Quoten: „Ninja Warrior“-Finale holt Rekord, Schwarzwälder „Tatort“ überragt mit 9 Millionen Zuschauern

    ProSieben-Film „Kingsman“ stark, „Perfektes Profi-Dinner“ bei VOX erleidet Schiffbruch

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 02.10.2017, 09:28 Uhr

    „Ninja Warrior Germany“ mit Jan Köppen, Laura Wontorra und Frank Buschmann – Bild: RTL/Stefan Gregorowius
    „Ninja Warrior Germany“ mit Jan Köppen, Laura Wontorra und Frank Buschmann

    Das Finale der zweiten Staffel von „Ninja Warrior Germany“ hat RTL am gestrigen Sonntagabend einen neuen Quotenrekord beschert. Binnen Wochenfrist konnte man 600.000 Zuschauer hinzugewinnen und kam auf ein neues Allzeit-Hoch von 3,27 Millionen, die sehr guten 10,6 Prozent beim Gesamtpublikum entsprachen. Auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sahen mit 1,82 Millionen so viele wie noch nie zu, der Marktanteil betrug – besonders angesichts der Krimi- und Spielfilm-Konkurrenz – starke 16,7 Prozent.

    Meistgesehene RTL-Sendung war jedoch bereits die Formel-1-Übertragung aus Malaysia am frühen Morgen, die insgesamt 3,62 Millionen Motorsportfans und fantastische 36,8 Prozent erzielte. Am Vorabend musste unterdessen „Schwiegertochter gesucht“ kleinere Brötchen backen und sprach lediglich 980.000 Jüngere an. Mehr als allenfalls durchschnittliche 12,4 Prozent waren für das Erfolgsformat beim Staffelauftakt nicht drin.

    Kein Vorbeikommen war jedoch einmal mehr am „Tatort“ im Ersten: Den ersten Schwarzwälder Fall „Goldbach“ verfolgten 9,13 Millionen Zuschauer, die einem herausragenden Marktanteil von 27,2 Prozent beim Gesamtpublikum entsprachen. Auch in der Zielgruppe sicherte man sich mit 20,6 Prozent den mühelosen Tagessieg. Bei „Anne Will“ schalteten im Anschluss zwar über fünf Millionen Menschen ab, mit 3,85 Millionen und 13,7 Prozent lief es aber auch für die Talkshow gut. Nur bei den Werberelevanten machte man mit 5,8 Prozent aus dem starken Vorlauf etwas wenig.

    Wenngleich das ZDF zur Primetime nicht einmal halb so viele Zuseher erreichte wie Das Erste, so muss man auch in Mainz nicht gänzlich unzufrieden sein. Die neue Folge „Das Postboot in den Schären“ aus der „Inga Lindström“-Reihe sprach genau vier Millionen Menschen an, womit immerhin 11,9 Prozent erreicht wurden. Selbst unter den 14- bis 49-Jährigen lief es für die Schmonzette angesichts eines Marktanteils von 6,7 Prozent durchaus ordentlich. Der erste Teil des 15 Millionen Euro teuren Event-Dreiteilers „Maximilian: Das Spiel von Macht und Liebe“ musste sich nach dem „heute journal“ mit 2,36 Millionen Zuschauern und reichlich durchwachsenen 10,2 Prozent zufriedengeben. Bei den Jüngeren kam man sogar nicht über schwache 5,0 Prozent hinaus.

    Während sich RTL über gestiegene Quoten für seine Action-Gameshow freuen konnte, reichte es dennoch nicht für Platz 2 in der Zielgruppe – der wurde den Kölnern von der Agentenkomödie „Kingsman: The Secret Service“ weggeschnappt, die es auf ProSieben sogar auf 1,85 Millionen Zuschauer brachte. Der Marktanteil fiel aufgrund der etwas kürzeren Sendezeit mit 16,6 Prozent allerdings minimal geringer aus. Im Anschluss punktete dann noch „Sherlock Holmes“ mit ebenfalls tollen 15,7 Prozent.

    Wenig zu lachen gab es indes für Schwestersender Sat.1, wo der Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ dem Bällchensender mit nur 840.000 jungen Zuschauern und 7,7 Prozent eine ebensolche bescherte. Erfolgreich war man dagegen am Vorabend mit „Das große Backen“, das schöne 11,6 Prozent generierte. „Julia Leischik sucht: Bitte melde dich“ tat sich nachfolgend mit 9,8 Prozent etwas schwerer, schwang sich mit insgesamt 2,77 Millionen Zuschauern und 11,0 Prozent aber zur meistgesehenen Sat.1-Sendung des Tages auf.

    Einen richtig miesen Start in den Abend erlebte RTL II mit dem Justizthriller „Der Mandant“, der nur auf desaströse 2,2 Prozent bei den Umworbenen kam. „Love Island“ machte einmal mehr das Beste aus dem schwachen Vorlauf und steigerte sich auf immerhin 5,0 Prozent. Bei VOX zündete eine neue Ausgabe von „Das perfekte Profi Dinner – Spitzenköche unter sich“ überhaupt nicht und blieb bei mauen 4,5 Prozent hängen. Auch hier sah es am späten Abend mit 7,6 Prozent für „Prominent!“ deutlich besser aus. kabel eins blieb derweil den kompletten Abend über blass: Schon „Der Supercop“ schlug sich um 20.15 Uhr mit 4,8 Prozent nicht gerade berauschend, ehe „Abenteuer Leben am Sonntag“ noch auf 3,9 Prozent fiel.

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      TV Wunschliste schrieb:
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      > Kein Vorbeikommen war jedoch einmal mehr am
      > "Tatort" im Ersten: Den ersten Schwarzwälder Fall
      > "Goldbach" verfolgten 9,13 Millionen Zuschauer,
      > die einem herausragenden Marktanteil von 27,2
      > Prozent beim Gesamtpublikum entsprachen. Auch in
      > der Zielgruppe sicherte man sich mit 20,6 Prozent
      > den mühelosen Tagessieg.

      Das ist nicht wirklich eine Leistung.
      Die hohen Quoten sind tatsächlich mehr der Sehgewohnheit gelangweilter Sonntagabendschauer geschuldet als der Qualität eines Tatorts.


      > Während sich RTL über gestiegene Quoten für
      > seine Action-Gameshow freuen konnte, reichte es
      > dennoch nicht für Platz 2 in der Zielgruppe - der
      > wurde den Kölnern von der Agentenkomödie
      > "Kingsman: The Secret Service" weggeschnappt, die
      > es auf ProSieben sogar auf 1,85 Millionen
      > Zuschauer brachte. Der Marktanteil fiel aufgrund
      > der etwas kürzeren Sendezeit mit 16,6 Prozent
      > allerdings minimal geringer aus.

      Idiotie von Pro7 kann man das Kürzen der Sendezeit auch nennen.
      Der Film lief im Kino zu Recht mit FSK 16. Ich habe normalerweise ja kein Problem mit Schnitten, nur hier war der Einsatz von Gewalt relevant für die Geschichte. In der Variante Pro7 betritt Colin Firth eine Kirche voller Rassisten - kurzer Wechsel zu Personen, die ein Video aus seiner Sicht sehen - Schnitt, Colin Firth verlässt die Kirche, trifft auf den Bösen und jammert, dass er gerade alle umbringen musste. So ergibt die Szene einfach gar keinen Sinn.

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