2025/2026 (Folge 183⁠–⁠197)

  • Folge 183 (26 Min.)
    Verlieren wir den Fokus? – Bild: BR
    Verlieren wir den Fokus?
    Die Planeten, die Galaxien, das Universum: War das schon immer da – oder gab es einen Anfang? Den Urknall, aus dem all die wunderbaren Phänomene entstanden sind, die wir heute beobachten und erforschen können? Nur: Wenn es diesen einzigartigen Moment wirklich gab: Was genau hat ihn eigentlich hervorgebracht? (Text: arte.tv)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 17.10.2025 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 14.12.2025 arte
  • Folge 184 (29 Min.)
    Gruselige Geschichten faszinieren schon kleine Kinder. Oft handeln die erfolgreichsten Märchen von Hexen, bösen Zauberern oder menschenfressenden Tieren.
    Warum lieben wir Horror und wie funktioniert „Angtslust“? Beim Anschauen von Horrorfilmen durchlebt der Mensch eine intensive Achterbahn der Gefühle – es geht um die Balance zwischen Schreck und Sicherheit, den „Sweet Spot“ zwischen harmlos und schockierend. Erste Studien in Aarhus zeigen sogar auf: Wer regelmäßig Horror genießt, entwickelt eine bessere Stressresistenz. (Text: arte.tv)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 05.12.2025 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 04.01.2026 arte
  • Folge 185 (29 Min.)
    Möglicherweise gelingt es dem Spiegelteleskop des Vera C. Rubin Observatory in Chile, Aufnahmen extrem ferner Objekte wie des hypothetischen Planeten Neun zu machen und damit dessen Existenz zu bestätigen.
    Lange konnte man sich die neun Planeten unseres Sonnensystems mit der Eselsbrücke: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten“ merken: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Doch dann entdeckte Astronom Mike Brown den Himmelskörper Eris am Rande unseres Sonnensystems. Eris ist sehr viel massiver als Pluto und leitete die Degradierung Plutos zum Zwergplaneten ein. Seitdem fehlt ein neunter Planet, und Mike Brown wurde als „Pluto-Killer“ bekannt. Doch seit etwa zehn Jahren sucht Brown nun nach einem neunten Planeten. Und es mehren sich die Anzeichen, dass es einen bisher unbekannten Himmelskörper in unserem Sonnensystem geben könnte. Denn es gibt Unregelmäßigkeiten im äußeren Sonnensystem. Einige Objekte haben sehr skurrile Umlaufbahnen und scheinen durch etwas abgehalten zu werden, aus unserem Sonnensystem zu entfliehen – Planet Neun? Bisher ist Planet Neun nur ein mathematisches Phantom. Er wurde zwar berechnet, aber es gibt noch kein Foto von ihm. Auch bestehen Zweifel an der Theorie. Die ungewöhnlichen Umlaufbahnen einiger Objekte im äußeren Sonnensystem könnten auch von einem nahen vorbeifliegenden Stern erzeugt worden sein, sagen Kritiker. Und überhaupt, wer kann schon sicher sagen, dass diese Umlaufbahnen tatsächlich exzentrisch oder skurril sind? Könnte es nicht auch ein Beobachtungsfehler sein? Klarheit könnte das neue Vera Rubin Observatory bringen – ein Spiegelteleskop, das gerade in Chile seine Arbeit aufnimmt. Es könnte auch Fotos von so weit entfernten Objekten wie Planet Neun machen und seine Existenz beweisen. Oder eben nicht. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 12.12.2025 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 11.01.2026 arte
  • Folge 186 (28 Min.)
    Superspezies Mensch?
    Von den Wüsten Australiens bis zu den Steppen Sibiriens: Kein anderes Säugetier besiedelt mehr Lebensräume als der Mensch. Über acht Milliarden Menschen greifen tief in die Prozesse der Natur ein, so dass einige Wissenschaftler vom sogennanten Anthropozän sprechen – dem Zeitalter, in dem der Mensch der wichtigste Einflussfaktor auf dem Globus geworden ist. (Text: arte.tv)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 19.12.2025 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 18.01.2026 arte
  • Folge 187 (28 Min.)
    Unterschätzen wir die Wespen? Wespen sind besser als ihr Ruf – und ihr Sozialleben fasziniert die Wissenschaft bis heute.
    Wespen finden die meisten von uns vor allem: unendlich nervig. Insbesondere, wenn sie uns mal wieder den Pflaumenkuchen streitig machen wollen. Doch damit werden wir ihnen nicht gerecht, findet der Biologe Michael Ohl vom Naturkundemuseum Berlin. Denn Wespen spielen für das Ökosystem eine ganz entscheidende Rolle. Sie bestäuben jede Menge Pflanzen – ja, auch Wespen tun das! Und wären sie nicht so erfolgreiche Jägerinnen, würden wir wahrscheinlich in Insekten versinken, vermutet er. Eigentlich müssten wir uns also beim Anblick jeder Wespe freuen – über all die Mücken, die uns dank ihr nicht gestochen haben. Die Verhaltensforscherin Seirian Sumner findet sogar: Wespen sind eines der spektakulärsten Tiere der Welt. Denn sie gehören zu den ersten sozialen Wesen auf dem Planeten – und bis heute wird beforscht, wie sie mit einem so geringen Gehirnvolumen derart ausgefeilte Sozialstrukturen managen. Das interessiert auch Alessandro Cini von der Universität Pisa. Er erkennt in den Wespen einen Schlüssel zur großen Frage der Evolution: Warum Lebewesen wie die Wespenarbeiterinnen auf ihre eigene Fortpflanzung verzichten, um die Kinder ihrer Königin großzuziehen – obwohl sich bei der Evolution doch alles um den Erhalt der eigenen Gene dreht. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 26.12.2025 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 arte
  • Folge 188 (28 Min.)
    Singen scheint mehr zu bewirken, als uns oft bewusst ist. Es verbessert Haltung, Kreislauf und Immunsystem, zugleich schüttet der Körper Glückshormone wie Endorphine und Serotonin aus. Gesang ist gut für uns. „Unsere Stimme ist das Musikinstrument, das jeder hat, und für die Meisten die erste Erfahrung selbst Musik zu machen“, betont Neurowissenschaftlerin Sophie Scott. Also singen wir auf der ganzen Welt, um Liebe, Freude oder Trauer auszudrücken. Singen wirkt für uns wie ein soziales Bindemittel. Wer gemeinsam singt, fühlt sich anderen näher. „Wir können nur in sozialen Gemeinschaften überleben. Man hat über lange Zeit Musikalität und insbesondere das Singen in der Bedeutung für diesen Zusammenhalt doch weit unterschätzt“, erklärt der Oldenburger Musikwissenschaftler Gunter Kreutz. Evolutionsforscher Charles Darwin glaubte, dass wir uns das Singen von den Vögeln abgeguckt haben. „Es scheint, als habe sich die Fähigkeit Töne nachzumachen, mindestens zweimal unabhängig voneinander entwickelt – bei Menschen und Tieren wie Vögeln oder Walen“, erklärt Verhaltensbiologin Constance Scharff. Singvögel stimmen ihre Lieder seit rund 33 Millionen Jahren an. Dabei gibt es neben vielen Unterschieden zu unserem Gesang auch einige überraschende Parallelen. Zum Beispiel müssen Singvogelhirne ihre komplexen Gesänge erst lernen – genauso wie wir unsere Lieder. Und auch wenn wir, anders als Singvögel, nicht jeden Ton treffen, weiß Neurowissenschaftlerin Daniela Sammler: „Jeder Mensch kann singen. Auch wenn viele behaupten, dass sie nicht singen können, das stimmt nicht.“ Also, vielleicht sollten wir es alle öfter tun? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 arte
  • Folge 189 (28 Min.)
    Laut einer Studie sind in Deutschland besonders die unter 30-Jährigen offen für nichtmonogame Beziehungsformen. Fast die Hälfte glaubt, dass es künftig mehr offene Beziehungen geben wird.
    Monogamie ist ein kulturelles Ideal und gleichzeitig ein komplexes biologisches Phänomen – und gilt für viele als das Beziehungsmodell der Wahl. Doch die Realität sieht anders aus: Die Hälfte aller Ehen in Deutschland und Frankreich scheitern, Untreue ist einer der häufigsten Trennungsgründe und alternative Formen wie offene Beziehungen gewinnen an Bedeutung. Warum gelingt es oft nicht, ein Leben lang sexuell treu zu lieben? Expertinnen und Experten erklären, dass Monogamie im Tierreich selten und eher an Umwelteinflüsse gebunden ist, etwa bei Vögeln, die gemeinsam Brutpflege betreiben, oder bei isoliert lebenden Gibbons. Entscheidende genetische Mechanismen, die Paarbindungen unterstützen, sind uralt und in vielen Arten vorhanden, jedoch selten lebenslang exklusiv. Beim Menschen wirken zusätzlich soziale, kulturelle und religiöse Normen, die Monogamie absichern: Sesshaftigkeit, Besitz, Erbfolge und religiöse Sakramente schufen jahrtausendealte Strukturen, die bis heute prägend sind. Doch die Idealisierung der lebenslangen Treue wird zunehmend hinterfragt. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die Zufriedenheit mit einer Beziehung nicht zwangsläufig an sexuelle Treue gebunden ist. Familienmodelle jenseits der klassischen Monogamie zeigen oft ein gleichwertiges oder sogar besseres Vertrauen der Partner. Was bleibt, ist die Suche vieler Menschen nach Nähe, Sicherheit und Geborgenheit – und doch ringen sie mit den Zwängen eines Modells, das im Wandel ist. Vielleicht ist es an der Zeit, Liebe neu zu denken und sich mehr miteinander auszutauschen, wie man die Partnerschaft ein Leben lang führen will. ARTE strahlt diesen Film auch in einer untertitelten Fassung für Hörgeschädigte aus. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 09.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 arte
  • Folge 190 (27 Min.)
    Das von Menschen geförderte Gold würde zusammengeschmolzen nur einen Würfel mit einer Kantenlänge von 22,3 Metern ergeben. Trotzdem hat es den Lauf der Welt verändert.
    Für die alten Ägypter war Gold das „Fleisch der Götter“, mit dem nur Pharaonen und Priester ihren guten himmlischen Draht unterstreichen durften: Das Edelmetall schien den Glanz der Sterne einzufangen und verkörperte auch deshalb Ideen der Ewigkeit. Mit diesen Assoziationen hat unsere besondere kulturelle Beziehung zu Gold begonnen. Menschen haben über Jahrtausende gelernt, Gold wertvoll und besonders zu finden. Eine große Rolle dabei spielt natürlich, dass alles bislang geförderte Gold der Welt nur drei olympische Schwimmbäder füllen würde. Aber hinter dem besonderen Status von Gold steckt noch mehr als seine Seltenheit. Warum uns sein Anblick buchstäblich beglückt, das erklärt der Wahrnehmungspsychologe Roland Fleming mit Reaktionen unseres Gehirns auf den besonderen Glanz und die Farbe des Metalls. Und wie letztere entstehen – dafür muss die Astrophysikerin Anna Frebel Einsteins Relativitätstheorie bemühen. Die auf diese Weise erklärbaren Besonderheiten des Gold-Atoms beeinflussen auch seine Materialeigenschaften, die es unseren Vorfahren leicht machten, Kultgegenstände daraus herzustellen. Und irgendwann auch: Geld. Die ersten Gold-Münzen markierten den Beginn des Kapitalismus, sagt Arnaud Manas, Historiker von der Französischen Nationalbank. Die Suche nach der speziellen Wirkung von Gold wird zum Streifzug durch die Geschichte, durch die Mechanismen unseres Gehirns, die Welt der Atomphysik – und führt letztlich hinaus ins All … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 02.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 15.02.2026 arte
  • Folge 191 (26 Min.)
    Unser pawlowsches System reagiert schnell und impulsiv und kann den „vernünftigen“ Teil unseres Gehirns manchmal übersteuern.
    Die Börse gilt als Tempel der Rationalität, der Zahlen, Daten und Modelle. Doch was, wenn Gefühle die Kurse treiben? Wenn Panik schneller wirkt, als jede Analyse und Euphorie Milliarden bewegt? Emotionen gelten als Störfaktor, dabei bestimmen sie oft den Takt der Finanzwelt. Aber sind sie wirklich nur gefährlich? Oder brauchen wir Gefühle, damit Märkte funktionieren? (Text: arte.tv)
    Deutsche TV-Premiere So. 22.02.2026 arteDeutsche Streaming-Premiere So. 22.02.2026 arte.tv
  • Folge 192 (29 Min.)
    Viele lebenswichtige Moleküle lassen sich in zwei spiegelbildliche Varianten anordnen, vergleichbar mit einer linken und einer rechten Hand. Chiralität nennt man dieses Phänomen. Und so gibt es rechts- und linkshändige Moleküle. Mit einer Besonderheit: „Das Leben hat sich immer nur für eine Spiegelform entschieden“, sagt Cornelia Meinert von der Universität Côte d’Azur in Nizza. „Die Aminosäuren in den Proteinen sind ausschließlich linkshändig und die Zuckermoleküle in der DNA immer rechtshändig“. Wie genau diese merkwürdige Vorliebe des Lebens vor etwa 3,8 Milliarden Jahren zustande kam, ist nach wie vor unklar. Was wäre, wenn wir dieses Gesetz auf den Kopf stellen und die lebenswichtigen Moleküle spiegeln würden? „Das könnte einen großen Nutzen für die Medizin bringen“, sagt Kate Adamala von der University of Minnesota. Spiegelmoleküle werden dank ihrer entgegengesetzten Anordnung nicht von der Körperabwehr erkannt und könnten daher ihre medizinische Wirkung besser entfalten. Doch diese positive Eigenschaft könnte auch gravierende Folgen haben – dann nämlich, wenn wir statt einzelner Spiegelmoleküle einen ganzen gespiegelten Organismus erschaffen würden – etwa ein Spiegelbakterium. „Es sind Szenarien denkbar, in denen sich ein Spiegelbakterium in der Umwelt ausbreitet, Ökosysteme umwälzt, Pflanzen und Tiere infiziert und schließlich auch uns Menschen“, warnt David Bikard vom Institut Pasteur in Paris. Noch gibt es keine Spiegelbakterien aus dem Labor. Doch die Wissenschaft ist alarmiert und fordert, das Spiel mit dem Spiegeln des Lebens nicht zu weit zu treiben. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 01.03.2026 arte
  • Folge 193 (29 Min.)
    Der Mann, und auch Männlichkeit selbst, stecken heute in der Krise. Das zumindest erzählen populäre Influencer aus der sogenannten „Manosphere“ ihrem Publikum. Und fordern, dass Männer wieder versuchen sollten, „Alphas“ zu sein: Starke, dominante Männer, die in der Rangordnung ganz oben stehen, über den schwachen „Beta-Männern“ – und über Frauen sowieso. So, wie wir das in der Natur angeblich ja oft genug beobachten könnten: Bei Wölfen etwa, oder bei Schimpansen. Doch stimmt das überhaupt? Gibt es im Tierreich „Alpha-Männchen“? Bei Wölfen etwa stellt sich schnell heraus: Den Alphawolf gibt es nicht, zumindest nicht in freier Wildbahn. Doch bei Schimpansen und weiteren Primaten etwa gibt es ihn schon. Und beim Menschen? Hier zeigt ein Blick die Vergangenheit, als der Mensch üblicherweise in Jäger-Sammler-Gruppen umherzog, dass die Gruppe damals allzu dominante Individuen schnell ausschloss. Und heute? In unseren komplexen Gesellschaften, mit ihren vielen nebeneinander bestehenden Hierarchien, und den vielen Möglichkeiten, sich in Ihnen zu behaupten, entpuppt sich das Bild des Alpha-Manns vor allem als eines: schlicht zu simpel. Und es zeigt sich auch: Wenn Männer trotzdem glauben, sie müssten „Alphas“ sein, dann leiden darunter nicht nur Frauen, sondern oft auch sie selbst. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.03.2026 arte
  • Folge 194 (29 Min.)
    1963 entdeckte der Astronom Maarten Schmidt den Quasar 3C273 – ein winziges, aber unvorstellbar helles Objekt, das eine ganze Galaxie um sich herumschleudert. In seinem Zentrum: ein supermassives Schwarzes Loch, das als größte Energiequelle des Universums gilt. „Wir reden hier über die allergrößte Energiequelle, die wir kennen“, sagt Dr. Sarah Bosman, Kosmologin am Max-Planck-Institut für Astronomie. Könnten wir ein kleines Schwarzes Loch „erzeugen und isolieren, würde es die Erde für 150 Millionen Jahre mit Strom versorgen.“ Klingt fantastisch und abwegig zugleich, trotzdem, wie realistisch ist diese Vision? Seit über 50 Jahren gibt es Theorien, wie man Schwarze Löcher anzapfen könnte: durch das Abbremsen ihrer Rotation, das Nutzen der Hitze ihrer Plasmascheiben oder das Abfangen ihrer gewaltigen Energiesäulen. Klingt nach Science-Fiction – doch vor knapp hundert Jahren galt auch die Kernspaltung als unmöglich. Doch was, wenn wir dieser Energiequelle gefährlich nah kommen? Im Frühjahr 2025 sorgten Schlagzeilen wie „Physiker erzeugt Schwarze-Loch-Bombe“ für Aufsehen. Stehen wir kurz davor, das größte – und riskanteste – Energiepotenzial des Universums zu entfesseln? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 15.03.2026 arte
  • Folge 195 (24 Min.)
    Es fängt bei alltäglichen Betrügereien an: Scammer wissen genau, wie wir ticken. Sie nutzen unsere psychologischen Schwachstellen und bringen uns dazu, wirklich dumme Dinge zu tun – etwa sehr viel Geld an sie zu überweisen. Als gäbe es Knöpfe, die man einfach nur drücken muss, als wären wir hackbar. Die Sozialpsychologin Pia Lamberty zeigt, dass Manipulation längst kein Randphänomen mehr ist: In einer überreizten Informationswelt reagieren wir oft automatisch, anstatt kritisch nachzudenken. Besonders umfassend scheinen sich die Führer von Sekten und Kulten damit auszukennen. Der Psychologe Steven Hassan, einst selbst Mitglied einer radikalen Bewegung, erklärt, wie aus normalem Einfluss schleichend Manipulation wird. Er beschreibt, wie Verhalten, Information, Denken und Emotionen kontrolliert werden – bis Menschen fremde Überzeugungen für ihre eigenen halten. Aber was genau bringt Menschen dazu, sich bis zur Selbstaufgabe zu unterwerfen? Wie weit können diese Umprogrammierungen gehen und lassen sie sich womöglich auch zu etwas Gutem nutzen? Könnten wir so nicht unsere Schwächen beseitigen und durch Stärken ersetzen? Zum Beispiel: regelmäßig und gern Sport treiben, obwohl wir zuvor Sport hassten. Die Neurowissenschaftlerin Susan Greenfield erklärt, warum Identität formbar, aber nie vollständig löschbar ist. Der Futurist Janosch Delcker verweist auf die technologischen Grenzen und Chancen. Ist Gehirnwäsche also möglich? Und: Können wir lernen, uns zu wehren, bevor andere in unser Bewusstsein eindringen? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 20.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 arte
  • Folge 196 (27 Min.)
    Maren Urner, Neurowissenschaftlerin an der Fachhochschule Münster, schaltet beim Schachspielen in den Wettkampfmodus. Ausgelöst wird dieser durch einen Hormoncocktail im Gehirn.
    Jeder hat in seinem Leben mit ihr mehr oder weniger zu kämpfen: Konkurrenz. Von Kindheit an vergleichen wir uns mit anderen. Doch warum stehen wir so auf Konkurrenz? Schließlich gehen mit ihr Druck und schmerzvolle Niederlagen einher. Können wir Menschen gar nicht anders, als miteinander zu konkurrieren? Ab wann ist Konkurrenz nützlich und ab wann schadet sie uns? (Text: arte.tv)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 27.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 arte
  • Folge 197 (27 Min.)
    Wie stark prägen uns Geschwister wirklich – und wie viel bilden wir uns nur ein? Die Psychologin Julia Rohrer taucht tief in internationale Datensätze ein und sucht nach Mustern, die viele für selbstverständlich halten. Etwa die Idee, dass Erstgeborene verantwortlicher seien oder dass jüngere Geschwister risikofreudiger durchs Leben gehen. Ihre Erkenntnisse bringen viele vertraute Kategorien ins Wanken. Auch wenn Geschwisterbeziehungen durchaus ihre Spuren hinterlassen. Die Neurowissenschaftlerin Christy Rogers beobachtet im Labor, wie Geschwister sich in ihren Entscheidungen gegenseitig beeinflussen. Ob Bewunderung, Konkurrenz oder stilles Mitlaufen: In ihren Experimenten zeigt sich, dass solche Dynamiken nicht nur im Verhalten, sondern auch im Gehirn ihre Wirkung entfalten. Der Persönlichkeitspsychologe Christian Kandler setzt beim Einfluss der Geschwister noch viel früher an: bei Genen, geteilten Erfahrungen und der Frage, wie Menschen, die unter demselben Dach aufwachsen, sich bewusst voneinander abgrenzen – oder sich trotz unterschiedlicher Lebenswege erstaunlich ähnlich bleiben können. Währenddessen verschieben sich weltweit die Familienmodelle. Die Demografin Alice Goisis erforscht, was es bedeutet, wenn immer mehr Kinder als Einzelkinder aufwachsen – und warum dieser Umstand je nach Land, sozialer Lage und Kultur ganz unterschiedliche Konsequenzen haben kann. Wie steht es also um Geschwisterbeziehungen? Sind sie so einzigartig, wie wir denken? Oder wären wir ohne sie vielleicht sogar besser dran? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2026 arte

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