2026, Folge 126–150
Folge 126/2026
Folge 126 (30 Min.)
Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Di. 25.08.2026 3sat Folge 127/2026
Folge 127 (45 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mi. 26.08.2026 3sat Folge 128/2026
Folge 128 (30 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Do. 27.08.2026 3sat Folge 129/2026: Liebe und Bindung
Folge 129 (45 Min.)Liebe und Bindung können im digitalen Zeitalter erschwert sein.Bild: ZDF und Jordi Mora, Colourbox.deVon der Geburt bis ins hohe Alter ist die Bindung zu anderen Menschen ein fundamentales Element des Lebens. Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf dieses Grundbedürfnis? Das Smartphone ist allgegenwärtig – in Familie, Partnerschaften, unter Freunden. Gefährdet die permanente Onlinepräsenz zwischenmenschliche Beziehungen? Kann Bindung auch auf digitaler Ebene entstehen? Welche Rolle spielt das individuelle Bindungsverhalten? Sein Baby direkt nach der Geburt auf der eigenen Haut zu spüren – für Eltern ein unbeschreibliches Glücksgefühl.Auf der Wochenbettstation im schweizerischen Herisau wird seit drei Jahren erfolgreich das Haut auf Haut Konzept vermittelt. Durch den engen körperlichen Kontakt wird schon in den ersten Stunden des Lebens das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet. Es stärkt Vertrauen und schafft eine ideale Voraussetzung für den Säugling, der ein angeborenes Bedürfnis nach dem Aufbau einer sicheren Bindung hat. „Wenn ein Baby dieses innere Gefühl, dieses Urvertrauen, so im Laufe des ersten Lebensjahres innerlich verankert, dann kann es von da ausgehend die Welt erobern“, erklärt der renommierte Bindungsforscher Dr. Karl-Heinz Brisch. Umso wichtiger ist, dass die Eltern ihr eigenes digitales Verhalten im Blick haben, um diese frühkindliche Bindung nicht zu stören. So zeigt das wissenschaftlich begleitete Experiment, der „Smart Baby Test“ an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg, welchen negativen Einfluss das Smartphone auf die Kinder haben kann. Denn Babys können ihre Emotionen noch nicht alleine regulieren. Sie brauchen dazu ihre Bindungsperson – problematisch ist, wenn diese ständig abgelenkt ist. Bindungen prägen uns ein Leben lang. Unser Bedürfnis nach Liebe und sozialer Nähe ist genetisch in uns verankert. Doch wie gelingt der Aufbau von Beziehungen in einer immer digitaler werdenden Welt? Dating Apps erleichtern die Kontaktaufnahme und in sozialen Netzwerken pflegen wir virtuelle Bekanntschaften. Das Smartphone ist dafür immer verfügbar und kann persönliche Begegnungen ersetzen. Gleichzeitig birgt es Risiken und wird zum Störfaktor im realen Leben. Denn wer ständig online ist, vernachlässigt Freunde, Kinder oder Partner. Das zeigt das „Phubbingexperiment“ an der Universität Basel. Entstehen hier ernsthafte Bindungsprobleme? Wie können sich Singles und Menschen mit einer Bindungsstörung ihren Wunsch nach sozialer Nähe erfüllen? Wissenschaftler vermuten, dass durch fehlende menschliche Berührungen körperliche und seelische Krankheiten entstehen können. Ist angeleitetes Kuscheln eine Möglichkeit, mehr Sicherheit und Geborgenheit zu erleben? Martina aus Hamburg probiert es aus. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Fr. 28.08.2026 3sat Folge 130/2026
Folge 130 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mo. 31.08.2026 3sat Folge 131/2026
Folge 131 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Di. 01.09.2026 3sat Folge 132/2026
Folge 132 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mi. 02.09.2026 3sat Folge 133/2026
Folge 133 (30 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Do. 03.09.2026 3sat Folge 134/2026: Perimenopause – Bin ich schon drin?
Folge 134 (45 Min.)Svenja Post (rechts), 42, lässt ihre Hormonwerte bestimmen. Bei der Diagnose Perimenopause zählt nicht ein einzelner Bluttest, sondern das Zusammenspiel aus Werten, Symptomen und einer umfassenden ärztlichen Abklärung.Bild: SWR/Gidon LaschDie Perimenopause beginnt oft früher als gedacht – und bleibt häufig unerkannt. Host Svenja Post aka „Tante Kante“ begibt sich auf Spurensuche. Was passiert im Körper einer Frau in der frühen Phase der Wechseljahre? Warum ist die Diagnose so schwierig? Was hilft wirklich? Eine „NANO“-Wissensdoku über eine neue Lebensphase, die viele Frauen betrifft. Schlafprobleme, Reizbarkeit, Brainfog: Svenja Post aka „Tante Kante“ ist Anfang 40, Lehrerin, Mutter, DJ – sie steht mitten im Leben. Doch seit einigen Monaten erkennt sie sich kaum wieder: „Ich bin manchmal mit allem überfordert“, gibt sie zu. Auf Social Media begegnet ihr immer wieder ein Begriff: Perimenopause.Ist sie da schon drin? Was heißt das genau? Svenja fühlt sich wie viele Frauen damit alleingelassen. Viele Ärztinnen und Ärzte betrachten die Symptome nur einzeln. Prof. Bettina Toth von der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie Innsbruck will den Weg zur Diagnose erleichtern. Sie forscht zu einem neuen Biomarker: dem Protein Klotho, das künftig eine eindeutigere Diagnose ermöglichen könne. Doch was hilft während der Perimenopause? Ist eine Hormontherapie wirklich die einzige Lösung? Was sind leere Marketing-Versprechen? Die Doku will Orientierung geben und Mut machen. Je früher Frauen ihre Beschwerden verstehen, desto gezielter können sie sich Hilfe suchen. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Fr. 04.09.2026 3sat Folge 135/2026
Folge 135 (45 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 3sat Folge 136/2026
Folge 136 (35 Min.)nano Keyvisual 2018Bild: 3satDer Klimawandel lässt sich allein durch Einsparen von CO2 kaum mehr aufhalten. Deshalb setzen Forscher auf eine radikale, verrückte, vielleicht sogar gefährliche Idee: die Erde gezielt kühlen. Dazu müssen sie in die geochemischen Kreisläufe der Erde eingreifen und den Planeten umgestalten. Geoengineering nennt sich das. Noch erscheint der Eingriff in die Erdsysteme wie pure Hybris. Aber vielleicht liegt im «weiter wie bisher» die noch viel grössere Gefahr.In «nano – Die Reparatur der Erde» stellt Ingolf Baur die aussichtsreichsten Projekte der Klimaingenieure vor und diskutiert die Machbarkeit und die Risiken der neuen Technologien. Seine Reise führt ihn zu Forschern in der Schweiz, in Island und in den USA. Und damit zu zwei ganz unterschiedlichen Strategien. Die einen wollen das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre fischen und in Böden und Ozeanen versenken. Die anderen, und das ist die weitaus umstrittenere Strategie, denken darüber nach, das Sonnenlicht zu dimmen. Prominentester Vertreter ist David Keith von der Harvard University, USA. Keith will das Potenzial und die Risiken des sogenannten Solar Geoengineerings jetzt nicht mehr nur am Computer, sondern auch in der Praxis ausloten. In einem kleinen Experiment will er untersuchen, was die Freisetzung von Aerosolen wie Schwefelsäure in der Atmosphäre bewirkt. Die Idee dahinter: In grossen Mengen versprüht, könnten die Aerosole das einfallende Sonnenlicht zurück ins All reflektieren und so die Erde kühlen. Der Schweizer Janos Pasztor, Direktor der Carnegie Climate Geoengineering Governance Initiative, begrüsst Projekte wie diese und plädiert generell für mehr Forschung und einen breiten Diskurs in der Gesellschaft. Seine Sorge: Weil Solar Geoengineering im Vergleich zu anderen Methoden billig und einfach umzusetzen ist, könnte irgendjemand auf der Welt einfach damit loslegen – ohne dass die ökologischen Folgen umfassend erforscht worden wären. Kritiker dagegen befürchten, dass Geoengineering als Option und bereits die damit verbundene Forschung vielen als Ausrede dienen könnte. Weil wir auf diese Art bequem am Thermostat der Erde schrauben können, könnte, so ihre Sorge, die Motivation für den unbequemen Weg deutlich schwinden. Sprich: auf erneuerbare Energien umzustellen und so den CO2-Ausstoss radikal zu senken. (Text: SRF) Deutsche TV-Premiere Di. 08.09.2026 3sat Folge 137/2026
Folge 137 (35 Min.)Bild: SF1Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Welt verändert. Auch 25 Jahre später beschäftigen sich Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen mit den Folgen dieses Ereignisses. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin „nano“ widmet sich in einer Schwerpunktsendung den langfristigen Folgen von 9/11 aus wissenschaftlicher Perspektive. Forschende aus Psychologie, Rechtspsychologie und Sicherheitsforschung ordnen aktuelle Erkenntnisse ein. 9/11 im Kopf – wie Traumata unser Gedächtnis verändern: Viele Menschen erinnern sich bis heute genau daran, wo sie waren, als sie von den Anschlägen erfuhren.Warum brennen sich außergewöhnliche Ereignisse so tief in unser Gedächtnis ein? Welche Vorgänge laufen dabei im Gehirn ab? Und was lässt sich daraus für die Behandlung von Traumata lernen? Der Traumaexperte Alexander Jatzko erklärt, welche Mechanismen zur Entstehung traumatischer Erinnerungen beitragen, wie sich eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt und welche Erkenntnisse die Forschung daraus für die Therapie gewonnen hat. Wie 9/11 das Fliegen und die Sicherheitstechnik verändert hat: Die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen wurden nach den Anschlägen weltweit deutlich verschärft. Heute passieren Millionen Reisende moderne Kontrollsysteme mit hochentwickelter Scantechnik. Wie funktionieren Körperscanner? Warum gelten sie als besonders zuverlässige Sicherheitsinstrumente? Und wie lassen sich Sicherheitsanforderungen mit Datenschutz, Intimsphäre und Strahlenschutz vereinbaren? Warum Verschwörungserzählungen nach 9/11 so erfolgreich wurden: Kaum ein historisches Ereignis hat so viele Verschwörungserzählungen hervorgebracht wie die Anschläge vom 11. September 2001. Doch auch zu anderen einschneidenden Ereignissen, von der Pest im Mittelalter bis zur Mondlandung, kursieren alternative Erklärungen. Der Rechtspsychologe Roland Imhoff von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erläutert, warum Menschen gerade nach Krisen und Katastrophen für Verschwörungserzählungen empfänglich sind und welche psychologischen und kommunikativen Mechanismen deren Verbreitung begünstigen. Sicherheit und Freiheit nach 9/11: Im Interview spricht Professorin Kristin Pfeffer von der Forschungsstelle Europäisches und Deutsches Sicherheitsrecht an der Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg über die langfristigen Auswirkungen von 9/11 auf Sicherheitspolitik, Gefahrenabwehr und gesellschaftliche Freiheitsrechte. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Mi. 09.09.2026 3sat Folge 138/2026
Folge 138 (30 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Do. 10.09.2026 3sat Folge 139/2026: Spieltheorie – Wie wir Krisen berechenbar machen
Folge 139 (45 Min.)Bild: SF2Warum kooperieren wir? Welche Strategien helfen uns bei Entscheidungen? Ob bei geopolitischen Konflikten, im globalen KI-Wettlauf oder in der WG-Küche: Die Spieltheorie hat die Antwort. Win-win-Situation oder Nullsummenspiel? Mathematische Modelle beleuchten die Ursachen scheiternder Kooperationen und zeigen, warum das Verhalten anderer über den eigenen Erfolg entscheidet: beim Elfmeterschießen, bei Organspenden oder Klimaverhandlungen. Ein Elfmeterschuss dauert weniger als eine Sekunde – und ist doch ein komplexes strategisches Duell. Genau solche Situationen untersucht die Spieltheorie: Was geschieht, wenn der eigene Erfolg davon abhängt, was andere gleichzeitig entscheiden? Auf dem größten Frankfurter Volksfest, der „Dippemess“, demonstriert der Wirtschaftswissenschaftler Christian Rieck das „Chicken Game“ im Autoscooter: Wer dem gegnerischen Fahrzeug bei dieser Mutprobe ausweicht, ist das „Chicken“ – der Angsthase – und verliert das Spiel.In einer WG zeigt sich am Geschirrspüler das Gefangenendilemma: Für den Einzelnen scheint Nichtstun bequem, für alle zusammen wird es zum Problem. Die Dokumentation begleitet Forschende, die mit spieltheoretischen Modellen reale Konflikte entschlüsseln. Der Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels von der Universität Köln zeigt, wie Kooperation bei Nierenspenden organisiert werden kann. Auf dem Fußballplatz wird Unberechenbarkeit zur Strategie, in der Weltpolitik hingegen werden Drohungen und Ultimaten zum riskanten Machtspiel. Besonders deutlich wird die Kraft der Spieltheorie beim Klimaschutz: Forschende am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Institute of Science and Technology Austria untersuchen, wie Zusammenarbeit auch unter ungleichen Voraussetzungen beteiligter Länder gelingen kann. Doch wo sind die Grenzen der Theorie – und was passiert, wenn nicht mehr nur Menschen verhandeln, sondern Maschinen mitentscheiden? Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht der Computerwissenschaftler Iyad Rahwan, wie KI soziale Entscheidungen verändert. Die Spieltheorie liefert keinen einfachen Weltrettungsplan – aber neue Perspektiven auf Kooperation, Macht und unser Entscheidungsverhalten. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Fr. 11.09.2026 3sat Folge 140/2026
Folge 140 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mo. 14.09.2026 3sat Folge 141/2026
Folge 141 (30 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Di. 15.09.2026 3sat Folge 142/2026
Folge 142 (40 Min.)Bild: SF2Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.2026 3sat Folge 143/2026: Regenwald Revival
Folge 143 (30 Min.)Roger Blanco und Félix Carmona haben einen Wald in Costa Rica wieder aufgeforstet.Bild: Sven Kiesche / ZDFViele tropische Wälder wachsen auf einer sehr dünnen Humusschicht. Werden die Bäume gefällt, erodiert der Boden rasch und ist dann für eine Wiederaufforstung ungeeignet. Doch in Costa Rica und Malaysia gibt es Renaturierungsprojekte und Schutzzonen, die Hoffnung machen. Ist es sogar möglich, Tropenwälder nachhaltig zu nutzen? Sie sind ein Hort der Biodiversität. Diese Vielfalt des Lebens zu schützen, ist immens wichtig. Naturschützer in Costa Rica und Malaysia forsten ehemalige Rinderfarmen und Palmölplantagen wieder auf. Das erfordert Beharrlichkeit, Kreativität und wissenschaftliches Know-how. Michael Köhl, Professor für Waldforstwirtschaft, meint dazu: „Dort würde eigentlich kein Wald mehr wachsen.Und daher muss man eben gezielt eingreifen und in diesen degradierten Böden erstmal wieder die Situation herstellen, in der auch tatsächlich Bäume wachsen können.“ Mit überraschenden Methoden gelingt es, die ausgelaugten Böden wieder mit Nährstoffen anzureichern, jungen Bäumen Schatten zu spenden und strategisch solche Arten zu pflanzen, dass am Ende ein Wald entsteht, der dem einst zerstörten Primärwald möglichst ähnelt. In Costa Rica und auf Borneo sind so bereits artenreiche Lebensräume entstanden, in denen Raubkatzen und Orang-Utans wieder eine Zukunft haben. Ohne die fortschreitende Zerstörung von Tropenwäldern auszuklammern, zeigt der Film pragmatische Konzepte, um die bedrohten Landschaften zu erhalten. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Do. 17.09.2026 3sat Folge 144/2026: Mein Körper. Meine Schwangerschaft: Was macht mein Baby mit mir?
Folge 144 (45 Min.)Was sind die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft? Was zählt als Risikoschwangerschaft? Was machen Stress und Cortisol mit dem Baby? Drei Frauen, drei verschiedene Schwangerschaften. Assia ist zum ersten Mal schwanger, voller Vorfreude und kämpft gleichzeitig damit, wie sich ihr Körper verändert. Tamara erwartet Zwillinge und soll sich schonen. Das fällt ihr nicht leicht. Was ist bei einer Zwillingsschwangerschaft anders? Kathy ist nach einem langen Kinderwunsch-Weg dieses Mal „einfach so“ schwanger geworden. Sie stellt sich vielen Ängsten und Sorgen, bis sie endlich ihr Baby im Arm hält. Die „NANO“-Dokumentation zeigt einfühlsam und wissenschaftlich fundiert, wie eng Mutter und Kind verbunden sind – und wie ein Baby nicht nur den Körper, sondern das ganze Leben einer Frau verändert. (Text: 3sat)Deutsche TV-Premiere Fr. 18.09.2026 3sat Folge 145/2026
Folge 145 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mo. 21.09.2026 3sat Folge 146/2026
Folge 146 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Di. 22.09.2026 3sat Folge 147/2026
Folge 147 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 3sat Folge 148/2026
Folge 148 (30 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Do. 24.09.2026 3sat Folge 149/2026: Wassernotstand in Bayern – trocknet der Freistaat aus?
Folge 149 (45 Min.)Es sind keine schönen Entscheidungen, die Thomas Helbling inzwischen in fast jedem Sommer treffen muss. Der Bürgermeister von Bad Königshofen muss dann das „Wasser-Spargebot“ erlassen. Das bedeutet: Rasenflächen, Spiel- und Sportplätze dürfen nicht besprengt, die landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr bewässert werden. Selbst Autowaschen ist verboten. Bad Königshofen ist kein Einzelfall. In ganz Bayern wird das Wasser knapper, die Grundwasserstände sinken. Seit 2010 sei die Grundwasserneubildung im Freistaat um ein Fünftel zurückgegangen. Besonders betroffen ist der Norden Bayerns. Die Region um Bad Königshofen, der Landkreis Rhön-Grabfeld, trägt schon den Spitznamen „Steppe Bayerns“.Der Hauptgrund für das knapper werdende Wasserdargebot ist der Klimawandel: Seit Beginn der flächendeckenden Messungen im Jahr 1881 hat sich die Erde um 0,9 Grad erwärmt, Unterfranken aber um 2 Grad. Mehr als doppelt so viel also wie der globale Durchschnitt! Was tun? Der Film zeigt die Bemühungen in der Landwirtschaft, der Industrie und bei den Kommunen. Die Bewirtschaftung der Felder wird sich vor allem in Nordbayern verändern. „Direktsaat“ ist das Zauberwort. Dabei wird das Feld vor der Saat überhaupt nicht mehr bearbeitet, nicht gepflügt, nicht mal gegrubbert. Dadurch bleibt der Boden feuchter. In der Forstwirtschaft wird der Wald für die Zukunft fit gemacht. Der Umbau von Monokulturen zu Mischwäldern ist deshalb so wichtig, weil der Wald eine Schwammwirkung hat, also Wasser „in der Fläche“ hält. In der Industrie wird immer mehr Wasser eingespart, etwa durch fast geschlossene Kreisläufe. Und auch die Kommunen sparen Wasser. Einmal im täglichen Verbrauch, hier ist ebenso jeder einzelne Bürger gefragt. Aber auch bei der Umgestaltung der Kommune selbst: weniger Bodenversiegelung, besserer Umgang mit Regenwasser. Ob das reicht? (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Fr. 25.09.2026 3sat Folge 150/2026
Folge 150 (35 Min.)Bild: SF1Deutsche TV-Premiere Mo. 28.09.2026 3sat
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