Terra X

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    • Die Vermessung der Erde: 1. Von der Nebra-Scheibe bis zum GPS
      Dem griechischen Universalgelehrten Eratosthenes gelingt es bereits im 3. Jahrhundert vor Christus durch genaue Naturbeobachtung und mathematische Berechnungen den Umfang der Erde fast exakt mit 39.325 Kilometern anzugeben. – Bild: ZDF und Reiner Bauer.
      Dem griechischen Universalgelehrten Eratosthenes gelingt es bereits im 3. Jahrhundert vor Christus durch genaue Naturbeobachtung und mathematische Berechnungen den Umfang der Erde fast exakt mit 39.325 Kilometern anzugeben. – Bild: ZDF und Reiner Bauer.

      Seit jeher versucht der Mensch, sich auf der Erde zu orientieren. Anfangs dienten ihm dazu markante Punkte in der Natur oder die Sterne. Heute vermessen Satelliten millimetergenau unsere Erde. Die Erfassung unseres Planeten ist nach wie vor in vollem Gang. In der zweiteiligen Dokumentation „Die Vermessung der Erde“ nimmt Physikprofessor und „Terra X“-Moderator Harald Lesch die Zuschauer mit auf eine Forschungsreise durch die Menschheitsgeschichte. Metergenau führt uns das ständig verfügbare GPS ans Ziel. Es ist so sehr Teil unseres Alltags geworden, dass wir uns ohne kaum noch zurechtfinden. Was wir heute wie selbstverständlich nutzen, ist die Erfüllung eines Menschheitstraums. Er ist so alt wie der Mensch selbst. Der Mensch strebt nach Orientierung. Bereits die Herstellung der Himmelsscheibe von Nebra zeugt von dem bronzezeitlichen Versuch, sich auf der Erde zurechtzufinden, der unberechenbaren Natur etwas Verlässliches abzutrotzen. Neben Orientierung soll die Vermessung der Erde aber seit jeher noch mehr bringen: Machtvorteile. Ein Zeugnis davon ist der Turiner Lagerstätten-Papyrus. Um das Jahr 1150 vor Christus lässt Pharao Ramses IV. darin die Lagerstätten von Gesteinen und Bodenschätzen kartieren. Das genaue Wissen um die Reichtümer seines Reiches macht deren Abbau und Ausbeutung besonders effektiv. So sichert er seine Macht. Als Machtinstrument können auch die mittelalterlichen Mappae Mundi gedeutet werden. Die Erschaffer der christlichen Weltkarten malen sich die Welt so, wie sie zu den Lehren der Kirche passt. Bis heute folgt die Vermessung der Erde denselben Beweggründen: Orientierung und Macht. 360 Millionen Euro zahlte das Bundesverteidigungsministerium etwa für hochauflösendes 3D-Kartenmaterial, das von hochmodernen Satelliten aus dem All erstellt wurde. Ein riesiger strategischer Vorteil in geopolitischen Konflikten. Und während es auf der Erdoberfläche kaum noch weiße Flecken gibt, steckt die Erforschung der Meeresböden noch in den Kinderschuhen. Hier sollen autonome Unterwasserdrohnen die Erkundung vorantreiben. Neben wissenschaftlichem Interesse geht es dabei vor allem um die Ortung und Ausbeutung von Bodenschätzen auf hoher See. Wer hier das beste Kartenmaterial hat, wird seinen Konkurrenten im Wettlauf um die wertvollen Rohstoffe ein gutes Stück voraus sein. Harald Lesch und Autor Christopher Gerisch verzahnen die Erkenntnisse der Geschichte mit den Expeditionen moderner Forscher im 21. Jahrhundert. So entsteht ein dichtes, dokumentarisches Werk, an dessen Ende klar ist, dass wir uns inmitten einer langen Forschungsreise befinden, die noch lange nicht zu Ende ist. Die zweiteilige Dokumentationsreihe „Terra X: Die Vermessung der Erde“ ist ab Samstag, 6. April 2019, in der ZDFmediathek unter terra-X.zdf.de abrufbar. Die komplette erste Folge, „Von der Nebra-Scheibe bis zum GPS“, wird ab Sonntag, 7. April 2019, um 19.30 Uhr auf dem YouTube-Kanal „Terra X Natur & Geschichte“ http://www.youtube.com/terrax veröffentlicht. Das Video ist zum Embedding mit Verweis auf „Terra X“ für alle Interessierten freigegeben. Teil zwei der Reihe „Terra X: Die Vermessung der Erde“, „Von Kolumbus bis ins All“, wird am kommenden Sonntag, 14. April 2019, um 19.30 Uhr ausgestrahlt. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 07.04.2019 ZDF

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      Sendetermine

      Mo
      08.04.201902:05–02:50ZDF
      02:05–02:50
      So
      07.04.201919:30–20:15ZDF NEU
      19:30–20:15

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