Quoten: ESC-Finale bei den Jüngeren gefragt, starker ZDF-Krimi „Wilsberg“ vorn

    RTL, ProSieben und Sat.1 haben wenig entgegenzusetzen

    Vera Tidona – 23.05.2021, 10:34 Uhr

    Zu feiern gab es für den deutschen Beitrag mit Jendrik beim ESC-Finale in Rotterdam nichts. – Bild: Das Erste/NDR
    Zu feiern gab es für den deutschen Beitrag mit Jendrik beim ESC-Finale in Rotterdam nichts.

    Der Samstagabend stand im Ersten ganz im Zeichen des ESC-Finales, trotz des katastrophalen Abschneidens des deutschen Beitrags von Jendrik auf dem vorletzten Platz (fernsehserien.de berichtete). Beim „Countdown für Rotterdam“ mit Moderatorin Barbara Schöneberger waren bereits 4,08 Millionen Zuschauer insgesamt mit einem Marktanteil von 14,1 Prozent dabei. Später bei der Live-Übertragung der ESC-Finalshow in Rotterdam ab 21:00 Uhr steigerte sich die Reichweite auf 6,53 Millionen Zuschauer. Hier lag der Marktanteil bei sehr guten 26,7 Prozent. Für den Tagessieg reichte es dennoch nicht.

    Dafür aber konnte das weltweit größte Musikevent bei den jüngeren Zuschauern punkten. Von Anfangs 1,56 Millionen beim Aufwärmprogramm zur Primetime, steigerte sich das Interesse für das ESC-Finale auf 2,84 Millionen Zuschauer. Das bescherte dem Ersten tolle Quoten mit zunächst 22,4 Prozent bis hin zu starken 37,4 Prozent bei den Umworbenen. Auch die parallele Ausstrahlung in One konnte überzeugen: Weitere 1,20 Millionen Menschen (4,9 Prozent) sahen hier zu, 590.000 davon aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen (7,8 Prozent).

    Das ZDF konterte mit seiner Allzweckwaffe, den Samstagabend-Krimis: „Wilsberg“ ging sogar mit einer neuen Folge auf Sendung und lockte 8,11 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm, die dem Mainzer Sender hervorragende 26,5 Prozent bescherten. In der Zielgruppe lag man mit 830.000 Interessierten trotz der harten Konkurrenz bei ebenfalls weit überdurchschnittlichen 10,6 Prozent. Bei der im Anschluss gezeigten Folge von „Die Chefin“ fiel das Interesse auf 6,0 Prozent ab. Dafür blieben insgesamt 5,21 Millionen Zuschauer mit guten 17,6 Prozent Marktanteil dran.

    Die privaten Sender hatten wenig entgegenzusetzen, zeigten aber auch nur Wiederholungen: RTL präsentierte „Die größten Fernsehmomente der Welt“, mehr als 1,05 Millionen insgesamt und katastrophale 4,4 Prozent in der Zielgruppe waren jedoch nicht drin. Sat.1 setzte auf den Disney-Film „Vaiana“ und wurde immerhin mit 1,40 Millionen Gesamtzuschauern und 8,5 Prozent bei den Umworbenen belohnt.

    Den Actionfilm „The Transporter Refueled“ bei VOX schalteten insgesamt 1,32 Millionen Zuschauer mit immerhin noch 4,4 Prozent ein, etwas mehr gab es mit 5,4 Prozent bei den Jüngeren. ProSieben setzte auf die Strahlkraft des Anti-Helden „Deadpool“, kam aber nicht über überschaubare 6,3 Prozent in der Zielgruppe hinaus. Insgesamt wurden magere 2,8 Prozent Marktanteil verzeichnet.

    RTL Zwei-Zuschauer bekamen eine Folge von „Hartes Deutschland“ zu sehen, doch das Interesse fiel mit 1,7 Prozent insgesamt und 3,5 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe mehr als bescheiden aus. Das Schlusslicht bildete Kabel Eins mit einer Doppelfolge von „MacGyver“. Bei den Jüngeren waren nur sehr maue 2,2 und 2,5 Prozent drin.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Wilsberg war wie immer spannend, mit launigen Einlagen, wir schauen seit langem (15 Jahren) keinen Song Contest. Mit so einer Musikrichtung können wir nichts anfangen. Ich sage nur Österreich mit so einem Mist nicht dabei, und Deutschland fast Letzter.
      • am

        Ich habe den Film "Vaiana" gesehen in Sat1.
        • (geb. 1984) am

          Man muss aber sagen, bei den Jungen muss man noch 0,59 Mio und 7,8% dazurchnen. Hier lief parallel die selbe Show.

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