2026 (Folge 203–215)
Phase: Eigentlich alles okay
Folge 203 (30 Min.)
Alina (31) hat nach ihrer Ausbildung noch einmal neu begonnen – sie hat ein Studium angefangen.Bild: Anthony Miller / ZDFDer 30. Geburtstag rückt näher. Für viele ist diese Lebensphase prägend, da sich Entscheidungen endgültiger anfühlen. Sie legen die Richtung für die kommenden Jahre fest. Lisa, Furkan, Jonny, Leonie und Alina sind hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Lebensanschauungen, Wünschen und Sehnsüchten. Erste Pflöcke sind eingeschlagen. Mit Blick auf bereits getroffene Entscheidungen fühlen sie auch Wehmut. Könnte man etwas bereuen? So oder so, richtig oder falsch – ist dann nicht immer noch alles okay? Lisa (30) zieht nach Hamburg.Dort möchte sie endlich ankommen – am liebsten mit Partner. Auch Leonie (27) wagt einen Neustart, und zwar beruflich. Sie organisiert mit einer Freundin Events für Frauen, die neu in die Stadt gezogen sind. Und wie steht es um Furkans (29) gerade gegründete Anwaltskanzlei? Hat er schon eigene Mandanten? Nach Jonnys erster erfolgreicher Tour gilt es, auch erfolgreich zu bleiben. Neue Musik muss her. Für Alina (31) stellen sich nahezu alle Zukunftsfragen neu: Wo will ich leben? Wo will ich arbeiten? Wo ist meine Traumfrau? (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Do. 16.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2026 ZDF Raus aus der Kaufsucht
Folge 204 (30 Min.)Zişan (35) ist kaufsüchtig. Was ihr gefällt, kauft sie auch mehrfach.Bild: ZDF und Marina Rosa WeiglShopping als Trost – Kaufen aus Sucht. Sinem und Zişan erzählen, wie ihr Kaufverhalten zu Scham, Schulden, Panik und Kontrollverlust führte und wie sie schrittweise wieder herausfinden. Studien zufolge gelten etwa fünf Prozent der Deutschen als stark kaufsuchtgefährdet. Der Film zeigt, wie Sinem und Zişan über Jahre in die Abhängigkeit rutschen und für welche Lösungswege sie sich entscheiden, um die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Beleuchtet werden auch die psychischen und sozialen Herausforderungen von Kaufsucht sowie die gesellschaftlichen Hintergründe des Phänomens. (Text: 3sat)Deutsche Streaming-Premiere Fr. 08.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 10.05.2026 ZDF Mut unterm Kreuz: Leben im Kloster
Folge 205 (30 Min.)Das Kloster setzt sich seit seinen Ursprüngen für Bedürftige ein. Täglich, außer sonntags, öffnet die Klosterpforte die Türen für alle, die mittags eine warme Mahlzeit benötigen. Schwester Clara Marie (29) verteilt dort regelmäßig Essen.Bild: ZDF und Anton FelixbergerZwei Ordensmenschen und der gemeinsame Antrieb, aus dem Glauben an Gott Gutes zu tun. Micha und Clara Marie stehen für Katholikinnen und Katholiken, die Verantwortung übernehmen. Die beiden Ordensleute zeigen Haltung und werden dort aktiv, wo die Gesellschaft sie braucht. Micha und Clara Marie gehen neue Wege und wollen so die katholische Kirche ein kleines bisschen verändern. Sie gehen mutig neue Wege und trotzen Widerständen. Schwester Micha (34) möchte in Kassel einen Ort für alle Menschen schaffen, die sich Gott nahe fühlen möchten. Dafür ist sie Teil einer kleinen Gemeinschaft geworden, die es sich zur Aufgabe macht, aus einem alten Pfarrhaus ein ökumenisches Stadtkloster zu errichten – Glaube, Gemeinschaft und gesellschaftliche Fragen sollen hier neu gedacht werden.Schwester Micha hat als nicht-binäre Person in der katholischen Kirche früh erfahren, wie herausfordernd es sein kann, Identität und Glauben miteinander zu verbinden – und setzt sich deshalb heute für die Sichtbarkeit queerer Menschen innerhalb der Kirche ein: „Ich hatte immer das Gefühl, getrennte Leben leben zu müssen. Das will ich für andere ändern.“ Dafür engagiert sich Sr. Micha im Vorstand des Vereins „Out in Church“ und gestaltet Gottesdienste, Workshops und Protestaktionen. Schwester Clara Marie (29) findet ihren Weg im direkten Dienst am Menschen. Im Crescentiakloster in Kaufbeuren ist die Essensausgabe an Bedürftige fester Bestandteil ihres Alltags. Hier begegnet sie Menschen auf Augenhöhe, hört zu, teilt Essen und Zeit. Für sie ist dieser Ort mehr als nur Versorgung – er ist ein Raum der Würde und Gemeinschaft: „Ich spüre eine enge Geschwisterlichkeit zu den Menschen, die zu uns kommen und fühle mich jedes Mal durch die Dankbarkeit der Gäste getragen.“ Ihr Tag strukturiert sich durch die regelmäßigen Gebetszeiten, doch Sr. Clara Marie findet Gott auch außerhalb: „Beim Bouldern und Wandern habe ich eine ganz innige Verbindung zu Gott und frage mich da immer: Was ist mein Halt? Worauf kann ich mich verlassen?“ „37°Leben“ begleitet beide Ordensmenschen in ihrem Alltag zwischen Gebet, Engagement und persönlicher Suche. Der Film zeigt, wie vielfältig das Ordensleben heute sein kann – und was erreicht werden kann, wenn man für andere auf- und einsteht. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 15.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 17.05.2026 ZDF Kann KI Spiritualität?
Folge 206 (27 Min.)Bild: ZDFZwischen Gebet und Meditation wird ein Chatbot für zwei junge Frauen zu einem sehr persönlichen Gegenüber. Mit KI suchen Alice und Maya Trost, Sinn und spirituelle Orientierung im Alltag. Alice spricht mit ihrer KI über Sorgen, Trost und spirituelle Fragen – und sucht Antworten zugleich draußen in der Natur. Maya lebt eine offene Spiritualität und nutzt KI als Spiegel für Sinnfragen – und trifft in einem buddhistischen Zentrum auf andere Zugänge. Alice ist eine junge Frau, die mitten im Leben steht: Sie arbeitet als Fitness-Trainerin, gibt Vollgas, bringt andere in Bewegung und kommt gerade über Körperlichkeit, Rhythmus und Präsenz in einen Zustand, der für sie fast schon etwas Spirituelles hat.Gleichzeitig spricht sie vor allem mit einer KI über Dinge, die sonst oft unausgesprochen bleiben: innere Konflikte, Zweifel, Sehnsucht, Trost, spirituelle Fragen. Sie beschäftigt sich viel mit Religion und Glaube, spürt Gott aber nicht in erster Linie in der Kirche, sondern draußen im Wald, in der Natur, in Bewegung, in den kleinsten Dingen. Dort, wo sie sich mit etwas Größerem verbunden fühlt. Umso spannender ist die Frage, warum ausgerechnet ein Chatfenster für sie zu einem so vertrauten Ort geworden ist. Was findet sie im digitalen Gegenüber, das sie anderswo nicht so leicht bekommt? Maya sucht Spiritualität nicht in festen religiösen Formen, sondern in einer sehr persönlichen Praxis aus Ruhe, Reflexion und bewussten Ritualen. In ihrer „Sein-Zeit“ sitzt sie mit Kaffee in der einen und Handy in der anderen Hand da, lässt Gedanken schweifen, schreibt, reflektiert und nimmt sich bewusst Raum für das, was im Alltag oft untergeht. Die KI ist für sie kein bloßes Tool, sondern ein Gegenüber, mit dem sie Fragen weiterdreht, bis daraus etwas Klareres wird – ein Ort, an dem Gedanken weiterlaufen, sich sortieren und manchmal überhaupt erst greifbar werden. In einem buddhistischen Zentrum trifft diese sehr persönliche Form von Sinnsuche auf Meditation, Gemeinschaft und andere Vorstellungen davon, was spirituelle Tiefe bedeuten kann. Was passiert, wenn Mayas Praxis auf Menschen trifft, die ganz anders auf Spiritualität und KI schauen? Zwischen Kerzenlicht, Kaffeetasse, Wald, Meditation und Chatverlauf entsteht so ein Bild davon, wie selbstverständlich KI heute in sehr persönliche Formen von Glauben, Trost und Sinnsuche hineinreichen kann. Aber was genau suchen Alice und Maya dort – und warum ausgerechnet in einem digitalen Gegenüber? Was kann so ein Gegenüber geben? Und was entsteht nur in echter Begegnung, in Stille oder im Austausch mit anderen? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 24.05.2026 ZDF Mein Körper, mein Kapital: Für die Medizin
Folge 207 (30 Min.)Als Stripper absolviert Leif (34) an vollen Tagen bis zu neun Shows pro Nacht, düst von Klub zu Privathaushalt, zu Eventschiff. Nächte unter Zeitdruck und dabei immer vor Augen, alle Aufträge gut zu schaffen und eine professionelle Show abzuliefern.Bild: ZDF/Konrad WielandtNico (29) und Kristina (30) verdienen Geld mit ihrem Körper: er durch Plasmaspende, sie mit einer Medizinstudie. Für den Körper bedeutet das Strapazen. Warum tun sie sich das dennoch an? An Nicos Arm ist mittlerweile eine Narbe. Trotzdem spendet er zweimal pro Woche Plasma – für ihn ein regelmäßiges Zubrot. Kristina lässt ein neues Medikament in ihren Körper – für viel Geld. Sie sei Hypochonderin, sagt sie. Und doch wagt sie diesen großen Schritt. Nico und Kristina geben ihren Körper her und belasten ihn für etwas Gutes, aber das Hauptargument dabei ist das Geld. Nicos Plasmaspenden sind für ihn ein Zuverdienst, von dem er sich auch schon mal ein Handy geleistet hat.Nico hat viele Wege gefunden, über die er sich etwas Geld dazuverdienen kann. Mit Mystery Shopping, als Lichtdouble oder auch mal als Statist beim Film – er macht viele kleine Gelegenheitsjobs. Seinen Körper möchte er in Zukunft vielleicht sogar noch mehr einsetzen – er überlegt auch, sich als Samenspender zu registrieren. Kristina nimmt an einer medizinischen Studie teil und lässt sich ein neues Medikament intravenös verabreichen. Ihr Körper ist ihr sehr wichtig, sie schaut, dass sie gesund isst und viel Sport macht. Und trotzdem macht sie etwas, vor dem viele zurückschrecken würden: ein Medikament testen, das es so noch gar nicht gibt. Falls das Medikament auf den Markt kommt, kann es vielen Menschen das Leben verbessern. Das spielt für Kristina eine Rolle, aber auch das Geld. Denn Kristina hat Schulden, die sie abbezahlen muss. Das Geld für die Teilnahme an der Studie gibt ihr die Möglichkeit, sich schnell wieder Schönes leisten zu können und nicht alles in die Schuldentilgung zu stecken. Die Geschichten von Nico und Kristina bilden eine Folge des „37°Leben“-Zweiteilers „Mein Körper, mein Kapital“. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 28.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 31.05.2026 ZDF Facing Fear: Krankhaft schüchtern
Folge 208 (27 Min.)Dr. Daniel Wagner ist Psychologischer Psychotherapeut.Bild: ZDF und JANN HOEFERAngst davor zu telefonieren, einzukaufen oder Menschen anzusprechen. Mandy (29) leidet an einer sozialen Phobie. Gemeinsam mit Psychotherapeut Daniel Wagner stellt sie sich ihrer Angst. Mandy wohnt zusammen mit ihrem Freund Lars in Braunschweig. Die Angst davor, unter Menschen zu sein, schränkt sie im Alltag ein und zeigt sich bei ihr auch körperlich: Schwitzige Hände, Herzrasen, ein Kloß im Hals. Oft vermeidet sie deswegen soziale Situationen. Seit drei Jahren ist Mandy mit ihrem Freund Lars zusammen. Sie haben sich in einer Selbsthilfegruppe für Angststörungen kennengelernt. Bei Lars und in ihrem Zuhause fühlt Mandy sich sicher, ohne Angst. Das wünscht sie sich auch für ihren Alltag außerhalb der eigenen vier Wände. In mehreren Therapiesitzungen mit Psychotherapeut Daniel Wagner erlernt sie einen neuen Umgang mit der Angst. (Text: 3sat)Deutsche Streaming-Premiere Do. 11.06.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 14.06.2026 ZDF Facing Fear: Immer in Angst – Immer in Angst
Folge 209 (27 Min.)Dauerhafte Sorgen, Gedanken kreisen, die innere Anspannung reißt kaum ab. Vivien lebt mit einer generalisierten Angststörung.Bild: Jann Höfer / ZDFDauerhafte Sorgen, Gedanken kreisen, die innere Anspannung reißt kaum ab. Vivien (23) lebt mit einer generalisierten Angststörung. Wie findet sie einen Weg aus der Gedankenspirale? Viviens Ängste entstehen schleichend: steigender Leistungsdruck, Abbruch der Ausbildung, Herausforderungen in der Jugend, negative Denkmuster: Immer wieder hat sie Angst, nicht zu genügen. Mit Psychotherapeut Daniel Wagner sucht sie Strategien, besser damit umzugehen. Ihrem Lebensalltag mit WG und Hund sieht man es nicht an – Vivien kann ihre Angststörung gut verstecken. Zwei Klinikaufenthalte hat sie bereits hinter sich, aber die Ängste bleiben.Vivien versucht, weiter an sich zu arbeiten: In der Therapiesitzung mit Psychotherapeut Daniel Wagner reflektieren die beiden, was sie geprägt hat – und wie diese Erfahrungen bis heute nachwirken. Gemeinsam schauen sie auf innere Annahmen und Muster, die ihr Denken und Fühlen beeinflussen. In bestimmten Übungen soll Vivien lernen, sich selbst mit mehr Wohlwollen zu begegnen und ihre Angst anzunehmen, statt gegen sie anzukämpfen. Die Geschichte von Vivien ist die zweite Folge von „37°Leben: Facing Fear“. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 11.06.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 21.06.2026 ZDF Mein Körper, mein Kapital: Nackt für andere
Folge 210 (30 Min.)Leif (34) performt als Stripper, Elia (20) steht Modell beim Aktzeichnen. Was reizt sie, auf diese ungewöhnliche Art mit ihrem Körper Geld zu verdienen und wo ziehen sie die Grenzen? Leif strippt in Clubs oder privat. Für ihn gibt es eine klare Grenze: der Intimbereich ist Tabuzone. Früher fand Elia sich hässlich, auch heute ist er nicht immer zufrieden, wenn er in den Spiegel schaut. Trotzdem arbeitet er als Aktmodell und Schauspieler. Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, mach Pläne. Leif ist durch Zufall in seinen heutigen Traumjob gestolpert. Im Klub bei einer Party sprach ihn der Geschäftsführer an, ob er nicht mal für ihn tanzen wolle.Nur Oberkörperfrei, nichts mehr. Mittlerweile ist da am Ende von Leifs Shows nichts mehr außer einem Tuch vor seinem Unterleib. Als Stripper absolviert er an vollen Tagen bis zu neun Shows pro Nacht, düst von Klub zu Privathaushalt, zu Eventschiff. Nächte unter Zeitdruck und dabei immer vor Augen, alle Aufträge gut zu schaffen und eine professionelle Show abzuliefern. Eine Show mit Regeln: Anfassen ja, aber nicht im Intimbereich. Elia macht sich im Gegensatz dazu komplett nackt – neben seinem Studium als Schauspieler arbeitet er als Aktmodell. Obwohl er immer wieder mit sich und seinem Körper struggelt. Beim Blick in den Spiegel ist er oftmals nicht zufrieden mit seinem Äußeren. Das erste Mal war eine Feuertaufe, mit Panik stieg er nackt auf das Podest, um sich zeichnen zu lassen. Doch das macht Elia aus: Er stellt sich seinen Ängsten, möchte sich immer wieder challengen und Neues ausprobieren. Jetzt macht er ein Casting bei einer Motion-Capturing-Firma. Anhand seiner Körperdaten werden später Computerspielcharaktere erstellt. Wie wird er das Casting meistern? (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Do. 28.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Mo. 29.06.2026 3sat Life Teacher: Was nicht im Lehrplan steht
Folge 211 (25 Min.)Hauptberuflich arbeitet Linnar (33) in der Geschäftsführung eins Start-ups. Regelmäßig unterrichtet er vor seinem Job Schüler als „Life Teacher“ .Bild: ZDF und Jens GyarmatyFallen Schulstunden aus, stehen Life-Teacher bereit. Sie erzählen aus ihrem Alltag, beantworten Lebensfragen: Wie gründe ich ein Start-up? Wie lege ich Geld an? Wie funktioniert KI? Genau dies wünschte sich Ludwig (28) als er selbst noch Schüler war und gründete 2022 die gemeinnützige Organisation „Life teach us“, die heute 20.000 Freiwillige und 600 Schulen in Deutschland koordiniert – unter dem Motto: Bei Anruf Einsatz. Zu ihnen gehört auch Linnar (33), junger Vater und Gründer. Er spricht in der Reprotagereihe „37°Leben“ über seine beruflichen Anfänge bei einem Lieferservice, die Unternehmensgründung mit Freunden und wie es sich anfühlt, heute mehr als 100 Mitarbeitende zu führen. Charlotte (35) ist Juniorprofessorin für KI an der Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Mit ihrem Hund Alwin, der wie eine Katze aussieht, kommt sie Schülern und Schülerinnen nah, erklärt Datensysteme und ist Vorbild für viele Mädchen, ebenfalls in die Forschung zu gehen. (Text: 3sat)Deutsche TV-Premiere So. 28.06.2026 ZDF Marcant – Auf TikTok gegen Rechts
Folge 212 (30 Min.)Er ist 24 Jahre und erhält täglich Morddrohungen. Marcant geht auf Nazi-Demos. „Verpiss Dich!“, rufen einige dem großen jungen Mann zu, der freundlich, aber bestimmt Fragen stellt. „Warum bist Du stolz auf die weiße Rasse?“, fragt er einen Mann mit „White Race“-Schal. „Wo warst Du beim Holocaust-Gedenktag?“ „Linker Drecksjude, Missgeburt, Schwuchtel“ – Marcant wird beschimpft. Aber auch ausgezeichnet: mit der Theodor-Heuss-Medaille 2026. Mit seinen Videos auf TikTok und YouTube erreicht Marcant Millionen Menschen.„Mit Nazis redet man nicht, das mag vor zehn Jahren gestimmt haben“, sagt er. „Heute reden die Nazis in Parlamenten, ihre Reden im Internet erreichen hunderttausende Follower.“ Er will ein Gegengewicht sein. Rund 500 Menschen haben ihm inzwischen geschrieben, dass sie auch wegen seiner Videos mit der Naziszene gebrochen haben und ausgestiegen sind. „Es gibt wenige Todeslisten, auf denen ich nicht stehe“, sagt er. Der Reporter Max Neidlinger hat Marcant für „37°Leben“ bei seiner Arbeit begleitet. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 ZDF Challenge Hausbau – Voller Einsatz
Folge 213 (30 Min.)Es braucht Mut und Tatkraft, um als junge Familie ein eigenes Haus zu bauen. Zwei Paare und eine alleinerziehende Mutter zeigen, wie es geht – mit viel Eigenleistung und kleinem Budget. Mit vollem Einsatz sanieren Sabrina und Micky ein Einfamilienhaus aus den 1960ern. Louise und Johannes gestalten ein Wohnprojekt in einer ehemaligen Schule. Lisa ackert für das große Glück im Tiny House. Sie erleben ein Jahr voller Herausforderungen. „37°Leben“ erzählt über einen Zeitraum von 14 Monaten seriell drei Geschichten und drei Wege zum eigenen Zuhause. Bis zum Einzug stehen Familie und Beziehung, Finanzierung und Zeitplan immer wieder auf dem Prüfstand.Sabrina (33) und Micky (36), Eltern mit Tochter Emma (5), haben in der Eifel ein leerstehendes Haus aus den 1960er Jahren gekauft. Die beiden wollen in 85 Prozent Eigenleistung mit Hilfe der ganzen Familie, vor allem Vater und Onkel, das Haus umbauen. Auch befreundete Handwerker packen mit an. Ein befreundeter Architekt hat die Pläne für die Sanierung erstellt. Micky ist gelernter Dachdecker und handwerklich geschickt – er entkernt und reißt erst das Alte ein, bevor Neues entstehen kann. Böse Überraschungen drohen dabei an jedem Tag auf der Baustelle. Johannes (31) und Louise (31) haben von vielen Wohnformen geträumt. Aufs Land zu ziehen, konnten sich die beiden Großstädter aus Berlin lange nicht vorstellen. Nun leben sie in Zehdenick mitten in Brandenburg und gestalten ein Wohnprojekt für sich und andere. Das Konzept entstand gemeinsam mit ihren engsten Freunden. Zu viert haben sie die leerstehende Schule entdeckt und bauen nun mit der Unterstützung einer Genossenschaft das Gebäude um. Entstehen sollen 19 bezahlbare Wohnungen. Ein Co-Working-Space existiert bereits und ein kulturelles Zentrum für die Bewohner der Stadt ist im Aufbau. Spannend wird es, weil endlich – nach zwei Jahren Wartezeit – die Bauarbeiten beginnen. Lisa (31) aus Hemer im Sauerland muss zunächst das Grundstück urbar machen, um dann ein Tiny-House darauf stellen zu können. Auch sie ist handwerklich geschickt, will mit Hilfe von Freunden das 80 qm Holzhaus in Eigenleistung aufbauen. Der Zeitplan für sich und ihre Tochter Luna (8) ist eng getaktet. Sie wartet auf die bestellten Bauteile des Tiny Houses vor Einbruch des Winters, aber da geht schon bei der Anlieferung etwas schief! (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 ZDF Challenge Hausbau – Überraschungen inklusive
Folge 214 (30 Min.)Zum Projekt gehören außerdem ein Coworking-Space in der ehemaligen Mensa und die Nutzung der Turnhalle für die Allgemeinheit.Bild: ZDF und Jens GyarmatyBauarbeiten gehen voran, Familienkonstellationen ändern sich, Zeitpläne geraten durcheinander. Der Dreiteiler „Challenge Hausbau“ begleitet über ein Jahr drei Familien bei ihren Projekten. Lisa hat den Schock der verzögerten Anlieferung verarbeitet. Jetzt droht der Winter, sie ist Tag und Nacht auf der Baustelle. Louise und Johannes stoßen an ihre Belastungsgrenzen. Sabrina hat Angst um Micky, er ist erschöpft. Und: Sabrina ist wieder schwanger. „37°Leben“ erzählt über einen Zeitraum von 14 Monaten seriell drei Geschichten und drei Wege zum eigenen Zuhause.Bis zum Einzug stehen Familie und Beziehung, Finanzierung und Zeitplan immer wieder auf dem Prüfstand. Es braucht viel Fantasie, sich während der Abbrucharbeiten die ehemaligen Klassenzimmer als Wohnungen vorzustellen. Doch Louise (31) und Johannes (31) sind zuversichtlich und froh, da sich die Genossenschaft um den Baufortschritt kümmert. Die Vorfreude, als Mieter ein neues Zuhause zu gestalten und mit Louises Vater unter einem Dach zu leben, wächst. Gleichzeitig wachsen auch ihre Aufgaben. Es geht darum, die bereits bestehende Gemeinschaft zu stärken und das Leben in Zehdenick zu gestalten. Louise engagiert sich in der Politik, beide organisieren sie „Kennenlerntage“, um neue Mitbewohnerinnen und Mitbewohner zu finden. Dabei verändert sich das Miteinander. Aus ihren Freunden und Mitgründern werden nun Kollegen – eine herausfordernde Situation. Lisa (32), die gelernte Sicherheitstechnikerin, hat zur Vorbereitung eigens ein paar Tage bei der „Tiny House“-Firma hospitiert, um fit zu sein für die Arbeiten mit Holz und das Zusammensetzen der Bauteile. Sie hat in ihrem neuen Nachbarn Guido einen Unterstützer und tatkräftigen Helfer gefunden. Sie sind jetzt täglich zusammen auf der Baustelle. Bahnt sich da mehr an als gute Nachbarschaft? Sabrinas und Mickys Finanzierung steht auf verschiedenen Säulen: Micky (37), der Berufssoldat und gelernte Dachdecker, ist in jeder freien Minute auf der Baustelle. Sabrina (34), Verwaltungsbeamtin im Hauptberuf, arbeitet an Wochenenden regelmäßig in einer Tankstelle, die Tochter wird von den Großeltern versorgt. Sabrina ist die „Finanzministerin“ in der Familie und hilft, wo sie kann auf der Baustelle mit. Sie stemmt Wände weg, mörtelt Stahlträger, bohrt Löcher für Steckdosen. Micky ist stolz, was seine Frau auf der Baustelle leistet. Doch im Laufe des Jahres muss sie kürzertreten, sie ist schwanger. Micky und Sabrina freuen sich auf ihren Nachwuchs, doch was bedeutet das für ihren ursprünglichen Pläne? (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere So. 19.07.2026 ZDF Challenge Hausbau – Fast geschafft! – Fast geschafft
Folge 215 (25 Min.)Trotz der anstrengenden Arbeit im Projekt verlieren die beiden ihre Beziehung nicht aus den Augen.Bild: Jens Gyarmaty / ZDFDer Weg zum eigenen bezahlbaren Zuhause war nicht einfach und hat den drei Familien viel abverlangt. Doch sie stehen kurz vor dem Ziel und blicken auf ein anstrengendes Jahr zurück. Bei den Häusern sieht man die Fortschritte. Micky und Sabrina wollen im September einziehen. Sie sind jetzt zu viert. Lisas Tiny House soll im Herbst fertig sein. Johannes und Louise freuen sich auf das Leben in der Gemeinschaft, der Einzug ist erst für 2027 geplant. „37°Leben“ erzählt über einen Zeitraum von 14 Monaten seriell drei Geschichten und drei Wege zum eigenen Zuhause. Bis zum Einzug stehen Familie und Beziehung, Finanzierung und Zeitplan immer wieder auf dem Prüfstand.Bei Louise (32) und Johannes (32) sind die Bauarbeiten zwar noch im Gange, doch aus den Räumen der alten Schule in Zehdenick sind längst Wohnungen geworden. Auch ihre eigene Bleibe unterm Dach ist fast fertig. Doch ihr Leben gleicht emotional einer Achterbahnfahrt. Neben der Freude über die gut funktionierende Hausgemeinschaft und neue beruflichen Aufgaben, hinterlassen auch schmerzliche Ereignisse ihre Spuren. So wird Louises Vater – anders als geplant – nicht in eine der Wohnungen einziehen können und der Rückzug ihrer engsten Wegbegleiter wirft einiges durcheinander. Lisa (32) ist die bekannteste Bauherrin in ihrer Heimatstadt Hemer. Zeitungen berichten über das Holzhaus auf Stelzen, Nachbarn sind neugierig. Das Interesse an ihrem Tiny House freut sie. Wegen der allgemein steigenden Kosten muss Lisa sparen und ursprüngliche Pläne an ihre finanziellen Möglichkeiten anpassen. Die Beziehung zu Guido, ihrem Nachbarn, hat sich weiterentwickelt. Er wird sein großes Haus, in dem er bislang allein wohnte, vermieten und mit Lisa und Tochter Luna ins Tiny House einziehen. Das aber ursprünglich nur für zwei Personen geplant war. Es bleibt spannend, wie die drei sich einrichten in den 80 Quadratmetern. Micky und Sabrinas Familienzuwachs Luna ist gesund auf die Welt gekommen. Sabrina ist schon wieder fit und ganz ungeduldig, endlich wieder auf der Baustelle mitarbeiten zu können. Die beiden möchten zu Schulbeginn der älteren Tochter Emma ins Haus einziehen, damit sie am neuen Wohnort die Grundschule besuchen kann. Sabrina (34) ist noch im Mutterschutz, Micky (37) hat zwei Monate Elternzeit genommen und ist jetzt Tag und Nacht auf der Baustelle. Der Endspurt kostet ihn seine letzten Kräfte. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere So. 26.07.2026 ZDF
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