• Folge 120 (35 Min.)
    Bild: SF1
    Deutsche TV-Premiere Mo. 17.08.2026 3sat
  • Folge 121 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 18.08.2026 3sat
  • Folge 122 (35 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 19.08.2026 3sat
  • Folge 123 (30 Min.)
    B-Girl Jilou im Ranking-Battle bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg.
    Die Tiefensensibilität unseres Körpers ist eine Superkraft, ohne die wir im Alltag nicht funktionieren würden. Deshalb müssen wir diesen „sechsten Sinn“ ein Leben lang trainieren. Laut WHO sterben weltweit jährlich mehr als 680.000 Menschen infolge von Stürzen; hinzu kommen mehr als 170 Millionen Behinderungen. Dabei haben Menschen von Geburt an ein System mit Tausenden Sinneszellen, um ein präzises Körpergefühl zu entwickeln: die Propriozeption. Aber wir sind eine bewegungsarme, sitzende Gesellschaft, die Lockdown-Situation durch Corona hat dieses Problem noch verschlimmert. Schon viele Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig. Die Folge: Die Körperwahrnehmung kann sich nicht richtig entwickeln und dann auch nicht zuverlässig funktionieren, wenn zum Beispiel ein Sturz droht. B-Girl Jilou, deutsche Meisterin im Breaking aus Berlin, die ihre Körperteile zu den Beats der Musik akrobatisch in alle Himmelsrichtungen katapultiert, ist für den Bewegungswissenschaftler Prof. Dr. Heiko Wagner ein ideales Studienobjekt, um die Propriozeption besser zu verstehen. Erstmals kann Jilou mithilfe der von ihm entwickelten Messmethode „ComputerMyoGraphie“ überprüfen, ob ihr Körpergefühl wirklich mit den Bewegungen übereinstimmt, die sie durchführt. An der Technischen Universität München forscht Gordon Cheng, Professor für Kognitive Systeme, ebenfalls zu diesem Thema. Er will Roboter mit einem Körpergefühl ausstatten, das dem des Menschen ähnelt. Als erstem Roboterentwickler ist es ihm gelungen, diesem Ziel mit der Entwicklung einer künstlichen Haut mit Tastsinn ein großes Stück näherzukommen. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Do. 20.08.2026 3sat
  • Folge 124 (45 Min.)
    Frühsommer – für viele die schönste Zeit des Jahres. Alles blüht und duftet und uns zieht es hinaus ins Freie. Doch genau dann erleben Millionen Menschen die quälendste Phase des Jahres. Sie leiden unter einer Pollenallergie – Heuschnupfen. Allergien gehören heute weltweit zu den häufigsten Krankheiten, die Zahl der Betroffenen steigt. In Deutschland ist bereits etwa ein Drittel der Bevölkerung betroffen. Bis 2050 könnte die Hälfte der Menschheit unter allergischen Erkrankungen leiden, also auch in Deutschland etwa jeder Zweite. Warum aber nehmen Allergien so dramatisch zu? Was passiert im Körper? Welche Rolle spielen Umwelt, Klimawandel, Ernährung und Lebensstil? Wie ist der aktuelle Stand der Forschung? Die Wissenschaftsjournalistin und studierte Biologin Lena Ganschow geht diesen Fragen nach und tauscht sich mit Betroffenen aus. Sie trifft eine Steuerberaterin, die unter mehreren Allergien leidet, viele Behandlungen ohne Erfolg hinter sich hat und jetzt dank einer neuen Therapie zum ersten Mal Erleichterung erlebt. Sie besucht einen Landwirt mit Heuschnupfen und einer Rinderhaarallergie, der sein Unternehmen allergiebedingt umstrukturieren musste – sowie eine junge Frau mit einer Nahrungsmittelallergie, die nur noch isst, was sie selbst gekocht hat. Keine Restaurantbesuche, auch Einladungen zum Essen bei Freunden schlägt sie aus. Zu groß ist die Angst vor einem allergischen Schock. Der Film thematisiert vor allem Pollenallergie (Heuschnupfen) und Lebensmittelallergien. Lena Ganschow befragt dafür zwei der renommiertesten Allergieforschenden in Deutschland: Prof. Claudia Traidl-Hoffmann, Universitätsprofessorin für Umweltmedizin an der Universität Augsburg sowie Direktorin des Instituts für Umweltmedizin beim Helmholtz Zentrum München, und Prof. Torsten Zuberbier, Direktor des Instituts für Allergieforschung an der Charité Berlin, Präsident des „Global Allergy and Asthma Excellence Network“ sowie Vorsitzender der „Europäischen Stiftung für Allergieforschung ECARF“. Zuberbier und sein Team untersuchen das Darm-Mikrobiom, um zu verstehen, wie moderne Lebensweise und Ernährung mit der Entstehung von Allergien zusammenhängen könnten. Traidl-Hoffmann erforscht, welche Folgen der Klimawandel auf Pollen und damit auf die Pollenallergie hat. Dieser Film zeigt: Allergien sind Ausdruck eines tiefgreifenden Zusammenspiels von Immunsystem, Umwelt, Klima, Lebensstil und moderner Zivilisation. Mit besserer Aufklärung, intelligenter Prävention, neuen Diagnose-Tools und innovativen Therapien gibt es reale Chancen, die „Volkskrankheit Allergie“ in Zukunft besser in den Griff zu bekommen. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 21.08.2026 3sat
  • Folge 125 (40 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 24.08.2026 3sat
  • Folge 126 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 25.08.2026 3sat
  • Folge 127 (45 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 26.08.2026 3sat
  • Folge 128 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 27.08.2026 3sat
  • Folge 129 (45 Min.)
    Liebe und Bindung können im digitalen Zeitalter erschwert sein.
    Von der Geburt bis ins hohe Alter ist die Bindung zu anderen Menschen ein fundamentales Element des Lebens. Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf dieses Grundbedürfnis? Das Smartphone ist allgegenwärtig – in Familie, Partnerschaften, unter Freunden. Gefährdet die permanente Onlinepräsenz zwischenmenschliche Beziehungen? Kann Bindung auch auf digitaler Ebene entstehen? Welche Rolle spielt das individuelle Bindungsverhalten? Sein Baby direkt nach der Geburt auf der eigenen Haut zu spüren – für Eltern ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Auf der Wochenbettstation im schweizerischen Herisau wird seit drei Jahren erfolgreich das Haut auf Haut Konzept vermittelt. Durch den engen körperlichen Kontakt wird schon in den ersten Stunden des Lebens das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet. Es stärkt Vertrauen und schafft eine ideale Voraussetzung für den Säugling, der ein angeborenes Bedürfnis nach dem Aufbau einer sicheren Bindung hat. „Wenn ein Baby dieses innere Gefühl, dieses Urvertrauen, so im Laufe des ersten Lebensjahres innerlich verankert, dann kann es von da ausgehend die Welt erobern“, erklärt der renommierte Bindungsforscher Dr. Karl-Heinz Brisch. Umso wichtiger ist, dass die Eltern ihr eigenes digitales Verhalten im Blick haben, um diese frühkindliche Bindung nicht zu stören. So zeigt das wissenschaftlich begleitete Experiment, der „Smart Baby Test“ an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg, welchen negativen Einfluss das Smartphone auf die Kinder haben kann. Denn Babys können ihre Emotionen noch nicht alleine regulieren. Sie brauchen dazu ihre Bindungsperson – problematisch ist, wenn diese ständig abgelenkt ist. Bindungen prägen uns ein Leben lang. Unser Bedürfnis nach Liebe und sozialer Nähe ist genetisch in uns verankert. Doch wie gelingt der Aufbau von Beziehungen in einer immer digitaler werdenden Welt? Dating Apps erleichtern die Kontaktaufnahme und in sozialen Netzwerken pflegen wir virtuelle Bekanntschaften. Das Smartphone ist dafür immer verfügbar und kann persönliche Begegnungen ersetzen. Gleichzeitig birgt es Risiken und wird zum Störfaktor im realen Leben. Denn wer ständig online ist, vernachlässigt Freunde, Kinder oder Partner. Das zeigt das „Phubbingexperiment“ an der Universität Basel. Entstehen hier ernsthafte Bindungsprobleme? Wie können sich Singles und Menschen mit einer Bindungsstörung ihren Wunsch nach sozialer Nähe erfüllen? Wissenschaftler vermuten, dass durch fehlende menschliche Berührungen körperliche und seelische Krankheiten entstehen können. Ist angeleitetes Kuscheln eine Möglichkeit, mehr Sicherheit und Geborgenheit zu erleben? Martina aus Hamburg probiert es aus. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 28.08.2026 3sat
  • Folge 130 (35 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 31.08.2026 3sat
  • Folge 131 (35 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 01.09.2026 3sat
  • Folge 132 (35 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 02.09.2026 3sat
  • Folge 133 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 03.09.2026 3sat
  • Folge 134 (45 Min.)
    Die Perimenopause beginnt oft früher als gedacht – und bleibt häufig unerkannt. Host Svenja Post aka „Tante Kante“ begibt sich auf Spurensuche. Was passiert im Körper einer Frau in der frühen Phase der Wechseljahre? Warum ist die Diagnose so schwierig? Was hilft wirklich? Eine „NANO“-Wissensdoku über eine neue Lebensphase, die viele Frauen betrifft. Schlafprobleme, Reizbarkeit, Brainfog: Svenja Post aka „Tante Kante“ ist Anfang 40, Lehrerin, Mutter, DJ – sie steht mitten im Leben. Doch seit einigen Monaten erkennt sie sich kaum wieder: „Ich bin manchmal mit allem überfordert“, gibt sie zu. Auf Social Media begegnet ihr immer wieder ein Begriff: Perimenopause. Ist sie da schon drin? Was heißt das genau? Svenja fühlt sich wie viele Frauen damit alleingelassen. Viele Ärztinnen und Ärzte betrachten die Symptome nur einzeln. Prof. Bettina Toth von der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie Innsbruck will den Weg zur Diagnose erleichtern. Sie forscht zu einem neuen Biomarker: dem Protein Klotho, das künftig eine eindeutigere Diagnose ermöglichen könne. Doch was hilft während der Perimenopause? Ist eine Hormontherapie wirklich die einzige Lösung? Was sind leere Marketing-Versprechen? Die Doku will Orientierung geben und Mut machen. Je früher Frauen ihre Beschwerden verstehen, desto gezielter können sie sich Hilfe suchen. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 04.09.2026 3sat
  • Folge 135 (45 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 3sat
  • Folge 136 (35 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 08.09.2026 3sat
  • Folge 137 (35 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 09.09.2026 3sat
  • Folge 138 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 10.09.2026 3sat
  • Folge 139 (45 Min.)
    Warum kooperieren wir? Welche Strategien helfen uns bei Entscheidungen? Ob bei geopolitischen Konflikten, im globalen KI-Wettlauf oder in der WG-Küche: Die Spieltheorie hat die Antwort. Win-win-Situation oder Nullsummenspiel? Mathematische Modelle beleuchten die Ursachen scheiternder Kooperationen und zeigen, warum das Verhalten anderer über den eigenen Erfolg entscheidet: beim Elfmeterschießen, bei Organspenden oder Klimaverhandlungen. Ein Elfmeterschuss dauert weniger als eine Sekunde – und ist doch ein komplexes strategisches Duell. Genau solche Situationen untersucht die Spieltheorie: Was geschieht, wenn der eigene Erfolg davon abhängt, was andere gleichzeitig entscheiden? Auf dem größten Frankfurter Volksfest, der „Dippemess“, demonstriert der Wirtschaftswissenschaftler Christian Rieck das „Chicken Game“ im Autoscooter: Wer dem gegnerischen Fahrzeug bei dieser Mutprobe ausweicht, ist das „Chicken“ – der Angsthase – und verliert das Spiel. In einer WG zeigt sich am Geschirrspüler das Gefangenendilemma: Für den Einzelnen scheint Nichtstun bequem, für alle zusammen wird es zum Problem. Die Dokumentation begleitet Forschende, die mit spieltheoretischen Modellen reale Konflikte entschlüsseln. Der Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels von der Universität Köln zeigt, wie Kooperation bei Nierenspenden organisiert werden kann. Auf dem Fußballplatz wird Unberechenbarkeit zur Strategie, in der Weltpolitik hingegen werden Drohungen und Ultimaten zum riskanten Machtspiel. Besonders deutlich wird die Kraft der Spieltheorie beim Klimaschutz: Forschende am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Institute of Science and Technology Austria untersuchen, wie Zusammenarbeit auch unter ungleichen Voraussetzungen beteiligter Länder gelingen kann. Doch wo sind die Grenzen der Theorie – und was passiert, wenn nicht mehr nur Menschen verhandeln, sondern Maschinen mitentscheiden? Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht der Computerwissenschaftler Iyad Rahwan, wie KI soziale Entscheidungen verändert. Die Spieltheorie liefert keinen einfachen Weltrettungsplan – aber neue Perspektiven auf Kooperation, Macht und unser Entscheidungsverhalten. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 11.09.2026 3sat
  • Folge 140 (35 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 14.09.2026 3sat
  • Folge 141 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 15.09.2026 3sat
  • Folge 142 (40 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.2026 3sat
  • Folge 143 (30 Min.)
    Viele tropische Wälder wachsen auf einer sehr dünnen Humusschicht. Werden die Bäume gefällt, erodiert der Boden rasch und ist dann für eine Wiederaufforstung ungeeignet. Doch in Costa Rica und Malaysia gibt es Renaturierungsprojekte und Schutzzonen, die Hoffnung machen. Ist es sogar möglich, Tropenwälder nachhaltig zu nutzen? Sie sind ein Hort der Biodiversität. Diese Vielfalt des Lebens zu schützen, ist immens wichtig. Naturschützer in Costa Rica und Malaysia forsten ehemalige Rinderfarmen und Palmölplantagen wieder auf. Das erfordert Beharrlichkeit, Kreativität und wissenschaftliches Know-how. Michael Köhl, Professor für Waldforstwirtschaft, meint dazu: „Dort würde eigentlich kein Wald mehr wachsen. Und daher muss man eben gezielt eingreifen und in diesen degradierten Böden erstmal wieder die Situation herstellen, in der auch tatsächlich Bäume wachsen können.“ Mit überraschenden Methoden gelingt es, die ausgelaugten Böden wieder mit Nährstoffen anzureichern, jungen Bäumen Schatten zu spenden und strategisch solche Arten zu pflanzen, dass am Ende ein Wald entsteht, der dem einst zerstörten Primärwald möglichst ähnelt. In Costa Rica und auf Borneo sind so bereits artenreiche Lebensräume entstanden, in denen Raubkatzen und Orang-Utans wieder eine Zukunft haben. Ohne die fortschreitende Zerstörung von Tropenwäldern auszuklammern, zeigt der Film pragmatische Konzepte, um die bedrohten Landschaften zu erhalten. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Do. 17.09.2026 3sat

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