2026 (Folge 212⁠–⁠234)

  • Folge 212 (30 Min.)
    Gruppenfoto: Marcant zusammen mit den anderen Preisträgerinnen und Preisträgern der Theodor Heuss Stiftung 2026. – Bild: 3sat
    Gruppenfoto: Marcant zusammen mit den anderen Preisträgerinnen und Preisträgern der Theodor Heuss Stiftung 2026.
    Er ist 24 Jahre und erhält täglich Morddrohungen. Marcant geht auf Nazi-Demos. „Verpiss Dich!“, rufen einige dem großen jungen Mann zu, der freundlich, aber bestimmt Fragen stellt. „Warum bist Du stolz auf die weiße Rasse?“, fragt er einen Mann mit „White Race“-Schal. „Wo warst Du beim Holocaust-Gedenktag?“ „Linker Drecksjude, Missgeburt, Schwuchtel“ – Marcant wird beschimpft. Aber auch ausgezeichnet: mit der Theodor-Heuss-Medaille 2026. Mit seinen Videos auf TikTok und YouTube erreicht Marcant Millionen Menschen. „Mit Nazis redet man nicht, das mag vor zehn Jahren gestimmt haben“, sagt er. „Heute reden die Nazis in Parlamenten, ihre Reden im Internet erreichen hunderttausende Follower.“ Er will ein Gegengewicht sein. Rund 500 Menschen haben ihm inzwischen geschrieben, dass sie auch wegen seiner Videos mit der Naziszene gebrochen haben und ausgestiegen sind. „Es gibt wenige Todeslisten, auf denen ich nicht stehe“, sagt er. Der Reporter Max Neidlinger hat Marcant für „37°Leben“ bei seiner Arbeit begleitet. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 03.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 ZDF
  • Folge 213 (30 Min.)
    Sabrina (33) und Micky (36) haben ein alleinstehendes Haus aus den 60er-Jahren in der Eifel gekauft, der Umbau ist ein großes Familienprojekt.
    Es braucht Mut und Tatkraft, um als junge Familie ein eigenes Haus zu bauen. Zwei Paare und eine alleinerziehende Mutter zeigen, wie es geht – mit viel Eigenleistung und kleinem Budget. Mit vollem Einsatz sanieren Sabrina und Micky ein Einfamilienhaus aus den 1960ern. Louise und Johannes gestalten ein Wohnprojekt in einer ehemaligen Schule. Lisa ackert für das große Glück im Tiny House. Sie erleben ein Jahr voller Herausforderungen. „37°Leben“ erzählt über einen Zeitraum von 14 Monaten seriell drei Geschichten und drei Wege zum eigenen Zuhause. Bis zum Einzug stehen Familie und Beziehung, Finanzierung und Zeitplan immer wieder auf dem Prüfstand. Sabrina (33) und Micky (36), Eltern mit Tochter Emma (5), haben in der Eifel ein leerstehendes Haus aus den 1960er Jahren gekauft. Die beiden wollen in 85 Prozent Eigenleistung mit Hilfe der ganzen Familie, vor allem Vater und Onkel, das Haus umbauen. Auch befreundete Handwerker packen mit an. Ein befreundeter Architekt hat die Pläne für die Sanierung erstellt. Micky ist gelernter Dachdecker und handwerklich geschickt – er entkernt und reißt erst das Alte ein, bevor Neues entstehen kann. Böse Überraschungen drohen dabei an jedem Tag auf der Baustelle. Johannes (31) und Louise (31) haben von vielen Wohnformen geträumt. Aufs Land zu ziehen, konnten sich die beiden Großstädter aus Berlin lange nicht vorstellen. Nun leben sie in Zehdenick mitten in Brandenburg und gestalten ein Wohnprojekt für sich und andere. Das Konzept entstand gemeinsam mit ihren engsten Freunden. Zu viert haben sie die leerstehende Schule entdeckt und bauen nun mit der Unterstützung einer Genossenschaft das Gebäude um. Entstehen sollen 19 bezahlbare Wohnungen. Ein Co-Working-Space existiert bereits und ein kulturelles Zentrum für die Bewohner der Stadt ist im Aufbau. Spannend wird es, weil endlich – nach zwei Jahren Wartezeit – die Bauarbeiten beginnen. Lisa (31) aus Hemer im Sauerland muss zunächst das Grundstück urbar machen, um dann ein Tiny-House darauf stellen zu können. Auch sie ist handwerklich geschickt, will mit Hilfe von Freunden das 80 qm Holzhaus in Eigenleistung aufbauen. Der Zeitplan für sich und ihre Tochter Luna (8) ist eng getaktet. Sie wartet auf die bestellten Bauteile des Tiny Houses vor Einbruch des Winters, aber da geht schon bei der Anlieferung etwas schief! (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 09.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 ZDF
  • Folge 214 (30 Min.)
    Bei der Sanierung entdecken Johannes und Louise noch alte Schätze aus der Zeit der ehemaligen DDR – Fahnen, Plakate und Bilder. Im Hintergrund ist das eingerüstete Grundschulgebäude zu sehen.
    Bauarbeiten gehen voran, Familienkonstellationen ändern sich, Zeitpläne geraten durcheinander. Der Dreiteiler „Challenge Hausbau“ begleitet über ein Jahr drei Familien bei ihren Projekten. Lisa hat den Schock der verzögerten Anlieferung verarbeitet. Jetzt droht der Winter, sie ist Tag und Nacht auf der Baustelle. Louise und Johannes stoßen an ihre Belastungsgrenzen. Sabrina hat Angst um Micky, er ist erschöpft. Und: Sabrina ist wieder schwanger. „37°Leben“ erzählt über einen Zeitraum von 14 Monaten seriell drei Geschichten und drei Wege zum eigenen Zuhause. Bis zum Einzug stehen Familie und Beziehung, Finanzierung und Zeitplan immer wieder auf dem Prüfstand. Es braucht viel Fantasie, sich während der Abbrucharbeiten die ehemaligen Klassenzimmer als Wohnungen vorzustellen. Doch Louise (31) und Johannes (31) sind zuversichtlich und froh, da sich die Genossenschaft um den Baufortschritt kümmert. Die Vorfreude, als Mieter ein neues Zuhause zu gestalten und mit Louises Vater unter einem Dach zu leben, wächst. Gleichzeitig wachsen auch ihre Aufgaben. Es geht darum, die bereits bestehende Gemeinschaft zu stärken und das Leben in Zehdenick zu gestalten. Louise engagiert sich in der Politik, beide organisieren sie „Kennenlerntage“, um neue Mitbewohnerinnen und Mitbewohner zu finden. Dabei verändert sich das Miteinander. Aus ihren Freunden und Mitgründern werden nun Kollegen – eine herausfordernde Situation. Lisa (32), die gelernte Sicherheitstechnikerin, hat zur Vorbereitung eigens ein paar Tage bei der „Tiny House“-Firma hospitiert, um fit zu sein für die Arbeiten mit Holz und das Zusammensetzen der Bauteile. Sie hat in ihrem neuen Nachbarn Guido einen Unterstützer und tatkräftigen Helfer gefunden. Sie sind jetzt täglich zusammen auf der Baustelle. Bahnt sich da mehr an als gute Nachbarschaft? Sabrinas und Mickys Finanzierung steht auf verschiedenen Säulen: Micky (37), der Berufssoldat und gelernte Dachdecker, ist in jeder freien Minute auf der Baustelle. Sabrina (34), Verwaltungsbeamtin im Hauptberuf, arbeitet an Wochenenden regelmäßig in einer Tankstelle, die Tochter wird von den Großeltern versorgt. Sabrina ist die „Finanzministerin“ in der Familie und hilft, wo sie kann auf der Baustelle mit. Sie stemmt Wände weg, mörtelt Stahlträger, bohrt Löcher für Steckdosen. Micky ist stolz, was seine Frau auf der Baustelle leistet. Doch im Laufe des Jahres muss sie kürzertreten, sie ist schwanger. Micky und Sabrina freuen sich auf ihren Nachwuchs, doch was bedeutet das für ihren ursprünglichen Pläne? (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 09.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 19.07.2026 ZDF
  • Folge 215 (25 Min.)
    Als alleinerziehende Mutter erfüllt sich Lisa den Traum vom Eigenheim – und hat ein Tiny House gebaut.
    Der Weg zum eigenen bezahlbaren Zuhause war nicht einfach und hat den drei Familien viel abverlangt. Doch sie stehen kurz vor dem Ziel und blicken auf ein anstrengendes Jahr zurück. Bei den Häusern sieht man die Fortschritte. Micky und Sabrina wollen im September einziehen. Sie sind jetzt zu viert. Lisas Tiny House soll im Herbst fertig sein. Johannes und Louise freuen sich auf das Leben in der Gemeinschaft, der Einzug ist erst für 2027 geplant. „37°Leben“ erzählt über einen Zeitraum von 14 Monaten seriell drei Geschichten und drei Wege zum eigenen Zuhause. Bis zum Einzug stehen Familie und Beziehung, Finanzierung und Zeitplan immer wieder auf dem Prüfstand. Bei Louise (32) und Johannes (32) sind die Bauarbeiten zwar noch im Gange, doch aus den Räumen der alten Schule in Zehdenick sind längst Wohnungen geworden. Auch ihre eigene Bleibe unterm Dach ist fast fertig. Doch ihr Leben gleicht emotional einer Achterbahnfahrt. Neben der Freude über die gut funktionierende Hausgemeinschaft und neue beruflichen Aufgaben, hinterlassen auch schmerzliche Ereignisse ihre Spuren. So wird Louises Vater – anders als geplant – nicht in eine der Wohnungen einziehen können und der Rückzug ihrer engsten Wegbegleiter wirft einiges durcheinander. Lisa (32) ist die bekannteste Bauherrin in ihrer Heimatstadt Hemer. Zeitungen berichten über das Holzhaus auf Stelzen, Nachbarn sind neugierig. Das Interesse an ihrem Tiny House freut sie. Wegen der allgemein steigenden Kosten muss Lisa sparen und ursprüngliche Pläne an ihre finanziellen Möglichkeiten anpassen. Die Beziehung zu Guido, ihrem Nachbarn, hat sich weiterentwickelt. Er wird sein großes Haus, in dem er bislang allein wohnte, vermieten und mit Lisa und Tochter Luna ins Tiny House einziehen. Das aber ursprünglich nur für zwei Personen geplant war. Es bleibt spannend, wie die drei sich einrichten in den 80 Quadratmetern. Micky und Sabrinas Familienzuwachs Luna ist gesund auf die Welt gekommen. Sabrina ist schon wieder fit und ganz ungeduldig, endlich wieder auf der Baustelle mitarbeiten zu können. Die beiden möchten zu Schulbeginn der älteren Tochter Emma ins Haus einziehen, damit sie am neuen Wohnort die Grundschule besuchen kann. Sabrina (34) ist noch im Mutterschutz, Micky (37) hat zwei Monate Elternzeit genommen und ist jetzt Tag und Nacht auf der Baustelle. Der Endspurt kostet ihn seine letzten Kräfte. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 09.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 26.07.2026 ZDF
  • Folge 216 (30 Min.)
    Samira (20), (r.) und ihre Schwester (l.) wollen ihrer Mutter (M.) etwas zurückgeben: Sie wurde in Afghanistan geboren und kam als junges Mädchen nach Deutschland.
    Anerkennung über Leistung. Dieses Motto zieht sich durch ihr Leben, seit sie mit ihren Eltern nach Deutschland kamen. Samira, 20, und Valentina, 28, fühlen sich ständig unter Druck. Der Selbstzweifel sitzt tief. Und das, obwohl sie ehrgeizig und fleißig sind, bessere Noten als ihre Mitschüler und sogar Dr. Titel erreichen. Samiras Mutter stammt aus Afghanistan. Valentinas Eltern kamen wegen einer Operation für ihre Tochter aus Kasachstan. Beide Frauen räumen ein: „Wir mussten von klein auf immer und überall erst beweisen, dass wir dazugehören. Zudem haben unsere Eltern für uns Kinder alles aufgegeben. Wir wollen etwas zurückgeben.“ Samira studiert noch Jura, jobbt parallel bei Berami e.V. in Frankfurt am Main, gibt Mathe-Nachhilfekurse und leitet eine Sportgruppe. Valentina arbeitet als Dermatologin, hat gerade ein KI-Start-up gegründet und wurde 2025 – auch mit dieser Idee – „Miss Germany“. Was sich beide wünschen? „German Mittelmäßigkeit“. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 31.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 02.08.2026 ZDF
  • Folge 217 (25 Min.)
    Atessa (32) beim Krafttraining
    Sie entdecken pornografische Bilder von sich im Internet. Atessa und Theresia sind Betroffene von Deepfakes. Mit ihren Identitäten wurden sexualisierte Inhalte erstellt und online verbreitet. Als sie die Fake-Profile entdecken, gerät ihr Leben aus den Fugen. „Ich habe mich geschämt, ich habe mich geekelt“, sagt Theresia. Atessa fühlt sich „klein, machtlos und wehrlos“. Beide kämpfen darum, die Bilder und Profile aus dem Netz zu bekommen. Panikattacken, Selbstzweifel und der Verlust von Vertrauen prägen ihren Alltag. Doch Atessa und Theresia weigern sich, in der Opferrolle zu bleiben. Sie suchen nach den Tätern, machen ihre Geschichten öffentlich und setzen sich für die Rechte anderer Betroffener ein. „Es hat mir geholfen, nicht nur Betroffene zu sein, sondern auch Expertin“, sagt die Aktivistin Theresia Crone. Atessa findet über den Sport neues Selbstvertrauen und lernt, wieder selbst über ihr Bild und ihren Körper zu bestimmen. Aus Scham wird Selbstermächtigung, aus Ohnmacht Stärke. Autorin Alesia Harrer hat die beiden Frauen für „37°Leben“ begleitet. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 07.08.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 09.08.2026 ZDF
  • Folge 218 (30 Min.)
    Zwei Generationen leben zusammen – Louis (26) und seine Oma Eva (81).
    Louis (25) zieht zu seiner Oma Eva (80). Weil sie Hilfe im Alltag braucht, entscheidet er sich neben Studium und Start-up für ein ungewöhnliches Zusammenleben der beiden Generationen. Louis kocht für seine Oma gesundheitsbewusst, erledigt Einkäufe und trainiert regelmäßig mit ihr zu Hause, damit sie wieder mobiler wird. Sie wiederum gibt ihm Mut, Rat und Lebenserfahrung. Und beide profitieren voneinander. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 14.08.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 16.08.2026 ZDF
  • Folge 219 (30 Min.)
    Sandrine (29) hat gelernt, mit Depressionen zu leben. „Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass eine Depression nicht das ist, was einen vollkommen ausmacht.“
    Wie kommt man zurück ins Leben mit einer Depression? Mit einer Psychose? Sandrine und Sara berichten über ihre Erfahrungen und darüber, was ihnen geholfen hat. „Meine Stimmen haben mir eingeflüstert, draußen ist alles schlecht“, sagt Sara. Zwei Jahre verließ sie das Haus nicht. Sandrine sagt über ihre Depression: „Es ist, als tauchte ich im Wasser, will nach oben und bin am Grund festgebunden.“ 9,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Depressionen betroffen. Vor allem bei jüngeren Menschen ist seit Corona ein Anstieg zu erkennen. Seltener sind Psychosen wie die Schizophrenie mit Halluzinationen, Verfolgungswahn, Stimmenhören und Fehleinschätzungen der Wirklichkeit. Rund 800.000 Menschen sind in Deutschland davon betroffen. In „37°Leben – Comeback: Die Psyche“ erzählen die Protagonistinnen Sandrine und Sara, was ihnen dabei geholfen hat, nach jahrelanger Beeinträchtigung zurückzufinden ins Leben. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 20.08.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 23.08.2026 ZDF
  • Folge 220 (27 Min.)
    „Ich hatte rund 50.000 Euro Schulden“, sagt Celina (l.). „Ich habe in Berlin in den Tag hinein gelebt und das Leben genossen.“
    Zehntausende Euro Schulden trotz Arbeitslosigkeit: Celina und Stefan erzählen, wie sie in die Schuldenfalle geraten sind – und wie es ihnen gelungen ist, sich herauszuarbeiten. Mit 16 zieht Celina daheim aus. In Berlin lebt sie von Bürgergeld und Schulden. 50.000 Euro sind es am Ende. Stefan leiht sich bei der Bank 25.000 Euro, um mit Kryptowährungen zu spekulieren. „Ich habe das Geld einfach verloren“, sagt er. „Ich habe nach der Lehre den Entschluss getroffen, das Arbeiten zu beenden und reich zu werden“, erklärt Stefan. Unter einem Vorwand bekommt er 25.000 Euro bei der Bank und kauft Krypto. Doch dann ist alles weg. „Ich zahle es heute noch ab.“ Celina beschreibt sich als „rebellisches Kind“. Als Jugendliche zieht sie mit einem Freund nach Berlin. Doch schnell ist sie in den roten Zahlen, hat Schulden bei der Miete, der Krankenkasse, bei Kreditkarten. Erst nach Jahren bekommt sie ihre Finanzen in den Griff. 5,7 Millionen Erwachsene in Deutschland sind überschuldet. Besonders betroffen sind junge Menschen. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 20.08.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 30.08.2026 ZDF
  • Folge 221 (27 Min.)
    Schlafprobleme, Panikattacken, Herzrasen – Spielsucht, Heimlichkeit und ständige hohe Verluste führten bei Tom zu gesundheitlichen Problemen.
    Am Anfang war es nur ein Spiel. Doch dann war es mehr. Tom und Simon waren spielsüchtig. Trotz Scham und Heimlichkeit konnten sie lange nicht aufhören. Nur mit Mühe fanden sie heraus. Spielsucht hat viele Ausprägungen: Drei Viertel aller Jugendlichen spielen Videospiele. Jeder zehnte von ihnen ist gefährdet, davon nicht mehr loszukommen und alles andere zu vernachlässigen. 1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Glücksspielstörung. Sie spielen an Automaten oder machen Sportwetten, haben dadurch gesundheitliche oder finanzielle Probleme. Bei den 18- bis 25-Jährigen zeigt jeder fünfte eine problematische oder süchtige Nutzung von Gaming, Social Media oder anderen Online-Angeboten. „In die Spielhalle zu gehen, war wie nach Hause kommen“, erzählt Tom. „Man ist nachts hin, hatte vorher Geld bei der Bank geholt und nun diese Glücksgefühle: Man könnte ja was gewinnen.“ „Ich habe meinen Eltern nie erzählt, wie mein Studium wirklich läuft“, sagt Simon. Statt zu studieren, spielte er das Videospiel „League of Legends“. Im Studium war er isoliert und einsam, online aber von anderen anerkannt: „Ich habe nichts anderes mehr gemacht.“ (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 20.08.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 06.09.2026 ZDF
  • Folge 222 (30 Min.)
    Jaqueline (32), (l.) übernimmt mit 24 Jahren das Sorgerecht für ihre zwölf Jahre jüngere Schwester Caithlen (20), (r.).
    Jacqueline ist 24, als sie ihre zwölf Jahre alte Schwester Caithlen zu sich holt und das Sorgerecht erstreitet. Was die Mutter zu Lebzeiten versäumt hat, fehlt jetzt in der Persönlichkeitsbildung. Jacqueline übernimmt Verantwortung für Caithlen, wo ihre Mutter die Fürsorge schuldig blieb. Die Schwestern erzählen aus jeweils ihrer Sicht von Vernachlässigung, Enttäuschung und Sehnsucht – und davon, wie sie zwischen Verletzung und Vergebung ihren eigenen Weg suchen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 11.09.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 13.09.2026 ZDF
  • Folge 223 (25 Min.)
    „37°Leben“ begleitet Jannis (r.) auf seinem Weg in die Therapie. Gemeinsam mit Psychotherapeut Daniel Wagner (l.) wagt er den Schritt und setzt sich in den Sitzungen mit seinem negativen Selbstbild auseinander. Er lernt, sich selbst mehr zu akzeptieren.
    Jannis (23) lebt mit der Angst, wegen seines Aussehens negativ bewertet zu werden. Der Blick in den Spiegel kostet ihn an manchen Tagen viel Überwindung. Das will er in einer Therapie ändern. Als Schüler wurde er wegen seines Gewichts gehänselt und ausgegrenzt. Über mehrere Jahre nahm er stark ab und treibt seitdem intensiv Sport. Trotzdem kämpft er mit seinem Selbstbild: Wenn er heute in den Spiegel schaut, sieht er immer noch den Jannis von früher. „37°Leben“ begleitet den Lehramtsstudenten aus Wolfenbüttel, der nebenher im Irish Pub jobbt und sich vorstellen kann, auch als Schauspieler zu arbeiten, auf seinem Weg in die Therapie. Gemeinsam mit Psychotherapeut Daniel Wagner wagt Jannis den Schritt und setzt sich in den Sitzungen mit seinem negativen Selbstbild auseinander. Er lernt, sich selbst mehr zu akzeptieren. Die Geschichte von Jannis ist die dritte Folge von „37°Leben: Facing Fear“. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 20.09.2026 ZDF
  • Folge 224 (30 Min.)
    Hang (33) entscheidet sich bewusst dafür, in Ostdeutschland zu leben – auch wenn sie dort rassistische Erfahrungen macht.
    Sie haben die DDR nie erlebt und doch spüren sie: Ostdeutsche Wurzeln prägen. Siska, 27, und Hang, 33, fühlen sich wohl in ihrer Heimat, gleichzeitig suchen sie nach ihrer Identität. Siska stammt aus einem kleinen Dorf im Erzgebirge. Erst als Studentin in Freiburg (Breisgau) wird ihr bewusst: „Ja, ich bin ostdeutsch, anders als meine Kommilitoninnen.“ Deshalb will sie Brücken bauen – auch durch die Initiative „Wir sind der Osten“. Hang, 33, nennt Dresden ihre Heimat. Dort wächst sie auf, arbeitet heute als Fremdsprachenlehrerin. Als Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter wusste sie lange nicht, wer sie ist: Deutsche, Vietnamesin oder Viet-Deutsche? Keine der drei Kulturen schien zu passen. Im Film begibt sie sich auf Spurensuche, fährt nach Radebeul, wo ihre Eltern 1987 ankamen. Sie weiß: „Mein Leben ist gut und hier in Dresden“ – ohne altes Rollendenken, ohne Unterordnung der Frau unter den Mann. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 25.09.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 27.09.2026 ZDF
  • Folge 225 (30 Min.)
    Luisa (31) aus Leipzig muss als alleinerziehende Mutter und Lieferfahrerin jeden Monat rechnen.
    Luisa (31) aus Leipzig muss als alleinerziehende Mutter und Lieferfahrerin jeden Monat rechnen. Yuna (23) aus Frankfurt arbeitet als Pflegekraft plus Nebenjob. Beide sind knapp bei Kasse. Luisa hat zwei Söhne und versucht, mit ihrem Geld bis zum Monatsende durchzukommen. Yuna arbeitet in der Kinderklinik, jobbt zusätzlich und engagiert sich gewerkschaftlich. Beide geben alles – doch für Miete, Schulden und Lebensmittel reicht ihr Einkommen kaum. Luisa und ihre kleine Familie sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Ihre beiden Kinder benötigen besondere Unterstützung. Der familiäre Alltag ist eng getaktet: Schule, Kita, Therapien, Jugendamt, Familienhilfe – und dazwischen die Arbeit auf dem Fahrrad, um finanziell über Wasser zu bleiben. Yuna arbeitet auf der Kinderstation der Uniklinik Frankfurt am Main. Neben ihrem Drei-Schicht-System jobbt sie zusätzlich in einem Escape Room. Gleichzeitig engagiert sie sich gewerkschaftlich und kämpft für bessere Bedingungen in der Pflege. Das Leben und Wohnen in der Großstadt ist teuer, hinzu kommen Schulden, die sie abstottern muss. Wenn sie mit Freunden ausgeht, bezahlen oft die anderen. Zwei Frauen, zwei unterschiedliche Lebenssituationen – und eine gemeinsame Erfahrung: Arbeit allein schützt nicht vor existenziellen Nöten. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 01.10.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 04.10.2026 ZDF
  • Folge 226 (30 Min.)
    2024 gerät Schirin (31) in eine finanzielle Schieflage und muss ihren Geschenkeladen bei Dresden schließen. Dank Familie und Stammkunden schafft die Geschäftsfrau den Neustart. Ihr Vater und ein Anwalt unterstützen sie beim Schuldenabbau. Zum Leben bleiben Schirin zurzeit monatlich nur 1.000 Euro.
    Zwischen Unternehmer-Mut und harter Realität: Zwei junge Selbstständige wagen alles – mit hohen Schulden, Millioneninvestitionen und einer ungewissen Zukunft. Lohnt sich die Aufopferung? Schirin (31) hat knapp 100.000 Euro Schulden und kämpft mit ihrem Laden ums Überleben im Einzelhandel. Milchbauer Tim (24) investiert eine Million Euro in seinen neuen Stall. Zwei junge Selbstständige zwischen Hoffnung, Verzicht und schwerer Belastungsprobe. Schon 2024 stand Schirins Selbstständigkeit vor dem Aus: Die Geschäftsfrau gerät in eine finanzielle Schieflage und muss ihren Geschenkeladen bei Dresden schließen. Dank Familie und Stammkunden schafft sie den Neustart. Ihr Vater und ein Anwalt unterstützen sie beim Schuldenabbau. Zum Leben bleiben Schirin zurzeit monatlich nur 1.000 Euro. Tim betreibt mit seinen Eltern und seiner Freundin Tia bei Oldenburg einen Milchviehbetrieb. Doch damit alle vom Milchgeld leben können, braucht die Familie mehr Vieh und einen neuen Stall. Nach vier Jahren Planung ist der nun fertig, doch ob sich die enorme Arbeit rentiert, ist angesichts komplizierter Bürokratie und unberechenbarer Marktbedingungen ungewiss. Die „37°Leben“-Reportage zeigt, wie Schirin und Tim diesem Druck die Stirn bieten und was sie dabei emotional und mental durchmachen und wie die Menschen, die zu ihnen halten, sie dabei unterstützen. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 01.10.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 11.10.2026 ZDF
  • Folge 227 (25 Min.)
    Juliane (34) (M.) mit Tochter Leni (l.) und ihrem Mann Christoph (r.) beim Spielen am Hochbeet.
    Juliane wurde in der Schule jahrelang gedemütigt, Nils über Jahre gemobbt. Beide tragen die Folgen bis heute. Wie lebt man mit einer Vergangenheit, die sich nicht abschütteln lässt? Juliane arbeitet heute als Erzieherin und leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing. Nils ist Bilanzbuchhalter und lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Nach Jahren des Schweigens suchen beide nach Wegen zurück zu Vertrauen und Selbstwertgefühl. Juliane (34) wird von der Einschulung bis zur 9. Klasse in Süddeutschland von Mitschülerinnen und Mitschülern beleidigt, ausgegrenzt und körperlich angegangen. Die Lehrkräfte seien nicht eingeschritten, sagt sie. Eine Lehrerin zerreißt vor der ganzen Klasse ihr gemaltes Tigerbild. „Das ist viel zu hässlich, um draußen aufgehängt zu werden“, sei die Begründung gewesen. Ihre Eltern glauben ihr und suchen das Gespräch mit der Schule, ein Wechsel ist trotzdem nicht möglich. Heute ist Juliane Erzieherin, leitet ein Präventionsprogramm gegen Mobbing und versucht, Kindern das zu geben, was ihr selbst fehlte. Der Film begleitet sie im Alltag mit ihrem Mann, ihrer Tochter Leni und ihrer Mutter – und bei ihrem großen Hobby: Als Mitglied eines historischen Vereins fühlt sich Juliane auf Renaissance-Festen in historischen Gewändern besonders wohl. Nils (34) wird ab seinem 13. Lebensjahr über Jahre ausgegrenzt, gedemütigt und schließlich Opfer körperlicher Gewalt. Auf einer Hausparty wird er von mehreren Personen angegriffen, seine Nase bricht. Die Folgen dieser Zeit reichen bis in sein heutiges Leben: Nils lebt mit einer posttraumatischen Belastungsstörung, Panikattacken und tiefem Misstrauen gegenüber anderen Menschen. Mehrere stationäre Klinikaufenthalte und eine beginnende Therapie markieren für ihn einen Wendepunkt. Der Film begleitet Nils unter anderem im Schwimmbad, das ihm hilft, zur Ruhe zu kommen, bei Spaziergängen mit seinem Freund Markus und beim Kegeln in seinem Verein – aber auch an Orten seiner Vergangenheit: der alten Wohnsiedlung, dem Bolzplatz und dem Parkplatz, an dem er einst angegriffen wurde. Juliane und Nils verbindet die Erfahrung, über Jahre nicht geschützt worden zu sein – und der Wunsch, sich ihre Stimme und ihr Selbstwertgefühl zurückzuerobern. Mobbing gilt oft als Schulhofphänomen – dabei reichen seine Folgen häufig weit ins Erwachsenenleben hinein. Rund jede dritte Person in Deutschland gibt an, im Laufe ihres Lebens Mobbing erlebt zu haben. Besonders betroffen sind junge Erwachsene, oft im Übergang von der Ausbildung in den Beruf – der Arbeitsplatz gilt heute als häufigster Tatort. Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen: Wer in der Schulzeit gemobbt wurde, trägt im Erwachsenenalter ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Depressionen, Angststörungen und ein geringes Selbstwertgefühl. Schätzungen zufolge sind zehn bis 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler wiederholt betroffen – die Auswirkungen können noch Jahre nach dem Schulabschluss bestehen. (Text: 3sat)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 16.10.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 18.10.2026 ZDF
  • Folge 228 (30 Min.)
    Die Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Die Muslimin Doha (l.), die Jüdin Lien (2.v.l.), die Christin Laura (3.v.l.), der Atheist Denis (3.v.r.), der Hinduist Saran (2.v.r.) und der Buddhist Titou (r.) leben sechs Tage lang zusammen unter einem Dach – kann das gutgehen?
    Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie? Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse. Ankunft in Bockwitz, Sachsen: Sechs junge Menschen, die sich nie zuvor begegnet sind, beziehen für eine Woche einen Vierseithof auf dem Land. Judentum, Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus und Atheismus unter einem Dach – kann das gutgehen? Atheist Denis und Hindu Saran sind die Ersten, die ankommen, und stehen noch etwas unbeholfen bei Snacks und Getränken im Garten unter der Weide. Für eine erste Überraschung sorgt Muslima Doha: Sie reist nicht allein an, sondern bringt ihren kleinen Sohn mit. Als Lien und Titou dazustoßen, weiß man zunächst gar nicht, wer buddhistisch und wer jüdisch ist. Die Nervosität unter den WG-Mitgliedern weicht mit der Ankunft der evangelischen Frohnatur Laura, die die Runde komplett macht. Doch bevor der Hof bezogen werden kann, muss erst einmal der Weg freigeräumt werden, denn: Ein Meer aus Luftballons, versehen mit Karten, auf denen einschlägige Vorurteile zu Glaube und Religion zu lesen sind, lädt zur ersten hitzigen Diskussion ein. Was ist heiße Luft – und wo steckt Wahrheit drin? Und warum ist da immer dieser eine Elefant, der sich Nahostkonflikt nennt? Beim „ersten Abendmahl“ wird weiter diskutiert: Auf die Teller wurden Fragen geschrieben, zu denen sich die Sechs während des Essens positionieren und über die sie ins Gespräch kommen. Der Abend zeigt: Hier wird noch einiges auf den Tisch kommen. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 25.10.2026 ZDF
  • Folge 229 (30 Min.)
    Im „Teufelskreis“ diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner der Glaubens-WG über Leben, Tod und schwierige ethische Entscheidungen. Besonders die Christin Laura (im Bild) bewegt die Begegnung mit Autorin Hanna Heim, die vom assistierten Suizid ihrer Großeltern erzählt.
    Die erste Nacht ist überstanden, zum Frühstück gibt es Deep Talk. Das Wetter an diesem Tag: grau und regnerisch – ist das ein Omen für die schweren Themen, die anstehen? Die Diskussion im Haus wird jäh unterbrochen, als plötzlich ein Hula-Hoop-Reifen die Treppe herunter poltert, an dem die Frage des Tages befestigt ist: Dürfen wir Gott spielen? Auf dem Dachboden findet der „Teufelskreis“ statt. Darin diskutieren die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner über Folgendes: Sollte der Mensch über sein eigenes Lebensende selbst entscheiden? Ist es ok, wenn sich eine Frau entscheidet, ihre Schwangerschaft abzubrechen? Komplexe Fragen. Einmal steht Denis mit seiner Meinung allein im Kreis der Mitbewohnerinnen und -bewohner. Eine Erfahrung, die der Atheist in der Glaubens-WG noch häufiger machen wird. Meinungen sind verschieden und das ist okay, aber nicht immer leicht zu verdauen. Am Nachmittag kommt die erste Besucherin an: Journalistin und Autorin Hanna Heim liest aus ihrem Buch, in dem sie über den assistierten Suizid ihrer Großeltern schreibt. Das Gespräch bewegt alle – besonders Laura. Und während Lien lieber nicht darüber nachdenken will, wie sie einmal sterben möchte, zeigt sich am Ende dieses Tages vor allem eins: Es gibt Differenzen. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.11.2026 ZDF
  • Folge 230 (30 Min.)
    Liebe, Lust und Leidenschaft sorgen für Gesprächsstoff in der Glaubens-WG. Auch Buddhist Titou diskutiert intensiv mit.
    Nach zwei intensiven Tagen sehnt sich die WG nach etwas Leichtigkeit – und bekommt sie. Mit Sex-Expertin, Autorin und Podcasterin Susanna Bouchain steht plötzlich eine Besucherin im Garten, deren Themen Aufklärung, weibliche Lust und Dating sind. Heute geht es um Liebe, Sex und Partnerschaft. Die Sechs nehmen gemeinsam mit Susanna Datingprofile unter die Lupe und diskutieren, was aus ihrer – auch religiös geprägten – Perspektive ein „Go“ und was ein klares „No no no“ ist. Dabei offenbaren die Sechs viel darüber, welche Art von Partnerschaft sie selbst suchen oder führen. Holy Shit, danach wird es pikant: Susanna trägt Zitate aus den religiösen Schriften vor und die WG muss raten, woher sie stammen. Während Laura beim Thema erstaunlich progressiv ist, ist Doha die Situation manchmal sichtlich unangenehm. Und Titou? Der braucht Abkühlung und macht es sich im Pool bequem. Die Stimmung ist streckenweise ausgelassen, doch spätestens beim Thema „Sex vor der Ehe“ diskutieren sie hitzig – Männer wie Frauen. Was ist, wenn der Ehemann nicht weiß, wo die Klitoris ist? Sind Adam und Eva nicht auch ohne Trauschein „ein Fleisch“ geworden? Am Ende des Tages steht fest: Über kaum etwas lässt sich so ehrlich streiten und so befreiend lachen wie über die intimsten Dinge des Lebens. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 ZDF
  • Folge 231 (27 Min.)
    Im Freibad scheint die Welt noch in Ordnung, doch am Abend öffnet sich die Hölle. Die eindrückliche Installation über die sieben Todsünden geht auch dem Atheisten Denis unter die Haut.
    Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie? Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse. Lien wird heute nicht dabei sein, denn es ist Schabbat. Den anderen hat sie ausführlich erklärt, was der wöchentliche Ruhetag für Jüdinnen und Juden bedeutet – und dass auch das Filmen der Glaubens-WG Arbeit ist. Auch das hat an diesem Tag für sie zu ruhen. Ihre Abwesenheit ist spürbar und wirft in der Gruppe Fragen auf: Wer entscheidet, wie streng jemand seinen Glauben lebt? Und was bedeutet Toleranz wirklich? Dann sorgt der erste Ausflug für die lang ersehnte Flucht vom eigentlich so idyllischen Hof. Nun heißt es Badesachen einpacken, es geht ins Waldbad Colditz. Zwischen Wasserrutsche, Sonnencreme und Pommes genießt die Gruppe eine unbeschwerte Auszeit. Doha präsentiert sich stolz in ihrem Burkini – und merkt schnell, dass sie die einzige vollständig bekleidete Person im ostdeutschen Freibad ist. Die Sechs verbringen einen harmonischen Nachmittag, an dem noch niemand ahnt, was ihnen am Abend bevorsteht. Zurück auf dem Hof, es ist mittlerweile stockdunkel, liegen sechs Taschenlampen und eine geheimnisvolle Notiz parat. Ihr Weg führt die WG in die Scheune. Dort erleben sie eine immersive Installation mit dem Titel „Sieben Minuten in der Hölle“ – eine Interpretation der sieben Todsünden, die sie bildlich erleben, hören und fühlen. Währenddessen setzen sich die Sechs damit auseinander, wie pfleglich der Mensch mit Gottes Schöpfung – also mit seinen Mitmenschen – umgeht. Sichtlich beeindruckt und gefordert diskutiert die Gruppe danach bis in die Nacht: Kann Religion in einer Welt, die permanent zur Maßlosigkeit einlädt, ein Korrektiv sein? Kann der Mensch überhaupt gut sein? (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 ZDF
  • Folge 232 (30 Min.)
    Vorurteile treffen auf echte Begegnungen. Für die Muslimin Doha wird der Tag zu einer Erfahrung, die zeigt, wie viel Offenheit entsteht, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
    Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie? Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse. Was aussieht wie ein Kaffeeklatsch in Großmutters Garten, entpuppt sich schnell als ein ernstes Treffen: Auf der Torte prangt in Glasur ein Satz, der nur schwer verdaulich ist: „Wir sind das Volk. Ihr nicht.“ Es geht um Zugehörigkeit, Ausgrenzung und die Frage, wie viel Wahrheit im Klagelied über den „bösen Osten“ steckt. In der Runde erzählen die Sechs von ihren eigenen Erfahrungen – davon, wie sichtbar oder unsichtbar ihr Glaube im Alltag ist und was das mit ihnen macht. Dann bekommt die WG erneut Besuch: Robert Zillmann, Bürgermeister der Stadt Colditz, lädt zu einer Planwagenfahrt durch seine Heimat ein. Unterwegs spricht er offen über die Spannungsfelder der Region und möchte mit dem Narrativ des problematischen Ostens aufräumen. Ein Zwischenstopp führt die Gruppe in eine evangelische Kirche, wo sie mit der Pfarrerin über Glauben und Religion in Ostdeutschland ins Gespräch kommt. Die Fahrt endet am Heimatturm, wo die Colditzer das 125-jährige Jubiläum feiern. Dort überreicht Bürgermeister Robert Zillmann der WG eine Kiste mit Losen, die die Sechs in Zufallsbegegnungen mit den Menschen am Heimatturm schicken. In diesen Begegnungen werden mal ernste Fragen, mal augenzwinkernde Aufgaben gestellt. Müde, aber glücklich kehrt die Gruppe zurück auf den Hof – mit der Erkenntnis: „Wild Wild Ost“ hat viel zu bieten. Die WG-Zeit neigt sich dem Ende zu, für die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner geht auf dem Hof in Sachsen nur noch einmal die Sonne auf. Doch wird sie, symbolisch gesehen, auch scheinen? (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 22.11.2026 ZDF
  • Folge 233 (30 Min.)
    Die Glaubens-WG lacht ein letztes Mal gemeinsam über sich selbst und ihre Religionen. Für die Jüdin Lien bleibt vor allem die Erinnerung an Menschen, die ihr unerwartet ans Herz gewachsen sind.
    Die preisgekrönte Glaubens-WG geht in die zweite Runde: Sechs junge Menschen, sechs Weltanschauungen, eine WG. Was eint sie diesmal, was trennt sie? Große Lebensfragen, unterschiedliche Glaubenswelten und überraschende Begegnungen: In sechs Folgen diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner über Tod, Trennung, Krieg und Klimakrise. Prominente Gäste sorgen für neue Impulse. Der letzte Tag beginnt entspannt und früh. Die Hoffnung auf einen ruhigen Abschluss währt jedoch nur kurz. Mit Kabarettistin Tereza Hossa steht eine Besucherin vor der Tür, die mit österreichischem Charme durch den Tag führt. Sie präsentiert Witze, Cartoons und Satire rund um Religion, und die Gruppe entscheidet, was lustig ist sowie was und warum es zu weit geht. Die Gespräche sind alles andere als heiter, die Auseinandersetzung bringt die Gruppendynamik ins Wanken. Endet das Experiment doch nicht so gut, wie erhofft? Zum Abschluss steht „Holy Karaoke“ auf dem Programm: Jede und jeder bekommt eine PowerPoint-Präsentation zugeteilt, die eine Religion zum Thema hat, und muss sie mit Herz und vor allem Humor präsentieren – natürlich ist es nicht die eigene, gelebte Religion. Der Clou: Die Sechs sehen den Inhalt der Präsentation erst, als sie vor ihrem Publikum stehen. Die Abschiedsworte der WG-Mitglieder zeigen, wo unerwartete Allianzen entstanden sind und wie emotional die WG-Bewohnerinnen und WG-Bewohner miteinander umgehen – obwohl nicht immer „Friede, Freude, Eierkuchen“ herrschte. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.11.2026 ZDF
  • Folge 234 (25 Min.)
    Max (23) wuchs bei seiner alleinerziehenden Mutter auf und empfand die finanzielle Ungleichheit gegenüber Gleichaltrigen oft als Belastung.
    Max ist 23 und seine Mutter ist alleinerziehend. Jo ist 27 und ihre Eltern sind erfolgreiche Unternehmer. Was bedeutet das Vermögen im Elternhaus für die Kindheit? Für den Lebensweg? „Ich bin nicht mit einem Goldlöffel im Mund geboren“, sagt Max. Er ist Halbwaise, die Familie musste sparen. Für Jo spielte Geld keine solche Rolle: „Es bringt eine große Leichtigkeit in mein Leben, dass ich nie das Gefühl hatte, auf jeden Cent achten zu müssen.“ (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 06.12.2026 ZDF

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