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Trump und die Tech-Giganten – Das Spiel um Macht
Folge 1 (59 Min.)„Trump und die Tech-Giganten“ erzählt von der Allianz aus Technologie, Kapital und Ideologie, und fragt: Wie viel Einfluss hat die amerikanische Tech-Elite unter Trump? Sie haben Milliarden, Einfluss und eine Vision, die weit über das Silicon Valley hinausreicht. Die Tech-Giganten in den USA. Und viele von ihnen pflegen einen engen Draht zur neuen Regierung unter Donald Trump: Elon Musk saß zeitweise mit im Weißen Haus, Peter Thiel hat den Vize-Präsidenten J.D. Vance massiv unterstützt. Jeff Bezos Firma Amazon Web Services hat lukrative Regierungsverträge geschlossen, Mark Zuckerbergs Konzern Meta ist Heimat für große Teile der digitalen Öffentlichkeit und versprach kürzlich öffentlich dem Präsidenten bei einem Dinner mit der amerikanischen Tech-Elite hohe Investitionen in den USA.Kurz: Unter Trump verschmelzen gerade Wirtschaft, Technologie und Politik in einem neuen Ausmaß. Wie weit reicht der Einfluss der Tech-Industrie auf die Regierung? Die US-Soziologin Brook Harrington beschreibt es so: „Die Tech-Milliardäre wollen keinerlei Grenzen ihrer Macht – weder durch demokratische Regierungen, noch durch Finanzsysteme oder durch Fakten.“ Das erlebt in Memphis auch der Aktivist Keshaun Pearson. Er kämpft dort gegen Colossus. Ein gigantisches Datenzentrum, errichtet im Auftrag von Elon Musk. Es pustet toxische Abgase in die Luft und verändert ganze Stadtteile. Für Pearson ist es mehr als ein Umweltkampf. Es geht um Kontrolle, Ressourcen und die Zukunft einer Stadt. Ein Konflikt, der überall in den USA aufbricht, wo neue Rechenzentren entstehen. Und die sind die Grundlage für viele KI-Anwendungen, die schöne neue Welt der Tech-Milliardäre. In der libertäre Ideologien, künstliche Intelligenz und Kapital ein globales Machtgefüge formen, das Demokratien auf die Probe stellt. „Ich glaube nicht länger, dass Freiheit und Demokratie miteinander vereinbar sind,“ schreibt Peter Thiel schon 2009. Er gilt als Vordenker der Bewegung. Disruption also auch in der Politik? Wo das hinführen könnte, skizziert der Autor und Historiker Quinn Slobodian: „Sie wollen den Staat abschaffen und durch private Dienstleister ersetzen.“ Denn Technik gilt ihnen als die Lösung der Menschheitsprobleme. Die Faszination für Technologie weicht teils einem unbedingten Glauben an Technologie. Elon Musk träumt von Mensch-Maschinen-Symbiosen. Von Flügen zum Mars. Sam Altman, Chef von OpenAI, hat die Vision einer Super-KI, als großem Durchbruch. Und verbindet rein praktisch mit dem Zugang zu Daten und Politik wirtschaftliche Interessen mit geopolitischem Einfluss. Willkommen in Tech-Topia? Die Utopien der Tech-Gründer gehen teils noch viel weiter, sagt der Autor Douglas Rushkoff: „Für sie geht es bei der Zukunft der Technologie vor allem darum, uns anderen zu entkommen.“ Wie also verändern die Tech-Milliardäre unsere Welt? Schon jetzt lässt sich sehen, die Tech-Branche investiert auch in die Rüstungsindustrie: Palantir liefert Software für Militär und Geheimdienste, SpaceX betreibt Satellitennetze für das Pentagon, Amazon Web Services stellt Rechenleistung für Sicherheitsbehörden bereit. Und damit steigt die Abhängigkeit der amerikanischen Regierung. Auch an anderen Orten, wächst das Netzwerk der amerikanischen Tech-Unternehmer: In Europa investieren Thiel und Musk in Start-ups und Mediennetzwerke. Sie knüpfen Verbindungen auch zu Akteuren der neuen Rechten und treiben ihre Agenda voran: Weniger Regulierung, mehr technologische Freiheit und mehr Einfluss für sich und ihre Unternehmen. Die WDR Story erzählt von „Trump und die Tech-Giganten“ der Allianz aus Technologie, Kapital und Ideologie, und fragt: Wie viel Einfluss hat die amerikanische Tech-Elite unter Trump? (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Mo. 12.01.2026 Das Erste Wie viel Geld bringt ein Frühchen? – Warum Kliniken in Deutschland Gewinne machen (müssen)
Folge 2 (45 Min.)Je kleiner und leichter ein Frühchen zur Welt kommt, umso größer ist das Risiko für spätere Beeinträchtigungen.Bild: WDR/Längengrad Filmproduktion/Sven KiescheDieser Film zeigt: Viel zu oft geht es im Krankenhaus nicht um das Wohl der Patienten, sondern um Geld. Besonders deutlich wird das in zwei Bereichen, in denen es buchstäblich um Leben und Tod geht: bei der Behandlung von Frühgeborenen und schwer kranken Intensivpatienten. Wenn ein Kind zu früh auf die Welt kommt, ist das häufig ein Notfall. Aus medizinischer Sicht sollten Krankenhäuser alles tun, um eine Frühgeburt zu vermeiden. Doch die oft schwierige Verlängerung der Schwangerschaft bringt den Kliniken kaum Geld ein – die Behandlung von Frühchen dagegen ist äußerst lukrativ.Je früher ein Kind zur Welt kommt und je weniger es wiegt, desto mehr Geld überweist die Krankenkasse dem Krankenhaus. Oft sind es mehr als 100.000 Euro – pro Kind. Auch auf der Intensivstation spielt Geld eine entscheidende Rolle: Betriebswirtschaftlich lohnt es sich für eine Klinik, Patienten möglichst lange zu beatmen, länger als es medizinisch sinnvoll wäre. Denn wenn eine bestimmte Zeitschwelle überschritten wird, gibt es deutlich mehr Geld. Kinder werden früher auf die Welt geholt, schwerstkranke Patientinnen länger beatmet, um Geld zu verdienen? Was undenkbar klingt, ist unter Insidern, Ärzten und Pflegepersonal längst bekannt. Verantwortlich für die Missstände ist unser System der Krankenhausfinanzierung. Anders als Feuerwehr und Polizei bekommen Kliniken kein Geld dafür, dass sie da sind und helfen, wenn sie gebraucht werden. Sie werden pro Patient bezahlt. Vor allem aufwändige Behandlungen und Operationen bringen Gewinne ein. Filmautorin Claudia Ruby hat Ärztinnen, Ärzte und Pflegende gefunden, die erschütternde persönliche Erlebnisse preisgeben: Sie berichten davon, wie sie unter Druck gesetzt werden, damit sie unnötige Therapien und Operationen anordnen oder durchführen. Der Film beleuchtet die Folgen unseres Finanzierungssystems im Krankenhaus anhand der Situation auf Frühchen- und Intensivstationen. Er zeigt, warum die Probleme zu eskalieren drohen und berichtet von möglichen Lösungsansätzen, die Fachleute im Auftrag der Bundesregierung zurzeit erarbeiten. Nicht zuletzt gibt er verzweifelten Ärztinnen und Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern eine Stimme. Sie alle möchten in Krankenhäusern arbeiten, in denen die Gesundheit an erster Stelle steht – und nicht das Geld. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 WDR Das Brückendrama (Neufassung 2025)
Folge 3 (45 Min.)Vier lange Jahre mussten die Menschen im Sauerland auf diesen Moment warten: Am 22. Dezember wird die neue Rahmedetalbrücke auf der A45 für den Verkehr geöffnet. Die Unterbrechung der wichtigen Nord-Süd-Achse, die das Ruhrgebiet mit dem Ballungsraum Frankfurt verbindet, hat Menschen und Unternehmen vor allem in und um Lüdenscheid stark belastet. Jetzt jubelt die Region Südwestfalen über das überraschende Weihnachtsgeschenk. Denn eigentlich sollte der Neubau erst im Februar 2026 frei gegeben werden. Als Ende 2021 die Rahmedetalbrücke gesperrt werden musste, traf das die wichtigste Wirtschaftsregion Nordrhein-Westfalens ins Mark.Denn hier im Mittelgebirge konnte der Schwerlastverkehr nicht einfach umgeleitet werden, sondern quälte sich im Dauerstau durch die engen Täler. Mehr als 150 Weltmarktführer haben hier ihren Stammsitz, mittelständische Betriebe, die abhängig sind von dieser Brücke: Rohstoffe hin-, fertige Produkte wegtransportieren, das dauerte jetzt alles viel zu lang. Investitionen wurden verschoben, alteingesessene Firmen überlegten, abzuwandern, Mitarbeiter kündigten, weil sie zur Arbeit jetzt dreimal so lange brauchten. Und neue Fachkräfte anzuwerben, war aussichtslos: Wer wollte noch herziehen, wenn man nicht mal hinkommt? Als die Brücke 1968 gebaut wurde, plante man mit 25.000 Fahrzeugen am Tag und berechnete Blechdicke und Stahlqualität danach. Doch genutzt wurde die Brücke zuletzt von 64.000, davon 13.000 LKW. Dadurch wurde sie so marode, dass sie nur noch gesprengt werden konnte. Doch das ist im gebirgigen Gelände aufwändig, die planerischen und praktischen Vorbereitungen zogen sich, am 7.Mai 2023 war es endlich so weit. 5 Jahre wurden für die neue Brücke kalkuliert, zu lange für den drittwichtigsten Wirtschaftsstandort Deutschlands, fanden Unternehmer. Doch dieses Mal ging es tatsächlich schneller – zwischen der plötzlichen Vollsperrung der maroden Brücke und der Einweihung der ersten zwei Fahrspuren der neuen Brücke vergingen nicht 5, sondern nur 4 Jahre. Welche Bilanz ziehen die Betroffenen jetzt? Die Rahmedetalbrücke ist zum Symbol für den deutschen Infrastrukturnotstand geworden. Allein in NRW müssen in den nächsten zehn Jahren 873 Autobahnbrücken saniert werden. „Das macht mir große Sorgen“, sagt NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer. „Wir haben hier ein Riesenproblem vor der Brust, denn die Rahmedetalbrücke ist nicht die letzte, die gesperrt werden muss.“ Dass Autobahnen Bundesangelegenheit sind, umgeleiteter Verkehr dann aber Ländersache, macht das alles nicht leichter. „Wir müssen jetzt aus diesem Chaos, was wir hier erlebt haben, lernen was kann man in der Zukunft besser machen“, sagt ein Unternehmer. „ Wir sind hier eine der stärksten Industrieregionen Deutschlands, und wir brauchen eine vernünftige Infrastruktur.“ Kann der Neubau der Rahmedetalbrücke am Ende zum Vorbild werden? (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 WDR Selenskyi – Das entscheidende Jahr?
Folge 4 (45 Min.)Die Hoffnungen waren groß: Das Jahr 2025 sollte der Ukraine endlich den Frieden bringen – oder doch immerhin einen Waffenstillstand. Zumindest hatte das der amerikanische Präsident, Donald Trump, bereits während seiner Kandidatur, vollmundig angekündigt. Doch die Realität sah und sieht ganz anders aus: pausenlose Angriffe aus Russland, Kälte und Stromausfälle, die Gesellschaft leidet, die Armee ist erschöpft. Das letzte Jahr hat die Ukraine und ihren Präsidenten an Grenzen gebracht: militärische Rückschläge, Korruptionsskandale im Innern und kaum berechenbare diplomatische Verhandlungen auf der außenpolitischen Bühne. Mehr denn je musste Selenskyj um Rückhalt kämpfen – im Land wie auf internationaler Bühne.Fast pausenlos ringt er, um Waffenlieferungen oder um Sicherheitsgarantien – die Reaktionen: höchst wechselhafte Signale aus Washington und diplomatische Schachzüge in Europa, während Präsident Putin unbeirrt weiter angreifen lässt. Der Film rekonstruiert zentrale Momente des Krisenjahres 2025: die Eskalation beim Besuch Selenskyjs bei Donald Trump im Oval Office, das ständige Hin und Her in den Friedensgesprächen und den Druck der europäischen Verbündeten. Aber auch die Folgen militärischer Entscheidungen der Ukraine und den Korruptionsskandal, der die größte innenpolitische Krise seit Selenskyjs Amtsantritt ausgelöst hat. Internationale Expertinnen und Experten ordnen diese Entwicklungen ein: der amerikanische Politologe Charles Kupchan, die Sicherheitsexpertin Claudia Major, ARD-Korrespondent Vassili Golod, der Journalist Simon Shuster, die ukrainische Antikorruptionsaktivistin Daria Kaleniuk sowie Investigativjournalist Denys Bihus. Der Film von Christoph Peters zeigt Volodymyr Selenskyj als Staatschef im Ausnahmezustand, zwischen Durchhaltewillen, Machtanspruch und der Suche nach einem Frieden, der nicht die Kapitulation der Ukraine bedeutet – ein Präsident unter Druck, den der Krieg erfahrener, mächtiger, aber auch umstrittener gemacht hat. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 WDR
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