• Folge 192 (27 Min.)
    Gemeinsam mit Frank überlegt Nadine: Wie kann Arbeit sinnstiftend sein? Ist es der gesellschaftliche Mehrwert, der zählt? Oder die Wertschätzung, die uns antreibt. So viel ist klar: Nur im Hamsterrad leben – das ist für Nadine keine Option. – Bild: Susanne Erler, Drivebeta /​ ZDF
    Gemeinsam mit Frank überlegt Nadine: Wie kann Arbeit sinnstiftend sein? Ist es der gesellschaftliche Mehrwert, der zählt? Oder die Wertschätzung, die uns antreibt. So viel ist klar: Nur im Hamsterrad leben – das ist für Nadine keine Option.
    Mehr als ein Viertel unserer Lebenszeit arbeiten wir. Erfüllt oder quält uns der Job? Frank Seibert fragt, wie wir Arbeit heute sinnerfüllt gestalten und welche Bedeutung wir ihr beimessen. Nadine (32) wird Ende 2024 plötzlich gekündigt. Erst ist sie gekränkt – warum sie? Dann realisiert sie, ihr Job hat sie sowieso nicht erfüllt. Und jetzt? David (28) hat ein Unternehmen gegründet, zeitweise arbeitet er 70 Stunden pro Woche. Warum macht er das? Für Nadine ist die plötzliche Kündigung zunächst ein Schock, dann aber bald auch eine Chance. Sie thematisiert die Arbeitslosigkeit auf ihren Social-Media-Kanälen mit humorvollen Videos und trifft damit schnell einen Nerv. Mit ihrem Content möchte sie sich langfristig selbstständig machen – und so aus der Arbeitslosigkeit wieder herausfinden. Mit einem Job, der ihr Freunde macht. David hat den Traum vieler verwirklicht: finanzielle Unabhängigkeit durch ein eigenes Unternehmen. Sein Hauptantrieb: „Impact“, wie er es nennt – er will Menschen durch seine Karriereberatung helfen und weiterbringen. Doch dahinter verbirgt sich auch ein tieferes Bedürfnis nach Sicherheit, dass mit dem Tod seines Vaters zusammenhängt. Reporter Frank Seibert begleitet Nadine und David auf ihrer Suche und fragt nach, was erfüllte Arbeit sowie Erfolg für junge Menschen heute wirklich bedeutet. Und er trifft den Philosophen Christian Uhle. Für ihn ist Arbeit dann sinnvoll, wenn wir das Gefühl haben, uns mit unserer eigenen Individualität einbringen zu können und sie einen Mehrwert für andere bietet. Frank Seibert geht der Frage nach: Was ist erfüllte Arbeit im Spannungsfeld von Leidenschaft und Leistungsdruck heute? Frank Seibert ist Reporter und spricht seit vielen Jahren vor der Kamera und dem Mikrofon mit Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen, immer auf der Suche nach Antworten – zum Beispiel für „Die Frage“ von funk oder „ARD Wissen“. Vor allem interessiert ihn, wieso Menschen tun, was sie tun, wieso sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben – oder wie bestimmte Erlebnisse sie geprägt haben. „37°Leben: Karriere vs. Leben – wofür wir arbeiten“ ist die dritte Folge der Reihe „Project Why – wofür das alles?“. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 ZDF
  • Folge 193 (27 Min.)
    Rubina (24) ist mit dreizehn von Zuhause ausgezogen.
    Zwei Frauen mit ähnlichem Schicksal: Rubina lebte Jahre in Jugendhilfeeinrichtungen. Iva fällt gerade aus der Jugendhilfe heraus. Beide wollen fortan auf eigenen Beinen stehen. Rubina erzählt, wie abrupt sich der Ausstieg anfühlte und wie schwer es ist, ohne familiären Rückhalt Stabilität zu finden. Iva geht gerade den Schritt aus der Jugendhilfe – mitten zwischen Elternhaus, Studium, Ämtern und der Frage, wohin sie ziehen wird. Rubina lebt heute allein und spricht offen darüber, wie sehr sie die Jahre in der Jugendhilfe geprägt haben und wie herausfordernd es ist, sich ohne stabiles Umfeld ein eigenes Leben aufzubauen. Iva versucht parallel, ihren Übergang zu organisieren: Sie wohnt vorübergehend wieder bei ihren Eltern und kämpft sich durch Formulare, Termine und ihre psychische Belastung, während sie hofft, bald einen neuen Wohnplatz zu bekommen und wirklich ankommen zu können. Beide eint der Wunsch nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung – und die Erfahrung, dass Erwachsenwerden für Careleaver kein fließender Prozess ist, sondern ein mühsamer Weg voller Unsicherheiten. Ihre Geschichten zeigen, wie viel Kraft es braucht, sich ein Zuhause zu schaffen, wenn man es nie wirklich hatte. Zwei Frauen mit ähnlichem Schicksal: Rubina, die nach Jahren in verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen versucht, Fuß zu fassen und Iva, die gerade aus der Jugendhilfe herausfällt. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF
  • Folge 194 (27 Min.)
    Madeline leidet unter Emetophobie, der panischen Angst vor dem Erbrechen. Bei beginnender Panikattacke sucht sie schnelle Rückversicherung in einer künstlichen Stimme; KI ist für sie ein niedrigschwelliger Rettungsanker.
    Immer mehr Menschen wenden sich an KI-basierte Chatbots, um Angst, Überforderung oder emotionale Not zu bewältigen. Kann KI auch Therapie? Wie kann sie helfen, und wo sind die Grenzen? Chatbots können Entlastung bieten: als erste Anlaufstelle, als strukturierende Hilfe, als Begleiter zwischen Therapiesitzungen. Gleichzeitig ist klar, dass sie kein Ersatz für professionelle Hilfe sind, aber ein teils nützliches Tool im psychischen Gesundheitsalltag. Madeline leidet unter Emetophobie, der panischen Angst vor dem Erbrechen. Wenn sich eine Panikattacke anbahnt, sucht sie schnelle Rückversicherung – und findet sie in einer künstlichen Stimme. „Ich brauche eine ruhige Stimme, die mich da rausholt“, sagt sie. Für Madeline ist KI kein Ersatz für Therapie, aber ein niedrigschwelliger Rettungsanker in akuten Momenten. Liam lebt mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Seine Gefühlswelt ist intensiv, manchmal überwältigend. KI nutzt er, um seine Emotionen besser einzuordnen. Die Technologie wird für ihn zum Spiegel, der hilft, Muster zu erkennen. Was für ihn zählt: Die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen – ohne Scham, ohne Stigma. Für Alischa, eine Person mit Autismus und zusätzlicher Diagnose ADHS, hingegen funktioniert die beratende Kommunikation der KI nicht so wie gewünscht. „Die Art, wie sie mir helfen will, erreicht mich nicht“, sagt sie. Und doch nutzt sie den Chatbot täglich – als strukturierenden Life-Coach, der ihren Alltag erleichtert. Was für andere Therapie ist, wird für sie zu einem Werkzeug, das Ordnung in eine reizüberflutete Welt bringt. Eingeordnet werden diese persönlichen Geschichten von Prof. Dr. Harald Baumeister, Experte für Psychologie und Technologie an der Universität Ulm. Er beleuchtet Chancen und Risiken: Was kann KI heute tatsächlich leisten? Wo stößt sie unweigerlich an Grenzen? Wie verändert sich unsere Vorstellung von psychischer Unterstützung, wenn 24/​7 ein digitales Gegenüber bereitsteht? Und welche Rolle spielen Privacy und der Umgang mit Daten? KI wächst rasant – und mit ihr die Frage, wie verantwortungsvoll wir diese neuen Möglichkeiten nutzen. „37°Leben: KI und Therapie?“ erzählt von Menschen, die mutig neue Wege gehen – und von einer Technologie, die gerade erst beginnt, unsere seelische Gesundheit mitzugestalten. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 ZDF

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