Plusminus extra, Seite 1

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      Es war eine der spektakulärsten Pleiten der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Als Europas einst größte Drogeriemarkt-Kette Schlecker im Januar 2012 Insolvenz anmeldete, kostete das 25.000 Mitarbeitern und vor allem Mitarbeiterinnen den Job. Rund eine Milliarde Euro betrug die Forderung der Gläubiger. „Es ist nichts mehr da“, erklärte die Tochter von Anton Schlecker damals öffentlich. Doch daran hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ihre Zweifel. Erhebliche Vermögensteile seien vorher innerhalb der Familie zur Seite geschafft worden. Vorsätzlicher Bankrott, falsche Versicherung an Eides statt, gemeinschaftliche Untreue in besonders schwerem Fall und Insolvenzverschleppung – so die Vorwürfe, die ab 6. März in einem Mammutprozess vor dem Stuttgarter Landgericht verhandelt werden. Angeklagt sind neben Anton Schlecker als Hauptangeklagtem seine Ehefrau Christa, seine beiden Kinder Meike und Lars sowie zwei Wirtschaftsprüfer. Doch wie groß sind die Chancen, die Vorwürfe auch beweisen zu können? „Plusminus extra“ beleuchtet die Hintergründe der Schlecker-Pleite und die schwierige Ausgangslage einem solchen Wirtschaftsprozess. (Text: ARD)

      Deutsche ErstausstrahlungMo 06.03.2017Das Erste
    • Der Internationale Währungsfonds blickt voll Sorge auf die Deutsche Bank. Im neusten Stabilitätsbericht kritisiert der IWF, die Kosten der Bank seien zu hoch. Im vergangenen Jahr bezeichnete der IWF die „Deutsche“ gar als die Bank, die die größten Risiken fürs Finanzsystem berge. Vergangenen Herbst arbeitete das Institut im Krisenmodus: Strafverfolger drohten mit extremen Geldbußen, Hedgefonds wetteten gegen die „Deutsche“ und drückten den Aktienkurs, Kunden sprangen ab. Und Journalisten fragten alarmiert, ob Deutschlands größte Bank womöglich vom Staat gestützt werden müsse. Berechtigte Sorge oder mediale Panikmache? Ist die Deutsche Bank gefährdet oder gefährlich? Monatelang haben die Autoren Stefan Jäger und Ingo Nathusius Vorstände, Aufsichtsräte, Mitarbeiter, Aktionäre und Kunden begleitet, beobachtet und interviewt. Erstmals konnte ein Fernsehteam Einblick nehmen in das Innerste der bisher stets verschlossenen Deutschen Bank. Vorstandsvorsitzender John Cryan und Aufsichtsrats-Chef Paul Achleitner äußern sich in Interviews. Die Deutsche Bank ist ein Unternehmen mit massiven Problemen: Obskure Geschäfte der Vergangenheit kosten Milliardensummen. Das Institut hat Fett angesetzt und den Wandel im Bankgeschäft verschlafen. Es verdient zu wenig, um seine hohen Kosten zu decken. Die vergangenen beiden Geschäftsjahre brachten Milliardenverluste. Ein neues Management versucht zu retten, was zu retten ist. In Deutschland werden Filialen geschlossen, weltweit wird Personal abgebaut, das Eigenkapital wurde massiv erhöht. Kenner der Bank sind freilich nicht restlos überzeugt. Abrupte Schwenks in der Strategie kosten viel Geld und lassen Zweifel aufkommen, ob alles stets durchdacht ist. (Text: ARD)

      Deutsche ErstausstrahlungDi 16.05.2017Das Erste

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