• Folge 198 (28 Min.)
    42 – Die Antwort auf fast alles Folge 2 So könnte das Leben in der Oceanix City eines Tages aussehen. – Bild: NDR /​ Arte
    42 – Die Antwort auf fast alles Folge 2 So könnte das Leben in der Oceanix City eines Tages aussehen.
    Der Austausch von Technologien und Waren hat einen gigantischen Beitrag zum Lebensstandard von Milliarden Menschen weltweit geleistet. Daran besteht kein Zweifel. Aber könnte es sein, dass dieses globale Netz etwas eindimensional geknüpft worden ist? Profitieren am Ende vor allem die großen Industrienationen und ihre zu Mega-Konzernen gewachsenen Wirtschaftsgiganten von günstigen Rohstoffen und globaler Arbeitsteilung? Tatsächlich sind unter den 100 größten Wirtschaftseinheiten der Welt 69 globale Konzerne, aber nur 31 Staaten. Führt die Globalisierung doch nicht dazu, dass es allen besser geht? Die Bilanz des globalisierten Wirtschaftssystems fällt extrem unterschiedlich aus und ist letztlich eine Frage der Perspektive. Für diejenigen, die auf eine friedliche Welt mit Wohlstand für alle gehofft haben, ist die Globalisierung wohl eher nach hinten losgegangen. Denn auch wenn weltweit Milliarden Arbeitsplätze entstanden sind, hat sich der Wohlstand nicht gerecht verteilt. Millionen Menschen im globalen Süden leben unter dem Existenzminimum. Anderen hat die Globalisierung unfassbaren Reichtum gebracht. Doch die Vernetzung der Weltwirtschaft lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Verändern wird sie sich trotzdem und in Zukunft vor allem von Geopolitik gesteuert werden. Die globale Wirtschaft wächst weiter, aber langsamer. Von einer Slowbalisation ist die Rede. In welche Richtung sich die Globalisierung entwickelt, hängt auch davon ab, wie stark der Wille der beteiligten Akteure ist, die Welt ein Stück gerechter zu machen. (Text: arte)
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  • Folge 199 (29 Min.)
    Philosoph Oliver Schlaudt glaubt, dass wir unseren Konsum ändern müssen, wenn wir die Verschmutzung durch Müll reduzieren wollen. Doch aktuell profitieren wir noch von den Industrien, die ihn produzieren.
    Es ist paradox: Wir wollen unseren Müll nicht und sind froh, wenn wir ihn los sind. Zugleich produzieren wir so viel Müll wie nie zuvor. Und die Aussicht, ihn loszuwerden, könnte kaum schlechter sein: Müll wird Jahrmillionen überdauern, sagt Paläontologe Jan Zalasiewicz. Er sei so langlebig, dass er sogar geologische Spuren hinterlassen wird. Technofossilien nennt der Forscher der Universität Leicester diese Reste und ist überzeugt, dass sie unser ultimatives Erbe sein werden. Ein Grund dafür: Wir glauben, wir könnten Müll kontrollieren. Doch er bewegt sich, reagiert. Über die Wege des Mülls wissen wir relativ wenig, sagt Meeresbiologin Melanie Bergmann. Von 99 Prozent des Plastiks im Meer etwa sei gar nicht bekannt, wo es sich befindet, so die Wissenschaftlerin vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Und auch über die Folgen, die sich für die Gesundheit des Menschen und anderer Lebewesen ergeben, wissen wir kaum etwas. Andererseits: Wir profitieren vom Müll. Denn der meiste fällt an durch Rohstoffverbrauch und Produktion. Wollten wir etwas ändern, müssten wir unseren Konsum ändern, glaubt Philosoph Oliver Schlaudt von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz. Doch zugleich beobachtet er: Müll sorgt für Fortschritt, weil wir das Problem lösen wollen – und doch bei immer neuem Müll landen. Abfallwissenschaftlerin Gilian Gerke von der Hochschule Magdeburg-Stendal erklärt, warum Müll trotzdem eine Chance sein kann – und dass es sich lohnt, Müll mit anderen Augen zu betrachten. (Text: arte)
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  • Folge 200 (28 Min.)
    Wozu brauchen wir Urlaub? Die Erholungsforschung ist sich unsicher, ob, wie und warum ausgerechnet Urlaub zur Erholung führt.
    Die Erholung ist ein Prozess im Körper des Menschen, der erstaunlich schwer dingfest zu machen ist. Eine gebräuchliche Analogie sei, so die Arbeitspsychologin Jessica de Bloom von der Universität Groningen, ein Akku, der leerläuft und wieder aufgeladen wird. Doch wo dieser Akku im menschlichen Körper zu finden ist und wie genau er angekurbelt wird, sind offene Fragen. Und davon gibt es einige rund ums Thema der Urlaubserholung. Die Vorstellung, der Körper müsse sich erholen, stammt aus dem Kosmos von Eisenbahn und Industrie. Dort, erklärt der Tourismushistoriker Hasso Spode, hätten Ingenieure Materialermüdungen durch hohe Beanspruchung beobachtet. Dieses Bild wurde ohne weitere Versuche oder Beweise auf den Menschen übertragen. Eine gewisse Unschärfe gehört also von Anfang an zur Idee der Erholung dazu. Heute wird mit der Notwendigkeit der Erholung unter anderem der Anspruch auf bezahlten Urlaub begründet. Nur: Wie lange der dauern sollte, damit der innere Akku gut aufgeladen ist, sei nicht gut untersucht, sagt Klaus Lieb vom Mainzer Leibniz Institut für Resilienzforschung. Unklar ist auch, was genau im Gehirn passiert, wenn wir nach einer langen Konzentrationsphase erschöpft sind. Wie kam es also zur Gleichsetzung von Urlaub mit Erholung? Was bringt uns die Urlaubsreise tatsächlich? Und was können wir über das verblüffend unklare Konzept der Erholung heute herausfinden? (Text: arte)
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  • Folge 201 (24 Min.)
    Der Markt für Persönlichkeitsveränderung verspricht, dass bewusste Selbstoptimierung des eigenen Ichs möglich sei – doch ist das wissenschaftlich haltbar?
    Wer wir sind – ist das Schicksal? Die Suche nach dem Kern des menschlichen Wesens ist alt: Während die Antike den Charakter in Körpersäften wie Galle und Schleim zu finden glaubte, versuchte die Phrenologie des 19. Jahrhunderts, Eigenschaften an der Form des Schädels abzulesen. Inzwischen blickt die Wissenschaft tiefer. Persönlichkeit wird als dynamisches Zusammenspiel aus Genetik, neuronalen Netzwerken, sozialen Beziehungen und Umweltbedingungen verstanden. In der modernen Psychologie dominiert das Big-Five-Modell. Es beschreibt uns anhand von fünf Dimensionen: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus. Doch wie viel Spielraum haben wir innerhalb dieser Koordinaten? Die Psychologieprofessorin Wiebke Bleidorn von der Universität Zürich erforscht, ob sich Neurotizismus gezielt per App reduzieren lässt. Dabei ist der Mensch kein isoliertes Projekt. „Die Bedeutung sozialer Einflüsse kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betont Franz Neyer von der Universität Jena. Unsere Umwelt fungiert als unsichtbarer Architekt unserer Identität. Zwischen dem biologischen Erbe und dem Wunsch nach Optimierung stellt sich die Frage: Wie viel von unserem Ich können wir tatsächlich selbst gestalten – und wo liegen die Grenzen der Selbsterfindung? (Text: arte)
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  • Folge 202 (26 Min.)
    In unserer Milchstraße funkeln Hunderte Milliarden Sterne. Da scheint es fast unmöglich, dass nicht einer von ihnen von einer zweiten Erde umkreist wird. Tatsächlich konnten wir lange Zeit überhaupt keine Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sichten, weil sie zu weit entfernt waren. Inzwischen wissen wir zwar von Tausenden „Exoplaneten“ – doch wie viel wissen wir wirklich über sie? Bevor wir eine dieser fernen Welten zu unserem „Planet B“ erklären, müssen wir grundlegende Fragen beantworten: Gibt es dort feste Oberflächen, flüssiges Wasser oder gar Pflanzen? Könnten wir die Atmosphäre atmen, ohne zu ersticken? Obwohl diese Fragen aus Lichtjahren Entfernung kaum zu beantworten scheinen, hat sich die Forschung genau das zum Ziel gesetzt. Die US-Astronomin Sara Seager analysiert Sternenlicht, das durch die Atmosphäre von Exoplaneten gefiltert zu uns dringt. Zugleich baut der niederländische Astronom Ignas Snellen in der Atacama-Wüste in Chile an einem gigantischen Teleskop mit, das direkte Fotos von Exoplaneten aufnehmen soll. Aber werden diese Fortschritte genügen, um eines Tages eine zweite Erde zu finden? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 07.06.2026 arte
  • Folge 203 (26 Min.)
    Unsere Gefühle sind etwas sehr Intimes, etwas, das nur uns gehört – zumindest wünschen wir uns das. Mittlerweile kann aber die Künstliche Intelligenz (KI) unsere Emotionen lesen und sich daran anpassen. Und wenn die KI schon so gut mit unseren Emotionen umgehen kann, wäre es dann nicht ein Leichtes für sie, diese auch zu manipulieren? Oder sogar zu kontrollieren? (Text: arte.tv)
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  • Folge 204 (27 Min.)
    Wenn von Trauma die Rede ist, denken die meisten sofort an extreme Ereignisse: Krieg, Gewalt, schwere Unfälle oder Naturkatastrophen. Und tatsächlich: Solche Erfahrungen können tiefe seelische Spuren hinterlassen. Doch was, wenn Trauma nicht immer laut daherkommt? Wodurch kann ein Trauma sonst noch entstehen und woran merkt man überhaupt, dass man betroffen ist? (Text: arte.tv)
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