
Sportreporter Raymond Barone alias Ray Romano weiß, was es heißt, als Oberhaupt in einer chaotischen Familie der Neunziger zu bestehen. Da sind zum einen seine Frau und genervte Mutter Debra alias Patricia Heaton, seine 5jährige Tochter Ally und die 20 Monate alten Zwillingssöhne Michael und Geoffrey. Familienidylle pur, gäb’s da nicht seine neugierige Verwandtschaft, die sich ständig in alles einmischt … (Text: ProSieben)
209-tlg. US Sitcom von Philip Rosenthal („Everybody Loves Raymond“; 1996–2005).
Sportreporter Raymond Barone (Ray Romano), seine Frau Debra (Patricia Heaton), die kleine Tochter Ally (Madylin Sweeten) und die Zwillingsbabys Michael und Geoffrey (Sawyer und Sullivan Sweeten) bekommen ständig unangemeldeten Besuch von Rays Mutter Marie (Doris Roberts) und Vater Frank (Peter Boyle). Die beiden sind extrem neugierig, stecken ihre Nase überall hinein, und vor allem Marie bemuttert und bevormundet die Familie unentwegt. Dummerweise wohnen sie direkt gegenüber. Raymonds sonderbarer Bruder Robert (Brad Garrett), ein pflichtbewusster Streifenpolizist, wohnt bei den Eltern und fühlt sich permanent benachteiligt, weil Mamas Liebling Raymond ist. Raymond ist der typische Ehemann, ein lieber Kerl, der aber gelegentlich durch unbedachte Bemerkungen ins Fettnäpfchen tritt.
Witzige Serie, die im Zeitalter der Single- und Freunde-Comedys im Alleingang das totgeglaubte Genre der Familien-Sitcom wiederbelebte und bewies, dass die Familiengeschichten noch nicht auserzählt sind und (zumindest in den USA) noch Zuschauermassen anziehen können. Produzent der Serie war David Lettermans Firma Worldwide Pants. Der Moderator hatte den Komiker Ray Romano in seiner „Late Show with David Letterman“ entdeckt und ihm zur eigenen Sitcom verholfen. Die Serie basierte auf den Bühnenprogrammen Romanos, der 2003 mit einem geschätzten Einkommen von 1,8 Millionen US $ pro Folge (!) zum bestbezahlten Fernsehschauspieler aller Zeiten wurde.
Pro Sieben zeigte die erste Staffel am Samstagnachmittag und kümmerte sich dann nicht mehr um die Serie. Erst mehr als zwei Jahre später begann RTL 2, weitere rund 100 Folgen im werktäglichen Vorabendprogramm zu zeigen, ab 2004 nachmittags mit täglich vier Folgen am Stück (alles Wiederholungen). Nach dem gleichen Prinzip hatte RTL 2 schon die Serie King Of Queens zum Erfolg geführt. Deren Hauptdarsteller Kevin James wirkte in seiner dortigen Rolle als Doug Heffernan hier gelegentlich als Gast mit. Diesmal hatte der Sender nicht so viel Geduld. Ab Staffel 6 lief die Serie werktags am Vorabend bei Kabel 1, jetzt mit je zwei Folgen am Stück und im Block mit King of Queens.
Die Serie erhielt 2003 den Emmy für die beste Comedyserie.
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