Sonntagsquoten: „Die Brücke“ floppt, „Tatort“ holt den Tagessieg

    „Kitchen Impossible“ im Aufwind, schwacher Start für „Ganz in Weiß“

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 22.02.2016, 11:31 Uhr

    „Die Brücke“ – Bild: DR/SVT/ZDF
    „Die Brücke“

    Die Sonntags-Primetime war gestern wie üblich in der Hand des „Tatorts“. Der neue Fall „Im gelobten Land“ für Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) wurde von insgesamt 9,07 Millionen Zuschauern gesehen, was überragenden 24,3 Prozent Marktanteil entsprach. In der jungen Zielgruppe lief es ebenfalls blendend: 2,99 Millionen 14- bis 49-Jährige sorgten für mehr als ordentliche 21,4 Prozent. „Anne Will“ konnte aus dieser Vorlage nicht viel machen: Für die ARD-Polittalkshow blieben um 21.45 Uhr noch 3,90 Millionen Zuschauer dran. Die Marktanteile beliefen sich auf 13,4 Prozent insgesamt und mäßige 5,5 Prozent beim jungen Publikum.

    Stärkster Verfolger des Ersten war das ZDF, das zur besten Sendezeit die Tragikomödie „Marie räumt auf“ zeigte. Dafür entschieden sich 5,38 Millionen Zuschauer bei 14,1 Prozent Marktanteil des Gesamtpublikums und 6,3 Prozent aus der Zielgruppe. Deutlich schlechter schlug sich im Anschluss die internationale Serie „Die Brücke – Transit in den Tod“. Eine neue Folge aus der dritten Staffel blieb um 22.00 Uhr bei enttäuschenden 2,10 Millionen Zuschauern hängen. Mehr als 9,8 Prozent insgesamt und 4,4 Prozent beim jungen Publikum waren nicht drin.

    Auf schwachem Niveau lieferten sich währenddessen RTL und ProSieben ein Blockbuster-Duell. RTL strahlte die US-Komödie „Kindsköpfe 2“ mit Adam Sandler aus, wofür sich 2,63 Millionen Zuschauer bei 14,0 Prozent in der Zielgruppe begeistern konnten. ProSieben erreichte mit der Free-TV-Premiere des Thrillers „Jack Ryan: Shadow Recruit“ leicht bessere 2,88 Millionen Zuschauer, hatte in der jungen Zielgruppe mit 13,0 Prozent allerdings das Nachsehen.

    Sat.1 setzte an seinem „Super-Serien-Sonntag“ wie üblich auf das „Navy CIS“-Dreierpack. Das Crime-Triple erfüllte seinen Dienst, wenngleich keine Rekorde aufgestellt wurden. Eine neue Folge der Mutterserie erreichte um 20.15 Uhr 3,15 Millionen Zuschauer sowie 10,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Bei „Navy CIS: New Orleans“ blieben um 21.15 Uhr noch 2,68 Millionen Menschen (9,0%) dran, bevor eine Wiederholung von „Navy CIS: L.A.“ mit 2,23 Millionen Zuschauern und 10,9 Prozent den besten Zielgruppen-Marktanteil des Abends holte.

    Bei den Sendern der zweiten Reihe triumphierten VOX und Tim Mälzer. Eine neue Ausgabe der Kochshow „Kitchen Impossible“ kam erstmals auf einen zweistelligen Marktanteil von starken 10,6 Prozent. Insgesamt schalteten 1,93 Millionen Zuschauer ein. Für RTL II und kabel eins lief es dagegen äußerst mäßig. 930.000 Zuschauer wollten bei RTL II die Wiederholung des Sci-Fi-Films „Waterworld“ sehen, was mauen 4,0 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe entsprach. „Die spektakulärsten Kriminalfälle“ kamen bei kabel eins auf ebenfalls schwache 1,09 Millionen Zuschauer und 4,0 Prozent.

    Wenig gefragt waren auch die Herzschmerz-Doku-Soaps bei RTL und Sat.1 am Vorabend. Die neue Hochzeitssendung „Ganz in Weiß“ mit Isabel Varell interessierte bei Sat.1 um 17.55 Uhr lediglich 1,35 Millionen Zuschauer bei einem schwachen Zielgruppen-Marktanteil von 6,6 Prozent. „Verzeih mir“ machte seine Sache im Anschluss etwas besser und erreichte 2,10 Millionen Menschen. In der jungen Zielgruppe waren dennoch nicht mehr als 7,0 Prozent drin. „Vermisst Spezial – Das Wiedersehen“ lief in direkter Konkurrenz bei RTL und erreichte 3,75 Millionen Zuschauer sowie 11,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Das ist zwar deutlich besser als die Doku-Soaps von Sat.1, für RTL-Verhältnisse dennoch unterdurchschnittlich.

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