Ruth Wilson („Luther“) soll für HBO zur Genovese-Gattin werden

    Miniserie über Mafia-Ehefrau bei Produzentin Lena Dunham bestellt

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 15.11.2021, 11:58 Uhr

    Ruth Wilson in „The Affair“ – Bild: Showtime
    Ruth Wilson in „The Affair“

    HBO will die Geschichte von Anna Genovese, der zweiten Ehefrau des berühmt-berüchtigten Mafia-Bosses Vito Genovese, auf den Bildschirm bringen. Für den US-Bezahlsender soll dann Ruth Wilson, bekannt aus „Luther“ oder „His Dark Materials“, die zentrale Rolle in der Miniserie „Mob Queens“ übernehmen. Produziert wird die Adaption eines erfolgreichen Podcasts von „Girls“-Veteranin Lena Dunham.

    Anna Genovese sagte in den 1950er Jahren vor Gericht im Rahmen ihrer Trennung gegen ihren ihrer Darstellung nach zu häuslicher Gewalt neigenden, angehenden Ex-Ehemann auch über das „Familiengeschäft“ aus – und brach damit das ungeschriebene Gesetz der Costa Nostra, um jeden Preis stillzuhalten. Später wurde Genovese mit ihren kriminellen Machenschaften sogar zu so etwas wie einer Ikone der LGBTQ+-Gemeinde, für die sie durch ihren kriminellen Einfluss Freiräume in der Partyszene von New York City schuf.

    „Mob Queens“ basiert auf dem gleichnamigen Podcast, der von Michael Seligman und Jessica Bendinger entwickelt und präsentiert wurde. Einmal mehr dient damit ein erfolgreiches Audioformat als Vorlage für eine Thrillerserie, wie es auch bereits „Homecoming“ oder „Dr. Death“ vorgemacht haben. Lena Dunham entwickelt das Drehbuch gemeinsam mit „The Wire“- und „Boardwalk Empire“-Autor Dennis Lehane, beide fungieren als Executive Producers.

    Ruth Wilson ist mit ihrer eigenen Firma Lady Lazarus an der Produktion von „Mob Queens“ beteiligt. Aktuell ist die Schauspielerin noch als Marisa Coulter in „His Dark Materials“ zu sehen, das demnächst in die dritte und letzte Staffel geht. Bekannt ist Wilson außerdem als Alison Bailey aus den ersten vier Staffeln von „The Affair“ und als Antagonistin Alice Morgan aus „Luther“.

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