„Legends of Tomorrow“ bis „Batwoman“: Neuer DC-Chef gibt Fans Hoffnung auf ein Wiedersehen

    James Gunn stellt Pläne für die Zukunft des DC Universe vor

    Vera Tidona – 07.11.2022, 15:42 Uhr

    Werden beliebte DC-Superhelden in TV-Serien künftig mit Film-Helden vereint? – Bild: The CW
    Werden beliebte DC-Superhelden in TV-Serien künftig mit Film-Helden vereint?

    Der neue Chef David Zaslav von Warner Bros. Discovery macht seit Monaten Schlagzeilen mit seiner Radikalkur des Medienunternehmens, die zahlreiche Entlassungen und Umstrukturierungen umfasst. Nach der Fusion von WarnerMedia und Discovery ist neben dem TV- und Filmbereich auch das dazugehörige DC-Universum betroffen.

    Die Überraschung war groß, als vor wenigen Wochen der beliebte Marvel-Filmemacher James Gunn („Guardians of the Galaxy“-Reihe) als neuer Chef des das DC Studios (früher DC Films) ernannt wurde. Gemeinsam mit seinem langjährigen kreativen Partner Peter Safran zeichnet er künftig für die inhaltliche Ausrichtung des gesamten DC Universe verantwortlich.

    Der Schritt ist nur konsequent und wird von vielen Branchenkennern und Comic-Fans begrüßt, hat der Regisseur sich doch bereits bei Marvel einen Namen gemacht und zuletzt für Warner erfolgreich den DC-Film „The Suicide Squad“ einschließlich des beliebten Serienablegers „Peacemaker“ (Serien-Kritik der Redaktion) für HBO Max entwickelt, der inzwischen eine Verlängerung um eine weitere Staffel erhielt (fernsehserien.de berichtete).

    Gleichzeitig ist James Gunn selbst begeisterter Comic-Fan und -Kenner, im Gegensatz zu seinen vielen Vorgängern wie Ex-DC-Chef Walter Hamada, der am Ende auf viel Kritik auch innerhalb des Konzerns traf.

    Dennoch ist es in der Branche eher unüblich, dass ein Regisseur als Mann vom Fach für so einen wichtigen Managerposten ernannt wird. Schon lange möchte das Studio für sein DC Universe einen kreativen Kopf wie Kevin Feige es für Marvel ist. Mit James Gunn scheint es ihm endlich gelungen zu sein.

    Rettung beliebter DC-Serien und -Figuren in Aussicht gestellt

    Zum Arbeitsantritt am 1. November hat Gunn nun einen Ausblick auf die Zukunft von DC abgegeben und versprach, sämtliche Filme und Serien auf den Prüfstand zu stellen. Im sei es sehr wichtig, die Wünsche der Fans dazu anzuhören und etwa Serien und/​oder beliebte Figuren zu „retten“ und zurück ins DC-Filmuniversum zu holen. Genannte Beispiele sind die Serien „Legends of Tomorrow“ und „Batwoman“, die beim letzten DC-Chef auf wenig Gegenliebe stießen und teilweise gecancelt wurden (fernsehserien.de berichtete).

    Auch Henry Cavills Rückkehr als Superman ins DC-Universum ist ein gelungener Coup, der sicherlich auch James Gunn zuzusprechen sein dürfte. Während „The Witcher“-Fans ihrem Ärger über den Weggang von Cavill aus dem Netflix-Serienhit mit Protesten gegenüber den Serienmachern Luft machen und sogar eine Online-Petition mit über 60.000 Unterschriften in wenigen Tagen gestartet haben, wird von DC-Fans die Rückkehr von Superman gefeiert (fernsehserien.de berichtete).

    James Gunns Pläne für die Zukunft von DCU

    Über die Zukunft von DC verspricht James Gunn Großes: Zunächst einmal sei es seiner Meinung nach sehr wichtig, das komplette Superhelden-Franchise unter einem neuen Banner zu vereinen, angelehnt an Marvel mit dem MCU, zu dem Serien wie Filme gleichermaßen gehören und die inhaltlich miteinander verbunden sind. Mit DC Universe ist auch der passende Titel gefunden, der den bisherigen DCEU (DC Extended Universe) wohl ablösen wird.

    Im Bereich Film und Serien aus dem DCU gibt es einige Baustellen, die anzugehen sind. Bislang war die Maxime im Hause DC Films, dass die beiden Bereiche stets getrennt voneinander betrachtet werden sollen. Damit gab es – im Gegensatz zu Marvel – keinerlei Berührungspunkte zu den einzelnen Projekten, was zu seltsamen Auswüchsen führte. So waren etwa die gleichen Superhelden in unterschiedlichen Besetzungen und Ausrichtungen teilweise in Filmen und Serien parallel zu sehen, wie zum Beispiel Batman mit bis zu drei Darstellern gleichzeitig. Das soll sich künftig ändern.

    Zudem wolle man eine der größten Geschichten über Filme, Serien und animierte Projekte erzählen, die so noch nie dagewesen war: Unser aller Anfangsfokus liegt auf der Entwicklung der Geschichte, der Entwicklung des neuen DCU und dem Erzählen der größten Geschichte aller Zeiten in mehreren Filmen, Fernsehshows und Animationsprojekten, erklärte Gunn. Wir laden alle DC-Fandoms aus dem gesamten Multiversum – und alle anderen auch – in dieses neue Universum ein. Wir können es kaum erwarten, mehr zu enthüllen.

    Dass die Idee hervorragend funktionieren kann, zeigt seit geraumer Zeit Marvel recht eindrucksvoll, das das bereits kommerziell erfolgreiche und beliebte Filmuniversum mit einer Fülle an neuen Serien beim Streamingdienst Disney+ ausbaut und inhaltlich miteinander verknüpft. Der anhaltende Erfolg gibt Marvel-Chef Kevin Feige recht. Ob dem neuen DC-Chef James Gunn dies ebenso gelingen wird, dürfte sich recht bald zeigen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1994) am

      Was Serien betrifft ist nix fix. Gibt Gerüchte, dass Superman& Lois an Amazon verkauft wird( wäre auch ne Lösung)...


      Für Batwoman würde ich mir ein Reboot mit Wallis Day wünschen!
      • am

        Ich hab in den letzten Wochen sehr vieles über das neue DC Universum und die Pläne von David Zaslav gelesen. Bisher macht er alles richtig und was in diesen Bericht nur kurz angeschnitten wurde, hat noch weit, weit ausstreiternde Veränderungen. Auf das alles kann ich gar nicht eingehen, aber endlich wird bei DC alles viel besser. Auch wenn James Gunn nun das DC-Universum übernommen hat sind Pläne über Fortsetzungen der Serien völlig aus der Luft gegriff und nichts anderes als Gerüchte. Gunn hat keinerlei Kommentare über die "Rettung" der Serien abgelassen. Darüber hinaus steht sogar eine fünfte Staffel von Titans auf der Kippe. Das Batwoman vielleicht doch noch ins DCU kommen wird ist klar, aber nachdem der Film in die Tonne geschmissen wurde, wird dies noch eine ganze Weile dauern. Der 10 Jahres-Plan von Zaslav und nun auch Gunn bezieht sich erstmal auf viele Filme zu zusammenhänge. Darüber hinaus wurden nicht nur der Vertrag von Henry Cavill neu aufgesetzt, sondern auch von Gal Gabot, Ben Affleck und Jason Momoa.
        • am

          Der Film mit Batgirl wurde in die Tonne geschmissen (weil er schlecht war)
          Batwoman ist eine völlig andere Figur die eine Serie bei CW hatte ^^
        • am

          Ja und? Dennoch gibt es zwar Pläne für Batwoman oder Batgirl ins DCU zu nehmen, aber eben nicht als Serien. James Gunn hat mit keinem Wort erwähnt, die Serien wie Legends of... zu retten. Der Fokus liegt allein erstmal auf die Filme. Batgirl wurde auch deshalb in die Tonne geworfen weil er nicht zum Kanon der kommenden zusammenhängenden Filme passte. Deshalb gab es auch die vielen Nachdrehs bei The Flash und Aquaman 2 mit Ben Affleck und Gal Gadot. Ein Wunder das Blue Beetle doch noch kommt. Fakt ist aber: David Zaslav hat bisher alles Richtig gemacht.
      • am

        Da wird James Gunn aber einiges zu richten haben bei DC.


        Lobenswert wäre es aber, wenn es in Zukunft eine einheitliche Linie bei allen Filmen und Serien geben wird.


        Marvel hat halt von Anfang an alles richtig gemacht mit seinem MCU, wogegen bei DC ziemlich viel Kuddelmuddel ist.


        Ich bin mal gespannt, was in nächster Zeit noch angekündigt wird.
        • am

          Marvel hat von Anfang an TV Serien auch von den Kinofilmen getrennt.
          Seit Disney+ ist es erst anders geworden
        • (geb. 1969) am

          aha, also ist/war z.B. Agents of Shield eine Disney -Serie? Wusste ich noch gar nicht ....

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