Unter uns

    Unter uns

    D 1994–
    Deutsche Erstausstrahlung: 28.11.1994 RTL

    Die Daily-Soap dreht sich um den Alltag der Bewohner in der fiktiven „Schillerallee 10“, einem Wohn- und Geschäftshaus im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Im Mittelpunkt steht Familie Weigel, die im Erdgeschoss eine Konditorei betreibt und mit drei Generationen im Haus lebt. Seit Beginn der Serie im Jahre 1994 sind verschiedene Familien ein- und ausgezogen, die jungen Bewohner der Wohngemeinschaft im Dachgeschoss wechseln besonders häufig.

    Die Geschichten um Liebe, Intrigen, Freundschaft, Kinder und Karriere, Betrügereien, intakte und kaputte Familien werden meist aus Sicht der jüngeren Bewohner erzählt, wobei deren Konflikte durch die räumliche Nähe auch auf die alteingesessenen Nachbarn, Freunde und Geschäftsleute übertragen werden. Mit dem Tod der langjährigen Serienfigur Wolfgang Weigel änderte sich Ende 2009 der visuelle und erzählerische Stil der Serie. Doch trotz zahlreicher emotionaler Verstrickungen bleibt „Unter uns“ vom Grundton her eher leicht und fröhlich und weniger dramatisch.

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    Unter uns im Fernsehen

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    Unter uns – Community

    BlastHardcheese (geb. 1986) am 17.01.2017 20:24: Whoa! Da ist man für ein paar Wochen aus der Serie raus und dann offenbart sich ein biblischer Weltenbrand in unserer Schiller-Allee. Beim Drama im Hause Huber stellt sich das Offensichtliche heraus: Muttis Schattenregentschaft war jetze nich so ganz optimal für den Mario'schen Problemkomplex. Hate to say, I told you so - meine einstige Betonlösung hätte viel weniger Kummer nach sich gezogen. Aber da hat Valentin einfach gepennt. Wobei Papa Benedetto wenigstens auch eine Lehre daraus hätte ziehen können, wo Filius sich doch zu erklären versuchte. Wohlgemerkt: Valentin hatte Gründe, aber keine Rechtfertigung. Nun wissen wir ja, dass Benedikt zwar irgendwie überlegt, aber nicht besonnen agiert - man könnte sagen, er neigt zu Schnellschüssen. *badum-tsssss* Beim Beobachteten Feierabendkölsch im Hirsch hätte er allerdings einfach den Mund aufmachen und vielleicht sogar eine erfreuliche Erkenntnis erlangen können. Stattdessen verkrümelt er sich in ein neues Kartenhaus - lass Mutti mal machen - über dessen Statik er sich dringend mit einem Fähigen Ingenieur hätte beraten sollen. So ist aber klar, dass es eine Bauruine seit Grundsteinlegung wird. Na gut; mein Vergleich zwischen Till & Eva und Britta & Rufus war auch vorschnell. Kaum befand ich die Lokalprominenz für stabiler als die Erstgenannten, tat sich Britta einmal mehr mit ihrem besonderen Fingerspitzengefühl hervor. Immerhin darin ist sie sehr zuverlässig. Wenigstens konnte Till dann doch noch einen Blick auf die Realität erhaschen und sich einbremsen. Ein wenig zumindest. Wenn man das Verhältnis zu einer anderen Person - hier die schwangere und hormongeflutete Ute - klarstellen möchte, dann sollte man sich daran auch halten. Sprüche wie "... dann gefällt mir der Name jetzt auch" senden doch missverständliche Signale. Da hat die Diagnose zwar für mächtigen Wind gesorgt, aber wenn Utchen in ihrer Enttäuschung auch noch trotzig irgendwas murmelt, von wegen, dann ist der Papa nämlich nicht gut genug für uns, dann hat sie die missglückte Operation "Wir holen uns den Papa" also doch noch nicht so richtig verkraftet. Wo hat sie eigentlich den schönen Festool-Schrauber verbaselt, mit sie neulich dieses Regal zusammenbauen wollte, dass sie den Wickeltisch nun von Hand verschrauben muss? Die Dinger sind teuer! Vielleicht hat ihn sich aber auch einfach jemand vom Kulissenbau gemopst. Zum Glück steht Malte parat und wer weiß - vielleicht fassen Utes Partersuchsensoren ein neues Ziel auf. Das wäre doch drollig: Jeweils der Eine mit der Ex des Anderen.
    schwuppdiwupp am 11.01.2017 15:47: britta...ich weiß garnicht worauf sich diese frau etwas einbildet..
    Eisregen am 11.01.2017 10:49: Da stimme ich Dir zu, Sina und Bambi haben ja noch nicht mal Zeit für Amelie und müssen sie ständig hin- und herschieben, was wollen die mit einem zweiten Kind? Und Britta wollte unbedingt vor Irene vor den Traualtar; ist das etwa ein Wettbewerb?
    Santiano am 10.01.2017 17:43: Also ich frage mich gerade mal wieder, ob denn Bambi an was anderes als poppen denken kann. Auch die Idee , jetzt ein zweites Kind zu bekommen, ist doch völlig absurd! Und Britta benimmt sich für eine Geschäftsfrau völlig daneben. Wie sie Irene behandelt, geht garnicht!
    clara11 am 07.01.2017 17:45: aber ob das Kind von Till ist,weiß man ja noch nicht so genau.Ute war ja regelrecht sexsüchtig und dann das ungeborene Kind benutzen,um Till wieder zubekommen,also da fehlen mir sogar die Worte.Fast könnte man das jetzt immer noch annehmen,aber das wäre wirklich fies

    Unter uns – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Im Jahr 2000 zog die gesamte Produktion von „Unter uns“ von Hürth-Kalscheuren nach Köln-Ossendorf, wobei der Grundriss sämtlicher Kulissen geändert wurde. Außerdem wurden nach und nach feste Außenkulissen errichtet, so im Jahre 2004 die Außenkulisse „Schillerallee/Ecke Maybachstraße“ und im Sommer 2006 die Außenterrasse der Stammkneipe „Schiller“.

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Dt. Daily Soap.

    Was Gute Zeiten, schlechte Zeiten für RTL war, war Unter uns für … nun, auch für RTL. Zweieinhalb Jahre war „GZSZ“ bereits auf Sendung und hatte sich allmählich zum Erfolg entwickelt, und noch immer war kein anderer Sender nachgezogen. So startete die zweite deutsche Daily Soap auch bei RTL.

    Und was „Was ist denn?“ für „GZSZ“ war, war für Unter uns „Chris! Chris!“: Die ersten Worte in der ersten Folge. Gesprochen wurden sie von Anna Weigel (Janis Rattenni), dem jüngsten Kind der Familie Weigel. Der Ruf galt ihrem Bruder Chris (Oliver Bootz), dem ältesten Weigel-Spross. Schauspielerin Janis Rattenni war zwölf Jahre alt, als die Serie startete, und wurde erst mit der Zeit eine zentrale Figur, weil sie anfangs als Minderjährige nur für einen eingeschränkten Zeitraum pro Woche vor der Kamera stehen durfte. Als sie nach genau zehn Jahren ausstieg, war sie der jüngste unter den dienstältesten Soap-Stars und zugleich der glaubwürdigste, weil sie inmitten der nach optischen Gesichtspunkten gecasteten 20-Jährigen als Einzige aussah wie ein ganz normaler Mensch.

    Die Weigels sind seit Beginn die Konstante. Sie wohnen dauerhaft im ersten Stock der Kölner Schillerallee 10, dem zentralen Schauplatz der Serie, während die anderen Hausbewohner oft wechseln. Unten im Haus ist eine Konditorei, die Konditormeister Wolfgang Weigel (Holger Franke) mit seiner Frau Irene (Petra Blossey) betreibt.

    Ute Kiefer (Isabell Hertel) macht dort ihre Lehre. Sie heiratet viel später das mittlere Weigel-Kind Till (Stephen Dürr), der aber vorher noch für mehrere Jahre ins Ausland verschwindet (und danach von Ben Ruedinger gespielt wird). Till und Ute bekommen ein Baby und nennen es Conor (Till und Ben Koytek). Oma Margot Weigel (Christiane Maybach) ist die kratzbürstige Hausbesitzerin, die im Erdgeschoss wohnt.

    Die Geschichten umfassen alle tragischen und glücklichen Lebenslagen. Chris wird Polizist, Margots totgeglaubter Mann Werner (Lothar Didjurgis) taucht auf und stirbt, Irene verliert ihr ungeborenes Kind und leidet an Amnesie, wird geheilt, Chris wandert mit seiner Freundin Corinna Bach (Cecilia Kunz) auf die Malediven aus, wo die beiden heiraten, Wolfgang und Irene adoptieren Nick Neuhaus (Eric Benz) und nehmen ihren Neffen Paco (Milos Vukovic) auf, Till erkrankt an Leukämie, Wolfgangs fieser unehelicher Sohn Rolf Jäger (Stefan Franz) kommt in die Schilleralle und macht Ärger, Till wird geheilt, Kati Ritter (Tanja Szewczenko) wird neuer Lehrling in der Konditorei und verliert ebenfalls ihr ungeborenes Baby.

    Den anderen Bewohnern geht es nicht besser: Sie intrigieren gegeneinander, haben Affären, heiraten, sterben, werden entführt, erblinden, werden geheilt, verlassen das Land, werden tablettenabhängig, werden geheilt und ziehen vor allem unentwegt ein und aus. Ganz oben im Haus wohnt eine wechselnd zusammengesetzte WG junger Leute, in die Wohnung darunter ziehen nacheinander verschiedene Familien mit jugendlichen Kindern. Natürlich stehen überwiegend die jungen Leute im Mittelpunkt. Ihr Treffpunkt ist das Szenelokal „Schiller“, das im Lauf der Jahre ebenfalls wechselnde Inhaber hat, darunter auch Ute. Über viele Jahre sind die Polizistin Rebecca Mattern (Imke Brügger) und die intrigante Laura Böhme (Sylvia Agnes Muc) dabei.

    Die Serie war für viele Mitwirkende der Beginn ihrer Karriere: für den Schauspieler, Moderator und Tenor Björn Casapietra (der sich damals Björn Kegel-Casapietra nannte und zur Urbesetzung gehörte; er spielte einen Radiomoderator, der sich als schwul ausgab, um in die Mädchen-WG einziehen zu dürfen), für die Schauspieler Marco Girnth, Dorkas Kiefer und Wolfram Grandezka, die Moderatoren Aleksandra Bechtel und Ole Tillmann und für die Band Scycs, die eine Zeit lang Teil der Handlung war. Andere Bands absolvierten Gastauftritte, darunter Brings, Touché und Spektacoolär.

    Prominente Gaststars waren u. a. Guildo Horn, Erika Berger, Wichart von Roëll, Manfred O. Tauchen, Harry Wijnvoord, Walter Freiwald, Peter Illmann, Dariusz Michalczewski, Gitta Sack und Matthieu Carrière. Carrière spielte in der 2500. Folge im Januar 2005 einen undurchsichtigen Entführer. Die Jubiläumsfolge, die mit einer Stunde doppelte Länge hatte, wurde innerhalb von 13 Tagen auf Zypern gedreht. Die normale Drehzeit für eine Folge beträgt einen Tag in Köln.

    Unter uns machte nie die Schlagzeilen, die der Vorreiter Gute Zeiten, schlechte Zeiten machte, und schien in den Medien auch weniger präsent als die beiden ARD-Serien Verbotene Liebe und Marienhof, die wenige Wochen nach Unter uns starteten bzw. zur Daily Soap umformatiert wurden. Unter uns war eben immer die andere Soap. Dennoch war sie nach „GZSZ“ die zweiterfolgreichste, was die Marktanteile in der Zielgruppe anging.

    Die „erste Soap des Tages“ lief montags bis freitags um 17.30 Uhr und wurde am Morgen des nächsten Werktags wiederholt. Ab 2003 wiederholte RTL außerdem am Sonntagvormittag noch einmal die fünf Folgen der abgelaufenen Woche am Stück.

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