Walpurgisnacht Die Mädchen und der Tod
    D 2018
    Deutsche Erstausstrahlung: ZDF

    Der Zweiteiler spielt im Jahr 1988 und beginnt mit dem Tod einer westdeutschen Touristin in der DDR. Karl Albers (Ronald Zehrfeld), Hauptwachtmeister der Volkspolizei, hat seine Zweifel daran, dass die Frau durch einen Unfall zu Tode kam. Doch sein Vorgesetzter, Hauptmann Wieditz (Jörg Schüttauf), und der SED-Kreisleiter Pölz (Godehard Giese) wollen den Fall schnell zu den Akten legen. Eigenmächtig kreuzt Karl im Protokoll „ungeklärte Todesursache“ an. In Zeiten von Gorbatschow ergeben sich neue Möglichkeiten: Die Hauptkommissarin der BRD, Nadja Paulitz (Silke Bodenbender), wird über die innerdeutsche Grenze in den Harz geschickt. Fortan prallen gegensätzliche Vorgehensweisen und Lebenseinstellungen aufeinander.

    Als eine zweite junge Frau mit ähnlichen Tat-Merkmalen ermordet wird, wird den Ermittlern klar, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben. Das von dichtem Wald umgebene Dorf erstarrt in Angst und eine verzweifelte Suche nach dem Täter beginnt. Im Dorf geraten die Außenseiter ins Visier. Wessen Biografie lässt auf eine Gewaltneigung schließen? Die politisch motivierten Denunziationen führen auf Irrwege – und es soll nicht bei den zwei Toten bleiben …  (Text: GR)

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    Walpurgisnacht – Community

    • am

      Zusätzlich zur bereits geäußerten Kritik habe ich als Harzbegeisterter noch andere Äußerlichkeiten zu beanstanden. Die mehrfach gezeigte wunderschöne Felsenlandschaft mit den Sandsteinsäulen und den schmalen Schluchten liegt leider nicht im Harz, sondern im Elbsandsteingebirge hinter Dresden bzw. in Tschechien. Auch können die Außenaufnahmen, welche durchaus zur DDR-Grenzregion passen, wie ich sie 1989 kennengelernt habe, nicht in Schierke im Harz gedreht worden sein, sondern wohl eher in Tschechien. Schierke ist ein wunderschön herausgeputzter Ort, in dem das typische DDR-Kolorit längst verschwunden ist. Ich fand den Film durchaus spannend gemacht, war aber vom Ende, bei dem mir zu viele Fragen offenblieben, etwas enttäuscht.
    • (geb. 1967) am

      Es war abzusehen, wie das Ganze ausgeht, aber ich habe es mir trotzdem angetan. Ich sehe es, als das was es ist, nämlich ein Märchen aus 1001 Nacht und dann geht's. Als Krimi und/oder gar DDR-Alltagserzählung wäre es unerträglich. Ohne ABV, dieser komische Zug und dieser Sack, in den man den Hauptdarsteller gesteckt hat, etc. Die Aufzählung ließe sich unendlich fortführen.
    • am

      Ronald Zehrfeld und Jürgen Schüttauf sind Schauspieler, die ich sehr gerne sehe. Das Drehbuch "Walpurgisnacht" aber eine einzige Blamage. Dass die Beiden so einen Blödsinn spielen, für mich nur ????.
      In jedem Tatort und jeder SoKo sieht man, dass Kriminalfälle gewöhnlich von der Kriminalpolizei aufgeklärt werden und nicht von der Schutzpolizei. Das war auch in der DDR so, wie in der Serie Polizeiruf 110 dargestellt. Die Schutzpolizei darf allenfals den Tatort absperren und wird gewöhnlich darauf hingewiesen, keine Spuren zu verwischen.

      Es geht schon bei der ersten Szene los: Da fährt eine junge Frau aus der BRD im DDR-Grenzgebiet mit ihrem Auto umher und klettert auf einen Felsen. Das DDR-Grenzgebiet (und Schierke war Grenzgebiet) war Sperrgebiet. Das Betreten war nur mit entsprechenden Genehmigungen gestattet und Westdeutsche haben diese in der Regel nicht bekommen, DDR-Bürger nur in begründeten Fällen. Kamen Ausländer (einschl. BRD-Bürger) in der DDR zu Tode, wurde grundsätzlich die Staatssicherheit tätig. Bei Mordverdacht wurde sofort eine Kommission tätig.
      Auch hätte man eine hinzugezogene bundesdeutsche Kommissarin niemals

      alleine herumlaufen lassen, sofern es überhaupt dazu gekommen wäre.
      Völlig unglaubwürdig ist z.B. die Szene im Sektionssaal der Gerichtsmedizin, bei der die Kommissarin bei einen Opfer den Hexenbesen findet, den der Rechtsmediziner übersehen haben soll.

      Völlig unglaubwürdig auch der sofortige und überflüssige Schusswaffengebrauch durch Grenzsoldaten aus kurzer Distanz vor den Grenzsperren. Es wurde an der Grenze auf Flüchtlinge geschossen, aber in der Regel nur, wenn ein anderer Zugriff nicht mehr möglich war.
      Um dem Film eine gewisse Logik zu geben hätte das Krankheitsbild des Polizisten Karl Albers szenisch eingebaut werden können, etwa durch eine Abschlussszene, die in einer psychatrischen Einrichtung spielt.

      Schade, Zehrfeld und Schüttauf sind wirklich sehr sympathische Darsteller.
    • am

      Also wie schon in meinem ersten Kommentar alles total unglaubwürdig und vom Ausgang will ich garnicht reden. Auch mein näheres "Umfeld"ist da vollkommen meiner Meinung.
      Und wenn das in Anlehnung eines wirklichen Falls eines Kindermörders sein sollte-dann fällt mir nichts mehr ein -wahrscheinlich sieht die ganze künstlerische Crew das mit ganz "speziellen Augen".
      Ich kann nicht glauben das die ehemaligen DDR Darsteller im Laufe der Jahre vergessen haben wie es wirklich war.
    • am

      Bravo, ganz meine Meinung. Der gesamte DDR-Handlungsstrang war eine Anhäufung von Undenkbarkeiten. Und die Logik in der Motiv-Auflösung war auch nur mittelmäßig ausgeprägt.

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