2026
Folge 621
120 Min.In der ersten Ausgabe der Radio Bremen-Talkshow „3nach9“ im neuen Jahr 2026 begrüßen Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo folgende Gäste:Bärbel Bas Seit Mai 2025 ist Bärbel Bas (SPD) als Bundesministerin für Arbeit und Soziales im Kabinett von Friedrich Merz (CDU) und seit Juni 2025 gemeinsam mit Lars Klingbeil Bundesvorsitzende der SPD. Bärbel Bas gilt als bodenständig, pragmatisch, sachlich und bürgernah. Die langjährige Sozialpolitikerin und Gewerkschafterin erlebt nicht nur eine besondere Aufstiegsgeschichte in der SPD, sie gilt mittlerweile als eine der mächtigsten Frauen der Partei. Über ihr Privatleben ist bekannt, dass sie in ihrer Freizeit gern Motorrad fährt, Fußballfan des MSV Duisburg ist und gern blutige Thriller zur Entspannung liest. Ob ihre Hobbys es schaffen, ihren Kopf von scharfen Kritiken und Anfeindungen freizumachen? Wie sehr ist sie mit ihrer bisherigen Amtszeit in der Koalition zufrieden? Glaubt sie an sichere Renten? Und warum hat sich die gebürtige Duisburgerin überhaupt für den steinigen Weg in die Politik entschieden? Das erzählt die frühere Präsidentin des Deutschen Bundestages bei „3nach9“. Simon Verhoeven Der Regisseur und Drehbuchautor Simon Verhoeven gehört zu einem der kreativsten Mutter-Sohn-Gespanne der deutschsprachigen Filmindustrie: Mit seiner Mutter, der Schauspielikone Senta Berger, hat er den autobiografischen Bestseller von Joachim Meyerhoff „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ verfilmt, der Ende Januar in die Kinos kommt. Wie die Dreharbeiten mit seiner Mutter für ihren älteren Sohn waren und welche Herausforderungen diese besondere Konstellation mit sich brachte, aber auch welche Erinnerungen er an seine Kindheit hat, berichtet Simon Verhoeven bei „3nach9“. Angelo Kelly Er kommt zurück auf die Bühne! Nach dem Aus der Familienband hat es ein wenig gedauert, bis Angelo Kelly sich als Künstler wiedergefunden hat. Der Sänger kommt 1981 in Spanien als jüngster Kelly-Spross zur Welt und erlebt eine Kindheit, die ihn bis heute prägt. Früh wird aus dem Straßenmusiker ein gefeierter Popstar. Mit Liedern wie „An Angel“ singt er sich in die Herzen der Menschen und wird gemeinsam mit seinem Vater und den zwölf Geschwistern zum musikalischen Phänomen der 1990er-Jahre. Auch später steht die bekannte Familie gern zusammen auf der Bühne, bis Angelo sich zurückzieht, um seinen eigenen Stil zu finden. 2026 will der ehemalige Teeniestar durchstarten und sein Comeback feiern. Was für Gedanken er sich jenseits der Öffentlichkeit macht, wie seine Kinder den neuen Angelo-Stil finden und wie schwer es ihm gefallen ist, sich von seinen langen Haaren zu trennen, fragt das Moderations-Duo bei „3nach9“ den preisgekrönten irisch-amerikanischen Musiker und Komponisten Angelo Kelly. Klaus-Peter Wolf In Norddeutschland gehören er und seine „Ostfriesen“-Krimis längst zum Kulturgut. Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf, der aus Gelsenkirchen stammt und Ostfriesland sein Zuhause nennt, feiert 2026 ein Jubiläum. Er veröffentlicht seinen 20. Kriminalfall, in dem Ostfrieslands berühmteste Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vor der größten Herausforderung ihrer Karriere steht. Der Schriftsteller kann es selbst kaum glauben, dass vor genau 20 Jahren alles begann: vom Regio-Krimischreiber zum Bestsellerautor. Inzwischen hat er mehr als 15 Millionen Bücher verkauft und die Verfilmungen seiner Krimis laufen zur besten Sendezeit. Wie er auf die Reise der letzten zwei Jahrzehnte zurückblickt, was ihn inspiriert und ob er schon an einer neuen Geschichte arbeitet, will „3nach9“ von Klaus-Peter Wolf erfahren. Silke Müller Die langjährige und ehemalige Schulleiterin Silke Müller, aus der Nähe von Oldenburg, beschäftigt sich nicht nur damit, was massiver Handykonsum mit Kindern und Jugendlichen macht. Sie kennt sich mit Gefahren, die im Netz lauern, bestens aus und fordert die Nutzung von Social Media beispielsweise erst ab 15 oder 16 Jahren zu gestatten. Silke Müller weiß aber auch, wie künstliche Intelligenz (KI) Kindern schaden, sie aber auch klüger machen kann. Die erste Digitalbotschafterin Niedersachsens warnt in ihrem neuesten Buch „Schule gegen Kinder“ nun auch davor, dass das deutsche Schulsystem mit Blick auf marode Gebäude, veraltete Lehrpläne, ungleiche Chancen, überforderte Kinder und ausgebrannte Lehrer am Abgrund steht. Bei „3nach9“ erklärt die Bildungsexpertin und Bestsellerautorin außerdem, warum das deutsche Schulsystem ungerecht ist, Kindern die Lebenschancen raubt und warum sie ein radikales, zukunftssicheres Umdenken fordert. Peter Bollhagen und Ammar Bilal Peter Bollhagen ist Chef eines bremischen Malereibetriebs und selbst mit dem Pinsel in der Hand groß geworden. Bereits seine Eltern besaßen einen Malerbetrieb, in das Handwerk ist er „quasi hineingewachsen“. Heute besteht sein Team hauptsächlich aus Menschen mit Migrationshintergrund: „Ohne Zuwanderer müsste ich meinen Laden morgen dicht machen“, so Bollhagen, der außerdem Mitglied der FDP und Bremer Landesvorsitzender des Verbandes Die Familienunternehmer ist: „Teilweise haben hier bis zu 14 verschiedene Nationen gearbeitet, aktuell sind es 25 Menschen aus zwölf Nationen in aller Welt. Wir sind ein sehr buntes Team.“ Ammar Bilal ist 2015 aus Syrien nach Deutschland geflohen. Auch er stammt aus einer Malerfamilie. Heute wird der 29-Jährige als künftiger Teilhaber gehandelt: „Keiner hätte je geglaubt, dass ich das schaffen kann.“ Ammar Bilal ist seit 2018 im Betrieb, hat dort seine dreijährige Ausbildung absolviert und den Malergesellen gemacht. Deutschland nennt er seine zweite Heimat: „Ich möchte auf jeden Fall in Deutschland sterben.“ Wie Peter Bollhagen und Ammar Bilal die Stimmung im Land gegenüber Zuwanderern wahrnehmen, was es braucht, um einen Handwerkerbetrieb heute erfolgreich zu führen und weshalb Ammar trotz gelungener Integration immer noch große Angst hat, das Land verlassen zu müssen, erzählen die beiden bei „3nach9“. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Fr. 30.01.2026 NDR Folge 622
120 Min.Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo begrüßen folgende Gäste: Paul Ronzheimer Seine Heimat ist Aurich in Ostfriesland, sein Arbeitsgebiet die ganze Welt. Der Journalist Paul Ronzheimer berichtet seit mehr als zehn Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten. Der 40-Jährige startete seine berufliche Karriere mit einem Volontariat bei der „Emder Zeitung“, mittlerweile fungiert er als stellvertretender Chefredakteur der „BILD“-Zeitung. Besonders für seine Berichterstattung in der Ukraine wird er von Leserinnen und Lesern geschätzt und vor vier Jahren sogar als „Journalist des Jahres“ ausgezeichnet. Erst kürzlich erhielt er für den Podcast, der seinen Namen trägt, den Medienpreis BAMBI in der Kategorie „Kultur“, da er einen wichtigen Beitrag zur politischen Aufklärung leistet. Über seine ostfriesischen Wurzeln, Gespräche mit despotischen Machthabern und seinen Blick auf Deutschland, erzählt Paul Ronzheimer bei „3nach9“.Ferdinand von Schirach Er ist ein präziser Beobachter der menschlichen Abgründe mit einer leisen, aber eindringlichen Stimme: Ferdinand von Schirach. Der deutsche Strafverteidiger und Schriftsteller wird 1964 in München geboren und wächst in einer traditionsreichen, politisch und kulturell geprägten Familie auf. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn gründet er eine eigene Kanzlei und arbeitet viele Jahre als Strafverteidiger – Erfahrungen, die seine ausdrucksstarken Werke maßgeblich prägen. Sein literarischer Durchbruch gelingt ihm 2009 mit dem Erzählband „Verbrechen“, in dem er reale Fälle in eine nüchterne, fast kühle Sprache übersetzt und dabei große Fragen nach Schuld, Verantwortung und Moral stellt. Es folgen erfolgreiche Bücher wie „Schuld“, „Der Fall Collini“ oder „Kaffee und Zigaretten“, die international gelesen und vielfach verfilmt oder für die Bühne adaptiert werden. Ferdinand von Schirach stellt das deutsche Rechtssystem und das Empfinden für Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld immer wieder auf den Prüfstand des Gewissens. Bei „3nach9“ spricht Ferdinand von Schirach über moralische Grenzfälle und die Frage, wie die Menschen als Gesellschaft friedlich miteinander leben können. Alexander Herrmann Vor gut 30 Jahren absolviert er seine Prüfung zum Küchenmeister als Jahrgangsbester mit Auszeichnung der Bayerischen Staatsregierung: Alexander Herrmann. Der Oberfranke übernimmt mit Mitte 20 den Hotel- und Gastronomiebetrieb seiner Familie in Wirsberg und baut diesen zum kulinarischen Tempel aus. Mittlerweile leitet er vier Restaurants, eines davon ist mit zwei Michelin-Sternen dekoriert. Als Juror und Koch diverser TV-Formate ist er bei seinem Publikum äußerst beliebt. Nun wagt er sich auf ein neues berufliches Terrain: Bei der Kommunalwahl im März dieses Jahres will er für die CSU für den Kreistag Kulmbach antreten. Warum Vertrauen als Chef unumgänglich für ihn ist, welche besondere Bedeutung seine Tätowierungen haben und warum er davon träumt, gemeinsam mit seinem Team einen dritten Stern zu erkochen, verrät – mitten in der Fastenzeit – Starkoch Alexander Herrmann bei „3nach9“. Ildikó von Kürthy Die Journalistin Ildikó von Kürthy zählt zu den erfolgreichsten und meistgelesenen deutschen Schriftstellerinnen. In ihrem jüngsten Werk „Alt genug“ reflektiert die humorvolle und schlagfertige Autorin über das Älterwerden. Sie entdeckt nicht nur das Wunder des Mittagsschläfchens und feiert die Kraft der Lebensmitte. Die Hamburgerin fühlt sich jetzt selbst für unbequeme Wahrheiten alt genug: Sie lacht nicht mehr über jeden blöden Witz und weiß mittlerweile ganz genau, wohin sie nicht gehört. Ob es leicht war, diese Einsichten und Erkenntnisse zu gewinnen? Wer die Bücher von Ildikó von Kürthy kennt, vermutet bereits, dass es sie eine Menge Mut gekostet haben muss, sich in innere und äußere Ausnahmezustände zu begeben. Ob auch ihre Bewerbung als Topmodel bei Heidi Klum oder die nächtliche Begegnung mit Schauspieler George Clooney in New York dazu zählen, verrät die gebürtige Aachenerin bei „3nach9“. Boris Herrmann Er ist der bekannteste Segler Deutschlands und seit seiner ersten Teilnahme an der Soloweltumseglung Vendée Globe, der härtesten Regatta der Welt, auch Nichtseglern ein Begriff: Boris Herrmann. Schon als Kind hat der Oldenburger viel Zeit auf dem Wasser verbracht, anfangs gemeinsam mit seinem Vater auf dessen kleinem Boot an der Nordsee, später auf einem nahe gelegenen See in der norddeutschen Heimat. Heute zählt der Wahlhamburger längst zu der Weltspitze seines Sports. Seine Leidenschaft ist und bleibt der Ozean. Er ist Meeresbotschafter, Aktivist fürs Klima – und hat für sein gesellschaftliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Als Profisegler umrundet er mehrfach die Welt, kennt die permanenten Gefahren auf hoher See sowie die Extrembelastungen für Körper und Geist. Welche Erfahrungen den 44-Jährigen geprägt haben, wann er seinen Job auch mal verflucht und ob seine kleine Tochter schon Segel hisst und Anker schmeißt, erfahren die Zuschauer*innen bei „3nach9“ von Meeresliebhaber Boris Herrmann. Christine Thürmer Christine Thürmer kennen viele bereits als „die meistgewanderte Frau der Welt“. 2007 hängt die erfolgreiche Managerin ihren Job an den Nagel und widmet sich voll und ganz ihrer neu entdeckten Passion, der Langstreckenwanderung. Seitdem legt sie mehr als 70.000 Kilometer zu Fuß, 37.500 Kilometer mit dem Fahrrad und 7000 Kilometer mit dem Boot zurück. Stets reist sie allein, überlässt nur ungern etwas dem Zufall. Ihre Touren plant Christine Thürmer am Computer, überlegt akribisch, was wirklich als Gepäck mit in den Rucksack muss und verzichtet sogar auf Unterhosen, um möglichst wenig Kilos schleppen zu müssen. Bei „3nach9“ erzählt die Bestsellerautorin über ihre Abenteuerreise nach Asien und berichtet über verrückte Erlebnisse in Japan, Südkorea und Taiwan. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Fr. 27.02.2026 NDR
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