Comeback: Spielsucht
Folge 221 (27 Min.)
Schlafprobleme, Panikattacken, Herzrasen – Spielsucht, Heimlichkeit und ständige hohe Verluste führten bei Tom zu gesundheitlichen Problemen.Bild: Markus Haist / ZDF und Markus Haist / Honorarfrei - nur für diese Sendung inkl. SocialMedia bei Nennung ZDF und Markus HaistAm Anfang war es nur ein Spiel. Doch dann war es mehr. Tom und Simon waren spielsüchtig. Trotz Scham und Heimlichkeit konnten sie lange nicht aufhören. Nur mit Mühe fanden sie heraus. Spielsucht hat viele Ausprägungen: Drei Viertel aller Jugendlichen spielen Videospiele. Jeder zehnte von ihnen ist gefährdet, davon nicht mehr loszukommen und alles andere zu vernachlässigen. 1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Glücksspielstörung. Sie spielen an Automaten oder machen Sportwetten, haben dadurch gesundheitliche oder finanzielle Probleme. Bei den 18- bis 25-Jährigen zeigt jeder fünfte eine problematische oder süchtige Nutzung von Gaming, Social Media oder anderen Online-Angeboten.„In die Spielhalle zu gehen, war wie nach Hause kommen“, erzählt Tom. „Man ist nachts hin, hatte vorher Geld bei der Bank geholt und nun diese Glücksgefühle: Man könnte ja was gewinnen.“ „Ich habe meinen Eltern nie erzählt, wie mein Studium wirklich läuft“, sagt Simon. Statt zu studieren, spielte er das Videospiel „League of Legends“. Im Studium war er isoliert und einsam, online aber von anderen anerkannt: „Ich habe nichts anderes mehr gemacht.“ (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 20.08.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 06.09.2026 ZDF Das Sorgerecht für meine Schwester
Folge 222 (30 Min.)Jaqueline (32), (r.) und Caithlen (20), (l.) hatten ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter.Bild: Jana Mai / ZDF und Jana MaiJacqueline ist 24, als sie ihre zwölf Jahre alte Schwester Caithlen zu sich holt und das Sorgerecht erstreitet. Was die Mutter zu Lebzeiten versäumt hat, fehlt jetzt in der Persönlichkeitsbildung. Jacqueline übernimmt Verantwortung für Caithlen, wo ihre Mutter die Fürsorge schuldig blieb. Die Schwestern erzählen aus jeweils ihrer Sicht von Vernachlässigung, Enttäuschung und Sehnsucht – und davon, wie sie zwischen Verletzung und Vergebung ihren eigenen Weg suchen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 13.09.2026 ZDF Facing Fear: In Angst, hässlich zu sein
Folge 223 (25 Min.)„37°Leben“ begleitet Jannis (r.) auf seinem Weg in die Therapie. Gemeinsam mit Psychotherapeut Daniel Wagner (l.) wagt er den Schritt und setzt sich in den Sitzungen mit seinem negativen Selbstbild auseinander. Er lernt, sich selbst mehr zu akzeptieren.Bild: ZDFJannis (23) lebt mit der Angst, wegen seines Aussehens negativ bewertet zu werden. Der Blick in den Spiegel kostet ihn an manchen Tagen viel Überwindung. Das will er in einer Therapie ändern. Als Schüler wurde er wegen seines Gewichts gehänselt und ausgegrenzt. Über mehrere Jahre nahm er stark ab und treibt seitdem intensiv Sport. Trotzdem kämpft er mit seinem Selbstbild: Wenn er heute in den Spiegel schaut, sieht er immer noch den Jannis von früher. „37°Leben“ begleitet den Lehramtsstudenten aus Wolfenbüttel, der nebenher im Irish Pub jobbt und sich vorstellen kann, auch als Schauspieler zu arbeiten, auf seinem Weg in die Therapie. Gemeinsam mit Psychotherapeut Daniel Wagner wagt Jannis den Schritt und setzt sich in den Sitzungen mit seinem negativen Selbstbild auseinander. Er lernt, sich selbst mehr zu akzeptieren. Die Geschichte von Jannis ist die dritte Folge von „37°Leben: Facing Fear“. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 20.09.2026 ZDF Being ostdeutsch
Folge 224 (30 Min.)Hang (33) entscheidet sich bewusst dafür, in Ostdeutschland zu leben – auch wenn sie dort rassistische Erfahrungen macht.Bild: 3satSie haben die DDR nie erlebt und doch spüren sie: Ostdeutsche Wurzeln prägen. Siska, 27, und Hang, 33, fühlen sich wohl in ihrer Heimat, gleichzeitig suchen sie nach ihrer Identität. Siska stammt aus einem kleinen Dorf im Erzgebirge. Erst als Studentin in Freiburg (Breisgau) wird ihr bewusst: „Ja, ich bin ostdeutsch, anders als meine Kommilitoninnen.“ Deshalb will sie Brücken bauen – auch durch die Initiative „Wir sind der Osten“. Hang, 33, nennt Dresden ihre Heimat. Dort wächst sie auf, arbeitet heute als Fremdsprachenlehrerin. Als Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter wusste sie lange nicht, wer sie ist: Deutsche, Vietnamesin oder Viet-Deutsche? Keine der drei Kulturen schien zu passen. Im Film begibt sie sich auf Spurensuche, fährt nach Radebeul, wo ihre Eltern 1987 ankamen. Sie weiß: „Mein Leben ist gut und hier in Dresden“ – ohne altes Rollendenken, ohne Unterordnung der Frau unter den Mann. (Text: 3sat)Deutsche TV-Premiere So. 27.09.2026 ZDF Knapp bei Kasse: Arm trotz Arbeit
Folge 225 (30 Min.)Luisa (31) aus Leipzig muss als alleinerziehende Mutter und Lieferfahrerin jeden Monat rechnen.Bild: 3satLuisa (31) aus Leipzig muss als alleinerziehende Mutter und Lieferfahrerin jeden Monat rechnen. Yuna (23) aus Frankfurt arbeitet als Pflegekraft plus Nebenjob. Beide sind knapp bei Kasse. Luisa hat zwei Söhne und versucht, mit ihrem Geld bis zum Monatsende durchzukommen. Yuna arbeitet in der Kinderklinik, jobbt zusätzlich und engagiert sich gewerkschaftlich. Beide geben alles – doch für Miete, Schulden und Lebensmittel reicht ihr Einkommen kaum. Luisa und ihre kleine Familie sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Ihre beiden Kinder benötigen besondere Unterstützung. Der familiäre Alltag ist eng getaktet: Schule, Kita, Therapien, Jugendamt, Familienhilfe – und dazwischen die Arbeit auf dem Fahrrad, um finanziell über Wasser zu bleiben.Yuna arbeitet auf der Kinderstation der Uniklinik Frankfurt am Main. Neben ihrem Drei-Schicht-System jobbt sie zusätzlich in einem Escape Room. Gleichzeitig engagiert sie sich gewerkschaftlich und kämpft für bessere Bedingungen in der Pflege. Das Leben und Wohnen in der Großstadt ist teuer, hinzu kommen Schulden, die sie abstottern muss. Wenn sie mit Freunden ausgeht, bezahlen oft die anderen. Zwei Frauen, zwei unterschiedliche Lebenssituationen – und eine gemeinsame Erfahrung: Arbeit allein schützt nicht vor existenziellen Nöten. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere So. 04.10.2026 ZDF Knapp bei Kasse: Selbständig am Limit
Folge 226 (30 Min.)Zwischen Unternehmer-Mut und harter Realität: Zwei junge Selbstständige wagen alles – mit hohen Schulden, Millioneninvestitionen und einer ungewissen Zukunft. Lohnt sich die Aufopferung? Schirin (31) hat knapp 100.000 Euro Schulden und kämpft mit ihrem Laden ums Überleben im Einzelhandel. Milchbauer Tim (24) investiert eine Million Euro in seinen neuen Stall. Zwei junge Selbstständige zwischen Hoffnung, Verzicht und schwerer Belastungsprobe. Schon 2024 stand Schirins Selbstständigkeit vor dem Aus: Die Geschäftsfrau gerät in eine finanzielle Schieflage und muss ihren Geschenkeladen bei Dresden schließen. Dank Familie und Stammkunden schafft sie den Neustart.Ihr Vater und ein Anwalt unterstützen sie beim Schuldenabbau. Zum Leben bleiben Schirin zurzeit monatlich nur 1.000 Euro. Tim betreibt mit seinen Eltern und seiner Freundin Tia bei Oldenburg einen Milchviehbetrieb. Doch damit alle vom Milchgeld leben können, braucht die Familie mehr Vieh und einen neuen Stall. Nach vier Jahren Planung ist der nun fertig, doch ob sich die enorme Arbeit rentiert, ist angesichts komplizierter Bürokratie und unberechenbarer Marktbedingungen ungewiss. Die „37°Leben“-Reportage zeigt, wie Schirin und Tim diesem Druck die Stirn bieten und was sie dabei emotional und mental durchmachen und wie die Menschen, die zu ihnen halten, sie dabei unterstützen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere So. 11.10.2026 ZDF
