Quoten: Das Erste punktet mit Biathlon und „Tatort“, Sat.1-Formate bärenstark

    ZDF-Schmonzette vor allem beim Gesamtpublikum gefragt, „Grill den Profi“ weiter unterdurchschnittlich

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 27.11.2017, 09:26 Uhr

    Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) in „Tatort: Böser Boden“ – Bild: NDR/Christine Schroeder
    Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) in „Tatort: Böser Boden“

    Ohne viel Glanz – gemessen am über die Jahre bekannten Niveau – fuhr der Hamburger „Tatort“ im Ersten am Sonntagabend den Tagessieg ein. Mit einer Gesamtreichweite von 7,99 Millionen Zuschauern standen freilich tolle 21,8 Prozent zu Buche, an die Kollegen aus München, Köln oder gar aus Münster kam Wotan Wilke Möhring alias Thorsten Falke allerdings nicht annähernd heran. Bei den jüngeren Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren fuhr man überzeugende 16,5 Prozent ein, mit einer Reichweite von 2,12 Millionen landete die Folge „Böser Boden“ zudem vor „The Voice of Germany“. Am Vorabend punktete bereits der Biathlon-Weltcup im Rahmen von „Sportschau live“. 4,71 Millionen insgesamt verfolgten die Mixed-Staffel, beim Gesamtpublikum standen hervorragende 20,6 Prozent zu Buche. Auch die anderen Wintersport-Übertragungen zuvor waren sehr gefragt.

    Da der „Tatort“ der Konkurrenz diesmal etwas mehr Luft zum Atmen ließ, konnte sich vor allem das ZDF über tolle Quoten freuen: 5,43 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen „Ein Sommer im Allgäu“, was tollen 14,8 Prozent entsprach. Selbst in der Zielgruppe fiel der Marktanteil für die Schmonzette mit 7,8 Prozent überraschend solide aus. Während das „heute journal“ im Anschluss ebenfalls von über fünf Millionen Menschen gesehen wurde, fiel die dritte Folge der Krimireihe „Springflut“ um 22.00 Uhr auf 2,99 Millionen Zuschauer zurück, die dennoch für ordentliche 12,5 Prozent sorgten.

    Stärkster Privatsender war am Sonntag unterdessen Sat.1, das gleich mit mehreren Formaten tolle Quoten einfuhr. Die dritte „Battle“-Show von „The Voice of Germany“ interessierte zur Primetime 2,01 Millionen Zielgruppen-Zuschauer, der Marktanteil betrug tolle 16,9 Prozent – dass es sich hierbei um den bislang schwächsten Wert der Staffel handelt, wird man in Unterföhring vermutlich nur als Randnotiz wahrnehmen. „Luke! Die Woche und ich“ profitierte nachfolgend einmal mehr vom erfolgreichen Vorlauf und hielt sich mit starken 14,9 Prozent deutlich über dem Senderschnitt. Am Vorabend verbuchte die Kuppelshow „Hochzeit auf den ersten Blick“ mit 1,21 Millionen Zusehern und 14,3 Prozent gar einen neuen Rekord – und war dabei gar nicht so weit von „Schwiegertochter gesucht“ entfernt, das es bei RTL auf minimal bessere 14,9 Prozent brachte.

    Zur besten Sendezeit mussten sich die Kölner hingegen deutlich hinter Sat.1 einordnen und kamen mit der Free-TV-Premiere von „Avengers: Age of Ultron“ auf 1,46 Millionen junge Zuschauer und eher mäßige 12,7 Prozent. „Spiegel TV“ stürzte um 23.00 Uhr dann auf richtig miese 7,7 Prozent ab. Das Spielfilmduell gegen ProSieben ging darüber hinaus verloren, hier zog der Katastrophenfilm „San Andreas“ 1,65 Millionen Werberelevante in seinen Bann, womit überzeugende 13,8 Prozent erzielt wurden. „Die Insel“ hielt sich zu später Stunde mit 11,3 Prozent ebenso überdurchschnittlich.

    Teilweise große Probleme offenbarten sich bei den Privatsendern der zweiten Reihe. Bei VOX bleibt „Grill den Profi“ quotenmäßig weiterhin deutlich von seinem Vorgänger „Grill den Henssler“ entfernt. In dieser Woche reichte es wieder nur zu 1,37 Millionen Zuschauern und 5,7 Prozent in der Zielgruppe. Völlig blutleer präsentierte sich derweil kabel eins, wo „Die spektakulärsten Kriminalfälle“ mit 2,9 Prozent einmal mehr auf ganzer Linie versagten. Noch ein wenig schlechter erging es RTL II, das mit dem Militärdrama „Das Tribunal“ um 20.15 Uhr nicht über desaströse 2,7 Prozent hinauskam. Das thematisch passende Kriegsdrama „Tränen der Sonne“ besserte sich später aber auf versöhnliche 5,5 Prozent.

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