Zum blauen Bock
    208 Ausgaben
    Deutsche Erstausstrahlung: 03.08.1957 ARD

    Nachdem Otto Höpfner den Blauen Bock seit 1957 moderiert hatte übernahm Heinz Schenk 1966 als „Geschäftsführer“ den Blauen Bock. In den Kulissen einer stilisierten frankfurter Äppelwoi-Schenke traf sich alles, was im Showgeschäft der 60er,-70er-, und 80er Jahre Rang und Namen hatte. Opern-und Operettenstars, Schlagersänger, Schauspieler, Moderatoren, Autoren und, und, und sangen, was Heinz Schenk für sie mehr oder weniger witzig textierte. Hauskomponist und musikalischer Leiter des Blauen Bock war jahrelang der legendäre Franz Grothe. Dieser wurde nach seinem plötzlichen Tod 1982 durch Rolf-Hans Müller ersetzt. Zum ständigen Ensemble gehörten auch die herrliche „Frau Wirtin“ Lia Wöhr sowie der ständig missgelaunte „Oberkellner“ Reno Nonsens, der in von Schenk geschriebenen Texten teilweise köstlich vor sich hin kalauern durfte. Der Blaue Bock wurde 6 mal im Jahr gesendet, immer aus verschiedenen Städten im Sendegebiet des produzierenden Hessischen Rundfunks oder darüber hinaus in ganz Deutschland (z.B. Berlin) oder Österreich (Salzburg) und der Schweiz/Liechtenstein. Die 90 minütigen Shows landeten wegen des großen Erfolges ab Ende 1982 auf dem Hauptabendsendeplatz am Samstagabend um 20.15 Uhr, nachdem die Sendung jahrelang Samstag nachmittags ausgestrahlt wurde. Jede Show endete mit einem von Heinz Schenk sich selbst auf den geschrieben Couplet. Mit einigen dieser zum Teil sehr nachdenklichen Lieder stürmte Schenk sozusagen die Charts und landete sogar in der ZDF-Hitparade („Es ist alles nur geliehen“). Der Blaue Bock schloss im Dezember 1987 mit einer großen Sendung in der Frankfurter Festhalle nach 208 Ausgaben für immer seine Pforten. (Text: Thorsten Laussch)

    Zum blauen Bock auf DVD

    Zum blauen Bock – Community

    User_1171896 am 04.05.2017 21:51: Das kann ich nicht bestätigen
    David_26 am 20.02.2017 22:23: Aktuelle Email von Archivservice des HR: Sehr geehrter Herr ..., vielen Dank für Ihr Schreiben vom ...02.2017 und Ihr Interesse an unserer o. g. Rundfunkproduktion. Ihre Bitte um Überlassung eines Mitschnitts haben wir geprüft und müssen Ihnen leider mitteilen, dass eine Abgabe nicht möglich ist. Musikaufnahmen bzw. –konzerte sind grundsätzlich von der Abgabe ausgeschlossen. Wir bitten für diese Sachlage um Ihr Verständnis. Freundliche Grüße Ihr Archivservice-Team
    test-bild (geb. 1974) am 12.01.2017 22:03: Bei dem ganzen TV-Kult in den Nachtprogrammen sollten neben den Serien, die es ja fast alle auch als DVDs im Handel gibt, auch endlich mal wieder die Shows berücksichtigt und im Original wiederholt werden statt nur in Zusammenschnitten. Der SWR hat es vorbildlich mit den Montagsmalern gemacht, die von der ersten bis zur letzten Folge komplett und chronologisch in der Montagnacht wiederholt worden sind. Ausgenommen natürlich beschädigte Folgen oder welche mit rechtlichen Problemen. Das sollte doch so mit dem Blauen Bock im hr fernsehen ebenfalls möglich sein, der weit weniger Folgen hatte als die Montagsmaler. Von der ersten Ausgabe in schwarz-weiss mit dem Wirt Otto Höpfner bis zur letzten in Farbe mit Heinz Schenk als Gastgeber könnte man genauso alle Ausgaben schön der Reihe nach und vor allem (soweit rechtlich möglich) UNGEKÜRZT einmal in der Woche im Nachtprogramm zeigen. Die Fans wären dankbar und würden es dort finden und den Rest wird es dort nicht stören! Also, bitte nachts mehr von den nicht im Handel erhältlichen Kult-Shows zeigen statt immer die gleichen alten Serien! DANKE!!!
    User_1171896 am 22.05.2016 12:26: Hallo Delfina, schreib einfach mal den HR-Archiv-Service an und gib als Kernpunkt die Stadt Wildeck an und lass dir auflisten welche Shows aus dieser Stadt kamen. zwischen 1972 und 1974 dürften es nicht so viele sein, vielleicht 1 bis 3 Sendungen.
    User_1171896 am 22.05.2016 12:23: Das kann ich nicht bestätigen. Jedenfalls die Karnevals-Sendungen 1982 und 1983 vom Blauen Bock, die immerhin pro Show 120 Minuten dauerte, konnte ich ohne Probleme beim HR-Archiv-Service bestellen. Die Bild und Tonqualität ist überraschend gut.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Volkstümliche Schunkelsendung mit viel Musik, viel Äppelwoi und viel hessischer Atmosphäre.

    Die Sendung lief einmal im Monat am Samstagnachmittag – Premiere war auf der Funkausstellung in Frankfurt – und wurde bis Ende 1965 von Otto Höpfner moderiert. Dann forderte er offenbar eine höhere Gage, als der Hessische Rundfunk zahlen wollte, und wechselte zum ZDF. Die 75. Ausgabe am 15. Januar 1966 moderierte zum ersten Mal Heinz Schenk. Produzent war Martin Jente.

    Die Sendung blieb mit Ausnahme von einigen Samstagabend-Spezialausgaben zu besonderen Anlässen (Karneval) im Nachmittagsprogramm, hatte dort gewaltigen Erfolg und wurde lediglich mal eine Stunde vor- und wieder eine halbe Stunde nach hinten verlegt. Veranstaltungsort war nicht immer Hessen: Wie viele andere Shows tourte die Sendung durch deutsche Hallen. Im Juni 1982 lief Zum Blauen Bock erstmals grundlos als Samstagabendshow um 20.15 Uhr – und die Zuschauerresonanz war auch hier riesig. Für die erste Ausgabe im Abendprogramm habe man sich „eine ganz besondere Stadt ausgesucht“, schmeichelte sich Schenk in seiner Begrüßung beim Saalpublikum ein. Die Sendung kam aus Bad Wimpfen. Nach der Sommerpause ging es noch einmal zurück auf den Nachmittag, doch ab November des gleichen Jahres war der Samstagabend endgültig der feste Platz.

    Zum Blauen Bock bestand im Wesentlichen aus musikalischen Darbietungen der Gäste (hauptsächlich Schlager, volkstümliche Lieder und populäre Klassik), Gesprächen mit ihnen sowie gespielten und gesungenen Sketchen mit Heinz Schenk. Der sang auch mit den unbegabtesten Prominenten Lieder, die er selbst speziell für die Sendung geschrieben hatte und die jeweils gefühlte 285 Strophen lang waren. Die Kulisse stellte eine Sachsenhausener Äppelwoi-Wirtschaft dar, die Zuschauer saßen an entsprechenden Tischen und tranken (beim ausgeschenkten Getränk soll es sich in Wahrheit um Apfelsaft mit Wasser gehandelt haben, was jedoch nicht erklärt, wie für das Saalpublikum die Sendung zu ertragen war).

    Otto Höpfner hatte als Moderator den hemdsärmeligen Wirt gespielt, Heinz Schenk gab den feinen Oberkellner und später den Geschäftsführer im Trachtenanzug, weshalb außer ihm noch eine Bembel-Wirtin eingeführt wurde. Als solche beschenkte Lia Wöhr die Gäste mit Bembeln, den Gefäßen, aus denen der Äppelwoi getrunken wurde. Den Kellner spielte Reno Nonsens. Schenk war außer Moderator auch Autor der Show, schrieb Texte und Drehbuch. 1983 wollte der HR der Äppelwoi-Wirtin Wöhr eine hübsche „Wirtstochter“ als Assistentin zur Seite zu stellen, um die Sendung für jugendliche Zuschauer interessanter zu machen. Schenk lehnte ab.

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