2026
Das Wochenbett – Glückshormone und Albträume
Folge 189 (27 Min.)
Familie mit Neugeborenem im Tragebuch: „Der gehört jetzt einfach dazu. Das ist genau perfekt so.“Bild: katharina reber / ZDFDas Wochenbett ist ein Ausnahmezustand. Ein Säugling hat seinen eigenen Rhythmus. Mütter brauchen Zeit. Manche Pläne – schnell wieder zur Arbeit, zur Normalität – scheitern daran. Luisa (33) wird zum ersten Mal Mutter. Sie zieht fürs Wochenbett zu ihren Eltern. So hat sie Ruhe und Unterstützung. Ihr Mann ist selbständig und kann sich nicht frei nehmen. Jacqui (33) bekommt ihr zweites Kind. Ihre Sorge: Kann sie beiden Kindern gerecht werden? Das Filmteam begleitet die beiden Frauen von der Zeit vor der Geburt in die Wochen danach. Manche Erwartungen werden nicht erfüllt. Etwa die Idee, direkt nach der Geburt wieder allein den Alltag zu stemmen, während der Vater arbeiten geht. Und auch die Hormone lassen sich nicht kontrollieren: Glücksgefühle nicht, Ängste auch nicht immer. (Text: ZDF)Deutsche Streaming-Premiere Fr. 02.01.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 04.01.2026 ZDF Project Why – wofür das alles? – Tiefpunkt und Neustart – Leben nach der Krise
Folge 190 (27 Min.)Timo zeigt Frank sein neues Reich – am Bodensee will er nun neu anfangen und nach seinem Abenteuer Weltreise nun wieder zu sich finden.Bild: ZDF und Alexander Stoll, DrivebetaWas, wenn ein Schicksalsschlag oder innere Leere alles infrage stellen, eine Sinnkrise uns zwingt, innezuhalten?Frank Seibert fragt, wie ein Zusammenbruch zu einem Neuanfang führen kann. Ein schwerer Fahrradunfall reißt Zarah (29) aus ihrem Lebensalltag. Wochenlang ist unklar, ob sie je wieder laufen kann. Timo (33) spürt eine wachsende Unzufriedenheit im sicheren Job und durchgetakteten Leben, die in einer Depression gipfelt. Wie geht es weiter? Der abrupte Stillstand wird für Zarah zum Wendepunkt – sie hinterfragt ihr gesamtes Leben und richtet es neu aus: Sie kündigt ihren Job, ihre Beziehung endet, sie schließt neue Freundschaften und praktiziert unter anderem Shibari. Zarah findet eine neue Freiheit und lernt ihre Gefühle für die eigenen Bedürfnisse besser kennen. Auch Timo kündigt seinen Job, er verkauft all seinen Besitz, um auf eine zweieinhalbjährige Fahrradweltreise zu gehen. Doch schon während seiner langen Reise erkennt er, dass er vor seiner Unzufriedenheit und einer Depression nicht davonradeln kann. Die eigentliche Konfrontation beginnt erst, als er aufhört, sich zu bewegen, und tief in sich geht. Der Philosoph Christian Uhle erklärt, warum eine Krise kein persönlicher Defekt ist, sondern einen herausfordernden „Realitätscheck“ inspirieren kann. Reporter Frank Seibert tauscht sich mit ihm zu dieser Frage aus und begleitet Zarah und Timo auf ihrer Suche nach einem Weg, aus ihren Krisensituationen Kraft zu schöpfen und ihr Leben neu auszurichten. Damit startet er seine Spurensuche, die der Frage nachgeht, was ein erfülltes Leben für die Generationen Y und Z heute bedeutet – in einer Zeit, in der klassische Meilensteine wie Hausbau, Familie und Karriereleiter ihre Bedeutung verlieren. Frank Seibert ist Reporter und spricht seit vielen Jahren vor der Kamera und dem Mikrofon mit Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen, immer auf der Suche nach Antworten – zum Beispiel für „Die Frage“ von funk oder „ARD Wissen“. Vor allem interessiert ihn, wieso Menschen tun, was sie tun, wieso sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben – oder wie bestimmte Erlebnisse sie geprägt haben. „37° Leben: Tiefpunkt und Neustart – Leben nach der Krise“ ist die erste Folge der Reihe „PROJECT WHY – wofür das alles?“. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 11.01.2026 ZDF Project Why – wofür das alles? – Wahl- oder Kernfamilie – was uns zusammenhält
Folge 191 (27 Min.)Frank (l.) trifft auch den Philosophen und Autor Christian Uhle (r.), mit dem er über Lebenssinnsuche in der Gen Y und Z spricht.Bild: Benjamin Kahlmeyer, Drivebeta / ZDFWo finden wir Halt, wo gehören wir dazu? Für viele gilt: in der Familie. Frank Seibert fragt: Was ist Familie? Und was passiert, wenn unser Hafen zerbricht oder wir Familie neu erfinden? Kenny (32) ist Witwer und alleinerziehender Vater von zwei kleinen Söhnen. Familie allein zu leben, bringt ihn täglich an seine Grenzen. Ida (27) hat eine Wahlfamilie aus Partner, Partnerperson, Freunden, Freundinnen und Mutter. Ein einzigartiges Commitment. Für Kenny bedeutet Familie, die eigenen Bedürfnisse vollkommen zurückzustellen und bedingungslos für seine Söhne da zu sein. Seine Partnerin und Mutter der beiden Kinder ist gestorben – sein Weg wurde vom Schicksal bestimmt; in der Verantwortung für seine Kinder findet er eine tiefe Erfüllung in seinem Leben.Ida und ihre „Framily“ schreiben die Regeln des Zusammenlebens selbst. Ihr selbst geschaffenes Modell bietet emotionalen Halt, stößt aber an rechtliche Grenzen. Was prägt das Leben in der Wahlfamilie? Der Philosoph Christian Uhle erklärt, warum ein sinnerfülltes Leben nicht immer ein glückliches sein muss und wie die Verantwortung für andere unserem Leben eine neue Bedeutung geben kann. Reporter Frank Seibert spricht mit ihm darüber und begleitet Kenny sowie Ida mit ihren Familien und sucht nach Antworten auf die Frage, was Gemeinschaft im Kern ausmacht und zusammenhält – und wie ein sinnerfülltes Leben in einer Wahl- und einer Kernfamilie aussehen kann. Frank Seibert ist Reporter und spricht seit vielen Jahren vor der Kamera und dem Mikrofon mit Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen immer auf der Suche nach Antworten – zum Beispiel für „Die Frage“ von funk oder „ARD Wissen“. Vor allem interessiert ihn, wieso Menschen tun, was sie tun, wieso sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben – oder wie sie Erlebnisse geprägt haben. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 18.01.2026 ZDF Project Why – wofür das alles? – Karriere vs. Leben – wofür wir arbeiten
Folge 192 (27 Min.)Gemeinsam mit Frank überlegt Nadine: Wie kann Arbeit sinnstiftend sein? Ist es der gesellschaftliche Mehrwert, der zählt? Oder die Wertschätzung, die uns antreibt. So viel ist klar: Nur im Hamsterrad leben – das ist für Nadine keine Option.Bild: Susanne Erler, Drivebeta / ZDFMehr als ein Viertel unserer Lebenszeit arbeiten wir. Erfüllt oder quält uns der Job? Frank Seibert fragt, wie wir Arbeit heute sinnerfüllt gestalten und welche Bedeutung wir ihr beimessen. Nadine (32) wird Ende 2024 plötzlich gekündigt. Erst ist sie gekränkt – warum sie? Dann realisiert sie, ihr Job hat sie sowieso nicht erfüllt. Und jetzt? David (28) hat ein Unternehmen gegründet, zeitweise arbeitet er 70 Stunden pro Woche. Warum macht er das? Für Nadine ist die plötzliche Kündigung zunächst ein Schock, dann aber bald auch eine Chance.Sie thematisiert die Arbeitslosigkeit auf ihren Social-Media-Kanälen mit humorvollen Videos und trifft damit schnell einen Nerv. Mit ihrem Content möchte sie sich langfristig selbstständig machen – und so aus der Arbeitslosigkeit wieder herausfinden. Mit einem Job, der ihr Freunde macht. David hat den Traum vieler verwirklicht: finanzielle Unabhängigkeit durch ein eigenes Unternehmen. Sein Hauptantrieb: „Impact“, wie er es nennt – er will Menschen durch seine Karriereberatung helfen und weiterbringen. Doch dahinter verbirgt sich auch ein tieferes Bedürfnis nach Sicherheit, dass mit dem Tod seines Vaters zusammenhängt. Reporter Frank Seibert begleitet Nadine und David auf ihrer Suche und fragt nach, was erfüllte Arbeit sowie Erfolg für junge Menschen heute wirklich bedeutet. Und er trifft den Philosophen Christian Uhle. Für ihn ist Arbeit dann sinnvoll, wenn wir das Gefühl haben, uns mit unserer eigenen Individualität einbringen zu können und sie einen Mehrwert für andere bietet. Frank Seibert geht der Frage nach: Was ist erfüllte Arbeit im Spannungsfeld von Leidenschaft und Leistungsdruck heute? Frank Seibert ist Reporter und spricht seit vielen Jahren vor der Kamera und dem Mikrofon mit Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen, immer auf der Suche nach Antworten – zum Beispiel für „Die Frage“ von funk oder „ARD Wissen“. Vor allem interessiert ihn, wieso Menschen tun, was sie tun, wieso sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben – oder wie bestimmte Erlebnisse sie geprägt haben. „37°Leben: Karriere vs. Leben – wofür wir arbeiten“ ist die dritte Folge der Reihe „Project Why – wofür das alles?“. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 ZDF Zu früh erwachsen
Folge 193 (27 Min.)Rubina (24) ist mit dreizehn von Zuhause ausgezogen.Bild: ZDF und Svenja TrierscheidZwei Frauen mit ähnlichem Schicksal: Rubina lebte Jahre in Jugendhilfeeinrichtungen. Iva fällt gerade aus der Jugendhilfe heraus. Beide wollen fortan auf eigenen Beinen stehen. Rubina erzählt, wie abrupt sich der Ausstieg anfühlte und wie schwer es ist, ohne familiären Rückhalt Stabilität zu finden. Iva geht gerade den Schritt aus der Jugendhilfe – mitten zwischen Elternhaus, Studium, Ämtern und der Frage, wohin sie ziehen wird. Rubina lebt heute allein und spricht offen darüber, wie sehr sie die Jahre in der Jugendhilfe geprägt haben und wie herausfordernd es ist, sich ohne stabiles Umfeld ein eigenes Leben aufzubauen. Iva versucht parallel, ihren Übergang zu organisieren: Sie wohnt vorübergehend wieder bei ihren Eltern und kämpft sich durch Formulare, Termine und ihre psychische Belastung, während sie hofft, bald einen neuen Wohnplatz zu bekommen und wirklich ankommen zu können.Beide eint der Wunsch nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung – und die Erfahrung, dass Erwachsenwerden für Careleaver kein fließender Prozess ist, sondern ein mühsamer Weg voller Unsicherheiten. Ihre Geschichten zeigen, wie viel Kraft es braucht, sich ein Zuhause zu schaffen, wenn man es nie wirklich hatte. Zwei Frauen mit ähnlichem Schicksal: Rubina, die nach Jahren in verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen versucht, Fuß zu fassen und Iva, die gerade aus der Jugendhilfe herausfällt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.01.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 ZDF KI und Therapie?
Folge 194 (27 Min.)Madeline leidet unter Emetophobie, der panischen Angst vor dem Erbrechen. Bei beginnender Panikattacke sucht sie schnelle Rückversicherung in einer künstlichen Stimme; KI ist für sie ein niedrigschwelliger Rettungsanker.Bild: Markus Haist / ZDFImmer mehr Menschen wenden sich an KI-basierte Chatbots, um Angst, Überforderung oder emotionale Not zu bewältigen. Kann KI auch Therapie? Wie kann sie helfen, und wo sind die Grenzen? Chatbots können Entlastung bieten: als erste Anlaufstelle, als strukturierende Hilfe, als Begleiter zwischen Therapiesitzungen. Gleichzeitig ist klar, dass sie kein Ersatz für professionelle Hilfe sind, aber ein teils nützliches Tool im psychischen Gesundheitsalltag. Madeline leidet unter Emetophobie, der panischen Angst vor dem Erbrechen. Wenn sich eine Panikattacke anbahnt, sucht sie schnelle Rückversicherung – und findet sie in einer künstlichen Stimme.„Ich brauche eine ruhige Stimme, die mich da rausholt“, sagt sie. Für Madeline ist KI kein Ersatz für Therapie, aber ein niedrigschwelliger Rettungsanker in akuten Momenten. Liam lebt mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Seine Gefühlswelt ist intensiv, manchmal überwältigend. KI nutzt er, um seine Emotionen besser einzuordnen. Die Technologie wird für ihn zum Spiegel, der hilft, Muster zu erkennen. Was für ihn zählt: Die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen – ohne Scham, ohne Stigma. Für Alischa, eine Person mit Autismus und zusätzlicher Diagnose ADHS, hingegen funktioniert die beratende Kommunikation der KI nicht so wie gewünscht. „Die Art, wie sie mir helfen will, erreicht mich nicht“, sagt sie. Und doch nutzt sie den Chatbot täglich – als strukturierenden Life-Coach, der ihren Alltag erleichtert. Was für andere Therapie ist, wird für sie zu einem Werkzeug, das Ordnung in eine reizüberflutete Welt bringt. Eingeordnet werden diese persönlichen Geschichten von Prof. Dr. Harald Baumeister, Experte für Psychologie und Technologie an der Universität Ulm. Er beleuchtet Chancen und Risiken: Was kann KI heute tatsächlich leisten? Wo stößt sie unweigerlich an Grenzen? Wie verändert sich unsere Vorstellung von psychischer Unterstützung, wenn 24/7 ein digitales Gegenüber bereitsteht? Und welche Rolle spielen Privacy und der Umgang mit Daten? KI wächst rasant – und mit ihr die Frage, wie verantwortungsvoll wir diese neuen Möglichkeiten nutzen. „37°Leben: KI und Therapie?“ erzählt von Menschen, die mutig neue Wege gehen – und von einer Technologie, die gerade erst beginnt, unsere seelische Gesundheit mitzugestalten. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.02.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 ZDF Gefangen im Kopf: Leben mit Zwangsstörung
Folge 195 (27 Min.)Tamino (r.) tritt mit einem Messer vor seinen Vater (l.), um seine Zwangsgedanken zu mindern.Bild: Jürgen Thelen / ZDFZwangsstörungen bestimmen jeden Schritt und jeden Gedanken im Alltag, ohne dass man das von außen erkennt. Zwei junge Menschen kämpfen darum, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Der 26-jährige Tamino ist seit Jahren von dem Gedanken besessen, seinem Vater etwas anzutun. Die 24-jährige Phoebe hat einen Putzzwang. Jede Abweichung von der Ordnung in der Wohnung ist für sie kaum auszuhalten. In der Therapie lernen sie, ihre Zwänge loszulassen. Der Film begleitet Tamino an Orte, an denen seine Zwänge entstanden sind und bis heute getriggert werden: auf dem Schulweg, auf dem Fußballplatz seiner Kindheit, in seinem familiären Umfeld.Ein zentraler Moment ist eine Expositionsübung, der sich Tamino gemeinsam mit seinem Vater stellt. Dabei spricht er die Bilder aus, die ihn immer wieder heimsuchen – und nimmt ihnen Schritt für Schritt ihre Macht. Eine Übung, die für beide eine emotional große Herausforderung ist, die von Taminos Therapeutin aber empfohlen wird. Einen weiteren Zugang findet Tamino über Musik: In selbst geschriebenen Rap-Texten verarbeitet er seine Zwangsgedanken und macht das Unsichtbare hörbar. Wie wird sein Vater bei einem Auftritt reagieren, wenn er hört, wie Tamino seine Dämonen beschreibt? Ordnung und Sauberkeit geben Phoebe das Gefühl von Kontrolle in einem Leben, das früh von traumatischen Erfahrungen geprägt wurde. In ihrer Wohnung hat jedes Teil seinen festen Platz. Sobald ihre Zwillinge schlafen, beginnt für Phoebe ein stundenlanges Zwangsritual – oft bis zur völligen Erschöpfung. Der Film zeigt, wie sehr ihr Alltag von ihren Zwängen bestimmt ist. Ihre Familie versucht zu unterstützen, Halt zu geben und Räume zu schaffen, in denen Phoebe langsam lernen kann, Kontrolle abzugeben – doch die Hoffnung, dass sich Phoebes Zustand verbessert, schwindet langsam. (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 08.03.2026 ZDF Jung, krank, in Rente
Folge 196 (27 Min.)Für Lena Brune (29) ist ihr Job als Operationstechnische Assistentin viel mehr als nur Brötchenerwerb, doch die wiederkehrenden Taubheitsgefühle in den Armen sind mehr als nur eine Überlastungserscheinung der langen Operationen. Bei Lena wird Multiple Sklerose diagnostiziert, eine unheilbare Autoimmunerkrankung. Als sie arbeitsunfähig wird, bricht für Lena eine Welt zusammen, die zwar durch die Erwerbsminderungsrente finanziell abgefedert wird, aber Lena verliert ihre Tagesstruktur und einen Teil ihrer Identität. Doch Lena kämpft. Sie will arbeiten.Bild: ZDF und Matthias MartinezLena geht mit Mitte 20 in Rente. Fabian mit Anfang 30. Beide nicht freiwillig: Sie sind schwer krank. Nun kämpfen sie darum, gesund zu werden – und das Rentnerdasein hinter sich zu lassen. Lena arbeitete als Assistentin im OP, ihr Traumberuf. Das taube Gefühl in ihren Armen schiebt sie auf Verspannungen. Doch es ist Multiple Sklerose. Fabian arbeitete im Management einer Hochschule. Nach einer Coronainfektion wird bei ihm ME/CFS festgestellt. Lena (29) arbeitete in Duisburg, Fabian (34) in Bonn. Beide beziehen wegen ihrer Krankheit Erwerbsminderungsrente.Aber was, wenn es wieder besser geht? Zunächst kann davon bei Fabian keine Rede sein. Er verliert durch die Krankheit die Fähigkeit, sich zu bewegen und zu sprechen, ist ans Bett gefesselt. Erst nach monatelangem Training schafft er es, eine Minute auf der Bettkante zu sitzen. Zwei Jahre dauert es, bis er aus eigener Kraft wieder das Haus verlassen kann. Lena stürzt es in eine tiefe Krise, nicht mehr arbeiten zu können. „Der schlimmste Tag meines Lebens war nicht die Diagnose, sondern der Tag, an dem ich meinen Spind im Krankenhaus ausräumen musste.“ Lena ist berufsunfähig. „Als herauskam, dass ich nicht mehr arbeiten kann, dass noch nicht mal mehr eine Umschulung möglich ist, habe ich mich unnütz gefühlt. Unnütz und unbrauchbar.“ Fabian will nach einem langen Trainingsprogramm nun wieder zurück in seinen Beruf. Lena beginnt, auf TikTok ihre Geschichte zu erzählen. Die vielen positiven Reaktionen helfen ihr. Auch dank eines neuen Medikaments findet sie die Kraft, sich um ihre pflegebedürftige Mutter zu kümmern. Und hat sogar einen Job in Aussicht. Rentner zu bleiben: Das ist für beide keine Option. (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 15.03.2026 ZDF Leben nach der Gewalt
Folge 197 (25 Min.)Markus (32) wurde in Wuppertal von einer Gruppe alkoholisierter junger Männer zusammengeschlagen. Er erlitt schwerste Kopfverletzungen.Bild: ZDF und Ben KnabeImmer wieder werden Menschen Opfer unerwarteter, grundloser Gewalt. Ein Schutz ist nicht möglich. Wie lebt man damit weiter? Markus (32) wird nachts an einer Tankstelle in Wuppertal von einer Gruppe berauschter Jugendlicher halb totgeschlagen. Annabelle (33) wird in Mainz nach einem Stadtfest von einer halb vollen Bierflasche schwer verletzt, die ein Mann in ihre Gruppe wirft. Das Glas der auf sie geworfenen Bierflasche durchtrennt Annabelles Sehne, acht Wochen kann sie nicht laufen. Trotz OP, Reha und Physiotherapie hat sie bis heute chronische Schmerzen. Weil die selbstständige Friseurmeisterin das dauernde Stehen nicht mehr aushält, löst sie ihren Laden auf.Inzwischen arbeitet sie an der Oper Frankfurt nebenbei als Schauspielerin – in Rollen, die sie physisch bewältigen kann. Sie sagt: „Es hat sich in meinem Leben seit der Tat wirklich alles verändert.“ Die Jugendlichen schlugen Markus zu Bode, traten auf seinen Kopf ein. Beide Kiefer sind gebrochen, zehn Tage lang kann er nichts sehen, fast wäre er dauerhaft erblindet. Markus ist klar geworden, dass er an der Wuppertaler Tankstelle genauso gut hätte sterben können. Er hat beschlossen, sein Leben neu aufzustellen. Inzwischen hat er sich mit einem Tattoostudio selbstständig gemacht. Und geheiratet. (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 20.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 22.03.2026 ZDF Kirche ersteigern, Hof retten, Leben im Umbau
Folge 198 (27 Min.)Ein ungewohnter Anblick: Handstand auf dem Altar – wenn eine alte Kirche zum kreativen Raum wird.Bild: ZDF und ifageZwei Paare ziehen zusammen und kaufen sich Mammutprojekte: eine ehemalige Kirche, einen sanierungsbedürftigen Hof. All-in, kaum Puffer, kein Plan B. Eine Entscheidung, die alles verändert. Kat und Kiljan ersteigern eine Kirche im Harz – und machen daraus einen Ort für Akrobatik. Julia und Max sanieren einen Hof von 1866, der voller DDR-Geschichte steckt. Ein Leben zwischen Stadt und Land, Vergangenheit und Zukunft, Einheimischwerden und Baustelle. Bei Kat und Kiljan beginnt alles mit einer Mail mitten in der Nacht: Ein Auktionshaus teilt mit, dass ihnen nun eine Kirche gehört.In diesem Moment liegen sie in ihrem Van in Serbien – wie zwei Nomaden reisen sie von einem Akrobatik-Festival zum nächsten. Das ändert sich jetzt radikal. Plötzlich ist da ein riesiger Raum, der ihnen gehört – ihr erstes gemeinsames Zuhause ohne Räder. Bisher war ihr Leben geprägt von Einfachheit und Freiheit. Doch nun haben sie eine neue Vision: Die leere Kirche soll wieder mit Leben gefüllt werden, sie soll ein Ort für Akrobatik, Kultur und Gemeinschaft werden. Die Herausforderungen sind groß: Was, wenn das Geld knapp wird oder Schimmel im Gemäuer lauert? Was, wenn die riesige Kirche zum Klotz am Bein wird? Während die ersten Workshops laufen, wird die Kirche zur Daueraufgabe, der Kalender ist voll. Bringen Kat und Kiljan die Kraft und Lebensenergie auf, um dranzubleiben und durchzuhalten? Julia und Max leben noch im Übergang. Sie fahren hin, arbeiten, bauen, fahren zurück, schlafen, und schon geht es wieder hin. Bisher sanieren sie ihren neuen alten Hof in Eigenarbeit. Julia ist noch mitten im Studium, hat gerade ihr erstes Staatsexamen geschafft – eigentlich ein Moment zum Durchatmen. Stattdessen steht sie im Staub, voller Ideen, ungeduldig, reißt Wände ein. Max dagegen ist die Ruhe in Person, hält die Linie. Aber dieser Hof ist kein kleines Wochenendprojekt. Wann wird aus dem Pendeln ein echtes Ankommen? Und was, wenn das Geld, die Geduld oder die Leichtigkeit kippt, bevor der Traum Wirklichkeit wird? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 27.03.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 ZDF Die Kraft des Neuanfangs
Folge 199 (27 Min.)Bild: 3satJerusalem ist der Ort, um den die Bibel kreist, die Stätte der Kreuzigung und der Auferstehung. Aber auch der Ort des Alten Testaments und der Thora der Juden in der Jerusalem „Zion“ heißt. Hannah (26), Theologin und Archäologin, beschreibt Jerusalem als „Ort permanenter Gleichzeitigkeit, so schön, dass es kaum auszuhalten ist“. Josef, junger Jude aus Stuttgart, hilft als Freiwilliger in einem israelischen Hospital. Er sucht in Jerusalem seine Identität. Hannah (26) studiert in Tübingen Theologie und biblische Archäologie.Sie verbringt ihr Studienjahr in Jerusalem. Das Fernsehteam begleitet sie zur Grabeskirche, den Ort, an dem die Frauen am Ostersonntag das Grab leer fanden, wie die Bibel erzählt. Sie reist nach Emmaus Nicopolis, den Ort, der viele Christen zum Osterspaziergang motiviert, bei dem nach dem Lukasevangelium der auferstandene Jesus zwei Jüngern begegnete. Und die Reportage zeigt sie bei Grabungen in Galiläa, in den Dörfern, in denen der Wanderprediger Jesus sein Leben lang wirkte. Hannah hat keinen klassischen Bildungsweg hinter sich. Nach dem Hauptschulabschluss erkämpfte sie sich ihr Abitur. Josef (19) ist ein Jude aus Stuttgart. Er verbringt ein Freiwilligenjahr in Jerusalem. Im Alynhospital betreut er Menschen mit Atemproblemen, Muskelschwund und teilweiser Lähmung. Besonders eng arbeitet er mit Mohammed, einem Patienten im Rollstuhl. Josef lebt nur wenige Kilometer von Yad Vashem entfernt, er ist oft bei Familienangehörigen, erlebt mit ihnen in der Altstadt Jerusalems das pulsierende Leben des Shuk, bevor der Sabbat beginnt. Josef wollte Israel nicht nur besuchen, sondern wirklich erleben. Erfahrungen mit Antisemitismus in Deutschland haben sein Bedürfnis verstärkt, sich mit seiner jüdischen Identität und Israel auseinanderzusetzen. Eine Reihe enger Freundinnen und Freunden von Hannah und Josef eröffnet weitere Horizonte: wie Daniel, ein evangelischer Christ und Freund von Josef. Oder Rebecca, eine deutsche Jüdin, die sich in Israel freier fühlt als in Berlin. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 03.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 ZDF Männer unterm Messer – Schönheit für ein neues Ich
Folge 200 (25 Min.)Paul Gressenberger unterzieht sich bereits seiner zweiten Nasen-OP und hofft damit, endlich wieder Zufriedenheit und Glück empfinden zu können. Die erste OP vor einem Jahr sollte eigentlich die Belohnung für eine bestandene Facharztprüfung sein, doch Paul war mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden: „Nasenspitze zu weit nach oben rotiert“ – so nennt das der Fachmann. Der Laie würde sagen: Stubsnase. Gelingt die Korrektur?Bild: Felix Kost / ZDFDas Selbstbewusstsein von Paul und Marlon leidet unter ihrem Aussehen. Eine Schönheitsoperation soll das Selbstvertrauen stärken. Beide erhoffen sich Vorteile in Beruf und Privatleben. Die Zahl der Schönheits-OPs in Deutschland hat sich seit 2010 verdreifacht. 2024 waren es mehr als 600.000 Eingriffe. Der Männeranteil liegt bei gut elf Prozent. Ihre Probleme: zu große Nase, Männerbrust, ein undefinierter Bauch und alternde Augenpartien. Für Paul spielt das Thema Schönheit eine große Rolle. Er ist Dermatologe und arbeitet in seiner Praxis auch mit Botox und Fillern.Er achtet sehr auf sein Äußeres, treibt viel Sport und versucht, einen gesunden Lebensstil zu führen. Schönheitsbehandlungen sind für ihn und sein Umfeld Normalität. Seine Höckernase ließ er sich bereits 2024 zum ersten Mal operieren, ist mit dem Ergebnis jedoch nicht zufrieden. Für Paul hat sich das Problem dadurch nur „verschlimmbessert“. Sein Selbstbewusstsein hat stark gelitten. Jetzt lässt er sich ein zweites Mal operieren und hofft auf ein versöhnliches Ende mit dem Thema „Schönheits-OPs“. Er will sich endlich wieder wohlfühlen und gern in den Spiegel schauen. Die Nasen-OP soll den Abschluss eines beruflichen und privaten Umstrukturierungsprozesses bilden. Marlon ist Einzelhandelskaufmann und leidet seit seiner Jugend unter einer Männerbrust. Das „Problem“ liegt in der Familie – auch sein Vater und sein Bruder haben eine Gynäkomastie. Sein Bruder ließ sich das überschüssige Brustgewebe vor knapp zwei Jahren entfernen und dient Marlon als „Vorbild“. Trotz einer Gewichtsabnahme von zehn Kilogramm und regelmäßigem Fitnesstraining ist die Brust unverändert geblieben. Der Zustand ist für ihn frustrierend, belastet seine Psyche und nimmt ihm die Trainingsmotivation. Sogar im T-Shirt ist die Brust zu sehen. Auf Fotos sieht er sich nicht gern. Kommentare von Freunden treffen ihn, denn sein Aussehen ist ihm im Gegensatz zum Großteil seines Umfeldes sehr wichtig. Von der OP erhofft sich Marlon mehr Selbstvertrauen, ein erfüllendes Datingleben und ein besseres Gefühl im Urlaub am Strand. „37°Leben“ begleitet die beiden jungen Männer auf ihrem persönlichen Weg und ist bei den OPs dabei. Kommt es zur Versöhnung mit dem eigenen Ich? (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Fr. 10.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 ZDF Phase – Alles Krise
Folge 201 (30 Min.)Alina (31) sehnt sich nach einer langfristigen Partnerin, doch das Dating gestaltet sich schwierig.Bild: ZDF und Jan PrillwitzIm „37°Leben“-Dreiteiler „PHASE“ geht es um das Lebensgefühl der Endzwanziger – um eine wilde Mischung aus Überforderung, Identitätssuche und dem Gefühl: „Jetzt wirds ernst.“ „Alles Krise“- von dieser Formulierung fühlen sich viele dieser Generation heute angesprochen. Neben ersten Erfolgen und Misserfolgen stehen große Entscheidungen an, begleitet von Unsicherheiten aller Art sowie kleinen großen Krisen. Lisa (30) ist nach mehreren Monaten Zwischenmiete und erfolgloser Wohnungssuche in Innsbruck wieder in ihrer Heimat, einer Kleinstadt in Bayern, gestrandet. Für die selbstständige Synchronsprecherin ist klar: Das ist nur ein Zwischenstopp, aber wo soll es als nächstes für sie hingehen und warum fällt ihr das Ankommen an einem Ort so schwer? Einer, der angekommen scheint, ist Furkan (29).Er lebt schon sein ganzes Leben in Sack bei Fürth. Herausgefordert fühlt er sich dennoch: Nach acht Jahren Jurastudium wird er als erster Akademiker einer türkischen Familie zum Anwalt vereidigt und gründet seine eigene „Wohnzimmerkanzlei“. Den Sprung in die Selbstständigkeit wagt auch Jonny (26). Anfang 2025 war er noch arbeitslos, doch dann geht einer seiner Songs auf TikTok viral. Er nutzt die Chance und startet mit seiner Deutschlandtour durch. In seinen Songs verarbeitet er die „Zwischenphase“, in der sich die Protagonistinnen und Protagonisten der Doku-Reihe gefühlt befinden. Zu ihnen gehört auch Alina (31). Mit 28 hat die gelernte Versicherungskauffrau noch einmal angefangen, soziale Arbeit in Bochum zu studieren. Nun sucht sie Arbeit und zudem ihre Traumfrau. Leonie (27) wurde von heute auf morgen gekündigt. Für die studierte Marketingmanagerin beginnt eine schwierige Phase zwischen Selbstzweifel und der Suche nach einem beruflichen Neuanfang. Selbst nach der 40. Bewerbung gibt sie nicht auf. (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Do. 16.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 ZDF Phase – Überall Druck
Folge 202 (27 Min.)Jonny (26) genießt das Tourleben und freut sich über die emotionale Unterstützung aus seinem Umfeld.Bild: Jan Prillwitz / ZDFDruck ist ein facettenreiches Gefühl. Da ist der Druck, die eigenen Erwartungen und Wünsche zu erfüllen und Ziele zu erreichen. Und da ist der weit größere Druck – nämlich der von außen. Für Jonny, Lisa, Leonie, Furkan und Alina sind damit nicht nur die Familie oder Freunde gemeint, sondern die gesamte Gesellschaft. Kein Wunder, dass sich Druck wie ein Ziehen von allen Seiten anfühlt. Und manchmal fühlt sich diese Überforderung wie eine Krise an. Jonny (26) kennt Druck. Für ihn stand schon lange fest, dass er Musiker werden möchte, aber seine Eltern hatten andere Pläne.Sie wollten, dass er studiert und am besten Lehrer wird. Ihnen zuliebe zieht Jonny sein Studium durch. Doch jetzt folgt er seinem Traum, startet als Musiker durch – mit der existenziellen Sorge, nicht scheitern zu dürfen. Auch Furkan (29) wollte sich und seiner Familie beweisen, dass er das Jurastudium schafft. Jetzt steht er am Anfang seiner Karriere und die Fragen nach Kindern und Hochzeit werden immer lauter. Lisa (30) wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich anzukommen. Seit der Scheidung ihrer Eltern ist sie auf der Suche nach diesem einen Ort. In die Heimat kommt sie gern, besucht ihre Mutter und ihren Vater, der nach einem Schlaganfall im Pflegeheim lebt. Ein Balanceakt zwischen den eigenen Wünschen und gefühlten Verpflichtungen. Auch Leonie (27) kennt dieses Verantwortungsgefühl für ihre Familie. Früh hat sie ihre Mutter verloren und unterstützt seitdem ihren Vater und ihren kleinen Bruder. Alina (31) ist schon lange auf sich allein gestellt, versucht, ihr Leben allein zu meistern. Mit 31 steht sie kurz vor dem Abschluss ihres Bachelorstudiums – doch was macht sie danach? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 16.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 ZDF Phase: Eigentlich alles okay
Folge 203 (30 Min.)Alina (31) hat nach ihrer Ausbildung noch einmal neu begonnen – sie hat ein Studium angefangen.Bild: Anthony Miller / ZDFDer 30. Geburtstag rückt näher. Für viele ist diese Lebensphase prägend, da sich Entscheidungen endgültiger anfühlen. Sie legen die Richtung für die kommenden Jahre fest. Lisa, Furkan, Jonny, Leonie und Alina sind hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Lebensanschauungen, Wünschen und Sehnsüchten. Erste Pflöcke sind eingeschlagen. Mit Blick auf bereits getroffene Entscheidungen fühlen sie auch Wehmut. Könnte man etwas bereuen? So oder so, richtig oder falsch – ist dann nicht immer noch alles okay? Lisa (30) zieht nach Hamburg.Dort möchte sie endlich ankommen – am liebsten mit Partner. Auch Leonie (27) wagt einen Neustart, und zwar beruflich. Sie organisiert mit einer Freundin Events für Frauen, die neu in die Stadt gezogen sind. Und wie steht es um Furkans (29) gerade gegründete Anwaltskanzlei? Hat er schon eigene Mandanten? Nach Jonnys erster erfolgreicher Tour gilt es, auch erfolgreich zu bleiben. Neue Musik muss her. Für Alina (31) stellen sich nahezu alle Zukunftsfragen neu: Wo will ich leben? Wo will ich arbeiten? Wo ist meine Traumfrau? (Text: 3sat) Deutsche Streaming-Premiere Do. 16.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2026 ZDF Raus aus der Kaufsucht
Folge 204 (30 Min.)Zişan (35) ist kaufsüchtig. Was ihr gefällt, kauft sie auch mehrfach.Bild: ZDF und Marina Rosa WeiglShopping als Trost – Kaufen aus Sucht. Sinem und Zişan erzählen, wie ihr Kaufverhalten zu Scham, Schulden, Panik und Kontrollverlust führte und wie sie schrittweise wieder herausfinden. Studien zufolge gelten etwa fünf Prozent der Deutschen als stark kaufsuchtgefährdet. Der Film zeigt, wie Sinem und Zişan über Jahre in die Abhängigkeit rutschen und für welche Lösungswege sie sich entscheiden, um die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Beleuchtet werden auch die psychischen und sozialen Herausforderungen von Kaufsucht sowie die gesellschaftlichen Hintergründe des Phänomens. (Text: 3sat)Deutsche TV-Premiere So. 10.05.2026 ZDF Mut unterm Kreuz: Leben im Kloster
Folge 205 (30 Min.)Das Kloster setzt sich seit seinen Ursprüngen für Bedürftige ein. Täglich, außer sonntags, öffnet die Klosterpforte die Türen für alle, die mittags eine warme Mahlzeit benötigen. Schwester Clara Marie (29) verteilt dort regelmäßig Essen.Bild: ZDF und Anton FelixbergerZwei Ordensmenschen und der gemeinsame Antrieb, aus dem Glauben an Gott Gutes zu tun. Micha und Clara Marie stehen für Katholikinnen und Katholiken, die Verantwortung übernehmen. Die beiden Ordensleute zeigen Haltung und werden dort aktiv, wo die Gesellschaft sie braucht. Micha und Clara Marie gehen neue Wege und wollen so die katholische Kirche ein kleines bisschen verändern. Sie gehen mutig neue Wege und trotzen Widerständen. Schwester Micha (34) möchte in Kassel einen Ort für alle Menschen schaffen, die sich Gott nahe fühlen möchten. Dafür ist sie Teil einer kleinen Gemeinschaft geworden, die es sich zur Aufgabe macht, aus einem alten Pfarrhaus ein ökumenisches Stadtkloster zu errichten – Glaube, Gemeinschaft und gesellschaftliche Fragen sollen hier neu gedacht werden.Schwester Micha hat als nicht-binäre Person in der katholischen Kirche früh erfahren, wie herausfordernd es sein kann, Identität und Glauben miteinander zu verbinden – und setzt sich deshalb heute für die Sichtbarkeit queerer Menschen innerhalb der Kirche ein: „Ich hatte immer das Gefühl, getrennte Leben leben zu müssen. Das will ich für andere ändern.“ Dafür engagiert sich Sr. Micha im Vorstand des Vereins „Out in Church“ und gestaltet Gottesdienste, Workshops und Protestaktionen. Schwester Clara Marie (29) findet ihren Weg im direkten Dienst am Menschen. Im Crescentiakloster in Kaufbeuren ist die Essensausgabe an Bedürftige fester Bestandteil ihres Alltags. Hier begegnet sie Menschen auf Augenhöhe, hört zu, teilt Essen und Zeit. Für sie ist dieser Ort mehr als nur Versorgung – er ist ein Raum der Würde und Gemeinschaft: „Ich spüre eine enge Geschwisterlichkeit zu den Menschen, die zu uns kommen und fühle mich jedes Mal durch die Dankbarkeit der Gäste getragen.“ Ihr Tag strukturiert sich durch die regelmäßigen Gebetszeiten, doch Sr. Clara Marie findet Gott auch außerhalb: „Beim Bouldern und Wandern habe ich eine ganz innige Verbindung zu Gott und frage mich da immer: Was ist mein Halt? Worauf kann ich mich verlassen?“ „37°Leben“ begleitet beide Ordensmenschen in ihrem Alltag zwischen Gebet, Engagement und persönlicher Suche. Der Film zeigt, wie vielfältig das Ordensleben heute sein kann – und was erreicht werden kann, wenn man für andere auf- und einsteht. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 17.05.2026 ZDF Kann KI Spiritualität?
Folge 206 (27 Min.)Bild: ZDFZwischen Gebet und Meditation wird ein Chatbot für zwei junge Frauen zu einem sehr persönlichen Gegenüber. Mit KI suchen Alice und Maya Trost, Sinn und spirituelle Orientierung im Alltag. Alice spricht mit ihrer KI über Sorgen, Trost und spirituelle Fragen – und sucht Antworten zugleich draußen in der Natur. Maya lebt eine offene Spiritualität und nutzt KI als Spiegel für Sinnfragen – und trifft in einem buddhistischen Zentrum auf andere Zugänge. Alice ist eine junge Frau, die mitten im Leben steht: Sie arbeitet als Fitness-Trainerin, gibt Vollgas, bringt andere in Bewegung und kommt gerade über Körperlichkeit, Rhythmus und Präsenz in einen Zustand, der für sie fast schon etwas Spirituelles hat.Gleichzeitig spricht sie vor allem mit einer KI über Dinge, die sonst oft unausgesprochen bleiben: innere Konflikte, Zweifel, Sehnsucht, Trost, spirituelle Fragen. Sie beschäftigt sich viel mit Religion und Glaube, spürt Gott aber nicht in erster Linie in der Kirche, sondern draußen im Wald, in der Natur, in Bewegung, in den kleinsten Dingen. Dort, wo sie sich mit etwas Größerem verbunden fühlt. Umso spannender ist die Frage, warum ausgerechnet ein Chatfenster für sie zu einem so vertrauten Ort geworden ist. Was findet sie im digitalen Gegenüber, das sie anderswo nicht so leicht bekommt? Maya sucht Spiritualität nicht in festen religiösen Formen, sondern in einer sehr persönlichen Praxis aus Ruhe, Reflexion und bewussten Ritualen. In ihrer „Sein-Zeit“ sitzt sie mit Kaffee in der einen und Handy in der anderen Hand da, lässt Gedanken schweifen, schreibt, reflektiert und nimmt sich bewusst Raum für das, was im Alltag oft untergeht. Die KI ist für sie kein bloßes Tool, sondern ein Gegenüber, mit dem sie Fragen weiterdreht, bis daraus etwas Klareres wird – ein Ort, an dem Gedanken weiterlaufen, sich sortieren und manchmal überhaupt erst greifbar werden. In einem buddhistischen Zentrum trifft diese sehr persönliche Form von Sinnsuche auf Meditation, Gemeinschaft und andere Vorstellungen davon, was spirituelle Tiefe bedeuten kann. Was passiert, wenn Mayas Praxis auf Menschen trifft, die ganz anders auf Spiritualität und KI schauen? Zwischen Kerzenlicht, Kaffeetasse, Wald, Meditation und Chatverlauf entsteht so ein Bild davon, wie selbstverständlich KI heute in sehr persönliche Formen von Glauben, Trost und Sinnsuche hineinreichen kann. Aber was genau suchen Alice und Maya dort – und warum ausgerechnet in einem digitalen Gegenüber? Was kann so ein Gegenüber geben? Und was entsteht nur in echter Begegnung, in Stille oder im Austausch mit anderen? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 24.05.2026 ZDF Mein Körper, mein Kapital: Für die Medizin
Folge 207 (30 Min.)Als Stripper absolviert Leif (34) an vollen Tagen bis zu neun Shows pro Nacht, düst von Klub zu Privathaushalt, zu Eventschiff. Nächte unter Zeitdruck und dabei immer vor Augen, alle Aufträge gut zu schaffen und eine professionelle Show abzuliefern.Bild: ZDF/Konrad WielandtNico (29) und Kristina (30) verdienen Geld mit ihrem Körper: er durch Plasmaspende, sie mit einer Medizinstudie. Für den Körper bedeutet das Strapazen. Warum tun sie sich das dennoch an? An Nicos Arm ist mittlerweile eine Narbe. Trotzdem spendet er zweimal pro Woche Plasma – für ihn ein regelmäßiges Zubrot. Kristina lässt ein neues Medikament in ihren Körper – für viel Geld. Sie sei Hypochonderin, sagt sie. Und doch wagt sie diesen großen Schritt. Nico und Kristina geben ihren Körper her und belasten ihn für etwas Gutes, aber das Hauptargument dabei ist das Geld. Nicos Plasmaspenden sind für ihn ein Zuverdienst, von dem er sich auch schon mal ein Handy geleistet hat.Nico hat viele Wege gefunden, über die er sich etwas Geld dazuverdienen kann. Mit Mystery Shopping, als Lichtdouble oder auch mal als Statist beim Film – er macht viele kleine Gelegenheitsjobs. Seinen Körper möchte er in Zukunft vielleicht sogar noch mehr einsetzen – er überlegt auch, sich als Samenspender zu registrieren. Kristina nimmt an einer medizinischen Studie teil und lässt sich ein neues Medikament intravenös verabreichen. Ihr Körper ist ihr sehr wichtig, sie schaut, dass sie gesund isst und viel Sport macht. Und trotzdem macht sie etwas, vor dem viele zurückschrecken würden: ein Medikament testen, das es so noch gar nicht gibt. Falls das Medikament auf den Markt kommt, kann es vielen Menschen das Leben verbessern. Das spielt für Kristina eine Rolle, aber auch das Geld. Denn Kristina hat Schulden, die sie abbezahlen muss. Das Geld für die Teilnahme an der Studie gibt ihr die Möglichkeit, sich schnell wieder Schönes leisten zu können und nicht alles in die Schuldentilgung zu stecken. Die Geschichten von Nico und Kristina bilden eine Folge des „37°Leben“-Zweiteilers „Mein Körper, mein Kapital“. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 31.05.2026 ZDF
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