Kommentare 31–36 von 36

  • (geb. 1981) am

    Schreib jetzt auch einfach mal was zum Thema, weil mich zur Zeit das "Pilcher Fieber" wieder gepackt hat. Mehr allerdings die wirklichen schriftlichen ErgŸsse als die "Ver"-filmungen im ZDF. Die sind zugegebenerma§en Kult, aber inzwischen fŸr mich kaum noch ertrŠglich, und mit Mrs. Pilcher hat das reichlich wenig zu tun.
    Die wirklich guten Verfilmungen liefen in den Jahren 1993-98. Dabei sind vor allem die Romanverfilmungen von 93, 94 und 95 hervorzuheben. Erstmals kritisch wirds mit den Filmen ab 96, wo plštzlich die ErzŠhlungen verfilmt werden. Hier bleibt von der ursprŸnglichen Handlung kaum noch was Ÿbrig, die Filme sind aber dennoch anstŠndig und entspechen "der Welt der R. Pilcher". Die letzte dieser passablen Verfilmungen lŠuft im FrŸhherbst 1998: "RŸckkehr ins Paradies". Danach gehts bergab.
    Die Handlungen werden merhr als platt, teilweise hahnebŸchen, es wird nur noch in SŸdengland, nicht mehr in Schottland gedreht, Schauspieler und Musik sind teilweise identisch. Au§erdem wird ein derma§en klischeehaftes Bild vom englischen life-style gezeichnet, dass es mich im Halse wŸrgt. Plštzlich spielt jeder Film auf einem noblen Landsitz, mit reichen, teeschlabbernden Hausherren und unterwŸrfigen Dienstboten. Einer der Liebenden kommt meistens aus einer "niederen" Schicht, und somit sind die Probleme vorprogrammiert und Handlung fŸr 1 1/2 Stunden sichergestellt. Bravo! Die Handlung ist aber eigentlich auch nicht so wichtig, die Hauptrolle spielt ja jetzt die Landschaft...
    Mit Rosamunde Pilcher hat das alles wenig zu tun, mehr mit Jane Austen, oder doch eher Edgar Wallace vielleicht?
    Ich mag die alten Filme (1993-98) aus folgenden GrŸnden: Sie zeichnen sich 1. durch gute DrehbŸcher aus. Vor allem die DrebŸcher von Barbara Engelke zu den ersten zehn Filmen. 2. sind die Schauspieler spitze, mal mehr mal weniger (z.B. Rolf Hoppe, Christiane Hšrbiger, Muriel Baumeister u.a). 3. spielt die Landschaft eine wichtige, aber nicht die einzige Rolle. Sie entspricht vielmehr den DrehbŸchern. Au§erdem wurde auch in Schottland gedreht (Wilder Thymian, Wechselspiel der Liebe, Stunden der Entscheidung), und diese herbe Landschaft ist einfach unerlЧlich um ein echtes Pilcher-Feeling aufkommen zu lassen. "Pilcher-Feeling" ist Ÿberhaupt das Stichwort. Damit meine ich das GefŸhl, das man bekommt wenn man einen Roman wie "Die Muschelsucher" liest. Wenn man genau dieses GefŸhl auch bekommt, wenn man einen Pilcher-Film sieht, dann mu§ es sich um einen guten handeln. Die ersten Filme aus der Mitte der 90er Jahre schaffen es dieses "Feeling" umzusetzten. Hier meine persšnlichen Lieblinge und Empfehlungen:

    Platz 1: "Wechselspiel der Liebe" (1994, spielt in Schottland)
    Platz 2: "StŸrmische Begnung" (1993)
    Platz 3: "September" (1995, spielt auch in Schottland mit ausschlie§lich britischer Besetzung)

    Eigentlich varrieren die PlŠtze 2 und 3 stŠndig. Hier kšnnen getrost alle Filme von 93-97, und "RŸckkehr ins Paradies" von 1998 eingefŸgt werden.

    Fast hŠtte ichs vergessen: Das absolut geilste an den Filmen ist die Musik von Richard Blackford. Meine GŸte, wie wunderbar ist die, und so wichtig. Die erzeugt ein Pilcher-Feeling, ui, ui, ui...

    So, das war mein Wort zum Mittwoch. Danke und Gr٤e an alle Pilcher-Begeisterten. Heiko
    • (geb. 1964) am

      Ich will berieselung, nicht überlegen.............
  • (geb. 1969) am

    Würde auch gerne mal "Muschelsucher" sehen. Habe leider nur das Buch verschlungen
    • (geb. 1967) am

      Ein up-date, weils so schön ist:
      Die ersten fünf Jahre (so 1992 bis 1997) war echt jeder Film dieser Reihe ein sehr schöner Fernsehabend, die Neueren Filme sind meist auch ganz nett, aber ich kann mich im gegensatz zu den füheren Filmen schon nach kurzer Zeit nicht mehr an die Handlung erinnern.
      Es freut mich, daß nun die ersten Filme auf DVD gibt, leider nur die Neusten, und hoffe daß auch die Alten noch auf DVD kommen.
      Vor allem "Stürmische Begegnung" mit Michael Lesch und Sophie von Kessel. Den Sophie von Kessel ist nun mal das dreamgirl schlechthin.
      Wer will, kann mir ja mal schreiben !
      • (geb. 1957) am

        Nun ja, die Romane von Rosamunde Pilcher sind im Prinzip immer das gleiche. So wie die Verfilmungen ihrer Bücher. Trotzdem, man bekommt angenehme Unterhaltung mit guten Schauspielern und einer tollen Kulisse im Hintergrund geboten. Und ich finde, daß rechtfertigt schon die Pilcher Verfilmungen.
        • am

          Hallo, es wäre schön, wenn Sie "Die Muschelsucher" einmal senden könnten. Viele anderen Filme sind schon öfters wiederholt worden. Leider wartete ich bisher vergeblich. Obwohl es immer dasselbe Strickmustern ist, versäume ich keinen Film.
          • (geb. 1967) am

            Eins ist ganz klar, wenn der Film um 20.15 Uhr beginnt, dann weiß man ab 20.25 so ungefähr wie die Story laufen wird und wer zu wem finden wird. Um 21.30 kommt dann der grosse Beziehungs-Saustall, es kommt dann ganz dramatisch, aber 10 min später ---> Happy End !
            Trotzdem, ich schaus gerne an. Wundervolle nette Mädchen, alles was die deutsche Schauspielriege zu bieten hat, England romantisch verklärt und reduziert auf Cornwall, Schottland und London, immer schön für einen entspannenden Feierabend. Der beste Film dier losen Reihe bleibt der Erste: "Stürmische Begegnungen", mit Sophie von Kessel, mmh!!!, lecker.

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