Ganze 25 Jahre lang verkörperte David Suchet den berühmten „Hercule Poirot“ in der gleichnamigen Krimiserie von ITV nach den Werken von Agatha Christie. Die Serienmacher haben damals akribisch so ziemlich jede Vorlage, ob in Romanform oder als Kurzgeschichte, aus der Feder der „Queen of Crime“ adaptiert, in der der geniale belgische Detective seine „kleinen grauen Zellen“ zur Klärung der verzwickten Mordfälle benutzte. Herausgekommen ist ein Mammutprojekt von 13 Staffeln mit insgesamt 71 Episoden, das zwischen den Jahren 1988 und 2013 produziert wurde und in dem man den preisgekrönten Hauptdarsteller an seiner ikonischen Rolle wachsen und reifen sah.
Nun, 13 Jahre später, plant die BBC mit einer Neuauflage einer „Hercule Poirot“-Serie. Wie Deadline berichtet, hat sich der britische Sender die Rechte zur Adaption in einem hart umkämpften Wettbewerb sichern können, an dem wohl auch andere Sender und Streamingdienste beteiligt waren. Angesichts der Bemühungen der BBC für das umkämpfte Projekt und der erworbenen Rechte dürften die Serie wohl über mehrere Staffeln gehen.
Die Krimiserie umsetzen soll der noch wenig bekannte Drehbuchautor Benji Walters, der bereits zuvor an der BBC-Serie „Noughts + Crosses“ mitwirkte. Erste Storydetails zur neuen „Poirot“-Krimiserie sind aber noch rar gesät.
Die Auftaktstaffel wird dem Bericht zufolge voraussichtlich noch im Sommer gedreht und soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres vom Stapel laufen. Produziert wird die Serienneuauflage von Mammoth Screen, dem Studio hinter einigen bekannten BBC-Serienadaptionen von Agatha Christie, wie „Und dann gabs keines mehr“ und „Murder is Easy“, in Zusammenarbeit mit Agatha Christie Limited. Mammoth-Gründer und Produzent Damien Timmer zeichnete zuvor schon für einige Folgen der „Poirot“-Serie mit David Suchet verantwortlich.
Besetzung für Hercule Poirot gesucht
Noch ist keine Besetzung bekannt, doch die Suche nach dem Hauptdarsteller für die legendäre Rolle als Hercule Poirot läuft bereits auf Hochtouren.
Es bleibt also spannend, wer künftig in die Rolle des „vermutlich größten Detektivs der Welt“ schlüpfen wird. Agatha Christies berühmter Ermittler wurde im Laufe der vergangenen Jahre seit dem Erscheinen des ersten Romans „Das fehlende Glied in der Kette“ im Jahr 1916 von verschiedenen Darstellern in Film- und Fernsehadaptionen verkörpert.
In der Haut von den ausführenden Produzenten & im Besonderen der Besetzungscouch möchte man wahrlich nicht stecken... Entweder es wird ein durchschlagender Erfolg - wie bei beiden völlig neu aufgezogenen Versionen eines modernen Film/Serien-Sherlock - oder es wird schlichtweg der Reinfall des Jahrzehnts!! Denn einen arroganten, überheblichen & zugleich doch auch sympathischen Überdrüber-Menschen zu finden, ist gerade in der heutigen, übersättigten Social Media-"Dummdödelzeit" mit Fake-Beliebheitsgraden geradezu zu einer Herausforderung geworden. Denn viele Klicks generieren noch lange kein Schauspieltalent - Und einen solchen "Rohdiamanten" irgendwo noch zu finden... viel Glück dabei!!! Denn sogar mit so Hollywood-Tausendsassas wie J. Malkovich, K. Branagh, A. Molina wie I. McKellen (als Senior-Holmes) ist der Schuss bisher gehörig NACH HINTEN LOSGEGANGEN... und das waren wohlgemerkt ALLESKÖNNER - im "Prinzip". Aber um einen glaubwürdigen, aber keinesfalls eine Karikatur seiner selbst als Hercule Poirot zu verkörpern, benötigt es wohl EINIGES MEHR. Vor allem mehr als hübsch vor einem Spiegel einstudierte Gesten & einzementierte Mimiken. Die Horrorversion eines S.H. wäre wohl so ein Typ wie Jason Stateham od. auch Dwayne Johnson... ein in einen hautengen Anzug gequetschten Mucki-Körper mit flotten, flachen Sprüchen auf den Lippen & einer Mrs. Hudson (Pamela Anderson-Verschnitt zu Baywatch-Zeiten) mit kleinkalibriger Waffe im Seidenstrumpfhalter an seiner Seite, die nebenbei ein Bordell in der Baker Street unterhält... (wen es bei so einer Vorstellung nicht gruselt...)
Pro+Kontra (geb. 1959) am
Originale tauscht man nicht aus, diese verkörpern Vertrauen, einen "siebten Sinn" für Menschen, Tiere, Natur
Dr.Z am
Ach, du meine Güte. Das kann nur ein Fehlschlag werden. Warum versucht man alte Erfolge immer wieder neu zu kopieren und das meistens schlecht und oft haben sie nicht mehr das Geringste mit dem Original zu tun. Da kann man sich doch gleich was Neues ausdenken.
janine87 (geb. 1961) am
Es wird und kann für mich keinen besseren geben als David Suchet!!!! ❤️
Pro+Kontra (geb. 1959) am
Viele Schauspieler versetzen sich aktiv in Rollen, das ist ihr Leben auch in der heutigen Zeit siehe Miss Marple, oft verfilmt, an das Original kommen die "Neuen Schauspieler" nie
TRALLALA42 am
Braucht kein Mensch - David Suchet als Hercule Poirot war absolut perfekt. Warum muss man das Rad immer wieder neu erfinden 🤷🏼♀️
Harvey (geb. 1977) am
Wird es eine moderne Version a la Sherlock werden? Wäre nicht schlecht finde ich.
4200 am
Hier werden wohl die Werke des schottischen Schriftstellers Arthur Conan Doyle über "Sherlock Holmes" - begonnen um 1887 - mit denen der englischen Schriftstellerin Agatha Christie"Poirot" verwechselt. Jeremy Brett spielte 1984-1993 den berühmten Sherlock Holmes aus der viktorianischen Zeit, nicht Poirot. Hercule Poirot wurde 1920 geschrieben und spielt ab der Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Auch meiner Meinung nach wurde Hercule Poirot von David Suchet herausragend gespielt. Ich kann mir keinen anderen Schauspieler in dieser Rolle vorstellen. Am schlimmsten waren für mich die von und mit Kenneth Branagh gedrehten Poirot-Filme, die künstlich und Effekt haschend sind, meiner Meinung nach. Um einen Vergleich zu bemühen: das eine ist Wedgewood-Porzellan, das andere Tupperware! Bei einer Neuverfilmung von "Hercule Poirot" kann es sicher nur eine völlig neue Version werden. So wie bei den sehr gelungenen Folgen von Sherlock Holmes mit Cumberbatch und Freeman. Die haben wirklich Freude bereitet. Bin gespannt darauf und währenddessen sehe ich mir zum Xten Mal David Suchet als Poirot an - wird nie langweilig.