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  • Der Zerfall der Sowjetunion vor über 30 Jahren sei die „größte geopolitische Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts gewesen. Das geflügelte Wort Wladimir Putins drückt Zweierlei aus. Zum einen die Trauer über ein untergegangenes Reich. Zum anderen die Ambitionen, Russland zu früherer Macht und Stärke zurückzuführen. Moskaus Imperium. Heute. Und damals. Das Thema der zweiteiligen Dokumentationsreihe. Rückblick. Ende der 1970er Jahre beginnt das sowjetische Riesenreich zu bröckeln. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs löst es sich 1991 rasend schnell auf – bankrott, traumatisiert und gedemütigt vor der Welt. Für die Menschen in Moskaus Imperium folgt ein anarchisch-chaotisches Jahrzehnt im Spannungsfeld zwischen kriegerischen Konflikten und der Suche nach neuem nationalem Selbstbewusstsein. Mit der Jahrtausendwende übernimmt in Russland ein „neuer Zar“ das Zepter und schickt sich an, das „alte“ Imperium zu früherer Macht und Stärke zurückzuführen. Doch das weckt Ängste. In den früheren Satellitenstaaten Moskaus, die sich seit 1989 rasant in Richtung Westen orientiert haben. Oder in ehemaligen Sowjetrepubliken wie den Baltischen Staaten. Doch wer genauer hinblickt, wird einen sehr viel differenzierten Blick auf die Ereignisse bekommen. Denn die Säulen, auf denen das sowjetische Imperium einst beruhte, sind vielerorts noch deutlich spürbar. Belarus geht einen sehr eigenen Weg, setzt auf Eigenständigkeit bei gleichzeitiger Nähe zu Moskau. Durch die Ukraine läuft ein Riss, ebenso durch die Republik Moldau. Es sind „eingefrorene“, ursprünglich bewaffnete Konflikte zwischen pro-russischen und pro-westlichen Kräften. Der zweiteilige Dokumentarfilm „Moskaus Imperium“ zeichnet die Geschichte dessen nach, was zu Zeiten des Kalten Kriegs als „Ostblock“ bezeichnet wurde – Staaten, die nach 1989 sehr unterschiedliche Wege einschlugen. Die beiden Dokumentarfilme schlagen den Bogen bis in die Gegenwart. Zu Wort kommen Menschen, die diesen radikalen Umbruch hautnah erlebt haben. Und die, die ihn gestaltet haben. Der Zerfall der Sowjetunion zeichnet sich Ende der 1970er Jahre ab und mit dem Fall des Eisernen Vorhangs löst sich das einst größte Land der Welt auf. Für die Nachfolgestaaten folgen turbulente Jahre, stets im Spannungsfeld zwischen der Suche einer eigenen, postsowjetischen Identität und kriegerischen Konflikten. Doch dann übernimmt Wladimir Putin das Zepter und schickt sich an, Russland wieder zu alter Macht und Stärke zurückzuführen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.03.2022 ORF III
  • Mit Putin an der Spitze der Macht in Russland ändert sich vieles. Das innere Chaos wird beseitigt, die Oligarchen verlieren politischen Einfluss. Sein autoritärer Führungsstil führt zu einem selbstbewussten Auftreten Russlands, vor allem gegenüber dem Westen. Konflikte in Georgien und der aktuelle Konflikt im Osten der Ukraine sorgen für eine immer größer werdende Spaltung zwischen Ost und West. Der Kalte Krieg scheint wiedergeboren – und heißer als je zuvor. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.03.2022 ORF III
  • Man kennt die Architekten der 2. Republik, die Männer der „Stunde Null“ im Jahr 1945. Der wichtige Anteil der Frauen am Wiederaufbau ist aus der öffentlichen Wahrnehmung überwiegend ausgeblendet. Die Männer befanden sich in Kriegsgefangenschaft, waren an der Front gefallen oder galten als vermisst, nun hatten die Frauen für das Überleben von Kindern und Familie zu sorgen. Während der NS-Zeit waren sie noch die „Heldinnen der sogenannten Heimatfront“, die von der Zwangsrekrutierung in den NS-Rüstungsbetrieben 1945 nahtlos auf die Schutthalden der Städte wechselten. Nach Kriegsende wurden sie zu „Hüterinnen des Feuers“, zu täglichen Überlebenskämpferinnen vor allem in der russischen Zone, zu geschickten Tauschhändlerinnen am Schwarzmarkt und Spezialistinnen für Hamsterfahrten. Eine Dokumentation von Andreas Novak (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 10.03.2012 ORF III
  • „Ich bin der, den ihr nicht brechen könnt.“ So lautet Muhammad Alis Motto, als er 1970 in den Ring zurückkehrt. Trotz einer mehrjährigen Pause ist Ali stets ein Publikumsmagnet. Er ist ein Mann, der Emotionen auslöst, sowohl für wie auch gegen ihn. Doch wo ein Comeback ist, sind auch Rivalen. Während Muhammad Ali noch immer eine fünfjährige Haftstrafe wegen Wehrdienstverweigerung droht, fordert er den neuen Schwergewichtsweltmeister Joe Frazier heraus. Der Kampf wird zur Attraktion und als Jahrhundert-Boxkampf bezeichnet. Obwohl Ali verliert, wird er zum Helden und wächst einer Generation von Amerikanern ans Herz, die ihn zuvor als Angeber und Drückeberger abgelehnt hatte. Der Supreme Court, der Alis Haftstrafe eigentlich bestätigen sollte, entscheidet im letzten Moment anders. Das Urteil gegen ihn wird aufgehoben und seine Weigerung, im Vietnamkrieg zu dienen wird anerkannt. 1974 schlägt Ali seinen Erzrivalen Frazier in einem Duell. Doch damit sein Comeback perfekt ist, muss er den gefürchteten George Foreman besiegen. Die vierteilige Dokumentarfilmreihe „Muhammad Ali – Der Jahrhundertboxer“ zeichnet den Werdegang einer der bekanntesten und legendärsten Figuren des 20. Jahrhunderts nach. Der amerikanische Regisseur Ken Burns setzt dem herausragenden Athleten, dessen Einfluss weit über den Boxring hinausging, mit dieser Reihe ein filmisches Denkmal. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 23.07.2023 ORF III
  • Die vierteilige Dokumentarfilmreihe „Muhammad Ali – Der Jahrhundertboxer“ zeichnet den Werdegang einer der bekanntesten und legendärsten Figuren des 20. Jahrhunderts nach. Der amerikanische Regisseur Ken Burns setzt dem herausragenden Athleten, dessen Einfluss weit über den Boxring hinausging, mit dieser Reihe ein filmisches Denkmal. Der erste Teil der vierteiligen Dokumentation widmet sich den Anfängen von Muhammad Ali’s Boxkarriere. Der als Cassius Clay jr. am 17. Jänner 1942 geborene Muhammad Ali beginnt mit zwölf Jahren zu boxen. Trotz anfänglicher Durchschnittlichkeit zahlt sich seine Selbstüberzeugung und Willenskraft aus und er gewinnt 1960 mit hartem Training als Amateur erfolgreich bei den Olympischen Spielen in Rom die Goldmedaille im Halbschwergewicht. Danach wird er Profiboxer und geht nach Miami um seine Technik zu perfektionieren und sich als genialer Selbstvermarkter zu etablieren. Er besucht unterdessen die Zusammenkünfte der religiös-politischen Organisation „Nation of Islam“ und freundet sich mit dem charismatischen Prediger Malcom X an. Mit nur 22 Jahren sorgt er 1964 weltweit für Aufsehen, als er dem Favoriten Sonny Listen den Weltmeistertitel im Schwergewicht abnimmt. Der Ausnahmesportler begeistert Millionen von Fans durch seine Schnelligkeit, Anmut und Kraft im Ring und versteht es, das Publikum mit Charme und spielerischem Imponiergehabe auch außerhalb des Rings für sich einzunehmen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.07.2023 ORF III
  • Im letzten Teil der Dokureihe tritt Muhammad Ali 1974 gegen den Schwergewichtsboxweltmeister George Foreman an. Es ist ein weltweit verfolgtes Spektakel und zu aller Überraschung besiegt Ali, der bereits 32 ist und technisch nachgelassen hat, seinen Rivalen. Er holt sich den Weltmeistertitel zurück und erntet internationalen Ruhm. Ein Jahr darauf trifft er in einem dramatischen, als „Thrilla in Manila“ vermarkteten Kampf zum dritten Mal auf Joe Frazier und boxt danach noch fünf Jahre. Doch er ist nicht mehr der gleiche Fighter, es fällt ihm immer schwerer, Schlägen auszuweichen, die er früher mit Leichtigkeit vermieden hätte. 1984 wird bei ihm das Parkinson-Syndrom diagnostiziert. Obwohl körperlich stark geschwächt, reist er weiter als Botschafter für seinen Glauben durch die Welt. Die vierteilige Dokumentarfilmreihe „Muhammad Ali – Der Jahrhundertboxer“ zeichnet den Werdegang einer der bekanntesten und legendärsten Figuren des 20. Jahrhunderts nach. Der amerikanische Regisseur Ken Burns setzt dem herausragenden Athleten, dessen Einfluss weit über den Boxring hinausging, mit dieser Reihe ein filmisches Denkmal. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere So. 23.07.2023 ORF III
  • Muhammad Ali war ein Ausnahmesportler, der stets sagte, was er dachte, und damit Kritik und Bewunderung zugleich erntete. Nach dem Erlangen des Weltmeistertitels 1964 verkündet der ursprünglich als Cassius Clay geborene Boxer seine Mitgliedschaft bei der religiös-politischen Organisation „Nation of Islam“. Er ändert unter dem Einfluss von Elijah Muhammad, dem bewunderten Anführer der Bewegung, seinen Namen in Muhammad Ali um. Drei Jahre lang ist er der führende Boxer in der Schwergewichtsklasse. Doch als der damals 25-Jährige den Wehrdienst und damit den Kampfeinsatz in Vietnam verweigert, wird er zu einem der verhasstesten Menschen Amerikas. Der Weltmeistertitel wird ihm aberkannt und er wird wegen Kriegsdienstverweigerung verurteilt und für den Boxsport gesperrt. Erst 1970 darf er wieder in den Boxring steigen. Sein Kampf zur Rückeroberung des aberkannten Weltmeistertitels beginnt. Die vierteilige Dokumentarfilmreihe „Muhammad Ali – Der Jahrhundertboxer“ zeichnet den Werdegang einer der bekanntesten und legendärsten Figuren des 20. Jahrhunderts nach. Der amerikanische Regisseur Ken Burns setzt dem herausragenden Athleten, dessen Einfluss weit über den Boxring hinausging, mit dieser Reihe ein filmisches Denkmal. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.07.2023 ORF III
  • Der Musikantenstadl ist ein Fixstern der österreichischen Fernsehunterhaltung. Über 180 reguläre Folgen, Sondersendungen, Auslandsreisen und die Silvesterstadl Shows begeisterten die Fans in Österreich und den deutschsprachigen Nachbarländern über mehrere Jahrzehnte. Der Musikantenstadl füllte die größten Konzerthallen und versammelte jedes Mal ein Millionenpublikum vor dem Fernseher. Die Dokumentation beschreibt die Erfolgsgeschichte des Stadls, die untrennbar mit dem Gründer und Erfinder, Karl Moik, verbunden ist. Er schaffte es Volkstümliche Musik, Blasmusik Orchester sowie deutschen und internationalen Schlager in seinen Sendungen zu einem „Bunten Abend“ zu verbinden. Vor allem in den Anfängen wurde die Sendung von Vertretern der traditionellen Volksmusik stark kritisiert. Die Kommerzialisierung der Musik und ein Ausverkauf der heimischen Werte wurden ihr vorgeworfen. Doch Karl Moik verfolgte unbeirrt sein Unterhaltungskonzept und wurde selbst zum gefeierten Fernsehstar. Unterstützung hatte er dabei in den ersten 10 Jahren vom „Urviech der Nation“, dem Hias, der mit seinen komödiantischen Einlagen schnell zum Liebling des Publikums wurde. Die Dokumentation beleuchtet auch die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche in Österreich und Europa der 80er Jahre. Der Eiserne Vorhang fiel, die heimische Innenpolitik wurde von Skandalen erschüttert, neue technologische Erfindungen und eine rasante Urbanisierung stellten die Menschen vor immer neue Herausforderungen. Und so fanden viele Zuseherinnen und Zuseher Trost in der heilen Welt des Musikantenstadls. Treue Fans folgten ihm auch auf Reisen rund um den Globus. Bereits in den 80er Jahren wurde der Stadl nach Moskau eingeladen. Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer gastierte er in der DDR. Weitere Auslandsreisen folgten, Karl Moik präsentierte den Stadl in Kanada, den USA, Australien, Südafrika, Dubai und sogar in der Verbotenen Stadt in Peking. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 04.01.2025 ORF III
  • Willi Resetarits.
    Willi Resetartis, alias „Ostbahn-Kurti“ zählte zu den populärsten Musikern Österreichs. Mit seinen im Dialekt gesungenen Rock- und Bluesliedern begeisterte er mehrere Generationen. Er hatte ein besonderes Gespür für die Sorgen der Menschen und setzte sich abseits der Bühne stark für Flüchtlinge und Menschenrechte ein. Willi Resetarits wurde zu einer moralischen Institution in Österreich. Zu seinem Todestag widmet ihm ORF III eine neue biografische Dokumentation. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.04.2023 ORF III
  • In der ersten Folge der zweiteiligen Dokumentation wird der Weg Benito Mussolinis, vom politisch linksgesinnten Lehrer, hin zum Gründer und Anführer der faschistischen Partei in Italien nachgezeichnet. Dieser konträre Gesinnungswandel wird anhand seiner von Gegensätzen geprägten Biografie deutlich gemacht. Durch den Marsch auf Rom im Jahr 1922 kommt Mussolini in einem, durch Krisen schwer gezeichneten, Italien an die Macht. Über zwei Jahrzehnte bleibt Il Duce, wie er bald genannt wird, der faschistische Führer Italiens. Um seine Macht zu erhalten und diese auszubauen, schreckt er vor Gewalt nicht zurück. Bald ist der Faschismus in Italien allumfassend und schon die geringste Opposition wird gewaltvoll niedergeschlagen. Eindrucksvoll sind die Interviews der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die in dieser Dokumentation zu Wort kommen. Sie betonen, wie Mussolini schon früh die Macht der Bilder versteht. So nutz er Film- und Fotoaufnahmen für seine Propaganda. In vielen Hinsichten ist er so das Vorbild für andere Faschisten wie etwa Adolf Hitler. Dieser meint Mussolini sei „einer der großen dieser Erde“. Der erste Teil der Dokumentation endet mit einem düsteren Ausblick auf das, was Italien in den folgenden Jahren erwarten wird. Der Abessinienkrieg als Vorbote dafür, dass Faschismus, um seinen Einfluss zu wahren, auch vor Krieg nicht zurückschreckt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.11.2022 ORF III
  • In der zweiten Folge der Dokumentation über Benito Mussolini wird die zunehmende Radikalisierung der italienischen Faschisten thematisiert. Früher das große Vorbild Adolf Hitlers, wenn es darum ging einen faschistischen Staat aufzubauen, ist Mussolinis Italien nun weniger mächtig als Hitlers Deutschland. Die beiden Diktatoren sind trotz dessen innig verbunden und treffen sich oftmals. Hitler geht so weit, Mussolini als seinen „einzigen wahren Freund“ zu bezeichnen. Auch in Italien werden Gesetze eingeführt, die es Jüdinnen und Juden verbieten weiter am normalen Leben teilzunehmen. Nach der Landung der Alliierten in Sizilien wird Mussolini gestürzt und in Gefangenschaft genommen. Der Beginn vom Ende des Diktators zeichnet sich ab, doch kann dieser noch einmal mit deutscher Hilfe in einer spektakulären Aktion aus der Gefangenschaft befreit werden. Er wird nach Deutschland gebracht, wo ihn Hitler dazu zwingt nach Italien zurückzukehren und dort eine faschistische Republik auszurufen. Mussolini lässt ehemals führende Faschisten, darunter seien eigenen Schwiegersohn, hinrichten. Doch all das verhindert nicht, was sich schon länger anbahnte. Am 27. April 1945 wird Benito Mussolini von kommunistischen Partisanen festgenommen und nur einen Tag später erschossen. Sowohl seine Leiche als auch die von einigen anderen hochrangigen Faschisten wird nach Milan gebracht. Dort werden die Toten vor einer aufgeheizten Menschenmenge zur Schau gestellt und schließlich kopfüber an dem Dach einer Tankstelle aufgehängt und von der Menge geschändet. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.11.2022 ORF III
  • Das Hahnenkammrennen – das wohl bekannteste und spektakulärste Skirennen der Welt. Ein Ort, an dem Legenden geboren werden: von Franz Klammer über Karl Schranz bis hin zu Stephan Eberharter. Ein Mythos, der Jahr für Jahr ein ganzes Wochenende die Skination Österreich in seinen Bann schlägt. Und ein erheblicher Wirtschaftsfaktor mit enormer Bedeutung für den Skitourismus, der die Region um Kitzbühel so nachhaltig verändert hat. Regisseur Robert Altenburger erzählt in packenden Bildern die Geschichte dieses unvergleichlichen Abenteuers nach, das wie kaum ein anderes für die Faszination Skisport steht. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 25.01.2020 ORF III
  • Das Hahnenkammrennen – das wohl bekannteste und spektakulärste Skirennen der Welt. Ein Ort, an dem Legenden geboren werden: von Franz Klammer über Karl Schranz bis hin zu Stephan Eberharter. Ein Mythos, der Jahr für Jahr ein ganzes Wochenende die Skination Österreich in seinen Bann schlägt. Eine unglaublich steile Rennstrecke, die zum Schauplatz zahlreicher Tragödien wurde. Und ein erheblicher Wirtschaftsfaktor mit enormer Bedeutung für den Skitourismus, der die Region um Kitzbühel so nachhaltig verändert hat. Regisseur Robert Altenburger erzählt in packenden Bildern die Geschichte dieses unvergleichlichen Abenteuers nach, das wie kaum ein anderes für die Faszination Skisport steht. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 22.01.2022 ORF III
  • In den 1960er Jahren erreicht der Kalte Krieg eine erste heiße Phase. Die Kuba-Krise führt damals fast zum Crash zwischen Ost und West, in den USA selbst herrscht ein anderer Krieg – ein Krieg, der sich jenseits der Wahrnehmungsgrenze abspielt. In dieser Zeit baut FBI-Chef J. Edgar Hoover nämlich einen riesigen Polizeiapparat auf, der nicht zuletzt gegen die Politik der Kennedys eingesetzt wird. Der exzessive Lebensstil der Kennedy-Brüder John und Robert ist dem FBI ein Dorn im Auge. Es kommt zum Konflikt, zum jahrelang, mit erbitterter Härte, geführten Geheimdienstkrieg. Ein Film von Marc Dugain Deutsche Bearbeitung: Jutta Karger (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Fr. 26.05.2017 ORF III
  • „Mythos Reichsautobahn – Hitlers gescheitertes Großprojekt“ ist der bislang erste Dokumentarfilm über den Autobahn-Bau während der NS-Herrschaft in Österreich. Regisseur Christian Hager zeigt eindrücklich, dass dafür tausende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge systematisch versklavt wurden. Und zeichnet gleichzeitig ein Bild des Scheiterns. Denn tatsächlich hat Hitler bis Kriegsende nur knapp 17 Kilometer Autobahn auf österreichischem Gebiet fertiggestellt. Ein weiterer Ausbau erfolgte erst zu Beginn der 1950er Jahre. Nichtsdestotrotz entspricht der heutige Trassenverlauf über weite Strecken nach wie vor den Planungen des NS-Regimes. „Adolf Hitler hat die Autobahn in Österreich gebaut und damit die Arbeitslosigkeit besiegt.“ Diese verklärte Sichtweise ist rund 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs in manchen Kreisen noch immer präsent. Der neue Dokumentarfilm von Christian Hager beweist das Gegenteil. Denn der nationalsozialistische Autobahn-Bau in Österreich war von Zwangsarbeit, Ausbeutung und brutaler Gewalt geprägt und hatte de facto kaum volkswirtschaftliche Bedeutung. In dieser neuen ORFIII-Dokumentation kommen viele namhafte Experten aus den Bereichen Wissenschaft und Verkehrsplanung zu Wort. Sie dekonstruieren die Mythen rund um das Thema „Reichsautobahn“ in Österreich. Der Film besticht außerdem durch historische Archivmaterialien, die bislang noch nie im österreichischen Fernsehen gezeigt wurden. Eine spannende Zeitreise, die jede Fahrt auf den heimischen Autobahnen in völlig neuem Licht erscheinen lässt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 13.04.2024 ORF III
  • Die ORF-III-Neuproduktion richtet den Blick auf den Jugoslawienkrieg besonders dorthin, wo die Ereignisse auch Einfluss auf Österreich genommen haben. Am 26. Juni 1991 – vor 30 Jahren – begann der Jugoslawienkrieg. Am 26. Juni griff die Jugoslawische Volksarmee Slowenien an, um dessen proklamierte Unabhängigkeit zu verhindern. Von Belgrad aus starteten MiG-29-Jagdflugzeuge und beschossen den Flughafen von Ljubljana. Dabei kam es auch zu Gefechten an der Österreichisch-Slowenischen Grenze. Das Bundesheer wurde in Bereitschaft versetzt und mehrere tausend Soldaten in die Grenzregion entsandt. Diese Tage markieren den Beginn eines schrecklichen Krieges in Österreichs unmittelbaren Nachbarland, den sich in dieser Form kaum jemand vorstellen hatte können. Und der auch große Auswirkungen auf Österreich hatte. Aufgrund der geografischen Nähe und durch seine gemeinsame Geschichte noch aus den Jahren der Donaumonarchie gibt es traditionell enge Verbindungen zum ehemaligen Jugoslawien. Österreich startete während des Krieges auch die große Hilfsaktion „Nachbar in Not“, zehntausende Flüchtlinge aus unterschiedlichen Teilen Ex-Jugoslawiens flüchteten nach Österreich und fanden hier eine neue Heimat. Die neue Dokumentation beschreibt die Ereignisse des Jugoslawienkriegs mit Fokus auf die Auswirkungen auf Österreich. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 26.06.2021 ORF III
  • Kein Geschichtsdatum im 20. Jahrhundert markiert den Einbruch der Barbarei in die deutsche Gesellschaft stärker als die Novemberpogrome. Auf offener Straße zeigte der staatlich geschürte Menschenhass 1938 sein wahres Gesicht: An die 400 Menschen wurden erschossen oder erschlagen, nur weil sie als Juden gebrandmarkt waren. Ahnungslose jüdische Mitbürger, auch Frauen, Kinder, alte Menschen, wurden gequält und gedemütigt, 30.000 Männer in Konzentrationslager verfrachtet – oft ohne Wiederkehr. 1400 jüdische Gotteshäuser wurden verwüstet und in Brand gesetzt, 7500 Geschäfte demoliert und geplündert. Wie war ein derartiger Exzess der Gewalt gegen Nachbarn, frühere Arbeitskollegen möglich? Was trieb die Täter an? Wie erlebten die Opfer den amtlich angeheizten Terror? Bis heute sind viele Fragen offengeblieben, die Wunden nicht verheilt. In dieser Dokumentation geht es nicht um eine distanzierte oder gar belehrende Chronologie jener Ereignisse, die sich als Zeitenwende erwiesen. Im Mittelpunkt steht die Erlebnisperspektive von bekannten Persönlichkeiten wie dem Wiener Georg Stefan Troller auf der Opferseite, aber auch aus der Warte von Zeugen und Beteiligten wie dem Schauspieler Günther, Lamprecht, der als Kind im November 1938 dabei war, als ein jüdisches Geschäft geplündert wurde. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.11.2016 ORF III
  • Er verkörpert die Hoffnungen der Menschen, die nach dem Kolonialismus in den 1950er-Jahren auf Veränderung hoffen: Gamal Abdel Nasser, Ministerpräsident und später Staatspräsident Ägyptens. Kein anderer Politiker der Region hat in dieser Zeit bei den Arabern eine größere Bedeutung wie Nasser. Die Dokumentation beleuchtet eine Seite des ägyptischen Machthabers, die bislang noch kaum erzählt wurde. Sie erzählt die Geschichte eines Mannes, der es vorzieht, der Held seines Volkes zu sein, anstelle eines Staatsmanns, der eine moderne Nation mit zukunftsfähigen Bündnissen aufbaut. Nasser träumt vom Panarabismus, der Idee eines nationalen Zusammenschlusses aller arabischer Staaten. Doch der Traum platzt und die Ernüchterung ebnet den Weg für den Islamismus. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 12.10.2019 ORF III
  • Seit dem Jahr 1965 wird der österreichische Nationalfeiertag jährlich am 26. Oktober begangen. Es ist der Tag, an dem 1955 die österreichische Neutralität in Kraft getreten ist. Eine Neutralität, die mit dem Staatsvertrag im Mai 1955 beschlossen worden ist. Der Gedenktag am 26. Oktober löste den vormaligen Tag der Fahne als Nationalfeiertag ab. 1967 wurde er den übrigen gesetzlichen Feiertagen in Österreich gleichgestellt und ist arbeitsfrei. Der Tag hat großen Symbolcharakter und wurde in den fast sechs Jahrzehnten seither auch für jede Menge prestigeträchtige Anlässe genutzt. Sei es für landesweite Fitnesskampagnen oder für die jährliche Leistungsschau des Bundesheeres. Die Dokumentation blickt zurück auf die Entstehungsgeschichte und die vielfältige Aneignung des österreichischen Nationalfeiertags. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mi. 26.10.2022 ORF III
  • Preisgekrönter Dokumentarfilm – packend inszeniert von Daniel Roher. Der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny wird am 20. August 2020 Opfer eines Giftanschlags. Dank des Einsatzes seiner Frau Julia gelingt es, den ins künstliche Koma versetzten Patienten von Sibirien in die Berliner Charité zu verlegen, wo ihm das Leben gerettet werden kann. Die Suche nach den Drahtziehern bestimmt die nächsten Monate und führt zu ungeahnten Enthüllungen. Als Nawalny schließlich nach Moskau zurückkehrt, wird er direkt bei seiner Ankunft festgenommen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 11.06.2022 ORF III
  • Die Grundsteinlegung: Hitler und Goebbels bei der Eröffnung des Bauprojektes Germania.
    1933 lernt der junge Architekt Albert Speer Hitler kennen. Dessen Gunst dient Speer als Karrieresprungbrett. Vom Baumeister des Diktators steigt er zum mächtigen Rüstungsminister auf. In seinen Fabriken sterben Millionen. Speers Ehrgeiz verlängert den Krieg. Albert Speer versteht es schon früh, von sich reden zu machen. Mit 28 entwirft er erste Machtkulissen des NS-Regimes. Hitler findet Gefallen an dem Nachwuchsarchitekten aus gutem Hause. Speer wird zum Dekorateur der Diktatur. Hitler hält Speer für ein Organisationstalent, sieht in ihm einen ebenbürtigen Künstler, der seinen Größenwahn in Stein meißeln soll. Am Modelltisch planen beide die neue „Reichshauptstadt Germania“. Wie das antike Rom soll sie Jahrtausende überdauern. Mit seinem Charme und Auftreten sticht Speer aus dem Nazi-Clan heraus. Wenn Hitler einen Freund gehabt hätte, dann sei er es gewesen, wird Speer später sagen. Der Diktator ernennt ihn 1942, mitten im Krieg, zum Rüstungsminister. Speer setzt alles daran, vor Hitler zu brillieren. Die NS-Propaganda feiert ein „Rüstungswunder“. Doch Speer lässt die Zahlen seines Ministeriums frisieren – nur eine der vielen Lügen in der Karriere eines NS-Täters. Nach dem Krieg gibt sich Speer als „geläuterter Künstler“. Bei den Nürnberger Prozessen übernimmt er scheinbar geläutert moralische Verantwortung, bestreitet aber, von den Verbrechen gewusst zu haben. Eine glatte Lüge, die ihn vor der Todesstrafe bewahrt. Speer muss für 20 Jahre in Haft. In seinen Memoiren und zahlreichen Interviews stilisiert er sich später zum „anständigen Nazi“ – ein Mythos, der erst lange nach seinem Tod entlarvt wird. Die Dokumentation zeigt auch, wie es Speer gelang, die Bewertung seiner Rolle in der NS-Diktatur über Jahrzehnte nachhaltig zu manipulieren. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 16.05.2026 ORF III
  • Ein Leben im Verborgenen. Offiziell darf niemand von Hitlers Geliebter, Eva Braun, wissen.
    Eva Brauns Privatfilme zeigen eine scheinbar glückliche Frau, die in Hitlers Berghof die Hausherrin spielt. Doch was weiß sie über die verbrecherische Politik ihres Geliebten? Welchen Einfluss hat das Privatleben des Paares auf die Entscheidungen des Diktators? Eva Braun ist 17, als sie den 40-jährigen Hitler in München kennenlernt. Von da an steht sie ihm bedingungslos loyal zur Seite. Von der Propaganda lässt sich Hitler zum selbstlosen „Führer“ stilisieren, dessen ruheloser Einsatz für Deutschland keinen Platz für eine Frau an seiner Seite lässt. Eva Braun spielt das Spiel mit, verzichtet auf Ehe und Familie und lebt eine zwar privilegierte, aber gleichzeitig verheimlichte Existenz. Nur die Eingeweihten in Hitlers Hofstaat wissen Bescheid. Eva Braun hinterlässt fünf Stunden Filmmaterial, in denen sie das luxuriöse Leben von Hitlers engstem Zirkel auf dem Berghof in den bayerischen Alpen festhält. Über die Jahre stärkt sich ihre Stellung an der Seite des Diktators. Je aussichtsloser die Kriegslage von Hitlers Armeen, desto stärker wird seine Verbindung zu Eva Braun. Am Ende belohnt der Diktator die Geliebte und macht sie doch noch zu „Frau Hitler“. Wenige Stunden später nehmen sich Eva und Adolf Hitler im Berliner Bunker das Leben. Lange gilt Eva Braun in der Nachkriegszeit als Prototyp der im Grunde unschuldigen Frau an der Seite männlicher NS-Täter. Neuere Forschungen zeichnen ein anderes Bild. Sie entlarven Eva Braun als Antisemitin und Mitwisserin. Damit steht sie in gewisser Weise stellvertretend für das moralische Versagen einer ganzen Generation. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 16.05.2026 ORF III
  • Orden, Prunk und Ansehen standen für ihn an erster Stelle: Reichsmarschall Hermann Göring, Hitlers Nachfolger.
    Im Ersten Weltkrieg macht sich Göring als Kampfpilot einen Namen. Danach trägt er maßgeblich zu Hitlers Aufstieg bei und hilft 1933 entscheidend mit, die Demokratie zu zerstören. Vor seinem Selbstmord 1946 sagt er: „Wenigstens zwölf Jahre anständig gelebt“. Als Gründer der Gestapo lässt Göring 1933 Kommunisten, Sozialdemokraten und politische Gegner verfolgen. So festigt er das Naziregime – und damit auch seine eigene Machtposition, die er kontinuierlich ausbaut. Er übernimmt eine ganze Reihe von Funktionen im NS-Staat, die er in Hitlers Sinne ausübt. So sichert er sich und seiner Familie beinahe uneingeschränkte Privilegien. Seinen Anspruch als zweiter Mann im Nazireich zeigen symbolträchtig Görings Bauprojekte. Als Erster im Clan der Topnazis hat er neben Hitler ein Privathaus auf dem Obersalzberg. In der Schorfheide nordöstlich von Berlin lässt er seine Residenz „Carinhall“ errichten – benannt nach seiner verstorbenen ersten Frau Carin. Das 1935 neu errichtete Gebäude des Reichsluftfahrtministeriums ist damals der größte Bau Berlins. Hitler erwartet, dass Görings Luftwaffe im geplanten Krieg eine entscheidende Rolle spielt. In der Bevölkerung genießt der hochdekorierte Jagdpilot aus dem Ersten Weltkrieg große Sympathien. Er inszeniert sich volksnah, als „guter Onkel“, umgeben von Luxus und Pomp. Göring umgibt ein Hauch von Glamour, der in den oberen Nazi-Rängen sonst kaum zu finden ist. Dass der „Reichsmarschall“ schwer drogenabhängig ist, wissen nur wenige. Bis zuletzt gilt Göring als einer der mächtigsten Nazi-Größen. Doch in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges hat er Hitlers Gunst und viel von seiner Macht verloren. Geblendet vom Glauben an die eigene Bedeutung, gibt er sich in den Nürnberger Prozessen mit viel Theatralik als Wortführer der Angeklagten. Göring zeigt keine Spur von Reue oder Einsicht. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 16.05.2026 ORF III
  • An der Front: Goebbels überzeugt sich persönlich von den Geschehnissen an der Ostfront.
    Goebbels predigt Judenhass und Durchhalteparolen. Der mitleidlose Demagoge ist Hitler bedingungslos ergeben. Seine Frau Magda darf die Rolle der „Ersten Dame“ des Reiches spielen. 1943 fordert ihr Mann den „totalen Krieg“. Joseph Goebbels leidet seit seiner Kindheit an einer Gehbehinderung, die ihn zum Außenseiter macht. Als er 1924 mit 26 Jahren auf die noch wenig bekannte NSDAP stößt, hat er seine Lebensaufgabe gefunden. Hitler ist für ihn der Messias, der Deutschland retten soll. Nach der Machtübernahme 1933 wird Goebbels Propagandaminister. Sein Hauptziel: die Deutschen auf das Programm der NSDAP einzuschwören. Im Mittelpunkt der Propaganda steht Hitler, der als übermenschlicher Heilsbringer inszeniert wird. Privat führt Goebbels ein luxuriöses Leben und nutzt seine Machtposition für zahlreiche Affären, auch nach seiner Heirat mit Magda Quandt. Seit Kriegsbeginn 1939 konzentriert Goebbels seine Propaganda darauf, die Kampfmoral der Deutschen zu stärken. Er hetzt gegen den Feind, gegen Juden und Andersdenkende. Persönlich setzt er sich für die Deportation der Juden von Berlin ein. Nach der Niederlage von Stalingrad fordert Goebbels 1943 im Berliner Sportpalast den „totalen Krieg“. Wenig später treibt er die Bildung des „Volkssturms“ voran – alle „waffenfähigen“ Männer von 16 bis 60 Jahren – und schürt die Angst vor der Rache der Sieger. Das Ende des Naziregimes kann Goebbels mit seiner Propaganda nicht verhindern. Im Frühjahr 1945 folgt er Hitler im Berliner „Führerbunker“ in den Tod. Auch Goebbels’ Ehefrau Magda will in einer Welt ohne den Diktator nicht mehr leben. Ihre sechs Kinder seien ihr zu „schade“ für das, was komme, sagt sie. Magda und Joseph Goebbels bringen ihre eigenen Kinder um. Die Dokumentationsreihe „Der Nazi-Clan – Hitlers Hofstaat“ setzt sich mit den engsten Vertrauten des Diktators auseinander. Auf Grundlage aktueller Forschungen und mit koloriertem Archivmaterial werden die Biografien der wichtigsten Figuren aus Hitlers Machtzirkel erzählt. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 16.05.2026 ORF III
  • Sehen und gesehen werden: Auf Hitlers Berghof versammelt sich die Nazi-Elite.
    Bormann steigt vom kleinen Parteifunktionär zu Hitlers zeitweise mächtigstem Handlanger auf – skrupellos, intrigant, brutal. Er kontrolliert die Finanzen der Partei, baut den Obersalzberg zur zweiten Machtzentrale aus und fordert die Bekämpfung der Kirchen. Der ungelernte Landarbeiter Martin Bormann tritt 1927 der NSDAP bei. Mit absolutem Gehorsam und bedingungsloser Loyalität macht er im Machtapparat des sogenannten Dritten Reiches Karriere. Bis 1941 leitet er den Stab des „Stellvertreters des Führers“, Rudolf Hess. Nach dessen mysteriösem Flug nach Großbritannien wendet er sich gegen seinen einstigen Förderer und übernimmt die Leitung der Dienststelle, die in „Partei-Kanzlei“ umbenannt wird. Bormann organisiert den Ausbau und die Verwaltung des Obersalzbergs, Hitlers zweiter Schaltstelle der Macht neben Berlin. Dort kontrolliert er nahezu alle Vorgänge. Als Verwalter von Hitlers Finanzen macht sich Bormann unersetzlich – ein „Arbeitstier“, das unermüdlich Führerbefehle verschriftlicht und durchsetzt. Mit seiner Frau Gerda hat Bormann zehn Kinder, von denen eins kurz nach der Geburt stirbt. Gleichzeitig geht er zahlreiche Affären ein, die er seiner Frau freimütig mitteilt. Die fanatische Nationalsozialistin Gerda Bormann ermutigt ihren Mann offen, auch mit anderen Frauen Kinder zu zeugen. Bormann bleibt Hitler bis zuletzt treu ergeben. Nach dem Suizid des Diktators verliert sich die Spur des stiernackigen Schattenmannes. Im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess wird er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Siegermächte und deutsche Justiz fahnden weltweit nach Bormann – bis seine sterblichen Überreste durch Zufall bei Bauarbeiten in Berlin gefunden werden. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Sa. 16.05.2026 ORF III

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