unvollständige Folgenliste (Seite 43)

  • Neun von zehn Gütern, die im Westen konsumiert werden, stammen aus Übersee. Es mag absurd klingen, aber es ist so: Weit entfernt hergestellte Produkte sind hierzulande oft billiger als jene aus näherer Umgebung, die auf dem Landweg transportiert werden. Das eigentliche Rückgrat der globalisierten Wirtschaft von heute ist die Seefrachtmaschinerie mit ihrer Armada an gigantischen Schiffen und ihrem unschlagbaren Geschäftsmodell. Weil Luftfracht um das Fünfzigfache teurer ist als Seefracht, werden 90 Prozent aller Güter weltweit auf dem Seeweg transportiert. Die Frachtschifffahrt hat die Welt zwar genauso stark verändert wie die Erfindung der Druckerpresse oder des Internets, aber die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz davon. Moderne Frachtschiffe sind mittlerweile für Grossstadthäfen zu riesig geworden. Sie sind hinter Abschrankungen und Sicherheitskontrollen aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit verschwunden. Aber wer zieht die Fäden dieses Multimilliardengeschäfts? Welchen Einfluss übt die Branche auf die Entscheidungsträger aus? Und wie steht es mit der Ökobilanz dieses Geschäfts oberhalb und unterhalb des Meeresspiegels? „Seeblind – der wahre Preis der Frachtschifffahrt“ beleuchtet die Funktionsweise und die Gefahren des weltweiten Frachtschiffgeschäfts und zeigt, wie es so weit kommen konnte, dass Wirtschaft, Umwelt und der ganze Gesellschaftsentwurf von dieser Branche komplett abhängig geworden sind. Der Film enthüllt die revolutionären gesellschaftlichen Veränderungen, welche die Frachtschifffahrt in den 1960er- und 70er-Jahren durch Kostensenkung und Nutzenoptimierung im Import-Export-Geschäft herbeigeführt hat. Heutzutage gibt es keine effizientere Form des Gütertransports als das Verschiffen. Auf den internationalen Seefrachtrouten verkehren permanent 60 000 Schiffe im Dienste der Belieferung von sieben Milliarden Menschen. Ohne Frachtschifffahrt ist die Befriedigung der stetig steigenden Bedürfnisse der heutigen Industriegesellschaft gar nicht mehr vorstellbar. Zudem bietet die Frachtschifffahrt subversiven Wirtschaftstätigkeiten eine Existenzgrundlage. Jährlich werden 500 Millionen Container über die Meere transportiert, von denen gerade einmal zwei Prozent durch den Zoll abgescannt und kontrolliert werden. So sind Container auch zum idealen Beförderungsmittel für Waffenhändler, Drogenschmuggler und illegale Schleusernetzwerke geworden. Frachtunternehmen betreiben Gewinnmaximierung durch Steuerflucht und Umgehung arbeitsrechtlicher Vorschriften mittels korrupter Praktiken und der zwielichtigen Einrichtung der „Billigflaggen“. Aber genau wie in anderen Sektoren kommen lukrative Geschäftsmodelle nur wenigen zugute. Die gesamte Branche wird beherrscht durch eine Handvoll von Magnaten, die in der Lage sind, Einfluss auf Entscheidungen von Staaten und Organisationen zu nehmen. Ein ganz anderes Thema sind die schlimmen Auswirkungen dieses Geschäfts auf die Umwelt und die Arbeitskräfte. Diese Branche missbraucht billige Arbeitskräfte aus Schwellenländern und ist zu einer der gefährlichsten Ursachen der Umweltverschmutzung auf dem Planeten Erde geworden. „Seeblind“ nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf hohe See und deckt schonungslos auf, welch unterschiedliche und widersprüchliche Gesichter die Frachtschifffahrt zeigen kann und welche Kollateralschäden dieses nahezu unsichtbare Geschäft verursacht. (Text: SRF)
  • 45 Min.
    Werner Merzbacher liebte Farben. Er ging früher jede Woche auf den Bürkliplatz-Markt Blumen kaufen. Nicht jeder könne mit so viel Farbe leben – er schon. Er, der seine Eltern im Holocaust verlor, der als Elfjähriger nach Zürich kam, dem die Schweizer Staatsbürgerschaft verwehrt wurde, der nach USA auswanderte und dort den bunten Garten seines Hauses selbst gestaltete. Farbe – Die Seele von Werner Merzbacher und seiner Sammlung, die unter anderem Monet, Sisley, Matisse, Kandinsky, Picasso und Rist umfasst. Seit 2021 ist sie inklusive riesigem, wöchentlich frischem Blumenstrauss im Kunsthaus Zürich zu bewundern – in seinem Geburtsort Öhringen in Baden-Württemberg hingegen sind Stolpersteine seiner Familie zu sehen. Der im Oktober 2024 mit 96 Jahren verstorbene Werner Merzbacher resümiert sein bewegtes Leben bescheiden und dankbar. Seine Grosszügigkeit und Leidenschaft für die Kunst haben nicht nur sein eigenes Leben geprägt, sondern auch Menschen auf der ganzen Welt inspiriert. Erstausstrahlung: 23.03.2025 (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 23.03.2025 SRF 1
  • Im Herbst 2015 beschliesst Salam Aldeen, dass er der Flüchtlingskrise im Mittelmeer nicht mehr tatenlos zusehen will. Er stellt die gemeinnützige Organisation «Team Humanity» auf die Beine und reist kurzerhand auf die griechische Insel Lesbos. Dort arbeitet er Tag und Nacht und rettet unzählige Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Eines Nachts wird er festgenommen und wegen Menschenschmuggels angeklagt. Mit vier weiteren Flüchtlingshelfern – einem Dänen und drei Spaniern – kommt er ins Gefängnis. Nach zwei Nächten dürfen seine Kollegen nach Hause, Salam jedoch muss bis zum Prozess in Griechenland bleiben. Nach 20 Monaten ist er finanziell und auch psychisch am Ende – dann darf er doch nach Hause. Aber der bevorstehende Prozess hängt auch in Dänemark wie ein Damoklesschwert über ihm. Sein Leben besteht fortan aus Anwaltsterminen und Beratungen mit Politikern. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Und immer wieder stellt sich Salam die Frage, wie es so weit kommen konnte, dass er sich für seine Menschlichkeit vor Gericht verantworten und für diesen Prozess nach Griechenland zurückkehren muss. Salam Aldeen ist mit seinem Schicksal nicht allein. In letzter Zeit werden vermehrt Flüchtlingshelfer wegen Menschenschmuggels angeklagt. Und somit wird der Prozess gegen Salam Aldeen und seine Kollegen zum Präzedenzfall in der Flüchtlingshilfe. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 04.09.2019 SRF 1
  • Es war ein Sonntag im August 2016, ein schwarzer Tag für Sepp Gisler. Der 62-jährige Urner Bergbauer stürzte beim Wildheuen an einer steilen Flanke am Rophaien 300 Meter tief in den Tod. Der sechsfache Vater war ein erfahrener Wildheuer, wusste um die Gefahren bei dieser strengen Arbeit. Doch ein Restrisiko bleibt, besonders bei einer Tätigkeit fast in der Senkrechten. Nach dem Tod des Vaters führt nun Julia, die jüngste Tochter, den Bergbauernhof auf dem Oberaxen weiter. Und auch sie wird wieder in die «Wildi» steigen müssen, denn es geht nichts anders. Das wertvolle Heu aus den Planggen ist die Futterbasis für den kleinen Betrieb hoch über dem Urnersee. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 01.03.2018 SRF 1
  • Tiere erzählen ihre Geschichten selbst. Eine geradezu revolutionäre Idee, schliesslich handelt es sich bei dieser Highlight-Produktion nicht um einen Kinderfilm, sondern um eine millionenschwere seriöse Naturdokumentation. Lange wurde an Konzepten gebastelt, um Kitsch zu vermeiden und sich nicht dem Vorwurf der übertriebenen Vermenschlichung auszusetzen. Es mag zunächst skeptisch stimmen, wenn die Akteurinnen und Akteure Namen haben. Doch das ist der erste Schritt, um das Tier als Individuum wahrzunehmen. Und praktischerweise lassen sich so die Protagonistinnen und Protagonisten besser voneinander unterscheiden. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere SRF 1
  • Die Dürrezeit gehört für viele Tiere in der Serengeti zu den härtesten Perioden des Jahres. Das Wasserloch verwandelt sich durch die anhaltende Trockenheit in eine Todesfalle für viele Tiere, die Löwen jedoch profitieren davon. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere SRF 1
  • Tiere erzählen ihre Geschichten selbst. Eine geradezu revolutionäre Idee, schliesslich handelt es sich bei dieser Highlight-Produktion nicht um einen Kinderfilm, sondern um eine millionenschwere seriöse Naturdokumentation. Lange wurde an Konzepten gebastelt, um Kitsch zu vermeiden und sich nicht dem Vorwurf der übertriebenen Vermenschlichung auszusetzen. Es mag zunächst skeptisch stimmen, wenn die Akteure Namen haben. Doch das ist der erste Schritt, um das Tier als Individuum wahrzunehmen. Und praktischerweise lassen sich so die Protagonistinnen und Protagonisten besser voneinander unterscheiden. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere SRF 1
  • Original-TV-Premiere SRF 1
  • Der erste Teil der Reihe beginnt nach dem grossen Regen in der Serengeti. Nach und nach betreten die Protagonisten die Bühne: zuerst die Löwenmutter Kali, die sich gerade an ein Zebra heranpirscht. Im Gebüsch versteckt warten ihre vier Jungen darauf, dass sie zurückkommt. «Wenn sie nicht bald etwas reisst, werden die Kleinen verhungern», sagt der Geier und erzählt, warum die Löwenmutter allein, ohne ihr Rudel, klarkommen muss und wie sie sich gegen Wasserbüffel und Warzenschweine behauptet. Erst, als ihre Schwester sich zu der Familie gesellt, kehrt Ruhe ein. Tiere erzählen ihre Geschichten selbst. Eine geradezu revolutionäre Idee, schliesslich handelt es sich bei dieser Highlight-Produktion nicht um einen Kinderfilm, sondern um eine millionenschwere seriöse Naturdokumentation. Lange wurde an Konzepten gebastelt, um Kitsch zu vermeiden und sich nicht dem Vorwurf der übertriebenen Vermenschlichung auszusetzen. Es mag zunächst skeptisch stimmen, wenn die Akteure Namen haben. Doch das ist der erste Schritt, um das Tier als Individuum wahrzunehmen. Und praktischerweise lassen sich so die Protagonisten besser voneinander unterscheiden. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 05.07.2021 SRF 1
  • Die lang erwarteten Herden kommen in der Serengeti an und sorgen für mehr Nahrungsmöglichkeiten bei den dort lebenden Tieren. Doch das sind nicht nur gute Neuigkeiten. Löwin Kali und ihre Jungen geraten in Gefahr. Die Schwarzmähnenlöwen beanspruchen diese Jagdgründe für sich und dulden keine Rivalen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere SRF 1
  • Juan Carlos ist und bleibt eine Belastung für Spaniens aktuellen König Felipe VI – auch im fernen Abu Dhabi, wohin er im Sommer 2020 geflüchtet ist. Die Filmemacher von RTS lassen erkennen, warum das Königreich erneut in der Krise steckt. Sie lassen Zeitzeugen der 40-jährigen Regentschaft von Juan Carlos zu Wort kommen: Zeuginnen, die aus nächster Nähe zum Königshaus oder aber aus der Distanz von Ereignissen berichten, die Spaniens letzte Jahrzehnte geprägt haben. Unter ihnen: eine adlige Cousine des einstigen Königs, eine widerspenstige Geliebte, frühere Diplomaten, Minister und eine Biographin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Auch Genf als Finanzplatz und die Genfer Staatsanwaltschaft spielen eine Rolle, ebenso eine Spanierin und ein Spanier, die in den 60er- und 70er-Jahren nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus politischen Gründen in die Schweiz ausgewandert sind. Der Film reflektiert anhand der Figur Juan Carlos den Weg Spaniens von der Diktatur in die Demokratie, verbunden mit der Wiedereinführung der Monarchie. Spanien und die Monarchie, das ist eine seit Jahrhunderten komplizierte Beziehung. Immer mal wieder musste eine Königin oder ein König das Weite suchen. Es gab kurze Phasen der Republik, Bürgerkriege, Diktaturen. Zuletzt war es General Franco, der nach Putsch, Bürgerkrieg und Diktatur die Monarchie wieder einführte. Er setzte dabei auf Juan Carlos, gegen den inzwischen sowohl die Justiz in Spanien ermittelt als auch in der Schweiz ermittelt wird, der schliesslich abdankte und zuletzt ins Ausland flüchtete. Der Film macht klar, warum es die Monarchie in Spanien auch weiterhin nicht einfach haben wird. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 22.08.2021 SRF 1
  • Noch nie hatten Menschen jeden Alters so leicht Zugang zu sexuellen Inhalten. Man könnte meinen, heute wüssten alle alles über Sex. Aber weit gefehlt. Wer viel gesehen hat, hat noch nicht unbedingt alles verstanden. «Aufklärung ist peinlich», sagen jungen Menschen. Das war in den 70er-Jahren so und so ist es noch heute. Was unter der Bettdecke zwischen Frauen und Männern – Homosexualität war früher nicht vorgesehen – passierte, war bis in die 60er-Jahre Privatsache. Verschämt und selbst oft nur mit Halbwissen ausgestattet, sollten Eltern ihren Kindern das grosse Geheimnis der Fortpflanzung und bestenfalls der sexuellen Lust näherbringen. Dabei fehlte ihnen oft das Vokabular. Es gab schlicht keine Sprache dafür. Mit der sexuellen Revolution 1968 brach dieses Tabu. Daran beteiligt waren unter anderem Aufklärer wie Oswald Kolle und Dr. Ruth Westheimer. Sie sprachen das Wort Vagina und Orgasmus öffentlich aus und stiessen einerseits auf heftige Kritik, andererseits waren sie Wegbereiter für eine Gesundheitsprävention, die heute im Lehrplan der Volksschule verankert ist. Aber trotz über 50 Jahren Aufklärung und Beratung: Sexualpädagogik ist bis heute ein emotional aufgeladenes Thema. Vielleicht auch, weil sich der Fokus der sexuellen Aufklärung heute verändert hat. Es geht nicht mehr nur darum, Gefahren abzuwenden. War das Ziel der sexuellen Aufklärung früher vor allem, Geschlechtskrankheiten oder Teenagerschwangerschaften zu verhindern, will man heute Menschen dazu ermächtigen, mit ihrer Sexualität selbstbestimmt und angstfrei umzugehen. Das ist ein neuzeitliches Phänomen, konservative Kreise stehen diesbezüglich noch immer auf die Barrikaden. Noch nie war das Aufklärungsangebot für Kinder und Jugendliche aber auch für Erwachsene so gross. Trotzdem ist eine generelle Unsicherheit geblieben. Sexuelle Bildung ist deshalb noch immer eine Notwendigkeit, sagt die Psychologin Caroline Fux. «Das grosse Tabu heute ist die Lust». «Sexuelle Aufklärung – Einst und heute», ein lustvoller Dokumentarfilm von Andrea Pfalzgraf zeigt Archivperlen aus den letzten 50 Jahren und bietet überraschende Einblicke in die Schulzimmer von heute. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 30.01.2020 SRF 1
  • Irland, die Grüne Insel, hat viele aussergewöhnliche Naturwunder, doch eines davon wurde bis jetzt kaum erforscht: der Shannon, Irlands längster Fluss. Atemberaubende Lichtstimmungen und eine reiche Tierwelt umrahmen dieses stimmungsvolle Gewässer. Früh am Morgen starten die Vögel in den Tag und gehen auf Partnersuche. Die Eichhörnchen am Flussufer sind schon am Vormittag auf Futtersuche und turnen auf den Bäumen. Am Wasser selbst wird es nun immer geschäftiger: Der Fluss bietet riesigen Vogelschwärmen, die an den seichten Ufern üppige Nahrung finden, einen vielfältigen Lebensraum. Geheimes und unentdecktes Leben gibt es aber auch unter Wasser. Der Lebenszyklus der Fische orientiert sich an den Jahreszeiten. Auch eisige Winter mit bezaubernden Landschaften kennt Irland. Angekündigt wird die kalte Jahreszeit durch die überwältigenden Formationsflüge Tausender Stare. (Text: SRF)
  • Wenn westliche Bergsteigerinnen und Bergsteiger vom Everest zurückkommen, erzählen sie von den Strapazen, von ihrem Triumph, vom Sieg über sich selbst, von der Natur und von der Göttin Miyo Langsangma. Diese hat ihnen erlaubt, ihren Everest überhaupt zu besteigen. Die Bergsteiger erzählen von den Sherpas, die ihnen immer lächelnd geholfen haben und die sich nie etwas von den Strapazen haben anmerken lassen. Sogar Freundschaften seien mit den freundlichen Menschen aus dem Solo Khumbu entstanden. Doch wer sind diese Sherpas wirklich? Was fühlen sie, wenn sie auf eine Expedition aufbrechen? Was verbirgt sich hinter ihrem Lächeln? Das sind Fragen, die sich wohl die wenigsten westlichen Bergsteigerinnen und Bergsteiger stellen. Das sind die Fragen, die im Film «Sherpas – Die wahren Helden am Everest» gestellt und beantwortet werden. Das Höhenbergsteigen, das sonst vorwiegend von einer westlichen Sichtweise geprägt ist, erscheint so in einem anderen Licht. Sherpa-Kameramänner filmen in extremer Höhe und dokumentierten so ihre eigene Sichtweise. Sie drehen auch dann, wenn sie die Expeditionsteilnehmenden in die Todeszone hinaufbringen und ihnen dazu verhelfen, ihren Traum vom Achttausender zu verwirklichen. «Sherpas – Die wahren Helden am Everest» ist eine interkulturelle Zusammenarbeit zwischen nepalesischen und westlichen Kamerateams. Einerseits geht es um das schweizerische Expeditionsteam, anderseits aber vor allem um die Arbeit, die Ansichten und die Gefühle der Sherpas. Bis ins Basislager und bis auf 6000 Meter über Meer haben die Teams des Schweizer Fernsehens gemeinsam mit den Sherpa- und Nepali-Kameraleuten gedreht, in grossen Höhen kamen dann nur noch die Sherpa-Kameraleute zum Einsatz. Produzent Frank Senn hat das Projekt im Laufe der letzten fünf Jahre gemeinsam mit Hari Thapa entwickelt, einem nepalesischen Kameramann und Produzenten. Die Dokumentarfilmerin Marianne Pletscher hatte Hari Thapa mit Frank Senn vernetzt. Hari Thapa führte in enger Zusammenarbeit mit dem «DOK»-Team des Schweizer Fernsehens unzählige Gespräche mit Sherpas. Speziell an der Kamera ausgebildete Nepalesen und Sherpas filmten ihre harte Arbeit am Mount Everest und brachten damit ihre eigene Sichtweise ein, während das SRF-Team die Ausbildung übernahm und die westliche Expedition verfolgte. (Text: SRF)
  • Ihre ungeschützte Lage im Nordatlantik beschert den Shetlandinseln auch ein sehr unbeständiges, oft extremes Wetter. Sonnenschein und milde Temperaturen können binnen Stunden von gewaltigen Stürmen oder dichtem Nebel abgelöst werden; Fähr- und Flugverkehr kommen zum Erliegen, die Menschen sind über Tage hinweg isoliert. Dass es ausserdem an 250 Tagen im Jahr regnet, stört hier niemanden. Dem Wetter zum Trotz sind die Inseln seit mindestens sieben Jahrtausenden ununterbrochen besiedelt. Wer lebt dort und kann den Versuchungen der weiten Welt lachend widerstehen? Was ist am Leben auf diesen abgelegenen Inseln so faszinierend? Die Filmemacher besuchen vier der bewohnten Inseln und gehen diesen Fragen nach. (Text: SRF)
  • Vor sieben Jahren porträtierte der langjährige Russlandkorrespondent des Schweizer Fernsehens Christof Franzen am äussersten Rand von Sibirien den Nomadenjungen Christophor – eine unvergessliche Reise. Seither ist Franzen ein bekennender Sibirienfan. Vor allem die Gastfreundschaft und der Humor der Menschen haben es ihm angetan. Dave Leins, das Russland-Greenhorn, und Christof Franzen machen sich nun auf den Weg, den Nomadenjungen noch einmal zu besuchen. Eine abenteuerliche und anstrengende Reise durch absolute Wildnis und mit ungewissem Ausgang nimmt seinen Lauf. Sie stellt die beiden Reisenden vor grosse Herausforderungen und regt sie zu Gedanken über das Leben am Rande der Zivilisation und in der modernen Welt an. Einmalige Landschaften, spektakuläre Begegnungen und einige Überraschungen warten auf das Reiseduo. Wenn Russland, dann richtig – Sibirien total. (Text: SRF)
  • Es ist eine revolutionäre Zeit, als in den 80er-Jahren die ersten Home-Computer die Haushalte weltweit erobern. Damals sind die Maschinen noch rechteckige Kisten, die Grafik auf den Bildschirmen lässt einen aus heutiger Sicht erschauern. Aber so schnell sich die Technologie entwickelt hat, so rasant ist auch das Geschäft damit gewachsen. In der indischen Stadt Bangalore passierte das besonders schnell – wegen der geringen Kosten und der liberalen indischen Politik. Bangalore ist zu einem Offshore-Zentrum für Softwareentwicklung geworden. Ein Segen für die Stadt, sagen die einen. Ein Fluch, finden die anderen. Der Politiker Balasubramanian findet klare Worte, wenn es um den IT-Boom in seiner Stadt geht: «Viele Leute denken, dass IT eine tolle Sache für Bangalore ist. Ich sage, die IT ist für alle Probleme von Bangalore verantwortlich.» Dass zahlreiche Menschen kaum Wasser zum Leben haben, sei dem exponentiellen Wachstum verschuldet. Und die Regierung der Stadt nehme ihre Verantwortung nicht wahr. Auf der Suche nach Wasser, muss die Stadt immer mehr um sich greifen. Sie zapft Wasserquellen kilometerweit ausserhalb an und lässt die Landwirte dort praktisch auf dem Trockenen sitzen. Besonders nachhaltig wirkt das nicht und ein Plan für eine Verbesserung der Situation scheint in weiter Ferne. Das Wachstum läuft derweil unvermindert weiter. Denn neben der IT kommen nun auch Menschen in die Stadt, die wegen der Wassernot auf dem Land nicht mehr überleben können. Sie hoffen, in Bangalore mehr Perspektiven und mehr Wasser zu haben, werden aber enttäuscht. Trotz all der Schwierigkeiten gibt es Menschen, die Lösungsansätze aufzeigen: eine autarke Wasserversorgung der Haushalte, die Nutzung von Regenwasser für den Alltag, Aufklärungsveranstaltungen für die Bevölkerung. Ideen sind da, doch ob diese so schnell entwickelt werden, wie neue Software? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 30.03.2025 SRF 1
  • Die Kinder nennen ihn „Angry Bird“, wegen seines hitzigen Temperaments. Jae-Chang Kim aus Korea ist passionierter Opernsänger. Im indischen Pune hat er mit Kindern aus den Slums den Banana-Chor auf die Beine gestellt. Nicht, um aus ihnen professionelle Sänger zu machen – er will ihnen Zugang zur Musik verschaffen, um ihnen neue Horizonte zu eröffnen, die im Gegensatz stehen zu ihrem Alltag in den Slums. Gleichzeitig lehrt er sie auch Disziplin und Pünktlichkeit. Kim verändert das Leben der Kinder, er gibt ihnen etwas, worauf sie sich nach der Schule freuen können, zeigt ihnen, dass es sich lohnt, für gewisse Dinge im Leben zu kämpfen. Einigen Kindern bietet sich sogar die Chance, für Konzerte mit Kim ins Ausland zu reisen. Doch Kim ist frustriert über die mangelhafte Unterstützung von Seiten der Eltern – viele sehen den Sinn im Singen überhaupt nicht ein, sie haben andere Probleme, in den Slums von Pune. Doch Kim lässt nicht locker, er versucht kurzerhand, die Eltern ebenfalls in den Chor einzubringen. Es gelingt dem engagierten Chorleiter, einige Eltern für das Singen zu begeistern, und das wird zu einem grossartigen gemeinsamen Erlebnis – welches in einer Vorstellung vor begeistertem Publikum auf einer Bühne gipfelt. (Text: SRF)
  • Es existieren mehr als 5000 Singvogelarten auf unserer Erde, doch immer mehr Singvögel sind vom Aussterben bedroht. In den nächsten 50 Jahren wird ihr Bestand um die Hälfte dezimiert sein. In China ordnete Mao Tsetung 1957 an, den Spatz auszurotten. Jeder Haussperling sollte zum Wohle der Landwirtschaft getötet werden. Er ging davon aus, dass dies die Ernteerträge erheblich steigern würde. Doch unmittelbar danach wurde das Land von einer gewaltigen Insektenplage heimgesucht. Dieses Beispiel hat gezeigt, wie riskant es ist, wenn bestimmte Vogelarten aussterben: Das Ökosystem gerät aus dem Gleichgewicht, die Tier- und Pflanzenwelt verändert sich drastisch. Denn Vögel sorgen für die Ausbreitung von Samen, bestäuben die Pflanzen mit Pollen und halten die Insektenpopulationen im Gleichgewicht. Was ist die Ursache für den alarmierenden Rückgang der Singvögelbestände? (Text: SRF)
  • Schweden verfügt über die höchste Elchdichte weltweit. Hoch im Norden, in Schwedisch Lappland, markieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einzelne Elche mit GPS-Halsbändern, um mehr über das Wanderverhalten von Schwedens grösstem Huftier zu erfahren. In Finnland, nahe der russischen Grenze, erstreckt sich die schier unendliche Saimaa-Seenplatte, die Heimat einer der seltensten Robbenarten der Welt. Extreme Bejagung Mitte des vergangenen Jahrhunderts hat den Bestand der Saimaa-Ringelrobbe fast ausgelöscht. Für den Erhalt der kostbaren Tiere kämpfen Wissenschaftlerinnen und Naturschützer. Im Westen der skandinavischen Halbinsel prägen Fjorde und Gebirge die Landschaft. Auf dem norwegischen Hochplateau Hallingskarvet leben Polarfüchse. Wegen ihres Fells wurden sie in Norwegen, Schweden und Finnland beinahe ausgerottet. Seit 2010 siedelt die norwegische Regierung mit einem Zucht- und Auswilderungsprogramm die Polarfüchse in ihren ursprünglichen Lebensräumen wieder an. Bis ihre Zahl im Nationalpark Hallingskarvet wieder gross genug ist, werden sie ganzjährig von Rangern mit Futter versorgt. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 21.12.2020 SRF 1
  • Zwei Bretter, die das Leben von Millionen Menschen verändert haben. Die Geschichte des Skifahrens in den weissen Bergen reicht bis in frühe Vorzeiten zurück. Der bislang älteste Ski-Fund stammt aus einem Moor in Schweden. Er wurde mit der C14-Methode auf ein Alter von 5200 Jahren datiert. Damit ist dieser Ski etwas älter sogar als die ägyptischen Pyramiden. Obwohl die Menschen dank ihrer Bretter an den Füssen Jahrtausende lang überlebt haben, kamen sie erst im 19. Jahrhundert darauf, sie auch für andere Zwecke einzusetzen. Den Weg dafür ebnet der Norweger Fridtjof Nansen, der mit Skiern Grönland durchquert und ein Buch über seine Expedition veröffentlicht. Dank Nansen verbreiten sich die langen Holzbretter Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Alpen. Der Skisport brachte internationale Stars hervor wie den Österreicher Hannes Schneider, der mit 17 die erste Skischule eröffnete und das Kurvenfahren im Schneepflug erfand. Den Franzosen Emile Allais, der den Parallelschwung entwickelte und 1936 bei den olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen den Deutschen einen Platz auf dem Siegerpodest abjagen konnte. Oder Marie Marvingt, kühne Abenteurerin und frühe Influencerin, die als erste Frau in Hosen auf Skiern stand und andere Frauen ermutigte es gleichzutun. Dazu gehören auch Freerider Candide Thovex, bis hin zum Goldmedaillen-Gewinner Jean-Claude Killy, alle starke Persönlichkeiten, die nicht scheuten, die Vorurteile ihrer Zeit zu durchbrechen, um eine neue Disziplin zu erfinden. Doch in Zeiten der globalen Erwärmung ist die Zukunft des Skifahrens bedroht. Wie lange werden wir noch gleiten können? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 31.01.2021 SRF 1
  • Crans-Montana 1987 steht für einen sportlichen Höhenflug, für zwei triumphale Wochen, die in die Geschichte des Schweizer Sports eingegangen sind, und für das Jahr, in dem die Sterne am heimischen Skihimmel eine grosse strahlende Konstellation bildeten. Eine geeinte Skination jubelte voller Stolz und Begeisterung ihren Stars auf den Brettern zu. Wenige Tage genügten, um im Februar 1987 die Alpinen Skiweltmeisterschaften auf dem Walliser Hochplateau spontan in ein landesweites Freudenfest zu verwandeln. Acht der insgesamt zehn Goldmedaillen gingen an die Schweiz, die den Wettbewerb ausgerichtet hatte. Dazu kamen sechs weitere Medaillen: viermal Silber und zweimal Bronze. Das hatte es noch nie gegeben! Und alle, Frauen wie Männer, trugen zu diesem kollektiven Siegeszug mit einmaliger, grossartiger Identifikationskraft bei: Es schien, als würde die ganze Nation mit den mutigen Athletinnen und Athleten den Berg hinab und über die Zielgerade hinaus flitzen, die Arme siegessicher emporgestreckt. Die Skiweltmeisterschaft in Crans-Montana 1987 markierte einen wichtigen Wendepunkt im Skisport. Anlass genug für einen spannenden Rückblick auf einen Sport, der mehr denn je die Spitzenposition auf der Beliebtheitsskala der Volkssportarten anführte. Bei diesem Turnier gab es jedoch nicht nur glanzvolle Siege, sondern auch schmerzvolle Schicksale und interne Querelen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 28.01.2021 SRF 1
  • Der Saisonstart entspricht nicht den Erwartungen von Camille Rast und Loïc Meillard. Beide haben Mühe, ihr Selbstvertrauen wiederzufinden und aus einer Negativspirale auszubrechen, insbesondere Loïc mit seinem Material, das ihm Streiche spielt. Für Delia Durrer verläuft ihr Debüt im Weltcup nicht wie geplant, obwohl sie sich sehr gut schlägt. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 29.12.2024 SRF zwei
  • Für Camille Rast, Delia Durrer und Loïc Meillard ist der Sommer die Zeit der Vorbereitung und der Neubesinnung, weit weg vom Trubel des alpinen Ski-Zirkus. Es geht für jeden und jede von ihnen darum, mit Hilfe ihrer Angehörigen die Dinge wieder ins Lot zu bringen, um in der besten physischen und psychischen Verfassung am Start des ersten Rennens der Saison zu stehen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 22.12.2024 SRF zwei
  • Nach Weihnachten gelingt es Camille Rast endlich, ihre Dämonen zu bekämpfen! Sie findet wieder Spass auf den Skiern und die guten Ergebnisse folgen. Ein Sturz bringt die Pläne von Delia Durrer durcheinander, die sich in aufsteigender Form befand. Das Leben als Skifahrerin ist ein brutaler Lernprozess. Loïc Meillard lässt nicht locker und versucht, das Rad am Laufen zu halten, obwohl ihm das Glück nicht hold zu sein scheint … (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 05.01.2025 SRF zwei

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