• Folge 21 (30 Min.)
    Das Leben von Sabine und Bernhard gerät durcheinander, als Bernhard eines Morgens ohne seine Nase aufwacht. Es beginnt ein rätselhaftes Spiel aus Zeichen, Fäden und verschwindenden Dingen. Im Kurzfilm „Die Nase“ erleben Sabine und Bernhard, wie ihre alltägliche Gemütlichkeit von unerklärlichen Ereignissen gestört wird. Dinge verschwinden, Licht flackert, ein roter Faden hängt vom Himmel. Sabine und Bernhard leben in einem kleinen Haus, umgeben von Schnee, an einem Ort, an dem es immer dunkel ist. Sie gehen tagtäglich ihren Routinen nach und sind zufrieden mit sich und der Welt – bis eines Tages etwas geschieht, was ihren Alltag ins Wanken bringt: Bernhard wacht ohne Nase auf. Nach und nach verschwinden weitere Dinge aus ihrem Haus, als würde eine unsichtbare Macht ihre Welt ausradieren. Anstatt Antworten gibt es immer mehr Rätselhaftes: Ein roter Faden fällt aus dem Himmel, blinkende Lichter senden unverständliche Signale, die scheinbar eine Logik verbergen, die nur darauf wartet, entschlüsselt zu werden. Sabine beginnt, den Spuren zu folgen. Sie ordnet Beweise, verbindet Hinweise, notiert Morsezeichen und versucht, das Absurde greifbar zu machen. Bernhard klammert sich an Routinen und an die fragile Stabilität ihrer Zweisamkeit, während die Wirklichkeit zusehends verblasst. In „Die Nase“ verbindet Regisseur und Drehbuchautor Nik Azad skurrile Komik mit leiser Melancholie und stellt die große Frage: Was bleibt, wenn alles, woran man sich festhält, langsam verschwindet? Basierend auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Nikolai Gogol spielt der Film – wie auch die Kurzgeschichte – mit dem tiefen menschlichen Verlangen nach Antworten und Zusammenhang. Doch wie die Leserinnen und Leser von Gogols Geschichte müssen auch Bernhard und Sabine feststellen, dass ihnen Antworten verwehrt bleiben. Was bleibt, ist das Bemühen, trotz aller Widerstände im gemeinsamen Dasein Trost und Hoffnung zu finden. Reduzierte, perfekt inszenierte Dialoge und eine liebevoll detailreiche Szenografie machen „Die Nase“ zu einem ganz besonderen Kurzfilmerlebnis. Die Reihe „KlassiXS – die großen Dramen in jungen Kurzfilmen“ ist im Rahmen einer Kooperation von ZDF/​3sat und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf entstanden. Seit 2018 setzen junge Regisseurinnen und Regisseure im Rahmen dieser Kooperation Klassiker der dramatischen Weltliteratur zeitgemäß um. Im Jahr 2026 haben sich die Nachwuchs-Filmschaffenden mit dem Thema „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ beschäftigt. Redaktionshinweis: Am 28. November zeigt 3sat um 22:40 Uhr mit „maximini“ (nach dem Gedicht „Ruth“ von Else Lasker-Schüler) und um 23:10 Uhr „King Of War“ (nach dem Roman „Der abenteuerliche Simplicissimus“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen) zwei weitere Folgen von „KlassiXS – Die großen Dramen in jungen Kurzfilmen“. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 14.11.2026 3sat
  • Folge 22 (30 Min.)
    Als ihr Vater im Sterben liegt, kehrt Sayaka mit ihrer Tochter in ihr Elternhaus zurück. Dort trifft sie auf die neue Partnerin des Vaters und auf eine nie verwundene Vergangenheit. Nach Jahren des Kontaktabbruchs reist Sayaka zu ihrem schwerkranken Vater. Die Begegnung mit dessen neuer Partnerin löst Misstrauen und alte Konflikte aus. – Ein intensives Familiendrama über Verlust und Schuld. Als Sayaka erfährt, dass ihr Vater im Sterben liegt, kehrt sie nach vielen Jahren erstmals in ihr Elternhaus zurück. An ihrer Seite ist ihre Tochter Hana, die ihren Großvater noch nie kennengelernt hat. Doch die Rückkehr wird zu einer emotionalen Zerreißprobe: In dem Haus lebt eine Frau, von deren Existenz Sayaka nichts wusste. Die neue Partnerin ihres Vaters pflegt ihn, kennt seine Gewohnheiten und scheint ihm näher zu sein als die eigene Familie. Je stärker Sayaka das Gefühl beschleicht, verdrängt worden zu sein, desto mehr wachsen ihr Misstrauen und ihre Wut. Alte Verletzungen brechen auf, unausgesprochene Vorwürfe stehen zwischen den Generationen, und auch die Beziehung zu ihrer eigenen Tochter gerät zunehmend unter Druck. Als die Situation eskaliert und die neue Frau plötzlich verschwindet, bleibt Sayaka mit sich selbst und den Geistern ihrer Vergangenheit zurück. Der Kurzfilm „Die neue Frau“ erzählt von familiärer Entfremdung, verdrängter Trauer und der schwierigen Suche nach Versöhnung. Inspiriert von Molières „Tartuffe“ verlagert die Geschichte die Frage nach dem Erbe vom Materiellen ins Emotionale: Wer hat Anspruch auf einen Menschen, dessen Liebe man längst verloren glaubte? Mit großer Sensibilität blickt der Film auf die Brüche einer Familie und auf die Menschen, die lernen müssen, mit ihnen zu leben. Redaktionshinweis: In der Reihe „KlassiXS – die großen Dramen in jungen Kurzfilmen“ zeigt 3sat am Samstag, 14. November 2026, und Samstag, 28. November 2026, ab 22:40 Uhr jeweils zwei Kurzfilme. Sie sind im Rahmen einer Kooperation von ZDF/​3sat und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf entstanden. Seit 2018 setzen junge Regisseurinnen und Regisseure im Rahmen dieser Kooperation Klassiker der dramatischen Weltliteratur zeitgemäß um. Dieses Jahr haben sich die Nachwuchs-Filmschaffenden mit dem Thema „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ beschäftigt. Im Programm 2026: „Die Nase“ (nach Nikolai Gogols Kurzgeschichte „Die Nase“) am 14. November, um 22:40 Uhr, und um 23:10 Uhr „Die neue Frau“ (basierend auf Molières „Tartuffe“). Am 28. November folgen um 22:40 Uhr „maximini“ (nach dem Gedicht „Ruth“ von Else Lasker-Schüler) und um 23:10 Uhr „King Of War“ (nach dem Roman „Der abenteuerliche Simplicissimus“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen). (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 14.11.2026 3sat

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