Frasier

    Frasier

    USA 1993–2004
    Deutsche Erstausstrahlung: 24.04.1995 Kabel 1

    Die US-amerikanische Sitcom ist ein Ableger der Comedyserie „Cheers“ und dreht sich um das Leben des exzentrisch-intelligenten Psychologen Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer), der nach seiner Scheidung wieder in seine Heimatstadt Seattle zieht. Dort bekommt er eine eigene Radiosendung, in der er den Hörern psychologische Ratschläge gibt und sich mit seiner ständig auf Männersuche befindlichen Aufnahmeleiterin herumschlagen muss. In seiner neuen, mit zahlreichen Kunstgegenständen und antikem Mobiliar eingerichteten Wohnung kommt einiges anders als erwartet, als er plötzlich seinen rustikalen Vater Martin (John Mahoney), einen Ex-Polizisten, aufnehmen muss, der durch eine Schussverletzung nicht mehr richtig gehen kann und auf die Hilfe seines Sohnes angewiesen ist. Er bringt seinen Hund mit – was Frasier zusätzliche Nerven kostet, da er keine Tiere mag und erst Recht in seiner noblen Wohnung keine Lust auf sabbernde Tölen hat. Und weil Frasiers Vater täglich Krankengymnastik machen muss, zieht auch gleich noch eine persönliche Physiotherapeutin mit ein, in die sich wiederum Frasiers Bruder Niles (David Hyde Pierce) verliebt. Dieser kommt regelmäßig zu Besuch und liefert sich mit Frasier ein permanentes Status-Duell, bei dem es darum geht, wer von beiden das höhere Ansehen und die besseren Kontakte hat.

    Spin-Off von Cheers

    Frasier auf DVD

    Frasier – Community

    #979220 am 01.01.2014: Darf ich für FRASIER auch 6 Punkte vergeben? bitte, bitte, bitte...
    lenz (geb. 1964) am 25.11.2013: season 6 erscheint endlich im jänner 2014
    geraldo (geb. 1965) am 06.10.2013: anscheinend bekomme ich morgen die 5 staffel auf deutsch! hoffentlich , kann es gar nicht erwarten.
    TheMP am 25.07.2013: Die 5. Staffel kommt auf DVD, aber als geteilte Box? Glauben die wirklich, hier zahlen viele Leute 40 € für 4 Discs? Anscheinend SOLL das kein Erfolg werden. Ich wäre dafür, man bringt für die klassischen Sitcoms einfach Komplettboxen raus, mehr wird sowieso nicht gehen...
    Sitcom-liker (geb. 1988) am 04.05.2013: Gibt es eine Folge in der Gil sein Coming-out hat? Denn in Wikipedia steht, er habe eines der originellsten Coming-outs der Fernsehgeschichte. Danke

    Frasier – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    US Sitcom von David Angell, Peter Casey und David Lee („Frasier“; 1993–2004).

    Der geschiedene Psychiater Dr. Frasier Crane (Kelsey Grammer) wohnt mit seinem gehbehinderten Vater Martin (John Mahoney) und dessen Physiotherapeutin Daphne (Jane Leeves) zusammen. Außerdem muss er Martins lästigen Hund Eddie (Moose) ertragen, der ihn dauernd anstarrt. Frasier ist ein Snob, der Sherry und die Oper liebt, und verbringt seine Freizeit meist mit seinem Bruder Niles (David Hyde Pierce), der ebenfalls Psychiater und ein noch größerer Snob ist. Sie führen einen ständigen Konkurrenzkampf um höheres Ansehen und bessere Kontakte und setzen regelmäßig Ideen für gemeinsame Projekte in den Sand: Das Restaurant, ein Buch, eine eigene Theaterinszenierung, eine gemeinsame Praxis und Gesellschaftsabende enden im Chaos. Martin, ein ehemaliger Polizist, lebt in einer völlig anderen Welt als seine feinsinnigen, hochtrabenden Söhne. Er hat einen rustikalen Humor, trinkt lieber Bier als Wein und sitzt in seinem potthässlichen Sessel, um im Fernsehen Sport zu sehen (Niles: „Wir waren in der Gegend für eine Pediküre. Natürlich war die … “ – Martin: „Stop! Es gibt keine Möglichkeit, diesen Satz zu vollenden, die mich stolz machen würde.“) Frasier hat als Radio-Psychologe eine eigene Show bei einem regionalen Talksender. Roz Doyle (Peri Gilpin) ist seine Producerin, eine lebensfrohe Frau mit einem regen Sexualleben (Roz: „Ich habe gelesen, dass regelmäßige sexuelle Aktivität das Leben verlängert.“ – Frasier: „In diesem Fall sollte es Sie länger geben als Styropor.“) Eine weiterer Kollege ist der vorlaute Macho-Sportmoderator Bob „Bulldog“ Briscoe (Dan Butler). Niles, in den ersten Jahren noch mit der unerträglichen Maris verheiratet (die man nie zu Gesicht bekommt), ist heimlich in Daphne verliebt, schweigt ihr gegenüber aber jahrelang. Anfang 2002 werden sie schließlich ein Paar.

    Kelsey Grammer hatte zuvor bereits in Cheers neun Jahre lang den Psychiater Frasier Crane gespielt. Seine eigene Serie war eine der anspruchsvollsten und zugleich witzigsten im ganzen Fernsehen. Sie machte sich über Sigmund Freud, Mutterkomplexe, die deutsche Oper und antike Kunst lustig und zeigte zugleich, dass auch simpler Slapstick, Verbalattacken und Verwechslungskomödien auf hohem Niveau möglich sind. Das Zusammenspiel zwischen Grammer und David Hyde Pierce wechselte zwischen großem Theater und Dick und Doof. Trotz des Anspruchs gelang es Frasier, über Jahre die breite Masse anzusprechen, eine der erfolgreichsten Serien in den USA zu werden und eine der langlebigsten überhaupt. Nicht nur die Zuschauer, auch die Kritiker liebten die Show: Mit dem wichtigen Emmy als beste Comedyserie wurde Frasier fünfmal hintereinander ausgezeichnet, so oft wie keine andere Serie jemals. Alle Kategorien zusammengefasst gewann Frasier 37 Emmys, ebenfalls so viele wie keine andere Serie. Hauptdarsteller Kelsey Grammers Bezahlung lag im zehnten und elften Jahr bei 1,6 Millionen US $ – pro Episode! (also 24 mal im Jahr) – was ihn zu diesem Zeitpunkt zum höchstbezahlten Fernsehschauspieler aller Zeiten machte (nur Ray Romano aus Alle lieben Raymond übertraf dieses Einkommen später noch).

    In Deutschland lief die Serie relativ unauffällig. In der Synchronisation hatte Frasier eine andere Stimme als in Cheers, ferner startete die deutsche Erstausstrahlung des Spin-off unpassenderweise schon eine Woche vor dem Deutschlandstart von Cheers – und auf einem anderen Sender. Kabel 1 sendete die erste Staffel zunächst im Vorabendprogramm und dann nachts, Sat.1 zeigte diese und alle weiteren Folgen später ebenfalls im Nachtprogramm. Hier eroberte sich Frasier eine kleine, aber treue Fangemeinde. Im Herbst 2004 zeigte Sat.1 die elfte und letzte Staffel der 264-tlg. Serie, das Serienfinale am 12. Oktober 2004. Die hinführende zehnte Staffel zeigte Sat.1 bislang nicht.

    Serienerfinder David Angell war unter den Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001. Er saß in einem der Flugzeuge, die ins New Yorker World Trade Center gesteuert wurden.

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