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Berge, Seen und Partisanen – Eine politische Geschichte des Salzkammerguts
Kristallklare Seen und wildromantische Berge: Das Salzkammergut ist in aller Welt für seine landschaftlichen Schönheiten bekannt. Dabei hat die Region auch eine bewegte politische Geschichte. ******** In der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs konstituierte sich im „Toten Gebirge“ eine Widerstandsbewegung gegen das NS-Regime, mit hunderten Unterstützerinnen und Unterstützern unten im Tal. Eine Geschichte des Widerstands, die lange Zeit nicht gewürdigt wurde. ******** Es war das Salz – jahrhundertelange Quelle des Wohlstands – das aus dem „Kammergut“ der Habsburger eine einzigartige Kulturlandschaft formte.Zwischen Gmunden, Ebensee, Bad Ischl und dem Ausseerland war und ist ein spezieller Menschenschlag zu Hause – Menschen, die nicht nur ein charakteristischer Dialekt, sondern auch eine unverwechselbare Form von selbstbewusster Sturschädeligkeit auszeichnet. Das manifestiert sich nicht zuletzt politisch. Als die oberösterreichischen Bauern fünfzig Kilometer weiter nordwärts noch unter der Leibeigenschaft stöhnten, formierte sich in der frühindustriellen Gesellschaft am Fuße des Dachsteins bereits eine bestens organisierte Arbeiterbewegung mit weitverzweigten politischen Gliederungen – eine Tradition, die bis heute nachwirkt. Neben dem Salz war es vor allem der Tourismus, der seit dem Biedermeier die Identität des Salzkammerguts bestimmte. Im Gefolge Kaiser Franz-Josephs, der Bad Ischl zu seiner „Sommerresidenz“ erhob, kamen zahlungskräftige Industrielle und prominente Künstler in die Region, darunter viele jüdische Gäste: Sigmund Freud und Gustav Mahler, Arthur Schnitzler, Karl Kraus und Theodor Herzl, sie alle waren treue Besucher. Das Ausseerland und die Landschaften rund um den Traun-, den Wolfgang- und den Attersee waren aber nicht nur Zentren sommerlichen jüdischen Lebens, hier formierten sich früh auch die österreichischen Nationalsozialisten. Nach dem „Anschluss“ 1938 ließen sich zahlreiche NS-Größen im Salzkammergut nieder. Zugleich setzten die neuen Machthaber einen skrupellosen Raubzug an jüdischem Eigentum ins Werk: Hunderte Villen und Häuser zwischen Gmunden, Ischl und dem Ausseerland wurden „arisiert“. Die jüdische Bewohnerinnen und Bewohner wurden in die Emigration getrieben oder in der Shoa ermordet. Zugleich aber war das Salzkammergut – neben dem Süden Kärntens – die einzige Region im heutigen Österreich, in der es Ansätze zu bewaffnetem Widerstand gegen die Nationalsozialisten gegeben hat. Aktivistinnen und Aktivisten wie Sepp Plieseis, Alois Straubinger und Resi Pesendorfer organisierten, teilweise von einem Geheimversteck im Toten Gebirge aus, den Widerstand gegen das braune Terrorregime. Höhepunkt der widerständischen Aktivitäten war die Rettung kostbarer Kunstwerke – unter anderem von Dürer, Rembrandt, Rubens und Vermeer – aus den Stollen des Altausseer Bergwerks, wo sie die nationalsozialistischen Machthaber, dem sogenannten Nerobefehl Hitlers folgend, in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 sprengen und vernichten wollten. Die Bergarbeiter von Altaussee verhinderten das. Günter Kaindlstorfer erzählt in seiner Dokumentation die Geschichte des Salzkammerguts aus bisher unbekannten Blickwinkeln. Eine Dokumentation von Günter Kaindlstorfer (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 05.07.2025 ORF III Besatzungskinder
„Sie ist eine Russenhure“, so wurden häufig Frauen beschimpft, die während der Besatzungszeit Beziehungen oder Kinder mit sowjetischen Besatzungssoldaten hatten. Viele verschwiegen ihren Söhnen oder Töchtern deshalb die Identität des Vaters, manche erleichterten ihr Gewissen erst kurz vor dem Sterben. Andere meinten, der Vater wäre im Krieg gefallen. „Mein Vater war ein Kosake, der zu den Amerikanern flüchtete“, erzählt Nikolaus Presnik, der als Nik P. zum bekannten Sänger wurde. Erstmals thematisiert wird auch das Leben und Schicksal von Kindern, die österreichische Wehrmachtsangehörige in den besetzten Gebieten zeugten. Auch Kinder, die aus verbotenen Beziehungen mit Kriegsgefangenen stammen, kommen in Robert Gokls Dokumentation zu Wort. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 08.05.2018 ORF III Bildung für Alle – Geschichte der Volkshochschulen in Österreich
Nobelpreis-Träger Prof. Anton Zeilinger versuchte 2023 in seinem Vortrag an der Volkshochschule die Quantenphysik für alle verständlich zu erklären. 100 Jahre zuvor hatte Albert Einstein auf Einladung der Urania seine Relativitätstheorie dem wissensdurstigen Wiener Publikum vorgestellt. Joanna wiederum besucht derzeit den Basisbildungskurs der VHS, um endlich Lesen und Schreiben zu lernen und den Schulabschluss nachzuholen. „Bildung für alle“ – das war das Motto der engagierten Volksbildnerinnen und Volksbildnern Ende des 19. Jahrhunderts. Sie boten Kurse für Männer und Frauen jeglichen Alters oder sozialen Herkunft an. Die Dokumentation erzählt die Geschichte von mutigen Frauen und Männern, die die österreichischen Volkshochschul-Bewegung begründeten: von den Anfängen in der Monarchie, der Blütezeit in den 1920er Jahren, dem schlagartigen Niedergang im Austrofaschismus und Nationalsozialismus, und dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Mi. 01.05.2024 ORF III Bin Laden – Drahtzieher des Terrors
Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 steht der Name Osama bin Laden für globalen Terror und als Anführer von Al-Kaida. Bin Laden gilt als Initiator und Planer der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA, die fast 3000 Menschen das Leben kosteten. Knapp eine Woche später erklärte US-Präsident Bush Bin Laden für die Anschläge des 11. Septembers 2001 hauptverantwortlich, er müsse daher „tot oder lebendig“ dingfest gemacht werden. Doch wie konnte es so weit kommen? Die Dokumentation gibt Einblicke in die Biografie eines Mannes, der aus einer der wohlhabendsten Familien Saudi-Arabiens stammt und schließlich zum Mastermind des sogenannten „Heiligen Krieges“ und Botschafter des Hasses wurde. (Text: ORF)Deutsche Streaming-Premiere Fr. 17.03.2023 ARD Mediathek Original-TV-Premiere Sa. 11.09.2021 ORF III Die Blockade von Leningrad
Die Blockade von Leningrad der Deutschen Wehrmacht begann am 8. September 1941 und dauerte fast drei Jahre. 872 Tage lang war die Stadt eingekesselt. Im Inneren herrschte Verzweiflung, Hungersnot und Kannibalismus. „Ein kleiner Junge war gestorben und seine Mutter legte seinen Körper in den Fensterrahmen. Sie hatte nicht die Kraft, ihn zu beerdigen. Dann schnitt sie nach und nach Stücke von ihm ab, um ihre Tochter damit zu füttern.“ Die Ausweglosigkeit ließ erst im Frühling 1942 nach, als Hilfspakete die Stadt über den Ladogasee erreichten. Nichtsdestotrotz war es, entgegen den Erklärungen der Sowjetischen Propaganda Maschinerie, noch immer nicht möglich, die gesamte Bevölkerung Leningrads zu ernähren.Mehr als eine Million Menschen starben in dieser Zeit. Es ist die Geschichte von außergewöhnlichem Heldentum auf der einen Seite und menschlichem Versagen auf der Anderen – und es ist eine der schlimmsten Gräueltaten, die von Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs verübt wurde. In ihrem Buch „Blockade“ beschreibt die britische Historikerin Anna Reid die Ereignisse der Jahre 1941 und 1942. Ihre neue, umfassende Studie basiert auf Augenzeugenberichten und Dokumenten des NKWD, des Innenministeriums der UdSSR. Gemeinsam mit seltenem Film- und Bildmaterial, Original-Tagebüchern und Dokumenten dieser Zeit versuchen sie die unbeschreibliche Tragödie zu veranschaulichen. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 09.12.2017 ORF III Blons – Die größte Lawinenkatastrophe der Alpen
Es war die größte Lawinen-Katastrophe in den Alpen. Im Jänner 1954 vernichteten insgesamt 13 Lawinen das Dorf Blons im Großen Walsertal. Mehr als 50 Menschen starben unter den Schneemassen. Es war dies die größte Katastrophe im Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg. Bei den Rettungsmaßnahmen setzten die französischen Besatzungssoldaten Helikopter ein. Auch amerikanische Soldaten halfen. Mit der Katastrophe von Blons begann die technische Schutzverbauung der Alpen. Jahrhunderte hatten die Bewohner der Alpentäler mit dem „Weißen Tod“ gelebt, Lawinen als Schicksal hingenommen.Die hochgelegenen Dörfer des Walsertals bewahren bis heute einen Einblick in ein fast archaisches Leben der Bergbevölkerung. Überlebende der Katastrophe von Blons erzählen über das Leben und Sterben damals, wie Warnungen ignoriert, Gefahren missachtet und das Leid überwunden wurde. Die Dokumentation knüpft an den Buch-Bestseller „Der Atem des Himmels“ des einstigen Austro-Pop-Sängers Reinhold Bilgeri an, dessen Mutter damals die Lawinenkatastrophe in Blons überlebte. Eine Dokumentation von Gerhard Jelinek und Sabine Zink (Text: ORF) Original-TV-Premiere So. 13.02.2022 ORF III Der blutige Februar 1934 – Bürgerkrieg in Österreich
Heimwehrführer Ernst Rüdiger Starhemberg, Bundeskanzler Engelbert Dollfuss und Sicherheitsminister Emil Fey sind die politisch Hauptverantwortlichen für die Ausschaltung von Demokratie, Parlamentarismus und Sozialdemokratie in der 1. Republik. Der Kampf gegen die sozialdemokratische Opposition gipfelt im Parteienverbot nach dem Bürgerkrieg vom Februar 1934 und führt zur tiefen Fragmentierung und irreparablen Spaltung der österreichischen Gesellschaft. Andreas Novak zeichnet die politische Zangenbewegung gegen die Sozialdemokratie nach, die sich mit der Ausschaltung von Parlamentarismus und demokratischen Staatsstrukturen synchronisiert und den Weg in die Diktatur des autoritären, christlichen Ständestaates ebnete. Die auf mehreren politischen Ebenen vorangetriebene Strategie reicht in die Anfänge der 1920er Jahre zurück und wird durch die Wirtschaftskrise aber auch durch die Revolutionsrhetorik des linken Parteiflügels der Sozialdemokraten beschleunigt. Ein Film von Andreas Novak (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 03.11.2018 ORF III Blutige Linien – Die Grenzziehung von Sykes-Picot im Nahen Osten
Der Bürgerkrieg in Syrien, das grausame Schlachten des IS, die Fehden zwischen Sunniten und Schiiten im Irak: Der Nahe Osten ist ein Dauer-Brandherd der Welt. Gelegt wird das Feuer bereits während des ersten Weltkrieges, als England und Frankreich die Landkarten zwischen Damaskus und Bagdad im Handstreich neu zeichnen. Noch während der Erste Weltkrieg 1916 mit voller Härte tobt, ziehen der Engländer Sir Mark Sykes und der Franzose Francois Georges Picott neue Grenzlinien in den arabischen Sand. Den beiden Großmächte geht es vor allem darum, sich längerfristig Einfluss im Nahen Osten zu sichern.Einem Pfarrer aus Österreich kommt zu der Zeit im Spiel der Kräfte eine nicht unwesentliche Rolle zu. Alois Musil kämpft um eine ganz andere Vision: für ein geeintes Arabien und gegen koloniale Willkür. Die von Sykes und Picot gezogenen Grenzen werden letztlich zu den Wurzeln der späteren Katastrophe im Nahen Osten. Regisseur Gerhard Jelinek begibt sich in dieser ORFIII-Neuproduktion auf die Spuren dieser Ereignisse. (Text: ORF) Deutsche TV-Premiere Do. 26.08.2021 3sat Original-TV-Premiere Sa. 12.10.2019 ORF III Blutiger Boden, reiche Gewinne – Das Wirtschaftssystem der SS
Im Graubereich zwischen Staat, Partei und Privat entwickelt sich die SS in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur unbemerkt zu einer Wirtschaftsmacht. Vor dem Hintergrund der „Blut-und-Boden-Politik“ nützen Heinrich Himmlers Männer die Arbeitskraft von KZ-Gefangenen für ihre ökonomischen Ziele. Doch wie gelingt es der SS, abseits der öffentlichen Wahrnehmung ein verschachteltes Firmennetzwerk aus dutzenden Großunternehmen zu errichten? Nach der Übernahme der damals noch unbewaffneten Unterabteilung „Sturmabteilung“ (SA) später „Schutzstaffel“ (SS) durch Heinrich Himmler im Jahr 1929, startet die Verwirklichung der „Blut-und-Boden“ – Ideologie.Ziel war eine Umstrukturierung des Deutschen Reiches zu einer bäuerlichen Gesellschaft, Verbände zur Elite zu machen und die größtmögliche Unabhängigkeit anzustreben. Die Umsetzung der Lebensraum-Politik bekommt jedoch Gegenwind von der deutschen Industrie und Himmlers Verbände geraten zunehmend in Bedrängnis. In der Dokumentation „Blutiger Boden, reiche Gewinne“ erzählt Regisseur Andreas Kurz über eines der am wenigsten bekannten Kapitel der Zeit des Nationalsozialismus und eröffnet einen neuen Blick auf die Hintergründe der NS-Vernichtungspolitik. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 06.05.2023 ORF III Blutiges Geld – Wie Hitler sein Schreckensregime finanzierte
Wie hat Hitler sein Naziregime finanziert? Im Juni 1940 schickt er seine Truppen über ganz Europa aus – nach Frankreich, Belgien und Holland. Dabei kämpft Nazideutschland mit Schulden. Das Land hat wenige Rohstoffe, kein Öl und vor allem leere Staatskassen. Wie konnte Nazideutschland große Teile Europas mit Krieg überziehen, wenn es doch eigentlich mit enormen Wirtschaftsproblemen zu kämpfen hatte? Die Dokumentation analysiert die finanzielle Lage des Dritten Reichs anhand neuer Forschungsergebnisse aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.Anhand vom Werken und Wirken wenig bekannter Schlüsselfiguren wie Hjalmar Schacht, Dr. Georg Von Schnitzler oder Fritz Sauckel wird ein Blick auf die Hintergründe der Naziwirtschaft geworfen. Durch 3D Animationen und selten gezeigtes Archivmaterial entblößt dieser Dokumentationszweiteiler wie die Nationalsozialisten es fertig gebracht haben, ein Wirtschaftsmodel aufzubauen dessen Fundament Diebstahl und Mord war und dessen endgültiger Zweck die Zerstörung ganz Europas hätte sein sollen. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 06.11.2021 ORF III Der Bockerer – Die Geschichte der Kultfilme
Bild: ORF / ORF IIIDie neue ORF-III-Dokumentation widmet sich einer der wichtigsten und erfolgreichsten Filmreihen des Landes: Der Bockerer I-IV. Die Bockerer Filme sind gleichzeitig Geschichtsstunde, zeitgeschichtliches Dokument des Widerstandes und ganz große Unterhaltung. Sie waren maßgeblich an der beginnenden Aufarbeitung österreichischer Kriegs- und Nachkriegsgeschichte beteiligt und haben viele Zuseher im Kino und vor den Fernsehgeräten zum Nachdenken über die jüngere Vergangenheit Österreichs gebracht. Im Zentrum aller vier Filme steht Karl Merkatz, der den widerspenstigen Fleischhauer Karl Bockerer spielt.Unterstützt wird er von einem großartigen Ensemble deutschsprachiger Publikumslieblinge, die Österreichs Regiealtmeister Franz Antel vor der Kamera versammeln konnte. Nachdem der Bockerer im ersten Teil gegen das Regime der Nazis und für die Freiheit kämpft, legt er sich im zweiten Film, der in der Nachkriegszeit bis 1955 spielt, mit den sowjetischen Besatzern an und verhilft einem jungen Liebespaar zu einer spektakulären Flucht in die amerikanische Zone. Im dritten Teil gerät der Bockerer während des Ungarnaufstandes 1956 zwischen die Fronten ungarischer Studenten und der Roten Armee. Der vierte Film spielt zu Zeiten des Prager Frühlings 1968 und thematisiert die aufkommende Rolle der Medien in Krisenzeiten. Es war gleichzeitig auch Franz Antels letzter Film. Die Dokumentation von Thomas Grusch aus der Reihe „Österreichische Fernsehjuwele“ zeigt, welche Arten des Widerstandes im Alltag zu Zeiten des Nationalsozialismus möglich waren, wie Humor in schwierigen Lebenslagen helfen kann und wieso die Freiheit aller Menschen das höchste zu verteidigende Gut ist. Zeitzeugen, SchauspielerInnen und HistorikerInnen sprechen über die zeitgeschichtliche Bedeutung der Filme und über die Gründe des großen Erfolgs. Neben Ausschnitten aus allen vier Filmen werden auch Franz Antel und Karl Merkatz in Archivinterviews zu Wort kommen. Durch die Sendung führen die Publikumslieblinge Teddy Podgorski, Dolores Schmidinger, Heinz Marecek und Michael Schottenberg. Begleitet werden sie vom Filmproduzenten Dieter Pochlatko, der Historikerin Karin Moser und dem Filmhistoriker Günter Krenn. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 09.12.2023 ORF III Böse Bauten: Hitlers Architektur – Eine Spurensuche in Berlin
Böse Bauten: Hitlers Architektur im Schatten der Alpen
Vor der idyllischen Kulisse der Alpen finden sich immer noch Bauten aus der NS-Zeit. Mancherorts werden sie von Touristen überrannt, andernorts bleiben sie gänzlich im Verborgenen. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 24.02.2018 ORF III „Bonnie und Clyde“ – Ein Leben auf der Flucht
Mehrfach wurde die Geschichte des wohl berühmtesten Gangsterpaars der amerikanischen Geschichte verfilmt. Doch die Realität war anders. Erst vor kurzem kam das Tagebuch von Blanche Barrow an die Öffentlichkeit. Clydes Schwägerin stand den Beiden ganz nahe, denn sie war gemeinsam mit Bonnie Parker und Clyde Barrow auf der Flucht. Zudem kommen in dieser Dokumentation Menschen zu Wort, die Blanche, Bonnie und Clyde noch persönlich erlebt haben. Blanche Barrows Aufzeichnungen bieten einen völlig neuen Einblick in das Leben des berüchtigten Paars. Dabei wird klar: Mit Hollywoodglamour hatte es nichts zu tun. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Mo. 08.04.2013 ORF III Brandakte Stephansdom – Rekonstruktion einer Katastrophe
Die Zerstörung des Stephansdoms gilt als eine der Urkatastrophen der Stadt Wien. Niemand konnte es fassen, dass dieses Wahrzeichen wenige Tage vor Kriegsende ein Raub der Flammen wurde. Diesen Ostermontag jährt sich der Brand von St. Stephan auf den Tag genau zum 75. Mal. Doch haben sich die Dinge wirklich so zugetragen, wie die meisten Menschen heute glauben? Welche Verkettung von widrigen Umständen brauchte es, um diese Kirche untergehen zu lassen? Dombaumeister Wolfgang Zehetner nimmt in dieser ORF-III-Neuproduktion historische Ermittlungen auf und untersucht mit modernsten Mitteln der Computeranimation den wahren Grund für den Untergang des Stephansdoms im Jahr 1945. Zeugen wie Lothar Kodeischka, der damals eigenhändig die ersten Flammen zu löschen versuchte, und der österreichische Wehrmachtshauptmann Gerhard Klinkicht, der den Befehl hatte, den Dom kaputt zu schießen, liefern wertvolle Hinweise auf den wahren Verlauf dieser Katastrophe.Welches Bild ergibt sich, wenn Wolfgang Zehetner alle neue Fakten wie ein Puzzle zusammen setzt? (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 08.05.2021 ORF III Der Brand der Hofburg
Vor 30 Jahren in der Nacht vom 26. auf den 27. November 1992 brach im Großen Redoutensaal der Hofburg Wien ein Brand aus, der den Saal weitestgehend zerstörte und den benachbarten Kleinen Redoutensaal stark in Mitleidenschaft zog. Ein bedeutender Teil des baukulturellen Erbes der Republik Österreich fiel damit dem Brand zum Opfer. In den Nachtstunden bekämpften 240 Feuerwehrmänner den Großbrand, die Polizei riegelte die Innenstadt ab und evakuierte 60 Wohnparteien in der Umgebung der Hofburg. Die Dokumentation blickt zurück auf die dramatischen Stunden dieses Großbrands, der vielen Menschen noch in bleibender Erinnerung geblieben ist. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 30.07.2022 ORF III Brennende Grenze – Beginn des jugoslawischen Dramas
Vor 30 Jahren begann mit den Unabhängigkeitserklärungen von Slowenien und Kroatien der blutige Zerfall des sozialistischen Jugoslawien, das den Tod seines Staatsgründers, des Diktators Josip Broz Tito, gerade einmal um 10 Jahre überlebt hatte. Der Krieg in Slowenien dauerte nur zehn Tage, die Kriege in Kroatien und Bosnien und Herzegowina aber jeweils mehr als drei Jahre und auch die Zahl der Opfer, Vertriebenen und Flüchtlinge war weit höher. 1999 folgte dann als Höhepunkt der NATO-Krieg um den Kosovo, der de facto dazu führte, dass Serbien die Kontrolle über seine albanisch dominierte Provinz verlor. Doch die Unabhängigkeit des Kosovo haben nach wie vor viele Staaten nicht anerkannt, und auch die Folgen der Auflösung des Tito-Staates sind weiter spürbar.Der blutige Zerfall des ehemaligen Jugoslawien begann an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Jugoslawien, der heutigen Grenze zu Slowenien, weil die Volksarmee versuchte, Grenzübergänge wieder in Besitz zu nehmen, die slowenische Truppen kontrollierten. Dieser Krieg an der Staatsgrenze führte auch zum größten militärischen Einsatz des österreichischen Bundesheeres. Etwa 7.700 Soldaten waren von Ende Juni bis Mitte Juli 1991 in der Steiermark und in Kärnten im Einsatz. ORF Balkan-Korrespondent Christian Wehrschütz hat mit ehemaligen Soldaten gesprochen, vom Kommandanten im steirischen Grenzabschnitt bis zu einfachen Grundwehrdienern. Gesprochen hat er auf slowenischer Seite mit Veteranen und dem ersten demokratisch gewählten Regierungschef Lojse Peterle. Doch Wehrschütz ist auch der Frage nachgegangen, warum der Tito-Staat seinen Gründer nicht dauerhaft überlebt hat. Zu den befragten Zeitzeugen zählen der erste Präsident Sloweniens, Milan Kucan, der letzte Vorsitzende des jugoslawischen Staatspräsidiums Stipe Mesic sowie Titos letzter Außenminister Budimir Loncar und weitere Zeitzeugen der Ereignisse vor 30 Jahren, die Europa erschüttert und nachhaltig geprägt haben. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 03.07.2021 ORF III „Brennt Paris?“ – Kampf gegen Hitlers Befehl
Am 25. August 1944 verkündeten die Glocken von Notre Dame die Befreiung von Paris. Gut zwei Monate nach der Landung der Alliierten in der Normandie hatten die deutschen Besatzer die französische Hauptstadt verlassen müssen. An diesem Tag ahnte niemand, wie knapp die Metropole einer Katastrophe entgangen war. Hitler persönlich hatte befohlen, die Stadt dem Erdboden gleichzumachen. Anhand packender Originalaufnahmen erzählt die Dokumentation, wie Paris diesem Schicksal doch noch entgehen konnte. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 01.06.2019 ORF III Bricha – die Flucht
Vor 60 Jahren wurde der Staat Israel gegründet. Aus diesem Anlass dokumentiert kreuz und quer die Geschichte der Fluchthilfeorganisation „Bricha“. 1945 waren Krieg und Nazi-Terror zu Ende – doch die Flucht stand vielen erst bevor: In ganz Europa, besonders aber in Deutschland und Österreich gab es hunderttausende heimatlose Flüchtlinge. Vorwiegend Juden aus Osteuropa, die das Glück hatten, den Holocaust zu überleben. 1946 kam es zu einem Massenexodus von 260.000 Juden aus Polen nach Deutschland und Österreich. Der größte Teil dieser Flüchtlinge wollte nach Palästina, um die Errichtung des Staats Israel zu unterstützen. Die Dokumentation ist die Geschichte der Fluchthilfeorganisation BRICHA, die den Exodus organisierte. Andreas Gruber erzählt in dem Film Flüchtlingsgeschichten zwischen Österreich und Israel. (Text: ORF)Original-TV-Premiere So. 07.05.2017 ORF III Bruderkrieg – Der Kampf um Titos Erbe: Der kalte Friede
Unter dem Eindruck des Massakers von Srebrenica unterzeichneten im Dezember 1995 der serbische Präsident Slobodan Milosevic, der kroatische Präsident Franjo Tudjman und der bosnisch-herzegowinische Präsident Alija Izetbegovic unter Vermittlung der USA und mit Beteiligung der Europäischen Union das Abkommen von Dayton. Die führenden Delegationsmitglieder erzählen, was sich hinter den Kulissen der Verhandlungsräume abgespielt hat. Das Pentagon gestattete, die dreidimensionalen virtuellen Landkarten zu filmen, die mit Hilfe von Spionagesatelliten im Computer entstanden sind und die bei den Verhandlungen eine wichtige Rolle spielten. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 18.07.2015 ORF III Bruderkrieg – Der Kampf um Titos Erbe: Der Sprengsatz
ORF III zeigt die preisgekrönte sechsteilige Dokumentation über den Zerfall Jugoslawiens nach dem Tod von Josip Broz Tito sowie die anschließenden Jugoslawienkriege bis zum Dayton-Abkommen 1995. In einzigartiger Weise kombiniert die Dokumentation zuvor nicht gezeigtes Archivmaterial mit Interviews der meisten Hauptakteure des Konflikts, darunter Slobodan Milosevic, Radovan Karadzic, Franjo Tudjman und Alija Izetbegovic. Diese schildern jeweils ihre Version der entscheidendsten Momente der Krise und erzählen, was sie getan haben und weshalb.In der ersten Folge wird dargestellt, wie Slobodan Milosevic mit Hilfe von serbischen Nationalisten die Macht in der Vojvodina und im Kosovo an sich gerissen hat. Auch in Montenegro wurde ein Milosevic ergebener Politiker als Präsident aufgezwungen. So nebenbei zerschlägt Milosevic die bundesstaatlichen Institutionen Jugoslawiens und entmachtet gesamtjugoslawisch denkende Politiker. Dieser serbische Machtdrang verursacht, dass die nördlichen Republiken Slowenien und Kroatien sich immer mehr von Serbien entfernen. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 11.07.2015 ORF III Bruderkrieg – Der Kampf um Titos Erbe: Die Lunte brennt
In der zweiten Folge wird dargestellt, wie es zur Abspaltung der Krajina und zur Bewaffnung Kroatiens kam: Kroatische Selbständigkeits-Euphorie nach der Wahl von Franjo Tudjman zum kroatischen Präsidenten verunsichert die Serben in der kroatischen Krajina. Sie lehnen sich gegen Zagreb auf und bekommen Unterstützung aus Belgrad. Ein Bestrafungsversuch Kroatiens scheitert an der Gegenaktion der Bundesarmee. Die Kroaten fühlen sich gedemütigt und wehrlos. In einer geheimen Aktion werden die Waffen in Ungarn beschafft. Serbien plant Militärintervention gegen Kroatien, bekommt aber nicht die Mehrheit im Staatspräsidium. So treten die Serben aus dem gemeinsamen Staatspräsidium aus, um die Intervention allein durchzuführen. Im letzten Augenblick verzichtet Verteidigungsminister Kadijevic auf die Invasion. Am 15. April 1991 zeigt Kroatien offen seine bewaffneten Einheiten. Der jugoslawische Countdown beginnt. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 11.07.2015 ORF III Bruderkrieg – Der Kampf um Titos Erbe: Explosion
In der dritten Folge wird über die Folgen der Unabhängigkeit von Slowenien und Kroatien berichtet. Slowenien kam ziemlich glimpflich davon, weil die Bundesarmee anfänglich den slowenischen Widerstand unterschätzte. Der massive Armeeeinsatz wurde durch Serbien verhindert, weil in Slowenien keine Serben wohnten. Borisav Jovic meinte: „Krieg gegen Slowenien bringt uns nichts.“ Anders mit Kroatien, hier meinten die Serben, ohne ihre Zustimmung dürfen die Kroaten nicht ziehen. Serbien wollte die kroatischen Serben und ihr Land halten. Die Vorbereitungen für den Konflikt trafen aber sowohl die Serben als auch die Kroaten: Serbische Nationalisten um Vojislav Seselj schickten ihre Agenten nach Ostslawonien.Und die Hardliner um Franjo Tudjman versuchten, die serbische Bevölkerung Ostslawoniens zu provozieren. Zwischen diesen Fronten befand sich der kroatische Polizeichef Ostslawoniens Josip Reihl-Kir. Vergeblich bemühte er sich um den friedlichen Ausgleich. Er wurde durch eigene Leute umgebracht. Die schwache Armee Kroatiens versuchte Vukovar zu halten. Die heroischen Verteidiger der Stadt wussten aber nicht, dass ihr Präsident die Stadt absichtlich opferte; deswegen blieben ihre Forderungen nach schweren Waffen unerhört. Der Fall von Vukovar sollte die Europäer – vor allem die Deutschen – dazu bewegen Kroatien als Staat anzuerkennen. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 11.07.2015 ORF III Bruderkrieg – Der Kampf um Titos Erbe: Flächenbrand
In der vierten Folge wird über die Auswirkungen der bosnischen Unabhängigkeit berichtet: Die serbische Partei war von Anfang an gegen die Unabhängigkeit Bosniens; es fehlte nur ein Funken. Tragischerweise war es ein Moslem der die ersten Schüsse feuerte. Die Serben planten, die Bosnier einzuschüchtern. In Zvornik sollte ein Exempel ethnischer Säuberung statuiert werden. In die Aktion wurden de facto Einheiten der Bundesarmee einbezogen. Ihnen zur Seite standen die Freischärler, welche durch die serbische Geheimpolizei organisiert wurden. Die moslemische Bevölkerung von Zvornik wurde massakriert, die restlichen vertrieben. In Nachhinein behauptete der Führer der Freischärler Vojislav Seselj, dass Slobodan Milosevic alles wusste; Milosevic bestreitet es. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 18.07.2015 ORF III Bruderkrieg – Der Kampf um Titos Erbe: Sicherheitszonen
In der fünften Folge wird über das Versagen der UNO in Bosnien berichtet: Der französische General Morillion hatte den Bewohnern der ostbosnischen Stadt Srebrenica versprochen, dass diese unter dem Schutz der UNO stehen werden. Die UNO war von dieser Idee nicht begeistert. Der Gedanke wurde verwässert und so entstand der Begriff Sicherheitszonen. Die Bewohner von muslimischen Enklaven mussten einen hohen Preis dafür bezahlen: die muslemischen Verteidiger mussten ihre Waffen abgeben: Dafür schickte die UNO „einige“ Soldaten zum symbolischen Schutz der Muslime. Es entstanden riesige KZ-Lager, nur mit dem Unterschied, dass der „Henker“ außerhalb des Lagers lauerte.Unterdessen wurden die Amerikaner unruhig: Zwar lehnten sie weiterhin eine Intervention in Bosnien ab. Immerhin erzwangen sie aber einen bosnisch-kroatischen Bündnisvertrag und trugen so zur Beendigung der kroatischen Aggression in Bosnien bei. Als die bosnischen Serben im Frühjahr 1995 über die muslimischen Enklaven Srebrenica und Zepa herfielen, ließ die UNO zu, dass die Schutzzonen okkupiert und die Menschen dort massakriert wurden. Drei Monate nach diesem UNO-Desaster war die Geduld der USA erschöpft: NATO-Flugzeuge erzwangen endlich Beendigung des Mordens in Bosnien. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 18.07.2015 ORF III
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