„Speechless“: Erfolgreiche neue US-Comedy startet bei ProSieben Fun

    Neue Familien-Comedy feiert Deutschlandpremiere im Pay-TV

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 07.07.2017, 19:00 Uhr

    Der Cast von „Speechless“: Kyla Kenedy, Mason Cook, John Ross Bowie, Minnie Driver, Micah Fowler und Cedric Yarbrough as Kenneth – Bild: ABC/Bob D'Amico
    Der Cast von „Speechless“: Kyla Kenedy, Mason Cook, John Ross Bowie, Minnie Driver, Micah Fowler und Cedric Yarbrough as Kenneth

    Die aktuelle US-Serie „Speechless“ kommt durch ProSieben Fun nach Deutschland. Im Zentrum steht das Alltagsleben einer Familie im Umbruch. Denn das Leben der Familie DiMeo wurde bisher stark von der Fürsorge für den ältesten Sohn geprägt, den schwerbehinderten JJ (Micah Fowler). Der kommt nun aber in ein Alter, in dem er sich von der Bevormundung vor allem durch seine Mutter Maya (Minnie Driver) abnabeln will. Die Serie startet in Deutschland am 2. August um 21.40 Uhr mit einer Doppelfolge. In den USA lief die erste Staffel in der vergangenen Season mit gutem Erfolg, daher wurde die Serie für eine zweite Staffel verlängert.

    Wie auch diverse andere Familiencomedys beim US-Sender ABC („Modern Family“, „Fresh Off the Boat“, „The Middle“) handelt „Speechless“ von einer eigentlich normalen Familie, die sich ungewöhnlichen Herausforderungen gegenüber sieht.

    Bei den DiMeos ist das die Dynamik, die sich um den ältesten Sohn JJ entwicklet hat. Der hat schwere körperliche Entwicklungsstörungen, ist auf einen elektrischen Rollstuhl und pflegerische Hilfe angewiesen und kann sich nicht verbal mitteilen. Geistig ist JJ vollkommen durchschnittlich, zudem kann er sich über einen Laserpointer und ein Board mit aufgedruckten Buchstaben und Wörtern verständigen. Damit JJ eine möglichst normale Entwicklung nehmen kann, legt sich seine Mutter Maya immer wieder mit Behörden und dem Schulsystem an. Nun hat sie eine neue Schule gefunden, die – aus Prestigegründen – mehr für Integration tun möchte und Geld für einen permanenten Alltagsbegleiter geben würde. Allerdings muss die Familie dafür – mal wieder – umziehen, sehr zum Leidwesen von JJs jüngeren Geschwistern Ray (Mason Cook) und Dylan (Kyla Kenedy), die mal wieder den ganzen Bekanntenkreis aufgeben müssen. Mehr noch, um JJ auf die besagte Schule zu bekommen, muss die Familie in ein nobles Viertel ziehen, wo die DiMeos sich nur eine heruntergekommene Bruchbude leisten können.

    Trotz anfänglicher Probleme bringt der Umzug jedoch neue Stabilität für die Familie. Auf Umwegen erwählt sich JJ den bisherigen Schulhausmeister Kenneth (Cedric Yarbrough) als Begleiter, der den jungen Mann und sein Dasein als Außenseiter versteht. Durch JJs neue Vertrauensperson muss Mutter Maya damit klarkommen, dass ihr Sohn sich wie ein normaler Teenager von ihr abnabelt. Das gibt ihr aber auch die Gelegenheit, ihren anderen beiden Kindern mehr Aufmerksamkeit schenken zu können.

    In einer weiteren Hauptrolle ist John Ross Bowie dabei, vielen deutschen Zuschauern als Leonards und Sheldons „Kollege/Konkurrent“ Barry Kripke in „The Big Bang Theory“ bekannt. Er spielt den Familienvater Jimmy, dessen Aufgabe es schon immer war, den ganzen Laden zusammenzuhalten und in Stresssituationen die Wogen zu glätten.

    Auch wenn bei der äußeren Darstellung JJ und seine körperlichen Einschränkungen zwangsläufig einen großen Raum einnehmen, wirft die Serie ein weites Netz. Sicherlich, es geht um Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, aber eben auch um alltägliche Familienprobleme – und nicht nur durch die drei Kinder und das Erwachsenwerden.

    Wie sein Charakter JJ hat Darsteller Micah Fowler Cerebralparese, eine Bewegungsstörung, die in der Regel ihre Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung hat. Allerdings ist sie bei Fowler weniger schwer ausgeprägt. Inspiriert wurde die Serie durch die Jugenderfahrungen von Serienschöpfer Scott Silveri („Joey“, „Go On“), der ebenfalls einer Familie mit einem körperlich eingeschränkten älteren Bruder entstammt.

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