Trotzdem Hagen – Eine Stadt kämpft gegen den Niedergang
Folge 21 (45 Min.)
Nicole Schulz (r.) und Thomas Süß patrouillieren verstärkt im Stadtteil Wehringhausen.Bild: WDR/Ingo MendeHagen ist eine Stadt, deren Ruf ordentlich ramponiert ist. Verschuldung, Arbeitslosigkeit, Schrottimmobilien, in den letzten Jahren jagte eine Elendsreportage die nächste und die Medienwelt ist sich einig: Hagen ist schlimm! Wirklich? Die Fernsehjournalistin Gesine Enwaldt will es nicht glauben und kehrt zurück in ihre Heimatstadt auf der Suche nach denjenigen, die trotzdem an Hagen glauben und an der Zukunft der Stadt arbeiten. Die Menschen, die ihr da begegnen, machen Hoffnung: Ob Leerstand, Armutsmigration, Kriminalität, unter dem Radar der Öffentlichkeit arbeiten die Hagener daran, das Ruder rumzureißen. Gesine Enwaldt ist unterwegs mit dem Oberbürgermeister Dennis Rehbein, begleitet Polizei, Stadtentwickler oder junge Unternehmer und taucht nicht zuletzt in die erstaunlich erfolgreiche Welt des Theaters und der Kunst ein. Kann die Stadt wieder lebenswerter und sicherer werden? (Text: WDR)Deutsche TV-Premiere Mi. 30.09.2026 WDR Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?
Folge 22 (45 Min.)„Bin ich schon in den Wechseljahren – und wenn ja, was heißt das eigentlich?“ Moderatorin Sabine Heinrich ist 49 und merkt: Da verändert sich etwas. Körperlich, emotional, hormonell. Und sie ist damit nicht allein. Neun bis elf Millionen Frauen in Deutschland befinden sich derzeit in den Wechseljahren – oft einhergehend mit Hitzewallungen, Schlafproblemen, Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen. Trotzdem wird über die Wechseljahre noch immer nicht genug gesprochen. Das ist nicht nur für Frauen ein Problem. Eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten durch Wechseljahrsbeschwerden auf rund 9,4 Milliarden Euro im Jahr.Und viele betroffene Frauen arbeiten in Branchen, in denen Fachkräfte dringend gebraucht werden. In der WDR Story „Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?“ fragt Sabine Heinrich nach: Warum bleiben die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase so oft unsichtbar – im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell? Obwohl zwei Drittel der Betroffenen Beschwerden haben, fehlt es vielerorts an guter Aufklärung, passender medizinischer Versorgung und echter Anerkennung. Sabine Heinrich spricht mit Frauen, die offen erzählen, was die Wechseljahre mit ihnen machen. Sie trifft Ärztinnen, Forscherinnen, Aktivistinnen, Unternehmerinnen, Polizistinnen und Politikerinnen. Außerdem reist sie nach England, wo ein neues Gesetz Arbeitgeber dazu verpflichtet, Frauen am Arbeitsplatz konkret zu unterstützen. Die WDR Story zeigt: Die Wechseljahre sind kein privates Problem von Frauen. Sie betreffen Gesundheit, Arbeit, Gleichberechtigung – und die Frage, wie ernst unsere Gesellschaft Frauen in dieser Phase nimmt. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 14.10.2026 WDR Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn
Folge 23 (45 Min.)Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. Die WDR Story fragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht und was nötig ist, damit Fahrgäste sowie Fahrerinnen und Fahrer sich wieder geschützt fühlen. Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. „Wenn Männer aggressiv und laut werden, hat man immer ein mulmiges Gefühl“, sagt Straßenbahnfahrerin Sabine Weigle. Die Rheinbahn reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten. Dazu gehören KI-gestützte Kameras, Bodycams und zusätzliche Sicherheitskräfte.„Ich möchte, dass die Menschen, sowohl die Fahrgäste als auch die Mitarbeiter, spüren, dass wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen, handeln und dass wir darauf einzahlen wollen, jeden Tag besser zu werden“, sagt Vorstandsvorsitzende Anette Grabbe. Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Ein Dresdener Fahrgast berichtet, wie er in einen Streit in der Bahn verwickelt war: „Da haben die Leute weggeguckt. Ich würde sagen aus Angst. Aus Angst nicht zu wissen, was vielleicht als nächstes passiert“. „Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn“ sucht Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 21.10.2026 WDR
