„Nautilus“: Aufwändige Abenteuerserie nach Jules Verne findet endlich deutsche Heimat

„Star Trek: Discovery“-Star wird zu Captain Nemo

Bernd Krannich
Bernd Krannich – 16.02.2026, 12:00 Uhr

Nemo (Shazad Latif, r.) weist Humility (Georgia Flood, l.) in „Nautilus“ den Weg – Bild: Vince Valitutti/Disney+
Nemo (Shazad Latif, r.) weist Humility (Georgia Flood, l.) in „Nautilus“ den Weg

Die einst im Auftrag von Disney+ erstellte Phantastik-Abenteuerserie „Nautilus“ hat endlich eine deutsche Heimat gefunden: Die Geschichte um die Abenteuer des Unterseeboots von Nemo (Shazad Latif, „Star Trek: Discovery“) wird am 27. März (10:00 Uhr) on Demand bei ZDF.de und in der App als Deutschlandpremiere veröffentlicht. Die lineare Ausstrahlung der zehnteiligen Serie erfolgt am Freitag, den 3. April sowie am Samstag, den 4. April jeweils ab 20:15 Uhr in Fünferpacks in ZDFneo.

Die Entwicklung von „Nautilus“ fand in der Zeit statt, in der sich international agierende Streaming-Dienste einen Sparkurs verordneten, und den unrühmlichen Beispielen von Serien, die von ihrem Auftraggeber noch vor der Ausstrahlung „wieder abbestellt“ wurden – in diesem Fall trennte sich Disney+ von dem Projekt. So wurde sie international Stück für Stück an lokale Anbieter verkauft und hatte ihre Weltpremiere in Schweden. Nun hat sich also das ZDF die Serie gesichert.

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Die Serie „Nautilus“ erzählt dabei eine Originstory zu Jules Verne Science-Fiction-Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ (der damit 1869/​70 die Entwicklung von U-Booten antizipierte), wobei Vernes Erzählung zu einem späteren Zeitpunkt in Nemos Leben einsetzt.

Die Handlung spielt im Jahr 1857, als die britische Ostindien-Kompanie mit Soldaten und Marine über eine gewaltigere Macht als jede andere Nation der Erde verfügt, während sie gleichzeitig die Reichtümer der von ihr unterworfenen Nationen stiehlt. Im indischen Kalpani wird von der Kompanie heimlich ein riesiges Unterseeboot gebaut, die Nautilus. Zahlreiche Sklaven aus dem Kolonialgefängnis werden hierzu eingesetzt, um das ambitionierte Projekt umzusetzen. Obwohl die Nautilus ursprünglich als Schiff für die Unterwassererkundung konzipiert wurde, beabsichtigt die Kompanie, sie zu bewaffnen und als neues und revolutionäres Kriegsschiff einzusetzen.

Einer der versklavten Gefangenen ist Nemo, der auch die Motoren der Nautilus entworfen hat. Er plant einen Gefangenenaufstand, um die Nautilus zu erobern und damit zu fliehen. Obwohl die Pläne vereitelt werden, gelingt es Nemo und seinen Anhängern dennoch, das Kommando der Nautilus zu übernehmen und aufs Meer hinaus zu fliehen. Vom rachsüchtigen Director Crawley der Ostindien-Kompanie gejagt, der Nemo tot sehen will, gelingt es dem neuen Kapitän des U-Boots mit einer bunt zusammengewürfelten Mannschaft, ihren Feinden immer einen Schritt voraus zu sein. Ihre Mission: Vergeltung, Rache und die Zerstörung der Kompanie, die für viele Nationen Leid gebracht hat.

In Hauptrollen sind neben Shazad Latif als Kapitän Nemo auch Georgia Flood als Humility Lucas, Thierry Frémont als Gustave Benoit, Pacharo Mzembe als Boniface und Damien Garvey als Director Crawley zu sehen. In prominenten Gastrollen sind Richard E. Grant („Loki“), Luke Arnold („Black Sails“, „Scrublands“) und Anna Torv („Fringe – Grenzfälle des FBI“) dabei.

„Nautilus“ stammt von Autor und Showrunner James Dormer („Strike Back“, „Beowulf“), gemeinsam mit den Produzenten Xavier Marchand und Anand Tucker von Moonriver TV und All3Media. Die Regie führten Michael Matthews, Ben C. Lucas und Isabelle Sieb. Die Dreharbeiten fanden zwischen 2022 und 2023 in Australien statt und dauerten fast ein volles Jahr an.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am

    "...der damit 1869/​70 die Entwicklung von U-Booten antizipierte"
    Das haben andere Leute schon Jahrhunderte vor Verne "antizipiert"! Selbst Aristoteles oder auch Plinius berichteten bereits über solche Ideen. 1801 gab es bereits eine Nautilus, 1860 gab es schon Torpedos. Also sorry, Verne war hier nicht so bahnbrechend wie Ihr das vielleicht gerne hättet.
    • am

      Na endlich. Also auf einige interessante Serien muss man hierzulande in letzter Zeit wirklich sehr lange warten. Ob auf Chicago P.D., neue 911 Folgen usw. Es dauert immer länger bis neue Folgen kommen. Dabei meine ich nicht das Free-TV, das sowieso eine absolute Katastrophe ist, sondern tatsächlich auch im Dtream, wo es immer länger dauert! Echte Serienjunkies haben immermehr das Nachsehen hier in Deutschland.

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