känguru- Verschwörung“, „Die Känguru Chroniken, „Kleo“) das Drehbuch. In seinem Langfilmdebüt „Aus meiner Haut“ inszeniert er eine mysteriöse Welt, die einen ganz neuen Blick auf die Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen eröffnet. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 30.07.2026 BR

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