37 Grad

    zurück2009, Folge 625–642weiter

    • Folge 625

      Über 100 000 Kinder sind in Deutschland bereits durch Samenspende gezeugt worden. Im Gegensatz zur Leihmutterschaft ist das nicht verboten – aber es fehlt eine klare gesetzliche Regelung. Grundsätzlich hat jedes Kind das Recht auf Informationen über seine Abstammung. Aber was, wenn die Eltern ihm seine Entstehungsgeschichte verschweigen? Wenn der Spender keinen Kontakt wünscht? „37º“ beleuchtet das heikle Thema aus drei verschiedenen Perspektiven. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 13.01.2009 ZDF
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    • Folge 626

      Als Jörg S. sieben Jahre alt ist, stirbt sein Vater bei einem Autounfall. Für den kleinen Jungen bricht eine Welt zusammen. Acht Jahre später offenbart ihm seine Mutter, dass der Verstorbene nicht sein leiblicher Vater war. Ein zweites Mal bricht für Jörg alles zusammen. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 20.01.2009 ZDF
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    • Folge 627

      An dem Pflegenotstand, der seit der Gesundheitsreform immer schlimmer wird, verzweifelt Pflegepersonal in ganz Deutschland. Marion, Jessica und Lisa gehören zu den vielen Krankenschwestern, die nach Schweden auswandern, weil sie in Deutschland keine Perspektive mehr sehen und in Schweden Pflegepersonal gesucht wird. Eine offizielle Statistik, wie viele Pflegekräfte Deutschland jährlich verlassen, gibt es nicht. Alleine vom Stockholmer Karolinska-Krankenhaus haben sich in den letzten Jahren über hundert Krankenschwestern aus Deutschland anwerben lassen. Schweden scheint für Pflegepersonal das Paradies zu sein. Dort gibt es doppelt so viele Pflegekräfte pro Bett wie in Deutschland. „37°“ hat Lisa, Jessica und Marion bei ihren ersten Schritten in Schweden begleitet und drei Monate später wieder besucht, um zu erfahren, ob sich ihre Hoffnungen und Wünsche auf bessere Arbeitsbedingungen und mehr Privatleben erfüllt haben. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 03.02.2009 ZDF
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    • Folge 628

      Alexander und Simon, beide 16 Jahre alt, waren ziemlich geschockt, als sie erfuhren, dass ihre Freundinnen schwanger sind. Die beiden jungen Paare entschlossen sich, ihre Kinder zu bekommen. – Der Film erzählt von den Höhen und Tiefen der Vaterfreuden in jungen Jahren und zeigt, wie die beiden an ihren Aufgaben wachsen und sich zu verantwortungsbewussten jungen Vätern entwickeln. (Text: 3sat)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 10.02.2009 ZDF
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    • Folge 629

      Norbert, Reiner und Kulle sind Tagelöhner und arbeiten für fünf bis sieben Euro die Stunde. Manchmal auch weniger. „Die Hauptsache Arbeit“, sagt Kulle, „aufs Amt gehe ich nicht, lieber hänge ich mich auf, das bisschen Ehre behalte ich mir.“ Tagelöhner wie diese drei stehen schon morgens um 4.00 Uhr beim Jobcenter in Frankfurt. Menschen und deren Schicksale, die wir nicht kennen und von deren Ängsten wir nichts wissen. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 24.02.2009 ZDF
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    • Folge 630

      Eine Wassergeburt sollte es sein. Ganz entspannt, im Entbindungsraum, im Beisein des Vaters. „Alles in Ordnung“, bestätigt auch der Frauenarzt bei der Untersuchung der Mutter im siebten Monat. Einen Tag später war das Baby nicht mehr in ihrem Bauch, sondern auf der Intensivstation der Kinderklinik Hamburg. Die Handfläche nur so groß wie der Daumennagel seiner Mutter, liegt es in einem sogenannten Inkubator, einem Glaskasten. Angeschlossen an Apparate, denn es kann noch nicht selbständig atmen, weil die Lunge noch nicht ausgereift ist. Auch andere Organe wie Magen, Darm und Nieren sind noch nicht vollständig ausgebildet. Über einen Schlauch in der Nase wird das kleine Wesen mit Nahrung versorgt. Die Annährung zwischen Mutter und Kind kann erst später, in den nächsten Wochen stattfinden. (Text: 3sat)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 03.03.2009 ZDF
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    • Folge 631

      Ihr letztes Telefonat war eine Anhäufung von Vorwürfen und Gegenvorwürfen, Rechtfertigungsversuchen und Beschimpfungen, bis Christine sagte: „Mama, das war’s! Ruf mich nie wieder an!“ Bei Thorsten und seinem Vater kam es zum Bruch, als der Sohn die Nähe zu seinem übermächtigen Vater nicht mehr aushielt: eine Abgrenzung aus seelischer Notwehr. – Der Film stellt zwei betroffene Familien vor. (Text: 3sat)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 10.03.2009 ZDF
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    • Folge 632

      Die Politik hat die Zeitarbeit in den vergangenen Jahren gefördert, um den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten. Denn Leiharbeiter können schneller eingestellt und wieder gekündigt werden. Seit 1995 hat sich ihre Zahl vervierfacht. Immer mehr von ihnen sind gelernte Arbeitskräfte. Für die Stammbelegschaft gelten Leiharbeiter oft als Menschen zweiter Klasse und gleichzeitig als warnendes Beispiel für den sozialen Abstieg. Harald, 51, war bis vor fünf Jahren ein erfolgreicher Koch in renommierten Hotels zwischen Griechenland und den Arabischen Emiraten. Als er aus dem Ausland zurückkam, hat er sich bei einer Zeitarbeitsfirma verpflichtet. Dort zwang man ihn, Doppelschichten einzulegen. Harald ist durch die Zeitarbeit krank geworden, hat Diabetes bekommen und musste in Rehabilitation. Ringo, 30, ist gelernter Maurer und verdient zurzeit 840 Euro im Monat, und das auch nur mit kontinuierlicher Wochenend- und Schichtarbeit. Ein regulärer Zeitarbeiter kommt nur mit 600 bis 700 Euro nach Hause. Nachdem die Firma, bei der er angestellt war, Konkurs gemacht hatte, sind Ringo und seine Frau Melanie vor drei Jahren aus Brandenburg weggezogen. Er war zuversichtlich, am neuen Wohnort schnell Arbeit zu finden. Aber auch dort fand er nur bei einer Zeitarbeitsfirma Beschäftigung. Der Film von Caroline Haertel und Mirjana Momirovic zeigt den Alltag von Leiharbeitern und beobachtet, unter welchem Druck sie versuchen, ihr Leben zu gestalten. (Text: 3sat)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 17.03.2009 ZDF
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    • Folge 633

      „Ja, bei uns ist es so, wenn wir nicht so viel haben, dann nimmt jeder immer Rücksicht auf den anderen“, sagt der kleine Fritz, elf Jahre alt, aus Wustermark. „Also wir hatten ja in letzter Zeit richtige Probleme. Wir konnten manchmal nichts zum Mittag oder nichts zum Abendbrot essen. Da habe ich meine 15 Euro, die ich bei Oma verdient habe, der Mama gegeben, damit wir etwas essen konnten.“ Fritz und seine beiden Schwestern Frauke (15) und Franziska (17) gehören zu den zwei Millionen Kindern, die in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze leben. Jedes sechste Kind unter sieben Jahre ist zur Zeit auf Sozialhilfe angewiesen. Jeder vierte Jungendliche zwischen 16 und 24 Jahrlen lebt in materieller Not oder ist davon bedroht. Viele dieser statistisch erfassten Kinder leiden nicht nur unter materiellen Entbehrungen, sondern damit einhergehend unter mangelnder Zuwendung und Fürsorge, unter familiärer Gewalt, Vernachlässigung und Verwahrlosung. „37°“ Grad begleitet drei Kinder einer Familie, die nicht zu den Verwahrlosten oder misshandelten kleinen Seelen gehören, die weder unter dem Alkoholkonsum ihrer Eltern, noch unter missglückter Migration leiden müssen. Es sind Kinder, die mit ihren Eltern gegen materielle Not kämpfen. Kinder, die uns fühlen lassen, was es bedeutet, täglich mit allen Kräften nicht nur ums Überleben, sondern um Zukunftschancen, kleine Freiräume, um gesellschaftliche Anerkennung und Selbstbewusstsein zu ringen. Wer kann den tausenden von kleinen und großen Verführungen widerstehen, wie gelingt es, nicht am Neid zu ersticken, wenn andere ins Kino gehen, ihre Spiele-Konsolen auspacken oder in Urlaub fahren? Die „37°“-Autoren portraitieren eine Familie am Existenzminimum, ihre erschütternden aber auch hoffnungsvollen Erlebnisse. Frauke (15) hat gekämpft, hart trainiert und ist zur Leistungssportlerin im Kunstturnen avanciert. Sie geht auf die Elitesportschule Berlin in die 9. Klasse. Franziska hat ihren Hauptschulabschluss nicht geschafft, aber nicht aufgegeben. Seit kurzem ergreift sie die Chance und macht eine berufsvorbereitende Maßnahme als Landschaftsgärtnerin. Auf seinem klapprigen Fahrrad strampelt Fritz jeden Tag mehrere Kilometer zur Schule. Er träumt von einem guten Job. Ungeachtet der gefühlten Tristesse, des Mangels, der emotionalen Isolation, erleben wir Momente der Zuversicht. Bei allen Schwierigkeiten, steht die Familie, die auf kleinstem Fuß leben muss, füreinander ein – trotz oder wegen der misslichen Situation. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 31.03.2009 ZDF
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    • Folge 634

      Die Zahl der übergewichtigen Menschen in Deutschland steigt. Die Anfang 2008 veröffentlichte „Nationale Verzehrstudie“ des Gesundheitsministeriums zeigte, dass 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen in Deutschland zu viel wiegen. Jeder Fünfte ist sogar als fettleibig (adipös) zu bezeichnen und geht damit ein hohes Risiko für Folgekrankheiten wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck ein. Hinzu kommen die sozialen Folgen des Übergewichts, basierend auf Vorurteilen und Ausgrenzung. Dicke gelten als gesellig und gutmütig, aber auch als willensschwach und unattraktiv. Als „gute Kumpel“ werden Dicke akzeptiert, doch als potentielle Lebenspartner sind sie weniger begehrt als normalgewichtige Menschen. „37°“ hat Susi und Katrin über ein halbes Jahr lang bei ihrer Suche nach der großen Liebe begleitet, ihre Höhen und Tiefen hautnah miterlebt. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 07.04.2009 ZDF
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    • Folge 635

      Als Kristian (15) noch keine Freundin hatte, war er jeden Tag auf den Pornoseiten unterwegs. „Das macht irgendwie süchtig“, sagt er. Zum einen sieht er Pornos als Lehr- und Anschauungsmaterial, zum anderen erregt ihn das auch. Keinen Porno schaut er sich zweimal an, „Das wird dann langweilig.“ In seinem Zimmer finden sich Kinderspiele neben Postern mit halbnackten Frauen oder einem Foto der Band „Frauenarzt“, auf der ein Rapper eine nackte Frau betatscht. Kondome liegen demonstrativ auf einer Kommode. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 14.04.2009 ZDF
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    • Folge 636

      Adele H. ist in einem feinen Viertel der Stadt aufgewachsen. Nie hätte sie sich träumen lassen, irgendwann finanziell am Abgrund zu stehen. Denn Geldsorgen hat sie in ihrem Leben lange keine gehabt. Sie heiratete, bekam eine Tochter und führte das Leben besser gestellter Bürger in einer reichen Stadt. Doch als ihre geliebte Mutter zum Pflegefall wurde, fing die heile Welt an brüchig zu werden. Die Ehe funktionierte nicht mehr, sie trennte sich von ihrem Mann und zog mit der Tochter aus. Das Geld wurde weniger, die Kosten stiegen. Adele kaufte häufiger mit Kreditkarte, Reisen und manches andere zahlte sie in Raten. Unmerklich stiegen ihre Verbindlichkeiten. Irgendwann nahm sie einen Kredit auf, um ihre Raten bezahlen zu können. Es dauerte viele Monate, bis der Kauffrau klar wurde, dass sie sich verrechnet hat. Sie hat regelmäßig mehr ausgegeben als sie verdient, und die vermeintlichen Rückzahlungen waren meist nur Zinsen. Dem Portemonnaie schmeichelnde Ratenvereinbarungen und Kreditkartenverträge haben sie in Sicherheit gewogen. Bis die Raten dann höher waren, als sie es sich leisten konnte. Am Ende hat es zum Leben nicht mehr gereicht. Aber Adele wollte das nicht wahrhaben. Sie konnte sich nicht auf der „anderen Seite“ sehen. Arm, hoch verschuldet, das war nicht sie! Bis sie eines Tages merkte, dass die Schulden angefangen haben sie aufzufressen, ihre Tage und ihre Nächte wurden bestimmt von dem quälenden Gefühl, aus der Schuldenfalle nicht mehr heraus zu finden. Sie fühlte sich gefangen. Ihre Tochter war es, die ihr schließlich die Augen öffnete, mit einer naiven, aber entscheidenden Frage: „Mama, sind wir jetzt arm?“ „37°“ begleitet Adele H. in dem vielleicht schwierigsten Moment ihres Lebens. Wenn sie den Ausweg in der Privatinsolvenz sucht, muss sie sich ihrer Familie und ihren Freunden eingestehen, dass sie nicht aus eigener Kraft aus der Krise kommt. Adeles Selbstbild von der Powerfrau, die das Leben in die Hand nimmt, wird zusammenfallen. Andererseits: Wenn sie sich dagegen entscheidet, verliert sie vielleicht die Tochter, die Wohnung und riskiert ihre Gesundheit. Ein schwerwiegender Konflikt. Adele wendet sich an einen Schuldenberater. Der macht ihr keine Belehrungen über ihren Lebenswandel, sondern rechnet ihre Chancen auf Basis der Zahlen aus. Er empfiehlt den Insolvenzantrag zu stellen, und sich dann sechs Jahre in Zurückhaltung zu üben. Für Adele bedeutet das: Wenn sie diesen Antrag stellt, stellt sie auch ihr eigenes Wertesystem in Frage. Sie wird Geld nicht zurückgeben, das sie sich geliehen hat, und dafür schämt sie sich. Kann sie ihren Freunden noch in die Augen sehen? Die Reportage zeigt auch den Fall von Birgit R., die sich bereits für die private Insolvenz entschieden hat. Aus einer aussichtslosen Situation entwickelt sich für die allein erziehende Mutter ein Leben mit Perspektive. Aus einer Frau im Kaufrausch wird wieder eine verantwortungsvolle Frau, die sich vom Reiz der allgegenwärtigen Produktwerbung zurückzuziehen weiß. Ein dritter Fall beleuchtet das Leben eines jungen Paares, das einem Immobilienhändler auf den Leim gegangen ist und nun vor einem riesigen Schuldenberg steht. Die beiden müssen möglicherweise in den nächsten 20 Jahren jeden Monat über ein Drittel ihrer Einkünfte abtreten. Die so teuer mit Zins und Zinseszins erkaufte Immobilie ist allerdings kaum etwas wert. Wie kann die Zukunft der beiden aussehen? (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 21.04.2009 ZDF
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    • Folge 637

      Es begann mit einem Krampfanfall beim Kaffeetrinken: Zunächst glaubte seine Familie, seine Zuckungen seien ein Scherz. Als Alfred Thomas im Krankenhaus wieder zu sich kam, lautete die Diagnose: ein bösartiger Hirntumor. Ein Schock, doch Alfred Thomas möchte die Zeit, die ihm bleibt, nutzen. – Film über den Überlebenswillen von Menschen, die nach ärztlicher Prognose nicht mehr lange leben. (Text: 3sat)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 05.05.2009 ZDF
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    • Folge 638

      Fast alle Obdachlosen haben Kinder. Oft leben diese in ganz normalen bürger-lichen Verhältnissen. Dass der eigene Vater oder die Mutter so ein würdeloses Leben führt, stellt das Selbstwertgefühl auf eine harte Probe: Wie kann man seine Eltern lieben, wenn man nicht stolz auf sie sein kann, sondern sich für sie schämt? (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 12.05.2009 ZDF
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      3. Sendetermine
    • Folge 639

      20. Februar dieses Jahres: 44 Jahre Autoproduktion gehen zu Ende. Bei Karmann in Rheine läuft das letzte Auto vom Band. Seit 1901 hat Karmann Geschichte geschrieben. Von Oldtimern der Marken Adler und Triumph zum berühmten sportlichen Flitzer Karmann Ghia. Noch bis vor kurzem haben Karmann-Mitar-beiter einen krisenfesten Job gehabt, haben vergleichsweise gut verdient und ein gutes Leben geführt. Sie wohnen im Eigenheim, haben ein Auto, die Kinder gehen zur Schule, und plötzlich heißt es: Der Geldhahn wird zugedreht, und die Arbeitsagentur empfiehlt bundesweite Jobsuche. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 19.05.2009 ZDF
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    • Folge 640

      Yvonne wurde wegen einer Jüngeren von ihrem Mann verlassen. Nun soll ihr eine Schönheits-OP für rund 12.000 Euro das verlorene Selbstbewusstsein zurückgeben. Dafür muss Yvonne einen Kredit aufnehmen. Der 42-jährige Roger will für 2.500 Euro seine Tränensäcke entfernen, Studentin Neslihan für 5.500 Euro ihre Nase begradigen lassen. – Film über Menschen, die um jeden Preis eine Schönheits-OP wollen. (Text: 3sat)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 02.06.2009 ZDF
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    • Folge 641

      Anna ist Kinderärztin. In der Notaufnahme des Klinikums München-Schwabing gehört die Versorgung von schwer alkoholisierten Jugendlichen zu ihrem Berufsalltag. Dass Rettungssanitäter eines Nachts auch ihren Sohn Jonas einliefern würden, damit hätte sie trotzdem nie gerechnet. „Ich war viel unterwegs“, sagt Jonas rückblickend. Die Ehe der Eltern ging gerade auseinander. „Ich habe gespürt, dass da nichts mehr zu retten ist“. Traurigkeit und verborgene Ängste – ist das eine mögliche Erklärung für diesen Alkoholexzess? Kati, Realschülerin in Rheinfelden, trinkt inzwischen keinen Schnaps mehr – als einzige in ihrer Clique. Harte Mixgetränke gehörten früher bei Feiern selbstverständlich dazu. „Es ist dann einfach lustiger. Man wird lockerer“, sagt die 15-Jährige, die älter aussieht und deshalb in den Getränkeläden nie nach ihrem Ausweis gefragt wird. Auch Kati ist schon einmal mit akuter Alkoholvergiftung in der Kinderklinik gelandet. Katis Eltern sind entsetzt und ratlos. Haben sie sich zu wenig um Kati gekümmert? Karin ist gegenüber ihren fünf Kindern zu keinerlei Kompromissen bereit. „Die Bestimmung, dass Jugendlichen unter 16 jede Form von Alkoholgenuss untersagt ist, macht Sinn.“ Ihre gerade erst zwölfjährige Tochter Joana konnte der Versuchung dennoch nicht widerstehen. Bei einer Feier am letzten Schultag vor den Ferien machte eine Flasche Apfelkorn die Runde. Auf der Heimfahrt brach Joana im Schulbus zusammen. Mitschüler trugen sie in ein Wartehäuschen und riefen den Notarzt. „Warum aber haben alle zugeschaut, wie sie sich betrank bis zum Umfallen. Warum hat ihr keiner die Flasche weggenommen?“ Fragen, mit denen Joanas Mutter alle Jugendlichen konfrontiert, die damals mit in der Waldhütte saßen. (Text: 3sat)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 09.06.2009 ZDF
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    • Folge 642

      „Freundlich sein, immer lächeln, das gehört einfach zu meinem Beruf“, strahlt die blonde Nadine mit der schicken Designer-Brille und schiebt in rasender Geschwindigkeit die Waren über den Scanner. Nur keine Zeit verlieren, denn Schnellsein gehört zur Kernkompetenz einer Kassiererin. Doch wenn mal ein alter Mann kommt und mehr Zeit braucht, um das Kleingeld zu finden, dann hat die junge Frau auch dafür Geduld. Über 150 Mal pro Schicht sagt sie „Vielen Dank!“ und „Noch einen schönen Tag!“, während Tausende von Artikeln durch ihre Hände rauschen. Absolute Konzentration und Aufmerksamkeit gehört dazu, sonst fehlt am Feierabend Geld in der Kasse, und das gibt Ärger. Nadine ist froh, einen Vollzeitjob zu haben und häufig nachts arbeiten zu können, wegen der Zuschläge. Dann tauchen in dem großen Supermarkt am Berliner Bahnhof Zoo häufig jugendliche Alkohol-Käufer auf. Das bedeutet oft Ärger, wenn die forsche junge Frau energisch den Personalausweis verlangt. Nadines Mutter hat sich für ihre Tochter allerdings einen anderen Berufsweg vorgestellt. Doch für die 25-Jährige ist der Job an der Kasse ein Einstieg in die Berufswelt, vielleicht wird sie ja irgendwann sogar einmal selbst Filialleiterin. Sabrina, Mitte 30, drei Kinder, von Beruf Industriekauffrau. Nach zehn Jahren Babypause hat sie wieder Bewerbungen geschrieben, diesmal an Supermärkte. Sie wurde sofort eingestellt und arbeitet jetzt Teilzeit wie fast alle Kassiererinnen im Einzelhandel. 20 bis 25 Stunden pro Woche. Ein Arbeitsplatz, der für die Mutter gut zwischen Haushalt und Kinder passt. Ohne ihren Mann könnte sie es finanziell nicht schaffen. Sabrinas Verdienst reicht fürs Haushaltsgeld, sie ist krankenversichert und bei der Rentenkasse gemeldet. Die Einzelhandelsbranche arbeitet gern mit Teilzeitkräften, denn sie sind flexibel einsetzbar. Wenn eine Mitarbeiterin ausfällt, findet sich schnell Ersatz. Kaum sitzt Sabrina an der Kasse, muss sie neben den Warenposten auch die Kunden gut im Auge behalten. Lächeln, beschwichtigen, die aufmunternde Ulknudel sein. Bis zu 150 Kunden und mindestens 30 Artikel in der Minute – das ist das tägliche Pensum einer Kassiererin. Hinzu kommen noch die gestressten Kunden, die zum Feierabend noch rasch ein paar Lebensmittel aufs Band werfen, der Tag lief schlecht, gleichzeitig noch ein Krisengespräch am Handy – so begegnet vielfach der Kunde dem Blick der „Servicemitarbeiterin Kasse“. Um die gestressten „Feierabend-Kunden“ aufzulockern, hat jede Kassiererin ihre eigene Strategie entwickelt. Oft hilft schon ein strahlendes „Guten Abend!“ oder gerade den Schlechtgelaunten mit besonderer Freundlichkeit zu begegnen. Die Damen hinter der Kasse haben sich eine Art „interne Menschenkenntnis“ zugelegt, um mit allem, was kommt, fertig zu werden. Abwertende Bemerkungen müssen sie an sich abprallen lassen: „Sonst würden wir manchmal einfach nur noch heulen“, bekennt Nadine. Von den 2,7 Millionen Beschäftigten im deutschen Einzelhandel arbeiten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mindestens 193 000 an der Kasse im Foodbereich. Davon sind 90 bis 95 Prozent Frauen. Ein Arbeitsplatz in dem umkämpften Markt der Lebensmittel und Dumpingpreise, der hohe Anforderungen an die Frauen stellt: Verantwortungsbewusstsein, Toleranz, Freundlichkeit, Flexibilität und absolute Konzentration, damit kein Fehler passiert; schließlich geht es ums Geld – das des Kunden und das des Unternehmens. In Zeiten von Geschäftsschließungen sind die Damen an der Kasse froh, einen Job zu haben. Denn wo Nadine lebt, so sagt sie, „wird nicht gefragt, was arbeitest du, sondern arbeitest du überhaupt?“ Auch Ines ist froh um ihren Job an der Kasse. Sie weiß aus eigener Erfahrung, dass „die Arbeit in der Gastronomie noch härter ist“. Gelassen erträgt sie die geringe Achtung, die ihrem Berufsstand entgegengebracht wird. „Die Kunden denken, wir sitzen nur rum.“ Dabei beginnt Ines’ Arbeitstag erstmal mit Kistenschleppen. „Abschachteln“ heißt das Auspacken der Waren vor dem sorgfältigen Einsortieren. „Eine körperlich schwere Arbeit für eine Frau“, sagt Ines und gibt lachend zu bedenken, dass sie sich das Fitness-Studio sparen kann. Und ihr Arbeitstag ist erst dann beendet, wenn sie nach dem letzten Kunden den Laden mit der großen Kehrmaschine gereinigt hat. Ein Job, der ihren ganzen Einsatz verlangt. Die „37º“-Sendung „Traumjob Kassiererin“ gibt einen Einblick in den vielfältigen und anstrengenden „Arbeitsplatz Kasse“. Vier Frauen in unterschiedlichen Märkten zeigen, wie sie mit den Anforderungen und dem Negativ-Image ihres Berufes fertig werden und dabei versuchen, auch finanziell über die Runden zu kommen. Denn bei Teilzeitkräften geht es oft nicht ohne Zweitjob. Ein Film über die fleißigen Frauen an der Kasse, der zeigt, wie sie trotz Arbeitsdruck ihre Würde und ihren Humor bewahren und mit ihrer feinen Beobachtungsgabe den Kunden einen Spiegel vorhalten. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 16.06.2009 ZDF
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      2. Sendetermine

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