2026
Zu den Ausgaben aus der Zeit von 1975 bis 2016 liegen uns derzeit leider weder die Anzahl noch weitere Informationen vor.
Folge 1/2026
Folge 1 (30 Min.)Krankenkassen in der Krise – Was mit unseren Beiträgen passiert: Gesetzlich Versicherte zahlen nicht nur für Medizin und Arztbesuche, sondern tragen auch Kosten der Allgemeinheit, die man versicherungsfremde Leistungen nennt. Dazu zählt auch die gesundheitliche Versorgung von Bürgergeldempfängern, die nicht vom Staat sondern größtenteils über die Beiträge der gesetzlich Versicherten finanziert wird. Das hat aktuell zu einer Klage der Krankenkassen gegen den Bund in Höhe von zehn Milliarden Euro geführt, denn der Bund erstattet den Kassen nicht die vollen Kosten für die Versorgung der Bürgergeldempfänger, was die Beitragszahler überproportional belastet. Schätzungsweise haben versicherungsfremde Leistungen den Kassen im Jahr 2023 insgesamt 60 Milliarden gekostet. Der Bund erstattete davon aber nur 16,5 Milliarden Euro.Wirtschafts-Krise – Warum ein Industriestrompreis nicht hilft: Sinkende Auftragslage, hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerbsdruck – das sind die „Zutaten“ für die aktuelle Wirtschaftskrise. Vor allem die hohen Strompreise haben Folgen für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit in der Welt. 2026 soll ein sogenannter Industriestrompreis Linderung schaffen, ein vom Steuerzahler subventionierter günstigerer Preis. Doch nach Expertenmeinung droht den Unternehmen ein bürokratisches Monster, das ihnen kaum hilft – im Gegenteil. Am Ende könnten sogar chinesische Firmen vom Konstrukt „Industriestrompreis“ profitieren. Mit Firmenretter in die Pleite – Wie ein Investor Unternehmen übernimmt, die er gar nicht rettet: Ein Privatinvestor gibt sich seit Jahren als Firmenretter aus. Bundesweit übernimmt er kriselnde Unternehmen, doch am Ende warten Beschäftigte vergeblich auf ihren Lohn und die Firmen werden abgewickelt. Als Aushängeschild dienen dem Investor Prominente aus Politik und Wirtschaft. Jüngstes Beispiel: die Übernahme eines Maschinenbauers im Osten. Nach der vermeintlichen Rettung organisierte der neue Inhaber noch ein Fest. Doch schon ein paar Monate später erhielten die Beschäftigten keinen Lohn mehr. Gleiches können Angestellte anderer Firmen erzählen. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 14.01.2026 Das Erste Folge 2/2026
Folge 2 (30 Min.)* Aus für Stallprogramm – chaotische Förderpolitik verunsichert Schweinehalter Mehr Tierwohl in der Schweinehaltung – das sollte mit dem Bundesprogramm zur Förderung des Umbaus der Tierhaltung (BUT) unterstützt werden. Doch nun wurde das Programm vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorzeitig eingestellt. Das plötzliche Aus sorgt bei Schweinehaltern für große Verunsicherung. Auch Verbände und Agrarwissenschaftler kritisieren das vorzeitige Ende. Sie befürchten, dass ohne die Förderung immer mehr Schweinezüchter gezwungen sein werden, ihre Betriebe aufzugeben.* Steigende Schulden-Krise in Frankreich verunsichert deutsche Unternehmen Seit Jahren steigt die Staatsverschuldung in Frankreich ungebremst. Mittlerweile liegt sie bei rund 3,5 Billionen Euro. Das französische Haushaltsdefizit ist inzwischen fast doppelt so hoch wie es die Maastricht-Kriterien vorsehen. Die hohe Schuldenlast sorgt auch bei Investoren für Unsicherheit und hat Folgen für deutsche Unternehmen, die bislang gute Geschäfte mit Frankreich gemacht haben. * Sportwetten – Anbieter stehen im Verdacht gegen europäisches Recht zu verstoßen Mit Online-Sportwetten werden in Deutschland Milliarden umgesetzt, Tendenz steigend. Die Anbieter sind „Premiumpartner“ von Bundesligavereinen und Sponsoren der UEFA-Champions League. Immer wieder stehen sie im Verdacht, gegen deutsches Recht zu verstoßen: den Glücksspielstaatsvertrag. Doch weil fast alle Wettfirmen ihren Sitz auf Malta haben, können Geschädigte ihr Recht nicht durchsetzen. Denn dort schützt sie ein Gesetz, die „Bill 55“. Für den Juristen und Experten für Glücksspiel-Recht, Prof. Markus Ruttig, ist die „Bill 55“ ein Verstoß gegen EU-Recht: „Mit der sogenannten Bill 55 haben die Malteser ihr eigenes Glücksspielrecht geändert und im Wesentlichen damit gesetzlich festgeschrieben, dass Urteile aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Malta keine Geltung beanspruchen können.“ (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 Das Erste Folge 3/2026
Folge 3 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 Das Erste Folge 4/2026
Folge 4 (30 Min.)Second Hand: Zwei Drittel aller Deutschen haben es schon ausprobiert: Der Second-Hand-Markt boomt. Eine Marktanalyse des Handelsverbandes Deutschland zeigt: Der Online-Umsatz mit gebrauchten Artikeln hat sich innerhalb von sechs Jahren beinahe verdoppelt und lag 2024 bei fast zehn Milliarden Euro. Prognosen sagen weiteres Wachstum voraus – vor allem im digitalen Handel. Der Preis ist verschiedenen Umfragen zufolge die Hauptmotivation für Second Hand-Käufer. Besonders beliebt sind Kleidung, Elektronik, Haushaltsgeräte und Möbel. „Man merkt auf jeden Fall, dass die Leute aktuell stärker auf ihr Geld schauen“, sagt Philipp Gattner, Geschäftsführer der Online-Plattform Rebuy. Das Berliner Unternehmen handelt mit Second Hand-Produkten und macht den Großteil seines Umsatzes mit Elektronik. „Plusminus“ schaut hinter die Kulissen der Second-Hand-Welt.Rohstoff-Knappheit: Wie können sich Unternehmen in Deutschland aus der Abhängigkeit befreien?: Vor fünf Jahren war es Magnesium, heute ist es das Schwermetall Wolfram: Immer wieder gehen Unternehmen in Deutschland die Rohstoffe aus. Und das heißt dann: Produktion drosseln oder gleich ganz stilllegen. Der Grund: Jahrelang kauften die Firmen dort, wo es am günstigsten war, meist in China. Doch die Volksrepublik liefert längst nicht mehr die Mengen, die unsere Wirtschaft bräuchte. Teilweise gelten strikte Ausfuhrbeschränkungen. Dreht China den Hahn zu, stünden bei uns innerhalb kurzer Zeit die Bänder still. Und: Im Gegensatz zu anderen Ländern wie die USA, Japan oder Südkorea gibt es in Deutschland bei Rohstoffen kaum Reserven. Tatsächlich gibt es Alternativen: Auch innerhalb Europas gibt es Rohstoff-Vorkommen. Allerdings werden diese aus Kostengründen nicht genutzt – oder wurden in der Vergangenheit sogar stillgelegt. „Plusminus“ über Möglichkeiten, aus der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu entkommen. Rüstungsindustrie: Wie effizient wird unser Steuergeld ausgegeben?: Deutschland soll schnellstmöglich verteidigungsfähig werden und investiert dafür Milliarden in die Bundeswehr. Doch wie effizient wird dieses Steuergeld eingesetzt? Insider aus Politik und Vergaberecht berichten, dass derzeit auch aufgrund von fehlendem Fachwissen und mangelndem Wettbewerb teure und für den Einsatzzweck ungeeignete Rüstungsprojekte angegangen werden. Wo liegt das Problem? „Plusminus“ wertet dafür als Verschlusssache eingestufte Beschaffungsvorlagen aus. Obwohl Abläufe bereits beschleunigt wurden, sprechen Expertinnen und Experten weiterhin von grundlegenden Problemen im deutschen Beschaffungswesen. Was muss passieren, damit die Bundeswehr geeignetes Material bekommt und die Steuergelder effizient eingesetzt werden? (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 Das Erste Folge 5/2026
Folge 5 (30 Min.)Geopolitischer Zirkus verunsichert deutschen Mittelstand: Nach 25 Jahre andauernden Verhandlungen ist plötzlich doch wieder alles offen: Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten hätte in diesen sensiblen geopolitischen Zeiten nicht nur ein wichtiges Signal in Richtung USA, China und Russland senden können. Es wäre auch eine Chance für viele deutsche Mittelständler. Nun sind viele Unternehmen verunsichert und müssen ihre Pläne bremsen. Selbst wenn die vorläufige Inkraftsetzung des Abkommens erzielt würde, sind viel Zeit und Vertrauen verloren gegangen. Dass es anders gehen kann, zeigt der Blick nach Indien. Das Freihandelsabkommen gilt als weitgehend abgeschlossen und schafft erstmals verlässliche Perspektiven – sowohl auf deutscher als auch auf indischer Seite.Autoren: Kai-Hendrik Haß, Laura Kasprowiak Wenn Krebs zum Armutsrisiko wird Erst die Diagnose, dann der finanzielle Absturz – so ergeht es vielen Krebspatienten. Ein Grund: die Überforderung mit bürokratischen Hürden. Emotionaler Stress, Todesangst und Konzentrationsschwierigkeiten während der Chemotherapie treffen auf komplexe Antragsverfahren für Zuzahlungsbefreiung, Krankengeld, Erwerbsminderungsrente. Die Regierung will den Sozialstaat zwar „einfacher, gerechter und digitaler“ machen, aber die Reformvorschläge der Sozialstaatskommission gelten nicht für das beitragsfinanzierte Gesundheitswesen. Wie können Lotsensysteme helfen, die Lücke zu schließen und Überschuldung durch Krankheit zu vermeiden? Autorin: Pia Busch Zweifelhafte Papiere: Freie Fahrt für Lkw-Fahrer? Über Deutschlands Autobahnen fahren täglich Lkw-Fahrer, die das eigentlich nicht dürften. In großem Stil werben dubiose Leiharbeitsfirmen aus Osteuropa Fahrer aus Nicht-EU-Ländern an. Diese verleihen sie dann auch an deutsche Speditionen. Oft arbeiten sie unter unwürdigen Bedingungen und mit gefälschten Papieren. Zu befürchten haben Fahrer, Verleihfirmen und Speditionen bei uns aber wenig. Denn Fahndern des Zolls und der Autobahnpolizei stehen viele Hürden im Weg. „Plusminus“ geht auf Spurensuche: in Litauen, wo viele der Leiharbeitsfirmen sitzen, auf Streife mit deutschen Autobahnpolizisten und in Italien, das vormacht, wie es besser geht. Autor: Michael Houben (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 Das Erste Folge 6/2026
Folge 6 (30 Min.)* Probleme für Pharma-Produktion – Woran liegt es? Engpässe bei Medikamenten gehören in Deutschland inzwischen leider zum Alltag. Immer wieder fehlen Präparate. Viele davon nur vorübergehend, manche aber auch dauerhaft. Und die Situation könnte sich bald noch verschärfen. Unter anderem setzen strengere Regularien wie eine neue Abwasserverordnung die Produktion in Europa unter Druck. Und sogar für ein wichtiges Desinfektionsmittel ist unklar, wie es weitergeht.* „Buy now – Pay later“ – Was tun gegen die Schuldenfalle? Es ist so verlockend: Erst kaufen und später bezahlen. Selbst bei kleinsten Anschaffungen ist das möglich. Doch eine aktuelle Bafin-Studie zeigt, dass jeder Siebte dabei schon mal den Überblick verliert. Die EU will Verbraucher davor besser schützen, der sogenannten Verbraucherkreditrichtline. Demnach müssen Bezahlanbieter die Kreditwürdigkeit besser prüfen – auch bei Anschaffungen unter 200 Euro. Auch Deutschland muss diese Richtlinie umbesetzen. Doch was kann sie wirklich bringen? Und was könnte noch helfen, um Verbraucher besser zu schützen? * Erneuerbare Energien: Ministeriumspläne verunsichern Unternehmen Wir zeigen Unternehmen, die Solar-Anlagen und Windkraft-Anlagen bauen, einfach weil es sich für sie finanziell lohnt, den Strom selbst zu nutzen. Und es macht sie unabhängiger. Doch die neuen Pläne des Wirtschaftsministeriums zur Energiepolitik sorgen für Verunsicherung. Plusminus prüft den neuen Gesetzentwurf. Was ist sinnvoll? Was sollte angepasst werden, auch um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken? (Text: tagesschau24) Deutsche TV-Premiere Mi. 04.03.2026 Das Erste Folge 7/2026
Folge 7 (30 Min.)Geld sparen durch ambulante Operationen: In kaum einem anderen Land wird häufiger operiert als in Deutschland. Das Gesundheitssystem steht finanziell vor dem Kollaps. Um den Anstieg der Krankenkassenbeiträge zu bremsen, sollen künftig mehr Operationen nur noch ambulant durchgeführt werden. Jedes Jahr werden nach Operationen vier Millionen Krankenhausaufenthalte abgerechnet, die nicht zwingend nötig wären. Aluminium-Recycler in Not: Europa könnte Teile seines Bedarfs an Aluminium durch energiesparendes Recycling decken, wichtig gerade in Krisenzeiten, in denen die Energiepreise in die Höhe schießen.Doch durch die Zollpolitik der USA – niedrige Zölle für Aluschrott und hohe Zölle für Primäraluminium – ist das Recyceln von Aluminium in den Vereinigten Staaten plötzlich lohnender als in Europa. Mit der Folge, dass hochmoderne Werke hierzulande stillstehen, weil es kein Exportverbot dieses wertvollen Schrotts gibt. Mittelstand ist enttäuscht: Seit der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 begleitet „Plusminus“ mit der Kamera mittelständische Betriebe. Die Stimmung bei diesen Familienunternehmen ist nicht gut. Immer neue Krisen und Kriege sorgen für Verunsicherung. Und die unkalkulierbare Zollpolitik der Trump-Regierung erschwert verlässliches Investieren. Mittelständler klagen, dass die deutsche Regierung viel redet und verspricht – aber nur wenig an den Rahmenbedingungen verbessert. 64 Prozent der Mittelständler glauben laut einer aktuellen Umfrage nicht, dass die aktuelle Bundesregierung eine Wirtschaftswende schafft – sie vermissen den Aufbruch. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 Das Erste Folge 8/2026
Folge 8 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 18.03.2026 Das Erste Folge 9/2026
Folge 9 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 01.04.2026 Das Erste Folge 10/2026
Folge 10 (30 Min.)WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN Plusminus – WDR Moderatorin Anna Planken Anna Planken, WDR Moderatorin von Plusminus. © WDR/Simin Kianmehr, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung und bei Nennung „Bild: WDR/Simin Kianmehr“ (S2). WDR Kommunikation/Redaktion Bild, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.deBild: WDR/Simin Kianmehr / WDR Kommunikation/Redaktion BildKosten für Fernwärme explodieren: Immer mehr Gemeinden legen in diesen Wochen ihren kommunalen Wärmeplan vor. Wer sich für einen Fernwärmeanschluss entscheidet, trägt zum Klimaschutz bei, legt sich aber auch für Jahre auf einen Anbieter fest. Der Monopolist muss bei Preiserhöhungen nicht mehr fürchten, dass die Kundschaft den Wärmelieferanten wechselt. Diese Marktmacht bekommen immer mehr Hausbesitzer zu spüren. / Dieselskandal und kein Ende: Auch fünf Jahre nach dem Abgasskandal ist die Dieselaffäre für Volkswagen nicht ausgestanden.Eine Abschalteinrichtung für eine Diesel-Abgasreinigung von VW gilt nach wie vor als rechtswidrig. Volkswagen kämpft vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen ein noch nicht rechtskräftiges Urteil. / Von wegen Zollgebühren sparen: Viele Fluglinien haben den Bordverkauf zollfreier Waren längst eingestellt. Doch Duty-Free-Shops in den Abflughallen gibt es nach wie vor. Die dort angebotenen Geschenke auf den letzten Drücker lassen sich die Betreiber gut bezahlen. Der Preiszuschlag kurz vor dem Abflug beträgt bis zu 50 Prozent. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 Das Erste Folge 11/2026
Folge 11 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 Das Erste Folge 12/2026
Folge 12 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 Das Erste Folge 13/2026
Folge 13 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 Das Erste Folge 14/2026
Folge 14 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 Das Erste Folge 15/2026
Folge 15 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 13.05.2026 Das Erste
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