1558 Folgen erfasst (Seite 36)

  • 45 Min.
    Die „Terra X“-Dokumentation „Mythos Burg“ beleuchtet, wie die Burg als Wohn- und Wehrbau zum architektonischen Erfolgsmodell des Mittelalters wurde. Wie prachtvoll oder wie entbehrungsreich war das Leben auf den Burgen des Mittelalters? Diese Folge beleuchtet die aufregende Vergangenheit berühmter Burgen – wie etwa Burg Eltz an der Mosel oder Windsor Castle in England. Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte Mitteleuropa einen Bauboom. Innerhalb von 100 Jahren wurden weit über 10 000 Burgen gebaut. Und bereits zuvor hatte sich die Burg als Statussymbol der Mächtigen und als effektiver Wohn- und Wehrbau europaweit durchgesetzt. Wären all die Monumente der Macht noch erhalten, würden wir etwa in Deutschland alle 25 Kilometer an einer Burg vorbeifahren. Bis heute hat das Zeitalter der Burgen und ihrer Bewohner Spuren in unserer Kultur und Sprache hinterlassen. So steckt allein in weit über tausend deutschen Ortsnamen das Wort „Burg“. Diese Folge der „Terra X“-Reihe „Mythos Burg“ widmet sich der Immobilie „Burg“. Schon ihr Urtyp – die Motte – ist genauso schlicht wie genial: Errichte einen Turm, möglichst auf erhöhtem Posten, mit weitem Panoramablick und ziehe einen Zaun oder eine Mauer außen herum. Fertig ist die Burg. Ein Erfolgsmodell: Über die Jahrhunderte entstehen immer komplexere und prachtvollere Bauten. Der Wettbewerb um die schönste, größte und mächtigste Burg war eröffnet. Europa wird zu einer Burgenlandschaft. Im Mittelpunkt der zweiteiligen Dokumentation stehen berühmte und seinerzeit sehr bedeutende Bauten wie Burg Eltz, Burg Hammerstein, Burg Trifels und auch Windsor Castle in England. Wie und wo wurden Burgen gebaut, wie lebten die Menschen auf ihnen, wie verteidigten sie ihr Zuhause? Mithilfe verschiedener visueller Stilmittel wird den Bollwerken von einst Leben eingehaucht. International renommierte Wissenschaftler zeigen im Experiment, mit welch ausgefeilten Methoden die Burgen des Mittelalters errichtet und bewohnt wurden. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 14.08.2019 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 18.08.2019 ZDF
  • 45 Min.
    Dieser Teil der „Terra X“-Reihe „Mythos Burg“ beleuchtet die Burg als erfolgreichen Wehrbau und taucht mit großen Bildern und Reenactments tief in die Welt des Mittelalters ein. Was sind die raffiniertesten Wege, eine Burg zu erobern? Und wie kann eine Burgbesatzung einer monatelangen Belagerung standhalten? Diese Folge lässt auf wissenschaftlicher Basis berühmte Burgen wiederauferstehen. Sie waren einst das weithin sichtbare Statussymbol der Macht. Burgen waren Wirtschaftszentren, Heimstatt von Raubrittern und Schauplätze von Kriegen. Hinter ihren steinernen Mauern wurden kostbarste Schätze verwahrt, und angeblich schmorten in dunklen Kerkern Gefangene bis an ihr Lebensende. Bis heute entführen uns Burgen in eine Welt der Märchen und Legenden. Was ist wahr, und was ist Mythos? In der Folge „Bollwerk der Macht“ fokussiert die „Terra X“-Reihe die Burg als strategischen Wehrbau. Wie entwickelten sich die ersten Burgentypen zu wehrhaften Festungen? Was sind die erfolgreichsten Methoden, eine Burg zu erobern oder zu halten? Wissenschaftler zeigen etwa mit einem originalgetreuen Nachbau, wie durchschlagskräftig und zielgenau die Blide – ein schweres Wurfgerät des Mittelalters – Burgen angreifen und zerstören konnte. International renommierte Wissenschaftler erklären in Experimenten die neuralgischen Stellen einer Burg und zeigen auf, wie Burgherren ihre Bollwerke gegen die fortschreitende Entwicklung der Feuerwaffen rüsteten. Fotorealistische 3-D-Animationen lassen aus realen Ruinen berühmter Burgen mächtige Festungen werden und beleuchten, wie der Mythos „Burg“ entstehen konnte. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 14.08.2019 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 25.08.2019 ZDF
  • Hat der Name der Burg Frankenstein im Odenwald Mary Shelley zu ihrem Romantitel inspiriert?
    Die Geschichte von Frankenstein und seiner Kreatur ist heute so aktuell wie nie zuvor. „Terra X“ zeigt, was der 200 Jahre alte Stoff mit Genforschern und Robotern von heute zu tun hat. Mary Shelleys Roman „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ handelt vordergründig von einem schaurigen, mordenden Monster. In Wirklichkeit geht es um die Grenzen wissenschaftlichen Strebens, um Moral und um die Frage, was den Menschen zum Menschen macht. Ihr Material fand die 19-jährige Autorin in den philosophischen Hauptthemen ihrer Zeit. Anfang des 19. Jahrhunderts scheint die Menschheit kurz davor zu stehen, selbst zum Schöpfer von Leben zu werden. Der Arzt Luigi Galvani entdeckte, dass durch Stromstöße Muskelbewegungen erzeugt werden können – auch bei toten Lebewesen. In Glasgow wurde die Leiche eines hingerichteten Verbrechers vor großem Publikum an eine Stromquelle angeschlossen. Der Leichnam zuckte und wand sich. Seitdem forschen Wissenschaftler an der Idee, einen Menschen künstlich zu erschaffen. Forscher bei Google oder IBM arbeiten mit Hochdruck an künstlicher Intelligenz. „Denkende“ Maschinen bringen sich selbst Strategiespiele bei und bezwingen den menschlichen Geist. Die Reproduktionsmedizin könnte heute schon das perfekte Baby kreieren, und Wissenschaftler wie George Church versuchen mit Hilfe von Gentechnik, Krankheiten auszurotten, aber auch das Mammut wieder zum Leben zu erwecken. Wo fängt menschliches Bewusstsein an, wo hört es auf? Ab wann ist es anmaßend, ins Leben einzugreifen? Diese Fragen behandelt Mary Shelley in ihrem Roman, und Wissenschaftler stellen sie sich auch heute. Genauso präsent ist die Sorge, wir könnten die Geister, die wir rufen, nicht mehr kontrollieren. „Wenn Du einen Geist in einer Flasche hast, wird er früher oder später herauskommen“, sagt der Philosoph Nick Bostrom. „Du solltest also sichergehen, dass das Wesen, das du erschaffen hast, gutmütig ist.“ „Mythos Frankenstein“ zeigt mit Hilfe von szenischen Rekonstruktionen, aktuellen Experimenten, Experteninterviews und dokumentarischen Elementen die Geschichte und die Gegenwart eines Mythos auf, der den Menschen seit der Antike beschäftigt. Experten wie der Philosoph Nick Bostrom, ein Entwickler des humanoiden Roboters „Roboy“, Alois Knoll, und der Experte für künstliche Intelligenz, Damian Borth, stellen dar, warum das faustische Erkenntnisstreben von Viktor Frankenstein mehr mit uns zu tun hat, als wir glauben. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 02.04.2017 ZDF
  • 45 Min.
    „Terra X“ erzählt die Geschichte des Nordseeraums, von seiner Entstehung am Ende der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart. Die Doku zeigt Völker und Nationen, deren Schicksal mit der Nordsee verwoben ist, und spürt den Mythen nach, die sich um das Meer ranken. Vom legendären Avalon über untergegangene Städte bis zum Seemannsgarn von Totenschiffen, Meeresgöttinnen und Riesenkraken. Mit einer Fläche etwa so groß wie Frankreich ist die Nordsee ein Winzling im Vergleich zu den Weltmeeren, aber für Europa, seine Entwicklung und Geschichte, von großer Bedeutung. Millionen Menschen leben an ihren Ufern, fast ein Viertel aller weltweiten Schiffsbewegungen findet hier statt, obwohl die Nordsee lediglich 0,2 Prozent der Weltmeeresfläche ausmacht. Die Geschichte ihrer Küstenbewohner ist eine Geschichte vom ewigen Kampf gegen die unberechenbaren Fluten. Er begann bereits lange vor der Zeitenwende, wie archäologische Funde belegen. Durch das Ausgreifen des Römischen Reiches nach Friesland geraten das Meer und seine Küstenlandschaften erstmals ins Blickfeld antiker Autoren. Römische Chronisten berichten von künstlichen Erdhügeln, die die Nordseevölker aufschütteten, um ihr Land vor der See zu schützen. Sie erzählen von einer merkwürdigen Welt, „nicht Meer und nicht Land“, denn der starke Gezeitenunterschied, der das Watt entstehen lässt, ist für die Mittelmeerbewohner ein ungewöhnliches Phänomen. Die Überlieferungen erzählen auch von furchterregenden Göttern, die den römischen Eroberungsgelüsten die Stirn bieten. Trotzdem gelangen im 1. Jahrhundert nach Christus der Süden und Westen der Nordsee unter römische Kontrolle. Denn nach einigen gescheiterten Versuchen, England zu erobern, gelingt es den Römern Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus schließlich, auf der Insel dauerhaft Fuß zu fassen und die lokale Bevölkerung zu unterwerfen. Erst fünf Jahrhunderte danach verändern sich die Machtverhältnisse. Der Stern des Römischen Reiches sinkt unter dem Ansturm fremder Völkerschaften. Auch England gerät ins Blickfeld germanischer Stämme. Die Invasion der Angeln und Sachsen aus dem Bereich des heutigen Schleswig-Holstein ist der historische Hintergrund einer der berühmtesten europäischen Sagen, der von König Artus und seiner sagenhaften Burg Avalon. Aber der heroische Kampf des christlichen Herrschers gegen die heidnischen Invasoren wird heutzutage von den meisten Forschern ins Reich der Legende verbannt. Von vielen Geschichten umrankt sind auch die Wikinger, die seit dem frühen Mittelalter die Küsten des Nordseeraums heimsuchen. Doch neben ihren brutalen Überfällen auf Klöster und Siedlungen werden die Wikinger selbst zu Städtegründern und Händlern, die den Nordseeraum prägen. Ihre wagemutigen Fahrten auf technisch ausgeklügelten, hochseetüchtigen Schiffen lassen sie schließlich sogar zu den ersten Entdeckern Amerikas werden. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 21.10.2020 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 25.10.2020 ZDF
  • 45 Min.
    „Terra X“ erzählt die Geschichte des Nordseeraums, von seiner Entstehung am Ende der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart. Die Doku zeigt die Völker und Nationen, deren Schicksale mit der Nordsee verwoben sind und spürt den Mythen nach, die sich um das Meer ranken, vom legendären Avalon über untergegangene Städte bis zum Seemannsgarn von Totenschiffen, Meeresgöttinnen und Riesenkraken. Mit der Hanse tritt im Mittelalter eine neue Macht im Nordseeraum auf. Aus geschäftlichen Absprachen und einem lockeren Kaufmannsbund entsteht der erste Global Player, der sogar Königreichen trotzt. Als Piraten die Nordsee unsicher machen, greift die Hanse erbarmungslos durch. Einer der Freibeuterkapitäne wird zum Mythos: Klaus Störtebeker – ein Robin Hood der Nordsee. 1588 greift eine weitere Weltmacht in den Nordseeraum ein: Spanien. Doch der Versuch König Philipps II., England zu erobern, scheitert. Der „Blanke Hans“, wie die Menschen im Norden ihre See respektvoll nennen, wird zum tödlichen Verbündeten der Engländer und ihrer Königin Elizabeth im Krieg gegen den mächtigsten Herrscher der Zeit. Seine riesige Flotte, die Armada, trifft auf einen seemännisch überlegenen Gegner und die Stürme der See. Philipps Kriegsgaleonen werden zerstört. Ein historischer Wendepunkt, der Englands Aufstieg zur unangefochtenen Seemacht markiert. Auch ein weiterer Nordseeanrainer, die Niederlande, schaffen im 17. Jahrhundert ein weltumspannendes Imperium, eine Epoche, die als „Goldenes Zeitalter“ in die Geschichte eingegangen ist. Damals entsteht der Mythos vom „Fliegenden Holländer“, einem Handelskapitän, der in seinem Hochmut Gott herausfordert und ewig segeln muss. Hochmut bringt auch die Bewohner des sagenumwobenen Rungholt, des Atlantis des Nordens, zu Fall – so die Legende. Eine Stadt, die durch den Abbau von Salztorfen reich wurde. In der wohl verheerendsten aller Nordseekatastrophen, 1362, der „groten Mandränke“, dem „großen Ertrinken“, finden angeblich 200 000 Menschen den Tod, wurden 100 000 Hektar Weideland zerstört – und Rungholt vernichtet. Sturmfluten sind von alters her eine Geißel der Nordseeküsten. Statistiken verzeichnen Dutzende teils verheerender Fluten seit der Antike. Und genauso alt ist der Versuch der Menschen, Bollwerke gegen die Wassermassen zu errichten. „Wer nicht deichen will, muss weichen“, lautet ein altes Sprichwort an der deutschen Nordseeküste. Tausende von Arbeitern, die Koyer, schufteten in früheren Zeiten mit Spaten und Karren und schufen in Generationen die ersten Bollwerke gegen die See. Doch oft genug hielten sie nicht stand, wie etwa bei der Sturmflut, die 1953 große Teile der Niederlande verwüstete und im gesamten Nordseeraum über 2000 Menschenleben kostete. Seit damals hat der Küstenschutz gigantische Ausmaße angenommen. Denn der Kampf gegen die Kräfte der Nordsee kennt keine Waffenruhe. Heute kommt modernste Technik zum Einsatz, helfen Computer, die gefürchteten Sturmfluten planbar zu machen. Zusammen genommen bilden die Wehre und Deiche der Nordsee das größte globale Bauwerk. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 28.10.2020 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 01.11.2020 ZDF
  • 45 Min.
    Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1767 bis 1769 als erster Franzose die Welt. Sein Bericht über die Inseln des Pazifik begründen den „Mythos Tahiti“.
    Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1767 bis 1769 als erster Franzose die Welt. Sein Bericht über die Inseln des Pazifik begründen den „Mythos Tahiti“. Wie entstand diese Idee vom Paradies auf Erden, von freier Liebe und einem Leben im Einklang mit der Natur? Die Dokumentation folgt den Stationen der Expedition und ihren schillernden Akteuren: Denn ihre Reise sollte auch Europa für immer verändern. An Originalschauplätzen in Paris, Brasilien und auf Tahiti hat das „Terra X“-Team diese Dokumentation gedreht. Der Anlass dazu war das 250. Jubiläum der Seereise von Louis Antoine de Bougainville. Das Personal war interessant und temperamentvoll: Neben dem Kapitän reisten der wohlhabende Lebemann Prinz von Nassau sowie Jeanne Baret mit. In Männerkleidung stellte sie an der Seite des Botanikers Philibert Commerson pflanzenkundliche Forschungen an. Ihre Mitbringsel von der anderen Seite der Erde zieren heute nahezu jeden Garten: Hortensie und Bougainvillea. Wie gelang es ihr, unerkannt als erste Frau um die Welt zu segeln? Warum war die Erkundung der Natur- und Pflanzenwelt den Leitern dieser Expedition so wichtig? Bougainvilles Schiffe drangen an Orte vor, die kein Europäer zuvor gesehen hatte. Tahiti war kurz vorher von den Engländern „entdeckt“ worden – doch da gab es auf beiden Seiten nur Unverständnis und Aggression. Bougainville dagegen sah die Menschen und die Kultur Tahitis mit den interessierten Augen eines Forschers. Er erkundete die Sitten und Lebensgewohnheiten der Menschen, erzählte in seinem Bericht von erotischer Freizügigkeit und bewunderte das harmonische Zusammenleben der Gastgeber. Sein Südsee-Report inspirierte Philosophen und Künstler zu Abhandlungen über sexuelle Freiheiten, den „Edlen Wilden“ und die menschliche Gesellschaft im Naturzustand. Und es beflügelte Maler wie Paul Gauguin zur Flucht ins vermeintliche Paradies und zu ikonischen Meisterwerken. Der „Mythos Südsee“ war geboren – und hält bis heute an. Aber was steckt wirklich dahinter? Die Dokumentation folgt den Stationen dieser Expedition, die am Vorabend der Französischen Revolution Europa für immer verändern sollte. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 10.06.2020 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 14.06.2020 ZDF
  • 45 Min.
    „Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling erzählt vom Wolfskind Mogli, das allein im Dschungel unter Tieren aufwächst. Wie aber sieht es in der Realität mit Wolfskindern aus? Wolfskinder – das sind Kinder, die ohne menschliche Bezugsperson aufwachsen – entwickeln Defizite. Historische Fälle sowie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sie Probleme beim Erlernen von Sprache und beim Knüpfen zwischenmenschlicher Beziehungen haben. Erzählungen von Wolfskindern finden sich bei vielen Völkern. Es geht dabei um Kinder, die – ohne Kontakt zu Menschen – allein in der Wildnis oder zusammen mit Wölfen, Bären oder anderen Tieren leben. Anders als in den Mythen und Erzählungen haben Kinder, die auf diese Weise aufwachsen, in der Realität große Probleme, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Die Fähigkeit zu sprechen ist angeboren. Aber erst im Kontakt mit anderen Menschen kann ein Kind diese Fähigkeit ausbilden, das Sprechen lernen. Fehlt in den ersten Lebensjahren der Kommunikationspartner Mensch, entwickeln sich unter anderem keine Verbindungen zwischen den für die Sprache zuständigen Hirnarealen. Wolfskinder jaulen, knurren, schreien und grunzen wie Wölfe oder Affen. Denn, so unwahrscheinlich es auch im ersten Moment klingen mag, wissenschaftliche Experimente und Interviews mit Experten legen nahe, dass sich Tiere unter gewissen Umständen tatsächlich der Kinder annehmen würden. So geschehen im Fall von John Ssebunya, einem Jungen in Uganda, der als Kind eine Zeitlang mit Affen lebte. Als roter Faden und Rahmenhandlung der Dokumentation dienen Leben und Werk von Rudyard Kipling, dessen „Dschungelbuch“ bis heute zu den bekanntesten Jugendbüchern der Welt zählt. „Mythos Wolfskind – Mogli und die wilden Kinder“ erweckt in aufwändig gedrehten Spielszenen Kiplings Jugend, das Leben seines Helden Mogli sowie historische Fälle von Wolfskindern zum Leben. Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Deutschland, Österreich, Uganda und Indien statt. Bei den szenischen Drehs in Indien wurde anstelle von Wölfen mit Huskys gearbeitet. Mit „Terra X: Mythos Wolfskind – Mogli und die wilden Kinder“ präsentieren wir die erste in 4K gedrehte Dokumentation. Mit dieser neuen Aufnahmetechnik sind Farb- und Kontrastumfang sehr viel größer und differenzierter als bei bisherigen Standards, so dass bisher nie gesehene Nuancen, Strukturen und Details sichtbar werden. Dazu trägt die sogenannte HDR (High Dynamic Range)-Farbkorrektur bei: Die Bilder erhalten eine noch größere Tiefenschärfe und Farbintensität. Diese Brillanz besticht vor allem bei den Aufnahmen aus Indien und Uganda. Die neue Technik entspricht fast der Wahrnehmung des menschlichen Auges und wird in absehbarer Zeit Standard werden. Japan will die Olympischen Spiele 2020 bereits in 8K übertragen. „Terra X: Mythos Wolfskind – Mogli und die wilden Kinder“ wird zwar in HD ausgestrahlt, gleichwohl wird die bessere Qualität der Bilder zu erkennen sein. Für 4K-ausgerüstete Zuschauer bieten wir den 4K-Film als Download an. Zusätzlich wurden noch circa 30 Szenen in 4K im neuen VR- beziehungsweise 360°-Format gedreht. Dabei waren bis zu acht Kameras im Einsatz, deren Bilder später mit einer speziellen Software „zusammengenäht“ wurden, so dass sich bei der Betrachtung mit einer VR-Brille ein unglaubliches Raumerlebnis ergibt. Eine weitere technische Innovation ist die Verwendung des vom Fraunhofer-Institut Erlangen entwickelten Cingo-Tons, der sich nach Standpunkt und Blickwinkel des Betrachters richtet. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 25.09.2016 ZDF
  • 45 Min.
    Vor 150 Jahren fanden italienische Steinbrucharbeiter im Neandertal bei Mettmann eine Schädelkalotte und eine Handvoll Knochen. Fast wäre der außerordentliche Fund auf dem Abraum gelandet, wenn nicht ein Dorfschullehrer erkannt hätte, welche Sensation sich hinter den unscheinbaren Fossilien verbarg: eine neue, bis dahin unbekannte Menschenart. Seit diesem denkwürdigen Tag im Jahre 1856, zwei Jahre vor Darwins bahnbrechendem Werk „Die Entstehung der Arten …“ ist unser Blick auf den „anderen Menschen“ immer noch skeptisch. Zunächst leugnete die Forschung seine Existenz. Einige Wissenschaftler behaupteten, die Knochen stammten von einem Höhlenbären, andere waren der Ansicht, einen durch Rachitis veränderten Homo Sapiens vor sich zu haben. Doch auch seit feststeht, dass es sich beim Neandertaler um einen Menschentypus handelt, der neben unseren Vorfahren auf der Erde lebte, über eine vergleichbare Intelligenz verfügte und uns an körperlicher Kraft weit übertraf, ist unser Verhältnis zum Neandertaler gestört. Die These vom Keulen schwingenden Unhold, der unseren Ahnen das Leben schwer gemacht hat, war gerade vom Tisch, da hielt man ihn schon für einen Menschenfresser und Ritualmörder. Auch sein Verwandtschaftsverhältnis zu uns ist nach wie vor ungeklärt. Galt er im 19. Jahrhundert noch als unser primitiver Vorfahr, sahen ihn die Forscher des 20. Jahrhunderts als entfernten Cousin, der seine Unterlegenheit schon darin zeigte, dass er ausstarb. Doch die Forschungsarbeiten laufen weltweit auf Hochtouren und sollen mit ihren Ergebnissen unser Bild vom Neandertaler erneut völlig verändern. Besonders das deutsche Forschungsprojekt zum Neandertalerjahr unter der Leitung von Ralf W. Schmitz fördert dabei Erstaunliches zutage. Der Dokumentarfilm begleitet den Wissenschaftler zu allen zentralen Untersuchungen, die Licht in die Geschichte des Neandertalers bringen sollen. Zum ersten Mal analysierte der Paläogenetiker Svante Pääbo aus Leipzig Zellkern-DNS des namengebenden Fossils, um Aufschlüsse über den Grad unserer Verwandtschaft zum Neandertaler zu erhalten. Knochen eines zweiten Neandertalers, der erst im Jahr 2000 am Originalfundort im Neandertal ausgegraben worden war, datierte Georges Bonani von der Universität Zürich mit Hilfe der 14C-Methode, um herauszufinden, ob der Mann aus dem Neandertal vor 42 000 Jahren Gesellschaft hatte. Auch der Speisezettel des Eiszeitlers ist nun bekannt. Anhand von Isotopenvergleichen mit anderen Lebewesen der Eiszeit ermittelte Mike Richards die genaue Zusammensetzung des Neandertaler-Menüs. (Text: ZDFneo)
    Deutsche TV-Premiere So. 16.07.2006 ZDF
  • 45 Min.
    Nikola Tesla, seine Ideen prägten unsere Stromnetze, Fernseher und Telefone. Die „Terra X“-Dokumentation zeigt den exzentrischen Lebensweg des Erfinders. Für seine Mitmenschen galt er stets als Sonderling, ausgestattet mit einem großen Selbstbewusstsein. Sein unbändiger Forschergeist, seine genialen Ideen und ein gewisses Showtalent führten ihn aus der Provinz in die High Society New Yorks zum Ende des 19. Jahrhunderts. 1856 im entlegenen kroatischen Dorf Smiljan im damaligen Grenzgebiet des Habsburgerreichs geboren, studiert und arbeitet er zunächst in den Metropolen Europas, bevor er in die USA übersiedelt. Dort will er seiner ersten großen Erfindung zum Durchbruch verhelfen – der ersten effizienten Wechselstrommaschine. Doch der Job bei seinem großen Vorbild Thomas Edison entpuppt sich schnell als Fehlentscheidung. Denn Edison setzt mit seinen Glühlampen auf Gleichstrom. Erst ein Wechsel zu Edisons Konkurrenten George Westinghouse bringt den gewünschten Erfolg. Dieser führt die Erfinder Tesla und Edison jedoch auch in den berühmten Stromkrieg. Erbittert kämpfen beide Seiten bei der Elektrifizierung der USA um die Vorherrschaft „ihres“ Stromsystems. Dank Teslas Technik setzt sich der Wechselstrom durch, der auch heute noch aus unseren Steckdosen fließt. Tesla widmet sich nun seinem neuen Ziel, die Welt kabellos mit Energie zu versorgen. Statt teure Kupferkabel zu nutzen, sucht er nach Mitteln und Wegen, Strom auf natürlichem Wege zu übertragen. Allein die „Nebenprodukte“ seiner Forschung sind bahnbrechend. Mit kabellosen Leuchtröhren verzaubert er sein Publikum und wird durch seine Vorführungen zum Magier der Elektrizität. Er entwickelt die erste Funkfernsteuerung der Geschichte, schafft Grundlagen für die Radiotechnik und das Radar. Doch versteht er es nicht, seine innovativen Erfindungen auch wirtschaftlich zu nutzen. Seine Ideen machen andere reich. Die Arbeiten an seiner „Freien Energieübertragung“ kann er nicht zu einem erfolgreichen Abschluss führen. Als Tesla keine befriedigenden Fortschritte präsentieren kann, drehen ihm seine Financiers den Geldhahn zu. Als er sich letztendlich eingestehen muss, gescheitert zu sein, erleidet Tesla einen Nervenzusammenbruch. Der geniale Erfinder wird zu einem Schatten seiner selbst. Mit immer seltsameren Ankündigungen ist er bald nur noch Ideenlieferant für Science-Fiction-Geschichten. Seine Exzentrik nimmt immer weiter zu. Tauben werden zu seinen besten Freunden. Er stirbt 1943 einsam und verarmt. Doch zeigen spätere Entwicklungen der Technikgeschichte: Nicht alle Ideen waren Fantastereien. In vielen Dingen war Nikola Tesla seiner Zeit einfach weit voraus. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 03.07.2024 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 07.07.2024 ZDF
  • 60 Min.
    Zwei Quadratkilometer des Lake Martin Sees besteht aus offener Wasserfläche.
    Die unberührten Landschaften Nordamerikas zählen zu den schönsten unserer Erde. „Terra X“ entführt in abgelegene, menschenleere und wilde Gegenden in Kanada und den USA. Anja Kindler und Iris Gesang unternehmen eine fantastische Reise zu unterschiedlichsten Landschaften. Vom hohen Norden des nordamerikanischen Kontinents bis weit in den Wilden Westen, den entlegenen Osten und tief in den Süden. Nördlich des Polarkreises führt Schlittenhundeführer Paul Josie als Mitglied der Vuntut Gwitchin First Nation ein freies Leben in klirrender Kälte. Sanfte Hügel und ein riesiges Flusssystem mit unzähligen Seen prägen dieses wilde Gebiet am Porcupine River. Hier trainiert Paul täglich sein zehnköpfiges Husky-Gespann und knüpft mit seiner Familie in Old Crow an Tradition und Kultur der Vuntut Gwitchin an. Vuntut Gwitchin bedeutet „Menschen der Seen“, und auch heute noch lebt Pauls Volk vom Fischen und der Jagd auf Karibus. Im Wilden Westen erforscht Celeste Carlisle wilde Mustangs in der hügeligen Vulkanlandschaft um Twin Peaks. Die Biologin beobachtet verschiedene Mustang-Herden das ganze Jahr über, um mit einer wissenschaftlich überwachten Verhütung auf sanfte Weise die Population zu regulieren. Denn wilde Mustangs galten lange als Plage für die Landwirtschaft und werden bis heute zur Bestandsregulierung gejagt und gefangen. Dabei werden immer wieder Familienverbände auseinandergerissen. Gemeinsam mit Pferdeschützerin Neda DeMayo sorgt Celeste dafür, dass Mustangs verschiedener Blutlinien in kleinen Herden wieder zusammengeführt werden. Neda päppelt einzelne Tiere hoch, und sobald sie gesund und kräftig sind, entlässt sie die stolzen Pferde zurück in die Freiheit in ein angrenzendes weitläufiges Schutzgebiet. Auf diese Art hat sie auch eine Mustang-Herde erhalten, die noch auf die spanischen Eroberer um Padre Kino aus dem 17. Jahrhundert zurückgeht. Im entlegenen Osten haben Lindsey Jones und Sean Todd vom College of the Atlantic ihr Leben den großen Meeressäugern gewidmet. Mount Desert Rock, eine kleine Insel im Golf von Maine, liegt in einem der wichtigsten marinen Lebensräume weltweit. Von dort beobachten und erforschen die Meeresbiologen Wale bis hinauf in die kanadischen Gewässer. Die Temperatur im Nordatlantik ist seit 2005 stark angestiegen. Von dort beobachten und erforschen die Meeresbiologen Wale bis in die kanadischen Gewässer. Die Temperatur im Nordatlantik ist seit 2005 stark angestiegen. So warm wie heute war das Wasser seit 3000 Jahren nicht, das hat ein US-amerikanisches und kanadisches Forscherteam herausgefunden. Fraglich ist, ob die Wale an der Ostküste Nordamerikas künftig noch genug zu fressen finden werden. Ganz im Süden liegt das größte Sumpfgebiet der USA: das Atchafalaya Basin in Louisiana. Eine verwunschene Sumpflandschaft, gespeist vom Atchafalaya, einem 270 Kilometer langen, mäandernden Fluss. Sein Becken ist viereinhalb Mal so groß wie der Bodensee, und neben Alligatoren und Wasservögeln durchstreiften Tiere die Wälder, die man hier nicht erwartet: Louisiana-Schwarzbären. Das verdanken sie Maria Davidson: Seit 28 Jahren leitet die Biologin ein erfolgreiches Auswilderungsprogramm. Galt die Art 1992 noch als gefährdet, hat sich ihr Bestand in Louisiana seit 2016 stabilisiert und sieht nun einer gesicherten Zukunft entgegen. Diese „Terra X“-Folge lädt ein zum Träumen, stellt Sehnsuchtsorte vor und besondere Menschen, die sich mit großer Begeisterung für „Nordamerikas versteckte Paradiese“ einsetzen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 01.01.2022 ZDF
  • 45 Min.
    Vor genau hundert Jahren wurde der Nordpol entdeckt – so steht es in den Geschichtsbüchern. Aber stimmt das wirklich? Damals markiert der Nordpol die letzte große Trophäe im Zeitalter der Entdeckungen, und zwei Konkurrenten liefern sich ein erbittertes Duell: Robert E. Peary, vormals Commander der US-Marine, und Frederick A. Cook, deutschstämmiger Arzt und Abenteurer. Wie bei allen dramatischen Entdeckergeschichten geht es um alles: um Leben oder Sterben zweier Expeditionen, um Triumph oder bittere Niederlage, um den Platz in der Geschichte. Der Unterschied ist: Das Drama um den Nordpol währt bis heute. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 15.11.2009 ZDF
  • 45 Min.
    Als im November 1946 ein amerikanisches Militärflugzeug auf rätselhafte Weise in den Alpen verschwindet, ahnt noch niemand, welche historische Wende dies bedeuten soll. „Terra X“ zeigt mit einer aufwändigen Rekonstruktion und großen Bildern die Ereignisse, die dadurch ausgelöst werden, und ihre weitreichenden Folgen bis heute. Das Verschwinden der Maschine mit hochrangigen Militärs an Bord veranlasst die Amerikaner zur größten Suchaktion seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Aber gesucht wird im falschen Gebiet, denn der Pilot ist wegen schlechten Wetters vom Kurs abgekommen und ohne es zu merken in den derzeit für US-Flugzeuge verbotenen Schweizer Luftraum eingedrungen. Dort ist es nach einem dramatischen Blindflug durch die Berggipfel der Schweizer Alpen zur Bruchlandung auf dem Gauligletscher im Berner Oberland gekommen. Wie durch ein Wunder überleben alle zwölf Passagiere und Besatzungsmitglieder. Aber viele sind schwer verletzt, und es ist klar, dass sie nicht durchhalten werden, wenn nicht bald Hilfe kommt. Der Pilot setzt einen Notruf ab, doch nach dem Irrflug weiß er nicht, wo er sich befindet. Der Kommandant des nicht weit entfernt liegenden Schweizer Militärflughafens Meiringen fängt den Notruf auf. Die gute Verständlichkeit verrät ihm, dass die Maschine oben auf Schweizer Gebiet liegen muss. Doch seine Vorgesetzten verpflichten ihn zu Stillschweigen. Das Verhältnis zwischen Amerikanern und Schweizern ist höchst angespannt, weil die Amerikaner der Schweiz Kollaboration mit den Deutschen im Zweiten Weltkrieg vorwerfen. Erst nach vier Tagen sichtet ein amerikanisches Suchflugzeug zufällig die tatsächliche Absturzstelle. Nach Verhandlungen erhalten die Amerikaner von den Schweizern die Genehmigung, mit schwerem Gerät auf Schweizer Gebiet zu kommen. Doch ihr Vorhaben, mit Panzern, Jeeps und Snow-Cats zur Absturzstelle hoch in den Bergen zu gelangen, ist zum kläglichen Scheitern verurteilt. Kurz entschlossen übernehmen die Schweizer die Führung und stoßen unter widrigsten Bedingungen mit einfachster Ausrüstung zu den Abgestürzten vor. Aber dann wird klar, dass der Abstieg mit den Schwerverletzten unmöglich ist. Da entschließen sich die Schweizer dazu, ein streng gehütetes Geheimnis zu lüften. Unbemerkt hatten sie als die ersten in der Welt Kufen für ein Kleinflugzeug, einen „Fieseler Storch“ entwickelt, um auf Schneefeldern starten und landen zu können. Damit wagt der Flughafenkommandant Viktor Hug eine spektakuläre Rettungsaktion. Und sie gelingt. Alle Abgestürzten werden mit mehreren Flügen in Sicherheit gebracht. Dieses in der Geschichte erstmalige Ereignis ist die Geburtsstunde der alpinen Luftrettung überhaupt, die seitdem ihren Aufschwung genommen hat. Und zugleich hat dieser Einsatz der Schweizer am Gauligletscher endlich das Eis zwischen Schweizern und Amerikanern gebrochen und ein entspanntes Verhältnis herbeigeführt. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 25.03.2012 ZDF
  • 45 Min.
    Es ist die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten lassen sich ihre Wege quer durch Europa exakt nachvollziehen und miterleben. 100 Jahre lang war der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet. Die Menschen sehen seine Rückkehr mit gemischten Gefühlen. Überall dringt der Wolf in die Zivilisation ein und markiert damit eine der spektakulärsten Entwicklungen im europäischen Naturraum. Der Zweiteiler „Die Odyssee der einsamen Wölfe“ betrachtet das aktuelle Thema der Rückkehr eines Raubtiers aus der Perspektive der europäischen Wolfsforschung. Bis heute ist es für die Wissenschaft ein Rätsel, warum einzelne junge Wölfe auf der Suche nach einem neuen Territorium unglaubliche Distanzen von mehr als 1000 Kilometern zurücklegen. Die Geschichte dreier solcher Wanderwölfe bringt Licht in ihren spannenden Alltag: Sie ziehen quer durch Europa, überwinden reißende Flüsse, klettern Felswände empor, queren frostklirrende Bergmassive. Sie bewältigen Barrieren der Zivilisation, Autobahnen, Grenzsicherungen und Großstädte. Unverzichtbar für das Projekt: Die drei Helden tragen Sender. Wissenschaftler entwickelten so detailreiche GPS-Karten. Es sind Dokumente, die die Routen der Wölfe exakt nachvollziehen lassen und beweisen, dass es einzelnen Tieren auf diese Weise gelingt, in den versprengten Wolfspopulationen Europas für genetische Vielfalt zu sorgen. Im ersten Teil läuft der italienische Wanderwolf Ligabue 2004 von Parma aus durch den Apennin, gelangt bis hoch hinauf zum Monte Ebro und stößt schließlich in den französischen Meeralpen auf Artgenossen. Doch was ein Happy End zu sein scheint, entpuppt sich als tödliche Falle. Die italienische Wolfsforscherin Francesca Marucco vollzieht die Wanderung von Ligabue heute noch einmal nach und erklärt die besonderen Herausforderungen. Alan, der zweite Wanderwolf, bricht 2009 in der Lausitz an der deutsch-polnischen Grenze auf. Die deutsche Wolfsbiologin Ilka Reinhardt folgt seiner Wanderung Richtung Nordosten. Auch Wanderwolf Alan quert mehrspurige Autobahnen und durchschwimmt die 400 Meter breite Weichsel bei Danzig. Wird es ihm gelingen, nach 1500 Kilometern in Weißrussland ein eigenes Rudel zu gründen? Erstmals kann der Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mit Hilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar. Der „Terra X“-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwändige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 23.04.2017 ZDF
  • 44 Min.
    Die erstaunliche Geschichte von drei Wanderwölfen findet ihre Fortsetzung mit der Geschichte des deutschen Wanderwolfs Alan. Er war 2010 von der Lausitz aus Richtung Osten gestartet. Über Wochen und über Hunderte Kilometer hält er Kurs. Der 400 Meter breite Weichselstrom bei Danzig ist für ihn kein Hindernis. Im Biebrza-Nationalpark legt er eine ungewöhnlich lange Ruhepause ein. Möglicherweise kuriert er eine Verletzung aus. Das ist zumindest die Vermutung der deutschen Wolfsexpertin Ilka Reinhardt, die die Route von Alan zusammen mit ihrem Hund Jacques noch einmal nachvollzieht. Ihre Reise endet schließlich im Grenzdreieck Polen-Litauen-Weißrussland. Dort sind Alans GPS-Signale verstummt. Der slowenische Wanderwolf Slavko ist einer jener Glücksfälle, wie sie in zig Jahren kaum einmal passieren. Vom slowenischen Karst bei Triest macht er sich auf Richtung Norden, taucht am Flughafen von Ljubljana auf, erlebt bei Klagenfurt den Schock eines Silvester-Feuerwerks, steigt hoch in die Alpen und erreicht schließlich den Nationalpark Lessinia bei Verona. Hier endlich begegnet er einer Gefährtin. Und so unglaublich es klingen mag: Diese Gefährtin, Giulia, ist – genetisch gesichert – selbst eine Wanderwölfin, kommt aus den französischen Meeralpen. Und als wäre das nicht schon genug: Eine Foto-Video-Falle lichtet das Paar ab und zeigt es, umgeben von Welpen. Hubert Potocnik kennt das Schicksal von Slavko bis in alle Einzelheiten. 2011 hatte er den jungen Rüden besendert. Jetzt begibt er sich für den Film noch einmal auf die Spuren des Wanderwolfs und führt den Zuschauer zu markanten Orten seiner Reise. Erstmals können die Zuschauer dabei sein, wenn die Wölfe durch Europa ziehen. Möglich macht dies der international anerkannte Wolfstrainer Zoltan Horkai. Mit Hilfe seiner Wölfe werden selbst die spektakulärsten Wolfsaktionen hautnah in besten Bildern erlebbar. Der „Terra X“-Zweiteiler schlägt die Brücke zwischen aktueller Wissenschaft und Mythos. In atemberaubenden Naturaufnahmen werden Europas wichtigste Wolfsreviere dargestellt. Aufwändige und zum Teil computergenerierte Reenactments öffnen den Blick für die zahlreichen Geschichten und historischen Begegnungen mit dem Wolf. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 30.04.2017 ZDF
  • 45 Min.
    Vor rund zwei Millionen Jahren begann in Afrika eine Entwicklung, die zum modernen Menschen führte. Der aufrechte Gang war das erste große Ereignis in dieser Evolutionsgeschichte, der Gebrauch des Feuers war ein weiterer großer Schritt. Es folgten die Herstellung einfacher Werkzeuge, der Bau „primitiver“ Unterkünfte und die gemeinsame Nahrungssuche – Tätigkeiten, die bereits ein bewusstes Handeln voraussetzen. Die Reihe „Die Odyssee des Menschen“ verfolgt den Weg, auf dem der Mensch zu dem wurde, was er heute ist. Ausgehend von Afrika, der Wiege der Menschheit, sind drei weitere Kontinente – Asien, Australien und Amerika – das Ziel dieser Reise. Neue Funde und Computeranimationen liefern wichtige Hintergrundinformationen. Der erste Teil vollzieht die Schritte nach, die in Afrika zur Entwicklung der Menschheit führten. (Text: ZDFneo)
    Deutsche TV-Premiere So. 14.10.2001 ZDF
  • 45 Min.
    „Drachenknochen“ sind tierische Fossilien, die in der traditionellen chinesischen Medizin seit langem verwendet werden. „Drachenknochen“ waren es auch, die ein neues Kapitel in der Geschichte der menschlichen Evolution einläuteten. In einer chinesischen Apotheke stieß zu Beginn des 20. Jahrhunderts der deutsche Naturforscher Haberer auf einen fossilen Backenzahn, der nicht zu einem Tier gehören konnte. Die Wissenschaft wurde aufmerksam, und in den folgenden Jahren rückte China zunehmend ins Blickfeld der Paläoanthropologen. Am Drachenberg von Zhoukoudian fand man unter anderem die Überreste von über 40 Urmenschen, der so genannten „Pekingmenschen“, die zur Gattung des Homo erectus gehören. Vor etwa zwei Millionen Jahren hatten sie Afrika verlassen und waren bis nach China gekommen. Welche Rolle spielt China bei der Besiedelung der Welt? Als sicher gilt, dass von Asien aus Australien erreicht wurde. Die Reihe „Die Odyssee des Menschen“ verfolgt den Weg, auf dem der Mensch zu dem wurde, was er heute ist. Ausgehend von Afrika, der Wiege der Menschheit, sind drei weitere Kontinente – Asien, Australien und Amerika – das Ziel dieser Reise. Neue Funde und Computeranimationen liefern wichtige Hintergrundinformationen. Teil zwei führt nach Australien. (Text: ZDFneo)
    Deutsche TV-Premiere So. 21.10.2001 ZDF
  • 45 Min.
    Im Land der Haida-Indianer an der kanadischen Westküste erzählt man sich, dass es einst eine große Flut gab, die nur wenige Auserwählte überlebt haben. Als die Flut schließlich zurückging, begannen die Überlebenden, das Land zu besiedeln. Doch woher kamen die Überlebenden? Wer waren die ersten Amerikaner? Lange glaubte man, dass die ersten Amerikaner über die Beringstraße Alaska erreichten und sich dann durch einen eisfreien Korridor nach Süden hin ausbreiteten. Doch in den letzten Jahren wurden Zweifel an dieser These laut. Zwei Modelle stehen ihr gegenüber: Einmal können die frühen Amerikaner mit Booten aus Nordostasien gekommen sein, zum anderen ist es vorstellbar, dass – lange vor den Wikingern und Columbus – „Seefahrer“ aus Europa kamen. Für jedes dieser Denkmodelle haben die Wissenschaftler Funde und Argumente, die die Diskussionen um die ersten Amerikaner spannend und aufregend machen. Die Reihe „Die Odyssee des Menschen“ verfolgt den Weg, auf dem der Mensch zu dem wurde, was er heute ist. Ausgehend von Afrika, der Wiege der Menschheit, sind drei weitere Kontinente – Asien, Australien und Amerika – das Ziel dieser Reise. Neue Funde und Computeranimationen liefern wichtige Hintergrundinformationen. Teil drei führt nach Nord- und Südamerika. (Text: ZDFneo)
    Deutsche TV-Premiere So. 28.10.2001 ZDF
  • 45 Min.
    Wir schreiben das Jahr 448 vor Christus. Die 83. Olympischen Spiele stehen kurz vor der Eröffnung. In den Tempeln von Hera und Zeus werden den Göttern Opfer gebracht, um sie milde zu stimmen für das bevorstehende Ereignis. In den nächsten fünf Tagen werden Athleten aus allen Teilen der hellenistischen Welt Wettstreiten, um den Zweig des heiligen Ölbaumes als olympische Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Eine berühmte Figur führt uns zu den Spielen. Diagoras aus Rhodos ist ein überaus populärer Champion, der Muhammad Ali seiner Zeit. Er entstammt der Familiendynastie der Diagoriden, die über Generationen hinweg Olympiasieger in allen Disziplinen hervorbrachte und auch politisch auf Rhodos führend war. Durch Computeranimationen werden die Wettkampfstätten der Antike zum Leben erweckt, durch aufwändige Inszenierungen werden die verschiedenen Disziplinen wie Ringen, Boxen, Weitspringen, Diskuswurf bis hin zum spektakulären Pferdewagenrennen dargestellt. Die Historiker wissen heute, dass die Kämpfe teilweise blutig und brutal waren und dass das Publikum genau das wollte. Wir erfahren zum Beispiel, warum Frauen nicht an den Spielen der Antike teilnehmen durften, und welche Rolle die olympischen Rituale in der griechischen Welt spielten. „Die Spiele sind eröffnet – Olympia in der Antike“ ist eine internationale Koproduktion, die Inszenierungen bis hin zum Wagenrennen sind in Kanada entstanden. Als Experten kommen ehemalige Olympiasieger, wie der Sprinter Donovan Bailey oder Wissenschaftler wie der Sporthistoriker Nigel Crowther zu Wort. (Text: ZDFneo)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.08.2004 ZDF
  • 45 Min.
    Die Beute der Orcas liegt angerichtet auf Eisschollen – Robben, die die Laute der Orcas nur unter Wasser hören können.
    Orcas jagen im Team mit Wellen, Timing und Präzision. Wie steuern sie dieses Zusammenspiel? „Terra X“ folgt den Schwertwalen in die Antarktis. Die Dokumentation zeigt erstmals aus nächster Nähe, wie Orcas jagen, und was an der ältesten Jägerin hängt. Eine Film- und Forschungsexpedition begleitet die Orcas im ewigen Eis mit Drohnen, Spezialkameras und Geduld. Im Fokus: ihre hoch intelligente Jagdtechnik und die Frage, wie dieses komplexe Wissen weitergegeben wird. Doch von der erfahrensten Matriarchin fehlt jede Spur. Für Biologe Leigh Hickmott wird die Suche persönlich und zum Wettlauf mit der Zeit. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 09.11.2025 ZDF
  • 60 Min.
    Baudoin Nagelmackers ist einer der letzten Nachkommen von Georges Nagelmackers. Der 85-Jährige erzählt Überraschendes und Bewegendes über den Orientexpress-Gründer.
    Der Orient Express ist der historisch meistgenannte Zug der Welt. Seine Entstehung hat er der Vision eines Träumers zu verdanken: George Nagelmackers gelang damit, Geschichte zu schreiben. Die Dokumentation beschreibt, wie dieser Pionier des Reisens seine Idee gegen alle Widerstände durchsetzen konnte. Denn von Paris nach Konstantinopel mit einem einzigen Verkehrsmittel reisen zu können, war gegen Ende des 19. Jahrhunderts eigentlich undenkbar. Mit seinem Vorhaben hat der Belgier George Nagelmackers viel zur Völkerverständigung beigetragen: in einer Zeit abgeriegelter Grenzen in Europa, Misstrauen zwischen Regierungen und bürokratischer Hindernisse. Den „Zug der Züge“, wie der Orientexpress auch genannt wird, aufs Gleis zu setzen, erforderte Durchhaltewillen. Mehrmals drohte das ambitionierte Projekt zu scheitern, denn Nagelmackers stand vor der Pleite mit seiner Schlafwagengesellschaft, der damaligen Compagnie International des Wagons-Lits (CIWL). Doch er hielt beharrlich an seinem Ziel fest, Europas Metropolen mit Nachtzügen zu verbinden. Die Premierenfahrt im Jahr 1883 vom Gare de l’Est in Paris in Richtung Konstantinopel, als Spielszenen dargestellt, bildet die Rahmenhandlung dieses Films, über eine bis zu diesem Zeitpunkt einzigartige Verbindung zwischen Orient und Okzident. Diese erste Reise bildet damit den Auftakt für eine Revolution des Reisens: Nagelmackers etabliert ein Netz von Nachtzügen, das die europäischen Metropolen erstmals miteinander verbindet – und das auf eine für damalige Verhältnisse vollkommen neue Art: Komfortable Schlaf- und Speisewagen machen den Besuch fremder Länder attraktiv, ganz anders als zuvor mit quälend langsamen Postkutschen und unzähligen Grenzkontrollen. In dieser Dokumentation geht es dabei auch auf Spurensuche in der sagenumwobenen Gründerzeit des Orientexpress. Relikte gibt es nur noch wenige und doch konnten sie aufgestöbert werden: Original-Lokomotiven in Budapest, Wien und Nürnberg sowie den einzigen noch fahrtüchtigen Teakholz-Speisewagen. Darüber hinaus erläutern Historiker, mit welchen diplomatischen Raffinessen es gelingen konnte, die überaus schwierigen geographischen und menschlichen Grenzen zu überwinden. Nach Nagelmackers Tod schrieben die Waggons seiner Schlafwagengesellschaft Weltgeschichte: Im Waggon Nr. 2419 D wurde 1918 auf einer Lichtung der nordfranzösischen Stadt Compiègne die Beendigung der Kampfhandlungen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und den Streitkräften der Entente vereinbart. Und 22 Jahre später erzwang Hitler in genau diesem Waggon die endgültige Kapitulationserklärung Frankreichs. Viele Geschichten schaffen ein Bild des legendären Orientexpress und vieles ist während dieser Reisen geschehen, offenbar nur eines nicht: Einen Mord, wie von Agatha Christie beschrieben, hat es in den vornehmen Wagen angeblich nie gegeben. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 10.04.2020 ZDF
  • 45 Min.
    Der Atlantik ist die Brücke zwischen den Kontinenten und der Motor einer zunehmend vernetzten Welt. Kaum ein anderer Ozean hat die moderne Welt so stark geprägt. Seit Jahrhunderten verbindet der zweitgrößte Ozean der Erde Kontinente, Menschen und Ideen. Über seine Gewässer segeln Wikinger, Händler, Entdecker und Auswanderer. Gleichzeitig ist er Schauplatz von Piraterie, Kolonialismus unddem transatlantischen Sklavenhandel. Die erste Folge der „Terra X“-Reihe erzählt von mutigen Seefahrern und großen Migrationen, von Handel und Eroberung, von Freiheit und Ausbeutung. Sie zeigt, wie Strömungen und Winde den Verkehr zwischen Europa, Afrika und Amerika ermöglichten und wie der Golfstrom bis heute Klima, Wirtschaft und Alltag von Millionen Menschen beeinflusst. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 27.09.2026 ZDF
  • 45 Min.
    Seit Jahrtausenden treffen am engen Mittelmeer Menschen, Waren und Ideen aus drei Kontinenten aufeinander. Dort entstehen Handelsnetze, Weltreiche und kulturelle Zentren, deren Einfluss weit über die Küsten hinausreicht. Der Film erzählt von den Möglichkeiten und unterschiedlichen Bedingungen an den Ufern dieses Meeres – und wie Menschen und Kulturen seit Tausenden von Jahren damit umgehen. Dafür porträtiert er einen Steinmetz aus Carrara, einen Supermarktbesitzer aus dem beengten Neapel und eine Friseurin aus Malta, die ursprünglich aus Nigeria stammt. Alle Protagonisten lassen erkennen, welch ein dicht verflochtener Lebensraum am Mittelmeer entstanden ist, in dem Begegnungen zwischen Europa, Afrika und Asien Geschichte schreiben. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr Konflikte und kulturelle Entwicklungen weltweit und bis heute von diesem Meer geprägt werden. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 04.10.2026 ZDF

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