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Frisch vom Hof – Bauernmarkt in Niederbayern
45 Min.Am besten, man kauft direkt beim Erzeuger oder am Markt, das garantiert Frische und den Erwerb gesunder Produkte, denkt man. Das ist auch nicht verkehrt. Doch man sollte sich keinen Illusionen hingeben. Landidylle kann man nicht am Markt kaufen. Den alten Bauernhof und traditionelle Produktionsweisen gibt’s nicht mehr. Auch „regionale Produkte“ werden mit modernen Methoden der industriellen Landwirtschaft erzeugt. Gänse und Enten am Weiher, Hühnerhaltung in Kleingruppen oder „glückliche Kühe“ auf der Weide, das alles ist sehr selten. Filmautor Paul Enghofer hat im niederbayerischen Rottal Landwirte und Marktfahrer besucht, die mit unterschiedlichen Strategien unter den heutigen Rahmenbedingungen versuchen, bestmögliche Produkte in ihrer Heimatregion zu erzeugen und sie ab Hof oder vom Marktstand aus zu verkaufen.Dass Markthändler und Hofladenbetreiber einen harten Job haben, dass große wie kleine Betriebe mit vielen Vorschriften zu kämpfen haben, wird in seinem Film deutlich, ebenso, dass es mit Ideenreichtum und hohen Qualitätsansprüchen gelingt, bei den Konsumenten Vertrauen zu schaffen und zu punkten. Im Film werden auch Vorurteile entkräftet und gezeigt, dass Direktvermarkter nicht per se Biobauern sein müssen, um gesunde Lebensmittel zu vertreiben. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere 2012 Bayerisches Fernsehen Gailtaler Kufenstechen
Kirchtag in Hohenthurn. Hohenthurn liegt in Österreich, im unteren Gailtal im Dreiländereck, an der Grenze zu Italien und Slowenien. Florian Kaiser holt seine Noriker-Stute von der Weide, er will beim Kufenstechen ums Kranzl reiten. In den Dörfern des Gailtals zwischen Arnoldstein und dem Pressegger See feiern die Bauernburschen den Kirchtag mit diesem wunderschönen Brauch: dem Gailtaler Kufenstechen. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Mo. 19.08.2019 ORF III Geschichten aus Niederbayern: Erdäpfelsterz und Baunkerl – einfache Kartoffelspeisen
45 Min.Zwetschgenknödel aus dem „Alten Weißbräu“ in Bad Birnbach.Bild: BRDie einfache Küche ist die beste, heißt es oft, und zur einfachen Kost gehören sicher die in Bayern traditionellen Kartoffelgerichte. Es wäre eigentlich nicht viel Aufwand, um etwa saftige „Erdäpfelzelten“, knusprige „Bruckbäum“ und „Baunkerl“, „Gremmeltaler“ oder einen reschen „Sterz“ zu machen. Autor Paul Enghofer hat sich in Niederbayern bei Bäuerinnen, Hausfrauen, bei Hobby- und Profiköch/innen umgesehen, die die Kartoffelgerichte schätzen und wissen, wie der von manchen „gefürchtete“ Kartoffelteig so gelingt, dass daraus süße Strudel oder Zwetschgenknödel werden können. Aber auch einfache Gerichte wie ein „saures Kartoffelgemüse“ oder ein Braten, nur aus Kartoffeln, werden vorgestellt. (Text: BR Fernsehen)Glöcklerlauf im Salzkammergut
In der letzten Raunacht, am 5. Januar treffen sich in Ebensee im Salzkammergut weißgewandete Glöckler zu ihrem traditionellen Glöcklerlauf. Jeder der Männer trägt das Gewand der Salinenarbeiter, große Glocken auf dem Rücken und leuchtende, kunstvolle Kappen auf dem Kopf. Ein Filmteam hat die Protagonisten bei den Vorbereitungen und dem Lauf begleitet und zeigt auch den Aufbau der Krippen. (Text: ORF)Grün kaputt – Landschaft und Gärten der Deutschen
Lange bevor ökologische Themen zum journalistischen Repertoire gehörten, hat Dieter Wieland in „Unter unserem Himmel“ die Zersiedelung der Landschaft, die Verschandelung von Städten und Dörfern erkannt und eindringlich geschildert. Wie kaum ein anderer hat er die Veränderungen des Landes Bayern dokumentiert – und in seiner unnachahmlichen Art kommentiert. Über Jahrzehnte kämpfte er in seiner preisgekrönten Reihe „Topographie“ für den Schutz unserer gewachsenen und gebauten Kulturlandschaft. „Grün kaputt“ ist einer seiner aufsehenerregendsten Beiträge.Zur Erstausstrahlung 1983 schrieb Dieter Wieland:“Ein Kahlschlag geht durchs Land. Aber es sind nicht nur die großen, auffälligen Aktionen wie Startbahn West oder Rhein-Main-Donau-Kanal, die das Grün in Deutschland dezimieren. Viel schreckender und folgenschwerer sind die tagtäglichen privaten Abholzungen mit der Motorsäge, die in der freien Landschaft kaum noch Flurgehölze oder Hecken, Streuobstanlagen, Einzelbäume oder Alleen übriggelassen haben. Wir kennen kaum noch Bäume in der freien Flur. Noch nie standen Bauernhöfe und Dörfer so nackt und kahl in der Landschaft. Genauso erbarmungslos gehen Gartenbesitzer und Eigenheimbauer gegen jeden alten Baumbestand vor. Aus Angst vor Herbstlaub, Fallobst und vor Schatten sind in den letzten Jahren fast nur noch kniehohe Krüppelkoniferen gepflanzt worden – pflegeleicht, aber unfruchtbar und völlig wertlos als ökologische Basis für ein Tier- und Vogelleben und zur Verbesserung von Luft und Klima in unserem Wohnbereich. Es ist nicht damit getan, von der Industrie Maßnahmen gegen den Ausstoß von Schwefel zu fordern. In dieser Krise der Natur ist jeder einzelne zum Handeln aufgerufen.“ (Text: ARD-alpha) Handsemmeln und Maurerlaiberl
40 Min.Es gibt Semmelsorten, die über die Region hinaus kaum bekannt sind. Mit viel Aufwand und Spezialwissen hergestellt, machen sie Farbigkeit und regionale Eigenheit aus. Den „Hobel“ isst man nur in Wörth an der Donau, einen kleinen Zopf aus Weizenteig mit viel feinem Salz darauf, das Wirtshausbesucher durstig macht. Den Namen verdankt der Wörther Hobel seiner Form, erzählt Bäckermeister Hans Deubel, der den Wörther Hobel so backt wie Generationen vor ihm. Von Hand geformte Semmeln sind in Reutte in Tirol nach wie vor sehr beliebt, auch wenn sie ein wenig mehr kosten als die maschinell gefertigten. Manfred Holzmayr ist es sehr wichtig, dass die Zutaten, die in seiner Bäckerei verwendet werden, aus der Umgebung stammen. Was dem Wörther sein Hobel ist dem Allgäuer seine Seele und dem Weidener seine Schleiß: Peter Kropf hat auf der Suche nach alten Semmelsorten vieles gefunden, das über die Region hinaus kaum bekannt ist. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere 2015 Bayerisches Fernsehen Der Haushamer Bergwachtgsang
Kraftvoll und mitreißend wirken die Lieder, wenn sie von einem Männergesang angestimmt werden. Doch reine Männergesangsgruppen werden in der Volksmusik immer rarer. Eine Gruppe mit ganz besonderen Stimmen ist der Haushamer Bergwachtgsang. Leonhard Schwarz hat die vier Sänger, die seit 2005 miteinander auftreten und mittlerweile zu den gefragtesten Gesangsgruppen im oberbayerischen Raum gehören, besucht. Der Filmautor beschreibt, auf welch unterschiedlichen Wegen Martin Riedl, Sepp Grundbacher, Anderl Leidgschwendner und sein Sohn Andreas zum Singen kamen. Dabei begleitet er sie im alltäglichen Berufsleben sowie bei öffentlichen Auftritten oder, wenn sie ganz einfach auf einer schönen Alm singen, was sie am liebsten tun. Zwei sehr bekannte Sänger, der Röpfl Hardl und der Ransberger Schorsch, sind wichtige Wegbegleiter des Haushamer Bergwachtgsangs. Auch mit ihnen hat sich Leonhard Schwarz in seinem Film unterhalten. (Text: ARD-alpha)Herbsttage am Unteren Main
In der Gegend über Miltenberg wächst seit alters her an den Hängen entlang des Mains der beste fränkische Rotwein. Das Filmteam hat dieses alte Kulturland an der bayerisch-württembergischen Grenze im Herbst besucht, ein Land, das geprägt ist von den dunklen Wäldern von Spessart und Odenwald, vom Main, dem roten Bundsandstein und vom Wein, der auf diesem Gestein besonders gut gedeiht. (Text: ARD-alpha)Herent und drent – Mundarten im bayerisch-österreichischen Ländereck
Steffi Kammermeier hat die Mundarten vom niederbayerischen Wernstein bis St. Radegund in Oberösterreich erkundet, die Besonderheiten, Gemeinsamkeiten und die Unterschiede gesucht und miteinander verglichen. Auf ihrer Reise hat sie sich mit Mundartsprechern wie Rudolf Lessky aus Schärding und Helmut Bogner aus Braunau, Experten, Musikern, Filmstars und normalen Mitbürgern unterhalten. (Text: ORF)Hodernlump und Juli-Sau – Überlieferte Blasmusik zwischen Cham und Straubing
Im Grenzgebiet zwischen der Oberpfalz und Niederbayern ist alte Spieltradition auch heute noch anzutreffen. Oskar Sattler (Jahrgang 1920) aus Wiesenfelden ist von Beruf Frisör gewesen und hat fast 50 Jahre mit seiner Kapelle zu den verschiedensten Anlässen aufgespielt. Er war einer der Nachfolger der bekannten Bosl-Musikanten, die um die Jahrhundertwende in der Chamer Gegend gespielt und schon in den 1920er Jahren zahlreiche Plattenaufnahmen gemacht haben. Alte Schellacks, vergilbte Fotografien, amüsante Gespräche mit Musikanten sowie Beobachtungen auf dem Tanzboden lassen diese alte Zeiten noch einmal lebendig werden.Gerald Groß hat bei seiner musikalischen Reise Mitte der 1990er Jahre aber auch Leute getroffen, die sich dieser Musik verschrieben haben. Sie nennen sich „Cordon Blech“, sind im Gäuboden daheim und haben vieles von ihren Vorbildern, den Sattler-Musikanten, abgeschaut. (Text: ARD-alpha)Die Höfats – Der einmalige Berg
Die Höfats ist ein einzigartiger Berg, steil und zackig und trotzdem grün und blumenübersät bis zum Gipfel. Eine Berggestalt, die so kein zweites Mal zu finden ist. Darum gilt sie auch als Wahrzeichen der Allgäuer Alpen, als berühmtester Blumenberg mit einem dunklen Mythos. Die steilen, luftigen Flanken der Höfats galten schon früh als eine besondere Mutprobe für die Bergsteiger. Mit Steigeisen und Pickel im Steilgras atemberaubend luftige Anstiege zu bezwingen erforderte schon eine gehörige Portion Erfahrung und Können. Einige Routen der Erstbesteiger waren so verwegen, dass sie bis heute nicht wiederholt wurden.Die Direkte Nordwand wurde vom Bergfilmer Gerhard Baur und seinem Team durchstiegen und gefilmt. Hart und gefahrenvoll war auch die Arbeit der einheimischen Bergbauern und Hirten, wenn sie weit hinauf in die steilen Hänge ihre Schaf- und Geißherden trieben oder an den abenteuerlichsten Plätzen Heu mähten und zusammentrugen, um es im Winter als zusätzliches Futter zu nutzen, das in einem verwegenen „Heuzug“ aus den verschneiten Bergen ins Tal gebracht werden musste. (Text: BR Fernsehen) Holzknechte in den Chiemgauer Bergen
Die Maschinen machen ihnen das Leben etwas leichter. Trotzdem ist ihre Arbeit immer noch hart und oft lebensgefährlich. Bei Wind und Wetter sind die Holzknechte in den Chiemgauer Bergwäldern über Ruhpolding und Inzell unterwegs, schlagen Bäume und ziehen die gefällten Stämme mit ihren Traktoren aus dem Wald. Die meisten Holzknechte sind Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten und heißen offiziell nicht mehr Holzknechte, sondern Forstwirte. Sie arbeiten in Partien von drei bis vier Mann. (Text: ARD-alpha)Hüben und drüben – Geschichten von der Zonengrenze
Für junge Leute ist der „Eiserne Vorhang“ schon Geschichte. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass er Deutschland in zwei scharf getrennte Welten teilte, und die Erinnerungen an diese Zeit sind noch sehr lebendig. Filmautorin Annette Hopfenmüller war in Oberfranken und Thüringen unterwegs, um Menschen kennenzulernen, die diesseits und jenseits des „Todesstreifens“ lebten: Minenfelder, Stacheldrahtzäune und Wachtürme trennten sie von Nachbarn, Verwandten und Freunden und ließen ihre Heimat zu kultur- und strukturschwachen Zonenrandgebieten verkommen.Nicht die großen politischen Geschichten werden erzählt, sondern die aus dem alltäglichen Leben „am Ende der Welt“. Sie sind nicht nur traurig oder beklemmend, zum Teil sind sie auch amüsant oder verblüffend: So brachte die nächtliche Ausgangssperre in Görsdorf, das im DDR-Sperrgebiet lag, so manches Abenteuer mit sich, an das man sich bis heute mit Vergnügen erinnert. Auch für die früheren Grenzsoldaten war der Dienst nicht nur mit unguten Gefühlen verbunden, mittlerweile haben sie sich als „Kollegen“ aus Ost und West an einem Stammtisch vereint. Dass der Gastwirt Norbert Wacker aus dem Landkreis Coburg an der Beerdigung seiner Tante Hulda „drüben“ in Ummerstadt nur mit dem Fernglas teilnehmen konnte, macht ihn allerdings heute noch traurig. Genau wie die Erinnerungen des 85-jährigen Dieter Ludloff an sein Heimatdorf Billmuthausen, das der Grenze im Weg war und dem Erdboden gleichgemacht wurde. In Annette Hopfenmüllers Film werden aber nicht nur Erinnerungen lebendig. Sie will auch wissen, ob „in den Köpfen“ noch eine Grenze besteht oder zusammengewachsen ist, was zusammengehört. (Text: ARD-alpha) Im Bio-Rhythmus – Das bäuerliche Mühlviertel
Im oberösterreichischen Mühlviertel gibt es kaum fruchtbaren Böden. Trotzdem ist die Landwirtschaft dort sehr wichtig – statt Großbetrieben findet man spezialisierte Bio-Höfe und Familienunternehmen. Das Gebiet zwischen Passau und Linz ist ein stiller Landstrich, abseits von touristischen Hochburgen und großen Wirtschaftszentren. (Text: ORF)Im Kitzinger Land
Kitzingen, einst die wichtigste fränkische Weinhandelsstadt, liegt am Ufer des Mains im Maindreieck in Sichtweite des Steigerwalds. Durch seine strategisch günstige Lage wurde Kitzingen nach dem Krieg zur Garnisonsstadt – die Bürger damals waren zur Hälfte Kitzinger und zur Hälfte Amerikaner. Für die Bürger der Kreisstadt begann nach dem kompletten Abzug der US Garnison im Jahr 2006 eine neue Zeit. Allmählich besinnen sich die Kitzinger wieder auf sich selbst und ihre eigenen Stärken. Das Kitzinger Land ist der Gemüsegarten Bayerns – alteingesessene Gärtnereien versorgen die gesamte Region und vor allem den Viktualienmarkt und die Großmarkthalle in München. Im Nachbarort Sulzfeld bewirtschaftet die Winzerfamilie Luckert seit vielen Generationen das Weingut im Zehnthof und ganz in der Nähe, im Gasthof Stern, wird bereits in 5. Generation die berühmte Sulzfelder Meterbratwurst serviert. (Text: BR Fernsehen)Im Lechrain – Zwischen Lech und Ammersee
Filmemacher Matti Bauer hat die Gegend zwischen Lech und Ammersee besucht. Von der Landwirtschaft der „Lechroaner“, ihren Gepflogenheiten bis hin zu den Auswirkungen des Einzugsgebiets München zeigt er in „Unter unserem Himmel – Im Lechrain“ die Entwicklung dieses Landstrichs. „Heut’ schaut’s nach Regen aus“, sagt der Sägewerksbesitzer Karl Wegele. In diesem regnerischen Juni muss er jede Sonnenstunde nutzen. Auch Gerhard Sturm aus Issing möchte endlich sein Heu einbringen, aber das Wetter spielt nicht mit, im Lechrain.Filmautor Matti Bauer zeigt ein Land der fließenden Übergänge. Hier gehen Ackerbau und Milchwirtschaft, Ober- und Unterland ineinander über. Das Bairische vermischt sich mit dem Schwäbischen zum „Lechroanerisch“, eine Mundart, die so eigen ist wie die Menschen, die sie sprechen: die „Lechroaner“. Da mittlerweile die Münchner Immobilienpreise auch hier Auswirkungen zeigen, ist Juliane Hermann vom Ammersee-Westufer nach Eresing gezogen, weil die Möbelrestauratorin hier Leben und Arbeit noch unter einem Dach vereinen kann. Die Veränderungen in der Heimat sieht auch Josef Seefelder mit kritischem Blick. Der Maler durchkämmt auf der Suche nach Motiven die letzten idyllischen Winkel und lässt kein gutes Haar an den pseudo-romantischen „Verschönerungen“, die sich so mancher Dörfler für sein Haus ausdenkt. Der Sepp malt nicht für Geld oder um große Kunst zu erschaffen – er malt, um zu „erhalten“, wie er sagt. Das wollte auch Freiherr von Leoprechting, als er 1844 ins Schloss Pöring bei Pitzling zog und begann, die Sagen des Lechrain zu sammeln. Sein Buch „Aus dem Lechrain“ wurde zu einem Klassiker der deutschen Volkskunde. Heute wohnt ein Paar aus München im Schloss, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Als es schließlich doch noch Sommer wird, kann Gerhard Sturm sein Heu ernten und die Früchte langen Trainings einsammeln: Der Issinger ist Fingerhakler und gewinnt die Alpenländische Meisterschaft. Und Maler Seefelder träumt von einem Lebensabend mit Kühen, Ziegen, Hund und einer Staffelei vor Bergkulisse. Eigentlich ist er im Lechrain gar nicht so weit entfernt von diesem Traum. (Text: BR Fernsehen) Im Salzburger Flachgau
Viele betreiben Heuwirtschaft, die in Österreich staatlich gefördert wird. Würziges Heu im Winter, frisches Gras im Sommer und jeden Tag draußen auf der Weide – mehr brauchen Kühe nicht, um beste Milch zu geben. Wenn man auf Silage verzichtet, eignet sie sich für die Herstellung von hochwertigem Käse und die Nachfrage nach dieser Heumilch ist so groß, dass sie auch nach Bayern verkauft wird. Dank der vielen Wiesen und Gehölze ist die Landschaft sehr reizvoll. Zudem bietet sie Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Vor allem Bodenbrüter, wie Fasane und Schnepfen, haben hier ein reiches Futterangebot. D 2017 (Text: ORF)In den Seitentälern des Lechs – Durchs Bschlaber Tal zum Hahntennjoch
Erste Station des Films ist Madau, das auch das verschwundene Dorf genannt wird, weil es durch hohe Bergkämme von seiner Heimatgemeinde Zams nahezu abgeschnitten ist. Hier lebt seit 45 Jahren die Familie Frey und betreibt das „Berggasthaus Hermine“. Ihre Welt sind die Berge, nur einmal hat Klaus Frey den Berg verlassen – seine Ausbildung als Koch zwang ihn dazu. (Text: ARD-alpha)In den Seitentälern des Lech – Steeg und Kaisers
Wie romantisch der Alltag in den Bergen wirklich ist, dieser Frage ist Klaus Röder in seinem Film nachgegangen. Erste Station des Films ist Madau, das durch hohe Bergkämme von seiner Heimatgemeinde Zams nahezu abgeschnitten ist. Hier lebt seit 45 Jahren die Familie Frey und betreibt das „Berggasthaus Hermine“. Ihre Welt sind die Berge, nur einmal hat Klaus Frey den Berg verlassen – seine Ausbildung als Koch zwang ihn dazu. Gramais, der letzte Anlaufpunkt der Reise, ist die kleinste selbstständige Gemeinde Österreichs. Es liegt umgeben von Wildbächen und Wasserfällen in einem Kranz von fünf Gebirgsseen und imposanten Gipfeln und ist nur durch eine einzige kleine Straße erreichbar.In den letzten 70 Jahren hat sich hier viel verändert, die Arbeit und das Leben sind zwar dank der Technik leichter geworden, trotzdem ist hier jeder auf jeden angewiesen. Allen Menschen, denen Klaus Röder auf seiner Reise begegnet, ist eines anzumerken: Das Leben am Berg ist mühsam und spartanisch und doch oder gerade deswegen leben die Menschen bewusster und zufriedener als viele, die unten im Tal oder draußen in der Ebene ein bequemeres Dasein führen. (Text: BR Fernsehen) In der Hersbrucker Schweiz
Die historische Altstadt von Hersbruck mit ihren drei Stadttoren und den spitzgiebeligen Fachwerkhäusern ist ein Juwel. Die schöne Stadt im Pegnitztal wird auch das Tor zur Hersbrucker Schweiz genannt. Die Landschaft der Hersbrucker Alb ist abwechslungsreich und gefällig, geprägt durch Jahrhunderte der kleinteiligen landwirtschaftlichen Nutzung. So gibt es immer noch kleine Hopfengärten neben Streuobstwiesen, Hecken zwischen Feldern, Raine, Feldgehölze, dazwischen ragen Felsen empor. Formenreich und artenreich ist diese alte Kulturlandschaft. Peter Kropf hat die Hersbrucker Schweiz besucht und nicht nur den Feuersalamander entdeckt, sondern auch Handwerker, die ihre Werkstätten für ihn geöffnet haben wie eine Sattlerei, eine Schmiede oder eine Schuhmacherei. Außerdem hat er eine Säge besucht, deren Betreiber nebenher noch Schlossherr ist, und unterhalb der Burg Hartenstein hat er einen Sammler getroffen, der mit seiner Frau und vielen Motorrädern zusammen in einer Wohnung lebt. (Text: BR Fernsehen)In Fürth – Von Wirtshäusern und Werkstätten
45 Min.Zweimal im Jahr hat der Grafflmarkt in der Fürther Altstadt großen Zulauf. Die Fürther haben ein besonderes Verhältnis zu alten Dingen, sagen Verkäufer auf dem Flohmarkt. Auch viele Wirtshäuser, Cafés und Werkstätten zeugen davon. Bauten aus dem Klassizismus, dem Jugendstil und dem Barock, die den Krieg und die Stadtsanierung überlebt haben, prägen die Fürther Altstadt. Nach der Verkehrsberuhigung in der Gustavstraße wurden viele der ehemaligen Hofstellen renoviert und Werkstätten und Cafés zogen ein. In ehemaligen Sattlereien, Bauernhöfen und Metzgereien arbeiten heute Bildhauer, Schneider und Töpfer.Daneben gibt es alteingesessene Wirtshäuser, von denen manche wiederbelebt worden sind. Am Stadtpark wird das Gasthaus Zu den sieben Schwaben weitergeführt. Auch in der Theaterstraße arbeiten Handwerker in ehemaligen Ladengeschäften. Groß geworden ist Fürth mit der Industrialisierung. In der Langen Straße, in der „Kofferfabrik“, werden die Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert heute von Handwerkern und Künstlern genutzt. Sylvia von Miller hat diese 2015 für ihren Film besucht. (Text: BR Fernsehen) Innviertler Landler – Volksmusik in Oberösterreich
Seit mehr als 100 Jahren besteht die Innviertler Blasmusikkapelle Sollinger. Unnachahmlich spielen die Musikanten aus der Gegend zwischen Braunau am Inn und Ried im Innkreis ihren Innviertler Landler. Eine Landlerform, bei der sich die Tänzer auf eigenartige rhythmische Weise singend mit den gespielten Tanzteilen der Kapelle abwechseln. Sepp Eibl besuchte 1978 Innviertler Musikanten, Tänzer und Landlersänger, die eine volksmusikalische Eigenart bewahrt haben, die für diese Landschaft Oberösterreichs so typisch ist. (Text: ARD-alpha)
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