Quoten: ZDF-Krimis stark, Fußball-Relegation durchwachsen

    „Let’s Dance“ siegt in der Zielgruppe, „heute-show“ gewohnt erfolgreich

    Dennis Braun – 21.05.2016, 10:19 Uhr

    „Die Chefin“ holte am Freitagabend den Tagessieg beim Gesamtpublikum.

    Dass König Fußball nicht zwangsläufig den Abend dominieren muss, lässt sich an den Quoten vom gestrigen Freitag ablesen. Die Zweitliga-Relegation ist eben nicht die Champions League, und so interessierte die Partie zwischen den Würzburger Kickers und dem MSV Duisburg im Ersten auch lediglich 2,89 Millionen Zuschauer. Beim Gesamtpublikum bedeutete dieser Wert einen Marktanteil von durchwachsenen 11,6 Prozent, die bei den 14- bis 49-Jährigen erreichten 9,5 Prozent lagen zumindest deutlich über dem Senderschnitt.

    Statt der Erstausstrahlung des Films „Fanny und die geheimen Väter“, der nun erst am kommenden Freitag zu sehen sein wird, setzte Das Erste im Anschluss nur auf eine „Polizeiruf 110“-Wiederholung. Die ließ den Marktanteil allerdings auf schwache 7,0 Prozent beim Gesamtpublikum und 4,5 Prozent in der Zielgruppe absacken. Insgesamt 1,92 Millionen Zuschauer konnten sich für die Folge „Der verlorene Sohn“ erwärmen.

    Deutlich erfolgreichere Krimikost bot dagegen das ZDF, wo sich „Die Chefin“ mit insgesamt 5,64 Millionen Zuschauern und starken 20,0 Prozent den mühelosen Tagessieg sicherte. Auch „Letzte Spur Berlin“ lief anschließend mit 4,77 Millionen Zuschauern und 16,8 Prozent noch prächtig. Bei den jungen Zuschauern kamen die Krimis auf gute 8,3 bzw. 7,1 Prozent.

    In der Zielgruppe kam hingegen einmal mehr niemand an „Let’s Dance“ vorbei. 1,63 Millionen Umworbene schalteten die RTL-Tanzshow im Schnitt ein, womit ein sehr guter Marktanteil von 17,9 Prozent erreicht wurde. Quasi gar keine Bewegung lässt sich beim Gesamtpublikum feststellen; die in dieser Woche erreichten 4,62 Millionen Zuschauer (17,1 Prozent) reihen sich nahtlos in den Erfolg der bisherigen Ausgaben der neunten Staffel ein.

    Wenig zu melden hatten dagegen am Freitagabend sowohl Sat.1 als auch ProSieben mit ihren Filmen. Während „Zum Ausziehen verführt“ bei Sat.1 mit 9,2 Prozent in der Zielgruppe zumindest knapp über Senderschnitt lag, kann ProSieben mit der Performance von „Paranoia – Riskantes Spiel“ angesichts magerer 9,6 Prozent nicht zufrieden sein. Doch auch die kleineren Sender konnten keine Bäume ausreißen: kabel eins erzielte ab 20:15 Uhr mit vier Folgen von „The Mentalist“ unspektakuläre Marktanteile zwischen 4,7 und 5,9 Prozent, bei VOX steigerte sich „Law & Order: Special Victims Unit“ nach schwachem Beginn um 23:05 Uhr zumindest auf 7,8 Prozent. RTL II kam mit „Skyline – Der Tag des Angriffs“ zur Primetime auf mittelprächtige 5,5 Prozent, ehe „Chernobyl Diaries“ den Marktanteil auf solide 6,3 Prozent steigen ließ.

    Am späten Abend hatte unterdessen weiterhin RTL die Nase vorn. „Jungen gegen Mädchen“ erreichte im Windschatten von „Let’s Dance“ mit 18,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen sogar einen Staffelbestwert. 2,71 Millionen Zuschauer (16,2 Prozent) interessierten sich insgesamt für die von Mirja Boes und Joachim Llambi moderierte Show. Auch die „heute-show“ lief im ZDF mal wieder hervorragend und unterhielt 3,98 Millionen Zuschauer, die 16,9 Prozent beim Gesamtpublikum entsprachen. In der Zielgruppe war die Satiresendung mit 14,6 Prozent ebenfalls eine Klasse für sich und strahlte auch auf das nachfolgende „Sketch History“ ab, das sehr gute 9,7 Prozent erzielte.

    Eine bemerkenswerte Entwicklung spielt sich am Vorabend ab, wo die ARD-Quizshow „Wer weiß denn sowas?“ beim Gesamtpublikum erstmals vor den „SOKO“-Serien des ZDF lag. 2,69 Millionen Zuschauer entschieden sich fürs Erste, der Marktanteil betrug richtig starke 17,4 Prozent und fiel auch beim jungen Publikum mit 7,8 Prozent sehr ordentlich aus. Zur gleichen Zeit kam „SOKO Kitzbühel“ im Zweiten auf insgesamt 2,40 Millionen Zuschauer und durchaus gute 15,2 Prozent, musste sich aber dennoch erstmals hinten anstellen. Festzuhalten bleibt allerdings auch, dass sich die Krimiserie bereits im Wiederholungsmodus befindet.

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      Ist die SOKO nicht seit 1000 Jahren im Wiederholmodus? Irgendwie sind doch die Handlungen alle gleich überschaubar.

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