Quoten: „The Voice of Germany“ schiebt Show-Neustart „My Idiot Friend“ an

    „Bergretter“ vor „Bambi“, „Cobra 11“ vor „Criminal Minds“

    Dennis Braun – 18.11.2016, 09:35 Uhr

    „My Idiot Friend“ gelang mit Schützenhilfe durch „The Voice of Germany“ ein guter Start.

    Wenig überraschend konnte sich auch am gestrigen Donnerstagabend die Castingshow „The Voice of Germany“ beim jungen Publikum an die Spitze der Quotencharts setzen. 2,31 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren hatten eingeschaltet und bescherten ProSieben einen sehr guten Marktanteil von 21,5 Prozent, womit es nur minimal schlechter lief als vergangene Woche. Insgesamt sahen 3,74 Millionen Zuschauer die letzte „Blind Audition“, die 12,0 Prozent entsprachen.

    Besonders gespannt war man in Unterföhring auf den Show-Neustart „My Idiot Friend“ aus dem Hause Joko und Klaas, eine Auskopplung aus „Die beste Show der Welt“. Die gute Nachricht: Mit 1,04 Millionen jungen Zuschauern und 13,6 Prozent Marktanteil performte die Sendung mehr als ordentlich, machte aus der Vorlage streng genommen dennoch etwas zu wenig. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Musikdoku „Ten Tracks“, die der Sender am letzten Donnerstag zeigte, schlug sich mit 9,1 Prozent noch deutlich schlechter – was allerdings auch der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass man zuvor noch das Magazin „red.“ eingeschoben hatte, worauf diesmal zugunsten eines besseren Audience Flows verzichtet wurde.

    Während in der Zielgruppe niemand an ProSieben vorbeikam, lief es beim Gesamtpublikum sowohl für ARD und ZDF erfolgreich. Im Ersten interessierten sich nach einer verkürzten „Tagesschau“ 4,37 Millionen Menschen für das Interview mit Barack Obama. Mit der anschließenden „Bambi“-Verleihung zogen die Quoten noch einmal leicht auf 4,47 Millionen Zuschauer und 16,0 Prozent an, was als guter Erfolg bewertet werden kann. Letztendlich setzte sich jedoch das ZDF mit dem Staffelstart seiner „Bergretter“ an die Spitze, die auf 5,22 Millionen und 16,2 Prozent kamen. So gut lief es für die Serie seit zwei Jahren nicht mehr. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag hingegen die Preisverleihung mit 10,1 Prozent vor der Familienserie, die nur 5,9 Prozent verbuchte.

    Bei den übrigen großen Privatsendern lief es für RTL mit „Alarm für Cobra 11“ mal wieder reichlich unspektakulär. Die neue Folge erzielte solide 13,8 Prozent in der Zielgruppe bei insgesamt 2,78 Millionen Zuschauern, eine alte Folge fiel im Anschluss bereits auf durchwachsene 12,2 Prozent. Für Sat.1 hat sich die Verschiebung von „Blindspot“ auf einen späteren Sendeplatz (fernsehserien.de berichtete) zumindest bezüglich des Vorprogramms bezahlt gemacht. Zwei Folgen von „Criminal Minds“ kamen ab 20:15 Uhr auf zufriedenstellende 12,6 und 10,6 Prozent, ehe das oben erwähnte Sorgenkind mit 8,8 Prozent auch zu späterer Stunde nicht überzeugen konnte.

    Von den Privatsendern aus der zweiten Reihe konnte dagegen niemand so recht punkten. Am besten lief es noch für VOX mit dem Animationsfilm „Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los“, der mit 6,0 Prozent dennoch unter dem derzeitigen Senderschnitt lag. Nur 650.000 junge Zuschauer waren dabei. Noch einmal 100.000 weniger verfolgten „Die Kochprofis“ bei RTL II, die sich mit unterdurchschnittlichen 5,0 Prozent zufriedengeben mussten und auch den für gewöhnlich ungleich stärkeren „Frauentausch“ angesichts 4,8 Prozent in die Tiefe zogen. Am schwächsten präsentierte sich jedoch kabel eins, wo „Per Anhalter durch die Galaxis“ lediglich eine halbe Million Werberelevante zum Einschalten bewegte, die für magere 4,7 Prozent sorgten.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Wir sahen auch die "Bergretter" war ein spannender Staffelauftakt.
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      • (geb. 1989) am melden

        Vielen Dank, ist korrigiert. :-) (DB)
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