Quoten: Zuschauer machen ihr Kreuz bei „Tagesschau“, „Berliner Runde“ und „Anne Will“

    ARD schlägt ZDF deutlich, „Ninja Warrior“ und „Jupiter Ascending“ solide

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 25.09.2017, 09:25 Uhr

    Die mitunter hitzige „Berliner Runde“ wurde von insgesamt über zehn Millionen Menschen verfolgt. – Bild: ARD-Hauptstadtstudio/Axel Berger
    Die mitunter hitzige „Berliner Runde“ wurde von insgesamt über zehn Millionen Menschen verfolgt.

    Das Endergebnis der Bundestagswahl 2017 fiel ohne Zweifel bemerkenswert aus. Die großen Parteien CDU/CSU und SPD verloren teilweise dramatisch an Zuspruch, während die FDP ihr Comeback und die AfD als drittstärkste Kraft ihren erstmaligen Einzug in den Bundestag feierte. Genügend Gesprächsstoff also, der sich auch in den Quotencharts vom Wahlsonntag niederschlägt.

    Die „Berliner Runde“ sicherte sich im Ersten mit 7,05 Millionen Zuschauern und exakt 20 Prozent den Primetimesieg. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden mit 2,58 Millionen ebenfalls hervorragende 20,4 Prozent erzielt. Die „Tagesschau“ war zuvor mit 9,60 Millionen Zuschauern und 28,0 Prozent allein im Hauptprogramm der ARD die meistgesehene Sendung des Tages. „Anne Will“ profitierte nach der Elefantenrunde mit ihrem Talk angesichts 6,36 Millionen Zusehern und 20,2 Prozent und punktete mit 17,5 Prozent darüber hinaus auch bei den Jüngeren.

    Bereits die (Vor-)Berichterstattung ab 17.15 Uhr war äußerst gefragt: 5,77 Millionen Menschen (21,7 Prozent) entschieden sich für die ARD, nur 3,51 Millionen (14,3 Prozent) zählte zur gleichen Zeit das ZDF. Die Mainzer lagen auch im weiteren Verlauf des Abends deutlich hinter der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz zurück: Die halbstündige „heute“-Ausgabe verzeichnete mit 4,49 Millionen (14,6 Prozent) die meisten Zuschauer, anschließend ging es wieder auf 3,57 Millionen bergab. Auch die zeitgleiche Übertragung der „Berliner Runde“ musste sich mit 3,29 Millionen Zuschauern und gerade mal 9,3 Prozent zufriedengeben. Mit einem „Maybrit Illner spezial“ war um 22.30 Uhr dann mit lediglich 2,03 Millionen und 9,7 Prozent ebenfalls kein Staat zu machen.

    Die Privaten konnten mit ihren Berichterstattungen durch die Bank nicht überzeugen. Am besten lief es noch für RTL, das um 17.45 Uhr mit insgesamt 1,84 Millionen Zuschauern und mauen 11,1 Prozent in der Zielgruppe dennoch blass blieb. „RTL aktuell“ steigerte sich eine Stunde später zumindest auf 2,74 Millionen Gesamtzuschauer und 11,8 Prozent bei den Jüngeren. Sat.1 sendete anfangs nur vor 670.000 Menschen (3,3 Prozent), die „Sat.1 Nachrichten“ um 19.45 Uhr wurden dann immerhin von 2,07 Millionen gesehen. Mehr als miese 5,7 Prozent wurden bei den Werberelevanten trotzdem nicht erreicht.

    Zur besten Sendezeit konnte RTL schließlich den Wahlsendungen ein wenig Paroli bieten. „Ninja Warrior Germany“ lief mit einer Gesamtreichweite von 2,64 Millionen Zuschauern kaum schwächer als an den vorherigen Sonntagen, bei den 14- bis 49-Jährigen stand mit 12,7 Prozent ein ähnlicher Wert wie zuletzt zu Buche. Überzeugend lief es für den Science-Fiction-Film „Jupiter Ascending“ auf ProSieben, der sehr gute 11,4 Prozent generierte. „Illuminati“ interessierte in Sat.1 derweil nur schwache 6,1 Prozent der jüngeren Zuschauer.

    Die kleineren Privatsender hatten indes teils deutlich unter der Konkurrenz zu leiden. Bei VOX schmierte in der Primetime nicht nur eine neue Folge von „Das perfekte Profi Dinner – Spitzenköche unter sich“ mit 5,4 Prozent in der Zielgruppe ab, auch am Vorabend sah es für „Biete Rostlaube, suche Traumauto“ und „Die Beet-Brüder“ mit 4,1 und 6,2 Prozent ungewohnt schwach aus. Gleiches galt für die Komödie „Fast verheiratet“, die sich bei RTL II zunächst mit nur 3,5 Prozent sehr schwer tat, ehe „Love Island“ mit 6,0 Prozent für Linderung sorgte. Auch kabel eins erwischte mit 3,6 Prozent für den Klassiker „Buddy haut den Lukas“ einen unbefriedigenden Start in den Abend, konnte mit „Abenteuer Leben am Sonntag“ aber auf solide 5,4 Prozent zulegen.

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