„Titans“ und „Harley Quinn“ wechseln zu HBO Max

    Launige Animationsserie mit Kaley Cuoco erhät dritte Staffel

    Bernd Krannich – 18.09.2020, 18:17 Uhr

    „Harley Quinn“

    Zum Wochenende hat WarnerMedia aufgeräumt: Wie sich schon länger abzeichnete, verabschiedet sich der Comic- und Streaming-Dienst DC Universe von sämtlichen Serien, die letztendlich zur jungen Streamingschwester HBO Max wechseln. Zum 21. Januar 2021 wird DC Universe zu DC Universe Infinite umgewidmet und ausschließlich zum Hub für digitale Comics, wobei es für diverse Produkte ein Aboangebot gibt. DC Universe Infinite soll im Sommer 2021 auch weltweit antreten.

    Daneben wurde bekannt gegeben, dass die von der Kritik gefeierte Animationsserie „Harley Quinn“ für eine dritte Staffel verlängert wurde – die nun eben durch HBO Max veröffentlicht werden wird. Die ehemalige „The Big Bang Theory“-Darstellerin Kaley Cuoco leiht der Hauptfigur die Stimme. Ebenfalls wurde der Wechsel von „Titans“ mit der zuvor bestellten dritten Staffel zu HBO Max bestätigt wie auch der von „Young Justice“ mit der frisch bestellten Staffel, „Young Justice: Phantoms“ (fernsehserien.de berichtete). Sie gesellen sich zum schon früher gewechselten „Doom Patrol“, das schon mit seiner zweiten Staffel bei HBO Max gelaufen war und gerade für eine dritte Staffel verlängert wurde (fernsehserien.de berichtete). Das ebenfalls für DC Universe entwickelte „Stargirl“ wurde derweil in den USA „exklusiv“ zu The CW abgegeben (fernsehserien.de berichtete), „Swamp Thing“ eingestellt.

    Harley Quinn

    Im Zentrum der Serie „Harley Quinn“ steht die Schurkin gleichen Namens, die sich zu Beginn der Serie von ihrem bisherigen Lover Joker abnabelt. Der hatte einst seine Psychiaterin Dr. Harleen Frances Quinzel in den Wahnsinn getrieben, so dass sie eben zu Harley Quinn wurde und sich ein Harlekin-Kostüm überstreifte. Nachdem sie sich mit dem Joker überworfen hat, versucht sich Harley Quinn als Superschurkin zu beweisen – steht sich aber dabei nicht selten selbst im Weg. Die Kritik lobt, dass die Serie erfolgreich auf dem schmalen Pfad zwischen einer absurden Animationsserie und der Darstellung des Themas Selbstfindung wandelt.

    Der Untergang von DC Universe

    DC Universe war von DC-Besitzer Warner einst als Comic-Hub begründet worden, der eben auch mit Streaming-Angeboten aufgewertet werden sollte. Der langsame, aber unvermeidliche Untergang des Angebots begann mit dem Wechsel des gesamten Warner-Konzerns von Time Warner unter die Kontrolle des Telekommunikationsanbieters AT&T. Der hatte einerseits auch schon weitere Sender gekauft und andererseits eigene Vorstellungen von der Zukunft – und die unterschieden sich von denen, die bei Warner erst kurz zuvor eingeleitet worden waren.

    AT&T verordnete seinem gesamten Senderportfolio im Laufe der vergangene Monate die Ausrichtung auf einen neuen, gemeinsamen Streaming-Dienst: Serienangebote der Sender und Anbieter Turner (mit TNT und TBS), DirecTV, HBO, Cinemax, Cartoon Network und adult swim sowie neue und alte Formate der zahlreichen Warner-Studios sollten bei HBO Max gebündelt werden.

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