„Cruel Summer“: Prime Video findet Starttermin für Young-Adult-Erfolgsserie

    Jugend-Thriller mit wechselnden Perspetiven und Zeitebenen

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 09.06.2021, 15:44 Uhr

    Der Cast von „Cruel Summer“: (v. l.) Blake Lee, Allius Barnes, Olivia Holt, Froy Gutierrez, Harley Quinn Smith, Chiara Aurelia, Michael Landes und Brooklyn Sudano – Bild: Freeform
    Der Cast von „Cruel Summer“: (v. l.) Blake Lee, Allius Barnes, Olivia Holt, Froy Gutierrez, Harley Quinn Smith, Chiara Aurelia, Michael Landes und Brooklyn Sudano

    Die aktuelle amerikanische Erfolgsserie „Cruel Summer“ hat einen deutschen Starttermin: Am 6. August geht es los.

    Wie „Motherland: Fort Salem“ und „The Bold Type“ stammt das Psycho-Thriller-Format aus dem Programm des US-amerikanischen Senders Freeform, der sich an weibliche Young Adults (Altersgruppe 14 bis 34 Jahre) wendet. Bei Freeform kam die Auftaktepisode auf ein Zuschauer-Rekordergebnis – wobei allerdings die meisten Zuschauer die Folge on Demand konsumierten: Nachdem nur 246.000 Zuschauer bei der TV-Premiere am 20. April gemessen wurden, konnte diese Doppelfolge schließlich nach einer Woche 3,81 Millionen Zuschauer vorweisen – mehr als das 15-Fache.

    „Cruel Summer“ schlägt in die Sparte der Teen-Mystery-Serien von Freeform, à la „Pretty Little Liars“. Die Geschichte der drei Sommer 1993, 1994 und 1995 wird parallel und aus wechselnden Perspektiven erzählt.

    In einer kleinen Stadt in Texas ist die junge Kate (Olivia Holt, „Marvel’s Cloak & Dagger“) eine extrem beliebte Schülerin, sie gilt als Verkörperung eines perfekten Lebens und wird allgemein darum beneidet – bis sie verschwindet. Auf der anderen Seite steht Jeanette (Chiara Aurelia, „Tell Me Your Secrets“): eine schüchterne, aber liebenswürdige Schülerin, die allerdings einen geradezu pathologischen Drang hat, von jedermann geliebt zu werden. Jeanette wird schließlich zur Hauptverdächtigen im Fall der verschwundenen Kate.

    Trailer zu „Cruel Summer“ (deutsche Synchronfassung)

    Mauerblümchen Jeanette blüht nach dem Sommer 1993 auf und wird 1994 bei Kates Verschwinden zur Hauptverdächtigen. 1995 hat sie ein Jahr lang öffentliche Verdächtigungen und Beschimpfungen durchlebt und ihr wird wegen Kates Verschwinden der Prozess gemacht. Derweil sollen die Zuschauer sich durch die Augen und die Interpretationen der Figuren ein eigenes Bild machen und sind gezwungen, sich selbst ein Bild zu machen.

    Die weiteren Hauptrollen: Michael Landes („Hooten & The Lady“) porträtiert Jeanettes Vater, der nach außen hin sympathisch und geradezu perfekt wirkt, der aber auch Probleme hat. Froy Gutierrez (Nolan aus „Teen Wolf“) stellt Jamie dar, einen sympathischen Schüler, in den Jeanette verknallt ist – im zweiten Jahr ist er dann auch ihr Freund. Harley Quinn Smith („Once Upon a Time in Hollywood“, Tochter von Kevin Smith) ist als Außenseiterin Mallory zu sehen, im ersten Jahr Jeanettes beste Freundin. Durch deren steigende Beliebtheit blieb Mallory zurück – und ist verletzt und wütend. Allius Barnes bildet als Vince das dritte Mitglied eines anfänglichen Freundesdreiecks mit Jeanette und Mallory. Er ist bis in seinen Kern loyal und steht zu Jeanette auch noch, als die allgemeine Stimmung gegen sie umschlägt. Blake Lee („Wisdom of the Crowd“) spielt den von seinen Schülern verehrten Lehrer Martin, dem es vielleicht ein bisschen an der notwendigen Distanz zu ihnen fehlt. Nathaniel Ashton hat als Ben so viel Einfühlungsvermögen, dass er häufig beide Parteien in einem Streit verstehen kann und zwischen alle Stühle gerät. Er ist Jamies bester Freund. Brooklyn Sudano (erste Staffel von „Taken“) ist als Barkeeperin Angela an Bord – ihr Arbeitsplatz ist der Ort der Stadt, wo man den nächsten One-Night-Stand zu finden hofft, so dass Angela abwechselnd eine Schulter zum Ausweinen bietet und Leute, die sich etwas herausnehmen, in die Schranken weist.

    Entertainment One und Iron Ocean Productions stellen die Serie für Freeform her. Unser Kollege Christopher Diekhaus kam bei seiner Begutachtung des Auftakts der Serie zu dem Schluss, dass die Zeitsprünge und der Wechsel zwischen Perspektiven bereits zu Beginn einen phasenweise ungeahnt fesselnden Thriller-Stoff ermöglichen.

    Hinter dem ungewöhnlichen Format steht „The Sinner“-Produzentin Jessica Biel. In den USA steht das Finale von „Cruel Summer“ übrigens am kommenden Dienstag an.

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