• Folge 1035 (30 Min.)
      Kerstin H. mit ihren Pflegekindern. Von links: Max, Richard, Jonathan und Cora. – Bild: ZDF und Fabian N. Hüsch.

      Kerstin Held ist Pflegemutter von vier behinderten Kindern. Sie hat ihr ganzes Leben dieser Aufgabe gewidmet. Auf politischer Ebene kämpft sie um die Rechte aller Kinder mit Behinderung. Als Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. setzt sich Kerstin dafür ein, dass behinderte Kinder wie bei ihr in einer familiären Umgebung aufwachsen dürfen statt im Heim. „Wenn man mir das Mama-Sein abspricht und sagt, wir sind keine Familie, sondern ein Kinderheim, dann ist das das Verletzendste, was man mir sagen kann.“ Kerstin Held ist Pflegemutter mit allen Sinnen. Sie hat ihr ganzes Leben auf ihre Pflegekinder abgestimmt. Da drei der Kinder Intensivpflege benötigen, beschäftigt sie Pflegekräfte, die rund um die Uhr an der Seite der Kinder sind. Maximilian, heute sechs, musste nach der Geburt wiederbelebt werden und hat sich – allen Prognosen zum Trotz – gut entwickelt. Bald kommt er in die Schule. Jonathan, der Dreijährige, bringt selbst Kerstin Held emotional an ihre Grenzen. Er wird beatmet, künstlich ernährt und ist fast blind. Regelmäßig besucht ihn seine leibliche Mutter. Fast selbst noch ein Kind, fühlte sich die junge Frau mit der Pflege überfordert. Zu Kerstin Held hat sie ein freundschaftliches Verhältnis. Der Familienalltag ist durchorganisiert. Freizeit hat die Pflegemutter kaum. Als Arbeitgeberin von 14 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen führt Kerstin Held ihre Familie wie ein kleines Unternehmen. Sie schreibt Dienstpläne, verwaltet Gehälter und kämpft sich durch den Behördendschungel, wenn es darum geht, Hilfsmittel für die Kinder zu beantragen. Das alles wäre schon ein Fulltime-Job. Doch Kerstin Held engagiert sich auch noch politisch: Kinder mit Behinderung fallen in Deutschland nicht unter das Kinder- und Jugendrecht, sondern unter das Sozialrecht. Da die beiden Gesetze nicht ineinandergreifen, ist vieles ungeregelt. Zum Beispiel gibt es in Deutschland kein Gesetz, das die Unterbringung von Pflegekindern mit Behinderung regelt. Die meisten leben daher in Heimen. Das muss zwar kein Nachteil sein, aber die Chancen für emotionale Bindung und eine positive Entwicklung sind in einer Familie größer. Das zeigt sich bei Kerstin Helds Pflegekindern eindrücklich. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 02.03.2021 ZDF
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    • Alternativtitel: Unternehmen in Corona-Krise
      Folge 1036 (30 Min.)
      Die meisten Mitarbeiter des Restaurants "Blauer Esel" in Rostock waren auf Kurzarbeit, aber zu Ostern sind einige in der Küche wieder dabei. – Bild: ZDF und Enrico Demurray.

      In Deutschland arbeiten 40 Prozent der Beschäftigten in Kleinst- und Kleinunternehmen. Es ist daher entscheidend, wie diese Firmen durch die Corona-Krise kommen. „37°“ zeigt drei Beispiele. Ein Jahr lang begleiten Charlotte Gerling und Enrico Demurray die Besitzer einer Wäscherei, eines Start-ups für Caravan-Vermittlung und eines Restaurants. Sie zeigen, wie schwer die kleinen Unternehmen zu kämpfen haben und wie erfindungsreich die Menschen sind. Immerhin geht es bei den Kleinst- und Kleinunternehmen um mehr als 18 Millionen Menschen in Deutschland, die in diesem Bereich beschäftigt sind. Meist haben die Kleinunternehmen weniger liquide Mittel als größere Betriebe. Sie bekommen keine hohen Kredite. Unterstützung von staatlicher Seite ist zwar zugesagt, doch kommt sie an? Der Film ist zum Jahrestag des ersten Lockdowns in Deutschland Mitte März 2020 ein Spiegelbild unserer Gesellschaft mit Höhen und Tiefen, mit Hoffnung und Frustration, mit Einschnitten und Aufwärtstrends. Der Familienbetrieb Hausmann ist eine Wäscherei in Falkensee. Er erzielt den größten Teil seines Umsatzes mit Veranstaltungen. Der Lockdown im März 2020 traf Vater und Sohn hart. Gewaschen wurde nur noch einmal die Woche. Das Kurzarbeitergeld half, die schwerste Zeit zu überbrücken. Für die Beschäftigten war es trotzdem nicht leicht. Sie mussten erhebliche Verluste hinnehmen in einer Branche, die keine tariflichen Spitzenlöhne zahlt. Im Sommer besserte sich die Lage, die Gastronomie kam wieder als Kunde dazu. Der Familienbetrieb hatte zwar noch lange nicht das alte Umsatzniveau erreicht, doch die Zuversicht überwog, auch bei den Beschäftigten. Dann kam der Herbst und mit ihm der nächste Niederschlag: ein neuer Lockdown. Das Berliner Start-up PaulCamper erwischte der November-Lockdown 2020 auch hart. Normalerweise wird im Herbst viel Geld verdient, denn dann planen viele Menschen den nächsten Sommerurlaub. Doch nun passierte gar nichts. Wer bucht schon den Urlaub im Lockdown? PaulCamper ist eine Vermietungsplattform. Privatleute können darüber ihren Campingbus oder ihr Wohnmobil an andere Privatleute vermieten. Weil die Camper fast nie über das ganze Jahr genutzt werden, könnte eine Vermietung eine gute Geschäftsidee sein, dachte sich Dirk Fehse, der Gründer von PaulCamper, 2013 und wagte den Schritt. Das Unternehmen hatte Anfang 2020 ungefähr 70 Mitarbeitende. Wegen der schwachen Auftragslage aufgrund der Corona-Pandemie wurde bis zum Juni 2020 mehr als 20 Mitarbeitenden gekündigt. Das Überleben des Unternehmens stand auf dem Spiel. Start-ups verbrennen in der Aufbauphase, die starkes Wachstum liefern soll, meist Geld, Gewinne kommen später. Aber ohne Gewinn gibt es keine Kredite von der Bank. Staatliche Hilfen erhält PaulCamper auch nicht. Der Sommer 2020 brachte zunächst viel Hoffnung, Camper waren so gefragt wie noch nie. Das Unternehmen schien auf dem besten Weg nach oben zu sein. Mitarbeitende wurden wieder eingestellt. Dann kam der zweite Lockdown im November. Für Dirk Fehse steht viel auf dem Spiel. PaulCamper ist sein Baby, seine Idee, sein Werk, für das er viele Jahre gearbeitet hat. In Rostock wurden Melanie und Miro, Besitzer eines Restaurants, vom Lockdown im März 2020 hart getroffen. Erst ein Jahr zuvor hatten sie das Speiselokal „Blauer Esel“ eröffnet. Die beiden erfüllten sich einen Lebenstraum, investierten all ihre Ersparnisse und nahmen noch Geld bei der Bank auf. Es schien, als hätten sie zwar viel riskiert, aber alles richtig gemacht. Das erste Jahr lief besser als erwartet, dann der Tiefschlag. Alle 25 Beschäftigen mussten in Kurzarbeit gehen, die Gaststätte war geschlossen. Doch lange hielten sie die Untätigkeit nicht aus. Ein Liefer- und Abholservice wurde auf die Beine gestellt. Und das Ostergeschäft lief mit vorgegarten Menüs viel besser als gedacht. Die Umsätze waren zwar weit entfernt vom normalen Geschäft, aber wenigstens bewegte sich etwas, und die Unterstützung von Land und Bund half. Miro, der in Italien aufgewachsen ist und viele Freunde dort hat, die auch selbstständig sind, ist sehr froh, dass er in Deutschland lebt. Denn die Hilfen in Italien kommen nicht an oder sind sehr gering. Im Sommer schien alles wieder gut, als sei alles geschafft. An Corona dachte kaum noch einer, nur die lästigen Masken erinnerten noch daran. Doch dann kam der Herbst 2020. Zwar nahmen sie den Lockdown im November etwas gelassener hin als im Frühjahr, denn Melanie und Miro glaubten zu wissen, was auf sie zukommt. Doch dass der Lockdown überhaupt nicht mehr aufhören will, damit hat das Ehepaar nicht gerechnet. Nun wird es wieder eng, aber irgendwie wird es weitergehen. Die „37°“-Sendung steht am Sendetag ab 8:00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 09.03.2021 ZDF
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    • Alternativtitel: Raus aus der Miete - Abenteuer Hausbau
      Folge 1037 (30 Min.)
      Hannah und Niklas ziehen mit ihren Kindern von Regensburg aufs Land bei Straubing. Das Leben ist für sie dort günstiger, zumal sie das Grundstück geschenkt bekamen. – Bild: ZDF und Eyk Friebe./Eyk Friebe

      Nie war Bauen so attraktiv wie heute. Niedrige Zinsen machen das Eigenheim für viele erst möglich. Beobachtet werden zwei junge Familien auf ihrem steinigen Weg in die eigenen vier Wände. Über den Zeitraum von mehr als einem Jahr wurden die Protagonisten beobachtet. Der „37°“-Film zeigt, welche unterschiedlichen Wendungen der Traum vom Eigenheim nehmen kann, mit vielen Höhen und Tiefen. Ob die Rechnung beider Familien am Ende aufgeht? Diese Frage stellen sich Marina und Mirko immer wieder. Nach drei Jahren Bauzeit und über 100 strittigen Mängeln an ihrem Rohbau sind sie am Ende, emotional und auch finanziell. 440 000 Euro hatten die zweifachen Eltern kalkuliert für ihren Traum vom eigenen Häuschen in Idar-Oberstein. Inzwischen liegen die Gesamtkosten aber schon fast bei 600 000 Euro. Doch der Einzugstermin ist nach wie vor ungewiss, weil der Bau einfach nicht fertig wird. Um in der Bauphase Miete zu sparen, sind der 41-jährige Mirko, seine drei Jahre jüngere Frau Marina, Tochter Elena (4) und Sohn Fabian (2) im Haus von Mirkos Eltern untergekommen, einschließlich dem Großteil ihres Hausstandes. Die Stimmung in der kleinen Wohnung unter dem Dach ist immer wieder gereizt. Denn eigentlich war der Aufenthalt bei den Eltern nur als kurze Übergangslösung gedacht. Und der von allen ersehnte Auszug verzögert sich immer weiter, denn Mirko und Marina haben das Vertrauen in Handwerker verloren. Die meisten der noch am Haus ausstehenden Arbeiten möchte Mirko deshalb kostengünstiger eigenhändig zu Ende bringen. Aber er ist handwerklich eher unerfahren und zudem sehr penibel. All dies verzögert weiter den Einzug. Deshalb gestaltet sich alles zeitaufwendiger als gedacht. Inzwischen macht auch die Bank Druck, denn der Baukredit ist gebunden an eine Einzugsfrist. Dass sie für ihr ökologisches Traumhaus emotionale wie finanzielle Kompromisse eingehen müssen, war Hannah (30), Medizinstudentin, und Niklas (32), Mechatroniker, von Anfang an bewusst. Doch das kostenlose Grundstück von Hannahs Familie im bayerischen Straubing-Bogen zu bebauen, war einfach zu reizvoll und angesichts steigender Mieten in ihrem bisherigen Wohnort Regensburg für sie auch eine Vernunftentscheidung. Es bleiben aber noch immer Baukosten von insgesamt rund 500 000 Euro, die die Familie stemmen muss. Niklas ist derzeit Alleinverdiener seiner Familie, zu der auch Tochter Amina (7), Sohn Noam (3) und Tochter Malea (1) gehören. Zum finanziellen Druck kommen die vielen kleinen und großen Entscheidungen, auf die sich das Paar im Verlauf der Bauplanung einigen muss. Während Niklas schnell und aus dem Bauch heraus entscheidet, durchdenkt Hannah alles akribisch und mehrfach. So sorgen über 600 anstehende Entscheidungen bei der Bemusterung für deutlich mehr Diskussionsstoff als gedacht. Aber schließlich baut man ja meist nur einmal im Leben. Eine zuweilen teure Erkenntnis, die nicht nur diese Paare fordert, sondern über 100 000 Bauherren und Baufrauen jedes Jahr in Deutschland. „37°“ begleitet ein Jahr lang zwei Familien auf ihrer emotionalen Reise in die eigenen vier Wänden. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 23.03.2021 ZDF
      ursprünglich für den 16.02.2021 angekündigt
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    • Folge 1038 (30 Min.)
      Halt nach der Trennung von Klaus gibt Petra ihre Tätigkeit als Pilates-Trainerin. – Bild: ZDF und Nathalie Suthor./Nathalie Suthor

      „Bis dass der Tod uns scheidet“, darauf hoffen Paare, wenn sie heiraten. Doch das Versprechen halten nicht alle ein. Jedes dritte Paar wird in Deutschland geschieden, viele nach über 26 Jahren. Trennungen in dieser Lebensphase sind häufig dramatisch. Ein gemeinsames Leben nach so langer Zeit aufzulösen, ist ein tiefer Einschnitt. Und dann die Frage: Gibt es nicht noch eine Chance, auch den Rest zu schaffen? Oder ist die Liebe endgültig verloren gegangen? Die 51-jährige Heidi ist 23 Jahre verheiratet. Doch in den vergangenen Jahren wurde viel gestritten. Mit der Geburt des Sohnes fingen die Probleme an. „Wir waren ja zehn Jahre ‚double income, no kids‘, aber ich wollte ein Kind, so, und das hat auf den letzten Drücker noch so geklappt, und dann wollte man nicht versagen, dran festhalten und sagen, das schaffen wir, wir haben ja auch intensiv daran gearbeitet, wir hatten ja auch Paartherapie und all so was“, so Heidi. Ihr Ehemann, der 52-jährige Jörn, lernte Heidi mit 19 kennen. „Heidi ist mein Mädel, seit über 30 Jahren geht sie den Weg mit mir gemeinsam und ich den ihren.“ Auch er hatte bei der Hochzeit mit Heidi gehofft, dass es für immer ist. Doch auch er muss erkennen, dass er Fehler gemacht hat. Diskussionen und Streitereien über Geld und die Bewältigung des Alltags nahmen in der Beziehung von Heidi und Jörn überhand. Schließlich entschieden sie sich zur Trennung nach 21 Jahren Ehe. Wie verarbeiten sie die Trennung nach fast einem halben Leben gemeinsam? Und wie geht ihr Sohn mit der Situation um, der bei der Mutter lebt? Die 59-jährige Petra ist seit 40 Jahren verheiratet. Doch auch in ihrer Ehe fing es schon vor geraumer Zeit an zu kriseln. Ratlos versucht sie, Gründe und Erklärungen zu finden, wie ihre Ehe in diese Situation geraten konnte. „Die Schwierigkeit daran ist ja, dass man nicht einfach den Knopf findet, wo man sagt, jetzt ist es Zeit, jetzt müssen wir alles umändern, vielleicht empfindet auch nur einer das so und der andere gar nicht so“, meint Petra. Petra und ihr Mann haben sich entschieden, erst mal getrennte Wege zu gehen. Sie zieht zu ihren Eltern zurück und hofft, dass die räumliche Trennung wieder Nähe schafft. „Das ist ein ganz komisches Gefühl, das ist so einerseits wie ‚ich geh fort in Urlaub‘ und andererseits aber aus dem Urlaub nicht mehr heimkommen.“ Werden Petra und ihr Mann wieder zueinanderfinden? „37°“ begleitet drei Menschen, die sich nach 23 beziehungsweise 40 Jahren getrennt haben. Was waren die Gründe? Wie sortiert man sein Leben neu? Gibt es die Chance auf ein Happy End? (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 30.03.2021 ZDF
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    • Folge 1039 (30 Min.)
      Ghosting lässt viele vereinzelte Menschen zurück. Man wagt sich nicht mehr in Beziehungen aus Angst ge-ghostet zu werden.“ – Bild: ZDF und Torsten Lapp.

      Einmal über die Oberfläche des Smartphones gewischt, und die andere Person auf der Datingplattform ist weg. Der Begriff „Ghosting“ beschreibt das Phänomen, dass Menschen, die man „datet“, sich scheinbar in Luft auflösen. Der andere verschwindet wie ein Geist. Anrufe oder Nachrichten bleiben unbeantwortet. Die Nutzung der größten und erfolgreichsten Dating-App, Tinder, ist mit dem sogenannten Swipen, also dem Wischen nach rechts („gut“) oder links („schlecht“), denkbar einfach. Über eine Million Swipes werden weltweit pro Minute gemacht – in der Hoffnung, ein Date zu bekommen. Zuvor stellt man Fotos und einen kurzen Text von sich auf die Plattform. Man preist sich an, und dann wartet man, bis man nach rechts gewischt wird. Auch Werbetexterin Katja (53) aus Frankfurt ist bewusst, dass, wenn sie sich auf einer Dating-App bewirbt, es dem Anpreisen wie in einem Katalog nahekommt. Ja, man preise sich an wie ein Produkt. Aber man wähle ja auch aus. „Man kann in einer Viertelstunde 50 Kandidaten nach links wischen“, so Lucie. „Das ist wie eine Droge. Du willst immer mehr!“ Der Oberflächenreiz muss für das erste Screening reichen. Doch so schnell wie die Menschen auf der Bildschirmoberfläche auftauchen, so verheißungsvoll erste Treffen verlaufen, so schnell verschwinden sie auch wieder. Wortlos. Über 80 Prozent der Jüngeren haben bereits leidvolle Erfahrungen gemacht mit dem Ghosting. Die Suchmaschinen für die Liebe haben den wortlosen Abgang zum Tool des menschlichen Miteinanders gemacht. Solche Verletzungen werden im Dating-Zeitalter zunehmen, mahnen Psychologen, weil das Verlassen so einfach geworden sei. Hinzu kommt: Man wagt sich nicht mehr in Beziehungen, weil man vor lauter Angst, falsch zu entscheiden, gar nichts mehr wählt. Es könnte ja immer noch jemand Passenderes kommen. Langfristig betrachtet können also die Folgen für den Ghost wie auch für den Ge-Ghosteten – die Folgen für das soziale Miteinander – extrem schädlich sein. Denn Ghosting verhindert das Verstehen von Beziehungen mit ihren Schwierigkeiten, Neuanfängen und Entwicklungen. Gerade nahe Beziehungen sind wichtig und werden von fast jedem ersehnt. Der „37°“-Film von Tina Soliman und Torsten Lapp zeigt anhand von Beispielen, wie Dating-Apps die Liebe flüchtig machen und das Gefühlsleben zutiefst ungewiss. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 06.04.2021 ZDF
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