Quoten: Überschaubares Interesse an „Leaving Neverland“-Doku

    „Kommissarin Lucas“ siegt insgesamt, „DSDS“ in der Zielgruppe

    Quoten: Überschaubares Interesse an "Leaving Neverland"-Doku – "Kommissarin Lucas" siegt insgesamt, "DSDS" in der Zielgruppe – Bild: Sundance TV/Wade Robson
    „Leaving Neverland“

    Die Diskussionen im Vorfeld waren riesig – die Quoten fielen nun vergleichsweise unspektakulär aus. Gestern Abend strahlte ProSieben zur besten Sendezeit die Dokumentation „Leaving Neverland: Michael Jackson and Me“ über die Missbrauchsvorwürfe gegen den verstorbenen Popstar Michael Jackson aus. Insgesamt sahen sich 1,19 Millionen Menschen ab 20.15 Uhr die verstündige Doku an. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte der Sender solide 10,2 Prozent Marktanteil – dennoch wird man sich etwas mehr erhofft haben. Das am Vorabend ausgestrahlte ProSieben-Spezial verfolgten 700.000 Zuschauer, der Marktanteil betrug 7,6 Prozent.

    Deutlich mehr Menschen waren am Samstagabend in Krimilaune. Den neuesten Fall von „Kommissarin Lucas“ sahen 5,61 Millionen Zuschauer, was satten 19,5 Prozent Gesamtmarktanteil entsprach und dem ZDF den Tagessieg einbrachte. In der jungen Zielgruppe waren solide 7,4 Prozent drin. Für eine ältere „Der Staatsanwalt“-Folge blieben um 21.45 Uhr noch 4,18 Millionen Zuschauer bei 15,2 Prozent dran. Auch Das Erste kann zufrieden sein, wo sich Guido Cantz mit „Verstehen Sie Spaß?“ zurückmeldete. 4,03 Millionen Menschen sahen die Versteckte-Kamera-Show und sorgten für 15,1 Prozent Marktanteil insgesamt und überragende 13,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

    Bei RTL ging währenddessen „Deutschland sucht den Superstar“ in die Mottoshow-Phase. Für die Castingshow entschieden sich 3,42 Millionen Menschen bei einem Marktanteil von 12,6 Prozent. Davon waren 1,45 Millionen 14- bis 49-Jährige, die mit 17,7 Prozent für den Tagessieg in der jungen Zielgruppe sorgten. Sonja Zietlows Psycho-Gameshow „Stars im Spiegel“ konnte nur bedingt davon profitieren. Die Reichweite fiel auf 1,42 Millionen, der Zielgruppen-Marktanteil auf 13,0 Prozent.

    Sat.1 setzte auf den Actionfilm „Stirb langsam 4.0“ mit Bruce Willis. Den vierten Teil aus dem Jahr 2007 sahen um 20.15 Uhr 1,93 Millionen Zuschauer bei einem Zielgruppen-Marktanteil von 9,8 Prozent. Noch besser sah es für den im Anschluss gezeigten zweiten Teil „Stirb langsam 2“ aus, der sich auf 11,9 Prozent steigern konnte. Insgesamt 1,21 Millionen Menschen blieben dran. Auch VOX punktete mit Hollywood: Für „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ entschieden sich 1,34 Millionen Zuschauer, in der werberelevanten Zielgruppe sprangen tolle 9,3 Prozent heraus.

    Weit entfernt von solchen Werten war RTL II: Die Fantasyserie „The Shannara Chronicles“ war zur Primetime überhaupt nicht gefragt und blieb bei miesen 2,5 und 2,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hängen. Die Gesamtreichweite der beiden Folgen bewegte sich zwischen 380.000 und 410.000. „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ unterbot dies mit Marktanteilen von 1,0 und 2,5 Prozent sogar noch. kabel eins kann angesichts dessen noch halbwegs mit seinem Seriensamstag zufrieden sein, denn „Hawaii Five-0“-Wiederholungen holten immerhin 4,5 und 4,6 Prozent, „Scorpion“ und „Criminal Minds: Beyond Borders“ im Anschluss 4,0 und 3,2 Prozent.

    07.04.2019, 10:53 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Roy Kabel am 09.04.2019 07:08 via tvforen.de

      Was mich an der Geschichte zweifeln lässt, ist die Tatsache, dass Jacko das so offen dargestellt hat mit den Kindern auf Neverland.
      Würde ein echter Pädophiler das nicht um jeden Preis vertuschen? Gary Glitter hat seine Dinger heimlich gedreht und das ist irgendwann aufgeflogen.
      So blöde war Jacko als Weltstar und Showmann doch bestimmt nicht, dass er nicht wusste, dass so etwas illegal ist.
      • MP4616 am 08.04.2019 16:12

        Ich glaube den beiden komischen Typen kein einiziges Wort und ohne richtige Beweise schon gar nicht, da kann ja jeder daher Gelaufene ankommen und irgendeinen Mist über Verstorbene erzählen... voll lächerlich. Das ist Skript-Reality TV und nicht mehr, da wollen paar Geistlose schnell viel Kohle machen und es scheint geklappt zu haben. Ich musste lachen, als ich deren schlecht vorgespielten Vorwürfen sehen musste und dann die schlecht gespielte betroffenen Mimik dazu, echt... die hätten sich besser coachen lassen sollen, mit einem besseren Regisseur hätte man evtl. überzeugen können, die Doku ist so widersprüchlich in sich und sowas von schlecht gespielt. Ich konnte die Dialoge schon vorher sagen... "und auch da stand ein Bett und wir hatten Sex" und "er nahm meinen siebenjährigen Penis und siebenjährigen Mund" ...Hallo!! Gehts noch?? Wer denkt sich so ein schwach geschriebenes Skript aus?? Was für ein total geistiger Blödsinn diese Doku ist!! Schämen sollten sie sich, alle durchweg!! So geldgeil kann doch keiner sein, um da mitzuspielen... und vor allem das dumme Geschwätz zu glauben. Amis und Wahlamis tun bekanntlich alles, um eine Plattform zu bekommen und erhoffen sich eine Talkshow mit unendlich viel Kohle.
        Ich bin kein Michael Jackson Fan, paar Songs von ihm fand ich ganz gut, er war einer der größten Künstler und nun, wo er sich nicht mehr wehren kann, wird so ein Scheiß verzapft, voll idiotisch. Daran sieht man doch, dass es nur um Kohle geht... "Geschichten erzählen die noch keiner kennt, frag doch die Leute, frag doch die Leuten...lallala". Als heranwachsener Teen der 80s hatte keiner Schiss vor MJ, das war auch so ein blöder Kommentar hier im Forum... hirnlos, wie die Doku in Überlänge!!

        ...genauso umstritten wie die Schuldfrage ist gleichzeitig die Machart von „Leaving Neverland“. Viel zu einseitig, unausgewogen, zu unwidersprochen lässt Dan Reed die Anklagen von Robson und Safechuck auf den Zuschauer einprasseln.

        ....außerdem musste der Regisseur Reed einräumen, dass ein Detail nicht so sein kann, wie es Safechuck vor der Kamera glauben machen wollte. Er gibt in der Dokumentation an, von 1988 bis 1992 von Jackson missbraucht worden zu sein – unter anderem in einem Raum des „Neverland“-Bahnhofes. Der wurde aber erst 1993 gebaut, wie ein Jackson-Biograf in den offiziellen Unterlagen der Baugenehmigung herausgefunden hat.

        #LeavingNeverland Derartige Dokumentationen sind keine hilfreichen Machwerke im Umgang mit der Thematik. Sie wollen es vordergründig sein, dienen aber letztlich keinem außer dem Produzenten.

        ...auf der anderen Seite geriet der Sender aber auch in die Kritik, weil er eine, so die Vorwürfe, hysterische und unfaire Anklage mit inhaltlichen Fehlernüberhaupt einkaufte. Den Protest dagegen bekamen die Senderchefs auch zu sehen: Einige Dutzend Michael-Jackson-F...
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        • ZivaD am 08.04.2019 13:39

          Komischerweise hat es die Eltern relativ wenig interessiert, was MJ angeblich mit ihren Söhnen gemacht oder auch nicht gemacht hat. Nein, im Gegenteil, sie haben es sich in der Zeit gutgehen lassen, wie zumindest eine Mutter erzählt hat. Sie haben mit in einem großen Haus (auf der Ranch?) gelebt. Ihre "Wohnung" war weit weg von DEM Schlafzimmer, in dem ihr Sohn immer mit Michael in einem Bett geschlafen hat. Sie haben sich offensichtlich nicht mal große Gedanken darüber gemacht, dass ihr Sohn immer weiter von ihnen abgesondert wurde, ob etwas nicht stimmen könnte.

          Wenn mein Kind so von mir abgesondert werden würde, wie die eine Mutter erzählt hat, dann würde ich mir schon meine Gedanken machen, das zumindest beobachten und dann ggf. etwas unternehmen. Und nicht die eigene tolle Zeit, die ich durch meinen Sohn erleben darf, auf Kosten meines Sohnes genießen. Ich finde es schon echt krass, dass eine Mutter so etwas so gelassen vor der Kamera zugibt.

          Und die betroffenen Männer haben das als Kind Erlebte, offenbar gut verarbeitet. Sie haben das Erlebte so geschildert, als wären sie am Abend zuvor einfach mal für ein Bier in einer Kneipe gewesen. Schon erstaunlich.

          Ob es nun stimmt oder nicht, ich finde es unverschämt, sich über einen Menschen auszulassen, der sich nicht mal mehr wehren kann. Außerdem, ein Schweigegeld zu zahlen heißt nicht zwangsläufig, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Vielleicht wollte MJ zu diesem Zeitpunkt einfach nur verhindern, dass irgendein Mist über ihn verbreitet wird, weil er gerne mit Kindern zu tun hat. Um somit sein Ansehen und Erfolg nicht zu beschädigen. Womit er sich sogar noch erpressbar gemacht hat.

          Dass MJ mit seinem Geld auch Gutes getan hat, soziale Projekte unterstützt hat, wird dabei in so einem Zusammenhang gerne übersehen. Ja, es wurde in der Doku kurz erwähnt. Warum nur kurz? Damit hätte man doch wunderbar sagen können, dass er das nur getan hat, weil er auf kleine Jungs stand.

          Aber alles in allem: Wie heißt es so schön... Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Hauptsache das Geld fließt. Wer kann denn beweisen, dass das, was von den Männern heute erzählt wird, auch wirklich stimmt? Nur sie selbst und ihr Umfeld. That's it!

          R.I.P. Michael! Du kannst dich eh nicht mehr wehren!
            hier antworten
          • TV Wunschliste am 07.04.2019 10:53 via tvforen.de

            Die Diskussionen im Vorfeld waren riesig - die Quoten fielen nun vergleichsweise unspektakulär aus. Gestern Abend strahlte ProSieben zur besten Sendezeit die Dokumentation "Leaving Neverland: Michael Jackson and Me" über die Missbrauchsvorwürfe gegen den verstorbenen Popstar Michael Jackson aus. Insgesamt sahen sich 1,19 Millionen Menschen ab 20.15 Uhr die verstündige Doku an. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte der Sender solide 10,2 Prozent Marktanteil - dennoch wird man sich etwas mehr erhofft haben. Das am Vorabend ausgestrahlte ProSieben-Spezial verfolgten 700.000 Zuschauer, der Marktanteil betrug 7,6 Prozent.

            Deutlich mehr Menschen waren am Samstagabend in Krimilaune. Den neuesten Fall von "Kommissarin Lucas" sahen 5,61 Millionen Zuschauer, was satten 19,5 Prozent Gesamtmarktanteil entsprach und dem ZDF den Tagessieg einbrachte. In der jungen Zielgruppe waren solide 7,4 Prozent drin. Für eine ältere "Der Staatsanwalt"-Folge blieben um 21.45 Uhr noch 4,18 Millionen Zuschauer bei 15,2 Prozent dran. Auch Das Erste kann zufrieden sein, wo sich Guido Cantz mit "Verstehen Sie Spaß?" zurückmeldete. 4,03 Millionen Menschen sahen die Versteckte-Kamera-Show und sorgten für 15,1 Prozent Marktanteil insgesamt und überragende 13,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

            Bei RTL ging währenddessen "Deutschland sucht den Superstar" in die Mottoshow-Phase. Für die Castingshow entschieden sich 3,42 Millionen Menschen bei einem Marktanteil von 12,6 Prozent. Davon waren 1,45 Millionen 14- bis 49-Jährige, die mit 17,7 Prozent für den Tagessieg in der jungen Zielgruppe sorgten. Sonja Zietlows Psycho-Gameshow "Stars im Spiegel" konnte nur bedingt davon profitieren. Die Reichweite fiel auf 1,42 Millionen, der Zielgruppen-Marktanteil auf 13,0 Prozent.

            Sat.1 setzte auf den Actionfilm "Stirb langsam 4.0" mit Bruce Willis. Den vierten Teil aus dem Jahr 2007 sahen um 20.15 Uhr 1,93 Millionen Zuschauer bei einem Zielgruppen-Marktanteil von 9,8 Prozent. Noch besser sah es für den im Anschluss gezeigten zweiten Teil "Stirb langsam 2" aus, der sich auf 11,9 Prozent steigern konnte. Insgesamt 1,21 Millionen Menschen blieben dran. Auch VOX punktete mit Hollywood: Für "Das Vermächtnis des geheimen Buches" entschieden sich 1,34 Millionen Zuschauer, in der werberelevanten Zielgruppe sprangen tolle 9,3 Prozent heraus.

            Weit entfernt von solchen Werten war RTL II: Die Fantasyserie "The Shannara Chronicles" war zur Primetime überhaupt nicht gefragt und blieb bei miesen 2,5 und 2,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hängen. Die Gesamtreichweite der beiden Folgen bewegte sich zwischen 380.000 und 410.000. "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D." unterbot dies mit Marktanteilen von 1,0 und 2,5 Prozent sogar noch. kabel eins kann angesichts dessen noch halbwegs mit seinem Seriensamstag zufrieden sein, denn "Hawaii Five-0"-Wiederholungen holten immerhin 4,5 und 4,6 Prozent, "Scorpion" und "Criminal Minds: Beyond Borders" im Anschluss 4,0 und 3,2 Prozent.

            07.04.2019 - Glenn Riedmeier/TV Wunschliste
            Bild: Sundance TV/Wade Robson


            https://www.wunschliste.de/tvnews/889662
            • faxe61 am 06.04.2019 17:30 via tvforen.de

              Hier noch eine Kritik zur Dokumentation, die heute abend ja läuft.

              https://www.swr.de/swr2/kultur-info/film-ueber-michael-jackson-leaving-neverland-in-prosieben-filmkritik/-/id=9597116/did=23797554/nid=9597116/1lrghlw/index.html
              • steffi37 am 08.04.2019 19:35 via tvforen.de

                Die Dokumentation fand ich erschreckend. Bin Michael Jackson Fan ,und immer der Meinung gewesen das er unschuldig ist. Nach dieser Doku glaub man wirklich das er die Kinder missbraucht hat.
            • Argus am 11.03.2019 11:12 via tvforen.de

              Wer in der Schweiz wohnt, kann die zweiteilige Dokumentation übrigens bereits (zeitversetzt) sehen: Sie wurde am Mittwoch, 6. März und am Donnerstag, 7. März jeweils um 22 Uhr auf dem englischen Sender Channel 4 ausgestrahlt. Ziemlich drastische Schilderungen, was Michael Jackson im Bett mit den Kindern getrieben hat. Interessant finde ich vor allem den 2. Teil, in dem gezeigt wird, wie Jackson überhaupt zu Lebzeiten einer Verurteilung entgehen konnte. Denn es ist ja nicht so, als wären all seine Schandtaten damals ein Geheimnis gewesen.
              • Reggae-Gandalf am 06.04.2019 23:02 via tvforen.de

                Argus schrieb:
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                > Interessant
                > finde ich vor allem den 2. Teil, in dem gezeigt
                > wird, wie Jackson überhaupt zu Lebzeiten einer
                > Verurteilung entgehen konnte. Denn es ist ja nicht
                > so, als wären all seine Schandtaten damals ein
                > Geheimnis gewesen.

                Dann erzähl mal was du weißt, wovon dem Gericht nichts vorlag.
              • Fogger am 07.04.2019 10:35 via tvforen.de

                Vermutlich bezieht er sich darauf das bereits vor 30 Jahren Witze gemacht wurden wie:
                Was sagt Michael Jackson zu dem Jungen auf seinem Schoß? In dir steckt ein großer Star!

                Das er auf kleine Kinder abgefahren ist haben damals schon die Spatzen vom Dach gepfiffen, nur nachweisen konnten sie es ihm anscheinend nicht. Oder jemand wollte nicht, das wird dann wohl die jetzige genauere Untersuchung vielleicht ans Licht bringen.
              • faxe61 am 07.04.2019 18:54 via tvforen.de

                Fogger schrieb:
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                > Vermutlich bezieht er sich darauf das bereits vor
                > 30 Jahren Witze gemacht wurden wie:
                > Was sagt Michael Jackson zu dem Jungen auf seinem
                > Schoß? In dir steckt ein großer Star!
                >
                > Das er auf kleine Kinder abgefahren ist haben
                > damals schon die Spatzen vom Dach gepfiffen, nur
                > nachweisen konnten sie es ihm anscheinend nicht.
                > Oder jemand wollte nicht, das wird dann wohl die
                > jetzige genauere Untersuchung vielleicht ans Licht
                > bringen.

                Welche jetzige genauere Untersuchung meinst du denn, Fogger?
              • Argus am 08.04.2019 08:41 via tvforen.de

                Reggae-Gandalf schrieb:
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                > Argus schrieb:
                > --------------------------------------------------
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                > > Interessant
                > > finde ich vor allem den 2. Teil, in dem gezeigt
                > > wird, wie Jackson überhaupt zu Lebzeiten einer
                > > Verurteilung entgehen konnte. Denn es ist ja
                > nicht
                > > so, als wären all seine Schandtaten damals ein
                > > Geheimnis gewesen.
                >
                > Dann erzähl mal was du weißt, wovon dem Gericht
                > nichts vorlag.

                Lies doch mal diesen FAZ-Artikel von Anfang 2005 - geschrieben notabene VOR dem grossen Prozess von 2005: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/kalifornien-der-prozess-gegen-michael-jackson-beginnt-1215430.html

                Hier nur ein Absatz daraus:
                Obwohl der Fall schon seit über einem Jahr die Medien beschäftigt, liegen die Hintergründe großenteils noch im Dunkeln. Mitte Januar gelangten über den Sender ABC allerdings erstmals Auszüge aus den eigentlich streng unter Verschluß zu haltenden Aussagen des Jungen an die Öffentlichkeit. Demnach schilderte der heute 15jährige detailliert, wie sich Jackson an ihm vergangen habe: „Wir lagen also zusammen auf dem Bett, und dann fing er an, mich zu reiben (... ). Er masturbierte mich.“ Der jüngere Bruder des Jungen soll erzählt haben, daß Jackson auf der Ranch nackt vor den Kindern herumgelaufen sei und dabei eine Erektion gehabt habe.
                Jackson hat seine Zuneigung zu Kindern stets auch öffentlich zelebriert - unter dem Verdacht, daß dabei mehr im Spiel ist als nur die Freude an kindlicher Unschuld, steht er schon seit vielen Jahren. Vor zwölf Jahren entkam Jackson nur knapp einem Mißbrauchsprozeß um einen anderen Jungen, indem er in die Zahlung von mehr als 23 Millionen Dollar an die betroffene Familie einwilligte.


                Das Jackson mit kleinen Buben im gleichen Bett schlöft, war spätestens seit den frühen 90ern bekannt. Zugeben musste er das lange vor dem Prozess von 2005.

                Ich habe eine grosse Musiksammlung. Jackson-Lieder gehören nicht dazu. Wer als Kind in den 80ern gross geworden ist, hat sich vor Jackson gefürchtet. Kinder sind nicht doof.
              • Thinkerbelle am 08.04.2019 14:13 via tvforen.de

                Argus schrieb:
                -
                > Das Jackson mit kleinen Buben im gleichen Bett
                > schlöft, war spätestens seit den frühen 90ern
                > bekannt. Zugeben musste er das lange vor dem
                > Prozess von 2005.


                Gemusst hat er das nicht. Das hat er freiwillig in einem TV Interview gesagt, so als wäre das nichts Besonderes. Bei mir sind damals schon alle Alarmglocken angegangen. Und wohl nicht nur bei mir.
              • Reggae-Gandalf am 11.04.2019 12:08 via tvforen.de

                Argus schrieb:
                -------------------------------------------------------
                >
                > Lies doch mal diesen FAZ-Artikel von Anfang 2005 -
                > geschrieben notabene VOR dem grossen Prozess von
                > 2005:
                > https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/
                > kalifornien-der-prozess-gegen-michael-jackson-begi
                > nnt-1215430.html
                >
                > Hier nur ein Absatz daraus:
                >[...]
                > Obwohl der Fall schon seit über einem Jahr die
                > Vor zwölf Jahren entkam Jackson nur knapp
                > einem Mißbrauchsprozeß um einen anderen Jungen,
                > indem er in die Zahlung von mehr als 23 Millionen
                > Dollar an die betroffene Familie einwilligte.

                Jackson hat niemals in eine derartige Zahlung eingewilligt. Das Geld wurde von seiner Versicherungsfirma gezahlt, die dazu die Vollmacht hatte, damit seine Tour nicht wegen eines Prozesses abgesagt werden musste. Daduch hätten sie nämlich noch mehr Geld verloren.
            • Sveta am 08.03.2019 13:37 via tvforen.de

              Am Montag lief in den USA die schon im Vorfeld von viel Wirbel begleitete Dokumentation "Leaving Neverland" über die Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson bei HBO über den Schirm.
              In Großbritannien folgte eine kontroverse Diskussion über das Radioprogramm der BBC mit dem Ergebnis, dass auf BBC Radio 2 keine Songs des "King of Pop" mehr gespielt werden.

              Bevor sich deutsche Zuschauer am 6. April bei ProSieben ein eigenes Bild machen können, gibt es international weitere Konsequenzen. So haben sich die "Simpson"-Macher dafür entschieden, eine Episode mit Michael Jacksons Stimme zu verbannen. Es handelt sich um die Folge "Geburtstagsüberraschung" aus dem Jahr 1991, die nicht mehr im Fernsehen wiederholt werden, von Streaming-Plattformen und aus künftigen DVD-Editionen verschwinden soll. Darin landet Homer Simpson in einer Psychiatrie und begegnet einem Patienten, der vorgibt Michael Jackson zu sein. Als großer "Simpsons"-Fan lieh Jackson dem gezeichneten Charakter Leon Kompowsky damals seine Stimme.
              Der ausführende Produzent James L. Brooks meinte gegenüber dem Wall Street Journals: "Ich bin gegen jegliche Art der Bücherverbrennung. Aber das ist unser Buch und wir erlauben uns, ein Kapitel daraus zu entfernen". https://www.dwdl.de/usupdate/71346/schluss_fuer_arrow_jacksonfolge_der_simpsons_gesperrt/
              • nicki 75 am 08.03.2019 15:37 via tvforen.de

                Habe die Folge vor einiger Zeit noch gesehen.
                Ich finde sie toll.

                Wenn nur noch Serien,Filme usw von Schauspielern,Regisseuren o.ä gezeigt werden würden, die sich nie was zu Schulden kommen lassen haben,könnte das Testbild ein Remake bekommen.
              • Besserwisserin am 07.04.2019 07:03 via tvforen.de

                Sveta schrieb:
                -------------------------------------------------------
                >
                > Der ausführende Produzent James L. Brooks meinte
                > gegenüber dem Wall Street Journals: "Ich bin
                > gegen jegliche Art der Bücherverbrennung. Aber
                > das ist unser Buch und wir erlauben uns, ein
                > Kapitel daraus zu entfernen".
                > https://www.dwdl.de/usupdate/71346/schluss_fuer_ar
                > row_jacksonfolge_der_simpsons_gesperrt/


                "Ich bin gegen jegliche Art der Bücherverbrennung. Aber von meinen Büchern kann ich so viele verbrennen wie ich will. Öffentlich und mit Tamtam."

                Freiheit ist Sklaverei.
                Unwissenheit ist Stärke.
                Krieg ist Frieden.

                Es war ja nicht alles schlecht im Sozialismus Stalinscher (oder auch anderer) Prägung.
            • Thinkerbelle am 06.03.2019 15:39 via tvforen.de

              Ich glaube zwar auch, dass MJ Grenzen überschritten hat. Da gab es mal ein Fernsehinterview, in dem er erzählte, dass er gerne Kinder zu sich einlädt und mit ihnen im gleichen Bett schläft, als wäre das das Selbstverständlichste auf der Welt - das fand ich schon ziemlich unangemessen. So naiv kann doch ein erwachsener Mann nicht sein, dass er das normal findet! Dass die eigenen Kinder ins Bett der Eltern gekrabbelt kommen, ok. Aber fremde Kinder?

              Aber das grenzt irgendwie an Leichenfledderei.
              Dass dieser Robson zuerst unter Eid aussagte, MJ hätte nichts unangemessenes getan, und jetzt, wo der sich nicht mehr wehren kann damit kommt, dass es doch anders gewesen sei, das kommt mir vor als ob er seine Aussage höchstbietend verkauft. Als MJ noch Schweigegeld bezahlte hat er für ihn ausgesagt, jetzt gibt es mehr Kohle durch eine Doku - da sagt man mal was ganz anderes, was mehr Aufmerksamkeit und Geld bringt.
              Was sonst bezweckt er damit? MJ ist tot und kann nicht mehr bestraft werden, und auch keine weiteren Kinder missbrauchen. Sein Ruf war durch die Prozesse schon ruiniert, auch wenn er frei gesprochen wurde. Und es gab Prozesse - die Anschuldigungen gegen MJ wurden nicht unter den Tisch gekehrt, wie bei vielen anderen Missbrauchsfällen, die zuletzt hoch kamen, sondern zweimal durch Gerichte untersucht - wo allerdings wohl Aussage gegen Aussage stand. Und durch Boykott von MJ schadet man nun in erster Linie seinen Kindern - die, wenn er pädophil war, sicher auch Opfer waren.
              Selbst wenn die Missbrauchsvorwürfe stimmen, das hat einen schalen Beigeschmack.
              • Kate am 06.03.2019 19:50 via tvforen.de

                Thinkerbelle schrieb:
                -------------------------------------------------------
                > Ich glaube zwar auch, dass MJ Grenzen
                > überschritten hat. Da gab es mal ein
                > Fernsehinterview, in dem er erzählte, dass er
                > gerne Kinder zu sich einlädt und mit ihnen im
                > gleichen Bett schläft, als wäre das das
                > Selbstverständlichste auf der Welt - das fand ich
                > schon ziemlich unangemessen. So naiv kann doch ein
                > erwachsener Mann nicht sein, dass er das normal
                > findet! Dass die eigenen Kinder ins Bett der
                > Eltern gekrabbelt kommen, ok. Aber fremde Kinder?

                Ich fand immer, dass Michael Jackson die perfekte Verkörperung der Peter-Pan-Syndrom ist. Der Mann ist in vielerlei Hinsicht nie richtig erwachsen geworden und hatte Zeit seines Lebens nie die Chance so etwas wie eine eigene Identität zu entwickeln.
                Daher glaube ich auch nicht wirklich an Pädophilie oder sexuellen Missbrauch.


                > das kommt mir vor als
                > ob er seine Aussage höchstbietend verkauft. Als
                > MJ noch Schweigegeld bezahlte hat er für ihn
                > ausgesagt, jetzt gibt es mehr Kohle durch eine
                > Doku - da sagt man mal was ganz anderes, was mehr
                > Aufmerksamkeit und Geld bringt.

                Auf mich wirkt es auch wie ein Zweckbündnis. Er sagt, was auch immer er sagen soll, solange der Preis stimmt.


                > Und
                > durch Boykott von MJ schadet man nun in erster
                > Linie seinen Kindern - die, wenn er pädophil war,
                > sicher auch Opfer waren.

                Selbst wenn er pädophil war und das ausgelebt hat, bedeutet das nicht automatisch, dass er sich an seinen eigenen Kindern vergangen hat.
                Eine normale Kindheit dürften seine Kinder dennoch nicht gehabt haben.

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