2012/2013 (Folge 47–67)
Folge 47
(1): Story – Rosemary’s Baby Im Jahr 1968 drehte Roman Polanski einen Horrorfilm: Nach einem Alptraum, in dem sie der Teufel höchstpersönlich vergewaltigt, wird die junge Rosemary schwanger. Hinzu kommen bizarre Nachbarn und furchtbare Halluzinationen. Außerdem hatte der Streifen schreckliche Folgen auf das Privatleben des Filmemachers. „Abgedreht!“ erzählt die gruselige Geschichte von „Rosemaries Baby“.(2): Audioguide – Ausstellung: Die Gefilde des Teufels Diese Woche ist das Palais der Schönen Künste in Lille das Ziel, um die Ausstellung „Die Geschichten der flämischen Landschaft“ im 16. Jahrhundert zu besuchen. Christliche Frömmigkeit und volkstümlicher Aberglaube, schön und bizarr, wundersam und unheimlich … Der Teufel schleicht sich überall in die fantastischen und erträumten Landschaften von Bosch, Breughel, Bles, Bril oder Patinir. Alain Tapié, Kurator der Ausstellung, hilft, den Teufel in diesen Werken aufzuspüren. (3): Clipomania – Chris Rea: „Road to Hell“ Für dieses Teufel-Spezial befährt Gérard Lefort mit Chris Réa die „Road to Hell“. Im Mephisto-Look und mit unheilvollem Antlitz erscheint die Atmosphäre als Mischung zwischen Blade Runner und The Last Wave: Autos im Zeitraffer auf einer rauchenden Autobahn, die Nacht und vor allem Unmengen von Regen machen diesen Clip apokalyptisch. Keine Frage: This is the Road to Hell! (4): Früher war alles besser … – Die Musik des Teufels Für Alexandre Chevalier ist gute Musik nur solche, die zu Gott führt und den Geist besänftigt. Schon zu seiner Zeit hat er sich gegen Rock’n’Roll, Rythm & Blues und Twist gesträubt: Für ihn ist all das Musik des Teufels, Mächte, die die jungen Menschen beherrschen und versteckte Nachrichten übermitteln. In seiner Untersuchung wird er letztendlich nicht wirklich überrascht … Man stelle sich sein Gesicht vor, bei der Erforschung des Death Metal … (5): Perle Rare – Jack Nicholson Jack Nicholson gehört zu der kleinen Zahl Auserwählter, die bereits das große Privileg hatten, im Kino den „Leibhaftigen“ darstellen zu dürfen. Es war im Jahr 1987 und Nicholson war in guter Gesellschaft seiner Freundinnen, der Hexen von Eastwick. Eine maßgeschneiderte Rolle für einen Schauspieler, der auf dämonische Rollen spezialisiert ist. Für die BBC hält Jack Nicholson zwischen zwei Anrufen von Angelica Huston Rückschau auf eine teuflisch gute Karriere. (6): Skandal! – Unter der Sonne Satans Am 19. Mai 1987 verleiht die Festivaljury in Cannes Maurice Pialats Film „Unter der Sonne Satans“ die Goldene Palme. Doch die internationale Kritik nahm den Film alles andere als einhellig auf. Bei der Preisverleihung kam es zum Eklat. Als Pialat auf der Bühne ausgebuht wurde, prägte er einen Satz, der in die Annalen der Filmgeschichte eingehen sollte: „Wenn Ihr mich nicht liebt, liebe ich euch auch nicht.“ (7): Supercocktail – Der diabolische Schauspieler Den Teufel in einem Film darzustellen, kann sich als gefährlich erweisen. Wenn man den Teufel spielt, verkörpert man den König der Bösen, der Dinge tut, die nicht gut sind. Deshalb sollte man darauf achten, dass man eine zweideutige Figur wählt, damit das Publikum einen trotzdem ein bisschen mag. Probieren Sie das Rezept des diabolischen Schauspielers, einen gepfefferten, blutroten, brodelnden und angsteinflößenden Cocktail. (8): Dresscode – Wie sich kleiden, wenn man in die Hölle verdammt wurde? Im Allgemeinen wissen Sie, dass Sie leiden werden, dass es heiß sein wird und dass Sie dort auf bedeutende Persönlichkeiten treffen werden. Da Sie für die Ewigkeit bleiben, sollten Sie beim Kofferpacken nichts falsch machen. Badesachen oder nicht, entflammbares Fußwerk, Dresscode ist immer für Sie da mit einem guten Tip. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 17.02.2013 arte Folge 48
(1): Story: Die Cops von Beverly Hills: Ein spannungsgeladenes Szenario, Humor, Action und Eddy Murphy als extravaganter Polizist … 1984 kam der erste Teil von „Beverly Hills – Ich lös den Fall auf jeden Fall“ heraus. Die Trilogie erlaubte nicht nur das Krimi-Genre, sondern war auch die erste Krimikomödie überhaupt. „Abgedreht!“ wirft einen Blick auf die Sternstunden des Polizisten Axel Foley.(2): Der Diavortrag: Auf den Spuren des Inspektors Derrick: Das Oktoberfester ist nicht die einzige Münchner Attraktion. „Abgedreht!“ findet, dass auch die Derrick-Tour eine Reise wert ist, denn schließlich wurden alle, sage und schreibe, 281 Folgen der legendären Folge hier gedreht. Eine Fotosafari, so spannend wie die Serie. (3): Es war einmal im Jahr … 1994 – „Sabotage“ der Beastie Boys: Im Jahr 1994 sind die Beastie Boys, das New Yorker Hip-Hop-Trio auf dem Gipfel des Medien-Hype’s. Der Clip „Sabotage“ inszeniert sie in einem Mini-Krimi als Bullen mit Bocksprüngen, Purzelbäumen und billigen Stunts. Und noch mehr Polizei in diesem Jahr: Maradona verlässt den World Cup in Begleitung der Polizei nach einem positiven Test, Nelson Mandela befreit sich von seinen Fesseln und wird Präsident von Südafrika und Jean-Claude Van Damme verkörpert einen Bullen im Film „Time Cop“ … (4): StoryBis: Die Gendarme von Saint-Tropez: „Die Gendarme von Saint-Tropez“ ist der erste Film einer Reihe mit sechs Komödien, die der Regisseur Jean Girault zwischen 1964 und 1982 gedreht hat. Auch 50 Jahre später werden die Abenteuer des Cruchot und seiner Jagd auf Nudisten an den Stränden von Saint Tropez immer wieder im Fernsehen ausgestrahlt. Analyse eines volkstümlichen und internationalen Phänomens. (5): Rare Perle: Peter Falk: Kein „Spezial-Polizei“ ohne Columbo und den legendären Schauspieler, der die Rolle des Inspektors nahezu 35 Jahre lang spielte : Peter Falk. Seine Markenzeichen? Ein schäbiger Trenchcoat, eine Zigarre, ein Peugeot 403, buschige Augenbrauen und vor allem natürlich seine Stimme! 1984 war das Team des Magazins „Cinéma, Cinéma“ Zeuge, als Serge Souvion, die französische Stimme von Peter Falk, ein Interview mit seinem Double synchronisierte. „Abgedreht!“ holt es aus der Versenkung. Skandal! La „rumeur“ vs. Sarkozy/Super-Cock (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 24.02.2013 arte Folge 49
(1): Story – John Hughes: John Hughes, der den „Frühstücksclub“ oder „Ferris macht blau“ gemacht hat, ist für die Kinder der 70er und 80er Jahre einer der wichtigsten Jugendfilm-Regisseure. Seine Komödien nehmen innerhalb dieses Genres, das seitdem sehr erfolgreich ist, einen besonderen Platz ein. Er thematisiert nämlich die existenziellen Fragen, die das Erwachsenwerden begleiten. „Abgedreht!“ schwänzt mit Ferris Bueller die Schule und begleitet den Pionier Hughes auf eine Reise in die Jugend.(2): Audioguide: 3 Teenies besuchen die Dali-Ausstellung: Diese Woche im Jugend-Spezial holt Abgedreht Alix, Jenna und Pauline von der Schule ab und nimmt sie mit Richtung „Retrospektive Dali“ im Centre Pompidou. Mission: Die Werke des katalanischen Künstlers mit den Augen der Jugendlichen sehen. Seine typischen Schnurrbärte, seine verrückten Erscheinungen, seine Provokationen und seine morbiden Obsessionen, seine Faszination für Psychoanalyse … Sie fanden das „abgefahren“ und „cool“, aber nicht nur! Eine gute Gelegenheit, um einen frischen Blick auf den Meister des Surrealismus zu werfen. Folgen Sie der Führung … (3): Es war einmal im Jahr … 1991 „Smells like Teen Spirit“ von Nirvana: 1991 ist das Jahr von Nirvana: Das Grunge-Trio aus Seattle schockt mit seinem harten Teenie-Hit „Smells Like Teen Spirit“, der Hymne der jungen Leute mit langen Haaren, mit zerlöcherten Hosen, mit Karohemden und angesagten Turnschuhen. Es war einmal im Jahr 1991 … das Ende von 21 Jump Street, der erste Auftritt von Ryan Giggs, 18 Jahre im Trikot von Manchester United und auch das Jahr, in dem Christina Aguilera, Britney Spears und Justin Timberlake Teil des Mickey-Mouse-Clubs waren. (4): Früher war alles besser: Die Erfindung der Teenies! Zu Zeiten Alexandre Chevaliers war die Kindheit mit zwölf oder dreizehn Jahren beendet, mit dem Tag, an dem man sein erstes Gehalt mit Dankbarkeit entgegennahm. Heute gibt es einen Zustand, der sich endlos auszudehnen scheint, in dem man weder Kind noch Erwachsener ist: die Jugend. Eine Erfindung der Moderne, die es unserm Journalisten aus den 50er Jahren kalt den Rücken herunterlaufen lässt! (5): Rare Perle: Jodie Foster: Mit 14 Jahren hat Jodie Foster schon eine Karriere hinter sich und um die 20 Rollen im Fernsehen und in Kinofilmen. Wir schreiben das Jahr 1977, und Jodie Foster ist in Paris, um ihren neuesten Kinofilm „Das kleine Mädchen am Ende des Straße“ zu drehen. Ein junges Mädchen, in die Welt der Großen katapultiert, aber im echten Leben zieht Jodie die Garderobe der Jungs vor, kleine Jeanshorts, und drückt sich in einem tadellosen Französisch aus. Skandal! – Larry Clark/Super Cocktail (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 03.03.2013 arte Folge 50
(1): Story: Star Trek: Sechs Fernsehserien, zwölf Spielfilme, Hunderte von Romanen und Dutzende von Videospielen: Seit sich Gene Roddenberry in den 60er Jahren „Star Trek“ ausdachte, ist der Stoff ein Science-Fiction-Dauerbrenner und inspiriert nach wie vor unzählige amerikanische Regisseure und Schriftsteller. Der aktuellste Film „Star Trek Into Darkness“ von J. J. Abrams kommt im Mai 2013 in die Kinos. Auf einer Zeitreise ins 23. Jahrhundert hat sich „Abgedreht!“ alle „Star Trek“-Filme vorgenommen.(2): Audioguide: Die Drehorte von „Star Wars“ in Tunesien: Voilà, ein Audioguide, wie man ihn selten gesehen hat! Für das Zeitreise-Spezial zieht „Abgedreht!“ auf Erkundungstour in die Wüste und reist Richtung Tataouine in Tunesien, wo für alle drei Episoden der „Star Wars“-Serie jeweils einige Passagen gedreht wurden, für die beliebteste Saga unserer Zeit. An diesen Drehort, zusammengezimmert aus Pappkartons, PVC-Rohren und Grillrost, wird „Abgedreht!“ von Mokhtar begleitet, einem einheimischen, nicht sehr kinobegeisterten Führer! „Abgedreht“ enthüllt die andere Seite der Kulisse … (3):Schuss – Gegenschuss: „Space Oddity“ von David Bowie, gesehen von Eric Dahan: Diese Woche reist „Abgedreht!“ durch das All mit „Space Oddity“ von David Bowie. Und Eric Dahan, Musikkritiker der Zeitung Libération, Autor eines Bowie gewidmeten Dokumentarfilms, erzählt die Geschichte des Stücks: Über Bowie, der es lange schwer hatte und bis dahin in sechs Bands spielte, bevor er 1969 diesen Hit schrieb, über seinen kinematographischen und musikalischen Einfluss, über die Kulisse des Clips aus Alufolie und über warum gerade der Hit „Space Oddity“ solchen Erfolg in den Charts hatte. Sie werden diesen Clip nie wieder so wie zuvor sehen! (4): Story Nr. 2: „Looper“ von Rian Johnson: „Lass uns lieber nicht über Zeitreisen sprechen, sonst sind wir morgen noch nicht fertig“, warnt der gerade aus der Zukunft zurückgekehrte Bruce Willis in dem Science-Fiction-Film „Looper“. Und wo Bruce recht hat, hat er recht! „Looper“ ist ein Science-Fiction-Streifen der Extraklasse und so vielschichtig, dass er sich nicht in drei Zeilen zusammenfassen lässt. Rian Johnson wird sogar zugutegehalten, er habe mit „Looper“ ein neues Genre geschaffen – den intelligenten Actionfilm. Das konnte sich „Abgedreht!“ nicht entgehen lassen. (5): Rare Perle: Raël: Achtung, Reise durch die Zeit und das All mit dem Guru Claude Vorilhon, alias Raël … Wir schreiben das Jahr 1994 im Studio von Moderator Thierry Ardisson im griechisch-römisch-futuristischen Ambiente mit Laurent Baffie und – Raël. Da wird geredet über seine Begegnung mit Jesus, Mohammed und Buddha, die „offiziell auf die Erde zurückkehren, um alle Wesen miteinander zu vereinen!“ Jaja, man muss es sehen, um es zu glauben! Skandal!: Uhrwerk Orange/Super-Cocktail: Der anachr (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 10.03.2013 arte Folge 51
(1): Story – Annie Cordy: „Tata Yoyo“, „Cho Ka Ka O“,“La bonne du curé“, so heißen die berühmtesten Refrains von Annie Cordy. Über 700 Chansons, ein Dutzend Musicals, gut 30 Spiel- und Fernsehfilme – es war eigentlich nicht möglich, das belgische Energiebündel nicht zu entdecken. Seit über 60 Jahren betätigt sie sich erfolgreich in mehreren künstlerischen Genres. „Nini la chance“, heute 84 Jahre alt, ist bis Februar 2014 für Bühnenauftritte ausgebucht. Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs? „Abgedreht!“ wirft einen Blick auf diese untypische Laufbahn.(2): Audioguide – Charleroi: Charleroi, die Stadt mit einer bewegten industriellen Vergangenheit, wurde im vergangenen Jahr im Zuge einer Umfrage zur „hässlichsten Stadt“ der Welt gekürt. Als Antwort auf diese Auszeichnung dachte sich ein junger Einheimischer eine „Stadtsafari“ aus, die jedem einschlägig Interessierten die Stadt mit ihren stillgelegten Fabriken und Bergwerken, ihren Halden und ihrer Geister-U-Bahn von einer anderen Seite zeigt: abgehoben und skurril. Und damit ein Fall für „Abgedreht“. (3): Es war einmal im Jahr … 2009: „Alors on danse“ von Stromae: Im Jahr 2009 war es fast unmöglich, einen Fuß vor die Tür zu setzen ohne über diesen Song von Stromae zu stolpern, „Alors on danse“ von dem Album „Cheese“. Stromae (ausgesprochen Stromai), mit richtigem Namen Paul van Haver, ist ein junger Brüsseler von 27 Jahren. Gerade im Internet veröffentlicht, ist der Song schon ein Hit und landet schnell in ganz Europa auf Platz eins der Charts. Außerdem haben die Flamen und Wallonen in diesem Jahr Probleme zusammen zu leben; Herman Van Rompuy wird Präsident des europäischen Rates; die Magritte-Museen in Brüssel und Hergé in Louvain öffnen ihre Türen. 2009? Ein belgisches Jahr ! (4): Früher war alles besser -Der belgische Humor: Wie erkennt man einen Franzosen in Belgien? Das sind die, die Frankreich über haben! Belgien … Ein Land, dessen Einwohner so blöd sind, dass man eigens für sie eine Kategorie lustiger Geschichten gebildet hat! Aber jetzt keine Witze mehr: Alexandre Chevalier, unser Journalist, direkt aus den 50er Jahren angereist, kommt nach Brüssel, um eine ernste Recherche zu machen. Und er findet heraus, dass sie auch in der heutigen Zeit behaupten, lachen zu können und manchmal sogar zu Lasten seiner Landsleute, der Franzosen! Nachforschungen über den belgischen Humor mit Station im Slip-Museum … (5): Die rare Perle: Benoît Poelvorde: Benoît Poelvorde zu einem Fernsehinterview einzuladen, ist immer ein Abenteuer. Seit „Mann beißt Hund“ aus dem Jahr 1992 macht der belgische Komiker und Humorist Filme und gute Witze. Heute schreiben wir das Jahr 2009, und Benoît Poelvoorde ist eingeladen bei Frédéric Taddeï , Gesprächsthemen sind das Kino, Betten und Messer. Doch, doch! Skandal – Cloaca von Wim Delvoye/Supercocktail – Le petit pays qui marc (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 17.03.2013 arte Folge 52
(1): Story: Indiana Jones: Was wäre, wenn Indiana Jones von Tom Selleck verkörpert worden wäre? Ursprünglich war nämlich der schnurrbärtige „Magnum“ für die Rolle eines der größten Helden der Kinogeschichte vorgesehen. Aber letztendlich schlüpfte Harrisson Ford 1981 in die Haut des kultigen Archäologen und Abenteurers. Indiana Jones’ zahlreiche Heldentaten stehen im Dienste der Menschheit, die immer wieder von fürchterlichen Feinden unterjocht werden soll.(2): Say Cheese: Titouan Lamazou: Graues Haar, helle Augen, eine Stimme wie jemand, der schon ganz anderes erlebt hat: Titouan Lamazou kam gerade aus „Ouaga“ als „Abgedreht!“ ihn zu einem Gespräch traf. Denn auch mit fast 60 Jahren hört der Künstler und Seefahrer nicht auf, die Welt zu erkunden und die Gesichter der Menschen zu zeichnen, die er auf seinen Reisen trifft. Dieses Mal nimmt er jedoch Kurs auf seine eigene Kindheit, die von Umstellungen, Einsamkeit und vom Zeichnen geprägt war. Ein altes Foto zeigt ihn mit leerem Bauch auf einem Teppich und in Ruhe vor sich hin malend. Für „Say Cheese“ stellt er das Kinderfoto nach, auch wenn er sich schon lange nicht mehr „Antoine“ nennt. (3): Es war einmal im Jahre: „Tonight Tonight“ der Smashing Pumpkins (1996): 1996, das Jahr in dem die Smashing Pumpkins mit ihrer interplanetarischen Single „Tonight Tonight“ den Mond abhängen. Es ist die vierte Singleauskopplung aus ihrem Doppelalbum „Mellon Collie and the Infinite Sadness“, welches vom Bandleader Billy Corgan der Presse als „The Wall“ der Generation X vorgestellt wird. Es war einmal im Jahre 1996, als Frankreich den sozialistischen Abenteurer François Mitterand verlor, der französische Fußball-Söldner Eric Cantonna zum englischen Meister gekrönt wurde und Will Smith die Welt in „Independence Day“ rettete. (4): Story Bis: Tomb Raider: „Tomb Raider“ ist eines der meistverkauften Videospiele der Welt, mit Action, Abenteuer und der heldenhaften Lara Croft, deren Fangemeinde weltweit Millionen zählt. Die britische Archäologin in Hotpants ist auch Protagonistin einer Comicserie, zweier Romane und zweier Filme. Im März 2013 erscheinen weitere Abenteuer mit Lara Croft. (5): Rare Perle: Lanvin / Giraudeau: Bernard Giraudeau, Schnauzer, Gérard Lanvin, behaarte Brust: Das riecht nach Mann, Draufgänger, Abenteurer eben. Wir befinden uns im Jahre 1984 im zweiten französischen Fernsehen, Bernard und Gérard präsentieren in ihren Rockerjacken ihren neuesten Film, sprechen über Prügeleien und physische Verausgabungen. Eine raue, rare Perle! Skandal: Malraux und sein Angkor-Abenteuer/Super-Cocktail: Angelina Jolie/Dresscode (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 24.03.2013 arte Folge 53
(1): Story – King Kong King Kong ist ein heiliges Kinomonster. Und was für eins! Zum ersten Mal war er 1933 auf der Leinwand zu sehen. 40 Minuten galt es auszuharren, bis der Riesengorilla auf der Suche nach seinem Herzblatt Ann in New York für Panik sorgte. Der Erfolg des Films hält bis heute an, „King Kong und die weiße Frau“ gehört zu den größten Kinofilmen aller Zeiten. Die Geschichte wurde mehrfach neu verfilmt, unter anderem 2005 von Peter Jackson. Die Ikone des Fantasy-Films kehrt in „Abgedreht!“ zurück.(2): Audioguide: Die Ausstellung „ARRRGH! Monstres de mode“ in La Gaité Lyrique Diese Woche geht es auf zum Kulturzentrum „La Gaité Lyrique“ in Paris, um die Ausstellung „ARRRGH! Monstres de mode“ zu sehen. Die Ausstellung vereinigt 58 Modeschöpfer, die die Monstrosität, das Eigenartige und Groteske feiern. Die Insektenschuhe von Alexander McQueen, die Tiere von Issey Miyake, die Netzmaske von Rick Owens … man glaubt sich im Kleiderschrank von Lady Gaga wiederzufinden. Bitte dem Museumsführer folgen. (3): Es war einmal im Jahre:: „Thriller“ von Michael Jackson (1982) Es war einmal im Jahre 1982; und wer in diesem Jahr nicht Michael Jacksons „Thriller“ gehört hat, kann sicherlich nicht auf dem Planeten Erde gelebt haben. Für dieses Monster-Spezial wird Clip-O-Man Pierre Siankowski vor den Augen der Zuschauer den Clip zu „Thriller“, ein episches Meisterwerk von John Landis, und alle unmenschlichen wie horrenden Events dieses Jahres sezieren. (4): Früher war alles besser: Vampire Wie jedermann hat auch Alexandre Chevallier, als er klein war, „Nosferatu“ von Murnau gesehen, und er blieb von diesem Ereignis traumatisiert …. Als der Journalist der 50er Jahre dann in unsere Zeit reist und entdeckt, dass Vampire heutzutage kleine Jugendliche sind, die kein Blut mehr trinken und zu Vorbilder wurden, ist er entsetzt: Denn moderne Vampire schocken doch einfach niemanden mehr. (5): Rare Perle: Johnny Depp Mit furchteinflössender Frisur in „Edward mit den Scherenhänden“, als schrecklicher Vampir in „Dark Shadows“, teuflischer Barbar in „Sweenie Todd“ … Johnny Depp ist ein Schauspieler mit verschiedensten monströsen Facetten. Zurück ins Jahr 1993, Johnny Depp ist bei Jonathan Ross bei der BBC eingeladen, er erzählt unter anderem von seiner Zeit als Feuerspucker und vom Talent der Schauspieler im Film „Edward mit dem Scherenpenis 2“. Richtig gelesen. (6): Skandal! Possession Der deutsch-französische Film „Possession“ von Andrzej Zulawski kam 1981 in die Kinos. Isabelle Adjani spielt die Heldin, eine geheimnisvolle, selbstzerstörerische Frau, deren Ehemann – wie sich im Laufe des Films herausstellt – eine Monsterkreatur aus der Finsternis ist. Isabelle Adjanis Trance-Szenen und der insgesamt finstere Grundtenor sorgten beim Filmstart für einen großen Skandal. In Großbritannien wurde der Streifen verboten, und in Deutschland, wo er gedreht wurde, kam „Possession“ daraufhin erst später, im Jahr 2009, heraus. (7): Supercocktail : Erfolgreich trotz misslungener OP Da wären sie also, alle Stars, die sich ihr Gesicht haben liften lassen. Heutzutage nimmt ja einfach jeder das Risiko auf sich, um jeden Preis jung zu bleiben. Wenn auch manche Berühmtheiten ein bisschen zu weit gegangen sind und ihre Karriere damit ruiniert haben, schafften es andere, sich trotz ihres deformierten Gesichts auf der Bühne zu halten oder sogar auf diese zurückzukommen. Sie haben ihr Lifting versaut und wünschen sich zu sterben? Folgen Sie dem Cocktail des Star-Monsters, ein Drink, der mit Tape-Verband serviert wird. (8): Dresscode: Wie sich anziehen, um seine Fehler zur Geltung zu bringen? Riesige Füße? Furchtbare Nase? Doppelkinn und X-Beine? Wäre es nicht viel besser, solche kleinen Fehler zu kaschieren oder sogar zu veredeln, anstatt voller Komplexe auf einen Besuch beim Schönheitschirurgen zu sparen? Ein geschickt geschnittener Rock oder schrille Klamotten sorgen für Ablenkung. Keine Panik – „Dresscode“ findet für jede Problemzone das passende Outfit. [Zusatzinfo] Das französische Journalistenduo Collin und Mauduit, die in ihrer Heimat längst Kult sind, kommentieren aus dem Off. Ihr Geheimnis: großes Wissen gepaart mit teils beißendem Witz, politically nicht immer ganz correct … Weiteres Markenzeichen des Magazins sind die à la „Abgedreht!“ neu gemischten Filmklassiker-Ausschnitte, die anstelle eines Moderators durch jede Sendung führen. So kann es vorkommen, dass plötzlich Cary Grant den nächsten Beitrag ansagt … (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 31.03.2013 arte Folge 54
1): Story – Das Kino von Jacques Demy: „Lola, das Mädchen aus dem Hafen“, „Die Regenschirme von Cherbourg“, „Die Mädchen von Rochefort“, „Eselshaut“ – die Musicalfilme des Franzosen Jacques Demy sind romanhaft und bewegend, manchmal aber auch sehr ernst. In jedem Fall prägten sie das französische Kino mit ihren gesungenen Dialogen, ihren Bonbonfarben und den sowohl heiteren als auch dramatischen Plots. „Abgedreht!“ nimmt eine dem Filmemacher gewidmete Retrospektive in der Cinémathèque Française vom10. April bis 4. August 2013 zum Anlass, um sich ganz auf das Kino von Jacques Demyeinzulassen.(2): Der Dia-Vortrag: Nantes, natürlich: Nantes war die Heimat von Jacques Demys Familie und eine seiner größten Inspirationsquellen: Von der Werkstatt seines Vaters bis an die Hochschule der Schönen Künste, von der Straße „rue du roi Albert“ aus „Ein Zimmer in der Stadt“ bis hin zur Pommeraye-Passage aus „Lola, das Mädchen aus dem Hafen“ steckt Nantes voller symbolträchtiger Orte für den Mann, den die Filmemacherin Agnès Varda liebevoll ihr „Hänschen aus Nantes“ nannte. Licht aus und Spot an für eine Dia-Show aus der sechstgrößten Stadt Frankreichs, auf den Spuren von Jacques Demy. (3): Bei den Dreharbeiten von „Eselshaut“: Agnès Varda und ihre Tochter Rosalie kommentieren Familienbilder: Taschentuchalarm. Agnès Varda, die Ehefrau Jacques Demys, und ihre Tochter Rosalie haben sich kurzfristig dazu entschlossen, die Sprechkabinen von Collin und Mauduit zu kapern, um einen Familienfilm, der vom Filmdreh von „Eselshaut“ stammt, zu kommentieren. Man sieht Jacques Perrin, der den Prinz in dem Film verkörpert, im zeitgemäßen Kostüm genüsslich ein paar Kippen rauchen, und die kleinen Rosalie und Christian Vadim laufen auf der Wiese des Schlosses Chambord umher. François Truffaut ist auch da, auf der Durchreise, genau wie Jim Morrison, der den Dreh von Demys Film sehen wollte. Bewegt und in ungewohnter Stimmung erinnern sich die Vardas. (4): Story II: Die Musik in Jacques Demys Filmen: Und dann ist da die Musik! Was wären die Filme Jacques Demys ohne die Musik von Michel Legrand? In fast 10 Jahren, von ’61 bis ’70 hat das Duo einer Vielzahl von eklektischen und rhythmischen Filmen ins Leben gerufen, vom nüchternen „Lola“ bis zum gesungenen „Eselshaut“. „Abgedreht!“ kehrt zurück zu diesem goldenen Zeitalter des musikalischen Films und zu der mythischen Zusammenarbeit der beiden Künstler Demy und Legrand. (5): Rare Perle: Jeanne Moreau in „Die blonden Sünderin“: 1962, Jeanne Moreau ist platinblond und mitten in den Dreharbeiten zu „Die blonde Sünderin“ zusammen mit Jacques Demy in Nizza. Zeit für die Sendung „Cinépanorama“, in der sie den forschen und seltsamen Fragen von François Chalais Antwort geben muss: „Falls sie sich noch nicht kennen gelernt haben, würden sie das gerne nachholen?“, „Gefallen Sie sich körperlich?“ oder auch: „Haben Sie moralisch gesehen ihre Zustimmung?“ Physisch wie moralisch, bei „Abgedreht“! genießt Jeanne ganzheitliche Zustimmung! (6): Skandal! Der Kinostart von „Ein Zimmer in der Stadt“: Das filmische Musical „Ein Zimmer in der Stadtdas l von Jacques Demy kam am 27. Oktober 1982 in die Kinos – am selben Tag wie der französische Kassenschlager „As der Asse“ von Gérard Oury mit Jean-Paul Belmondo. Nach einer Woche registrierte das französische Box-Office 21 000 Eintritte für Demy und 463 000 für Oury … Autorenfilm mit kleinem Budget vs. Blockbuster mit Starbesetzung, David gegen Goliath. Französische Filmkritiker sprachen von einem Skandal und gingen so weit, eine halbe Seite Werbung in „Le Monde“ zu finanzieren, um Jacques Demys Film dem Publikum gegenüber zu bewerben … (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 07.04.2013 arte Folge 55
(1): Story – Striptease im Film: Vor 30 Jahren lebten Mickey Rourke und Kim Basinger in dem Film „9½ Wochen“ eine umwerfende Liebesgeschichte, Strips inbegriffen. Seitdem gerät man automatisch ins Schwelgen, sobald die ersten Töne von „You Can Leave Your Hat On“ von Joe Cocker erklingen. „Abgedreht!“ zeigt einige Kultszenen der erotischen Entkleidung im Film. Schmeichelndes Licht, eine entsprechende Kameraführung und aufreizende Hintergrundmusik – haben auch heute noch ihren Effekt.(2) Audioguide: Striptease burlesk: Bei „Abgedreht!“ investieren wir schon mal in unsere Beiträge! Aus diesem Grund hat Melinda Triana die Gelegenheit dieses Spezials genutzt, um einen Strip-Kurs zu besuchen. Nicht irgendeinen: einen Stripkurs, der Burleske angelehnt. Oder aber: Wie man das Entkleiden zur Kunst macht. (3): Clipomania: „Be thankful for what you’ve got“ von Massive Attack: Diese Woche ziehen wir uns zu dem Beat von „Be thankful for what you’ve got“ von Massive Attack aus. Und es ist Jean-Daniel Beauvallet, einer der Chefredakteuren des Musikmagazins „Les Inrockuptibles“, der erzählt, was unter der Haut dieses Stückes steckt: Die eklektischen Rock-, Reggae und Soul-Einflüsse von 3D, Daddy G und Mushroom, ihre Anfänge in den Cabarets und Stripclubs. Und dann war da noch das Originallied von William DeVaghn gegen den Materialismus, das anfängt, die Soul-Musik in den 70ern an sich zu reissen … Für Jean-Daniel Beauvallet wurden zu dem Album viele britische Kinder gezeugt und, ohne Frage, gibt es ein Vorher und Nachher von Blue Lines. Bereit? Ausziehen! (4): Früher war alles besser – Der Striptease: Alexandre Chevalier erlebte den Stripteaseboom der 50er Jahre hautnah. Obwohl der Begriff Striptease erst in den 30er Jahren geprägt wurde, erhoben Varietétheater wie das Lido, das Crazy Horse und das Moulin Rouge das kunstvolle, weibliche Entblättern bereits 20 Jahre später zur Kunstform. 1955 wurde in Paris sogar eine Striptease-Akademie eröffnet. Ein amerikanischer Senator erklärte damals, Striptease sei eine rein amerikanische Kunst und eine ehrbare Sache. Als Mann weiß Reporter Chevalier den Striptease natürlich zu schätzen. Doch als er voller Vorfreude die Türen eines einschlägigen Etablissements aufstößt, erlebt er eine Überraschung: strippende Männer … die Zeiten ändern sich eben. (5): Rare Perle: Madonna im Duell mit Anne Sinclair: Ende 1991 im französischen Fernsehen gibt sich Madonna im eher bayrischen Dresscode mit Goldzahn, Torselett und Netzstrumpf. Und plötzlich, mit dem Album Erotica und ihrem Sex-Buch, zieht sich Madonna geradezu von oben und unten aus, was ihr den Ruf der Sexbombe verschafft. Die prüde Talkshow-Masterin hat allerdings schon andere Maschen erlebt und zieht Madonna gewaltig mit ihrem Image auf. So beginnt ein strategisches Wortgefecht zwischen den beiden ach so verschiedenen Frauen. (6): Skandal!: Robert Mitchum & Simone Silva bei den Cannes-Filmfestspielen: Die 50er Jahre sind die Jahre des Wohlstands und des wirtschaftlichen Aufschwungs. Der Krieg ist vorbei, man entspannt sich, und plötzlich fliegt man über allen Wolken. Zur „Miss Festival 54“ gewählt, ist die junge Schauspielerin Simone Silva zu einer Fotosession mit Robert Mitchum eingeladen: Eine einmalige Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen. Ohne zu zögern und zweifellos, weil sie nichts Besseres gefunden hat, macht es „Zack!“ und Simone zieht obenrum blank. „Skandal!“ schreit das Festival-Komitee, das Simone auffordert, die Stadt zu verlassen … währenddessen machen die Klischees in der Skandalpresse die Runde. (7): Supercocktail: Channing Tatum: Der Schauspieler Channing Tatum hat noch nie seine Striptease-Vergangenheit versteckt: Mit 18 Jahren verdiente er seinen Lebensunterhalt, indem er sich auszog. Eine Erfahrung, die dem Regisseur Steven Sonderberg als Inspiration diente, einen Film über strippende Männer zu drehen. Sollte Tatum heutzutage einen gefüllten Terminkalender besitzen, liegt das daran, dass er gekonnt seine Stellung als männlicher Bimboy ausgenutzt hat, das heißt, als schönes Mannsobjekt und gleichzeitig ein bisschen verrückt, beziehungweise eigentlich gar nicht so sehr verrückt. Entdecken wir das Bimboy-Rezept. (8): Dresscode – Was trägt man um die Flamme wieder zum Lodern zu bringen? Der Winter war lang und hart. Hier einige Ratschläge für alle Pärchen, die verhindern möchten, dass das winterliche Einkuscheln eher zu einer Flaute im Bett führt. Jetzt heißt es: Socken runter und sexy Unterwäsche an! Hauptsache: raus aus den Klamotten und „Action“. Schließlich ist es bald wieder richtig Frühling. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 14.04.2013 arte Folge 56
(1): Story: „Meine Braut, ihr Vater und ich“: Erst nach zehn Jahren Ehe und zwei Kindern mit seiner Frau Pam wurde Greg von seinem Schwiegervater akzeptiert. Nicht selten sind die verschwägerten Beziehungen schwierig und angespannt. „Abgedreht!“ beschäftigt sich mit der Schwiegereltern-Trilogie von Robert De Niro und erteilt Ratschläge, wie man gute Beziehungen zu den angeheirateten Eltern pflegen kann.(2): Der Diavortrag: Das Familistère, zu Besuch in einer realen Utopie: Guise, eine Kleinstadt im Norden Frankreichs. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert ruft der idealistische Industrielle Jean-Baptiste Godin in dieser Stadt seine persönliche Adaptation des „Phalanstère“ von Charles Fourier ins Leben. Godin, der ist für seine Ofenfabrik bekannt, aber bitte was ist ein „Phalanstère“? So bezeichnet man einen gemeinsamen Lebensort, der ausschließlich durch menschliche Leidenschaften geführt wird. In der „Familistère“ von Godin wird für den Menschen von der Kindheit bis zum Tode gesorgt, während dieser in der ansässigen Fabrik arbeitet. Kindergarten, Schule, Theater, Schwimmbad, Waschbecken, warmes Wasser, Handel, Garten … Zwischen 1884 und 1890 lebten ca. 500 Familien in der Mitte eines Palasts aus Ziegeln, der bezogen wurde, um soziale Harmonie im Alltag einzuführen. Eine Bilderreise zum Herzen eines Labors des Familienlebens, das kaum bekannt ist und doch Erstaunliches zum Vorschein bringt. (3): Es war einmal im Jahr … „MMMBop“ von den Hanson-Brüdern: Wer ein Herz hat, erinnert sich, dass 1997 das Jahr des Schlagers „MMMBop“ von den Hanson-Brüdern war: Isaac, 16, Taylor, 14 und Zac, elf Jahre alt – Pop, der Jungen und Mädchen jeden Alters grooven ließ. In jenem Jahr trauerte die britische Königsfamilie um Lady Di, die in Paris tödlich verunglückt war, Bill Clinton kehrte nach seiner Affäre mit Monica Lewinsky in den Schoß der Familie zurück, und die Saga der Williams-Sisters begann bei den US Open mit dem Sieg von Venus Williams über Martina Hingis. (4): Story bis: Bee Gees: Barry, Robin und Maurice – das waren die drei Brüder Gibb. Nach zögerlichen Anfängen in von ihrer Mutter genähten Anzügen kam der Durchbruch, gefolgt von Problemen mit dem äußeren Erscheinungsbild, einer Trennung und erneutem Zusammenfinden. Schließlich kam es mit „Saturday Night Fever“ zum Riesenerfolg – kurz vor der dem jähen Untergang der Disco-Mode. Eine 40 Jahre währende Karriere und eine außergewöhnliche Familiengeschichte: In „Abgedreht!“ sind die Bee Gees noch immer „alive“. (5): Rare Perle: Ein Tag mit der Familie Gainsbourg: Wer hat noch nie davon geträumt, einen Tag lang die intimen Momente einer Berühmtheit zu erleben? Wie wäre es denn mit einer ganzen Familie von Berühmtheiten? „Abgedreht!“ hat im französischen Fernseharchiv gewühlt und einen seltenen Fernsehmoment ausfindig gemacht: Ein ganz normaler Tag bei der Familie Gainsbourg, an ein Frühlingssamstag im Jahre 1979. Im Wohnzimmer erzählt Serge von den Alltagsobjekten und seiner privaten Bibliothek. Jane, Kate und Charlotte lachen laut über alte Fotos, und dann stürzt sich Jane in ein Taxi, um einen Filmproduzenten in Madrid zu treffen. Die Kamera folgt Serge, der die Mädchen mit ins Restaurant nimmt … Liebe Familie Gainsbourg, wir lieben Sie! (6): Skandal!: Die Filmveröffentlichung „Herzflimmern“ von Louis Malle: Oh, man kennt es bereits zu genüge, das Rezept des Skandals. Von Sex bis Drogen, wenn möglich ein bisschen Blasphemie, und das Spiel kann beginnen. Aber es gibt ebenso ein Tabu in unserer okzidentalen Gesellschaft, das so groß ist, dass man selbst zögert, sich dessen zu bedienen, auch wenn es wie geschmiert läuft, wenn über etwas viel Tinte verspritzt werden soll: der Inzest. Hier also die Zutat, die heute im Mittelpunkt stehen soll: der Skandal von „Herzflimmern“ von Louis Malle, in dem der vierzehnjährige Held der Geschichte, Laurent, während der letzten Viertelstunde mit seiner Mutter schläft. Selbst wenn das volljährige (!) Publikum, das sich in den Kinosälen einfindet, von Léa Massari, der Mutter im Film, überwältigter ist als von seiner eigenen, der Skandal ist da! (7): Super Cocktail: Das Rezept für eine Karriere mit der ganzen Familie: Wenn man ein Popstar ist, stellt die Arbeit mit Brüdern oder Schwestern eine sehr knifflige Angelegenheit dar: Einer ist immer etwas schlechter als die anderen. Stellt sich die Frage, ob das nicht auch ein bisschen die Schuld der Eltern ist, die Druck auf den kleinen Spatz ausgeübt haben – das ist dann meistens ein bisschen, wie wenn Eure Mutter Euch dazu verdonnert hätte, mit dem kleinen Bruder Fußball zu spielen, selbst wenn er super schlecht war und Ihr deswegen jedes Mal verloren habt. Starten Sie gerade eine Gesangskarriere mit der Familie? Folgen Sie dem Rezept der Familien-Band, ein Cocktail, der nicht zulässt, dass wegen Ihres Geschwisterherz alias „Klotz am Bein“ alles den Bach runtergeht. (8): Dresscode: Was tragen, wenn man seine Familie hasst? Die ganze Welt ist nicht mit dem Glück gesegnet, eine Familie zu haben die genial und liebenswert ist, weil sie echt sympathisch rüberkommt, so dass man ihr alles verdankt und man ohne sie ein Niemand wäre. Nein, manche unter uns sind in einer Familie mit extremen Klötzen am Bein geboren, die uns mit Psychiater-Terminen ein Vermögen aus der Tasche ziehen, weil sie uns dermaßen neurotisch machen. Die gute Neuigkeit ist, dass es möglich ist, sie dafür zahlen zu lassen – mit Hilfe der simplen Macht der Kleider. Folgen Sie den Ratschlägen unserer Experten bei Dress Code, äußerst amüsant! (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 21.04.2013 arte Folge 57
(1): Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug: Es gab mal eine Zeit, in der ZAZ nichts weiter als die Abkürzung für die 3 Kumpane David Zucker, Jim Abrahams und Jerry Zucker bedeutete. Zwei Brüder und ein Kindheitsfreund, die eine Sache teilten: ihren Humor. Gemeinsam schreiben sie 1977 einen Film mit Sketchen von John Landis und beginnen dann mit der Koproduktion ihrer ersten Komödie „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“. Ein Film mit einem Budget von über acht Millionen Dollar, der seine Produktionskosten um das Zehnfache einspielt und ihre Karriere beflügelt: Es folgen „Die nackte Kanone“, „Die nackte Kanone 2½“, „Die nackte Kanone 331/3“ … „Abgedreht!“ kommt noch einmal auf diese abgefahrene Parodie der Flugzeug-Filme zurück, die den Humor auf der Leinwand für immer verändert haben.(2): Dia-Show: Tempelhof: Der Flughafen Berlin-Tempelhof, einer der ältesten Verkehrsflughäfen in Deutschland, nahm 1923 den Linienverkehr auf und war bis 2008 in Betrieb. Die 1934 errichtete monumentale Abfertigungshalle in neoklassizistischem Stil entsprach ganz dem nationalsozialistischen Geschmack. 1948, während der Blockade West-Berlins, wurden die Bewohner über den Flughafen Tempelhof mit Lebensmitteln versorgt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts befand man jedoch, die Anlage sei einer europäischen Metropole nicht mehr würdig, zudem wuchs der Widerstand lärmgeschädigter Anlieger. 2008 wurde der Flugbetrieb endgültig eingestellt, allerdings zum Leidwesen Tausender Fluggäste. Seit 2010 können sich die Berliner frei auf dem Gelände bewegen und die größte innerstädtische Freifläche der Welt als Park nutzen. „Abgedreht!“ zeigt in einer Foto-Safari die leeren Schalterhallen, ruhenden Rollbänder und Terminals des ausrangierten Flughafens. (3): Es war einmal im Jahre …: „Music sounds better with you“ von Stardust (1998): „Musik klingt besser mit Dir“ – Es war einmal im Jahre 1998, unmöglich sich auf eine Tanzfläche zu begeben, ohne von „Music sounds better with you“ von Stardust erwischt zu werden. Ein Hit, dessen Clip dem großen Michel Gondry anvertraut wurde. Dieser versetzt sich in die Haut eines Winz-Geeks mit Controller für ein Fernsteuer-Flugzeug. 1998 ist auch die Einweihung der Jagdflugzeug-Karriere von Cameron Dias mit dem Erfolg ihres Films „Verrückt nach Mary“, Vaclav Havel hebt als wiedergewählter Präsident der Tschechischen Republik a, und die Equipe Tricolore gewinnen mit Überschall gegen Brasilien. Erinnern Sie sich! (4); Story II: Flugzeugkatastrophenfilme: Falls Sie beim Besteigen eines Flugzeug eine leichtes Kribbeln verspüren, falls Sie während des Flus mit Argwohn den befremdlichen Geräuschen der Düsen lauschen und mit Schweiß auf der Stirn die Tragflächen nach Rostspuren absuchen, hm, dann ist daran wohl das Kino schuld. Die Flugzeugkatastrophe ist ein Hollywood-eigenes Filmgenre, und der Horror eines technischen Ausfalls der Ursprung unzähliger Filmszenarien. „Airport“, „Es wird immer wieder Tag“, „Kurz vor Mitternacht“ … „Abgedreht!“ widmet sich diesen in Turbulenzzonen geschriebenen Filmen. (5): Rare Perle: Delon & Schneider: Ist ein asphaltiertes Rollfeld für ein romantisches Wiedersehen weniger geeignet als ein guter alter Bahnsteig? Nicht, wenn Sie diese Gefühlsausbrüche zwischen Alain Delon und Romy Schneider kennen, die die Zuschauer an einem Morgen im August 1968 am Flughafen von Nizza innerhalb einer Millisekunde elektrisiert haben. Vier Jahre nach ihrer Trennung haben Alain und Romy die nötigen Vorbereitungen getroffen, um in St. Tropez den neuen Film „Der Swimmingpool“ von Jacques Deray zu drehen. Alain hat Romy seit einem Jahr nicht mehr gesehe,n und vielleicht ist er deshalb an diesem Tag so ganz und gar munter und lustig. (6): Skandal: Danielle Cravenne kidnappt ein Flugzeug zwischen Paris und Nizza: Am 18. Oktober 1973, dem Tag, an dem der Film „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“ mit Luis de Funès in Frankreich Kinopremiere hatte, nahm eine Flugzeugentführung auf dem Flughafen von Marseille ein tragisches Ende. Danielle Cravenne hatte aus Protest gegen den Film, den sie für anti-palästinensisch hielt und der von ihrem Mann, dem Filmproduzenten George Cravenne, beworben wurde, eine Air-France-Maschine auf dem Flug zwischen Paris und Nizza entführt. Bei der Zwischenlandung in Marseille wurde Danielle Cravenne von einem Eliteschützen der französischen Polizei tödlich verletzt. Ein wenig bekannter Skandal … (7): Supercocktail: Tom Cruise: Es war seine Rolle als Jagdflieger-Pilot in „Top Gun“, die die Karriere von Tom Cruise hochgradig beflügelt hat. Der riesige Erfolg des Films hat ihn ohne Umweg auf einen der profitabelsten Plätze der Hollywood-Riege geschleudert. 30 Jahre später ist er immer noch einer von ganz oben, nur dass eben die ganze Welt ihn hasst. Haben Sie auch Lust, gehasst zu werden? Entdecken Sie das Tom Cruise-Rezept, einen Cocktail, bei dem man beim Trinken sein Gesicht verzieht und sein Glas trotzdem nicht absetzt. (8): Dress Code: Das perfekte Outfit für den Flug: Wer ein leidenschaftlicher Shrek-Fan ist oder eine heimliche Vorliebe für Schlafanzüge hegt, sollte am besten schon die Bordkarte für den nächsten Flug bereithalten. Denn das Flugzeug ist der ideale Ort, um all seine Fantasien in puncto Kleidung ungehemmt auszuleben. „Dress Code“ garantiert Höhenflüge. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 28.04.2013 arte Folge 58
(1): Story: Tanzfilme: Tanzfilme versetzen jeden in gute Stimmung. Eine besondere Kategorie bilden die Filme, in denen die Tänzer die Bühne verlassen, um sich auf der Straße oder anderen Schauplätzen in der Natur frei zu tanzen. „Abgedreht!“ lässt einige jener Filme Revue passieren: von Fred Astaires legendärem Auftritt in „Musik, Musik“ (1942) bis hin zu „Flashdance“ (1983). Jennifer Beals verkörperte in der getanzten Schlüsselszene den Traum vieler 80er-Jahre-Teenies …(2): Say Cheese: Valérie Donzelli & Jérémie Elkaïm: In seinem dritten Film „Main dans la main“ (etwa: „Hand in Hand“) wollte Valérie Donzelli den Tanz in all’ seinen Formen verwenden: von einer alltäglichen Geste, die, wenn sie wiederholt wird, zu einer Technik des Tanzes wird, so zumindest vermittelt es der Film von Valérie Lercier. „Donzellos“, wie sie von ihren Vertrauten genannt wird, war einverstanden, in ihrem Fundus an Kinderfotos zu wühlen und heute noch einmal eines ihrer Kinderfoto nachzustellen – gleiche Aufmachung, gleiches Dekor. Hinter dem Objektiv dirigiert Jérémie Elkaïm die Foto-Session. „Abgedreht!“ taucht ab in die Vergangenheit von Valérie Donzelli und absolviert im Vorbeigehen einen kleinen „Diskutanz“. (3): Es war einmal im Jahre: „Single Lady“ von Beyoncé (2008): Im Jahr 2008 kam Beyoncé mit „Single Ladies“ groß heraus. Beyoncés Clip machte dank der markanten Choreographie und den provokanten Einblicken in tief ausgeschnittene Bodys weltweit von sich reden. Sie prägte damit ein Stück Popkultur. 2008 begleitete Beyoncé große Ereignisse – von der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking über den Machtwechsel zwischen Putin und Medwedew bis zur Befreiung von Íngrid Betancourt. (4): Früher war alles besser: Der Tanz: Ah die Eleganz der Walzer! Der Charme des Paso Doble … Der Schick des Tangos! Und das alles spielt so schön Hand in Hand. Genauso überraschend wie es klingen mag, schätzt Alexandre Chevalier die Momente, die man zu zweit teilen kann. Nur dass der Journalist der 50er Jahre entdeckt, dass heutzutage das Tanzen jeder für sich praktiziert. Was machen also diese Wesen, die ganz alleine zappeln, wie kleine Hampelmänner? Alexandre Chevallier geht für Abgedreht auf Forschungsreise … (5): Paula Abdul: Paula Abdul: Man schreibt das Jahr 1988, Paula Abdul hat einen Bombenerfolg mit ihrem Titel „Straight Up“. Aber bevor sie als Sängerin in den Himmel hinaufschnellt, war Paula zunächst … Tänzerin. Seit ihrem siebten Lebensjahr träumt sie davon, Star beim Broadway zu werden und lernt Tanzen, indem sie sich Gene Kelly und Mikhaïl Baryschnikov ansieht. Letztendlich verdankt sie den L.A. Lakers ihre Karriere: Sie ist die Choreographin der Cheerleader-Gruppe und lässt sich von den Jackson-Brüdern entdecken. Paula erzählt von ihren Anfängen. (6): Skandal: „Le sacre du printemps“: Bestimmte Ereignisse beginnen mit der Provokation von Hass und Skandal, um letztlich in unumkehrbare Ereignisse zu münden. „Le sacre du printemps“ ist so ein Fall. Im Jahre 1913, hat ein junger feuriger Russe, Serge de Diaghilev, der Begründer des Ensembles „Ballets Russes“, die Idee, ein neues Ballett zu gründen, das mit den alten Traditionen bricht und nicht mehr das Publikum ermüdet. Ein simpler Befehl: „Überrascht mich!“ Aber für die Bourgeoisie, die der Uraufführung im Theater der Champs-Elysées beiwohnt, ist die Originalität des Balletts eine Spur zu groß. Skandal in der Versammlung, so dass der Choreograph gezwungen ist, den Tänzern Anweisungen zuzuschreien, die Buhrufe aus der Menge übertönen derweil die Klänge des Orchesters. „Abgedreht!“ erzählt die Geschichte, die man heutzutage unter dem „Massaker des Frühlings“ kennt. Supercocktail: Justin Timberlake/Dress Code (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 05.05.2013 arte Folge 59
(1): Story: James Gray: „Ich bin ein amerikanischer Regisseur. Ich bin jüdischer Abstammung, trage Brille und alle meine Filme spielen in New York. Ich …“ – Falsch geraten! „Abgedreht!“ beginnt sein New York-Special nicht mit Woody Allen. Dieses Mal geht es raus aus Manhattan und rein in die Stadtteile Queens und Brooklyn, wo fernab der Blockbuster langsame, sorgfältige Filme gedreht werden, ganz ohne Zauberformel, die immer funktioniert. Seit seinem ersten, im russischen Viertel von New York spielenden Film „Little Odessa“ setzt James Gray die Themen Unterwelt, Familie, Liebe, Nacht und Freiheit in Szene. Auch in „Helden der Nacht“ und „Two Lovers“ bleibt er dieser Thematik treu. Schauplatz seiner Filme sind die von Gewalt, sozialem Elend und Korruption geprägten Stadtviertel New Yorks.(2): Audioguide: Invisible Dog Art Center: Es gibt Geschichten, von denen man sagt, dass sie nur in New York geschehen können. Wie die von Lucien Zayan, dem Direktor eines französischen Theaters, der sich 2008 während einer Reise nach New York in eine verlassene Lagerhalle verliebt. Verlassene Lagerhalle, genau, aber die beherbergte in den 70er Jahren die Fabrik „Invisible Dog“: Steife Hundeleinen, deren Ende in einem leeren Halsband münden, um mit imaginären Hunde Gassi zu gehen. Sowas von Liebe auf den ersten Blick für den Ort und seine Geschichte, und danach dieses verrückte Projekt: Lucien entscheidet sich in New York niederzulassen und den Ort in eine Art Kunstcenter zu verwandeln. Fünf Jahre später ist das Invisible Dog Art Center ein nicht wegzudenkendes Projekt der Kulturszene Brooklyns geworden. Zur einen Seite begrüßt Lucien Ausstellungen und zur anderen vermietet er Ateliers an Künstler der ganzen Welt. „Abgedreht!“ war auf den Spuren des Frenchies, der dermaßen „New York“ ist. (3): Es war einmal im Jahre: „Empire State of Mind“ von Jay-Z (2009): 2009 ist das Jahr des heiligen Jay-Z: Der Bad Boy-Rapper aus New York feiert sein Comeback mit der dritten Auskopplung aus seiner Albumserie „The Blueprint“. „Empire State of Mind“ ist der Leuchtturm des Albums und ganz einfach die Liebeserklärung des Hip-Hop Königs an seine Geburtsstadt New York City. 2009, in New York geht es auch an der Wall Street heiß her, Bernard Madoff, genannt Bernie, verfehlt in großem Stil, die Yankees gewinnen ihren 27. Titel, und der Triumph von Barack Obama. Der Star des Big Apples setzt sich als Präsident gegen John McCain durch … Remember! (4): Story II: Keith Haring: Er ist der emblematische Künstler der New Yorker Szene in den 80er Jahren. Keith Haring hatte den Willen, die Kunst der größtmöglichen Anzahl der Menschen zugänglich zu machen. Er selbst intervenierte im öffentlichen Raum mit einer eigenen distinktiven Handschrift, um die Grenzen zwischen Museum, Galerie und Straße zu überwinden. Den Institutionen fernbleibend, machte er sich einen Namen in den einfacheren Volksschichten. Sein buntes und festliches Universum kennt nunmehr jeder. Aber ist bekannt, dass er in der Realität sich viel ernsteren Themen widmete? Sein „Radiant Baby“ ist für diese Zweideutigkeit sinnbildlich: ein Säugling auf allen Vieren, der zum einen das Bild der glänzenden Kindlichkeit widerspiegelt und zum anderen der unschuldige Körper, von der Luftverschmutzung betroffen. „Abgedreht!“ erinnert mit der Wiederholung der Story Keith Haring, an dessen atypischen Krümmungen, Zickzacklinien und Wellenformen, die uns direkt in das New York der 80er Jahre zurückholen. Rare Perle: Im Auto mit Martin Scorsese/Skandal!: Die Veröffentlichung von Andy Warhols „Chelsea Girl“/Super Cock (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 12.05.2013 arte Folge 60
(1): Story: Politische Filme von Spielberg: Er ist der Präsident der 66. Edition des Cannes Festivals, „Abgedreht“ konnte nicht anders als diese Sendung Steven Spielberg zu widmen. Mit Projekten wie „Krieg der Welten“, „Catch Me If You Can“, „Der Soldat James Ryan“ zeigt die Filmographie Spielbergs Anfang der Jahre 2000 eine starke Neigung des politischen Engagements. „Abgedreht“ erforscht das Autorenkino Spielbergs und huldigt mit seiner Sendung den Cannes-Präsidenten.(2): Der Diavortrag: Das Münchner Olympiadorf: Haben Sie „München“ gesehen? Der Film erzählt die Geschichte des Mossad-Agenten, der mit keiner minderen Aufgabe betreut ist, als die Geiselnehmer der israelischen Delegation bei den Olympischen Spielen von 1972 aufzuspüren. Es geschah in München, in einem Flachbau des Olympiadorfs, welches speziell für die Spiele gebaut wurde. Der Film Spielbergs wurde in den USA, Frankreich und Kanada gedreht, der Schauplatz der Ereignisse existiert jedoch immer noch: Jenes Gebäude, jenes Viertel. In dem architektonischen Ensemble leben heutzutage Studenten und hippe Kleinfamilien mit modernisierten Kinderwägen. (3): Es war einmal im Jahre: „The Goonies ‚R‘ Good Enough“ de Cyndi Lauper (1985): 1985: Ein kleines Wesen mit hoher Stimme und affigen Haaren ist am Höhepunkt ihrer Karriere. Nach ihrem feministischem Manifest „Girls Just Wanna Have Fun“ ist Cyndi Lauper von Steven Spielberg mit dem Soundtrack von den „Goonies“ beauftragt worden. Welch’ Anerkennung. Von diesem Film, der im Begriff ist, eine Generation von pickeligen Heranwachsenden zu prägen, bleibt „The Goonies ‚R‘ Good Enough“ im Gedächtnis, ein Stück für dessen Clip zufällig gewählten Klamotten und Haarfarben gemixt wurden, so scheint es. Also zurück ins Jahre 1985, zum Piratenschiff mit Beute. (4): Story II: Janusz Kamiski: Janusz Kaminski ist ein polnischer Kameramann. Steven Spielberg gibt ihm 1993 mit dem Fernsehfilm „Class of ‚61“, ein Film über den Sezessionskrieg, eine Chance – und heute ist Kaminski seit 20 Jahren der verantwortliche Kamermann Steven Spielbergs. Die erste kinematographische Zusammenarbeit der beiden für den Film „Schindlers Liste“ ist ein voller Erfolg, Kaminski gewinnt den Oscar für die beste Kamera 1994, eine Auszeichnung, die er fünf Jahre später mit „Der Soldat James Ryan“ erneut erhält. Besuch in Los Angeles, mit dem Mann, der das Licht in den Filmen Spielbergs so unnachahmbar formt. (5): Rare Perle: Spielberg 1978 in Hollywood: „Abgedreht“ hat den Bildkoffer des 29 Jahre alten Steven Spielberg geöffnet: Unter seiner Produzenten-Cappy hat das Wunderkind 1978 bereits vier Filme auf dem Zähler: Für „Ciné Regards“ hat sich Catherine Laporte zu den Burbank Studios in Hollywood begeben, um den Dreharbeiten des Films „Crazy Day“ von Robert Zemeckis beizuwohnen – koproduziert von Steven Spielberg himself. Der junge Produzent erzählt uns unter anderem von seiner Leidenschaft für Wasserfälle und seinem ersten Treffen mit Joan Crawford. (6): Skandal: Die Veröffentlichung von „Schindlers Liste“: Im Jahre 1993 überrascht Steven Spielberg seine Bewunderer und Gegner, indem er einen dreistündigen Schwarzweiß-Film über die Shoah dreht. Den Holocaust über die Geschichte eines Deutschen zu behandeln, der 1.300 Juden vor dem Tod bewahrt, eine Hollywood-Inszenierung, die noch dazu mit einem Happy-End endet, Gaskammern zu filmen … für Claude Lanzmann ist das ein Skandal. Für den Autor von „Shoah“ ist die „Idee von fiktivem Film an sich, etwas Ungenießbares genießbar zu machen“. Ein Skandal über die Darstellbarkeit des Horrors, ein Thema, das stets heftige Diskussionen auslöst. (7): Supercocktail: Daniel Day Lewis: Im vergangenen Februar erhielt Daniel Day Lewis den Oscar für den besten Schauspieler in seiner Rolle als Lincoln in „Lincoln“, höchste Ehrung, die nur für die besten Schauspieler der Welt vorherbestimmt sind. Man muss sagen, dass die Leistung von Daniel als Lincoln in „Lincoln“ umwerfend war, so umwerfend, dass man fast dachte, dass es sich um den echten Lincoln handeln würde. Aber gut, mal unter uns, es werden alle Filme, in denen Daniel Day Lewis mitspielt, ausnahmslos von den Kritikern gelobt, ganz egal was er tut, immer ist er in ihnen „total genial“. Entdecken Sie daher das Rezept von Daniel Day Lewis, ein Cocktail, in dem es so scheint, als sei er darin ebenfalls „total genial“. (8): Dress Code: Wie zieht man sich an um als Außerirdischer zu gelten? Sie sind ein gewöhnliches Wesen, ohne Unebenheiten oder Anekdoten über Ihre Kindheit und leiden unter einem banalen Leben? Werden Sie beliebt, indem Sie sich als Außerirdischer ausgeben! Werden Sie das neue Maskottchen der Menschheit so wie der liebenswerte E.T. im Film von Spielberg und niemand wird Sie je wieder nach Hause lassen … Folgen Sie dem Rat unserer Experten von Dress Code! (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 19.05.2013 arte Folge 61
(1): Story: The Big Lebowski Er ist der Loser schlechthin. Man könnte meinen, er selbst habe diese Kategorie von Filmfiguren erfunden, mit denen man, obwohl sie absolut gar nichts auf die Reihe bekommen, trotzdem gerne mal Bowlen gehen würde. „The Dude“ wird seit 1998 in der ganzen Welt verehrt: Ihm zu Ehren wurde die parodistische Religion Dudeismus erschaffen, es findet jedes Jahr ein Festival in Los Angeles statt und der White Russian avancierte zum In-Getränk. „Abgedreht!“ berichtet vom Lebowski-Fest und zeigt ein Portrait des weltbekannten Kultfilms.(2): Diavortrag: Im Architekturfriedhof der Expo 2000 Es ist einer dieser Tage, wo das Navi schon um 13:14 Uhr davon überzeugt ist, dass draußen tiefste Nacht herrscht. Es ist kalt und regnerisch in Hannover, wo ein riesiges Messegelände an die Expo 2000 erinnert, die selbst schnell in Vergessenheit geriet. Einige der Länderpavillons stehen auch 13 Jahre später noch und rotten vor sich hin. Unter dem Rost versteckt sich so manche pikante Anekdote. Da wären der gefloppte Jingle von Kraftwerk und der „Pinkelprinz“ Ernst August von Hannover. Man muss nur wissen, wo man nach den Losern suchen muss … (3): Damals: 1993 und „Loser“ von Beck Keine Frage – 1993 war definitiv das Jahr der Loser. Für Bill Murray begann in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ jeden Morgen derselbe Tag, das idiotische Kichern von Beavis & Butthead erklang erstmals auf MTV, die Buffalo Bills verloren wieder einmal das Endspiel des Super Bowls, Boris Jelzin löste die Russische Verfassungskrise aus und zog mit Panzern gegen das Parlament. 1993 war das Jahr der Verlierer. Was liegt da näher, als die damaligen Ereignisse vor dem musikalischen Hintergrund von Becks Song „Loser“ – natürlich 1993 erschienen – Revue passieren zu lassen? (4): Früher war alles besser: Die Loser Zu Alexandre Chevaliers Zeiten gab es noch keine Loser. Und falls doch, dann saßen sie hinter Gittern. Doch der Journalist aus den 50ern Jahren muss feststellen, dass heutzutage Fachvorträge über sie gehalten werden und manche den Titel des ewigen Verlierers sogar mit Stolz tragen. Er kann es nicht glauben: Wer ist schon gerne ein Loser? (5) : Rare Perle: Desproges interviewt Françoise Sagan „Françoise Sagan, wie geht es der Gesundheit?“, erkundigte sich der Journalist Pierre Desproges in einem Interview für das TV-Magazin „Le petit Rapporteur“ im Jahr 1975 unbeholfen bei der berühmten französischen Schriftstellerin. Damals galt das Gespräch, in dem Desproges den stotternden Jungjournalisten gibt, als Loserauftritt schlechthin – heute ist das Video unbestritten Kult. (6): Skandal!: Der Dreh zu „Die Liebenden von Pont Neuf“ Im Jahr 1987 war Leos Carax eine echte Siegerfigur des französischen Films. Nach den Kassenschlagern „Boy meets girl“ und „Die Nacht ist jung“ plante er seinen dritten Film, eine Liebesgeschichte zwischen einem feuerspuckenden Landstreicher (Denis Lavant) und einer blinden Malerin (Juliette Binoche) auf der ältesten Brücke von Paris. Der Dreh begann mit einer kleinen Katastrophe – Denis Lavant verletzte sich bei der Vorbereitung seiner Rolle – und wurde dann zum großen Desaster: Das Set musste in die Camargue verlegt und die Pariser Innenstadt in einer südfranzösischen Sumpflandschaft nachgebaut werden, der Dreh verzögerte sich, das Budget erwies sich als unzureichend und die Produzenten nahmen der Reihe nach Reißaus … Erst drei Jahre später als geplant kam der Film schließlich in die Kinos. Ein Rückblick auf einen echten Loser-Dreh – bei dem es dennoch gelang, die Seine durch die Camargue fließen zu lassen! (7) Supercocktail: Wie versaue ich meine Schauspielkarriere? Während sich der Regisseur eines schlechten Films zur Not hinter einem Pseudonym verstecken kann, müssen die Schauspieler mit ihrem Gesicht für jedes misslungene Machwerk gerade stehen. So verbannt eine einzige falsch gewählte Rolle einen aufsteigenden Star bisweilen für immer von der Leinwand – oder, bestenfalls, in die Synchronkabine eines drittklassigen Trickfilms. Für alle Superstars, die jetzt schon die Nase voll haben, hat „Abgedreht!“ den „Karrierekiller“: der Cocktail, der garantiert keinem eine zweite Chance gibt. (8): Dresscode: Loser, aber mit Stil Freunde von Hartz IV, Könige der Agentur für Arbeit und andere Leidgenossen: Genervt davon, ständig für einen asozialen Penner gehalten zu werden, weil man den ganzen Tag Kaffee trinkend im Straßencafé sitzt? Mit dem Künstlerlook verwandelt man sich in einen stilvollen Loser oder wird, wenn es für den Künstler nicht reicht, zumindest für einen echten, allseits beneideten Dandy gehalten. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 26.05.2013 arte Folge 62
(1): Story: „Django Unchained“: Der erste „Django“ kam 1966 in die Kinos. Der Film des italienischen Regisseurs Sergio Corbucci galt bald als brutalster Western aller Zeiten. Knapp ein halbes Jahrhundert später drehte Quentin Tarantino den New Western „Django Unchained“, eine Hommage an Corbuccis „Django“ und ein origineller Blick auf die Geschichte der Sklaverei. Es war einmal im Süden der Vereinigten Staaten, zwei Jahre vor Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges …(2): Audioguide: Nick Cave und seine wilden Pferde im Grand Central, New York: Kein echter Western ohne Eisenbahn! Diese Woche berichtet „Abgedreht!“ von einer originellen Pferdeshow in der Grand Central Station von New York. Zur Feier des 100-jährigen Bahnhofsbestehens finden dort rund hundert künstlerische Veranstaltungen statt, darunter auch die von Nick Cave: Die Performance „Heard NY“ des Chicagoer Künstlers, Plastikers und Tänzers vereint Grundwerte der amerikanischen Kultur, zu der natürlich auch des Cowboys bester Freund gehört, das Pferd. „Abgedreht!“ bittet zum Stelldichein mit einer phantasievollen Herde in bunten Bastkostümen, diesmal im Dienste der Eroberung der Kunst! (3): Es war einmal im Jahr: 2000 – Madonna „Don’t Tell Me“: Im Jahr 2000 feierte die 42-jährige Madonna mit ihrem Album „Music“ ein Comeback. Mit dem elektrolastigen Album behauptete sie erneut ihren festen Platz unter den tanzstarken US-Sängerinnen. Bei dem Clip zu ihrem ausgekoppelten Hit „Don’t Tell Me“ führte der Franzose Jean-Baptiste Mondino Regie: Er kleidete Madonna in sexy Karohemd und Cowboystiefel für einen Clip im Texas-Rodeo-Ambiente. Ebenfalls im Jahr 2000 gab es zwischen Al Gore und George Bush eine Art High Noon-Duell im US-Wahlkampf, und in Moskau zog mit Putin ein echter Cowboy in den Kreml. Auch im Kino war 2000 ein echtes Westernjahr. Jeder Schauspieler, der etwas auf sich hielt, trat in John Waynes Fußstapfen, etwa Clint Eastwood in „Space Cowboys“, Matt Damon in „All die schönen Pferde“, Pierce Brosnan in „Grey Owl“ … Für alle, die sich nur noch vage daran erinnern, hilft „Abgedreht!“ auf die Sprünge. (4): Story II: „True Grit“ und „No Country for Old Men“ von den Coen-Brüdern: Remakes sind eine Passion der Coen-Brüder. Die Neuinterpretation von Filmgenres aller Art ist eine ihrer Spezialitäten. Auch der gute alte Western blieb nicht außen vor: Ihn modernisierten sie 2007 in „No Country for Old Men“ und 2012 in „True Grit“, einer Geschichte, die Henry Hathaway 1969 in „Der Marshall“ auf die Leinwand gebracht hatte. „Abgedreht!“ goes West – mit den Coen-Brüdern und ihren witzig-verschrobenen New Western. (5): Rare Perle: Clint Eastwood: Seine Begegnung mit Sergio Leone und die Zusammenarbeit für die Trilogie „Für eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“ und „Zwei glorreiche Halunken“ machte aus ihm DEN Cowboy des amerikanischen Spielfilms. Er beritt die staubigen Straßen des klassischen Western ebenso wie die weiten Ebenen des neuen Western. Aber einmal vom Pferd abgestiegen und Hut, Lasso, Chaps und Sporen abgelegt, kehrt Clint am liebsten in sein Küstenhaus in Carmel, Kalifornien, zurück. Weit weg von Hollywood spielt unser liebster Cowboy Golf, grillt Hamburger, macht Muskeltraining, joggt und schwärmt von seinem Eheglück. (6): Skandal! „Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel“ von Michael Cimino: Michael Ciminos Film „Heaven’s Gate“ gilt heute als Meisterwerk des amerikanischen Kinos. Vor einigen Jahren wurde ihm die Ehre einer restaurierten Neufassung zuteil. Als er 1981 anlief, erwies er sich jedoch als Flop bei Publikum und Filmkritikern, die ihn völlig verrissen. Cimino fiel in Hollywood durch. „Abgedreht!“ erzählt die außergewöhnliche Geschichte vom Revival dieses Westerns, dem die Jahre sehr gut bekommen sind. (7): Super-Cocktail: Die Countrysänger Das Problem mit der Country-Musik ist, dass sie außer den Amerikanern kaum jemand mag. Also bleiben die Stars dieses Musikgenres dem Rest der Welt eher verborgen, selbst, wenn sie eine ganze Menge Alben verkaufen. Ein Beispiel: Schon mal von Billy Ray Cirus gehört? Nein? Dabei hat er mehr Platten als Bob Marley verkauft! Nur wenige Country-Sänger schaffen, es, sich außerhalb von Nashville einen Namen zu machen. Für alle, die immer schon die Welt mit dem Banjo erobern, wollten, hat „Abgedreht!“ das passende Rezept parat: „Country-Star“ – der Cocktail, der nach Pferdemist duftet. (8): Dress Code: Wie kleidet man sich für ein Duell? Die Welt der Teletubbies? Ach, so süß und lieb … Aber SORRY, das ist nicht das echte Leben. Das Leben ist hart, Leute, voller feindlich gesinnter Menschen, die einen ärgern, gar nicht so weit weg vom Duell auf der staubigen Main Street, die Hand am Coltgriff und Schweißperlen unterm Stetson. Wer beschlossen hat, seinen Herausforderern ein für alle Mal zu zeigen, wo es lang geht, der sollte allerdings auch das passende Outfit haben. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 02.06.2013 arte Folge 63
(1): Story: The Frat Pack – Ben, Vince, Owen und die anderen: Allein die Amerikaner sind fähig bekannten Freundeskreisen Namen zu geben. Ende der 90er Jahre ist beispielsweise der Begriff „Frat Pack“ geboren, was für die bekannte Hollywood- Schauspiel-Komikerbande Ben Stiller, Vince Vaughn, Owen & Luke Wilson, Jack Blake, Steve Carell & Will Ferrell steht. Eine kleine Anspielung auf das legendäre „Rat Pack“ aus den 50er Jahren, eine Gruppe bekannter und beliebter Stars, deren Leader Franck Sinatra war. Abgedreht! kommt auf einige der Nervenaufreibenden und verrückten Filme dieser ultrabeliebten und charismatischen Hollywood-Schauspielerbande zurück: „Tropic Thunder“, „Die Eisprinzen“, „Zoolander“ …(2): Story II: Sex & the City: Lästereien, Cosmo und Stöckelschuhe: Portrait einer Freundin aus New York „Sex and the City“ ist die absolute Gruppe von Freundinnen schlechthin und errichtet als Serie ein neues Genre: im Fernsehen schonungslos über Sex sprechen, was das Herz der Drehbücher bildet. Carrie, Charlotte, Samantha und Miranda durchqueren die verschiedenen Episoden mit existentiellen Fragestellungen, Shopping-Orgien, Restaurantabenden und Partynächsten in den angesagten Clubs von New York. Die Unabhängige auf der Suche nach der großen Liebe, die romantisch-Sentimentale, diejenige, die hemmungslos ihre Sexualität auslebt, die Workaholic und diejenige, die hemmungslosen Sex hat … sie sollen alle die verschiedenen Facetten ein und derselben Frau repräsentieren. Abgedreht! stürzt sich ins „Sex and the City“ Universum, die mythische Sendung, die zugleich auch ein soziologisches Phänomen geworden ist. (3): Es war einmal im Jahre: 1996 „Wannabe“ und die Spice Girls – Von Toy Story bis hin zum Tod von 2Pac: Das Jahr 96 im Sound der 5 Engländerinnen: Es war einmal vor langer Zeit, aber so lange nun auch wieder nicht, als die Teenager auf der ganzen Welt Plateauschuhe und knappe, bauchfreie T-Shirts trugen und davon träumten mit Emma, Geri, Vic, Mel B. & Mel C befreundet zu sein. Viele unter ihnen haben stundenlang vor dem Spiegel gestanden und lauthals „Yo, I’ll tell you what I want, what I really, really want“ gesungen, die ersten Worte des legendären Songs „Wannabe“ von den Spice Girls, der 1996 die Welt erblickte. Wenn auch ihr vom damaligen „Spice-Girls Fieber“ betroffen wart, dann werden beim erblicken dieses Clips eure Lippen garantiert wieder vom Songtext erobert und eure Hüften vom Rhythmus erklommen. Diane Lisarelli lässt das Jahr 1996 und die „Spice Mania“, die noch in euch steckt, wiederaufleben. (4): Früher war alles besser: Die Kumpel – Die Freundschaft geht vor Facebook: Im Leben von Alexandre Chevallier gibt es die wahren Freunde und die anderen Freunde. Als unser Journalist aus den 50er Jahren entdeckt, dass man sich heutzutage mit Menschen „friend“ und sich „defriend“ , die man in Wirklichkeit noch nie gesehen hat, stockt ihm das Blut in den Adern: Wer sind diese Geister, die man für seine Vertraute hält? (5): Rare Perle: Peter Falk: Die Geburt einer Bromance auf dem Dreh von Husbands … Bromance ist ein Widerspruch zwischen „brother und „romance“, also eine Art virile Freundschaft; eine Liebesgeschichte zwischen Männern auf platonische Weise. Hier handelt es sich um einen Film-Freundeskreis, welcher auch im echten Leben eine Klicke wurde … John Cassavetes hat 1968 für seinen Film „Husbands“ zwei Schauspieler gesucht, um sein Ehemänner- und Freundestrio vervollständigen sollten. Diese zwei Auserwählten waren Ben Gazzara und Peter Falk. Die Drei haben nach diesem Film nie wieder zusammen gedreht aber wurden danach im wahren Leben unzertrennlich. 1986 nahm Peter Falk alleine am kleinen Freundesspiel teil, das ihm Laurence Gavron anbot. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 09.06.2013 arte Folge 64
(1): Story: The Doors Die Karriere der Kultband begann in Los Angeles: Als im Jahr 1965 noch immer keine Plattenfirma von ihnen überzeugt war, unterschrieben die Doors kurzerhand ein paar Verträge bei den legendären Musikbars „London Fog“ und „Whisky A Go Go“, um Bühnenerfahrung zu sammeln und dem Publikum ihre ersten eigenen Songs vorzustellen. „Abgedreht!“ erzählt die Geschichte der Kultband aus Kalifornien, die mit ihrem musikalischen und poetischen Talent bald die ganze Welt erobern sollte.(2): Kopf der Woche: Michael Connelly Vor seiner Schriftstellerkarriere arbeitete Michael Connelly als Gerichtsreporter bei der Los Angeles Times. Aus seinen Erlebnissen im Schwurgericht und auf den Fluren der Justizpaläste sowie aus den Begegnungen mit Opfern, Tätern, Anwälten und Richtern schöpfte er Inspiration für seine schaurigen Stories und die psychologischen Profile seiner Hauptfiguren. Bereits in seinem ersten Krimi „Das schwarze Echo“ lernt der Leser den LAPD-Inspektor Harry Bosch kennen, der in 16 (von 19) Folgeromanen die Hauptrolle spielen sollte. „Abgedreht!“ sprach in Los Angeles mit dem Bestsellerautor, der die dunklen Ecken der Engelsstadt kennt wie kein anderer. (3): Story, die zweite: Beverly Hills Alles begann, als Brandon und Brenda Walsh, zwei Sprösslinge der amerikanischen High Society, aus ihrer Heimatstadt in Minnesota in ein luxuriöses Wohnviertel von Los Angeles zogen. Die Liebes- und Familienabenteuer, die sie mit ihren neuen Schulkameraden Kelly, Dylan, Donna, Steve und Valérie im berühmten Beverly Hills erlebten, fesselten in den 90ern eine ganze Teenager-Generation an den Fernsehschirm … und gaben ab September 2008 sogar Anlass für den aufgefrischten Ableger „90210“. Ein Rückblick auf die berühmteste Serie der 90er Jahre, die noch heute für Einschaltquoten sorgt. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 16.06.2013 arte Folge 65
(1): Die Story Henri Salvador, Terrence Malick, Frank Sinatra und Drew Barrymore haben es vorgemacht und wissen, wie man auf einen Karriereknick ein brillantes Comeback folgen lässt: Ob Rückkehr eines ehemaligen Kinderstars, Entlassung aus der Drogenklinik, Licht am Ende eines depressiven, beruflichen oder sonstigen Tunnels oder vom Spin Doctor verabreichte Neuinszenierung – „Abgedreht!“ zeigt die Typologie des Künstler-Comebacks.(2): Say Cheese: Passi 2013 veröffentlichte der französische Rapper Passi nicht nur sein neues Soloalbum „Ere d’Afrique“, sondern auch seine Autobiografie „Explication de textes“, in der er von seiner Jugendzeit mit dem Kollektiv Ministère A.M.E.R. erzählt und die eine oder andere dunkle Affäre enthüllt. Damals ließen seine sozialkritischen Texte die Politiker erschauern und polemisierten das Publikum. Aufgrund seiner Verwicklung in einen Mordfall kam der Rapper sogar ins Gefängnis. Heute ist Passi 40 Jahre alt und neben seiner Musikerkarriere ist er auch Schriftsteller. Bei „Abgedreht!“ ist er im Porträt zu sehen. Say Cheese, Passi! (3): Die Farbe des Geldes Was haben Robert Rossens „Haie der Großstadt“ (1961) und Martin Scorseses „Die Farbe des Geldes“ (1986) gemeinsam? Ganz klar: Das Comeback des brillanten Billardspielers Eddie Felson, genannt „Fast Eddie“, in beiden Filmen interpretiert von US-Schauspieler Paul Newman. Im ersten Film verliert der junge Draufgänger noch sein lang erträumtes Duell gegen den Veteranen Minnesota Fats, 25 Jahre später ist er würdig gealtert und nimmt ein junges Billardtalent (Tom Cruise) unter seine Fittiche. Angekündigt hatte Eddie seine erfolgreiche Rückkehr übrigens schon in „Haie der Großstadt“ mit den berühmten Worten: „I’m back.“ Das Comeback war hier jedenfalls gelungen, denn 1987 bekam Newman für „Die Farbe des Geldes“ endlich den lang ersehnten Oscar als bester Schauspieler. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 23.06.2013 arte Folge 66
(1): Story: Zurück zur Musikkarriere von Bowie „Eine 45 jährige Karriere, zwei Dutzend Alben, und niemand, absolut niemand hat jemals über David Bowie geschrieben, dass er ein Arsch sei“, hat neulich der französische Musikkritiker JD Beauvallet in der Zeitschrift Inrockuptibles geschrieben. Denn David Robert Jones, alias Bowie, hat niemals aufgehört sich neu zu entfalten und entfachte einen riesigen Kult indem er sich der Komplexität und dem Widerspruch widmete. Sowohl Glam Rock, Soul, Funk, Folk, als auch kosmische Musik und Elektro … in Begleitung von Eric Dahan, dem Sänger Rover und Bowies Toningenieur von den Jahren in Berlin, bietet „Abgedreht!“ ein Flashback vom Lebenswerk und der Karriere von dem Mann, der die moderne Popmusik auf den Kopf gestellt hat, wenn nicht sogar erfunden hat.(2): Diavortrag: Die Hansa-Tonstudios in Berlin Die Hansa-Tonstudios befinden sich im Herzen von Berlin, zwei Schritte vom Potsdamer Platz entfernt. In dem um 1900 erbauten Haus entstanden zwischen 1960 und 1990 zahlreiche Rock-Hits. Mitten im Kalten Krieg kamen Künstler wie REM, Nina Hagen, U2 oder David Bowie an die Grenze zwischen West- und Ostberlin. Die Endzeitstimmung im Niemandsland inspirierte die Sänger. Für Bowie war es 1978 Liebe auf den ersten Blick. Die Glam-Rock-Ikone blieb, um die weltbekannte „Berlin-Triologie“ zu schreiben. Da die Hansa-Tonstudios eine ganz besondere Rolle in Bowies Leben spielen, hat „Abgedreht!“ dort hinter die Kulissen geschaut. (3): Es war einmal im Jahre: 1983 – „China Girl“ von David Bowie 1983 befand sich David Bowie an seinem Höhepunkt und sendete mit seinem neuen Album eine Einladung, die man unmöglich abschlagen konnte: „Let’s dance“. Der zweite Titel dieses Albums „China Girl“, ein Song zwischen Blues Rock und Dance und welcher zusammen mit Iggy Pop geschrieben wurde, stürmte kurzerhand den zweiten Platz der Top 50 des Vereinten Königreichs und wurde ein weltbekannter Hit. Der Clip von „China Girl“ erhielt selbst angesichts des Kult-Songs „Thriller“ den MTW Preis für den besten Clip eines männlichen Künstlers. Im selben Jahr rief Reagan ein Rüstungsprogramm ins Leben, um sich vor dem „Reich des Bösen“ zu schützen, Yannick Noah gewann Roland Garros und Luis Buñuel starb mit 83 Jahren in Mexiko. Haltet euch bereit, denn „Abgedreht!“ katapultiert euch zurück ins Jahr 1983. (4): Story II: Bowie und die Mode David Bowie kreiert für die Figuren seiner Konzeptalben eine eigene Mode. Zeitweise wirkte der Wegbereiter dabei wie ein Außerirdischer: Er trug paillettenverzierte Schulterklappen, schminkte sich blau oder trat geschniegelt und gestriegelt auf, als in London noch die Hippies das Sagen hatten. Designer wie Kansai Yamamoto, Alexander McQueen, Hedi Slimane und Thierry Mugler entwarfen seine Outfits voller wilder Mischungen, Überraschungen und 180°-Wenden, die immer im Einklang mit Bowies zahlreichen Leben standen. Der Glam Rock spielte eine besondere Rolle und begleitete den Künstler am längsten. Doch Stil beschränkt sich für den Performer und einflussreichen Avantgardisten nicht auf die Auswahl des Bühnenoutfits. „Abgedreht!“ wandelt auf den Spuren des nicht uneitlen Trendsetters. (5): Rare Perle: Natacha Smolianoff, 60-jähriger Fan von David Bowie Sie schlägt mit ihren Pantoffeln den Rhytmus nach … Hinter ihrer Trifokalbrille und vor Ziggy Stardust-Postern gesteht sie dem Journalisten, indem sie den Krach der Nähmaschine verdeckt: „Wissen Sie, es ist eine lange Geschichte“. Natacha Smolianoff, eine 60-jährige Musikliebhaberin ist Fan von David Bowie und Präsidentin seines Fanclubs in Frankreich, den sie selbst ins Leben gerufen hat. Sie wuchs im Künstlermilieu auf und ergatterte dort ihre ersten kleinen Jobs; erst in Frankreich und dann in England, wo sie eine Tages den bis dahin unbekannten „David“ traf. Es war Liebe auf den ersten Blick. „ Man ist ein Künstler wenn man eine kleine Flamme in sich trägt“, sagt Natascha. Sie schwört, dass er diese Flamme bereits in sich trug, als er noch ein Teenager war. Natascha rollt das „r“ wenn sie uns von ihrem „Pop Rrrrock“ Idol erzählt. „Abgedreht!“ ist Fan von Natascha und präsentiert diese fabelhafte Perle, die aus den Untiefen hervorgekommen ist. (6): Skandal: Bowie und sein machtvoller, mystischer Wahn 1976 stand Bowie kurz davor, sich erneut in die schattenhafte Figur Thin White Duke zu verwandeln. Er lebte damals nach eigenen Angaben ausschließlich von roter Paprika, Kokain und Milch. Derart (unter)ernährt gab er dem Playboy Magazine ein Interview, das traurige Berühmtheit erlangen sollte: Bowie, der ein paar Lines zu viel gesnifft hatte, wurde paranoid und größenwahnsinnig und verstieg sich in völlig abgedrehte Wahnvorstellungen, u. a. verglich er Hitler – „den ersten Rockstar der Geschichte“ – mit Mick Jagger. Die Gemeinsamkeit? Sie beherrschten die Kunst der Inszenierung und wussten, wie man Menschenmassen manipuliert. Drogen und Rock’n’Roll, die klassischen Zutaten für einen Skandal! (7): Supercocktail: Tilda Swinton In seinem Clip „The stars are out tonight“ umgibt sich David Bowie mit der britischen Schauspielerin Tilda Swinton, die die Rolle der Ehefrau des alternden Sängers spielt. Eine Annäherung die nicht ganz unbedeutend ist, denn einige Internetseiten verdächtigen David und Tilda, ein und dieselbe Person zu sein. Eine Masche, die der Schauspielerin erlaubt, ihre Karriere diskret andauern zu lassen. Falls auch Ihr eine Schauspielerin seid und mit 38 auch noch einen Job ergattern wollt, dann folgt dem Rezept von Tilda Swinton und dem Cocktail, der mit der Zeit immer besser wird. (8): Dress Code : Wie kleidet man sich mit wenig Geld wie David Bowie? Im Vergleich zu David Bowie haben wir alle einen eher faden Kleidungsstil. Nur um das einmal festzuhalten. Aber nichts hindert daran, zu versuchen, sich wie er zu kleiden! Wollt Ihr aussehen wie Euer Idol, habt jedoch nicht die finanziellen Mittel, Euch die Kreationen von Thierry Mugler oder Kansai Dory zu leisten? Schlaghosen, weiße Tunika und ein großer Schlapphut für einen androgynen Look à la Hunky Dory, oder macht einfach ein paar Löcher in eine lila, ganz vergammelte Leggings, um Euch die Kult-Kleidung von Ziggy Stardust herzustellen: „Abgedreht!“ verrät alle Tricks, um mit bowischen Stil zu glänzen …. ohne sich zu ruinieren. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 30.06.2013 arte Folge 67
(1): Story: Eric Rohmer Der französische Filmemacher Eric Rohmer versteht es wie kein anderer, Feriengefühle auf die Leinwand zu bringen. Seine Kamera fängt sommerliche Flirts und jugendliche Sorglosigkeit an den Stränden von Dinard, Jullouville, Saint-Lunaire oder Saint-Malo ein. „Die Sammlerin“, „Pauline am Strand“, „Das grüne Leuchten“ und „Vier Abenteuer von Reinette und Mirabelle“ veranschaulichen eindrucksvoll, wie Rohmer zum Experten dieses Genres wurde. „Abgedreht!“ bietet mit einer Auswahl von Rohmers Sommerfilmen einen Vorgeschmack auf jene Jahreszeit, in der es nur um Liebe, Freundschaft und Abenteuer geht.(2): Diavortrag: Seebad Prora Diese Woche geht es auf die Ostsee-Insel Rügen ins ehemalige Nazi-Seebad Prora. Die 1933 gegründete NS-Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“ ließ dort von 1936 bis 1939 den Koloss von Prora bauen. Die insgesamt 4,5 Kilometer langen Häuserblocks waren für 20.000 Urlauber ausgelegt. Durch Erholung gestärkt sollte die Bevölkerung produktiver werden und vor allem bereit sein, den Krieg Hitlers zu unterstützen. Drei Monate vor Beginn des Zweiten Weltkrieges eingeweiht, empfingen die Gästehäuser jedoch nie einen einzigen Gast. Doch heute haben die Gebäude einen neuen Zweck: Seit 2011 wird Prora als längste Jugendherberge Europas genutzt. (3): Es war einmal im Jahre: 1983: Wham! Club Tropicana Wham! Dieses schöne Duo aus Georges Michael und Andrew Ridgeley brachte 1983 den Hit „Club Tropicana“ heraus. Sonnenbrillen, enge Badehosen und braungebrannte Körper …da wurde auf den Stränden Ibizas heftig gestarrt. Man bräunte sich auf Luftmatratzen, sprang ins gechlorte Schwimmbecken und schlürfte kostenlose Cocktails: Georges und Andrew versprechen „fun and sunshine“. Zurück ins Jahr 1983 mit Hilfe der Teleportationsfähigkeiten von Pierre Sianowski. (4): Früher war alles besser: Der bezahlte Urlaub Ach ja, der bezahlte Urlaub … die „Autobahn der Sonne“, die Campingplätze oder Familienhäuser … all das kennt Alexandre Chevallier. Er hat sogar selbst mitbekommen, wie all das erfunden wurde. Aber die Ferien wie wir sie heute kennen, machen ihn fassungslos: Entdeckungsreisen, Aufenthalte auf Farmen oder Nächte in Jurten … der Journalist aus den 50er Jahren versteht heute nichts mehr! (5): Rare Perle : Gloria Estefan Falls Ihr nach 1877 geboren seid, dann habt Ihr wahrscheinlich nicht den stufigen Dauerwellenhaarschnitt von Gloria Estefan kennengelernt. Schade! Für all die anderen konnten wir eine kleine Perle herauskramen, die Euch alt aussehen lassen wird und garantiert ein paar Erinnerungen an vergangene Ferien aufkommen lässt. 1985 bringt Miami Sound Machine den Hit „Conga“ heraus, den Song, der alle Körper auf die Tanzflächen der sommerlichen Campingplätze in Bewegung setzt. Gloria Estefan, die man seither ungerechterweise vergessen hat, hat alleine mehr Alben als Shakira und J-Lo zusammen verkauft. „Abgedreht!“ entführt Euch in die 80er Jahre ins „Conga-Fieber“ auf den Stränden von Miami. (6): Skandal!: „Plattform“ von Michel Houellebecq Es ist die Geschichte von Michel, der sich auf einer organisierten Reise in Thailand an den Stränden von Koh Lanta erfreut und die Kunst der Bodymassage auf sich einwirken lässt … ja das ist die verschönerte Version. Dann verliebt er sich und eröffnet in Dritte-Welt Ländern eine Agentur, die sich auf Sex gegen Bezahlung spezialisiert. Wir schreiben das Jahr 2001, und Michel Houellebecq veröffentlicht seinen dritten Roman „Plattform“. Eine Rechtfertigung des Sextourismus und der Pädophilie? Ein Angriff auf einen sehr bekannten Reiseführer für falsche Backpacker und richtige Spießbürger? Ein doppelter Skandal! Mit Houellebecq sind wir weit entfernt von den Ferien des Monsieur Hulot … (7): Super Cocktail: Karrieremachen am Strand Mit den ersten Sonnenstrahlen träumt manch einer von Sommer, Sonne, Strand und Meer. Doch um das Bier am Abend bezahlen zu können, muss ein – allerdings nicht zu anstrengender – Ferienjob her. Aber was bleibt, wenn man weder Softeis noch gebrannte Erdnüsse am Strand verkaufen möchte? Ob musikalischer Sommerhit oder Star beim Beachvolleyball – „Abgedreht!“ verrät die Zutaten für eine niveauvolle Karriere am Strand. (8): Dress Code : Wie kleidet man sich, wenn man keinen Urlaub hat? Badeanzug, T-Shirt und Flip Flops … der Dress Code für die Glücklichen, die Ferien haben, ist absolut einfach! Aber für diejenigen, die nicht wegfahren, sieht die Sache schon etwas anders aus. Ihr steckt fest, währenddessen Eure Freunde relaxt anhängen, was Euch absolut stinkt? Dann entdeckt folgende Kleider, die Euch garantiert in die Ferien projizieren werden oder Euch zumindest daran hindern werden, in eurem grauen Großraumbüro wie ein Ochse zu schwitzen. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere So. 07.07.2013 arte
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