2026

  • Folge 189 (27 Min.)
    Familie mit Neugeborenem im Tragebuch: „Der gehört jetzt einfach dazu. Das ist genau perfekt so.“ – Bild: katharina reber /​ ZDF
    Familie mit Neugeborenem im Tragebuch: „Der gehört jetzt einfach dazu. Das ist genau perfekt so.“
    Das Wochenbett ist ein Ausnahmezustand. Ein Säugling hat seinen eigenen Rhythmus. Mütter brauchen Zeit. Manche Pläne – schnell wieder zur Arbeit, zur Normalität – scheitern daran. Luisa (33) wird zum ersten Mal Mutter. Sie zieht fürs Wochenbett zu ihren Eltern. So hat sie Ruhe und Unterstützung. Ihr Mann ist selbständig und kann sich nicht frei nehmen. Jacqui (33) bekommt ihr zweites Kind. Ihre Sorge: Kann sie beiden Kindern gerecht werden? Das Filmteam begleitet die beiden Frauen von der Zeit vor der Geburt in die Wochen danach. Manche Erwartungen werden nicht erfüllt. Etwa die Idee, direkt nach der Geburt wieder allein den Alltag zu stemmen, während der Vater arbeiten geht. Und auch die Hormone lassen sich nicht kontrollieren: Glücksgefühle nicht, Ängste auch nicht immer. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 02.01.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 04.01.2026 ZDF
  • Folge 190 (27 Min.)
    Timo zeigt Frank sein neues Reich – am Bodensee will er nun neu anfangen und nach seinem Abenteuer Weltreise nun wieder zu sich finden.
    Was, wenn ein Schicksalsschlag oder innere Leere alles infrage stellen, eine Sinnkrise uns zwingt, innezuhalten? Frank Seibert fragt, wie ein Zusammenbruch zu einem Neuanfang führen kann. Ein schwerer Fahrradunfall reißt Zarah (29) aus ihrem Lebensalltag. Wochenlang ist unklar, ob sie je wieder laufen kann. Timo (33) spürt eine wachsende Unzufriedenheit im sicheren Job und durchgetakteten Leben, die in einer Depression gipfelt. Wie geht es weiter? Der abrupte Stillstand wird für Zarah zum Wendepunkt – sie hinterfragt ihr gesamtes Leben und richtet es neu aus: Sie kündigt ihren Job, ihre Beziehung endet, sie schließt neue Freundschaften und praktiziert unter anderem Shibari. Zarah findet eine neue Freiheit und lernt ihre Gefühle für die eigenen Bedürfnisse besser kennen. Auch Timo kündigt seinen Job, er verkauft all seinen Besitz, um auf eine zweieinhalbjährige Fahrradweltreise zu gehen. Doch schon während seiner langen Reise erkennt er, dass er vor seiner Unzufriedenheit und einer Depression nicht davonradeln kann. Die eigentliche Konfrontation beginnt erst, als er aufhört, sich zu bewegen, und tief in sich geht. Der Philosoph Christian Uhle erklärt, warum eine Krise kein persönlicher Defekt ist, sondern einen herausfordernden „Realitätscheck“ inspirieren kann. Reporter Frank Seibert tauscht sich mit ihm zu dieser Frage aus und begleitet Zarah und Timo auf ihrer Suche nach einem Weg, aus ihren Krisensituationen Kraft zu schöpfen und ihr Leben neu auszurichten. Damit startet er seine Spurensuche, die der Frage nachgeht, was ein erfülltes Leben für die Generationen Y und Z heute bedeutet – in einer Zeit, in der klassische Meilensteine wie Hausbau, Familie und Karriereleiter ihre Bedeutung verlieren. Frank Seibert ist Reporter und spricht seit vielen Jahren vor der Kamera und dem Mikrofon mit Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen, immer auf der Suche nach Antworten – zum Beispiel für „Die Frage“ von funk oder „ARD Wissen“. Vor allem interessiert ihn, wieso Menschen tun, was sie tun, wieso sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben – oder wie bestimmte Erlebnisse sie geprägt haben. „37° Leben: Tiefpunkt und Neustart – Leben nach der Krise“ ist die erste Folge der Reihe „PROJECT WHY – wofür das alles?“. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 11.01.2026 ZDF
  • Folge 191 (27 Min.)
    Frank (l.) trifft auch den Philosophen und Autor Christian Uhle (r.), mit dem er über Lebenssinnsuche in der Gen Y und Z spricht.
    Wo finden wir Halt, wo gehören wir dazu? Für viele gilt: in der Familie. Frank Seibert fragt: Was ist Familie? Und was passiert, wenn unser Hafen zerbricht oder wir Familie neu erfinden? Kenny (32) ist Witwer und alleinerziehender Vater von zwei kleinen Söhnen. Familie allein zu leben, bringt ihn täglich an seine Grenzen. Ida (27) hat eine Wahlfamilie aus Partner, Partnerperson, Freunden, Freundinnen und Mutter. Ein einzigartiges Commitment. Für Kenny bedeutet Familie, die eigenen Bedürfnisse vollkommen zurückzustellen und bedingungslos für seine Söhne da zu sein. Seine Partnerin und Mutter der beiden Kinder ist gestorben – sein Weg wurde vom Schicksal bestimmt; in der Verantwortung für seine Kinder findet er eine tiefe Erfüllung in seinem Leben. Ida und ihre „Framily“ schreiben die Regeln des Zusammenlebens selbst. Ihr selbst geschaffenes Modell bietet emotionalen Halt, stößt aber an rechtliche Grenzen. Was prägt das Leben in der Wahlfamilie? Der Philosoph Christian Uhle erklärt, warum ein sinnerfülltes Leben nicht immer ein glückliches sein muss und wie die Verantwortung für andere unserem Leben eine neue Bedeutung geben kann. Reporter Frank Seibert spricht mit ihm darüber und begleitet Kenny sowie Ida mit ihren Familien und sucht nach Antworten auf die Frage, was Gemeinschaft im Kern ausmacht und zusammenhält – und wie ein sinnerfülltes Leben in einer Wahl- und einer Kernfamilie aussehen kann. Frank Seibert ist Reporter und spricht seit vielen Jahren vor der Kamera und dem Mikrofon mit Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen immer auf der Suche nach Antworten – zum Beispiel für „Die Frage“ von funk oder „ARD Wissen“. Vor allem interessiert ihn, wieso Menschen tun, was sie tun, wieso sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben – oder wie sie Erlebnisse geprägt haben. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 18.01.2026 ZDF
  • Folge 192 (27 Min.)
    Gemeinsam mit Frank überlegt Nadine: Wie kann Arbeit sinnstiftend sein? Ist es der gesellschaftliche Mehrwert, der zählt? Oder die Wertschätzung, die uns antreibt. So viel ist klar: Nur im Hamsterrad leben – das ist für Nadine keine Option.
    Mehr als ein Viertel unserer Lebenszeit arbeiten wir. Erfüllt oder quält uns der Job? Frank Seibert fragt, wie wir Arbeit heute sinnerfüllt gestalten und welche Bedeutung wir ihr beimessen. Nadine (32) wird Ende 2024 plötzlich gekündigt. Erst ist sie gekränkt – warum sie? Dann realisiert sie, ihr Job hat sie sowieso nicht erfüllt. Und jetzt? David (28) hat ein Unternehmen gegründet, zeitweise arbeitet er 70 Stunden pro Woche. Warum macht er das? Für Nadine ist die plötzliche Kündigung zunächst ein Schock, dann aber bald auch eine Chance. Sie thematisiert die Arbeitslosigkeit auf ihren Social-Media-Kanälen mit humorvollen Videos und trifft damit schnell einen Nerv. Mit ihrem Content möchte sie sich langfristig selbstständig machen – und so aus der Arbeitslosigkeit wieder herausfinden. Mit einem Job, der ihr Freunde macht. David hat den Traum vieler verwirklicht: finanzielle Unabhängigkeit durch ein eigenes Unternehmen. Sein Hauptantrieb: „Impact“, wie er es nennt – er will Menschen durch seine Karriereberatung helfen und weiterbringen. Doch dahinter verbirgt sich auch ein tieferes Bedürfnis nach Sicherheit, dass mit dem Tod seines Vaters zusammenhängt. Reporter Frank Seibert begleitet Nadine und David auf ihrer Suche und fragt nach, was erfüllte Arbeit sowie Erfolg für junge Menschen heute wirklich bedeutet. Und er trifft den Philosophen Christian Uhle. Für ihn ist Arbeit dann sinnvoll, wenn wir das Gefühl haben, uns mit unserer eigenen Individualität einbringen zu können und sie einen Mehrwert für andere bietet. Frank Seibert geht der Frage nach: Was ist erfüllte Arbeit im Spannungsfeld von Leidenschaft und Leistungsdruck heute? Frank Seibert ist Reporter und spricht seit vielen Jahren vor der Kamera und dem Mikrofon mit Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen, immer auf der Suche nach Antworten – zum Beispiel für „Die Frage“ von funk oder „ARD Wissen“. Vor allem interessiert ihn, wieso Menschen tun, was sie tun, wieso sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben – oder wie bestimmte Erlebnisse sie geprägt haben. „37°Leben: Karriere vs. Leben – wofür wir arbeiten“ ist die dritte Folge der Reihe „Project Why – wofür das alles?“. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 ZDF
  • Folge 193 (27 Min.)
    Rubina (24) ist mit dreizehn von Zuhause ausgezogen.
    Zwei Frauen mit ähnlichem Schicksal: Rubina lebte Jahre in Jugendhilfeeinrichtungen. Iva fällt gerade aus der Jugendhilfe heraus. Beide wollen fortan auf eigenen Beinen stehen. Rubina erzählt, wie abrupt sich der Ausstieg anfühlte und wie schwer es ist, ohne familiären Rückhalt Stabilität zu finden. Iva geht gerade den Schritt aus der Jugendhilfe – mitten zwischen Elternhaus, Studium, Ämtern und der Frage, wohin sie ziehen wird. Rubina lebt heute allein und spricht offen darüber, wie sehr sie die Jahre in der Jugendhilfe geprägt haben und wie herausfordernd es ist, sich ohne stabiles Umfeld ein eigenes Leben aufzubauen. Iva versucht parallel, ihren Übergang zu organisieren: Sie wohnt vorübergehend wieder bei ihren Eltern und kämpft sich durch Formulare, Termine und ihre psychische Belastung, während sie hofft, bald einen neuen Wohnplatz zu bekommen und wirklich ankommen zu können. Beide eint der Wunsch nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung – und die Erfahrung, dass Erwachsenwerden für Careleaver kein fließender Prozess ist, sondern ein mühsamer Weg voller Unsicherheiten. Ihre Geschichten zeigen, wie viel Kraft es braucht, sich ein Zuhause zu schaffen, wenn man es nie wirklich hatte. Zwei Frauen mit ähnlichem Schicksal: Rubina, die nach Jahren in verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen versucht, Fuß zu fassen und Iva, die gerade aus der Jugendhilfe herausfällt. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.01.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF
  • Folge 194 (27 Min.)
    Madeline leidet unter Emetophobie, der panischen Angst vor dem Erbrechen. Bei beginnender Panikattacke sucht sie schnelle Rückversicherung in einer künstlichen Stimme; KI ist für sie ein niedrigschwelliger Rettungsanker.
    Immer mehr Menschen wenden sich an KI-basierte Chatbots, um Angst, Überforderung oder emotionale Not zu bewältigen. Kann KI auch Therapie? Wie kann sie helfen, und wo sind die Grenzen? Chatbots können Entlastung bieten: als erste Anlaufstelle, als strukturierende Hilfe, als Begleiter zwischen Therapiesitzungen. Gleichzeitig ist klar, dass sie kein Ersatz für professionelle Hilfe sind, aber ein teils nützliches Tool im psychischen Gesundheitsalltag. Madeline leidet unter Emetophobie, der panischen Angst vor dem Erbrechen. Wenn sich eine Panikattacke anbahnt, sucht sie schnelle Rückversicherung – und findet sie in einer künstlichen Stimme. „Ich brauche eine ruhige Stimme, die mich da rausholt“, sagt sie. Für Madeline ist KI kein Ersatz für Therapie, aber ein niedrigschwelliger Rettungsanker in akuten Momenten. Liam lebt mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Seine Gefühlswelt ist intensiv, manchmal überwältigend. KI nutzt er, um seine Emotionen besser einzuordnen. Die Technologie wird für ihn zum Spiegel, der hilft, Muster zu erkennen. Was für ihn zählt: Die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen – ohne Scham, ohne Stigma. Für Alischa, eine Person mit Autismus und zusätzlicher Diagnose ADHS, hingegen funktioniert die beratende Kommunikation der KI nicht so wie gewünscht. „Die Art, wie sie mir helfen will, erreicht mich nicht“, sagt sie. Und doch nutzt sie den Chatbot täglich – als strukturierenden Life-Coach, der ihren Alltag erleichtert. Was für andere Therapie ist, wird für sie zu einem Werkzeug, das Ordnung in eine reizüberflutete Welt bringt. Eingeordnet werden diese persönlichen Geschichten von Prof. Dr. Harald Baumeister, Experte für Psychologie und Technologie an der Universität Ulm. Er beleuchtet Chancen und Risiken: Was kann KI heute tatsächlich leisten? Wo stößt sie unweigerlich an Grenzen? Wie verändert sich unsere Vorstellung von psychischer Unterstützung, wenn 24/​7 ein digitales Gegenüber bereitsteht? Und welche Rolle spielen Privacy und der Umgang mit Daten? KI wächst rasant – und mit ihr die Frage, wie verantwortungsvoll wir diese neuen Möglichkeiten nutzen. „37°Leben: KI und Therapie?“ erzählt von Menschen, die mutig neue Wege gehen – und von einer Technologie, die gerade erst beginnt, unsere seelische Gesundheit mitzugestalten. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.02.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 ZDF
  • Folge 195 (27 Min.)
    Tamino (r.) tritt mit einem Messer vor seinen Vater (l.), um seine Zwangsgedanken zu mindern.
    Zwangsstörungen bestimmen jeden Schritt und jeden Gedanken im Alltag, ohne dass man das von außen erkennt. Zwei junge Menschen kämpfen darum, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Der 26-jährige Tamino ist seit Jahren von dem Gedanken besessen, seinem Vater etwas anzutun. Die 24-jährige Phoebe hat einen Putzzwang. Jede Abweichung von der Ordnung in der Wohnung ist für sie kaum auszuhalten. In der Therapie lernen sie, ihre Zwänge loszulassen. Der Film begleitet Tamino an Orte, an denen seine Zwänge entstanden sind und bis heute getriggert werden: auf dem Schulweg, auf dem Fußballplatz seiner Kindheit, in seinem familiären Umfeld. Ein zentraler Moment ist eine Expositionsübung, der sich Tamino gemeinsam mit seinem Vater stellt. Dabei spricht er die Bilder aus, die ihn immer wieder heimsuchen – und nimmt ihnen Schritt für Schritt ihre Macht. Eine Übung, die für beide eine emotional große Herausforderung ist, die von Taminos Therapeutin aber empfohlen wird. Einen weiteren Zugang findet Tamino über Musik: In selbst geschriebenen Rap-Texten verarbeitet er seine Zwangsgedanken und macht das Unsichtbare hörbar. Wie wird sein Vater bei einem Auftritt reagieren, wenn er hört, wie Tamino seine Dämonen beschreibt? Ordnung und Sauberkeit geben Phoebe das Gefühl von Kontrolle in einem Leben, das früh von traumatischen Erfahrungen geprägt wurde. In ihrer Wohnung hat jedes Teil seinen festen Platz. Sobald ihre Zwillinge schlafen, beginnt für Phoebe ein stundenlanges Zwangsritual – oft bis zur völligen Erschöpfung. Der Film zeigt, wie sehr ihr Alltag von ihren Zwängen bestimmt ist. Ihre Familie versucht zu unterstützen, Halt zu geben und Räume zu schaffen, in denen Phoebe langsam lernen kann, Kontrolle abzugeben – doch die Hoffnung, dass sich Phoebes Zustand verbessert, schwindet langsam. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.03.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 08.03.2026 ZDF
  • Folge 196 (27 Min.)
    Auch wenn der Körper manchmal noch so sehr schmerzte: Lena (29) wollte das Tanzen nicht auch noch aufgeben. Eine Haltung, die sich durch ihr Leben zieht. Die Karnevalsgruppe, die sie mehr im Spaß initiiert hat, ist zu mehr geworden als nur einer Spaßveranstaltung. Lena zieht extrem viel Lebensenergie aus den Trainings und den Auftritten im örtlichen Karnevalsverein, auch wenn ihr Körper nach der Belastung durch die Krankheit (Multiple Sklerose) schmerzt und ihr körperliche Grenzen aufzeigt.
    Lena geht mit Mitte 20 in Rente. Fabian mit Anfang 30. Beide nicht freiwillig: Sie sind schwer krank. Nun kämpfen sie darum, gesund zu werden – und das Rentnerdasein hinter sich zu lassen. Lena arbeitete als Assistentin im OP, ihr Traumberuf. Das taube Gefühl in ihren Armen schiebt sie auf Verspannungen. Doch es ist Multiple Sklerose. Fabian arbeitete im Management einer Hochschule. Nach einer Coronainfektion wird bei ihm ME/​CFS festgestellt. Lena (29) arbeitete in Duisburg, Fabian (34) in Bonn. Beide beziehen wegen ihrer Krankheit Erwerbsminderungsrente. Aber was, wenn es wieder besser geht? Zunächst kann davon bei Fabian keine Rede sein. Er verliert durch die Krankheit die Fähigkeit, sich zu bewegen und zu sprechen, ist ans Bett gefesselt. Erst nach monatelangem Training schafft er es, eine Minute auf der Bettkante zu sitzen. Zwei Jahre dauert es, bis er aus eigener Kraft wieder das Haus verlassen kann. Lena stürzt es in eine tiefe Krise, nicht mehr arbeiten zu können. „Der schlimmste Tag meines Lebens war nicht die Diagnose, sondern der Tag, an dem ich meinen Spind im Krankenhaus ausräumen musste.“ Lena ist berufsunfähig. „Als herauskam, dass ich nicht mehr arbeiten kann, dass noch nicht mal mehr eine Umschulung möglich ist, habe ich mich unnütz gefühlt. Unnütz und unbrauchbar.“ Fabian will nach einem langen Trainingsprogramm nun wieder zurück in seinen Beruf. Lena beginnt, auf TikTok ihre Geschichte zu erzählen. Die vielen positiven Reaktionen helfen ihr. Auch dank eines neuen Medikaments findet sie die Kraft, sich um ihre pflegebedürftige Mutter zu kümmern. Und hat sogar einen Job in Aussicht. Rentner zu bleiben: Das ist für beide keine Option. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.03.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 15.03.2026 ZDF
  • Folge 197 (25 Min.)
    Markus (32) wurde in Wuppertal von einer Gruppe alkoholisierter junger Männer zusammengeschlagen. Er erlitt schwerste Kopfverletzungen.
    Immer wieder werden Menschen Opfer unerwarteter, grundloser Gewalt. Ein Schutz ist nicht möglich. Wie lebt man damit weiter? Markus (32) wird nachts an einer Tankstelle in Wuppertal von einer Gruppe berauschter Jugendlicher halb totgeschlagen. Annabelle (33) wird in Mainz nach einem Stadtfest von einer halb vollen Bierflasche schwer verletzt, die ein Mann in ihre Gruppe wirft. Das Glas der auf sie geworfenen Bierflasche durchtrennt Annabelles Sehne, acht Wochen kann sie nicht laufen. Trotz OP, Reha und Physiotherapie hat sie bis heute chronische Schmerzen. Weil die selbstständige Friseurmeisterin das dauernde Stehen nicht mehr aushält, löst sie ihren Laden auf. Inzwischen arbeitet sie an der Oper Frankfurt nebenbei als Schauspielerin – in Rollen, die sie physisch bewältigen kann. Sie sagt: „Es hat sich in meinem Leben seit der Tat wirklich alles verändert.“ Die Jugendlichen schlugen Markus zu Bode, traten auf seinen Kopf ein. Beide Kiefer sind gebrochen, zehn Tage lang kann er nichts sehen, fast wäre er dauerhaft erblindet. Markus ist klar geworden, dass er an der Wuppertaler Tankstelle genauso gut hätte sterben können. Er hat beschlossen, sein Leben neu aufzustellen. Inzwischen hat er sich mit einem Tattoostudio selbstständig gemacht. Und geheiratet. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 22.03.2026 ZDF
  • Folge 198 (27 Min.)
    Ein ungewohnter Anblick: Handstand auf dem Altar – wenn eine alte Kirche zum kreativen Raum wird.
    Zwei Paare ziehen zusammen und kaufen sich Mammutprojekte: eine ehemalige Kirche, einen sanierungsbedürftigen Hof. All-in, kaum Puffer, kein Plan B. Eine Entscheidung, die alles verändert. Kat und Kiljan ersteigern eine Kirche im Harz – und machen daraus einen Ort für Akrobatik. Julia und Max sanieren einen Hof von 1866, der voller DDR-Geschichte steckt. Ein Leben zwischen Stadt und Land, Vergangenheit und Zukunft, Einheimischwerden und Baustelle. Bei Kat und Kiljan beginnt alles mit einer Mail mitten in der Nacht: Ein Auktionshaus teilt mit, dass ihnen nun eine Kirche gehört. In diesem Moment liegen sie in ihrem Van in Serbien – wie zwei Nomaden reisen sie von einem Akrobatik-Festival zum nächsten. Das ändert sich jetzt radikal. Plötzlich ist da ein riesiger Raum, der ihnen gehört – ihr erstes gemeinsames Zuhause ohne Räder. Bisher war ihr Leben geprägt von Einfachheit und Freiheit. Doch nun haben sie eine neue Vision: Die leere Kirche soll wieder mit Leben gefüllt werden, sie soll ein Ort für Akrobatik, Kultur und Gemeinschaft werden. Die Herausforderungen sind groß: Was, wenn das Geld knapp wird oder Schimmel im Gemäuer lauert? Was, wenn die riesige Kirche zum Klotz am Bein wird? Während die ersten Workshops laufen, wird die Kirche zur Daueraufgabe, der Kalender ist voll. Bringen Kat und Kiljan die Kraft und Lebensenergie auf, um dranzubleiben und durchzuhalten? Julia und Max leben noch im Übergang. Sie fahren hin, arbeiten, bauen, fahren zurück, schlafen, und schon geht es wieder hin. Bisher sanieren sie ihren neuen alten Hof in Eigenarbeit. Julia ist noch mitten im Studium, hat gerade ihr erstes Staatsexamen geschafft – eigentlich ein Moment zum Durchatmen. Stattdessen steht sie im Staub, voller Ideen, ungeduldig, reißt Wände ein. Max dagegen ist die Ruhe in Person, hält die Linie. Aber dieser Hof ist kein kleines Wochenendprojekt. Wann wird aus dem Pendeln ein echtes Ankommen? Und was, wenn das Geld, die Geduld oder die Leichtigkeit kippt, bevor der Traum Wirklichkeit wird? (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 ZDF
  • Folge 199 (27 Min.)
    Jerusalem ist der Ort, um den die Bibel kreist, die Stätte der Kreuzigung und der Auferstehung. Aber auch der Ort des Alten Testaments und der Thora der Juden in der Jerusalem „Zion“ heißt. Hannah (26), Theologin und Archäologin, beschreibt Jerusalem als „Ort permanenter Gleichzeitigkeit, so schön, dass es kaum auszuhalten ist“. Josef, junger Jude aus Stuttgart, hilft als Freiwilliger in einem israelischen Hospital. Er sucht in Jerusalem seine Identität. Hannah (26) studiert in Tübingen Theologie und biblische Archäologie. Sie verbringt ihr Studienjahr in Jerusalem. Das Fernsehteam begleitet sie zur Grabeskirche, den Ort, an dem die Frauen am Ostersonntag das Grab leer fanden, wie die Bibel erzählt. Sie reist nach Emmaus Nicopolis, den Ort, der viele Christen zum Osterspaziergang motiviert, bei dem nach dem Lukasevangelium der auferstandene Jesus zwei Jüngern begegnete. Und die Reportage zeigt sie bei Grabungen in Galiläa, in den Dörfern, in denen der Wanderprediger Jesus sein Leben lang wirkte. Hannah hat keinen klassischen Bildungsweg hinter sich. Nach dem Hauptschulabschluss erkämpfte sie sich ihr Abitur. Josef (19) ist ein Jude aus Stuttgart. Er verbringt ein Freiwilligenjahr in Jerusalem. Im Alynhospital betreut er Menschen mit Atemproblemen, Muskelschwund und teilweiser Lähmung. Besonders eng arbeitet er mit Mohammed, einem Patienten im Rollstuhl. Josef lebt nur wenige Kilometer von Yad Vashem entfernt, er ist oft bei Familienangehörigen, erlebt mit ihnen in der Altstadt Jerusalems das pulsierende Leben des Shuk, bevor der Sabbat beginnt. Josef wollte Israel nicht nur besuchen, sondern wirklich erleben. Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland haben sein Bedürfnis verstärkt, sich mit seiner jüdischen Identität und Israel auseinanderzusetzen. Eine Reihe enger Freundinnen und Freunden von Hannah und Josef eröffnet weitere Horizonte: wie Daniel, ein evangelischer Christ und Freund von Josef. Oder Rebecca, eine deutsche Jüdin, die sich in Israel freier fühlt als in Berlin. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 ZDF
  • Folge 200 (25 Min.)
    Paul Gressenberger unterzieht sich bereits seiner zweiten Nasen-OP und hofft damit, endlich wieder Zufriedenheit und Glück empfinden zu können. Die erste OP vor einem Jahr sollte eigentlich die Belohnung für eine bestandene Facharztprüfung sein, doch Paul war mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden: „Nasenspitze zu weit nach oben rotiert“ – so nennt das der Fachmann. Der Laie würde sagen: Stubsnase. Gelingt die Korrektur?
    Das Selbstbewusstsein von Paul und Marlon leidet unter ihrem Aussehen. Eine Schönheitsoperation soll das Selbstvertrauen stärken. Beide erhoffen sich Vorteile in Beruf und Privatleben. Die Zahl der Schönheits-OPs in Deutschland hat sich seit 2010 verdreifacht. 2024 waren es mehr als 600.000 Eingriffe. Der Männeranteil liegt bei gut elf Prozent. Ihre Probleme: zu große Nase, Männerbrust, ein undefinierter Bauch und alternde Augenpartien. Für Paul spielt das Thema Schönheit eine große Rolle. Er ist Dermatologe und arbeitet in seiner Praxis auch mit Botox und Fillern. Er achtet sehr auf sein Äußeres, treibt viel Sport und versucht, einen gesunden Lebensstil zu führen. Schönheitsbehandlungen sind für ihn und sein Umfeld Normalität. Seine Höckernase ließ er sich bereits 2024 zum ersten Mal operieren, ist mit dem Ergebnis jedoch nicht zufrieden. Für Paul hat sich das Problem dadurch nur „verschlimmbessert“. Sein Selbstbewusstsein hat stark gelitten. Jetzt lässt er sich ein zweites Mal operieren und hofft auf ein versöhnliches Ende mit dem Thema „Schönheits-OPs“. Er will sich endlich wieder wohlfühlen und gern in den Spiegel schauen. Die Nasen-OP soll den Abschluss eines beruflichen und privaten Umstrukturierungsprozesses bilden. Marlon ist Einzelhandelskaufmann und leidet seit seiner Jugend unter einer Männerbrust. Das „Problem“ liegt in der Familie – auch sein Vater und sein Bruder haben eine Gynäkomastie. Sein Bruder ließ sich das überschüssige Brustgewebe vor knapp zwei Jahren entfernen und dient Marlon als „Vorbild“. Trotz einer Gewichtsabnahme von zehn Kilogramm und regelmäßigem Fitnesstraining ist die Brust unverändert geblieben. Der Zustand ist für ihn frustrierend, belastet seine Psyche und nimmt ihm die Trainingsmotivation. Sogar im T-Shirt ist die Brust zu sehen. Auf Fotos sieht er sich nicht gern. Kommentare von Freunden treffen ihn, denn sein Aussehen ist ihm im Gegensatz zum Großteil seines Umfeldes sehr wichtig. Von der OP erhofft sich Marlon mehr Selbstvertrauen, ein erfüllendes Datingleben und ein besseres Gefühl im Urlaub am Strand. „37°Leben“ begleitet die beiden jungen Männer auf ihrem persönlichen Weg und ist bei den OPs dabei. Kommt es zur Versöhnung mit dem eigenen Ich? (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 ZDF
  • Folge 201 (30 Min.)
    Alina (31) sehnt sich nach einer langfristigen Partnerin, doch das Dating gestaltet sich schwierig.
    Im „37°Leben“-Dreiteiler „PHASE“ geht es um das Lebensgefühl der Endzwanziger – um eine wilde Mischung aus Überforderung, Identitätssuche und dem Gefühl: „Jetzt wirds ernst.“ „Alles Krise“- von dieser Formulierung fühlen sich viele dieser Generation heute angesprochen. Neben ersten Erfolgen und Misserfolgen stehen große Entscheidungen an, begleitet von Unsicherheiten aller Art sowie kleinen großen Krisen. Lisa (30) ist nach mehreren Monaten Zwischenmiete und erfolgloser Wohnungssuche in Innsbruck wieder in ihrer Heimat, einer Kleinstadt in Bayern, gestrandet. Für die selbstständige Synchronsprecherin ist klar: Das ist nur ein Zwischenstopp, aber wo soll es als nächstes für sie hingehen und warum fällt ihr das Ankommen an einem Ort so schwer? Einer, der angekommen scheint, ist Furkan (29). Er lebt schon sein ganzes Leben in Sack bei Fürth. Herausgefordert fühlt er sich dennoch: Nach acht Jahren Jurastudium wird er als erster Akademiker einer türkischen Familie zum Anwalt vereidigt und gründet seine eigene „Wohnzimmerkanzlei“. Den Sprung in die Selbstständigkeit wagt auch Jonny (26). Anfang 2025 war er noch arbeitslos, doch dann geht einer seiner Songs auf TikTok viral. Er nutzt die Chance und startet mit seiner Deutschlandtour durch. In seinen Songs verarbeitet er die „Zwischenphase“, in der sich die Protagonistinnen und Protagonisten der Doku-Reihe gefühlt befinden. Zu ihnen gehört auch Alina (31). Mit 28 hat die gelernte Versicherungskauffrau noch einmal angefangen, soziale Arbeit in Bochum zu studieren. Nun sucht sie Arbeit und zudem ihre Traumfrau. Leonie (27) wurde von heute auf morgen gekündigt. Für die studierte Marketingmanagerin beginnt eine schwierige Phase zwischen Selbstzweifel und der Suche nach einem beruflichen Neuanfang. Selbst nach der 40. Bewerbung gibt sie nicht auf. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 ZDF

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