Quoten: „Klein gegen Groß“ mit mehr Zuschauern als „Supertalent“ und „Schlag den Star“ zusammen

    Gesamtsieg für „Friesland“, Peter-Maffay-Doku floppt

    Glenn Riedmeier – 15.12.2019, 11:20 Uhr

    „Klein gegen Groß“: Kai Pflaume (m.) und die prominenten Gäste

    Am gestrigen Samstagabend kämpften drei lange Shows um die Gunst der Zuschauer. Mit deutlichem Abstand holte Kai Pflaume mit „Klein gegen Groß“ die größte Reichweite. 5,21 Millionen Menschen verfolgten die neue Ausgabe der dreistündigen Samstagabendshow im Ersten und sorgten für richtig tolle 19,7 Prozent Marktanteil. In der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen holte die Show ebenfalls weit überdurchschnittliche 12,7 Prozent.

    Die Nase vorn beim jungen Publikum hatte RTL. „Das Supertalent“ setzte sich mit 15,1 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe durch. Insgesamt entschieden sich 3,08 Millionen Zuschauer für die Castingshow. Das Staffelfinale von „Mario Barth & Friends“ musste sich im Anschluss mit 12,8 Prozent begnügen. Schlusslicht im Show-Dreikampf wurde ProSieben: 1,27 Millionen Zuschauer sahen das fünfstündige Duell zwischen Jens Lehmann und Wotan Wilke Möhring bei „Schlag den Star“. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden dennoch solide 12,2 Prozent eingefahren.

    Unbeeindruckt von der Show-Konkurrenz ging das ZDF mal wieder mit seinem Krimi-Alternativprogramm als Gesamtsieger vom Platz. Satte 5,98 Millionen Zuschauer sahen den neuen Fall von „Friesland“ und bescherten dem Mainzer Sender überragende 20,8 Prozent Gesamtmarktanteil. Davon waren 880.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt, die in dieser Altersklasse für ebenfalls überdurchschnittliche 11,4 Prozent sorgten. Für „Der Staatsanwalt“ blieben im Anschluss um 21:45 Uhr noch 3,56 Millionen Menschen bei 13,3 Prozent dran. Zufrieden sein kann auch Sat.1, wo die Weihnachtskomödie „Santa Clause III – Eine frostige Bescherung“ 10,3 Prozent in der Zielgruppe holte. Insgesamt waren 1,50 Millionen vor dem Fernseher dabei.

    Bei VOX war währenddessen die Free-TV-Premiere des Films „Emoji – Der Film“ zu sehen, für die sich 900.000 Menschen entschieden haben. In der Zielgruppe sprangen immerhin 7,4 Prozent heraus. Bei zwei neuen Folgen von „Law & Order: Special Victims Unit“ brachen die Marktanteile danach jedoch auf 3,2 und 4,8 Prozent ein. Völlig unter ging auch die Dokumentation „Peter Maffay: Für immer jung“ bei RTL Zwei, die nur miese 2,4 Prozent in der Zielgruppe erreichte. Insgesamt waren lediglich 540.000 Zuschauer dabei. Gewohnt unspektakulär verlief auch der US-Serienabend bei Kabel Eins: „MacGyver“ blieb zunächst bei 3,5 und 4,2 Prozent des jungen Publikums hängen, bevor „Lethal Weapon“ und „SEAL Team“ mit 3,4 und 3,1 Prozent ebenfalls enttäuschten.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      "Klein gegen Gross" hat da wieder zu recht den Sieg davon getragen: unterhaltsam, spannend und abwechslungsreich - auch wenn natürlich wieder etwas zu 'Lang Lang'.

      Nervig war einzig diese Anbiederung an den "Tatort". Hat es dieser wirklich nötig, alle 5 Minuten Werbung dafür zu machen? Da hätte ich dann interessanter gefunden zu erfahren, ob der Sieg beim Tippspiel von Jessica Schwarz der höchste in der Sendungsgeschichte war, oder schon mal jemand alle 9 Duelle richtig vorausgesagt hat. Das geht ja eigentlich nur, wenn ein Gast sein eigenes Duell gewinnt und dann noch alle anderen richtig tippt. Hier hätte man also vor dem letzten Duell durchaus darauf verweisen und etwas Spannung aufbauen können. Leider war Kai Pflaume durch die Werbung für den "Tatort", "Wer weiss denn sowas?" und "Kaum zu glauben!" wohl etwas abgelenkt von dem eigentlichen Inhalt der Sendung, die er da gerade moderiert hat.

      Beeindruckend neben den Kids war dann für mich vor allem Frank Elstner, der in seinem Spiel nicht nur Ehrgeiz und Wissen gezeigt hat, sondern bei allem Spass immer wieder auf die Wichtigkeit von Tierschutz hingewiesen hat. Und Jürgen Vogel hat wie gewohnt abgeliefert. Erst war ich spektisch, dass er jetzt in jeder Sendung dabei sein soll, aber mit seiner kindlichen Spielfreude passt er wirklich gut in das Format.
      • (geb. 1970) am melden

        Schade dass die Doku über Peter Maffay so unterging, obwohl sie neu war und er so viele Fans hat. Ich wollte nur mal reinsehen und bin dabei geblieben, weil sie mir sehr gut gefallen hat. Die Shows langweilen mich. War vielleicht nicht der richtige Sendeplatz oder auch Sender. Seine Fans dürften wohl in der Masse älter sein als die Zielgruppe von RTL zwei.
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          Bei aller Liebe für Elton (im Rateteam lustig): Als Moderator ne Schlaftablette. Hab auch da nur ein paar Sekunden rein gesehen. Langweilig. Pflaume macht nicht viel falsch. Seine Show´s sind gute Unterhaltung. Vor allem der Vorabend in der Woche macht Spaß. Emoji habe ich nicht mal bis zur ersten Werbepause durchgehalten. Und Maffay ist wirklich nur was für de ganz harten Fans.
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            "Schlag den Star" muss echt gestrafft werden. Spiele soweit meist interessant, aber es sollten fast immer Zeitlimits gesetzt werden. Dann würde alles etwas spannender und bis 0.00 Uhr wird es trotzdem gehen. Wegen der Quote, soll es ja wohl länger dauern, wenn ich es richtig verstanden habe ;)
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              Es wurde schon gestrafft. Es gibt jetzt z. B. bei Blamieren oder Kassieren und bei einigen anderen Pultspielen im Gegensatz zu früher eine feste Anzahl von Aufgaben. Die langwierige Kandidatenwahl fällt ebenfalls weg. Die trotzdem teilweise extreme Länge ist aber auch das Besondere, was die Show überhaupt ausmacht.

              Gestern hat man den Kandidaten aber leider ihre Unlust allzu sehr angemerkt. Bei Raab war es immer so, dass er sich bei jedem Spiel durchgebissen hat, auch wenn er schon auf dem Zahnfleisch ging, weil es sein riesiger Ehrgeiz von ihm verlangte. Davon war gestern bei den beiden Kontrahenten absolut nichts zu spüren. Jens Lehmann freute sich dann auch über den Sieg ungefähr so wie über ein Stück Schokolade aus dem Adventskalender. Was sind schon 100.000 Euro?
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              Und das mit der Lust kommt erschwerend hinzu.
              Aber bei dem Spiel mit dem Glaskasten und den farbigen Formen, wäre ein Zeitlimit von 15 Sekunden oder so gut gewesen. Auch beim wiegen hätte es zügiger gehen können.

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