2026, Folge 15⁠–⁠27

  • Folge 15 (45 Min.)
    Ein packender Film über geheime Handelswege zwischen Deutschland und Russland mitten im Krieg. Deutschland steht offiziell fest an der Seite der Ukraine. Sanktionen sollen verhindern, dass westliche Technologie in russischen Waffen landet. Politik und Wirtschaft versichern immer wieder, dass Lieferketten unterbrochen seien. Doch stimmt das wirklich? Filmemacher Michael Höft und sein Team machen sich im kältesten Winter der Kriegsjahre auf den Weg nach Kyjiw. Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt wird fast jede Nacht vor allem von einer Waffe bedroht: der Drohne Geran-2. Diese Drohne wurde ursprünglich im Iran als Shahed-Drohne entwickelt und wird inzwischen in Russland selbst produziert. Immer wieder schlagen diese unbemannten Flugkörper in Wohnhäusern ein. Zivilisten sterben in ihren Wohnungen. Bei einem Termin beim ukrainischen Militärgeheimdienst erhält das NDR Team Zugang zu den Überresten abgeschossener Drohnen. Auf Tischen liegen zerlegte Elektronikteile, Kabel und Chips. Experten zeigen den Journalisten Bauteile aus westlicher Produktion. Besonders häufig tauchen elektronische Komponenten deutscher Hersteller auf. Ohne diese Bauteile würden viele der Drohnen nicht fliegen, erklären die Spezialisten dem Team. Doch wie gelangen solche Komponenten trotz der Sanktionen nach Russland? Auch im zivilen Bereich zeigen sich Widersprüche. Zu Beginn der Sanktionen wurde erwartet, dass die russische Luftflotte ohne westliche Ersatzteile schnell stillstehen würde. Doch zahlreiche Maschinen sind weiterhin im Einsatz. Recherchen des NDR deuten darauf hin, dass Komponenten, auch aus dem Umfeld des Luftfahrtkonzerns Airbus mit seinem großen Standort in Hamburg, über Drittstaaten nach Russland gelangen. Eine Spur führt dabei über Kirgistan. Geleakte russische Zollpapiere zeigen detailliert, welche Firmen welche Waren nach Russland geliefert haben und welchen Weg diese Güter genommen haben. Immer wieder führt die Spur nach Zentralasien. Vor allem Kasachstan spielt eine Schlüsselrolle. Die ehemalige Sowjetrepublik hat eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen mit Russland. Gleichzeitig können europäische Firmen ihre Produkte problemlos nach Kasachstan exportieren. Seit Beginn des Krieges sind die Handelszahlen stark gestiegen. Mithilfe eines russischen Journalisten im Exil macht sich Michael Höft auf die Suche nach den Zwischenhändlern. In unauffälligen Lagerhallen in Almaty liegen unter anderem Kugellager „Made in Germany“. Von hier aus werden sie weiterverteilt, oft Richtung Russland. Das NDR Team verfolgt Lieferketten, spricht mit anonymen Händlern und konfrontiert deutsche Unternehmen mit ihren Recherchen. Dabei zeigt sich: Offiziell liefert niemand nach Russland. Doch über Umwege funktioniert der Handel weiterhin, präzise organisiert und äußerst lukrativ. Die „NDR Story“ folgt den Spuren deutscher Technologie von deutschen Industriegebieten über Zentralasien bis nach Russland. Der Film zeigt ein System aus Zwischenhändlern, Freihandelszonen und logistischen Schlupflöchern und stellt eine unbequeme Frage: Wenn Sanktionen den Krieg stoppen sollen, warum funktionieren die Lieferketten trotzdem weiter? (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 17.06.2026 WDR
    • Arbeitstitel: NRW am Arsch - Warum kann hier keiner schwimmen?
    Folge 16 (45 Min.)
    Der neue Mobi Schwimmcontainer ist eine Möglichkeit für Grundschulen, die Kinder an das Wasser zu gewöhnen.
    Schwimmen lernen ist für viele Kinder in Nordrhein-Westfalen längst keine Selbstverständlichkeit mehr: Mehr als die Hälfte verlässt die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Gleichzeitig schließen immer mehr Bäder, Kurse sind über Jahre ausgebucht und Personal fehlt. In den vergangenen 25 Jahren haben über 40 Prozent der Schwimmbäder in NRW dichtgemacht. Viele der verbliebenen Anlagen sind marode oder zeitweise geschlossen. Für Familien, Schulen und Kommunen wird Schwimmenlernen dadurch zunehmend zur Herausforderung – im Ernstfall zur Gefahr. Kleine Kommunen sind mit dem Problem überfordert, oft wird das kaputte Schwimmbad zum Politikum. Wie etwa in Drolshagen, Kreis Olpe, wo das alte Stadtbad geschlossen ist. Die Millionen für die Instandsetzung fehlen. Der Bürgermeister Uli Berghof wird von vielen verantwortlich gemacht: „Ich bin hier der Buhmann“, sagt er, „aber keiner kann sagen, wo das Geld herkommen soll.“ Die fehlende Infrastruktur wirkt sich ganz besonders dort aus, wo soziale Probleme dazu kommen. Der Schwimmlehrer Frank Schweinheim aus der James-Krüss-Grundschule in Köln-Kalk fasst es so zusammen: „Die meisten unserer Kinder sind noch nicht in einem Schwimmbad gewesen, bevor sie bei uns in der dritten Klasse mit dem Schwimmunterricht anfangen, weil die Familien arm sind.“ Autorin Annette Zinkant begleitet Kommunen, Schulen und Familien im Umgang mit dem Schwimmbad-Sterben. Förderprogramme schaffen Hoffnung – doch vielerorts fehlen weiterhin Geld, Personal und Wasserflächen. „Generation Nichtschwimmer“ erzählt vom Verfall einer Infrastruktur, die einmal selbstverständlich war – und von der Frage, warum Schwimmenlernen in NRW zunehmend vom Wohnort und vom Geldbeutel abhängt. (Text: tagesschau24)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 20.07.2026 WDR
  • Folge 17 (45 Min.)
    Wattwanderungen, eine steife Brise beim ausgiebigen Strandspaziergang und Radtouren stundenlang am Deich entlang sind für viele Menschen, gerade auch in NRW, der Inbegriff von Ferien. Urlaub auf einer Nordseeinsel – das bekommt aktuell einen neuen Reiz. – (Archivfoto: Wattwanderung von Föhr nach Amrum)
    Wattwanderungen, eine steife Brise beim ausgiebigen Strandspaziergang und Radtouren stundenlang am Deich entlang sind für viele Menschen, gerade auch in NRW, der Inbegriff von Ferien. Urlaub auf einer Nordseeinsel – das bekommt aktuell einen neuen Reiz. Denn in Zeiten steigender Kerosinpreise und abgesagter Flüge bieten die inländischen Ziele vor den Küsten nicht nur eine garantierte Erreichbarkeit; in Zeiten sommerlicher Hitzerekorde in den Urlaubsregionen im Süden Europas stehen sie auch für gut verträgliche Klimabedingungen. Aber die Nordsee, die ja eigentlich ein gemütliches und bodenständiges Image hat, ist im Begriff sich zu verändern. Neu im Trend sind vielerorts Luxusunterkünfte, Wellnessoasen und exquisite Gastronomie. Sie sollen mehr Menschen auf die Inseln locken, die in ihrem Urlaub an Unterkünfte und Verpflegung gehobene Ansprüche stellen, für die die Nordseeinseln früher nicht unbedingt bekannt waren. Die Rede ist von „Versyltung“ – mit spürbaren Folgen für Urlauber und Einheimische. Für Besucher steigen die Preise, und für Einheimische und Saisonkräfte wird der Wohnraum knapp, weil gut betuchte Festland-Bewohner gleich ganze Immobilien als privates Urlaubsdomizil kaufen, das dann fast das ganze Jahr leersteht. Quadratmeterpreise sind an manchen Orten so hoch wie in deutschen Großstädten. Was wird unter solchen Bedingungen aus den Urlaubszielen an der Nordsee, die manchen Urlaubern seit Jahren und Jahrzehnten lieb und vertraut sind? Die „Kritisch Reisen“-Autoren Dirk Bitzer und Fritz Sprengart besuchen Norderney, Amrum und Pellworm. Sie treffen Urlauber, die den neuen Luxus begrüßen, und solche, die ihr traditionelles Urlaubsziel kaum wiedererkennen – und es sich auch fast nicht mehr leisten können. Sie sprechen mit Akteuren, die vom Tourismus leben und die aktuellen Veränderungen vorantreiben, aber auch mit solchen, die energisch gegensteuern, weil sie erkannt haben, dass die Inseln Gefahr laufen, ihr Gesicht zu verlieren. Denn: Wie soll das typische Nordsee-Gefühl von Freiheit und Naturerlebnis entstehen, wenn die Inseln für Urlauber und Einheimische unerschwinglich werden? (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 26.08.2026 WDR
  • Folge 18 (30 Min.)
    Hubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei, Bergepanzer der Bundeswehr und zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Polizei und anderen Freiwilligen sind beim Waldbrand im Hürtgenwald im Einsatz. Mehrere Hundert Hektar Waldfläche stehen in Flammen, die Feuerwalze hat sich bis dicht an einzelne Stadtteile herangefressen.
    Dieser Sommer hinterlässt seine Spuren. Dürre, Niedrigwasser, Waldbrände. Hitzetote in Altenheimen, Flüsse, auf denen keine Frachtschiffe mehr fahren können – all das wird zunehmen, sagen Klimawissenschaftler. Wie gehen wir mit den Folgen um? Wir treffen einen jungen Landwirt aus dem Hürtgenwald, der uns berichtet, wie er seinen Hof in letzter Minute vor dem Feuer retten konnte. Wir sind mit einem Binnenschiffer unterwegs, der fast auf Grund gelaufen ist. Wir treffen Menschen, die in Pflegeheimen und Krankenhäusern um das Leben derer kämpften, für die die Hitze lebensbedrohlich wurde. Was müssen wir ändern, damit wir in Zukunft besser vorbereitet sind? (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 02.09.2026 WDR
  • Folge 19 (45 Min.)
    Er gehört zu den bedeutendsten Pilgerwegen der Welt. Und die ganze Welt ist auf ihm unterwegs: der Jakobsweg. Seitdem Hape Kerkeling mal weg war, hat sich der Strom der Pilger verfünffacht, zur Hauptsaison kommen mittlerweile Tag für Tag 5000 Pilger am Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela an: „Ich kann das Klackern der Wanderstöcke auf dem Asphalt nicht mehr hören,“ sagt Montserat Vilar, die sich in einer Nachbarschaftsinitiative engagiert. Viele Anwohner ärgern sich über grölende Gruppen, stinkende Funktionskleidung, die in der Altstadt zum Trocknen ausgebreitet wird oder Badende im Barockbrunnen. Das Problem beginnt in Sarria, 117 Kilometer östlich von Santiago de Compostela. Hier starten die meisten Pilger, denn sie müssen mindestens 100 Kilometer gewandert sein, um die begehrte Pilgerurkunde zu bekommen. Als Sigrid Möricke (62) in Sarria ankommt, hat sie bereits gut 600 Kilometer auf dem Buckel. Sie geht den Pfad aus spirituellen Gründen. „Bis Sarria war ich oft völlig alleine unterwegs“, sagt sie. Jetzt aber findet sie sich zwischen jungen Menschen, die ihren Rucksack von einem Gepäckservice transportieren lassen, laut Musik hören oder Videos für Social Media machen. Freizeittourismus, findet Sigrid Möricke. Wenn die Pilger an der Kathedrale in Santiago der Compostela ankommen, fallen sich viele weinend in die Arme, skandieren Schlachtrufe, ziehen ihre Schuhe aus. All das betrachtet Bürgermeisterin Goretti Sanmartín vom Rathaus gegenüber. Sie möchte, dass sich etwas ändert in ihrer Stadt. „Wir wollen hin zu einem qualitativen Tourismusmodell, das vor allem Menschen wertschätzt, die hier mehrere Tage verbringen und unsere Kultur kennenlernen möchten und die nicht nur ein paar Runden um die Kathedrale drehen, ein Souvenir kaufen und wieder abreisen.“ Die mächtige Regionalregierung Galiziens dagegen findet: Je mehr, desto besser – davon würde die Region doch enorm profitieren. Das bringt etliche Einwohner Santiago de Compostelas auf die Palme. Ein Protestmarsch zieht um die Altstadt, die zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Demonstranten rufen: „Wir wollen Nachbarn und keine Touristen.“ „Ich soll ab sofort 200 € mehr für meine Wohnung zahlen,“ sagt Schauspielerin Iolanda Muiños, die hier seit 25 Jahren lebt. Bezahlbarer Wohnraum wird knapper, auch weil viele Wohnungen legal oder illegal an die Besucher vermietet werden. „Ich werde Santiago verlassen“, sagt Iolanda Muiños. WDR Reporter Ulf Eberle hat sehr unterschiedliche Pilger kennengelernt: Marcello, der mit seiner Katze unterwegs ist. Babette, die die Asche ihres verstorbenen Mannes mit sich trägt. Veronica und ihre Freundinnen, für die Spaß wichtiger ist als Spiritualität. Wie kann es gelingen, dass Pilger und Anwohner besser miteinander auskommen und wie erhält man trotz des Massenandrangs den Zauber des Jakobswegs? Diesen Fragen geht diese Dokumentation nach. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 02.09.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 09.09.2026 WDR
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 02.09.2026
  • Folge 20 (45 Min.)
    Im September 2026 sollen die Kölner Oper und das Schauspielhaus endlich wiedereröffnet werden. 14 Jahre hat die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles gedauert – immer wieder wurde die Fertigstellung verschoben. Die Feuerwehr überprüft den Brandschutz.
    Im September 2026 sollen die Kölner Oper und das Schauspielhaus endlich wiedereröffnet werden. 14 Jahre hat die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles gedauert – immer wieder wurde die Fertigstellung verschoben, die Premiere wegen bautechnischer Mängel abgesagt: Rund 250 Millionen Euro sollte es ursprünglich kosten – inzwischen summieren sich die Gesamtbaukosten auf nahezu 1,5 Milliarden Euro. Wie konnte diese öffentliche Baumaßnahme derart aus dem Ruder laufen? „Die Sanierung der Bühnen Köln war eine schwierige, eine lange und eine teure Geschichte. Sie hat die Stadtkasse in ohnehin herausfordernden Zeiten stark belastet – und wird das noch für Jahrzehnte tun. Sie hat Vertrauen gekostet“, resümiert der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester. Interne Dokumente belegen das Versagen der städtischen Verantwortlichen. Den eisernen Grundsatz „erst planen, dann bauen“ ignorierten sie und begannen Mitte 2012 die komplexen Sanierungsarbeiten, obwohl die notwendigen Planungen noch immer nicht abgeschlossen waren. Beteiligte Firmen hatten noch vor Baubeginn gewarnt – vor „Planungsmängeln“ und „unweigerlich entstehenden Problemen im Projektablauf“. Vergeblich. Bauherr waren die Bühnen der Stadt Köln – sie drängten darauf, den ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten. Experten, wie der Verwaltungswissenschaftler Dr. Wolfgang Seibel, sehen darin ein schwerwiegendes Organisationsversagen: Die Bühnen der Stadt Köln seien weder personell noch fachlich geeignet gewesen, eine solche Sanierungsmaßnahme durchzuführen. 2015 mussten die Arbeiten gestoppt werden, mehr als 8.000 Mängel gab es auf der Baustelle. Die komplette Haustechnik wurde ausgebaut, neugeplant und erneuert. Trotz anhaltender Schwierigkeiten verkündete die Stadt immer wieder neue Fertigstellungstermine, die dann doch verschoben werden mussten. Im Rat der Stadt Köln formierte sich Widerstand. Anfang September 2024 wurde das städtische Rechnungsprüfungsamt beauftragt, die Vorgänge zu untersuchen. Das Ergebnis der Prüfer war verheerend. Das Amt stellte in zwei internen Berichten planerische und bauliche Mängel, fehlende Zuständigkeiten und Projektverantwortung sowie eine fehlerhafte Terminplanung fest. Dutzende von Aufträgen im Wert von mehr als 145 Mio. Euro waren zudem ohne ordnungsgemäßes Verfahren vergeben worden. Ende 2025 wurden die Sanierungsarbeiten an der Oper und dem Schauspielhaus nun offiziell abgeschlossen. Während die bautechnischen Abnahmen und behördlichen Prüfungen auf der Baustelle noch laufen, ziehen schon die Oper und das Schauspielhaus aus ihren Interimsspielstätten zurück in die sanierten Gebäude. Wird diesmal alles klappen? Und wer übernimmt am Ende die Verantwortung für das Milliardendesaster? (Text: tagesschau24)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.2026 WDR
  • Folge 21 (45 Min.)
    Nicole Schulz (r.) und Thomas Süß patrouillieren verstärkt im Stadtteil Wehringhausen.
    Hagen ist eine Stadt, deren Ruf ordentlich ramponiert ist. Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Schrottimmobilien, in den letzten Jahren jagte eine Elendsreportage die nächste und die Medienwelt ist sich einig: Hagen ist schlimm! Wirklich? Die Fernsehjournalistin Gesine Enwaldt will es nicht glauben und kehrt zurück in ihre Heimatstadt auf der Suche nach denjenigen, die trotzdem an Hagen glauben und an der Zukunft der Stadt arbeiten. Die Menschen, die ihr da begegnen, machen Hoffnung: Ob Leerstand, Armutsmigration, Kriminalität, unter dem Radar der Öffentlichkeit arbeiten die Hagener daran, das Ruder rumzureißen. Gesine Enwaldt ist unterwegs mit dem Oberbürgermeister Dennis Rehbein, begleitet Polizei, Stadtentwickler oder junge Unternehmer und taucht nicht zuletzt in die erstaunlich erfolgreiche Welt des Theaters und der Kunst ein. Kann die Stadt wieder lebenswerter und sicherer werden? (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 30.09.2026 WDR
  • Folge 22 (45 Min.)
    „Bin ich schon in den Wechseljahren – und wenn ja, was heißt das eigentlich?“ Moderatorin Sabine Heinrich ist 49 und merkt: Da verändert sich etwas. Körperlich, emotional, hormonell. Und sie ist damit nicht allein. Neun bis elf Millionen Frauen in Deutschland befinden sich derzeit in den Wechseljahren – oft einhergehend mit Hitzewallungen, Schlafproblemen, Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen. Trotzdem wird über die Wechseljahre noch immer nicht genug gesprochen. Das ist nicht nur für Frauen ein Problem. Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten durch Wechseljahrsbeschwerden auf rund 9,4 Milliarden Euro im Jahr. Und viele betroffene Frauen arbeiten in Branchen, in denen Fachkräfte dringend gebraucht werden. In der WDR Story „Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?“ fragt Sabine Heinrich nach: Warum bleiben die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase so oft unsichtbar – im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell? Obwohl zwei Drittel der Betroffenen Beschwerden haben, fehlt es vielerorts an guter Aufklärung, passender medizinischer Versorgung und echter Anerkennung. Sabine Heinrich spricht mit Frauen, die offen erzählen, was die Wechseljahre mit ihnen machen. Sie trifft Ärztinnen, Forscherinnen, Aktivistinnen, Unternehmerinnen, Polizistinnen und Politikerinnen. Außerdem reist sie nach England, wo ein neues Gesetz Arbeitgeber dazu verpflichtet, Frauen am Arbeitsplatz konkret zu unterstützen. Die WDR Story zeigt: Die Wechseljahre sind kein privates Problem von Frauen. Sie betreffen Gesundheit, Arbeit, Gleichberechtigung – und die Frage, wie ernst unsere Gesellschaft Frauen in dieser Phase nimmt. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 14.10.2026 WDR
  • Folge 23 (45 Min.)
    Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. Die WDR Story fragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht und was nötig ist, damit Fahrgäste sowie Fahrerinnen und Fahrer sich wieder geschützt fühlen. Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. „Wenn Männer aggressiv und laut werden, hat man immer ein mulmiges Gefühl“, sagt Straßenbahnfahrerin Sabine Weigle. Die Rheinbahn reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten. Dazu gehören KI-gestützte Kameras, Bodycams und zusätzliche Sicherheitskräfte. „Ich möchte, dass die Menschen, sowohl die Fahrgäste als auch die Mitarbeiter, spüren, dass wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen, handeln und dass wir darauf einzahlen wollen, jeden Tag besser zu werden“, sagt Vorstandsvorsitzende Anette Grabbe. Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Ein Dresdener Fahrgast berichtet, wie er in einen Streit in der Bahn verwickelt war: „Da haben die Leute weggeguckt. Ich würde sagen aus Angst. Aus Angst nicht zu wissen, was vielleicht als nächstes passiert“. „Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn“ sucht Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 21.09.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 21.10.2026 WDR
  • Folge 24 (45 Min.)
    Eine 45-minütige WDR-Dokumentation über die neue Drogenszene in NRW, den politischen Umgang damit und die Menschen, die täglich mit ihren Folgen leben. Kokain und Crack verändern die Drogenszene in Nordrhein-Westfalen grundlegend. Diese Entwicklung zeigt sich auch in Dortmund: Rund um den Hauptbahnhof und in der Innenstadt prallen offene Drogenszene, Anwohner und der lokale Handel unversöhnlich aufeinander. Insbesondere das direkte Umfeld des Drogenkonsumraums in Fußgängerzonennähe ist zu einem Konfliktherd geworden. Einzelhändler Matthias Hilgering fordert von der Stadtspitze die Verlegung des Drogencafés: „Wir erleben, dass unsere Kunden nicht mehr in den Laden kommen, um nicht angebettelt zu werden und nicht sehen zu müssen, wie Drogenabhängige offen ihre Crackpfeifen rauchen.“ Zahlen und Experten bestätigen die wachsende Krise: Der Konsum von Crack nimmt rasant zu. In den Konsumräumen NRWs konsumierten im Jahr 2025 bereits 32 Prozent aller Nutzer diese Droge – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Suchtexperten warnen vor einer massiven Zunahme von Verelendung und psychischen Folgeschäden in der Szene. Die Ruhrgebietsmetropole steht in dieser Dokumentation exemplarisch für eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die viele Kommunen beschäftigt: Wie lässt sich der Balanceakt bewältigen zwischen dem Schutz von Anwohnern und Gewerbetreibenden einerseits und wirksamer Hilfe für schwer abhängige Menschen andererseits? gPolitisch bietet Dortmund eine besondere Ausgangslage: Mit Alexander Kalouti steht erstmals seit fast 80 Jahren ein CDU-Oberbürgermeister an der Spitze der Stadt. Er hat einen radikalen Kurswechsel angekündigt. „Ich möchte, dass sich die Menschen in dieser Stadt wieder sicher fühlen, dass sie die Sauberkeit erleben, die ihre Lebensqualität auch ausmacht. Wir haben sofort nach meinem Amtsantritt die Streifen unseres kommunalen Ordnungsdienstes erhöht.“ Er setzt dabei auch auf verschärfte Polizeikontrollen, sowie die Verlegung des Konsumraums. Doch kann dieser Ansatz das Problem nachhaltig lösen? Gegenwind spürt der neue Oberbürgermeister vor allem von den Betroffenen selbst. „Wiesel“ und „Motzi“, die auf der Straße leben und in leerstehenden, verfallenen Häusern hausen, blicken voller Sorge auf die neuen Maßnahmen. Für sie ist der Drogenkonsumraum überlebenswichtig: „Hier werden wir wahrgenommen“, ergänzt Motzi, „hier können wir konsumieren – mit sauberen Utensilien – und bekommen Hilfe, wenn wir sie brauchen.“ Dass die Lage besorgniserregend ist, unterstreicht Drogenexperte Daniel Deimel: „Wir haben in den letzten Jahren einen sehr drastischen Anstieg der drogenbedingten Todesfälle. „Um gegenzusteuern und gleichzeitig den öffentlichen Raum zu entlasten, plädiert er für integrierte Konzepte wie das sogenannte „Zürcher Modell“, bei dem Konsum und Handel innerhalb kontrollierter Suchthilfeeinrichtungen toleriert werden – ein Ansatz, den auch OB Kalouti für denkbar hält, flankiert von einem harten Vorgehen gegen die Dealer-Szene. Doch stellt sich die Frage: Ist dieses Modell rechtlich und strukturell in NRW überhaupt umsetzbar? Die Dokumentation macht Dortmund zum Brennglas für eine Debatte, die ganz Nordrhein-Westfalen betrifft. Sie begleitet die Suche nach Antworten im Spannungsfeld von Sicherheitsinteressen, politischem Handlungsdruck und der humanitären Frage, ob die am stärksten Gefährdeten überhaupt noch erreicht werden können.“ (Text: tagesschau24)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.10.2026 WDR
  • Folge 25 (45 Min.)
    Amerika unter Trump 2 – bald ist Halbzeit. Die Midterms stehen an. Von außen gesehen scheinen die USA sich rasant zu verändern. Die Angriffe auf die Demokratie, die Korruption, der Krieg gegen den Iran, die steigenden Preise. Und was tut sich im Land selbst? Donald Trumps Beliebtheitswerte sind schlecht – viele sehen in den Midterms auch die Möglichkeit, ihre Unzufriedenheit mit der Regierung Trump zum Ausdruck zu bringen. Wieviel Unterstützung gibt es für Trumps Veränderungen und wo gibt es Widerstand? ARD-Korrespondentin Gudrun Engel macht sich auf den Weg, tausende Flugkilometer durch das riesige Land mit der Frage: Bröckelt Trumps Macht? Es ist nicht einfach herauszufinden, was genau sich an das Basis verändert – abgesehen natürlich von den gestiegenen Preisen. Erste Station: Minneapolis, wo ICE-Beamte Trumps rigide Einwanderungspolitik mit aller Härte durchgesetzt haben, wo zwei Menschen erschossen wurden. Hier sind die Veränderungen deutlich spürbar: Gudrun Engel trifft auf traumatisierte Menschen, die kämpferisch sagen: Nicht mit uns! Krankenschwester Melina, Mutter von zwei Kindern und amerikanische Staatsbürgerin, wurde auf dem Weg nach Hause von ICE-Beamten angehalten und verhaftet, nur weil sie aussieht wie eine Latina. Es sei schwer, dem eigenen Land noch zu vertrauen, wenn man genau wisse, dass es noch einmal passieren könne, erzählt Melina. Sie habe zwar einerseits viel Rückhalt bekommen, aber von Trump-Unterstützern auch Ablehnung erfahren, sogar von den eigenen Nachbarn. „Meine größte Sorge ist, dass zu viele Menschen den Lügen und der Desinformation glauben“, sagt Carrie Humphries aus Minneapolis. Sie nimmt regelmäßig an Treffen teil, bei denen besorgte Bürger sich auf einen möglichen Angriff auf die Demokratie am Wahltag vorbereiten. Was kann man konkret tun, wenn man den Eindruck bekommt, dass Wähler daran gehindert werden, ihre Stimme abzugeben? – Solche Fragen spielen sie durch. Shay Myers bewirtschaftet in dritter Generation eine große Farm in Idaho und hat bei den Präsidentschaftswahlen Trump gewählt. Jetzt zweifelt er an ihm, verzweifelt an Trumps Migrationspolitik: „Wenn wir alle Arbeiter aus Lateinamerika einfach rauswerfen, werden wir verhungern.“ Myers ist mit Einwandererkindern aufgewachsen, ist mit vielen von ihnen befreundet. „Wir kennen ihre Kultur, sprechen ihre Sprache, wie kann man dann darüber nachdenken, sie alle nach Hause zu schicken?“ Aber in seiner eigenen Familie wird über diese Frage heftig gestritten, wie an vielen anderen Orten der USA. Von heute auf morgen kein Einwanderungsland mehr zu sein, ist eben nicht so einfach. Und dann hat Shay auch noch mit den gestiegenen Preisen zu kämpfen. Trump hat den Iran angegriffen, der die Straße von Hormus blockiert, Benzin, Diesel und Dünger deutlich teurer geworden. Hinzu kommt die Debatte um Zölle, die für den Farmer eine ständige Unsicherheit bringt. Trump nennt seine Amtszeit „die goldenen Zeiten von Amerika“. Immer wieder zählt er seine angeblichen wirtschaftlichen Erfolge auf. Feiert sich bei einem extra einberufenen Parteitag. Aber es geht auch um eine kulturelle Wende, weg von einem vermeintlich woken Amerika. Dafür feiern ihn seine Anhänger aus dem MAGA-Lager. Bei Turning Point USA, einer MAGA-Nachwuchsschmiede, sehen sie das Land auf einem guten Kurs. Endlich, so sagt auch Luis Vasquez, könne man sich von einer linken Elite an der Macht und in den Universitäten befreien. Regelmäßig treffen sie sich an seiner Uni in Florida, um über ihre Gesellschaftsvorstellungen zu diskutieren und weitere Mitstreiter zu gewinnen. Der Präsident, der bei den Midterms gar nicht zur Wahl steht, zieht auf der politischen Bühne alle Register, um bei den Wahlen Verluste für seine Partei, die Republikaner, zu verhindern. Trump will Neuzuschnitte von Wahlkreisen, Wahlgesetze verändern, redet jetzt schon von möglichem Wahlbetrug. Ob das am Ende funktioniert? „Immer mehr Menschen, die es früher nicht wichtig fanden, zur Wahl zu gehen, wachen nun auf“, so Musiker Butchy Austin. Man habe eben immer die Wahl, man müsse nur das Richtige tun. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.11.2026 WDR
  • Folge 26 (45 Min.)
    Alle drei Minuten erlebt eine Frau in Deutschland häusliche Gewalt (nachgestellte Szene).
    25 Jahre lang hat die schmale, blonde Frau die Schläge und Demütigungen ihres Partners ertragen. Dann hatte sie endlich die Kraft, in ein Frauenhaus zu flüchten. „Du stirbst von innen. Er hat meine ganze Seele kaputt gemacht.“ Sie ist kein Einzelfall. 2025 gab es laut Landeskriminalamt 67.508 Opfer häuslicher Gewalt. Ein neuer Höchststand. Und nur fünf Prozent der Taten werden überhaupt angezeigt. Marion Steffens kennt viele hässliche und traurige Geschichten. Sie betreut seit mehr als 30 Jahren Opfer häuslicher Gewalt und hat 1992 ein Frauenhaus im Ennepe-Ruhrkreis mitgegründet. Nicht nur für die Frauen ein Zufluchtsort, sondern auch für ihre Kinder. „Die erleben, wie die Mutter geschlagen wird, die bekommen mit, wie sie niedergebrüllt wird. Teilweise werden Kinder zu sexuellen Übergriffen mit hinzugezogen, um sich das anzugucken oder sollen sich an den Demütigungen der Mutter beteiligen,“ erzählt Marion Steffens. Deshalb werden in ihrem Frauenhaus die Kinder sehr intensiv begleitet. Den gewalttätigen Partner zu verlassen, ist aber nicht einfach. Denn die Frauen und ihre Kinder müssen alles zurücklassen: den Job, die Schule, das Zuhause, die Freunde. Und einen Platz im Frauenhaus zu finden, ist schwierig. In NRW gibt es momentan 70 geförderte Frauenhäuser mit 708 Plätzen für Schutzsuchende. Zu wenige, sagt Marion Steffens. Immer wieder muss auch sie Frauen abweisen. Viele Frauen, die geschlagen werden, sprechen nicht darüber. „Sie schämen sich, fühlen sich minderwertig“, weiß Marion Steffens. Ärzte sind häufig diejenigen, denen blaue Flecken oder andere Verletzungen auffallen. An der medizinischen Fakultät in Münster müssen Studenten deshalb im 7. Semester ein Seminar zum Thema häusliche Gewalt belegen. Das gibt es sonst nirgendwo in Deutschland. Für Projektleiterin Bettina Pfleiderer eine Herzensangelegenheit: „Betroffene gehen irgendwann zum Arzt. Und da kommt es darauf an, dass wir dann die Ersthelfenden sind.“ Aber wie soll die Betroffene geschützt werden, wenn sie dann keinen Platz im Frauenhaus findet? In NRW kann die Polizei einen Täter für 14 Tage der Wohnung verweisen und ein Rückkehrverbot aussprechen. Im Juni 2026 hat außerdem der Bundesrat strengere Maßnahmen gegen häusliche Gewalt beschlossen, darunter elektronische Fußfesseln und Anti-Gewalt-Kurse für Täter. NRW-Justizminister Benjamin Limbach reicht das nicht. Er fordert eine Umsetzung des spanischen Modells: Spanien hat Gerichte, die auf geschlechtsspezifische Gewalt spezialisiert sind. Es gibt eine landesweite polizeiliche Datenbank, die das Risiko für die Opfer einschätzt und Schutzmaßnahmen festlegt. Ein Vorbild auch für Marion Steffens. Sie hat zusammen mit anderen ein Netzwerk gegründet z.B. mit Jugendämtern und Polizei, um Frauen besser schützen zu können. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.11.2026 WDR
  • Folge 27 (45 Min.)
    Simone war geschockt, als sie sah, wie groß der Berg an frisch geernteten Kartoffeln war, den der Biolandwirt nicht verkaufen konnte: die Knollen zu klein für den Handel, zu uneben und hier und da zu pockig. Hochwertige Lebensmittel in Bioqualität für den Müll? Simone will das nicht hinnehmen und arbeitet seit kurzem als Lebensmittelretterin für einen Kölner Non-Profitladen. Kostenlos gibt es hier trotzdem nichts: Zahle, was es Dir wert ist, ist das Motto. Laut der Bundesregierung werden in Deutschland jährlich rund 11 Millionen Tonnen an Lebensmittel weggeschmissen, das sind 75 Kilo pro Kopf. Eine unglaubliche Zahl und seit mehr als 15 Jahren hat sich dieser Wert so gut wie nicht verändert. Dabei mangelt es nicht an Aufklärungskampagnen, Ideen und Initiativen, wie die Verschwendung von Lebensmitteln gebremst werden könnte. Pioniere der Lebensmittelrettung sind die die Tafeln. In Dormagen ist die Initiative von einer kleinen Gruppe inzwischen zu einem 85-köpfigen Helferteam gewachsen. Mit Geldern von Bund und Land ist ein neues Logistikzentrum entstanden, dass eine stetig wachsende Zahl Bedürftiger versorgt. Nur: das, was sie von den Supermärkten bekommen, wird immer weniger, sagt die Gründerin Claudia Manousek. Denn mittlerweile ist der Run auf das, was übrigbleibt, voll entbrannt. Längst mischen auch mehr und mehr kommerzielle Foodretter auf dem Markt mit. Und der Einzelhandel versteht es immer besser, Restmengen zu vermeiden. Die größte Verschwendung findet weiterhin in Privathaushalten statt. Millionenteure Aufklärungskampagnen wie „Zu gut für die Tonne“ werden kaum wahrgenommen. Aber wie kann es gelingen, den Wert von Lebensmitteln wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken, und liegt die Verantwortung für die hohen Müllmengen wirklich hauptsächlich an uns, den Verbrauchern? Welche Rolle spielt der Lebensmittelhandel, der behauptet, die selbstgesteckten Reduktionsziele schon so gut wie erreicht zu haben. Wolfgang Minder geht diesen Fragen nach, zeigt begeisterte Foodretter, begleitet eine Familie bei einer Challenge zur Abfallvermeidung und erfährt, wie eine Großkantine mit Einsatz von KI Erfolg hat. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 09.12.2026 WDR

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