2026, Folge 21⁠–⁠40

  • Folge 21 (30 Min.)
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    In Deutschland protestierten Ende des vergangenen Jahres hunderttausende gegen die CDU-Pläne für eine schärfere Migrationspolitik. Die Organisatoren kritisierte die Zusammenarbeit der CDU mit der AfD. Durch den Einsatz von emotionalisierenden und polarisierenden Botschaften erzielt die Partei eine hohe Reichweite. Es soll nun untersucht werden, ob diese Reichweite das Wahlverhalten beeinflusst, während in Schulen diese Inhalte kritisch hinterfragt werden. (Text: ARD alpha)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.02.2026 3sat
  • Folge 22 (30 Min.)
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    Deutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 3sat
  • Folge 23 (30 Min.)
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    Expertenrat Klima: Fakten & Empfehlungen Der Expertenrat für Klimafragen stellt heute sein Zweijahresgutachten vor. Er zieht Bilanz über die Klimapolitik der vergangenen Jahre. Erstes Fazit: es wurde viel angestoßen, aber die Klimapolitik ist immer noch nicht ausreichend, um die Klimaziele zu erreichen. Die Forderung: Klimapolitik muss breiter gedacht werden. Mit Gespräch: Hans-Martin Henning, Vorsitzender Expertenrat für Klimafragen Besser Bauen Der Bedarf an Wohnraum wächst – es wird gebaut, oft mit gravierenden Folgen für Umwelt und Klima, denn bei der Zementherstellung wird sehr viel CO2 emittiert. Wie müssen wir künftig bauen, damit das Wohnen von morgen eine saubere Sache wird? Pflanzenimpfung Auch die Landwirtschaft ist ein großer CO2-Emittent. Insbesondere die Produktion von chemisch-synthetischen Pestiziden und mineralischen Düngemitteln ist sehr energieaufwändig. Wie kann man die Landwirtschaft effektiv und gleichzeitig umweltschonend umbauen und Pestizide ersetzen? Wissenschaftler der RWTH Aachen forschen seit einiger Zeit am sogenannten „Abwehrpriming“, also an neuen Methoden, um das Immunsystem von Kulturpflanzen durch eine Art Impfung resilienter zu machen. Universum – das Fenster zur Unendlichkeit Die Atacama- Wüste in Chile bringt einem dem Himmel so nah wie kaum ein anderer Ort. Hier befindet sich das VLT, das Very Large Telescope. Der Schweizer Astronom Bruno Leibundgut arbeitet hier regelmäßig. Mit dem VLT hat er in die Tiefen des Weltalls geschaut und Daten für seine Forschung gesammelt. Was fasziniert ihn am Weltall und an der Technik, mit der er es beobachtet? Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: ARD alpha)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 11.02.2026 3sat
  • Folge 24 (30 Min.)
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    Eisbären Eisbären – die größten Raubtiere der Welt. Ihr Lebensraum ist jedoch stark vom Klimawandel bedroht, da die Erwärmung der Erde das arktische Meereis schmelzen lässt, auf dem sie jagen und sich fortpflanzen. Ohne das Meereis müssen Eisbären weiter ins Landesinnere vordringen, um nach Nahrung zu suchen, was ihre Überlebenschancen verringert. Die Erderwärmung geht zu schnell, so dass sich die Eisbären evolutionär nicht an die sich verändernde Umwelt anpassen können. In den letzten 45 Jahren, so Forschende, hat sich die Zahl der Eisbären in der Arktis halbiert. La Nina beginnt Aktuell herrscht La Niña über dem Pazifik – und trägt damit wohl auch zu den schweren Unwettern in Australien bei. In den betroffenen Regionen hat es in den vergangenen Tagen so viel geregnet wie sonst in einem halben Jahr. Global betrachtet führt La Niña durchschnittlich zu kühleren Temperaturen. Reicht das aber aus, um einen erneuten Rekord-Hitze-Sommer dieses Jahr zu vermeiden – auch bei uns in Deutschland? Mit Gesprächsgast: Andreas H. Fink, Karlsruhe Institute of Technology (KIT) Golfstrom Das milde Klima in Europa wird durch das „Atlantische Umwälzsystem“ ermöglicht, der warmes Wasser aus den Tropen nach Norden transportiert. Durch die Erderwärmung wird dieses System jedoch gestört: Das Wasser kühlt sich weniger ab und wird durch Schmelzwasser süßer, was seine Dichte verringert und den Nordatlantikstrom schwächt. Sollte dieser Strom ganz versiegen, könnten in Europa kältere Winter und häufigere Hitzesommer auftreten. Die Veränderungen hängen vom Tempo der Erderwärmung ab. Heizen mit Fotoschaltern Lichtschluckende Moleküle sollen in Zukunft Sonnenenergie besser speichern. Es geht um Fotoschalter, die das Sonnenlicht schlucken und in einer chemischen Verbindung speichern. Die gespeicherte Energie kann dann je nach Bedarf nach Monaten abgegeben werden. Das wäre eine Revolution in Sachen Energiespeicherung. Vor allem beim Heizen, also dem Wärmesektor gibt es hier großen Bedarf. Ein erster Prototyp wird bereits in einem Haus in Barcelona getestet. Die wissenschaftlichen Gutachter der neusten Studie zur Optimierung der Technik haben die neue Veröffentlichung als „Hot Paper“ eingestuft Bruder Guy – der Astronom des Papstes Die Vatikanische Sternwarte in Castel Gandolfo war einst die wichtigste Forschungsstätte für Astronomie des Vatikans. Bruder Guy, Direktor der Sternwarte, forscht dort und in Arizona zu Planeten und Meteoriten und verwaltet eine der größten Meteoriten-Sammlungen weltweit. Die Sternwarte, gegründet 1891, unterstützte die Katalogisierung von Sternen und zeigte, dass die Kirche Wissenschaft fördert. Päpste wie Paul VI. teilten das Interesse am Weltraum. Bruder Guy setzt seine Forschung fort und sucht nach Antworten, etwa auf die Frage, ob es anderes Leben im Universum gibt. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: ARD alpha)
    Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 3sat
  • Folge 25 (45 Min.)
    Im Gespräch über toxische Männlichkeit: Tara-Louise Wittwer (Feministin/​ Kulturwissenschaftlerin/​Autorin/​Content Creatorin) und Anil Altintas (Autor/​Journalist).
    Gewalt gegen Frauen ist ein riesiges Problem in Deutschland – das zeigen aktuelle Studien: 40 Prozent aller Frauen werden Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt – die Zahlen steigen. Ein Großteil dieser Taten geschieht durch Partner oder Ex-Partner. Der Autor und Journalist Anıl Altıntaş will den Ursachen auf den Grund gehen. Er spricht mit Tätern, trifft Opfer und befragt Experten aus Wissenschaft, Forschung und Prävention. Gemeinsam suchen sie nach Antworten auf eine zentrale Fragen: Was bringt Männer dazu, gewalttätig gegenüber Frauen zu werden? Einfach zuzuschlagen? Und: Beginnt Gewalt nicht bereits viel früher? Bei Sprüchen und Demütigungen? Welche Rolle spielen dabei traditionelle Geschlechterbilder und die viel zitierte „Krise der Männlichkeit“? (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 13.02.2026 3sat
  • Folge 26 (35 Min.)
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    Deutsche TV-Premiere Mo. 16.02.2026 3sat
  • Folge 27 (30 Min.)
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    Deutsche TV-Premiere Di. 17.02.2026 3sat
  • Folge 28 (40 Min.)
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    Klima-Risiko-Index Heute veröffentlicht die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch e.V. eine neue Ausgabe des Climate Risk Index (CRI). Der Index vergleicht wetterbedingte Schadensereignisse wie Stürme, Überschwemmungen, Hitzewellen etc. und ihre Auswirkungen auf die Staaten der Welt. Unter den am stärksten betroffenen Ländern sind nicht nur Länder des globalen Südens, sondern auch europäische Staaten. Mit Gesprächsgast: David Eckstein, Co-Autor des Klima-Risiko-Index, Germanwatch e.V. Stadtplanung für den Klimawandel Weltweit kämpfen Städte mit großen Herausforderungen: Hitzewellen, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels erfordern vorausschauende Stadtplanung. Doch wie entwickeln wir heute die Lösungen von morgen? Vielleicht mit dem Konzept der Klimazwillinge, das uns das Stadtklima der Zukunft vor Augen führt. Zusammen mit modernster KI-Technologie sollen sie Städte und Gemeinden klimaresilient machen und an kommende klimatische Bedingungen anpassen. Sparmaßnahmen in der Schweiz Der Schweizer Bundesrat will seine Ausgaben reduzieren und ab 2027 bis zu 3,6 Milliarden Franken pro Jahr sparen. 460 Millionen davon entfallen auf die Bereiche Bildung, Forschung und Innovation. Die Maßnahmen werden es den Hochschulen erschweren, die von der Schweizer Wirtschaft benötigten Fachkräfte auszubilden. Auch der geplante Investitionsrückgang bei der Forschungs- und Innovationsförderung wird sich negativ auf die Schweizer Wirtschaft auswirken. Die Schweizer 100-Jährigen In der Schweiz leben rund 2000 Menschen, die über 100 Jahre alt sind. In den letzten Jahrzehnten ist ihre Zahl gestiegen. Wir suchen bei den Hundertjährigen nach dem Geheimnis der Langlebigkeit und zeigen erstaunliche Erkenntnisse einer neuen Studie. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 3sat
  • Folge 29 (30 Min.)
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    20 Jahre YouTube Los ging es am 14. Februar 2005, als drei Freunde die Domain youtube.com anmeldeten. Nach dem ersten Video „Me at the zoo“, in dem Miterfinder Jawed Karim die langen Rüssel der Elefanten bewundert, folgten schnell Videos mit Menschen, die prominente Stimmen imitieren, die verrückte Sportevents kommentieren oder einen Eisberg runterrollen, die verrückte Trampolin Stunts machen. Im Laufe der Jahre hat sich YouTube zum größten Videodienst der Welt entwickelt, mit Milliarden von Zuschauern. Einstein-Ring Das Weltraumteleskop Euclid hat eine seltene kosmische Struktur entdeckt: einen Einstein-Ring, einen hellen Lichtkranz um eine entfernte Galaxie. Dieser seltene Fund erlaubt tiefere Einblicke in dunkle Materie. Demokratiebildung an Schulen Demokratische Strukturen stehen unter Druck – in den USA und auch in Europa. Eine teilweise vergiftete Debattenkultur im Bundestag, Hass in sozialen Netzwerken. Demokratiebildung an Schulen ist derzeit wichtiger denn je, sagen Experten. Wie kann Schule zur Demokratiebildung beitragen? Krebs bei Kindern: Strategien für mehr Medikamente Für Kinder mit Krebserkrankungen stehen viel weniger Medikamente zur Verfügung als für Erwachsene. Ein Grund: Für Pharmafirmen lohnt sich die Testung und Entwicklung nicht, weil es nur wenige Fälle gibt. In Heidelberg gibt es ein weltweit einmaliges Projekt: Ein gemeinnütziges Unternehmen stellt Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen ein großes Repertoire kindlicher Tumormodelle zur Verfügung, damit besser getestet werden kann, ob die Medikamente, die bei Erwachsenen genutzt werden, auch für Kinder zugelassen werden könnten. Liebeslieder aus dem alten Ägypten Die rheinland-pfälzische Ägyptologin und experimentelle Musikarchäologin Heidi Köpp erforscht Liebeslieder und -gedichte aus dem alten Ägypten. Sie baut die alten Instrumente der Ägypter nach und probiert sie nach Vorlagen auf Tempelwänden aus. Aus ihrer Forschung sind inzwischen ganze Liederabende mit den tausende Jahre alten Liebesliedern entstanden. Gefährliches Halbwissen: Klassik macht intelligent Klassik hören macht Kinder intelligenter. Stimmt das wirklich? Unsere Rubrik „Gefährliches Halbwissen“ klärt auf. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Do. 19.02.2026 3sat
  • Folge 30 (45 Min.)
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    „Was, du?“: Das hören viele, die an einer Depression erkranken. Oft haben die Betroffenen es selbst auch nicht geglaubt – bis sie irgendwann die Diagnose bekamen. Obwohl in den sozialen Medien die psychische Gesundheit „Mental Health“ einen Hype erfährt und Prominente öffentlich über ihre Depression sprechen: Die Scham der Betroffenen ist immer noch groß. Und das Wissen um die Erkrankung gering. Dabei ist schätzungsweise jeder fünfte bis sechste Erwachsene einmal in seinem Leben von dieser Krankheit betroffen. Wissenschaftsjournalist Frank Seibert trifft Betroffene, Therapeuten, Ärzte und Forschende und fragt nach: Wie gut lässt sich eine Depression erkennen, diagnostizieren und behandeln? Und wie kann es gelingen, da wieder herauszukommen? Wer kann dabei helfen? Sind KI und Chatbots bereits so weit, dass sie Therapien ersetzen können? Die Erkrankung selbst ist hoch individuell und komplex. Diagnosen können fehlerhaft sein, und oft überlappen sich die Symptome, wie etwa bei einer Depression und einer Angststörung. Forschende suchen deshalb nach eindeutigen Hinweisen, mit denen sie eine Depression nachweisen können. Gibt es Auffälligkeiten in den Genen, in der Hirnaktivität oder im Hormonsystem? Was bislang bekannt ist: Depressionen können häufiger auftreten, wenn bestimmte entzündliche Prozesse im Körper auftreten, wie bei Bluthochdruck oder Diabetes. Wer davon betroffen ist, könnte künftig individueller und präziser behandelt werden. Das Ziel der Forschung: eine individuelle und passgenaue Diagnose und Therapie. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 20.02.2026 3sat
  • Folge 31 (30 Min.)
    Ist die Klimakrise out? Das Thema Klima wurde in den vergangen Jahren auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) immer präsenter. Erst 2024 wurde der wichtigste Preis der MSC, der Heinz-Kleist-Preis, für besonderes Engagement in der Klimapolitik verliehen. Aktuell dominieren sicherheitspolitische Themen die politische Agenda, wodurch Klima- und Umweltkrisen in den Hintergrund treten. Weltweit verliert die progressive Klimapolitik an Beliebtheit und Wählerunterstützung. Klima und Umweltschutz liegen nicht mehr im Trend – während große Teile der Welt in den vergangenen Monaten im wahrsten Sinne des Wortes brannten. Wie schlägt sich diese Zeitenwende auf der Sicherheitskonferenz und damit einem der wichtigsten internationalen Foren der Welt nieder? Gastgespräch: Prof. Dr. Dennis Eversberg, Professur für Soziologie, Goethe-Universität Frankfurt a.M. Klimapolitik (Wahl) 2024 stammten über 60% des Stroms in Deutschland aus Erneuerbaren Energien. Kanzler Olaf Scholz sieht dies als Erfolg: Dennoch gibt es Bedenken, dass Deutschland in den Bereichen Verkehr und Gebäude hinter den Klimazielen zurückbleibt. Die CDU setzt auf CO2-Bepreisung und will das Heizungsgesetz sowie das Verbrenner-Aus abschaffen, was Experten zufolge teuer werden könnte. Sie fordert Anpassungen beim Emissionshandel zur Erhöhung der Akzeptanz. SPD, Grüne und Linke setzen auf erneuerbare Energien und eine sozial abgestufte Klimaförderung, etwa durch ein „Sozial-Leasing“ für E-Autos. Die AfD lehnt den Klimaschutz ab und setzt auf Kohle und russisches Gas. Alle Parteien außer der AfD streben Klimaneutralität bis 2045 an, wobei die FDP dies erst 2050 erreichen will. Der Ausbau erneuerbarer Energien und ein schneller Netzausbau bleiben dabei zentrale Ziele. Gastgespräch: Claudia Kemfert, Klimaökonomin, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Dänische Industrie-Stadt Sønderborg bis 2029 klimaneutral Sønderborg, eine dänische Stadt mit 74.000 Einwohnern, strebt an, bis 2029 klimaneutral zu werden. Dank des „Project Zero“ sanken die CO2-Emissionen seit 2007 um 50%. Innovative Lösungen wie die Nutzung von Abwärme und grüner Energie sind dabei zentral. Der Verkehr bleibt jedoch eine Herausforderung, obwohl die Stadt ihren Fuhrpark bereits 2009 auf Elektroautos umstellte und den Umstieg durch Ladesäulen sowie Fahrradschnellwege fördert um die umweltfreundliche Mobilität zu erleichtern. Ein Beispiel hierfür ist auch die elektrische Autofähre „Ellen“, die seit drei Jahren zuverlässig mit Windstrom betrieben wird und weniger Wartungskosten verursacht als herkömmliche Fähren. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 23.02.2026 3sat
  • Folge 32 (40 Min.)
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    Radikalisierung im Internet Plattformen wie Instagram oder Tiktok werden vor allem von jungen Menschen genutzt. Wie schnell stößt man auf Tiktok & Co auf potenziell gefährliche Inhalte? Wir wagen den Selbstversuch. Digitale Demokratiebildung an Schulen Nicht nur unmittelbar vor einer Bundestagswahl ist Demokratiebildung ein elementares Gesellschaftsthema, das auch immer mehr Einzug in den Schulalltag hält. NANO besucht ein Gymnasium im hessischen Bad Camberg. Spätfolgen nach Lebendspende Seit Jahren geht die Zahl der Spender mehr und mehr zurück, auch die der Lebendspender, die zumeist einem Angehörigen ein Organ zukommen lassen möchten. Die Angst vor dem Unbekannten ist groß. Es gibt bis dato zu wenig Daten über Spätfolgen, über die Kompatibilität von Spender und Empfänger, über Folgen bestimmter OP-Methoden. Diese Ungewissheit soll ein Ende haben mit einem weltweit einmaligen Lebendspende-Register. Lagerung von Spenderorganen So stellen wir uns das vor: Ein Spender-Organ wird auf schnellstem Weg zu einem Empfänger gebracht. In der Praxis ein Wettlauf gegen die Zeit: Ein paar Stunden, mehr bleibt den Medizinern nicht. Noch. Tiroler Forschende haben mit ihren amerikanischen Kollegen eine Kühlbox entwickelt, in der Organe tagelang gelagert werden können. Flamingos in Ostafrika Dreiviertel der weltweiten Population der kleinen Flamingos lebt in Ostafrika, über eine Million Vögel versammeln sich zum Fressen und Balzen an Seen. Da die Seen jedoch immer öfter auf Rekordhöhen steigen, haben Forschende herausgefunden, dass sie weniger von den einzigartigen Algen produzieren, von denen Flamingos abhängig sind, was eine ohnehin rückläufige Art gefährdet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Kenya Wildlife Service versuchen jetzt, die benötigten Algen und damit Futter für die Flamingos im Labor zu züchten. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 3sat
  • Folge 33 (40 Min.)
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    OECD-Bericht: Überprüfung der internationalen Fischerei 2025 Heute wird der OECD-Bericht zur Überprüfung der internationalen Fischerei 2025 veröffentlicht. Der Bericht beschäftigt sich mit der Größe und dem Zustand von Fischbeständen weltweit. Auch den Einfluss von Regulierungen der Fischerei nimmt er in den Blick. Ökosystem Meer – Schutzzonen Rund um Madagaskar leben viele Menschen vom Fischfang. Doch wie überall in den Weltmeeren droht auch dort die Überfischung. Das bedroht nicht nur den Artenschutz sondern auch die Lebensexistenz vieler Menschen. Doch es gibt Lichtblicke. aktuell: Pottwale In den vergangenen Tagen tummelten sich am Hörnumer Ortsrand auf Sylt zahlreiche Schaulustige, Reporter, Tierschützer, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um einen seltenen Fund zu bestaunen: einen über 14 Meter langen, verendeten Pottwal. Muschelfischer hatten den gigantischen Meeressäuger vor der Küste entdeckt und an Land gezogen. Dort wurde er nun mit einer Motorsäge aufwendig zerlegt und abtransportiert. Warum hat sich der gigantische Meeressäuger im Wattenmeer verirrt? Der große politische Gender-Graben Die US-Wahlen, die letzten Landtagswahlen in Thüringen, die Autobahninitiative in der Schweiz: Ein Aspekt wird immer entscheidender bei Wahlergebnissen: das Geschlecht. Weltweit zeigt sich die Tendenz: Frauen werden linker, Männer konservativer. Noch nie war dieser Graben so stark wie bei den U-30-Jährigen von heute. Gründe, weshalb die politischen Meinungen der jungen Generation zunehmend zwischen den Geschlechtern auseinanderdriften, gibt es viele. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Zuckergel statt Holzschutzmittel Seit 2008 ist das Holzschutzmittel Lindan verboten. Das Mittel schützt gegen Pilze und Insekten, ist aber auch hochgradig krebserregend. Etwa drei Millionen Gebäude sind in Deutschland immer noch damit kontaminiert, hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik errechnet. Und eine Lösung parat: Ein neues Mittel aus Zucker verspricht die problematischen Holzschutzmittel Lindan und auch Pentachlorphenol zu „entschärfen“. Giftige Hundehaare Wenn es wieder wärmer wird, beginnt für die Vogeleltern die Zeit für den Nestbau. Gerne verwenden sie dafür weiche und wärmende Materialien wie Federn, Moose, aber auch Tierhaare. Besonders in Städten liefern unserer Hunde und Katzen davon reichlich, wenn Herrchen und Frauchen den Winterpelz ihrer Schützlinge ausbürsten. Forscher haben jetzt herausgefunden: Die Haare unserer Haustiere können für den Vogelnachwuchs tödlich sein. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 3sat
  • Folge 34 (30 Min.)
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    Populismus, snack news & die Aufmerksamkeit Ständige Ablenkungen durch Benachrichtigungen von Apps wie Instagram und WhatsApp erschweren es uns, uns länger auf Themen zu konzentrieren. Eine Studie von Gloria Mark zeigt, dass die Aufmerksamkeitsspanne von 2004 bis 2021 von 2 Minuten auf nur noch 44 Sekunden gesunken ist. Wir konsumieren Nachrichten zunehmend oberflächlich, was zu Polarisierung führen kann, da wir nur Schlagzeilen wahrnehmen und denken, gut informiert zu sein. Populistische Parteien nutzen diese Tendenz, um einfache Antworten auf komplexe Themen zu bieten, was oft zu verzerrten Wahrnehmungen führt. Gesprächsgast: Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler und Hochschullehrer, an der Universität Tübingen Warum Fakten unsere Meinung nicht ändern Ende Februar 2025 könnte die AfD trotz Falschinformationen wie der Leugnung des Klimawandels deutlich zulegen. Psychologin Trisevgeni Papakonstantinou erklärt, dass unsere Überzeugungen Teil schwer zu durchbrechender Glaubenssysteme sind. Politikwissenschaftlerin Tanja Börzel erklärt, dass Leugnungen für Wähler leichter sind als die Auseinandersetzung mit Fakten. Sie fordert, dass Politik und Wissenschaft Lösungen anbieten, die Hoffnung wecken und nicht nur Angst, um Menschen zu einer realistischeren Sicht zu bewegen, etwa beim Klimawandel. Gletscherrückgang 2024 verloren die Schweizer Gletscher durchschnittlich 2,5% ihrer Eismasse. Auch die Gletscher im Oberengadin, wie der Persgletscher, schmelzen dramatisch. Auf 2.500 Metern liegt der Gletscher weit oberhalb der früheren Eisflächen, mit einem Verlust von 5,5 Metern Eis im letzten Jahr. Hohe Sommerhitze und Sahara-Staub beschleunigen die Schmelze. Versuche, die Gletscher mit Beschneiungsanlagen zu retten, scheiterten, da der Klimawandel eine vollständige Rettung unmöglich macht. Der Gletscherschwund beeinträchtigt auch natürliche Wasserreserven, was angesichts des Klimawandels problematisch ist. Humor hilft! Humor ist eine wichtige Kraftquelle, die uns hilft, schwierige Lebenslagen zu meistern und das Wohlbefinden zu steigern. Er stärkt das Immunsystem, reduziert Stress und fördert positive Emotionen. Comedians wie Till Reiners, Carl Josef und Charles Nguela zeigen, dass Humor ein komplexes Handwerk ist, das auch gesellschaftliche Themen anspricht. Humor dient als Spiegel der gesellschaftlichen Machtverhältnisse und kann dazu beitragen, politische und soziokulturelle Konflikte zu reflektieren. Sendungen wie die „heute-show“ oder „Till Reiners Happy Hour“ nutzen Humor, um auf Missstände aufmerksam zu machen und eine kritische Distanz zu schaffen. Humor wird so auch zum Mittel, um auf gesellschaftliche Missstände und Bedrohungen aufmerksam zu machen. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Do. 26.02.2026 3sat
  • Folge 35 (45 Min.)
    Jede Sekunde prasseln Millionen Sinnesreize auf uns ein. Digitale Geräte stehen in dem Ruf, ein Aufmerksamkeitskiller zu sein. In einer Welt, die immer schneller und fordernder wird, scheinen wir uns immer weniger konzentrieren zu können. Wie schafft unser Gehirn den Fokus, auch wenn wir ständig Ablenkungen ausgesetzt sind? Lässt sich Konzentration trainieren und steigern? Und wie kann man den höchsten, den produktivsten Zustand der Konzentration erreichen – den Flow? Die Anforderungen an unsere Konzentrationsfähigkeit können ganz unterschiedlich sein. „NANO“ begleitet in dieser Dokumentation drei Menschen mit individuellen Herausforderungen: Voll fokussiert für eine überschaubare Anzahl von Sekunden muss die Schwimmweltmeisterin Angelina Köhler sein, um ein Rennen zu gewinnen. Wie bereitet sie sich darauf vor? Ganz entscheidend, meint Angie Köhler, sei der Kopf: „Die Abläufe, die wir beim Schwimmen trainieren, sind so präzise und technikaffin, dass man sie, wenn man sich nicht konzentriert, gar nicht so schnell durchführen kann. Wer sich nicht richtig konzentrieren kann, verliert.“ Jan Peter Konopinsky ist Fluglotse in Ausbildung und muss seine Konzentration über mehrere Stunden aufrechterhalten. Fehler dürfen ihm nicht passieren, denn davon hängen im schlimmsten Fall Menschenleben ab. „Manche Leute sagen, dass es so etwas wie ein Fluglotsen-Gen gibt. Das heißt, dass so etwas wie Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit veranlagt ist und nicht erlernt werden kann“, erzählt der angehende Fluglotse. Aber stimmt das, oder ist das richtige Training das Entscheidende? Dennis „Denninho“ Malcherczyk ist eFootballer beim BVB und spielt in der virtuellen Bundesliga. Täglich trainiert er mehrere Stunden. Dabei muss er voll konzentriert sein und gleichzeitig viele Dinge beherrschen: Reaktionsstärke, analytische Fähigkeiten und das Abrufen von Hunderten Tastenkombinationen im richtigen Moment. Hilft ihm sein Talent für Multitasking? Wenn die drei für sich die richtige Trainings- und Arbeitsumgebung geschaffen haben, dann läuft es manchmal so gut, dass sie Zeit, Raum und alles um sich herum vergessen und im Flow sind. Der Flow gilt als mentaler Zustand völliger Vertiefung, als Zustand höchster Konzentration. Er beschäftigt Forschende wie Prof. Dr. Corinna Peifer von der Universität zu Lübeck. Sie geht den Fragen nach, wie sich der Flow messen lässt und ob er in Zukunft voraussagbar sein wird. Der Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck und der Mentalcoach Thomas Baschab begleiten die drei und beschreiben, was in ihren Körpern und Köpfen passiert. Erkenntnisse, von denen wir alle lernen können, um unsere eigene Konzentration zu verbessern. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 27.02.2026 3sat
  • Folge 36 (35 Min.)
    Demokratie wird aus Kompromissen gemacht Das Wesen der Demokratie ist der Kompromiss, sagte Willy Brandt einmal. Schon die Mütter und Väter des Grundgesetzes wussten den Kompromiss mit all seinen Schwächen zu schätzen. Nun ist der Wahlkampf und die Bundestagswahl vorbei. Friedrich Merz drängt auf eine schnelle Regierungsbildung. Dafür sind Kompromisse gefragt. Doch, taugen Kompromisse (noch), wenn ein radikaler Politikwechsel versprochen wurde? Mit Gespräch: Ulrich Willems, Universität Münster Russland und die internationale Forschung Vor genau drei Jahren, am 24. Februar 2022, hat Russland mit seinem Großangriff begonnen. Seitdem liegen viele internationale Wissenschafts-Kooperationen mit dem Land auf Eis. Es gibt aber so manche Ausnahme: Zum Beispiel den Kernfusionsreaktor ITER, der gerade in Südfrankreich gebaut wird. Die Forschungskooperation sieht sich als Friedensprojekt, das über all dem steht – ein Projekt der Hoffnung. Russland arbeitet deshalb weiter mit, fast so, als wäre nichts gewesen. Beethoven und Heavy Metal Am 7. Mai 1824 betrat der damals 53-jährige Ludwig van Beethoven die Bühne des prächtigen Theaters am Kärntnertor in Wien, um bei der Weltpremiere seiner Neunten Symphonie mitzuhelfen, der letzten, die er jemals vollendete. Die Symphonie begann mit lauten Pauken und die Menge jubelte wild. Aber Beethoven war sich des Applauses und seiner Musik nicht bewusst. Er stand mit dem Rücken zum Publikum und schlug den Takt. In diesem Moment ergriff ein Solist seinen Ärmel und drehte ihn um, um die laute Bewunderung zu sehen, die er nicht hören konnte. Aber warum war er taub geworden? Und warum wurde er von ständigen Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall geplagt? Gefährliches Halbwissen – im Reich der Sinne War Ihnen schon mal zu warm oder zu kalt? Haben sie sich mit dem Hammer auf den Daumen gehauen? Sind sie schon mal auf einem Hochseil balanciert? Was haben diese Fragen mit unseren Sinnen zu tun? Unsere Kategorie „Gefährliches Halbwissen“ klärt auf! Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 02.03.2026 3sat
  • Folge 37 (30 Min.)
    Geier und die BioDiv In Assam, Indien, führte der Einsatz von Diclofenac bei Vieh zum dramatischen Rückgang der Geierpopulation, die fast vollständig verschwand. Das Medikament zerstörte ihre Nieren, wodurch wichtige „Reinigungsaufgaben“ im Ökosystem verloren gingen, was zu Krankheitsausbrüchen und hohen wirtschaftlichen Kosten führte. Trotz eines Verbots von Diclofenac 2006 wird es noch immer häufig eingesetzt. In einer Geier-Aufzuchtstation wird versucht, die Art zu retten, doch der Erfolg ist begrenzt. Die Bedeutung der Geier für das Ökosystem bleibt jedoch unerlässlich. Mit Gespräch: Toni Wegscheider, Biologe Krankenhaus der Zukunft In den „Reallaboren“ der Mannheimer Uniklinik wird die Digitalisierung im Medizinbereich getestet, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Ein Beispiel ist das PAMB-Projekt, das unter anderem einen hybriden Operationssaal entwickelt und arbeitet an der Automatisierung der medizinischen Erstaufnahme hat. Das Projekt TEDIAS automatisiert Routineprozesse bei der Aufnahme, erfasst Vitalparameter automatisch und führt Abfragen durch, um das Personal zu entlasten und die Datenqualität zu erhöhen. Das System ist europaweit einmalig und bereits im Einsatz, um das Krankenhaus der Zukunft zu gestalten. Zweifelhafte Entwicklungsapps für Eltern Apps wie „Oje, ich wachse“ und „BrainProtect“ bieten Eltern Orientierung bei der Einschätzung der Entwicklung ihres Babys, indem sie Entwicklungsschritte vorhersagen oder Auffälligkeiten frühzeitig erkennen sollen. Die App „Oje, ich wachse“ basiert auf umstrittenen Theorien des Psychologenpaares Plooij und van de Rijt, die von Experten aufgrund einer kleinen Datenbasis und unklarer wissenschaftlicher Fundierung kritisiert werden. Auch die App „BrainProtect“, die den IQ des Babys vorhersagen möchte, stützt sich auf fragwürdige Studien und Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Fachleute warnen, dass solche Apps bei Eltern eher Unsicherheit und unnötigen Druck erzeugen können, da die individuelle Entwicklung von Kindern nicht in festgelegte Muster passt. SK: Planetenparade Das All hat auf Menschen schon immer eine besondere Faszination ausgeübt. Für Sternegucker setzt der Januar 2025 dem Ganzen aber nochmal die Krone auf. Denn gleich vier Planeten sind in diesem Monat gleichzeitig sichtbar: Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Und diese Woche gesellen sich noch Uranus und Neptun dazu. Dann sollen die Planeten in einer Reihe am Himmel stehen. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Di. 03.03.2026 3sat
  • Folge 38 (40 Min.)
    Handyverbot in Schulen Die Schule als handyfreie Zone? Das ist in vielen Ländern schon Alltag, in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber noch nicht einheitlich geregelt. Dabei deuten Studien und Erfahrungen darauf hin, dass ein Handyverbot an Schulen viele positive Effekte mit sich bringt. An einer High School im Bundesstaat New York wird deutlich, wie sich der Schulalltag und das Lernen ohne Handy verbessern kann. Gesprächsgast: Klaus Zierer, Bildungsforscher und Schulpädagoge Mission Artenschutz – Biodiversity Credits Im Dezember 2022 wurde auf dem UN-Weltnaturgipfel eine historische Abschlusserklärung getroffen, in der sich 196 Staaten auf das 30/​30-Ziel einigten: Bis 2030 sollen 30 Prozent der Landflächen und Ozeane geschützt und 30 Prozent geschädigter Natur renaturiert werden. . Ein möglicher Anreiz für dieses wichtige Vorhaben sind sogenannte „Biodiversity Credits“, ein neues Finanzierungsinstrument für den Artenschutz, das auf dem Handel von Zertifikaten beruht Ein Beispiel für einen solchen Zertifikaten Handel ist das Wildtierreservat Dabchick in Südafrika, das damit 1 Million Hektar Lebensraum für Wildtiere sichern möchte, Sterbehilfe in Deutschland – ein Problemfall? Nach seiner Querschnittlähmung 2016 setzt sich Maximilian Schulz für die Legalisierung der Sterbehilfe ein. 2020 erklärt das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid für verfassungswidrig und fordert eine Neuregelung. Seitdem wird in Deutschland über ein Gesetz diskutiert Für Menschen wie Maximilian Schulz, den wir getroffen haben, eine schwierige, ungeklärte Grauzone.. Sterbehilfe in der Schweiz In der Schweiz wird der assistierte Suizid bereits seit 40 Jahren praktiziert. Der 1982 gegründete Non-Profit-Verein EXIT setzt sich für Patientenverfügungen und den assistierten Suizid ein. Mit rund 165.000 Mitgliedern weltweit ist EXIT einer der größten Sterbehilfe-Vereine doch nur 0,6 % der Mitglieder entscheiden sich für den assistierten Suizid. Brit Schuhmacher, Mitglied bei EXIT, schätzt die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann ihr der richtige Moment zum Sterben gekommen ist. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.03.2026 3sat
  • Folge 39 (30 Min.)
    Der lange Weg zur Diagnose Gerade Menschen mit einer seltenen Erkrankung warten oft lange auf die richtige Diagnose. Die gesetzlichen Krankenkassen und die deutschen Universitätsklinika haben ein Pilotprojekt gestartet, indem Vollgenom-Analysen für Menschen mit seltenen Erkrankungen deutlich leichter werden sollen. So könnten mehr Menschen schneller eine Diagnose erhalten. Wir zeigen anhand von einer betroffenen Familie, warum das so relevant ist. aktuell: Abschluss BioDiv-Konferenz Mehr als die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsproduktes hängt an ihr – an einer intakten Biodiversität. Doch es fehlt an Geld, um die Lebensgrundlagen weltweit intakt zu halten. Gerade zur Finanzierung konnte sich die Weltgemeinschaft auf der vergangenen Biodiversitätskonferenz in Kolumbien im November nicht einigen. In Rom geht es jetzt in die Verlängerung: Drei Tage lang versuchen Delegierte aus aller Welt noch einmal, einen Kompromiss zu erzielen. Dabei gehe es auch darum, ein Zeichen zu setzen, dass die Welt selbst in geopolitisch schwierigen Zeiten doch noch zusammenarbeiten kann, so Beobachter. Mit Gespräch: Georg Schwede, Naturschutzorganisation „Campaign for Nature“ Gefährdete Kaiserpinguine Der Kaiserpinguin ist der einzige Vogel, der im antarktischen Winter brütet. Mit einer Größe zwischen 1 Meter und 1,30 Meter ist er nicht nur der größte Pinguin. Mit einem Gewicht zwischen 20 und 40 Kilogramm ist er auch einer der schwersten Vögel der Welt. Noch gibt es etwa 600.000 Kaiserpinguine. Geht die Klimaerwärmung allerdings ungebremst weiter, befürchten Forschende dass die Population bis zum Ende des Jahrhunderts dramatisch schrumpft, auf nur noch etwa 100.000 Tiere. Kaiserpinguine benötigen zum Brüten nämlich einen zugefrorenen Ozean. Eine der Brutkolonien sehen wir uns näher an. Jacqueline Quinn – Erfindergeist für sauberen Boden Die multitalentierte Ingenieurin Jacqueline Quinn hat ihre gesamte Karriere bei der NASA verbracht. Nach dem Studium arbeitete sie im Space Shuttle-Programm, jetzt sucht sie auf dem Mond nach Wasser – aber einen Namen machte sie sich dazwischen: Statt nach oben lenkte sie ihren Blick dafür nach unten. Sie entwickelte zwei Technologien zur Säuberung des Bodens und Grundwassers, die heute auf der ganzen Welt eingesetzt werden. Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Do. 05.03.2026 3sat
  • Folge 40 (45 Min.)
    Können Chatbots echte Hilfe leisten? Drei Probanden machen den Test: Sie sprechen mit einer KI und einem Therapeuten ohne zu wissen, wer antwortet. Parallel begleitet „NANO“ Menschen, die KI bereits nutzen: Lukas und Daniel suchen Unterstützung für ihre Fernbeziehung, Ilayda kämpft mit Angststörungen und Panikattacken, Ben vertraut sich in einer Depression der KI an und erlebt eine gefährliche Eskalation. Chancen, Risiken und die Frage: Kann Technik Trost spenden, oder macht sie uns verletzlicher? Die neueste Generation künstlicher Intelligenz dringt immer tiefer in unsere Lebensbereiche vor, sogar in die psychische Gesundheit. Die Dokumentation begleitet den psychologischen Psychotherapeuten Umut Özdemir bei einem Experiment: Können KI-Chatbots echte therapeutische Hilfe leisten? Drei Probanden sprechen sowohl mit ihm als auch mit einer KI, ohne zu wissen, mit wem sie gerade kommunizieren. Werden sie die Antworten unterscheiden können? Und welche Hilfe empfinden sie als wertvoller? Daniel und Lukas (22), ein Paar aus München und Hannover, nutzen ChatGPT bereits als eine Art Paartherapeut. Besonders als Lukas für drei Monate nach Chile geht, suchen sie bei der KI Unterstützung. Kann diese ungewöhnliche Form der „Paartherapie“ bei ihrer Fernbeziehung helfen? Auch Ilayda (25), Studentin und Content Creatorin, setzt auf KI. Sie kämpft seit Jahren mit Angststörungen und Panikattacken. Neben ihrer regulären Therapie schreibt sie impulsiv mit ChatGPT – oft in Momenten akuter Hypochondrie. Für sie ist die KI ein Ventil, wenn sie ihre Freunde nicht belasten möchte. Ihre offenen Berichte auf TikTok stoßen auf große Resonanz. Doch es gibt Schattenseiten: Ben (26), Psychologiestudent aus Berlin, vertraute sich in einer Depression ChatGPT an, als er niemanden sonst hatte. Später, in einer manischen Phase, eskalierte die Beziehung zur KI. Der Bot bestärkte ihn in Wahnvorstellungen und isolierte ihn von seinem Umfeld. Am Ende musste Ben erneut in die Klinik. Seine Geschichte zeigt: KI kann Halt geben, aber auch das, was uns krank macht, verstärken. Um die Hintergründe dieser neuen Entwicklung zu verstehen, stellt die Dokumentation auch Unternehmen vor, die das Potenzial dieser Technologie erforschen. Das Hamburger Start-up „Hello Better“ entwickelt einen KI-Begleiter, der bei Alltagsfragen wie Schlaflosigkeit und Stress helfen soll, wobei der Fokus zunächst auf Psychoedukation und nicht auf Therapie liegt. In Großbritannien setzt „Limbic AI“ einen Chatbot ein, der psychische Probleme einstuft und Diagnose-vorschläge an Therapeuten weitergibt. Doch wie schlagen sich KI-Bots im direkten Vergleich mit echten Therapeuten? Studien zeigen: Viele Menschen bewerten die Antworten einer KI sogar höher als die von Fachleuten. Deshalb wagt der Psychotherapeut Umut Özdemir ein kleines Experiment: Angelehnt an den Turing-Test sprechen drei Probanden sowohl mit ihm als auch mit einer KI – ohne zu wissen, mit wem sie gerade kommunizieren. Werden die Probanden die Antworten unterscheiden können? Und welche Hilfe empfinden sie als wertvoller? Begleitet wird die Dokumentation von renommierten Experten: Der Psychologe Bertolt Meyer und die Psychotherapeutin Johanna Löchner beleuchten die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, und die Ethikerin Judith Simon diskutiert die moralischen Herausforderungen, die diese Technologien mit sich bringen. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 06.03.2026 3sat

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