unvollständige Folgenliste (alphabetisch) (Seite 55)

  • Wir sind seit Jahrzehnten gewohnt, dass in der globalisierten Konsumgesellschaft alles reibungslos funktioniert. Doch das ist seit Beginn der Corona-Krise überhaupt nicht mehr selbstverständlich. Improvisation und Selbstversorgung war bis jetzt nicht notwendig. Gerade diese beiden „Künste“ waren es, die 1945, am Ende des 2. Weltkrieges, zu den wichtigsten Strategien des Überlebens zählten. Damals meist in die Tat umgesetzt von Frauen. Ob jung oder alt. Es war „Die Zeit der Frauen“. Sie leisteten einen besonders wichtigen, oft vergessenen Anteil am Wiederaufbau. Eine Dokumentation von Andreas Novak (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 10.05.2020 ORF III
  • Auch in Regierungen geht es trotz aller Ernsthaftigkeit teils äußerst familiär zu – und so reichen auch die Beziehungen der Kanzler zu ihren Ministern von engen Freundschaften über angespannte Konkurrenzverhältnisse bis hin zu wahren zwischenmenschlichen Tragödien. Regisseurin Iris Haschek hat die österreichische Politgeschichte durchforstet, um einige prägnante Paarungen in den diversen Regierungskabinetten aufzuspüren – von der jahrzehntelangen Freundschaft zwischen Raab und Figl über das dynamische Verhältnis zwischen Androsch und seinem anfänglichen Förderer Kreisky bis hin zu Schüssel und seinem vorübergehend äußerst populären Finanzminister Grasser. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 10.05.2020 ORF III
  • Hochintelligent, ehrgeizig, unbeugsam – so wird oft der Charakter von Zita, der letzten Kaiserin Österreichs beschrieben. Im Frühjahr 1919 verließ Kaiser Karl I. Österreich und ging gemeinsam mit Kaiserin Zita ins Exil. Die junge Kaiserin hatte die letzten Jahre nicht nur maßgebenden Einfluss auf ihren Ehegatten, sondern lenkte auch aktiv dessen Politik. Sie verweigerte zeitlebens eine Verzichtserklärung auf den österreichischen Thron, unterstützte Karl bei zwei gescheiterten Versuchen, wieder an die Macht zu gelangen und überlebte den unglücklichen letzten Kaiser der Habsburger um Jahrzehnte. Nach über 60 Jahren im Exil kehrte die letzte Kaiserin 1982 wieder nach Österreich zurück. Sieben Jahre später verstarb Zita in der Schweiz und wurde schlussendlich in der Kapuzinergruft in Wien feierlich beerdigt. Der Regisseur Alexander Frohner liefert ein umfassendes Portrait der letzten Kaiserin Österreichs und lässt dabei neben HistorikerInnen auch ihren Sohn, Otto Habsburg-Lothringen zu Wort kommen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 26.03.2022 ORF III
  • Rund 2.800 Kinder und Jugendliche aus Österreich haben den Zweiten Weltkrieg überlebt, weil sie mit einem der so genannten Kindertransporte zwischen November 1938 und September 1939 vor allem nach Großbritannien kamen. Es ist eine in der Geschichte des Zweiten Weltkrieges beispiellose Rettungsaktion. Die zum größten Teil jüdischen Kinder wurden von Pflegefamilien aufgenommen, fanden Arbeit als Dienstmädchen oder in der Landwirtschaft, konnten eine Ausbildung beginnen oder die Schule abschließen. Viele der älteren Burschen meldeten sich freiwillig zum Militärdienst. In der Dokumentation von Uli Jürgens erzählen die Kindertransport-Überlebenden Ilse Melamid, Hans Menasse, Ari Rath und Dora Schimanko ihre Geschichte. Die Eltern wollten wohl nachkommen, schafften es in den meisten Fällen aber nicht. Aus Österreich kamen irgendwann keine Briefe mehr. Viele der Kinder hatten nach Kriegsende niemanden, der auf sie wartete. Woran erinnern sich die heute rund 90-Jährigen? Welche Strategien entwickelten sie, um mit diesem Kindheitstrauma fertig zu werden? Und wie sieht es mit der Aufarbeitung dieses Kapitels in der österreichischen Zeitgeschichte aus? Die Historikerin und ehemalige Leiterin des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes Brigitte Bailer-Galanda und die Psychotherapeutin Anna Wexberg-Kubesch verorten die Schicksale in ihrem geschichtlichen Umfeld. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.11.2016 ORF III
  • Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948 wurde von David Ben Gurion der Staat Israel ausgerufen. Damit ging ein jüdischer Traum in Erfüllung. Rund um diesen Anlass widmet sich die ORFIII-Neuproduktion der jüdischen Auswanderung aus Österreich während des Zweiten Weltkriegs. Die Situation unterschied sich gravierend von anderen Zufluchtsorten wie den USA. Vielen Auswanderern galt Palästina nämlich als „wiedergefundene Heimat“, untrennbar verbunden mit der jüdischen Geschichte und Tradition. Österreicherinnen und Österreicher haben mitgeholfen, den Staat Israel aufzubauen. Sie stellten ihr Wissen und ihr Engagement in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Verfügung: Kultur, Politik, Bildung. Menschen wie Teddy Kollek, Martin Buber oder Ari Rath waren maßgeblich daran beiteiligt Israel zu dem zu machen was es heute ist. (Text: ORF)
  • Der Schauspieler, Kabarettist und Publikumsliebling Erwin Steinhauer erinnert sich in einem ausführlichen Interview an die Zeit seiner Kindheit und Jugend. ORF III widmet sich in dieser neuen Sendereihe den frühen Erinnerungen berühmter Zeitgenossen. 1951 in Wien geboren, erlebt Erwin Steinhauer die 1950er-Jahre mit „Sissi“, Staatsvertrag und Wirtschaftswunder. Steinhauer erzählt Anekdoten aus den „wilden 60ern“ und gewährt Einblicke in die Anfänge seines künstlerischen Schaffens, bis zu seinem Durchbruch als Kabarettist Mitte der 1970er-Jahre. So entsteht neben dem persönlichen auch das Portrait einer Zeit voller gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 31.03.2018 ORF III
  • Peter Resetarits, Jahrgang 1960, erzählt in der neuesten Folge ORF-III-Reihe „Zu meiner Zeit“ von seiner Kindheit und Jugend. Aufgewachsen als Burgenland-Kroate in Wien Floridsdorf, musste der Jüngste der drei Resetarits-Brüder seinen eigenen Weg finden. Ambitionen Schauspieler zu werden, hat er zugunsten eines Jus-Studiums aufgegeben. Als Moderator des Jugendmagazins „Ohne Maulkorb“ kam er mit dem Medium Fernsehen in Kontakt, lange bevor er mit Sendungen wie „Am Schauplatz“ oder „Bürgerforum“ zu einem der bekanntesten Fernsehjournalisten Österreichs wurde. Neben der humorvollen Schilderung persönlicher Erlebnisse zeichnet Resetarits aber auch das Porträt seiner Generation, die nach den „68ern“ kam, und lernen musste, die Herausforderungen ihrer Zeit zu meistern. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 30.11.2019 ORF III
  • Ein Artilleriesoldat und ein Fotograf im Dienste des Kaisers in der Zeit des Ersten Weltkriegs: Leopold Guggenberger und Franz Pachleitner. Beide legen Zeugnis ab vom Alltag an der Kriegsfront. Der eine in seinem Tagebuch, der andere anhand zahlreicher Fotografien. Die beiden Freunde agieren in diesem Krieg mit Leidenschaft, doch am Ende steht Ernüchterung. Der Tod von Leopold Guggenberger bei einem Flugzeugabsturz an der Südfront im Jahr 1918, markiert das Ende der Freundschaft, kurz vor dem Abschluss eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Filmemacher Alfred Ninaus widmet sich in seiner Dokumentation mit opulenten Bildern den Lebensgeschichten der beiden Männer und liefert damit ein packendes, emotionales und sehr persönliches Bild der Ereignisse des Ersten Weltkriegs. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 19.11.2016 ORF III
  • Keine Statistik oder historische Chronik vermag eine so beklemmende Anschauung dieser Besatzungszeit zu geben wie die Berichte der unmittelbar Beteiligten auf beiden Seiten. Es sind Schicksale, wie Millionen sie erfuhren, und zugleich sind sie besonders, einzigartig, eindringlich. Spielfilmregisseur Roman Polanski erzählt im Interview für diesen Film, wie er, der damals knapp zehnjährige Raymond Liebling, im ummauerten jüdischen Wohnbezirk von Krakau Tag für Tag mit Tod und Terror konfrontiert war. Seine Mutter musste Zwangsarbeit auf der Wawel-Burg leisten, wo als deutscher „Generalgouverneur“ Hans Frank residierte. Dessen jüngster Sohn Niklas schildert, wie sein Vater von der Burg herab das Besatzungsgebiet unterjochte, während sich seine Mutter in Begleitung ihres Jungen im jüdischen Ghetto von Krakau günstig mit Pelzen versorgte. In Danzig, wo der Krieg seinen Ausgang nahm, verlor die damals 16-jährige Budzimira Wojtalewicz bereits am ersten Tag ihren Vater, dessen polnischer Patriotismus für ihn das Todesurteil bedeutete. Wenig später verlor sie auch ihr Zuhause. Vom zwangsgeräumten Wohnraum im Besatzungsgebiet profitierten auch Neusiedler wie die Familie von Gustav Hintz. „Wir fühlten uns als Übermenschen, und die Polen waren zu minderwertigen Tätigkeiten da“, erkannte der Bauernsohn bereits als Kind. Marian Sobkowiak, der, als polnischer Widerständler verraten, die Hölle von Folter und Haft durchleben musste, setzt sich heute für Versöhnung zwischen den Nachbarländern ein. Als Verfolgter hatte er erfahren, dass unter den Deutschen auch Regimegegner waren, die ihm das Leben retteten. So zeichnen Menschen aus beiden Ländern, damals durch Welten getrennt, heute gemeinsam ein ebenso facettenreiches wie spannungsgeladenes Bild jener Zeit, die in jeder Hinsicht aus den Fugen geraten war. (Text: ORF)
  • Mit dem Überfall auf Polen begann 1939 der Zweite Weltkrieg. Die zweiteilige Dokumentation, erläutert Vorgeschichte, Verlauf und Hintergründe des Krieges in Polen. Neben beklemmenden Filmaufnahmen vermitteln renommierte Historiker wie Ian Kershaw und ausgewählte Zeitzeugen beider Seiten – darunter Roman Polanski, Andrzej Wajda und Niklas Frank -, welches Leid Krieg und Besatzungszeit für die Betroffenen mit sich brachten. Vor 80 Jahren begann mit dem Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen der schlimmste Krieg der Weltgeschichte. Nicht nur die Militärmacht des zum Gegner erklärten Nachbarlandes sollte zerstört werden, sondern auch die Lebensgrundlage seines Volkes. Am Anfang stand die Lüge, als Hitler am 1. September 1939 den deutschen Überfall mit der Behauptung bemäntelte: „Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen“. Weder war der Angriff ein Akt der Gegenwehr – der Vorwand war von NS-Tätern selbst inszeniert – noch stimmte die Zeitangabe. Schon zuvor hatte die deutsche Luftwaffe ein Flächenbombardement auf eine polnische Kleinstadt begonnen und tötete in drei Angriffswellen über tausend Zivilisten. Es waren die Vorboten eines beispiellosen Vernichtungskrieges. (Text: ORF)
  • Hitlers Wehrmacht benötigte nur vier Wochen um Polen einzunehmen. Ihre Gegner waren den deutschen Truppen nicht nur zahlenmäßig und technisch weit unterlegen, sie verwendeten außerdem ein Prinzip der Kriegsführung, das, das Land völlig unvorbereitet traf – den Blitzkrieg. Essentiell für die Schlagkraft und Schnelligkeit Hitlers Armee waren Panzer und Flugzeuge. Die Elite seiner Truppen bestand aus 6 Panzerdivisionen – entworfen dafür die gegnerische Abwehr zu durchbrechen, die Kommunikation des Feindes abzuschneiden und damit Chaos zu verbreiten. Unterstützt wurden sie von der Luftwaffe, die mit speziellen Sturzkampfflugzeugen als fliegende Artillerie verheerenden Schaden anrichteten. Nach dem unbestreitbaren Erfolg seiner Kriegsführung in Polen, war Hitler erpicht darauf das Prinzip des „Blitzkriegs“ auch gegen seine anderen Feinde einzusetzen. So erklärte er kurz nach der Invasion Polens Frankreich und England den Krieg. Dabei waren die deutschen Truppen sowohl zahlenmäßig als auch technisch eigentlich unterlegen. Nur in der Luft hatte Hitler eine größere Flotte. Doch die alliierten Befehlshaber waren noch nicht mit den strategischen Neuerungen der deutschen Kriegsführung vertraut. Die Kämpfe im Mai 1940 dauerten nur vier Wochen. Danach war die britische Armee aus dem gesamten europäischen Festland vertrieben. Frankreich, vollkommen besiegt, fiel unter deutsche Besatzung. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 19.08.2017 ORF III
  • Als der Zweite Weltkrieg ausbrach begann gleichzeitig ein Wettrennen in der Entwicklung von neuen Waffen und Strategien. Beide, Deutsche wie Alliierte, suchten nach etwas, das den Gegner schnellstmöglich schachmatt setzen und den Krieg beenden würde. Großbritannien und Amerika setzten dabei auf strategisches Bombardement – eine Taktik bei der die Fähigkeit des Feindes zu kämpfen durch zwei Maßnahmen zerstört wird: durch die Vernichtung der gegnerischen Infrastruktur und Schwächung der Zivilmoral. Erreicht wurde dies durch großflächigen Bombenbeschuss. Doch diese Strategie forderte einen schrecklichen Tribut an Menschenleben. Die Deutschen setzten auf eine andere Taktik. Sie sahen im Abschneiden der britischen Versorgungslinien den Schlüssel zum Sieg. Das bedeutete den Krieg auf See auszufechten – also benötigte Hitler eine schlagkräftige Flotte, vor allem aber U-Boote. Der Wettstreit der Technologien, der hier seinen Ausgangspunkt nahm, sollte die Art der Kriegsführung für alle nachkommenden Konflikte revolutionieren. Auf See gelang es den Deutschen mit ihren U-Booten beinahe die britischen Versorgungslinien abzuschneiden. Doch die Entwicklung des Radars und andere technische Neuerungen waren schließlich das Zünglein an der Waage, dass England als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen ließ. Im Luftkrieg stellte man fest, dass strategisches Bombardement nicht die erwünschten Resultate brachte. Obwohl es dabei half den Gegner aufzureiben, war es doch kein ausreichendes Mittel zum Sieg. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 26.08.2017 ORF III
  • Im Frühling 1943 erreichte der Pazifikkrieg einen Wendepunkt. Die Vereinigten Staaten hatten den japanischen Vorstoß stoppen können und gingen nun ihrerseits zu einem doppelfrontigen Angriff über. Einerseits stieß ein Teil der amerikanischen Truppen durch den Dschungel der Salomonen und Neu Guinea vor, während andere von Insel zu Insel sprangen um sich langsam dem Endziel Japan anzunähern. Für dieses Vorgehen musste die amerikanische Navy neue Kriegstechniken erproben. Amphibische Truppen, die sowohl an Land als auch auf dem Meer und in der Luft agieren konnten, wurden eingesetzt. Der japanische Widerstand war jedoch blutig. Die Soldaten des Tenno kämpften bis zum Tod. Die Waffen niederzulegen war keine Option. Nach einem Jahr standen die Amerikaner vor der Wahl, entweder die Philippinen einzunehmen oder ihre gesamte Schlagkraft auf den Vorstoß im Pazifik zu konzentrieren. Die Entscheidung die Philippinen zu befreien führte zu einem brutalen Schlagabtausch zwischen den beiden Armeen, der sich bis zum Kriegsende hinziehen sollte. Diese Taktik war nicht unumstritten. Zwei große Seeschlachten hatten die japanische Kampfkraft in der Luft und im Wasser nahezu eliminiert. Außerdem hatten die amerikanischen U-Boote erfolgreich die japanischen Versorgungslinien abgeschnitten. Viele Stimmen wurden laut, die den Kampf um die Philippinen als sinnlose Ressourcenverschwendung kritisierten. Als ihre Situation immer aussichtsloser wurde, griffen die Japaner auf eine Spezialeinheit ihrer Fliegerabwehr zurück – die Kamikazeflieger. Doch nicht einmal die Selbstmordkommandos, die ihre Maschinen in die amerikanische Seeflotte stürzten, konnten die Niederlage der japanischen Armee abwenden. (Text: ORF)
  • Europa befindet sich nach der Kapitulation der Wehrmacht bereits im Frieden und die Alliierten beginnen mit ihren Vorbereitungen zur Besatzung. Doch im Pazifikraum herrscht noch Krieg. Mithilfe des „Insel-Hüpfens“ schlagen die Amerikaner die japanische Luftwaffe immer weiter zurück und dringen weiter nach Japan vor. Die kaiserlich japanische Kriegsführung ist unwillig zu kapitulieren und setzt den Kampf mit eisernem Willen fort. Als Reaktion auf das beharrliche Verhalten Japans trifft Präsident Harry S. Truman eine fatale Entscheidung. Zum ersten und letzten Mal werden Atombomben im Krieg eingesetzt. Die Bomben“ legen die Großstädte Hiroshima und Nagasaki in Schutt und Asche und hinterlassen über 100.000 Tote. Erst danach ist die kaiserlich japanische Kriegsführung bereit, zu kapitulieren. Vier Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa ist auch in Asien der Frieden eingekehrt und die Weltmächte bereiten sich auf das Wettrüsten im bevorstehenden Kalten Krieg vor. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 16.09.2017 ORF III
  • Als das Jahr 1945 begann, waren die Tage des Dritten Reichs bereits gezählt. Im Westen standen die alliierten Streitkräfte kurz vor dem Ufer des Rheins, im Osten näherte sich die Rote Armee. Die drohende sowjetische Invasion verursachte Panik in Nazideutschland. Mehr als 5 Millionen Deutscher flohen aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen der russischen Soldaten. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt machten sie sich auf den Weg Richtung Westen. Im März überschritten die westlichen Alliierten den Rhein. Ihr Oberbefehlshaber entschloss sich überraschend nicht am Wettlauf nach Berlin teilzunehmen. Die Reichshauptstadt überließ er den Sowjets. Bei ihrem Vormarsch in das Feindesland stießen die alliierten Truppen auf Unbeschreibliches: Konzentrationslager voll halb verhungerten Insassen und achtlos liegengelassener Leichen. Erst mit der Entdeckung der Gaskammern, die von den fliehenden Nazis nicht mehr beseitigt werden konnten, begann man zu verstehen was es mit Hitlers „Endlösung“ wirklich auf sich hatte (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 16.09.2017 ORF III
  • Im Osten ändert sich die Lage für die Wehrmacht. Die sowjetischen Kräfte können größere Fortschritte machen und erobern so Stadt um Stadt zurück. Nachdem sie Stalingrad und Moskau erfolgreich verteidigt und eingenommen haben, drängen sie die Frontlinie immer weiter in den von Hitler benannten „Lebensraum im Osten“ zurück. Von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer wird gekämpft und auf der ganzen Länge stehen sich sechs Millionen Rotarmisten und drei Millionen Wehrmachtssoldaten gegenüber. Die Ostfront ist hart umkämpft und beim Rückzug verfolgt die Wehrmacht eine erprobte Taktik. Nach dem Motto der verbrannten Erde zerstören sie auf ihrem Weg nach Westen Kraftwerke, Brücken und Fabriken und hinterlassen nur Trümmer. Auf ihrem Vormarsch gen Westen befreit die Rote Armee auch das Vernichtungslager Majdanek. Kurz vor dem Rückzug vernichtete die SS alle Dokumente des KZ und verlegte die Insassen weiter nach Westen. Das, was die Rote Armee vorfindet, sind 1000 kranke sowjetische Kriegsgefangene und Asche, aber trotzdem ergibt sich ein erstes Bild über die deutsche Vernichtungspolitik. Überhastet ziehen sich die deutschen Truppen vom Balkan zurück und werden von den sowjetischen Streitkräften weiter verdrängt. Im Süden schreiten bereits die Amerikaner von Italien in Richtung des Deutschen Reichs vor und vom Westen her sind erste alliierte Militäraktionen im Gange. Hitler muss sich nun auf zwei seiner drei Fronten verteidigen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 02.09.2017 ORF III
  • Mit dem Einfall der deutschen Truppen in Polen begann am 1. September 1939 der furchtbarste Krieg der jemals in Europa wüten sollte. Als er 6 Jahre später endete, hatte er über 70 Millionen Menschen das Leben gekostet. Nur 20 Jahre davor feierten Menschen in Großbritannien, Frankreich und den Vereinten Nationen bereits das Ende eines anderen Weltkrieges. Ein weiterer schien nach den Schrecken des ersten unvorstellbar. Der erste Teil der Serie „Der Zweite Weltkrieg in Farbe“ beschäftigt sich mit den Hoffnungen einer ganzen Generation die grausam und schnell ausgelöscht wurden. Durch das politische und wirtschaftliche Chaos das der Erste Weltkrieg hinterlassen hatte, wurde es Diktatoren wie Adolf Hitler in Deutschland, Benito Mussolini in Italien oder ultra-nationalistische Politikern in Japan erst möglich an Einfluss zu gewinnen. Großbritannien, Frankreich und Amerika reagierten auf die ersten Schritte dieser aggressiven Akteure verhalten und unentschlossen. Zunehmend davon überzeugt, dass ihr Handeln keine ernstzunehmenden Konsequenzen nach sich ziehen würde, begannen Hitler und Mussolini auch im spanischen Bürgerkrieg zu intervenieren, und gingen sicher, dass General Francos Militärputsch erfolgreich sein würde. Wieder blieben die USA, Frankreich und Großbritannien tatenlos. Doch als die Deutschen in mehr und mehr Gebiete einfielen, kam endlich die Reaktion der anderen Großmächte. Doch um einen Krieg zu vermeiden war es bereits zu spät (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 19.08.2017 ORF III
  • Ende Juni 1940. Hitler kontrolliert Dänemark, Norwegen, die Niederlande, Belgien und Frankreich. Fast ganz Westeuropa wurde von ihm besiegt oder ist mit ihm verbündet. Nur Großbritannien entging knapp seiner Eingliederung in das Dritte Reich. Ein Großteil der englischen Truppen konnte bei der Schlacht von Dünkirchen der Kriegsgefangenschaft entgehen, doch waren sie zerstreut und demotiviert. Kein ernstzunehmender Gegner für die übermächtige deutsche Kriegsmaschinerie. Aus der Sicht der triumphierenden Deutschen stellte England kein Risiko mehr dar. Die Idee es könnte ausgerechnet von dort aus eine Offensive gestartet werden, die Europa befreien und die Wehrmacht besiegen könnte, wirkte lachhaft. Vielmehr schien es so, als wäre es nur eine Frage der Zeit bis Hitlers Sieg über Europa vollständig sein würde. Damit unterschätzte der Führer seinen Gegner jedoch gewaltig. Mit Winston Churchill hatte die britische Insel ein Staatsoberhaupt das Hitler sowohl in Erfindungsreichtum als auch Zielstrebigkeit das Wasser reichen konnte. Zusätzlich dazu verfügte England immer noch über eine schlagkräftige Kriegsflotte und einige der am weitesten entwickelten Kampfflugzeuge dieser Zeit. Entscheidend für den Ausgang der Kampfhandlungen waren zudem zwei wichtige Entdeckungen der Briten – der Radar und die Entzifferung des deutschen Enigma-Codes. Diese beiden Neuerungen spielten eine gewichtige Rolle in dem Konflikt der als nächstes kommen sollte – der Luftschlacht um England. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 19.08.2017 ORF III
  • Original-TV-Premiere Sa. 16.09.2017 ORF III
  • Italiens Diktator Benito Mussolini träumte davon das Römische Reich wiederauferstehen zu lassen. Mit der Übernahme der, zu dieser Zeit von den Briten kontrollierten Länder Ägypten und dem Sudan, plante er ein koloniales Imperium entstehen zu lassen, gruppiert um das Mittelmeer – dem Herzgewässer Italiens. Im September 1940 stießen seine Truppen nach Ägypten vor und öffneten damit eine gänzlich neue Bühne im Zweiten Weltkrieg. Die Briten waren zahlenmäßig weit unterlegen – für einen Soldat ihrer Majestät marschierten zehn Männer des Duce in das Land am Nil. Mussolini erwartete einen mühelosen Triumph, doch die Engländer hatten andere Pläne. Bald konnten sie die Italiener wieder zurückdrängen. Hitler musste einen seiner fähigsten Generäle, Erwin Rommel, und ein deutsches Afrika-Korps zur Rettung seines Verbündeten schicken. So begann ein Krieg der über zwei Jahre, von einer Seite der Wüste zur anderen schaukelte. Erst durch massive britische und amerikanische Unterstützung konnten die deutsch-italienischen Truppen in Tunesien überwältigt werden. Als die nord-afrikanische Küste von den Alliierten gesichert war, begannen sie mit dem Vorstoß nach Europa. Doch selbst nachdem Mussolini gestürzt war und Italien kapitulierte, hörte Hitler nicht auf Truppen an die mediterrane Front zu senden. Er war sich der tödlichen Gefahr bewusst die diese Schneise in seiner Verteidigung darstellte. Fast zwei Jahre dauerte der zähe Vorstoß der alliierten Truppen. Jeder Kilometer musste der Wehrmacht mühsam abgerungen werden. Doch schließlich gelang, was Hitler befürchtet hatte. Mussolinis koloniales Abendteuer kostete ihm schlussendlich das Leben, verwüstete sein Land und schwächte die Position seines deutschen Verbündeten empfindlich. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 26.08.2017 ORF III
  • Mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor änderte sich das Gesicht des Zweiten Weltkriegs drastisch. Der ursprünglich europäische Konflikt dehnte sich 1941 plötzlich auf den Rest der Welt aus. Die japanischen Befehlshaber wussten, dass sie der amerikanischen Kriegsmaschinerie in einem lang anhaltenden Krieg unterliegen würden. Doch nahmen sie nicht an, dass es soweit kommen würde. Man rechnete damit, dass die USA vor einem langen Konflikt, der eine hohe Zahl an Opfern fordern könnte, zurückschrecken würde. In den folgenden Wochen begannen die japanischen Truppen mit dem Einfall in Südostasien. Aber die Amerikaner reagierten anders als erwartet. Statt eine diplomatische Lösung zu suchen mobilisierten sie sofort ihre gewaltige Streitmacht und gingen zum Angriff über. Die Schlacht um Midway, die weniger als sechs Monate nach Pearl Harbor stattfand, endete mit der Zerstörung von vier der insgesamt sechs japanischen Flugzeugträger. Diese Schlacht war ein Wendepunkt des Krieges, da die, bis dahin, weit überlegene japanische Luftflotte schwerwiegende Verluste einstecken musste. Mit der Landung auf Guadacanal begannen die Alliierten anschließend mit ihrer Offensive. Von diesem Zeitpunkt an reagierten die Japaner nur mehr auf die Vorstöße der Alliierten. Immer tiefer drangen sie in den japanischen Verteidigungsgürtel ein, bis die Armee des Tenno schließlich auf ihre eigene Insel zurückgedrängt werden konnte. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 26.08.2017 ORF III
  • Als „Operation Overlord“ bezeichneten die Alliierten die Landung der Bodentruppen in der Normandie im Juni 1944. Der Operation ging eine ausführliche und äußerst präzise Planung voraus, bei der die Streitkräfte von sechs beteiligten Nationen zu Land, zu Wasser und aus der Luft koordiniert werden mussten, um den „Atlantikwall“ zu brechen. Unter höchster Geheimhaltung schafften es die Alliierten mit geeinten Kräften, am D-Day, dem 6. Juni 1944, an den Stränden der Normandie Fuß zu fassen. Bis zuletzt war die deutsche Führung davon überzeugt, die Alliierten würden weiter nördlich landen und wurde somit Opfer des Alliierten Täuschungsmanövers. Zusätzlich erwarteten die stationierten deutschen Bewacher des Atlantikwalls wegen des unwirtlichen Wetters keinen Angriff. Doch trotz der erfolgreichen Täuschung kam es bei der Landung in der Normandie zu enorm hohen Verlusten. Unter Kugelhagel mussten sich die Soldaten durch die starke Strömung und die brausenden Wellen kämpfen, um den Strand zu erreichen. Ungefähr eineinhalb Millionen Soldaten erreichten in den folgenden Tagen Frankreich über den Seeweg oder über Fallschirme und Flugzeuge und prägten die Namen „Omaha-„ oder „Utah-Beach“. Sie wurden von über 300.000 Wehrmachtssoldaten empfangen, die, obwohl sie von einer Million Soldaten im Hinterland unterstützt wurden, überrumpelt wurden. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 02.09.2017 ORF III
  • Das Unternehmen Barbarossa markiert das Ende des Nichtangriffspaktes zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion. Im Juni 1941 begann der Überfall der deutschen Wehrmacht mit dem Ziel, den Bolschewismus zu vernichten und Lebensraum im Osten für das deutsche Volk zu erobern. Die Planung und die Durchführung des Feldzuges mit Bodentruppen und Luftangriffen sind zu Beginn noch erfolgreich. Die Technologie der Wehrmacht gegenüber dem Gegner im Vorteil. Die von der Sowjetunion besetzten Länder in Osteuropa werden Schlag auf Schlag eingenommen. Doch mit dem Lauf der Jahreszeiten wird es auch für die technisch überlegene Wehrmacht immer schwieriger, militärische Erfolge einzufahren. Schon im Herbst 1941, bei der Schlacht um Moskau versinken die Panzer und Bodentruppen im Morast und ein weiteres Vorankommen ist unmöglich. Ein Jahr später, beim Marsch auf Stalingrad, einer militärisch unbedeutenden Stadt im Kaukasus, kommt der strenge russische Winter der Roten Armee zur Hilfe. Die Deutschen können die Stadt nur schwer verteidigen und erfrieren im Kugelhagel und Granatenbeschuss bis zur Kapitulation (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 26.08.2017 ORF III
  • Im Juni 1944 beginnt die finale Phase des Zweiten Weltkriegs. Mit der Landung der Alliierten in der Normandie und dem Vormarsch von Süden und Osten zieht sich der Ring rund um das Dritte Reich immer weiter zusammen. Im Hochsommer befreien die Amerikaner Paris und schaffen damit eine erste Erleichterung im besetzen Frankreich und in weiterer Folge auch in Belgien. Die Zusammenarbeit der Sowjetunion, den USA, Großbritanniens und Frankreich funktioniert nicht immer problemfrei und speziell die logistischen Herausforderungen verlangen Tag für Tag viel taktisches Geschick ab. Nachdem sich das Blatt für die Alliierten gewendet hat, richtet die Sowjetunion ihre Kriegsziele neu aus. Der Ostblock soll ein Bollwerk zwischen Russland und dem Westen werden und Polen soll eine neue Rolle zugedacht werden. Beim Vormarsch der Roten Armee stoßen die Soldaten immer wieder auf Gefangenenlager und begreifen erst nach und nach die Aufgabe der Konzentrationslager im Generalgouvernement. Bei der Befreiung der KZs treffen sie auf tausende auf Haut und Knochen abgemagerte und verängstigte Gefangene mit leerem Blick. Der Holocaust tritt an Oberfläche und die Gräueltaten des NS-Regimes werden der internationalen Öffentlichkeit in seiner ganzen Tragweite bekannt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 02.09.2017 ORF III
  • Im Frühjahr 1944 bilden die Alliierten unter der Führung der USA und Großbritanniens die mächtigste Streitmacht aller Zeiten. Ihr Ziel ist es, Europa von der deutschen Besatzung zu befreien. Zunächst soll an der nordfranzösischen Küste ein Brückenkopf errichtet werden. Am 6. Juni ist es soweit: Die Invasionstruppen stürmen die Strände der Normandie. Doch wie funktionierte damals ein Schwimmpanzer? Wie schwer war die Ausrüstung der Soldaten? „Der Zweite Weltkrieg – Schlacht um Europa“ gibt Antworten. Die Landung der alliierten Truppen in der Normandie am D-Day ist ein Wendepunkt im Verlauf des Zweiten Weltkriegs. „Operation Neptune“ ist trotz widriger Umstände und hohen Verlusten ein großer militärischer Erfolg. Mit der Landungsoperation zur Befreiung des von Nazi-Deutschland besetzten Frankreichs wird eine „Zweite Front“ errichtet, die den Ausgang des Kriegs entscheidet. Veteranen sowohl der alliierten Armeen als auch der deutschen Wehrmacht berichten aus erster Hand von den Geschehnissen am Landungstag, kommentiert von Historikern und Militärexperten. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 17.07.2021 ORF III

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