Haben wir einen sechsten Sinn?
Folge 220 (25 Min.)
Gibt es Vorausahnung?Bild: HR/ARTEImmer wieder berichten Menschen von Momenten, in denen sie scheinbar Vorahnungen haben, oder etwas spüren, das sie sich bewusst nicht erklären können. Solche Erfahrungen faszinieren – und beschäftigen auch die Wissenschaft. Ende des 19. Jahrhunderts entstand mit der Parapsychologie sogar ein eigenes Forschungsgebiet, das Phänomene wie Telepathie oder Präkognition untersucht. Doch wie belastbar sind die Belege für einen sechsten Sinn? Für viele Forschende gilt die Parapsychologie als Pseudowissenschaft.Die Suche nach dem sechsten Sinn führt in eine andere Richtung: weg vom Übernatürlichen und hinein in unser Gehirn. Vielleicht brauchen wir keine paranormalen Fähigkeiten, um unserer bewussten Wahrnehmung voraus zu sein. Die Wissenschaft spricht stattdessen von Intuition. „Intuition bedeutet, unbewusste Informationen zu nutzen, die wir im Laufe unseres Lebens gelernt haben – für bessere Entscheidungen und Handlungen“, erklärt Joel Pearson, Neurowissenschaftler an der University of New South Wales in Sydney. Besonders leistungsfähig ist die Intuition dann, wenn wir uns in einem Feld gut auskennen. Erfahrene Radiologinnen und Radiologen erkennen zum Beispiel auf einem Mammogramm oft schon nach einer halben Sekunde, dass etwas nicht stimmt – noch bevor sie sagen können, was. Doch Intuition ist keine magische Superkraft. Manchmal führt sie uns zur richtigen Entscheidung, manchmal völlig in die Irre. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob wir einen sechsten Sinn haben – sondern wann wir unserer Intuition vertrauen können. (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 07.11.2026 arte Können sich Himmelskörper verwandeln?
Folge 221 (26 Min.)Himmelskörper, die wie Asteroiden aussehen, aber sich wie Kometen bewegen? Diese dunklen Kometen geben Rätsel auf.Bild: HR/ARTEIn unserem Sonnensystem sind mysteriöse Verwandlungskünstler unterwegs: dunkle Kometen. Sie sehen aus wie Asteroiden, bewegen sich aber wie Kometen – jedoch ohne den für Kometen typischen Schweif. Verbirgt da etwa ein Himmelskörper sein wahres Gesicht? Was ist das Geheimnis der dunklen Kometen? Könnten sie die Antwort geben, woher das Wasser auf unserer Erde stammt? (Text: arte.tv)Deutsche Streaming-Premiere Do. 15.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 14.11.2026 arte Was ist wahrer Genuss?
Folge 222 (24 Min.)Sind wir Genuss-Junkies?Bild: mobyDOK/Atelier HurrasGenießen soll das Leben schöner machen, steht aber schnell unter Verdacht: Wer zu sehr genießt, gilt schnell als maßlos und undiszipliniert. Dieses Vorurteil untersucht die Psychologin Katharina Bernecker. Ihre Forschung zur Genussfähigkeit legt nahe, dass Selbstkontrolle und Hedonismus keine Gegenspieler sein müssen. Kann echter Genuss uns unter gewissen Umständen sogar disziplinierter machen? Warum unser Verlangen trotzdem manchmal keine Ruhe gibt, zeigt der Blick ins Gehirn. Neurowissenschaftler Kent Berridge unterscheidet zwischen Wollen und Mögen. Er hat herausgefunden, dass Dopamin nicht unbedingt Glück erzeugt. Es befeuert eher unser Jagdfieber – auf den nächsten Clip, den nächsten Bissen, den nächsten Versuch am Greifautomaten.So können wir immer mehr Dinge wollen, die wir eigentlich gar nicht mögen. Denn selbst wenn wir bekommen, was wir wollen, ist Genuss nicht garantiert. Hier kommt die Neurophilosophin Ophelia Deroy ins Spiel, die erforscht, wie unser Gehirn aus vielen kleinen Fragmenten ein stimmiges Ganzes formt und was einen Genussmoment kippen lassen kann. Für den Gastrosophen Harald Lemke sind Genussmomente kein reines Privatvergnügen oder simpler Konsum, sondern eine Form von Weltkontakt. Für ihn ist Genuss eine sinnstiftende Praxis, die uns mit anderen Lebewesen, der Natur und der Welt verbindet. Sind wir Menschen am Ende also doch zum Genießen geboren? (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Do. 22.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 21.11.2026 arte Können wir neue Sinne entwickeln?
Folge 223 (26 Min.)Aus vielen einzelnen Impulsen entsteht unser Bild von der Welt – Plug and Play fürs Gehirn. Neurowissenschaftler David Eagleman nennt es die „Potato-Head-Theorie“.Bild: MobydokUnsere Sinne bestimmen, wie wir die Welt erleben. Doch sie zeigen uns nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit. Hunde orientieren sich vor allem über Gerüche, Motten hören Ultraschall, Elefanten verständigen sich mit Infraschall, Zugvögel nehmen das Magnetfeld der Erde wahr und der Schwarze Geistermesserfisch erkennt seine Umgebung über elektrische Felder. Jedes Tier lebt gewissermaßen in seiner eigenen Sinneswelt. Der Mensch dagegen gilt oft als Generalist. Seine Sinne haben sich über Millionen Jahre an das Überleben in einer völlig anderen Umwelt angepasst, als der heutigen.Warum also können manche Tiere Fähigkeiten entwickeln, die uns fehlen? Und ließen sich unsere Sinne heute überhaupt noch erweitern? Evolutionsbiologin Corinna Langebrake erklärt, warum neue Sinne biologisch teuer sind und weshalb Evolution immer Kompromisse eingeht. Neurowissenschaftler David Eagleman sieht darin jedoch nicht das Ende der Möglichkeiten. Für ihn entscheidet nicht der Sinn selbst, sondern das Gehirn. Ob Licht, Schall oder Berührung – alle Sinneseindrücke werden letztlich als elektrische Signale verarbeitet. Sein Forschungsteam untersucht deshalb, wie sich völlig neue Informationen über die Haut an das Gehirn übertragen lassen. Selbst Wahrnehmungen wie Infrarot oder Wetterdaten könnten eines Tages intuitiv erfahrbar werden. Gemeinsam mit ihnen und Physiologin Jennifer Pluznick sowie Psychologin Lore Thaler geht „42 – Die Antwort auf fast alles“ der Frage nach, wie formbar unsere Wahrnehmung wirklich ist. Können wir lernen, die Sinne, die wir bereits besitzen, besser zu nutzen? Und werden technische Erweiterungen eines Tages zu neuen Sinnen – oder setzt unsere Biologie der Wahrnehmung unüberwindbare Grenzen? (Text: arte) Deutsche Streaming-Premiere Do. 29.10.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 28.11.2026 arte Gibt es den perfekten Mord?
Folge 224 (29 Min.)Aus kleinsten DNA-Spuren lässt sich immer mehr herauslesen. Am Tatort reichen schon Spuren, die mit bloßem Auge kaum erkennbar sind. DNA-Analysen können inzwischen sogar Hinweise auf Augen-, Haar- und Hautfarbe oder das biologische Alter des Täters geben.Bild: BR/ARTEModerne DNA-Analysen machen selbst kleinste Spuren zu wertvollen Hinweisen: Sie können Personen identifizieren und Merkmale wie Augen-, Haar- und Hautfarbe vorhersagen. Mithilfe der genetischen Ahnenforschung suchen Ermittler sogar zunächst nach Verwandten des Täters. Doch wie weit darf die Jagd nach Verbrechern gehen – und was wird aus unserer genetischen Privatsphäre? (Text: arte.tv)Deutsche Streaming-Premiere Do. 05.11.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 05.12.2026 arte Sind Aliens aus Kohlenstoff?
Folge 225 (27 Min.)Alles Leben auf der Erde basiert auf Kohlenstoff. Was macht dieses Element so einzigartig? Und könnte außerirdisches Leben nicht auch ganz anders funktionieren? (Text: arte.tv)Deutsche Streaming-Premiere Do. 12.11.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 12.12.2026 arte Leben wir in einer Simulation?
Folge 226 (29 Min.)Ein seltsamer Zufall, ein Déjà-vu: Hat unsere Wirklichkeit einen Fehler? Vielleicht besteht die Welt aus Code und wir sind Teil einer Computersimulation. Was wie Science-Fiction klingt, beschäftigt Philosophie, Physik und Hirnforschung. Aber lässt sich die Idee überprüfen? Und warum fasziniert sie uns so sehr? (Text: arte.tv)Deutsche Streaming-Premiere Do. 19.11.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere Sa. 19.12.2026 arte
