2026
Zu den Ausgaben aus der Zeit von 1975 bis 2016 liegen uns derzeit leider weder die Anzahl noch weitere Informationen vor.
Folge 1/2026
Folge 1 (30 Min.)Krankenkassen in der Krise – Was mit unseren Beiträgen passiert: Gesetzlich Versicherte zahlen nicht nur für Medizin und Arztbesuche, sondern tragen auch Kosten der Allgemeinheit, die man versicherungsfremde Leistungen nennt. Dazu zählt auch die gesundheitliche Versorgung von Bürgergeldempfängern, die nicht vom Staat sondern größtenteils über die Beiträge der gesetzlich Versicherten finanziert wird. Das hat aktuell zu einer Klage der Krankenkassen gegen den Bund in Höhe von zehn Milliarden Euro geführt, denn der Bund erstattet den Kassen nicht die vollen Kosten für die Versorgung der Bürgergeldempfänger, was die Beitragszahler überproportional belastet. Schätzungsweise haben versicherungsfremde Leistungen den Kassen im Jahr 2023 insgesamt 60 Milliarden gekostet. Der Bund erstattete davon aber nur 16,5 Milliarden Euro.Wirtschafts-Krise – Warum ein Industriestrompreis nicht hilft: Sinkende Auftragslage, hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerbsdruck – das sind die „Zutaten“ für die aktuelle Wirtschaftskrise. Vor allem die hohen Strompreise haben Folgen für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit in der Welt. 2026 soll ein sogenannter Industriestrompreis Linderung schaffen, ein vom Steuerzahler subventionierter günstigerer Preis. Doch nach Expertenmeinung droht den Unternehmen ein bürokratisches Monster, das ihnen kaum hilft – im Gegenteil. Am Ende könnten sogar chinesische Firmen vom Konstrukt „Industriestrompreis“ profitieren. Mit Firmenretter in die Pleite – Wie ein Investor Unternehmen übernimmt, die er gar nicht rettet: Ein Privatinvestor gibt sich seit Jahren als Firmenretter aus. Bundesweit übernimmt er kriselnde Unternehmen, doch am Ende warten Beschäftigte vergeblich auf ihren Lohn und die Firmen werden abgewickelt. Als Aushängeschild dienen dem Investor Prominente aus Politik und Wirtschaft. Jüngstes Beispiel: die Übernahme eines Maschinenbauers im Osten. Nach der vermeintlichen Rettung organisierte der neue Inhaber noch ein Fest. Doch schon ein paar Monate später erhielten die Beschäftigten keinen Lohn mehr. Gleiches können Angestellte anderer Firmen erzählen. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 14.01.2026 Das Erste Folge 2/2026
Folge 2 (30 Min.)* Aus für Stallprogramm – chaotische Förderpolitik verunsichert Schweinehalter Mehr Tierwohl in der Schweinehaltung – das sollte mit dem Bundesprogramm zur Förderung des Umbaus der Tierhaltung (BUT) unterstützt werden. Doch nun wurde das Programm vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorzeitig eingestellt. Das plötzliche Aus sorgt bei Schweinehaltern für große Verunsicherung. Auch Verbände und Agrarwissenschaftler kritisieren das vorzeitige Ende. Sie befürchten, dass ohne die Förderung immer mehr Schweinezüchter gezwungen sein werden, ihre Betriebe aufzugeben.* Steigende Schulden-Krise in Frankreich verunsichert deutsche Unternehmen Seit Jahren steigt die Staatsverschuldung in Frankreich ungebremst. Mittlerweile liegt sie bei rund 3,5 Billionen Euro. Das französische Haushaltsdefizit ist inzwischen fast doppelt so hoch wie es die Maastricht-Kriterien vorsehen. Die hohe Schuldenlast sorgt auch bei Investoren für Unsicherheit und hat Folgen für deutsche Unternehmen, die bislang gute Geschäfte mit Frankreich gemacht haben. * Sportwetten – Anbieter stehen im Verdacht gegen europäisches Recht zu verstoßen Mit Online-Sportwetten werden in Deutschland Milliarden umgesetzt, Tendenz steigend. Die Anbieter sind „Premiumpartner“ von Bundesligavereinen und Sponsoren der UEFA-Champions League. Immer wieder stehen sie im Verdacht, gegen deutsches Recht zu verstoßen: den Glücksspielstaatsvertrag. Doch weil fast alle Wettfirmen ihren Sitz auf Malta haben, können Geschädigte ihr Recht nicht durchsetzen. Denn dort schützt sie ein Gesetz, die „Bill 55“. Für den Juristen und Experten für Glücksspiel-Recht, Prof. Markus Ruttig, ist die „Bill 55“ ein Verstoß gegen EU-Recht: „Mit der sogenannten Bill 55 haben die Malteser ihr eigenes Glücksspielrecht geändert und im Wesentlichen damit gesetzlich festgeschrieben, dass Urteile aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Malta keine Geltung beanspruchen können.“ (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 Das Erste Folge 3/2026
Folge 3 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 Das Erste Folge 4/2026
Folge 4 (30 Min.)Second Hand: Zwei Drittel aller Deutschen haben es schon ausprobiert: Der Second-Hand-Markt boomt. Eine Marktanalyse des Handelsverbandes Deutschland zeigt: Der Online-Umsatz mit gebrauchten Artikeln hat sich innerhalb von sechs Jahren beinahe verdoppelt und lag 2024 bei fast zehn Milliarden Euro. Prognosen sagen weiteres Wachstum voraus – vor allem im digitalen Handel. Der Preis ist verschiedenen Umfragen zufolge die Hauptmotivation für Second Hand-Käufer. Besonders beliebt sind Kleidung, Elektronik, Haushaltsgeräte und Möbel. „Man merkt auf jeden Fall, dass die Leute aktuell stärker auf ihr Geld schauen“, sagt Philipp Gattner, Geschäftsführer der Online-Plattform Rebuy. Das Berliner Unternehmen handelt mit Second Hand-Produkten und macht den Großteil seines Umsatzes mit Elektronik. „Plusminus“ schaut hinter die Kulissen der Second-Hand-Welt.Rohstoff-Knappheit: Wie können sich Unternehmen in Deutschland aus der Abhängigkeit befreien?: Vor fünf Jahren war es Magnesium, heute ist es das Schwermetall Wolfram: Immer wieder gehen Unternehmen in Deutschland die Rohstoffe aus. Und das heißt dann: Produktion drosseln oder gleich ganz stilllegen. Der Grund: Jahrelang kauften die Firmen dort, wo es am günstigsten war, meist in China. Doch die Volksrepublik liefert längst nicht mehr die Mengen, die unsere Wirtschaft bräuchte. Teilweise gelten strikte Ausfuhrbeschränkungen. Dreht China den Hahn zu, stünden bei uns innerhalb kurzer Zeit die Bänder still. Und: Im Gegensatz zu anderen Ländern wie die USA, Japan oder Südkorea gibt es in Deutschland bei Rohstoffen kaum Reserven. Tatsächlich gibt es Alternativen: Auch innerhalb Europas gibt es Rohstoff-Vorkommen. Allerdings werden diese aus Kostengründen nicht genutzt – oder wurden in der Vergangenheit sogar stillgelegt. „Plusminus“ über Möglichkeiten, aus der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu entkommen. Rüstungsindustrie: Wie effizient wird unser Steuergeld ausgegeben?: Deutschland soll schnellstmöglich verteidigungsfähig werden und investiert dafür Milliarden in die Bundeswehr. Doch wie effizient wird dieses Steuergeld eingesetzt? Insider aus Politik und Vergaberecht berichten, dass derzeit auch aufgrund von fehlendem Fachwissen und mangelndem Wettbewerb teure und für den Einsatzzweck ungeeignete Rüstungsprojekte angegangen werden. Wo liegt das Problem? „Plusminus“ wertet dafür als Verschlusssache eingestufte Beschaffungsvorlagen aus. Obwohl Abläufe bereits beschleunigt wurden, sprechen Expertinnen und Experten weiterhin von grundlegenden Problemen im deutschen Beschaffungswesen. Was muss passieren, damit die Bundeswehr geeignetes Material bekommt und die Steuergelder effizient eingesetzt werden? (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 Das Erste Folge 5/2026
Folge 5 (30 Min.)Geopolitischer Zirkus verunsichert deutschen Mittelstand: Nach 25 Jahre andauernden Verhandlungen ist plötzlich doch wieder alles offen: Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten hätte in diesen sensiblen geopolitischen Zeiten nicht nur ein wichtiges Signal in Richtung USA, China und Russland senden können. Es wäre auch eine Chance für viele deutsche Mittelständler. Nun sind viele Unternehmen verunsichert und müssen ihre Pläne bremsen. Selbst wenn die vorläufige Inkraftsetzung des Abkommens erzielt würde, sind viel Zeit und Vertrauen verloren gegangen. Dass es anders gehen kann, zeigt der Blick nach Indien. Das Freihandelsabkommen gilt als weitgehend abgeschlossen und schafft erstmals verlässliche Perspektiven – sowohl auf deutscher als auch auf indischer Seite.Autoren: Kai-Hendrik Haß, Laura Kasprowiak Wenn Krebs zum Armutsrisiko wird Erst die Diagnose, dann der finanzielle Absturz – so ergeht es vielen Krebspatienten. Ein Grund: die Überforderung mit bürokratischen Hürden. Emotionaler Stress, Todesangst und Konzentrationsschwierigkeiten während der Chemotherapie treffen auf komplexe Antragsverfahren für Zuzahlungsbefreiung, Krankengeld, Erwerbsminderungsrente. Die Regierung will den Sozialstaat zwar „einfacher, gerechter und digitaler“ machen, aber die Reformvorschläge der Sozialstaatskommission gelten nicht für das beitragsfinanzierte Gesundheitswesen. Wie können Lotsensysteme helfen, die Lücke zu schließen und Überschuldung durch Krankheit zu vermeiden? Autorin: Pia Busch Zweifelhafte Papiere: Freie Fahrt für Lkw-Fahrer? Über Deutschlands Autobahnen fahren täglich Lkw-Fahrer, die das eigentlich nicht dürften. In großem Stil werben dubiose Leiharbeitsfirmen aus Osteuropa Fahrer aus Nicht-EU-Ländern an. Diese verleihen sie dann auch an deutsche Speditionen. Oft arbeiten sie unter unwürdigen Bedingungen und mit gefälschten Papieren. Zu befürchten haben Fahrer, Verleihfirmen und Speditionen bei uns aber wenig. Denn Fahndern des Zolls und der Autobahnpolizei stehen viele Hürden im Weg. „Plusminus“ geht auf Spurensuche: in Litauen, wo viele der Leiharbeitsfirmen sitzen, auf Streife mit deutschen Autobahnpolizisten und in Italien, das vormacht, wie es besser geht. Autor: Michael Houben (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 Das Erste Folge 6/2026
Folge 6 (30 Min.)* Probleme für Pharma-Produktion – Woran liegt es? Engpässe bei Medikamenten gehören in Deutschland inzwischen leider zum Alltag. Immer wieder fehlen Präparate. Viele davon nur vorübergehend, manche aber auch dauerhaft. Und die Situation könnte sich bald noch verschärfen. Unter anderem setzen strengere Regularien wie eine neue Abwasserverordnung die Produktion in Europa unter Druck. Und sogar für ein wichtiges Desinfektionsmittel ist unklar, wie es weitergeht.* „Buy now – Pay later“ – Was tun gegen die Schuldenfalle? Es ist so verlockend: Erst kaufen und später bezahlen. Selbst bei kleinsten Anschaffungen ist das möglich. Doch eine aktuelle Bafin-Studie zeigt, dass jeder Siebte dabei schon mal den Überblick verliert. Die EU will Verbraucher davor besser schützen, der sogenannten Verbraucherkreditrichtline. Demnach müssen Bezahlanbieter die Kreditwürdigkeit besser prüfen – auch bei Anschaffungen unter 200 Euro. Auch Deutschland muss diese Richtlinie umbesetzen. Doch was kann sie wirklich bringen? Und was könnte noch helfen, um Verbraucher besser zu schützen? * Erneuerbare Energien: Ministeriumspläne verunsichern Unternehmen Wir zeigen Unternehmen, die Solar-Anlagen und Windkraft-Anlagen bauen, einfach weil es sich für sie finanziell lohnt, den Strom selbst zu nutzen. Und es macht sie unabhängiger. Doch die neuen Pläne des Wirtschaftsministeriums zur Energiepolitik sorgen für Verunsicherung. Plusminus prüft den neuen Gesetzentwurf. Was ist sinnvoll? Was sollte angepasst werden, auch um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken? (Text: tagesschau24) Deutsche TV-Premiere Mi. 04.03.2026 Das Erste Folge 7/2026
Folge 7 (30 Min.)Geld sparen durch ambulante Operationen: In kaum einem anderen Land wird häufiger operiert als in Deutschland. Das Gesundheitssystem steht finanziell vor dem Kollaps. Um den Anstieg der Krankenkassenbeiträge zu bremsen, sollen künftig mehr Operationen nur noch ambulant durchgeführt werden. Jedes Jahr werden nach Operationen vier Millionen Krankenhausaufenthalte abgerechnet, die nicht zwingend nötig wären. Aluminium-Recycler in Not: Europa könnte Teile seines Bedarfs an Aluminium durch energiesparendes Recycling decken, wichtig gerade in Krisenzeiten, in denen die Energiepreise in die Höhe schießen.Doch durch die Zollpolitik der USA – niedrige Zölle für Aluschrott und hohe Zölle für Primäraluminium – ist das Recyceln von Aluminium in den Vereinigten Staaten plötzlich lohnender als in Europa. Mit der Folge, dass hochmoderne Werke hierzulande stillstehen, weil es kein Exportverbot dieses wertvollen Schrotts gibt. Mittelstand ist enttäuscht: Seit der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 begleitet „Plusminus“ mit der Kamera mittelständische Betriebe. Die Stimmung bei diesen Familienunternehmen ist nicht gut. Immer neue Krisen und Kriege sorgen für Verunsicherung. Und die unkalkulierbare Zollpolitik der Trump-Regierung erschwert verlässliches Investieren. Mittelständler klagen, dass die deutsche Regierung viel redet und verspricht – aber nur wenig an den Rahmenbedingungen verbessert. 64 Prozent der Mittelständler glauben laut einer aktuellen Umfrage nicht, dass die aktuelle Bundesregierung eine Wirtschaftswende schafft – sie vermissen den Aufbruch. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 Das Erste Folge 8/2026
Folge 8 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 18.03.2026 Das Erste Folge 9/2026
Folge 9 (30 Min.)* Ein Jahr US-Zölle – wie sieht die Bilanz für deutsche Unternehmen aus? Es war ein Schock für viele deutsche Unternehmen, als Trump am 02. April 2025 reziproke Zölle verkündete. Für sie begann nun eine Zeit extremer Unsicherheit. Und daran änderte auch das Urteil des Supreme Courts, der die Zölle vor einigen Wochen für unwirksam erklärte, wenig. Welche Auswirkungen haben die Zölle auf deutsche Unternehmen und die deutsche Wirtschaft? PLUSMINUS über die Bilanz nach einem Jahr.* Sanierer gefragt – immer mehr Unternehmen suchen externe Hilfe Der Abschwung in der Wirtschaft sorgt bei Sanierungsberatern für Aufschwung. Immer mehr Unternehmen stecken in der Krise und suchen externe Hilfe. Eine exklusive Umfrage für das Wirtschaftsmagazin PLUSMINUS zeigt: Besonders häufig kommen derzeit Anfragen aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Gefolgt von der Bauindustrie und dem Groß- und Einzelhandel. Doch viele Betriebe würden viel zu spät reagieren, beklagen Sanierungsexperten. Das mache es schwierig, eine Insolvenz abzuwenden. * Riskante Investments – der Bayerischen Versorgungskammer drohen hohe Verluste Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) ist die größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe in Deutschland, unter anderem zuständig für die Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung von rund 2,7 Millionen Ärzten, Anwälten, Apothekern oder Schornsteinfegern. Die bangen nun um ihre Altersvorsorge. Denn die BVK hat rund 1,6 Mrd. Euro in Immobilienprojekte in den USA investiert, musste davon bereits Millionen abschreiben. Besonders pikant: Sie setzte dabei auch auf einen bereits verurteilten US-Steuerbetrüger. PLUSMINUS hat sich auf Spurensuche begeben und sich die Geschäfte genauer angeschaut. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 01.04.2026 Das Erste Folge 10/2026
Folge 10 (30 Min.)WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN Plusminus – WDR Moderatorin Anna Planken Anna Planken, WDR Moderatorin von Plusminus. © WDR/Simin Kianmehr, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung und bei Nennung „Bild: WDR/Simin Kianmehr“ (S2). WDR Kommunikation/Redaktion Bild, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.deBild: WDR/Simin Kianmehr / WDR Kommunikation/Redaktion BildKosten für Fernwärme explodieren: Immer mehr Gemeinden legen in diesen Wochen ihren kommunalen Wärmeplan vor. Wer sich für einen Fernwärmeanschluss entscheidet, trägt zum Klimaschutz bei, legt sich aber auch für Jahre auf einen Anbieter fest. Der Monopolist muss bei Preiserhöhungen nicht mehr fürchten, dass die Kundschaft den Wärmelieferanten wechselt. Diese Marktmacht bekommen immer mehr Hausbesitzer zu spüren.Dieselskandal und kein Ende: Auch fünf Jahre nach dem Abgasskandal ist die Dieselaffäre für Volkswagen nicht ausgestanden. Eine Abschalteinrichtung für eine Diesel-Abgasreinigung von VW gilt nach wie vor als rechtswidrig. Volkswagen kämpft vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen ein noch nicht rechtskräftiges Urteil. Von wegen Zollgebühren sparen: Viele Fluglinien haben den Bordverkauf zollfreier Waren längst eingestellt. Doch Duty-Free-Shops in den Abflughallen gibt es nach wie vor. Die dort angebotenen Geschenke auf den letzten Drücker lassen sich die Betreiber gut bezahlen. Der Preiszuschlag kurz vor dem Abflug beträgt bis zu 50 Prozent. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 Das Erste Folge 11/2026
Folge 11 (30 Min.)Neue E-Auto-Prämie – Sinnvoller Anreiz oder verschwendetes Steuergeld? Mit einer neuen Kaufprämie will die Regierung den Absatz von Elektroautos steigern. Doch es bleiben viele Fragen: Ab wann und wie kann die Prämie beantragt werden, die rückwirkend ab Jahresbeginn gelten soll? Und: Wird künftig auch der Kauf Gebrauchter gefördert? Viele Kaufwillige warten daher ab. Und: Autohändler, Ökonomen und sogar Automobilkonzerne zweifeln, ob die milliardenschwere Förderung den Absatz wirklich ankurbelt. Kritiker wie Burkhard Weller vom Verband der Automobilhändler Deutschlands warnen, es werde „kein einziges Auto mehr verkauft“, dafür aber drei Milliarden Euro zusätzlich ausgegeben.Geplünderte Rücklagen: Albtraum für Wohnungseigentümer: Es ist die Horrorvorstellung jeder Wohnungseigentümergemeinschaft: Die Rücklagenkonten sind geplündert und der Hausverwalter ist spurlos verschwunden. In Hamburg fehlten plötzlich mehrere Millionen Euro, die für die Sanierung von Gebäuden gedacht waren. Stattdessen wurde das Geld ohne Wissen der Eigentümer in zweifelhafte Anleihen gesteckt – wenige Monate später war alles verloren. Nun fehlt das Geld für dringend nötige Reparaturen. Und Hamburg ist kein Einzelfall: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ließ jüngst einen Hausverwalter festnehmen, der von Hausgeld-, Giro- und Rücklagenkonten rund 770.000 Euro für sich und seine Frau abzweigte. Wie können sich Eigentümer vor der Veruntreuung ihrer Rücklagen schützen – und bietet das Gesetz Wohnungseigentümern ausreichenden Schutz? Der Boom der Zukunftswetten – Was hinter „Polymarket“ & Co. steckt: Promi-Verlobungen, Waffenstillstand, Naturkatastrophen: Auf Plattformen wie „Polymarket“ oder „Kalshi“ lässt sich auf fast alles wetten. In den USA und Großbritannien ziehen so genannte „Prediction Markets“ Millionen Nutzer an. Ein Milliardenmarkt ist entstanden. Für die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) gelten die Plattformen als illegales Glücksspiel, das als Wertpapierhandel getarnt ist. Die Behörde warnt: Solche Gesellschaftswetten sind hierzulande verboten. „Plusminus“ gibt Einblicke in das umstrittene Geschäftsmodell und zeigt, wie wir als Gesellschaft damit ringen, ob Krisen, Konflikte und politische Entscheidungen zur Spielwiese für Wetten werden dürfen. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 Das Erste Folge 12/2026
Folge 12 (30 Min.)Teure Kleinwagen – Steht eine ganze Fahrzeugklasse vor dem Aus? Für Fahranfänger, Geringverdiener, als Zweitwagen für Familien oder als Mobilitätsgarant für Pflegedienste sind Kleinwagen oft lebensnotwendig. Doch egal, ob E-Auto oder Verbrenner – unter 20.000 Euro ist ein Neuwagen kaum zu haben. Selbst Gebrauchte sind teuer. Viele Hersteller haben Kleinwagen sogar komplett aus dem Programm genommen, z. B. Ford Fiesta, Peugeot 108, Škoda Citigo, Opel Adam oder Opel Karl. In den vergangenen zehn Jahren ist das Kleinwagenangebot um rund 30 Modelle geschrumpft. Neben der Inflation gelten als Preistreiber vor allem die vielen Assistenzsysteme, die Hersteller in ihre Modelle nach EU-Vorgaben einbauen müssen. Doch sind diese Systeme zwingend nötig? In der EU scheint es jetzt ein Umdenken zu geben.Deutsches Gesundheitssystem – Hohe Kosten und wenig Nutzen: Der OECD-Gesundheitsbericht „Health at a Glance 2025“ stellt dem deutschen Gesundheitssystem ein verheerendes Zeugnis aus: teuer und ineffizient. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt verfügt Deutschland nach den USA über das zweitteuerste Gesundheitssystem der Welt und das teuerste in Europa. Im Vergleich zu Frankreich, Spanien, Italien, Dänemark oder den Niederlanden zeigt Deutschland ein Paradoxon: Es hat die höchsten Ausgaben, aber oft die niedrigste Lebenserwartung und eine geringere Effizienz bei der Vermeidung vorzeitiger Todesfälle. Deutschland ist Spitze bei der Einführung neuer Medikamente und neuer Medizintechnik, aber auch führend bei überflüssigen OPs. Experten kritisieren die strikte Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie eine zu hohe Dichte an kleinen, spezialisierten Kliniken, die hohe Fixkosten verursachen. Windräder im Wald – Warum Widerstand zwecklos ist: In vielen Regionen wächst der Widerstand gegen den weiteren Ausbau der Windkraft. Vor allem Naturschützer wehren sich gegen den Bau von Windrädern in Wäldern. Doch der Widerstand ist nahezu zwecklos, denn Paragraf 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) legt fest, dass der Ausbau erneuerbarer Energien im „überragenden öffentlichen Interesse“ liegt und der öffentlichen Sicherheit dient. Diese Regelung wurde vom ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) initiiert und ist in der Praxis zu einer Art juristischem Beschleuniger der Energiewende geworden. Bei der Genehmigung solcher Anlagen müssten zwar eigentlich die unterschiedlichen Interessen von Investoren, Anwohnern, Kommunen, Natur- oder Landschaftsschutz gegeneinander abgewogen werden, doch wenn Windkraft immer Vorrang hat, findet diese Abwägung nicht mehr statt. Ein Rechtsgutachten des Verfassungsrechtlers Boehme-Neßler hält den Paragraf 2 EEG für verfassungswidrig. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 Das Erste Folge 13/2026
Folge 13 (30 Min.)Weinbau in der Krise: Chancen durch Internationalisierung? Die Weinbranche in Deutschland ist im Umbruch: Sinkender Alkoholkonsum und steigende Produktionskosten stellen die Winzer vor massive Probleme. Experten gehen davon aus, dass gerade viele kleine Weingüter kaum mehr eine Zukunft haben. Und: Die US-Zölle belasten den Export. Hier sind die Ausfuhren zuletzt deutlich eingebrochen. Nun suchen die Winzer nach neuen Märkten, zum Beispiel in Brasilien. Und auch das Freihandelsabkommen mit Indien weckt neue Hoffnungen.Paketboten unter Druck: Immer schlechtere Arbeitsbedingungen: In Deutschland werden jeden Tag im Schnitt rund 10 Millionen Pakete verschickt. Viele große Zusteller setzen dafür Subunternehmer ein. Und diese stehen, auch durch die Erhöhung des Mindestlohns, unter großem wirtschaftlichem Druck. Für die Paketboten bedeutet das oftmals: Die Arbeitsbedingungen haben sich weiter verschlechtert. Schlechte Bezahlung und Lohndrückerei sind an der Tagesordnung. „Plusminus?“ hat mehrere Paketboten begleitet und verdeutlicht die Probleme einer ganzen Branche. Quo vadis „Grüner Stahl“? Schritt nach vorn oder Rolle rückwärts? Die Stahlindustrie gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft, als Basis vieler Wertschöpfungsketten. Am Stahl hängen etwa 4 Millionen Jobs. Auch deswegen wurden der Stahlindustrie Milliarden Euro an Fördergeldern zugesagt, für den Umbau hin zum „grünen“, klimafreundlichen Stahl. Bei Salzgitter und Saarstahl schreitet dieser voran. Andere, wie ArcelorMittal, treten dagegen eher auf die Bremse. „Plusminus“ zeigt, warum die Stahlunternehmen unterschiedliche Wege wählen, und sucht nach Antworten auf die Frage, welcher Weg in Zeiten von Kriegen und Unsicherheiten der richtige ist. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 Das Erste Folge 14/2026
Folge 14 (30 Min.)* Medizinische Versorgungszentren – weshalb Finanzinvestoren immer mehr Praxen kaufen Medizinische Versorgungszentren sollten helfen, die Gesundheitsversorgung vor allem auch im ländlichen Raum sicherzustellen. Doch nun drängen zunehmend Finanzinvestoren in den Markt. Der deutsche Gesundheitsmarkt ist lukrativ, lockt mit Renditen von bis zu 20 Prozent. Das habe auch Auswirkungen auf die Patientenversorgung, kritisiert etwa die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns. Schon lange verspricht die Politik mehr Regulierung. Doch passiert ist bislang nichts.* Kalbfleisch aus Holland – warum deutsche Landwirte kaum mithalten können Rund 700.000 Kälber gehen jedes Jahr aus Deutschland zur Mast in die Niederlande. Das Land ist inzwischen europäischer Marktführer in der Kälbermast. In Großbetrieben werden die Tiere dort unter Bedingungen gemästet, die in Deutschland gar nicht erlaubt sind. Als billiges Kalbfleisch geht es dann wieder zurück nach Deutschland. Trotz EU-Verordnungen sind deutsche Kälbermäster kaum konkurrenzfähig. Wie kann das sein? PLUSMINUS über die Folgen der Industrialisierung der Landwirtschaft. * Arbeitslose Akademiker – Wie KI den Wandel am Arbeitsmarkt beschleunigt Von der Frühjahrbelebung am Arbeitsmarkt war in diesem Jahr wenig zu spüren. Nicht nur die schlechte Konjunktur und die Krisen führen bei den Unternehmen zur Zurückhaltung, auch die Kompetenzanforderungen an Bewerber haben sich in den vergangenen 12 Monaten massiv gewandelt. Auffällig: Besonders Akademiker haben zunehmend Probleme einen Job zu finden. Mehr über die Gründe in PLUSMINUS. (Text: tagesschau24) Deutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 Das Erste Folge 15/2026
Folge 15 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 13.05.2026 Das Erste Folge 16/2026
Folge 16 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 27.05.2026 Das Erste Folge 17/2026
Folge 17 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 03.06.2026 Das Erste Folge 18/2026
Folge 18 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 Das Erste
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