
Die deutsche Adaption des US-“Love Boat“: Die MS Berlin fährt mit ihren Passagieren zu den schönsten Urlaubsorten der Welt, während sich an Bord alles um bittersüße Liebesgeschichten, Eifersucht und Versöhnung, Freundschaften und gefährdete Ehen dreht. Kapitän Braske, später Kapitän Hansen und seit 1999 Kapitän Paulsen, Chefsteward Victor, Chefhostess Beatrice und Schiffsarzt Dr. Schröder suchen nach Lösungen der Probleme, damit die Kreuzfahrten so harmonisch wie möglich verlaufen. Und nebenbei gibt es viel von der schönen Landschaft des jeweiligen Reiseziels zu sehen. Seit 1999 spielen die „Traumschiff“-Folgen auf der MS Deutschland, und auch in der Besatzung gab es immer wieder Veränderungen.
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Die Reiseroute der MS Deutschland führt diesmal entlang der faszinierenden südamerikanischen Küste nach Peru. Kapitän Paulsen, seiner Crew und den Passagieren an Bord steht eine ereignisreiche Reise bevor, die sie unter anderem in die geheimnisumwitterte Ruinenstadt der Inkas nach Machu Picchu führen wird. Weiter geht es dann zu dem größten See Südamerikas: dem Titicaca-See mit seinen schwimmenden Inseln, auf denen das Volk der Uros lebt. Den Abschluss dieser unvergesslichen Reise bildet Miami im Sunshine State Florida.
In der Küche des Luxusliners herrscht hektisches Treiben. Das Schiff soll in ein paar Stunden auslaufen, und die beiden Küchentechniker Jan Schmidt und Lars Müller müssen alles daran setzen, das Herzstück der Küche, den neuen hochmodernen Herd innerhalb kurzer Zeit wieder in Gang zu bringen. Die letzte Schraube wird angezogen, und dann soll es auch gleich zum Flughafen gehen. Auf dem Weg zum Taxi bemerken sie, dass sie in der Eile ihren Werkzeugkoffer vergessen haben und springen durch die noch offene Ladeluke zurück an Bord. Als sie das gute Stück endlich gefunden haben, hat das Schiff bereits abgelegt. Notgedrungen muss Beatrice eine Möglichkeit finden, die beiden „blinden Passagiere“ bis zum nächsten Hafen unterzubringen. Kein leichtes Unterfangen, wie Beatrice schon bald feststellen muss.
Währenddessen wartet Inka gespannt auf ihre Freundin Mara Tenning, die sie beim letzten Klassentreffen zu dieser traumhaften Reise überredet hat. Mara leitet seit dem Tod ihrer Eltern eine Stiftung, die Kinderheime in Südamerika unterstützt. In diesem Jahr besucht sie das Heim in Peru, das ihr ganz besonders am Herzen liegt. Doch bevor Inka sie in die Arme schließen kann, passiert im Hafen ein Unfall, bei dem Mara eine Kopfverletzung davonträgt. Als Mara wieder zu sich kommt, erkennt sie zwar ihre Freundin Inka, kann sich aber an ihren eigenen Namen und an den Grund dieser Reise nicht erinnern. Schiffsarzt Dr. Schröder diagnostiziert eine leichte Gehirnerschütterung, die auch die vorübergehenden Gedächtnislücken erklärt. Mara kann zur großen Freude von Inka ihre Reise wie geplant fortsetzen. Und Inka hält eine weitere Überraschung für ihre Freundin bereit. Mit an Bord ist auch Florian Richter, der Mann, den Mara vor einigen Jahren kurz vor der Hochzeit verlassen hat. Mehr und mehr kehren die Erinnerungen zurück und Mara erinnert sich auch, dass der Besuch des Kinderheims in Peru nicht der einzige Grund ihrer Reise ist. Sie ist einem lang gehüteten Familiengeheimnis auf der Spur und dieses führt sie nach Peru zu ihrem ehemaligen Kindermädchen Consuela und zu dem undurchsichtigen Arzt Dr. Petzold. Gemeinsam mit Florian macht sie sich auf den Weg ins Landesinnere, auf der Suche nach der Wahrheit – ein ebenso gefährliches wie aufregendes Unter-nehmen …
Mit an Bord ist auch Martin Helmholz mit seiner kleinen Tochter Laura. Kurz nach dem Einchecken wird Martin mit seiner schmerzlichen Vergangenheit konfrontiert. Unten den Passagieren befindet sich Richter Robert Winter und seine Frau Anke. Ausgerechnet der Mann, durch dessen Fehlurteil Martin Helmholz zwei Jahre unschuldig im Gefängnis saß. Als sich Laura mit Anke Winter anfreundet, wird dieses unerwartete Zusammentreffen für alle Beteiligten noch einige aufregende Ereignisse bereithalten …
Und auch in den Reihen der Besatzung gibt es Neuigkeiten. Der begabte Gentleman Host an Bord des Traumschiffes, Oskar Schifferle, wird von Beatrice insgeheim als neuer Kreuzfahrtdirektor gehandelt. Und das, obwohl Oskar gerade ganz private Probleme hat. Sein nörgeliger Vater Erwin ist auf dieser Reise als Gast an Bord und macht ihm das Leben ziemlich schwer. Oskar ahnt, dass sein Vater persönliche Probleme haben muss, über die er nicht reden will.
Dennoch muss Oskar, wenn er wirklich den Posten des Kreuzfahrtdirektors haben will, in seinem Job als Entertainer alles geben. Und weil für die große glanzvolle Abschluss-Gala an Bord immer noch ein Star fehlt, ruft er kurzerhand bei seinem alten Freund Thomas Gottschalk an und bittet ihn, von Florida aus für einen Tag auf die MS Deutschland zu kommen. (Text: ZDF)
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Das Team eines Luxusschiffs, zunächst der MS Vistafjord, dann der MS Astor und ab 1986 der MS Berlin, versüßt seinen Passagieren die Kreuzfahrten zu den schönsten Urlaubszielen der Welt, während sich an Bord Familien- und Liebesgeschichten abspielen. Zunächst hat Kapitän Braske (Günter König) das Kommando, in der zweiten Staffel übernimmt Heinz Hansen (Heinz Weiss) und bleibt für 15 Jahre der Kapitän. Sein Team besteht aus Chefsteward Victor (Sascha Hehn) und Chefhostess Beatrice (Heide Keller), beide auch schon unter Braske an Bord, sowie dem Schiffsarzt Dr. Horst Schröder (Horst Naumann). Victor ist nach der zweiten Staffel nicht mehr dabei. Mit Hansens Nachfolger, dem neuen Kapitän Paulsen (Siegfried Rauch), kommt im Dezember 1999 auch ein neues Schiff: Die MS Deutschland ist noch luxuriöser. Beatrice und Dr. Schröder sind weiter mit an Bord.
Die Geschichten der Urlauber standen im Mittelpunkt jeder Folge. Meist drei oder vier dieser Geschichten wurden pro Folge erzählt und miteinander verwoben. Die Urlauber wurden von bekannten deutschen Fernsehstars gespielt, meistens von Klaus Wildbolz und Gila von Weitershausen. Beide spielten jeweils fünfmal mit, jedes Mal in anderen Rollen. Produzent Wolfgang Rademann legte Wert auf Hochglanz, steuerte mit dem Schiff nur ferne, exotische Ziele an (nie Malle), drehte an Originalschauplätzen in der Karibik, in Thailand, Südafrika, Ägypten, Tahiti, Singapur, Sydney, Hongkong, auf Hawaii oder Bali und wollte dem ZDF-Zuschauer in den Gastrollen Gesichter zeigen, die er kannte. Diese A-Liste endete nun einmal irgendwo, und so musste mancher eben mehrfach ran. Die Mitglieder der Familie Wussow waren immerhin so freundlich, sich abzuwechseln.
Die ersten zwölf Folgen waren jeweils eine Stunde lang, sie liefen in zwei Staffeln mit je sechs Folgen sonntags um 20.00 Uhr und erreichten im Durchschnitt mehr als 21 Millionen Zuschauer. Die eigentliche Serie ging dann mit Folge 12 und einer Rekordquote von 25,15 Millionen am 1. Januar 1984 zu Ende; das ZDF und Rademann setzten sie wegen dieses sensationellen Erfolgs aber nach einer knapp dreijährigen Pause fort. Alle weiteren Folgen hatten nun Spielfilmlänge, und das Schiff steuerte in jeder Folge ein neues Ziel an. Nach zunächst vier neuen Folgen im Winter 1986/87 gab es in den 90er-Jahren jedes Jahr meist zwei neue Folgen, in der Regel eine an Weihnachten und eine an Neujahr. Dass es nach 1990 überhaupt Fortsetzungen gab eigentlich war das Traumschiff offiziell „versenkt“ worden – lag an den hohen Einschaltquoten von Wiederholungen im Sommer. Neue Folgen erreichten noch immer rund zehn Millionen Zuschauer, in Zeiten großer Konkurrenz durch eine Vielzahl an Sendern fantastische Quoten. Ein Großteil des Erfolgs dürfte auch den atemberaubenden Bildern der Traumziele zuzuschreiben sein. Im Januar 2005 feierte Das Traumschiff die 50. Folge.
Das Traumschiff war eine Adaption der US-Serie Love Boat, das jedoch eine Comedy war. Mehrere Folgen sind auf DVD erhältlich.
